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KPU und TSH

Themenstarter
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13.03.05
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Habe ich das richtig verstanden, dass bei KPU der TSH zu niedrig sein kann, obwohl mehr ft3/ft4 benötigt würde? Das wäre für mich eine Erklärung, warum mein TSH Wert so niedrig bleibt, trotz niedriger Ftx Werte
>
>Und...weiss jemand ob Morbus Meulengracht und KPU irgendwie den selben Ausgangspunkt haben. Schliesslich ist das erhöhte Bilirubin auch nur nicht abgebautes Hämoglobin.
>
>Ich bin momentan mit 12.5 Thyroxin ziemlich müde, kann trotzdem nicht schlafen und teilweise Durchfall.
>Es ist OHNE Diagnose doppelt schwer zu entscheiden, ob das einfach eine Anfangsproblematik ist oder ob ich meinem Körper Hormone zuführe, die er doch nicht braucht.

Vielleicht hat sich ja vor mir bereits jemand mit dieser Thematik beschäftigt.
Vielen Dank!

Bina
 
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07.05.04
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Hallo Bina,

schau mal hier in der Kryptopyrrolrubrik in den Thread "Diskussion zur FAQ". Dort habe ich am 16.2. meine Erkenntnisse zur Schilddrüse geschrieben. Dort schrieb ich auch, daß ich immer die "Spezialisten" von www.hashimotothyreoidititis.de konsultieren würde.
Liebe Grüße

Günter
 
Themenstarter
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13.03.05
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Hallo Günter,
erstmal Danke für Deine Antwort.

Ich hatte genau den gleichen Text im Hashi Forum gepostet, und als einzige Antwort erhalten, ich solle die Experten vom KPU Forum dazu fragen. :))

Wo meinst Du, könnte ich eine Antwort auf meine zwei Fragen bekommen?
Ich werde immer mit Verweis auf meinen "Ideal TSH" beruhigt. daher bin ich natürlich sehr an Ursachen interessiert, die diesen verfälschen können.

Vielleicht fällt Dir noch etwas dazu ein.

Lieben Dank

Bina
 
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28.01.05
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Hallo Bina,
ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass man mit KPU/HPU (ohne Hashi) meistens einen erniedrigten TSH von 1,8 hat.
Wie die Kombination mit Hashi dann aussieht ...???.... wäre vielleicht etwas für die Frage der Woche.
LG, Babo
 
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07.05.04
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Hallo Bina,

das ist ja eine blöde Reaktion vom Hashi-Forum! Ich bin leider überhaupt kein Schilddrüsenexperte und war über die Diskussion im Hashi-Forum mehr als frustriert, als ich bei denen anfragte, nach welchen Kriterien man Hashimoto vermuten sollte. All das, was ich glaubte zu wissen, sollte falsch sein und eine richtige Empfehlung wollte man mir auch nicht geben. Der obengenannte Text ist das Ergebnis eines zähen Ringens. Mir wurde aber versprochen, daß ein Hilfesuchender dort beraten wird, wenn er möglichst viele dieser Schilddrüsenwerte mitbringt. Was hast Du alles für Laborwerte? Die geforderten? Dann würde ich aber nicht lockerlassen und nachhaken!
Liebe Grüße

Günter
 
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05.11.04
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Hallo Babo, Hallo Bina,

meines Wissens hat der TSH wert nicht direkt mit HPU zu tun, sondern mit der Schilddrüse; es haben allerdings viele Hashimotopatienten auch glleichzeitig HPU. Wenn man Hashimoto hat ist der TSH entweder erhöht (Unterfunktion) oder erniedrigt ( Überfunktion) und wenn man Schilddrüsenhormone einnimmt versucht man den TSH im unteren Bereich einzupendeln.

Gruß Angelika
 

Sabine aus DO

Hallo Bina,

ich bin eine Hashimoto Th. Betroffene und kenne das Forum auf www.hashimotothyreoiditis.de sehr gut. Leider funktioniert dort die Suchfunktion seit längerem nicht, sodass ich nicht nachschauen kann, ob deine Frage inzwischen beantwortet wurde.

Leider habe ich von dem Zusammenhang KPU und niedrigem TSH noch nichts gehört. Wenn du aber noch andere Fragen dazu hast, versuche ich gerne, dir weiterzuhelfen. Hast du Hashi? Wenn du das noch nicht weißt, dann wäre die Abklärung erforderlich. Offenbar wird da bei dir aber schon untersucht, denn sonst könntest du nicht wissen, dass dein TSH niedrig ist (zu niedrig KANN Überfunktion bedeuten, muss aber nicht) und ebenso deine Schilddrüsenhormone T3 und T4. Also zur Diagnose von Hashimoto Thyreoiditis (chron. Entzündung der Schilddrüse, bei der Antikörper das Schilddrüsengewebe zerstören) müssen unbedingt durch eine Blutuntersuchung die Werte TSH, fT3, Ft4, Antikörper TPO-Ak (früher Mak) und Tg-Ak bestimmt werden. Zusätzlich muss ein Ultraschall der SD gemacht werden (Sonogramm), bei der eventuell vorhandene Gewebeveränderungen entdeckt werden, die auch auf eine Aktivität der Antikörper schließen, da SD-Gewebe z.T. schon zerstört ist.

Wahrscheinlich hast du das inzwischen auch schon im Hashi-Forum gelesen.

Ein niedriger TSH trotz niederiger fT3 und fT4 Werte kommt auch bei Substitution von SD-Hormonen vor. Z.B. bei mir. Mein TSH ist stark supprimiert, was auf eine Überfunktion deutet - ich bin aber nicht in ÜF. Meine fT3 und fT4 Werte sind mittig, das ist das Entscheidende. Irgendwann fängt der TSH offenbar an zu "spinnen". Eine wirkliche Erklärung dafür habe ich nicht, weiß nur, dass es durchaus vorkommt. Deshalb sind die fT3's und fT4's so wichtig, denn nur mit diesen Werten zusammen mit dem Befinden kann man herausfinden, ob man über- oder unterversorgt mit SD-Hormonen ist. Und das besonders, wenn man schon SD-Hormone einnimmt.

Wenn du möchtest, kannst du mir deine Laborwerte nochmal durchgeben!

Vielleicht konnte ich dir noch ein wenig weiterhelfen :) wenn du das alles schon wusstest, dann ist's ja auch nicht schlimm...

Liebe Grüße
Sabine
 
Themenstarter
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13.03.05
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Hallo Sabine,

über deine ausführliche Antwort habe ich mich sehr gefreut.
Mein Problem liegt darin, dass ich alle Symptome einer Unterfunktion bzw Hashi habe, auch niedriges Ferritin und hohes Bilirubin passen dazu.
Meine Ftx Werte sind niedrig aber noch in der Norm. Und mein Ths schwankt zwischen 2.69 und 0.9 (alles ohne Hormone) hin und her - der Ultraschall war ohne Befund. Mak Antikörper waren 10, also seehr niedrig.
Fast jeder Arzt richtet sich nach dem THS, deshalb werden meine Beschwerden gerne als "Psycho" abgetan...

Nun wünsche ich mir nichts mehr als eine Diagnose und habe angefangen, auf eigene Faust 12.5 Thyroxin zu nehmen. Über Nacht sind die Wassereinlagerungen verschwunden, ich nahm 3 kg ab und das Rheuma in den Fingern ist wie weggeblasen. Mein Puls - der schon immer sehr hochtourig läuft - ist etwas gestiegen.

Irgendwie passt alles zusammen - nur eine Erklärung für den niedrigen THS fehlt mir noch für eine Diagnose.
Die anderen Antikörper lasse ich demnöchst noch messen.

Eine Frage hätte ich noch, die du vielleicht beantworten kannst: ist das Herzklopfen normal, bei Thyroxineinnahme - auch ein leichter Pulsanstieg? Da ich die Hormone auf eigene Faust nehme, bin ich etwas ängstlicher...

Ganz liebe Grüsse

Bina
 
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05.11.04
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Hallo Bina,

das Herzklopfen kann von dem Thyroxin kommen. Du solltest es schon unter ärztlicher Aufsicht einnehmen und evtl. mit einer kleineren Dosis einschleichen falls Du es brauchst.

Gruß Angelika
 
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07.05.04
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Hallo Bina,

kannst Du das Thyroxin irgendwo kinesiologisch austesten lassen? Ob Du es brauchst, und wenn ja, in welcher Dosis?
Bei KPU und/oder Hashimoto immer an die Schwermetallentgiftung denken! KPU führt zu verstärkter Schwermetalleinlagerung, Schwermetalle verschlimmern KPU oder verursachen eventuell erst KPU. Schwermetalle führen zu Autoimmunkrankheiten wie Hashimoto.
Liebe Grüße

Günter
 
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08.10.04
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Hallo Bina

Ich habe auch eine leichte Schilddrüsenunterfunktion und nehme deshalb 150 - 200 mcg Jod pro Tag. Meine Orthomolekularmedizinerin wollte mir zuerst Eltroxin (das Schilddrüsenhormon Thyroxin) geben, hat dann aber auf Jod umgeschwenkt. Ich habe irgendwo gelesen, dass man bei KPU möglichst keine künstlichen Hormone nehmen solle, ich nehme an, das Schilddrüsenhormon gehört da auch dazu. Aber wenn es gar nicht anders geht, auch mit dem Jod nicht, dann ist Thyroxin sicher die nächste Wahl. Eine Schilddrüsenunterfunktion, auch nur eine ganz leichte, kann zahlreiche Beschwerden verursachen. Die richtige Therapie kann zu einer riesigen Erleichterung und Verbesserung führen.

Ob das Thyroxin einen erhöhten Puls verursacht: Laut Arzneimittelkompendium kann eine zu rasche Dosissteigerung zu Beginn der Behandlung oder eine zu hohe Dosierung folgende Nebenwirkungen verursachen: Nervosität, Schlaflosigkeit, Durchfall, Glukosurie (Zucker im Urin), Tremor (Zittern), Adynamie, Schwitzen, Kopfschmerzen, starker Gewichtsverlust, Tachykardie, Herzrhythmusstörungen, pektanginöse Beschwerden (Herz). Diese Nebenwirkungen verschwinden im allgemeinen bei Reduzierung der Dosis oder nach Absetzen des Medikamentes während einiger Tage.

Fazit: Du musst das Thyroxin unbedingt immer ganz langsam einschleichen. Auch falls Du aufhören solltest, langsam ausschleichen. Dass Du innert kurzer Zeit soviel Gewicht verloren und einen erhöhten Puls hast, weist darauf hin, dass Du die Dosis langsam etwas reduzieren solltest, beobachte Deinen Körper genau.

Anscheinend ist es gar nicht so einfach, mit diesem Medikament richtig umzugehen. Du könntest eine Schilddrüsenüberfunktion provozieren, oder ein Auf-und-Ab, welches Dich gesundheitlich ganz schön mitnehmen kann. Eigentlich gehört so eine Therapie unter ärztliche Aufsicht, denn man sollte auch regelmässig die Blutwerte kontrollieren.

Viel Glück und gute Besserung
Elfe
 

Sabine aus DO

Liebe Bina,

bei der ersten Thyroxineinnahme kann Herzklopfen durchaus vorkommen. Deshalb soll man die Dosis einschleichen. Dieses Herzklopfen sollte aber nach ein paar Tagen weg sein. Hattest du das nur ein paar Tage nach der ersten Einnahme oder besteht es immer noch? Wenn letzteres zutrifft, dann kann es sein, dass diese sehr niedrige Dosis schon zuviel für dich ist. Ich stimme den anderen zu, dass die Einnahme unter Betreuung eines Arztes besser wäre, aber dein Problem ist ja, dass keiner der von dir befragten Ärzte es für möglich hält, dass du die SD-Hormone bräuchtest bzw. du keine eindeutige Diagnose hast.

Ein TSH von 2,69 ist schon eine leichte Unterfunktion. Mit Hashi wäre dieser Wert erst recht sehr schlecht. Meine Ärztin, die bei mir Hashi diagnostiziert hatte, sagte mir, "bei allem was über 2,4 liegt forsche ich nach, ob dahinter eine Autoimmunerkrankung steckt". Das machen nicht viele Ärzte und bei einem anderen wäre ich mit meinem damaligen TSH von 3,88 (Normbereich bei diesem Labor bis 4,5) mit den Worten entlassen worden: "Ihre Schilddrüse ist ok!" Dass du nun auch mal ein TSH von 0,9 hattest, könnte zur Ursache haben, dass deine Hypophyse (der Teil des Gehirns, der dieses Steuerungshormon ausschüttet) nicht gut arbeitet, ich habe auch schon davon gehört, dass das TSH auch von "Tagesform" abhängig ist oder es könnte sein, dass du einen Hashi-Schub hattest und du kurzfristig eben vermehrt SD-Hormone im Blut hattest und die Hypophyse mit weniger TSH versucht, die SD-Hormonproduktion zurückzufahren. Allerdings sprächen deine gleichzeitig niedrigen fT3 und fT4 dagegen. Du siehst, deine Situation ist gar nicht so einfach zu deuten. Um die Hypophysentätigkeit zu testen, gibt es einen TRH-Belastungstest. Leider weiß ich nicht viel näheres darüber, ein Arzt sollte das aber wissen.

Elfe hat von ihrer Erfahrung mit Jodeinnahme geschrieben. Bei Verdacht auf Hashi aber bitte kein Jod einnehmen, da das den Autoimmunprozess nur noch weiter anheizt. Ein zuviel an zusätzlichem Jod (in Deutschland sind sehr viele Lebensmittel zusätzlich jodiert) muss man kritisch betrachten. Erst kürzlich kam im WDR eine Sendung über die SD, in der ein Prof. Mödder sagte, dass es eine Studie aus Griechenland gäbe, in der zwei Gruppen von Menschen untersucht wurden. Eine wurde mit zus. Jod versorgt, die andere nicht. Bei der Gruppe MIT Jod entstanden zu einem best. Prozentsatz mehr Autoimmunerkrankungen der SD. Er schloss zwar aus, dass somit zus. Jod Hashi verursachen könne - aber ich finde, man kann sich ja auch seine eigene Meinung dazu bilden.

Dass du dir eine Diagnose wünschst, kann ich sehr gut verstehen. Du bist mit der Situation, dass du zwar Symptome hast, aber keinen schulmedizinischen Beweis aber nicht ganz allein. Hier ist mal ein Link über eine Tabelle: https://www.wassie.gmxhome.de/sd/Blutwerte.htm zusammengestellt von Hans aus dem Hashi-Forum, die aufzeigt, dass es durchaus diese Schwierigkeit der Diagnosestellung gibt. Dort findest du etliche wichtige Laborwerte und ihre möglichen Ursachen. Dort steht auch, dass z.B. ein erhöhtes Bilirubin auf einen Vitamin B12 und/oder Folsäuremangel hinweisen kann. Hast du diese beiden Werte mal bestimmen lassen? Wenn die sehr niedrig liegen, könntest du auch mal die perniziöse Anämie ausschließen lassen. Dies ist eine chronische Gastritis (Magenschleimhautentzündung) bei der bestimmte Antikörper gebildet werden, so dass die B12-Aufnahme im Darm gestört ist. Auch B12-Mangel macht ähnliche Symptome wie Hashi. Ebenso natürlich ein niedriges Ferritin.

Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht noch mehr verwirrt. Oft ist eine geballte Ladung an Informationen auch lähmend. Dass du die anderen Antikörper testen lässt, finde ich sehr gut! Hier bekommst du vielleicht noch mehr Aufschluss.

Die Idee von Günter, das Thyroxin-Präparat mal kinesiologisch austesten zu lassen, finde ich auch sehr gut. Meine Heilpraktikerin hatte mein L-Thyroxin auch mit Bioresonanz getestet und sagte, dass zumindest das Präparat für mich gut gewählt sei. :)

Liebe Grüße
Sabine
 
Beitritt
05.11.04
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Hallo Bin hallo Elfe,

Sabine hat Dir ja ausführlich geantwortet; möchte nochmal betonen daß Jod nicht angesagt ist wenn man nicht genau weiß ob Hashimoto dahintersteckt.

Hallo Günther,

Thyroxin kinesiologisch austesten zu lassen halte ich nicht für angebracht, nicht, daß ich grundsätzl. etwas gegen diese Methode hätte, aber es gehört in die Hände eines Fachmannes. Ich bin der Meinung, daß nur ein Patient der Schilddrüsenhormone längere Zeit schon nimmt und seinen Körper und die Reaktionen auf zuviel oder zuwenig kennt, an der Dosis evtl. eigenständig etwas ändern kann.

Gruß Angelika
 
Themenstarter
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13.03.05
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hi, ihr Lieben,

nein, mir war die Info nicht zuviel. Ich setze mich seit geraumer Zeit intensiv mit Schilddrüsenwerten, Laborwerten allgemein auseinander, und versuche die Puzzleteilchen zusammenzufügen.
Denn wenn man sich auch manches einbilden kann, gschwollene Hände und Unterschenkel z.B. sind einfach nicht wegzu diskutieren. Natürlich waren das nicht meine einzigen Symptome, aber die ersten, die auch mal jemand "von aussen" bezeugen konnte...

Ich bekam das Thyroxin auf meinen Wunsch vom Hausarzt und werde auch in ein, zwei Wochen die Werte kontrollieren. Nur ist der Arzt in SD Fragen nicht sehr bewandert (kennt man ja...er gibt es wenigstens zu) und ich bin trotzdem auf meine eigene Wahrnehmung und die Erfahrungen aus dem Forum angewiesen.

Mein Blutdruck ist übrigens absolut gut, *freu*, ich werde ganz vorsichtig weitermachen und die Hoffnung auf eine Diagnose nicht aufgeben. So sammle ich weiter alles, was den THS beeinflussen könnte.

Vielen Dank und liebe Grüße
Bina
 
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