Lidödeme, Schmerzen und verzweifelt...

Themenstarter
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Hallo!
Ich bin neu hier und möchte euch mal meine "Geschichte" darlegen; vielleicht hat ja jemand eine zündende Idee.
Ich versuche, es so kurz wie möglich zu halten.
Also:
Anfang diesen Jahres liess ich mir bei einem Tätowierer, der mich schon einmal tätowierte, meinen linken Unterarm verschönern. Alles war top, das einzige, was mir auffiel war, dass die Tätowierungen danach mehr anschwollen als andere, die ich mir schon hatte stechen lassen. Ich dachte mir nichts dabei und alles heilte schön ab.
Ich flog eine Woche nach Fuerteventura, danach stand eine Fuss-OP an (Umstellungsosteotomie linker Fuss).
Dem Anästhesisten fiel auf, dass meine Augen ein wenig angeschwollen waren und fragte mich, ob meine Schilddrüse denn in Ordnung sei.
Sie war es, alle Blutwerte waren im Normbereich und so wurde ich operiert.
Ich machte mir wegen der Augen nicht allzu grosse Sorgen. Ich bin Allergiker und dachte, da wird wieder irgendwas rumfliegen...
So weit so gut.
Mein Fuss erholte sich relativ schnell, leider wurde die Schwellung der Augen immer schlimmer.
Mein Allergologe verschrieb mir Antihistaminika und als die nichts brachten, Cortison, jedoch ohne irgendeinen Erfolg.
Zeitgleich bekam Depressionen wie ich sie noch nie hatte, Kopfschmerzen, Nachtschweiss, Morgensteifigkeit in den Gelenken, Muskelverspannungen, Fliessschnupfen, Hautausschläge, Halsschmerzen. Und zur Krönung fingen mir an die Haare auszufallen und ich bekam Akne.
Dazu hatte ich Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen.
Es gab Tage, da schwoll mir ohne ersichtlichen Grund neben den Augen auch noch das Gesicht an. Mein Allergologe zuckte nur mit den Schultern.
Ich stellte mich bei einem Rheumatologen vor, der aber nichts feststellen konnte.
Dann liess ich meine Hormone kontrollieren und es kam heraus, dass ich zu wenig Östrogene und zuviel Testosteron im Blut sowie Zysten in den Eierstöcken hatte. Die Ärztin verschrieb mir die Pille. Zu den Augenschwellungen konnte sie nichts sagen.
Die Akne ist damit weggegangen, der Haarausfall wird auch langsam besser. Was bleibt sind Lidödeme, Durchfälle, Muskelschmerzen, Nachtschweiss, Fliessschnupfen, Kopf- und manchmal Kieferschmerzen.
Die Konzentrations-bzw. Gedächtnisstörungen sind auch nach wie vor da.

Sorry für den langen Text, aber es ist eben auch viel.

Ich hab langsam keine Kraft und vor allem keine Idee mehr.
Vielleicht hat ja da draussen irgendjemand irgendeine....

Liebe Grüsse nach da draussen!

Marie
 
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wundermittel
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Hallo Marie,

weißt Du etwas über die Farben, die der Tätowierer verwendet hat? Denn offensichtlich können die verwendeten Farben Beschwerden verursachen, teilweise auch erst wesentlich später.

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Komplikationen nach der Tätowierung
Relativ häufig treten nach der Tätowierung kleinere Komplikationen auf, etwa Hautausschlag, Juckreiz oder Entzündungen mit Bläschenbildung. Bei ungefähr sechs bis acht Prozent der Tätowierten folgen dauerhafte Gesundheitsbeeinträchtigungen. Besonders häufig sind darüber hinaus Allergien. Sie treten teilweise erst lange nach dem Tätowieren auf, ausgelöst durch beispielsweise Sonnenlicht. Ein großes Problem ist etwa der Nickelgehalt von Tattoo-Farben. ... Tätowiermittel gibt es dagegen derzeit keine Regelung, obwohl bei Tätowiermitteln die Haut als Schutzschicht wegfällt, da die Mittel direkt in die Haut eingebracht werden.“ Nickel ist das weltweit führende Kontaktallergen ...
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Tattoo-Farben gesundheitlich gefährlich

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Kann ich eine Allergie bekommen?
Manche Tattoo-Farben enthalten Stoffe, die Allergien auslösen können, beim ersten oder bei einem späteren Tattoo. Zu diesen Stoffen zählt zum Beispiel Nickel. Nickel kann als Verunreinigung in Tattoo-Farben vorkommen und ist dann nicht auf der Liste der Bestandteile erkennbar. Zu diesen Stoffen zählen aber auch bestimmte Farbpigmente. Rote Tattoo-Farben stehen besonders im Verdacht, Allergien auslösen zu können.
Eine Allergie kann auch Jahre nach dem Tätowieren auftreten. Es ist möglich, einen Allergietest (Patch-Test) zu machen, bevor man sich ein Tattoo stechen lässt. Endgültige Sicherheit gibt das aber nicht. Außerdem kann man durch einen Allergietest auch sensibilisiert werden (das ist ein Schritt auf dem Weg zur Allergie). Auf keinen Fall sollte die Verträglichkeit mit einer kleinen „Probe“-Tätowierung getestet werden.
Ein Henna-Tattoo ist zwar kein „echtes“ Tattoo, aber auch Henna-Tattoos können allergische Reaktionen hervorrufen. Das gilt vor allem für schwarze Henna-Tattoos.
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Tattoo-Farben gesundheitlich gefährlich

Ich bin Allergiker und dachte, da wird wieder irgendwas rumfliegen...
Mit dem Verdacht auf eine Allergie liegst Du wahrscheinlich richtig. - Ist bei Dir jemals eine Nickel-Allergie getestet worden?

Grüsse,
Oregano
 
Themenstarter
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Hallo Oregano!
Erstmal vielen Dank für Deinen Beitrag:)
Meine Mutter hat eine starke Nickelallergie, bei mir ist nie eine festgestellt worden, bzw. ich konnte unechten Schmuck tragen, sie bekam immer gleich Ausschlag.
Die Tattoos sind bunt, also schwarz, grün, gelb, rot, blau, lila.
Ich hatte daran auch schon gedacht. Die Schwellung nach dem Stechen war immens, das kannte ich bis dato nicht. Als ich meinen Tätowierer darauf ansprach, grinste er und meinte, er habe halt dolle tief gestochen.
Ich wunderte mich dennoch, denn er hatte mir vor zwei Jahren schon mal eines gestochen, das nicht derart anschwoll, und das, obwohl es ziemlich gross war.

Sonnenbestrahlung hatte ich nach dem Stechen, obwohl ich es abgedeckt hatte. Ich war eine Woche auf Fuerteventura und es war ziemlich warm...

Ich kann es mir dennoch fast nicht vorstellen, da ich einige Tätowierungen habe und nie etwas hatte. Aber vielleicht akkumuliert sich da ja auch irgendwas im Körper...

Danke jedenfalls für den Ansatz; ich habe überlegt, mich auf Schwermetalle testen zu lassen. Vielleicht wird da ja was entdeckt...

Liebe Grüsse,
Marie
 
regulat-pro-immune
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Hallo Marie,

hier noch mehr zu den Farben und ihr Risikopotential. Und: es wird beschrieben, wie man vorgehen kann, wenn eine Allergie festgestellt worden ist:
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Therapie
Steht fest, dass man gegen ein Tattoo allergisch ist, muss dieses entfernt werden. Häufig genügt es, das Tattoo zu lasern, wobei man allerdings mehrere Sitzungen über Wochen und Monate hinweg benötigt, bis der Körper die durch den Laser zerschossenen Farbpigmente vollständig abtransportiert hat. In einigen Fällen bleiben Farbreste dennoch Farbreste vor allem bei bunten Tatttoos, die tief gestochen wurden.

Die schnellere Lösung besteht darin, dass Tattoo chirurgisch zu entfernen. Die eingefärbten Hautschichten werden entfernt, die normal gefärbten Hautschichten dagegen wieder an Ort und Stelle verpflanzt. Die Trennung der beiden Gewebeschichten erfolgt durch Enzyme in Speziallabors. Gerade bei großflächigen Tattoos entstehen dabei allerdings auffällige Narben.
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Tattooallergie - AllergienAllergien

Grüsse,
Oregano
 
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