Leichte Gelbsucht, Müdigkeit, Haarausfall

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hallo :)

ich schreibe hier mal meine Symptome hin.

seit einem Jahr leide ich an folgenden Symptomen. Alle haben leicht begonnen und haben sich bis jetzt extrem gesteigert.

Habe eine leichte Gelbsucht an Händen, Füßen und im Gesicht. Sehr raue Haut, manchmal rote Handinnenflächen und Füße, Wasser im Bauchraum, in den Zehen und in den Waden, Haarausfall am ganzen Körper, Muskelschwäche in den Beinen

Bauchkrämpfe, Blähungen, orangener Stuhl, Verstopfungen und Durchfall, dunkler Urin, vermutlich Allergien gegen Nahrungsmittel und jede Form von Chemie wie in Wimperntusche oder Shampoo, niedriger Blutzucker direkt nach dem Essen

Schwindel, Müdigkeit (bin nur in den Abendstunden mal 3 Stunden relativ fit), Depressionen

Kribbeln in den Beinen, Armen und im Mundbereich, massive Schlafstörungen und schwarzes Flackern vor den Augen, Lähmungen vor allem morgens in den Zehen, Knochen- und Muskelschmerzen.

Magenspiegelung und Sono der oberen Organe blieben ohne Befund. Hatte die Leber und die Galle in Verdacht, aber die sind laut meines Arztes kerngesund.
Ein paar meiner Blutwerte sind allerdings auffällig:
Bilirubin: normal: unter 1; 1,4
Transferrin: normal: 240-360; 236
TSH: normal: 0,4-2,5; 4,08
Grenzwertig sind:
Kalium: normal: 3,7-5; 3,8
MCHC: normal:32-36; 35,6

Mein TSH-Wert sowie alle anderen Schilddrüsenwerte und Antikörper lagen aber bei erneuter Untersuchung im Normalbereich.

TSH basal: (0,27-4,2) 2,08
TRA: (bis 1,75) unter 0,8
FT4: (0,9-1,7) 1,01
FT3: (2-4,4) 2,79
Anti-Thyreoid_ Peroxydase: (unter 34) 9

Mein Arzt sagt, eine Schilddrüsenerkrankung sei ausgeschlossen.

Einen Eisen-und Vitamin D Mangel habe ich bereits ausgeglichen.
Mein Arzt tippt auf Morbus Meulengracht, was mir aber nicht diese heftigen Symptome machen würde, oder?
Mir geht es momentan so schlecht, dass ich außer arbeiten und am Wochenende im Bett liegen nichts mache. Mein Studium lasse ich komplett aus im Moment.

hat jemand hier eine Ahnung was meine Symptome bedeuten könnten?
Würde mich über jede Antwort sehr freuen.

Liebe Grüße
 
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wundermittel
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18.12.17
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leichte Gelbsucht, Müdigkeit, Haarausfall

Das wird wahrscheinlich noch nicht viel weiterhelfen, aber wurden bei der Schilddrüsenuntersuchung auch die Antikörper bestimmt? Davon gibt's drei, TAK, MAK und TRAK. Die Werte sind zwar einigermaßen in der Norm (beim TSH scheiden sich die Geister ziemlich, wo da die Obergrenze liegen sollte), aber wenn es eine Schilddrüsenerkrankung wäre, dann reicht das "irgendwie in der Norm sein" nicht richtig aus.
Hilft wie gesagt wahrscheinlich noch nicht viel, aber mit den fiesen Symptomen muss ja wo was sein, ich wünsch dir von Herzen baldige Besserung!
 
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leichte Gelbsucht, Müdigkeit, Haarausfall

Hallo Lenaah,

9 Deiner Symptome deuten auf B-12-Mangel hin.
Auch Magnesium könnte zuwenig vorhanden sein (6 Symptome passen).
(Symptome von B-12 u. Magnesium-Mangel sind zum Teil ähnlich/gleich bsp. Schwindel)

Bauchkrämpfe, Verstopfung und Durchfall könnten mit einem Reizdarm-Syndrom zu tun habem. Ich würde Dir hierzu die regemässige Einnahme von Flohsamenschalen o.ä. empfehlen - und auf Deine Ballaststoffe-Versorgung achten.

Wegen der leichten Gelbsucht an Händen, Füßen und im Gesicht würde ich den Arzt fragen.

Alles Gute
 
regulat-pro-immune
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leichte Gelbsucht, Müdigkeit, Haarausfall

Hallo Lenaah,

9 Deiner Symptome deuten auf B-12-Mangel hin.
Auch Magnesium könnte zuwenig vorhanden sein (6 Symptome passen).
(Symptome von B-12 u. Magnesium-Mangel sind zum Teil ähnlich/gleich
Alles Gute

Einen b12 Mangel hatte ich, der ist aber jetzt behoben.
Leider wurde Magnesium bei mir nie kontrolliert. Ich werde mir mal Mineralstofftabletten kaufen vielen Dank für den Tipp! :)
 
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leichte Gelbsucht, Müdigkeit, Haarausfall

Das wird wahrscheinlich noch nicht viel weiterhelfen, aber wurden bei der Schilddrüsenuntersuchung auch die Antikörper bestimmt? Davon gibt's drei, TAK, MAK und TRAK.

Bestimmt wurden bei mir nur „Anti Thyreoid-Peroxydase“ und „THS-Rezeptor Auto ak“

Also meinst du da fehlt einer?

Habe noch eine Frage zum bevorstehenden Ultraschall: würde man hundertprozentig etwas an der Schilddrüse erkennen, wenn eine Entzündung oder ein Knoten bestünde oder könnte es auch sein, dass sie völlig normal aussieht, obwohl eine Störung vorliegt?
Vielen lieben Dank!
 
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hat jemand hier eine Ahnung was meine Symptome bedeuten könnten?
Hallo Lenaah,

ich würde mal auf Mängel hinsichtlich Magnesium, Zink und B-Vitamine, insbesondere B6, untersuchen.

Manche Menschen haben eine Stoffwechselschwäche (HPU), die unter Stress zu Mängeln führen, die sich dann selbst verstärken und voranschreiten, selbst wenn der Auslöser verschwunden ist.
Die meisten deiner Symptome wären da typisch -auch, dass die Leber betroffen zu sein scheint - ohne dabei auffällige Werte zu zeigen.
(Häufig zeigt sich eine niedrige AP, aber auch nicht immer. Die AP ist u.a. wichtig für den Vitamin B1, B2 und B6-Stoffwechsel).

Wegen dem Kribbeln würde ich auch einen Neurologen untersuchen, bei mir wurden wegen dem Kribbeln diverse Nährstoffe, insbesondere B-Vitamine gemessen.

Allerdings sind die Mängel bei Standard-Blutuntersuchungen nicht immer auffindbar, da sie manchmal erst in der Zelle sichtbar werden.
Für HPU gibt es einen Urin-Test, der aber keine Kassenleistung ist.

Gruß
Hans
 
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13.07.18
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Hallo :)
Auf die Leber hatte auch auch getippt, weshalb ich ja beim Ultraschall war. Meine Leber und auch meine Galle sowie Bauchspeicheldrüse und Milz sind kerngesund. Habe das selbst im Ultraschallbild gesehen, dass es da tatsächlich keine einzige Auffälligkeit gibt. Ich war selbst überrascht, weil ich mich komplett darauf versteift hatte, ein Leber- oder mindestens ein Gallenleiden zu haben.
Zwei verschiedene Ärzte haben mir außerdem bestätigt, dass meine Werte im „perfekten“ Bereich liegen.
Ich hatte aber tatsächlich vor einigen Monaten Vitamin B12-Mangel. Habe mich dann auch gespritzt und substituiere seit dem jedes Wochenende mit Vitamin-B Kombipräparaten. Laut meiner Blutergebnisse liegt mein B12-Wert jetzt auch im Normalbereich.
Die Sache ist die, dass die
„Kribbelherde“ zunehmen. Zu Anfang waren es nur die Hände. Jetzt sind es Hände, Füße, Zehen (Lähmungen) und der Bereich um den Mund herum.
Einen Mineralstoffkomplex bestehend aus Zink, Jod, Magnesium, Kalzium, Kalium, allen B-Vitaminen, Vitamin E und C habe ich mir heute gekauft.
Leider habe ich keine Blutuntersuchungen außer zu Vitamin D, B12, Kalium, Kalzium und Natrium vorliegen...:/
Mein Ap-Wert liegt tatsächlich nur bei 55 (Normalbereich 35-105)
 
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20.09.14
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Zwei verschiedene Ärzte haben mir außerdem bestätigt, dass meine Werte im „perfekten“ Bereich liegen.
Hier ist nicht klar was ein Arzt mit "perfekt" meint, häufig ist nur gemeint, dass der Wert in der Norm liegt. Subklinisch treten dann aber doch schon Mängel auf.

Lass Dir von den Arthelferinnnen von den Laborbefunden immer eine Kopie anfertigen, in D zumindest hat man da ein Anrecht drauf.
Dann kannst Du Dir ein eigenes Bild machen.
Ich hatte aber tatsächlich vor einigen Monaten Vitamin B12-Mangel.
Meine B12-Werte lagen am unteren Grenzwert, aber noch in der Norm. Vitamin B-Mängel treten häufig in Verbund mit Mängeln anderer B-Vitamine auf. Ich hatte auch B12-Mangel.
Laut meiner Blutergebnisse liegt mein B12-Wert jetzt auch im Normalbereich.
Um auf der sicheren Seite zu sein sollte der B12-Wert mindestens im mittleren Normdrittel liegen.
Die Sache ist die, dass die „Kribbelherde“ zunehmen. Zu Anfang waren es nur die Hände. Jetzt sind es Hände, Füße, Zehen (Lähmungen) und der Bereich um den Mund herum.
Das Kribbeln hat bei mir an Zehen und Fingern begonnen und hat sich dann Richtung Körpermitte ausgebreitet. Dabei nahm es an Intensität zu. Der Neurologe erklärte das so, dass die Nerven an den "Körperenden", der Peripherie, am schlechtesten mit Blut und damit mit Nährstoffen versorgt sind, weshalb die Beschwerden dort zuerst beginnen.
Aufgedeckt wurden zunächst nur ein B1-Mangel, der über Monate hochdosiert angegangen wurde. (Mit 200 mg Thiaminchlorid/Tag)

Später kamen auch noch B6 und B3-Mängel hinzu.
Um die B6-Mängel zu beseitigen, musste ich letztlich doppelt so viel B2 wie B6 einnehmen. Ohne dieses Einnahme-Verhältnis hatte ich B6-Mangel. Das erkannte ich besonders am Haarausfall (ich zähle dazu meine Haare:)), der dann entsprechend stieg und sank, am Durchfall der verschwand und ich erkannte es an der AP, die dann stieg. Ebenfalls verschwand dann auch meine Sensibilität gegenüber Computerausdünstungen.

Die absolute Menge an B2 und B6 spielte dabei anscheind keine Rolle.

B2 ist für mich als Pyrroliker aus meiner Sicht von zusätzlicher Bedeutung, da es den Abbau von Häm reguliert. (Defektes) Häm wird von Pyrrolikern unter Stress verstärkt produziert. Es lagert sich dann im Körper, insbesondere in der Leber, ab.
Einen Mineralstoffkomplex bestehend aus Zink, Jod, Magnesium, Kalzium, Kalium, allen B-Vitaminen, Vitamin E und C habe ich mir heute gekauft.
Von einigen B-Vitaminen gibt es "aktive" Formen (B6: P5P, B2:R5P). Die haben bei vielen HPUlern eine bessere Wirkung.

Leider habe ich keine Blutuntersuchungen außer zu Vitamin D, B12, Kalium, Kalzium und Natrium vorliegen...:/
Fast alles kann man im Labor oder beim Arzt auch selbst beauftragen, wenn der Arzt nicht mitspielt. In D gibt es da noch einen kleinen Rabatt, wenn man Kassenpatient ist (IGeL-Leistung).

Mein Ap-Wert liegt tatsächlich nur bei 55 (Normalbereich 35-105)
Mein B6-Mangel stellt sich ein, wenn meine AP auf etwa 54 oder tiefer sinkt...keine Ahnung wie weit sich dieser Wert verallgemeiner lässt.

Die AP steigt nach Nahrungsaufnahme, weshalb ich sie der besseren Vergleichbarkeit immer nüchtern messen lasse.

Vitamin D ist bei HPUlern nahezu immer verringert. Ich vermute der Körper tut dies, um Magnesium zu sparen, denn der B6-Mangel führt zu einer verminderten Resorbtion von Magnesium und Vitamin D verbraucht viel Magnesium. Der Magnesiummangel führt dann oft zu Sehnen- und Muskelschmerzen (Magnesium entspannt Muskeln).
Magnesiummangel zeigt sich zuerst im Vollblut und erst spät im Serum. Meine Serumwerte sanken erst Jahre nachdem die Vollblutmängel auftraten. Meine Magnesiummangelbeschwerden intensivierten sich, als der Serumspiegel auf etwa 0,85 mmol/l gesunken war (Norm 0,7 bis 1,1).
Alles unter 0,9 mmol/l würde ich deshalb als kritisch, bzw. auffällig beurteilen.

Grüße
Hans
 
regulat-pro-immune
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05.10.17
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Hallo Lenaah,

Wenn Du Deine Vitamin-B Kombipräparate nur am Wochende anwendest, sollten sie ein Mehrfaches einer Tagesdosis B12 (ca. 5 ugr) enthalten.
Du solltest auch wissen, dass Du mehr B12 benötigts bei
starken Krisen​
großem Stress​
starker Immuntätigkeit Deines Körpers​
Krankheiten u.a.​
Deine B12-Aufnahme kann gestört sein bei
Entzündungen des Magens oder Darms​
div. Medikamente (Bsp. Pille)​
starkem Rauchen​
Giftstoffe, wie Fluoriden und Schwermetallen​
zu wenig Magensäure u.a.​
Deine Gelbsucht an Händen, Füßen und im Gesicht scheint einem "hepatischer ikterus" zu entsprechen:
https://www.beobachter.ch/gesundheit/symptom/gelbsucht-ikterus
Das könnte mitverantwortlich für Deinen B12-Mangel sein.
Ich denke nicht, dass Dein B12-Mangel nachhaltig behoben ist.

Alles Gute
 
Themenstarter
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13.07.18
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Hallo, tut mir Leid wegen meiner verzögerten Antwort.
Du hast recht gehabt, ich habe noch immer einen B12 Mangel.
Ich habe auf dem Blatt mit den Blutwerten meinen Wert übersehen und den normalwert fälschlicherweise für meinen Blutwert gehalten.
Als Normalwert wird angegeben: >400
Mein Wert ist bei 398
Genau da war er vor Monaten schon mal, was ich nicht verstehe, da ich mich ca. einen Monat lang gespritzt und zusätzlich bis heute supplementiere. Wie kann es sein, dass der Wert überhaupt nicht gestiegen ist? Das einzige was mir einfällt, ist meine Pantoprazol-Einnahme für mehrere Wochen vor 2 Monaten.
Kann denn ein Wert, der nur 2 Punkte unter dem Normalwert liegt, schon eine solche Symptomatik verursachen?
Und eigentlich beginnt der Normalwert doch bei 200 wenn ich mich nicht irre?
Ich lese, dass du auch an der unteren Normgrenze warst. Wie hoch war dein Wert denn?
Viele Grüße und herzlichen Dank für dwn Tipp mit dem Vitamin B12 :)
 
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02.01.05
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Halle Lenaah,

Dein Fall wirft einige Fragen auf und es sind wohl mehrere Ursachen für Deine Probleme denkbar:
Meine Leber und auch meine Galle sowie Bauchspeicheldrüse und Milz sind kerngesund. Habe das selbst im Ultraschallbild gesehen, dass es da tatsächlich keine einzige Auffälligkeit gibt. Ich war selbst überrascht, weil ich mich komplett darauf versteift hatte, ein Leber- oder mindestens ein Gallenleiden zu haben.
Nicht immer sieht man im Ultraschall alles bei der Leber.
Gerade wenn eine Leberkrankheit sich entwickelt, dauert es schon eine gewisse Zeit, bis auch der Ultraschall Auffälligkeiten zeigt.
Wie sind denn die Leberwerte?
Ist die AP (alkalische Phosphatase) bestimmt worden und wie liegt sie (im unteren, mittleren oder oberen Normbereich)?
Wurde die Cholinesterase (CHE) schon untersucht?

Erhöhtes Bilirubin (einer der Leberwerte) kann man bei verschiedenen Krankheiten haben.
M. Meulengracht ist eine davon. Aber da sind die Bilirubinwerte eher deutlich höher. Meulengracht kann man aber genetisch ausschließen lassen. Ich glaube nicht, dass Du das hast.

Erhöhtes Bilirubin kann man auch bei hämolytischen Anämien haben.
Und man kann es beim M. Wilson haben, einer genetischen Leberkrankheit, die ich habe.
Dann ist oft der AP-Wert niedrig.
Oh, ich sehe gerade, dass Du einen niedrigen AP-Wert sogar hast:
Mein Ap-Wert liegt tatsächlich nur bei 55 (Normalbereich 35-105)
Dann kann man auch einen leichten Eisenmangel haben, den ich aufgrund des erniedrigten Transferrins bei Dir vermute.
Ebenso haben Menschen mit M. Wilson oft wenig Kalium und Dein Wert liegt da im unteren Normbereich.

Deine Beschwerden würden schon zu einer Leberkrankheit und speziell auch zum M. Wilson passen.
Müdigkeit, Depressionen, Verdauungsstörungen, Mangelerscheinungen, neurologische Störungen, der niedrige Blutzucker, etc.
wären bei dieser Krankheit denkbar.
Solltest Du einen Magnesium- und einen Zinkmangel haben, der oben angesprochen wird, so wäre auch das typisch für eine Leberkrankheit.

Dein niedriges TSH könnte aber auch einen Teil Deiner Beschwerden erklären. Du hast womöglich eine Unterfunktion der Schilddrüse.

Du hast recht gehabt, ich habe noch immer einen B12 Mangel.
Ich habe auf dem Blatt mit den Blutwerten meinen Wert übersehen und den normalwert fälschlicherweise für meinen Blutwert gehalten.
Als Normalwert wird angegeben: >400
Mein Wert ist bei 398
Genau da war er vor Monaten schon mal, was ich nicht verstehe, da ich mich ca. einen Monat lang gespritzt und zusätzlich bis heute supplementiere. Wie kann es sein, dass der Wert überhaupt nicht gestiegen ist?
Wenn Dir der Intrinsic-Faktor ganz oder teilweise fehlt, musst Du B12 lebenslang spritzen.
Dann wird B12 nicht oder nur gering oral aufgenommen.
Den Intrinsic-Faktor kann man meines Wissens auch im Blut untersuchen.
Er wird im Magen gebildet.

Intrinsic Factor - DocCheck Flexikon
Und dann kann es zu einer Anämie auch kommen:
Megaloblastäre Anämie - DocCheck Flexikon
Womöglich ist also das Dein Hauptproblem?
Man sollte das vielleicht als Erstes abklären.

Gruß
margie
 
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05.10.17
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Hallo Lenaah,

verlasse Dich nicht zu fest auf Blutwerte, relevant ist, was Du isst bzw. zu Dir nimmst.
Mit Deinen Symptomen würde ich auf jedenfall bis auf weiteres täglich B-Komplex nehmen - eine Tagesdosis B-Vitamine. Das schadet Dir auf keinen Fall.

Pantoprazol gehört auch zu den B12-Räubern und hat auch noch andere Nebenwirkungen. Noch schlimmer sind die Langzeit-Nebenwirkungen.

Alles Gute
 
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13.07.18
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Hallo Margie!
Ich stelle mal eben kurz meine Blutwerte hier rein, damit du einen Gesamtüberblick hast!

Erys: (4,2-5,4) 4,42
Hämogglobin: (12-16) 13,7
MCV: (80-96) 87,1
MCHC: (32-36) 35,6 (grenzwertig)
Thromb: (140-360) 282
Leukos: (4,3-10) 5,1
Hämatokrit: (37-47%) 38,5
MCH: (26-35) 31
Eisen im Serum: (60-140) 85
Ferritin: (13-150) 67,8
Transferrin: (240-360) 236 (—> Mangel)
RDW: (11-16) 12

Kratinin: (0,5-1,1) 0,59
Natrium: (137-147) 143
Kalium: (3,7-5) 3,8 (grenwertig)
Calcium: (2-2,8) 2,37

GOT: (10-35) 22
GPT: (10-35) 18
GGT: (bis 40) 9
AP: (35-104) 62
Bilirubin im Serum: (bis 1) 1,4

CRP: (bis 5) 0,7
Lipa: (13-60) 22

Vitamin B12: (normal > 400) 398

Einen Eisenmangel habe ich also nicht... :/ Heute wurde meine Schilddrüse untersucht und sie ist laut Arzt auch gesund. Nichts auffälliges, normal groß, keine Knoten und Entzündungen.
Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema „Anämie“ und mein Transferrin-Mangel könnte doch tatsächlich auf eine Hämolyse hindeuten oder?
Bei einer Megenspiegelung im Krankenhaus wurde zudem eine leichte Magenschleimhautentzündung festgestellt.
Auch mein Gastroenterologe hat diese bemerkt.

Ich habe mir jetzt erneut hochdosierte Vitamin B-Präparate gekauft und versuche sie über die Mundschleimhaut aufzunehmen, da mein Magen sich ja anscheinend weigert zu kooperieren :D
Ich behalte sie ca. 45 Minuten im Mund, das sollte reichen, oder?

Liebe Grüße!
 
regulat-pro-immune
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05.10.17
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Hallo Lenaah,

hat Dein Arzt nichts zur Gelbsucht gesagt?
Wenn nicht, solltest Du nochmals zum Arzt deswegen.

Alles Gute
 
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13.07.18
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Hallo Lenaah,

hat Dein Arzt nichts zur Gelbsucht gesagt?
Wenn nicht, solltest Du nochmals zum Arzt deswegen.

Alles Gute

Wegen meiner unauffälligen Leberwerte und dem Ultraschall ohne Befund sind zwei Hausärzte (2. Meinung eingeholt) auf Morbus Meulengracht gekommen. Jedenfalls haben sie die Leber als Ursache ausgeschlossen.
Da bin ich aber skeptisch :/ Vor allem, weil mit der gelben Haut auch alle anderen Symptome gekommen sind.
Bei einer Magenspiegelung im Krankenhaus und diese Woche beim Ultraschall bei einem Gastroenterologen konnte an der Leber, der Galle oder der Bauchspeicheldrüse auch nichts auffälliges bestimmt werden.

Deshalb tendiere ich eigentlich dazu, die Leber als Ursache auszuschließen. Mein Gastroeneterolige hat mir auch erklärt, erst bei einer Schädigung eines Großteils des Lebergewebes würde die Leber die Fähigkeit das Bilirubin abzubauen, teilweise verlieren. Und das würde man definitiv im Ultraschall erkennen.
 
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02.01.05
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Hallo Lenaah

insgesamt sehen Deine Werte nun nicht sooo beunruhigend auf.
Man muss allerdings bedenken, dass manchmal auch schon grenzwertige Werte eine Richtung vorgeben können.
Deine Leberwerte:
GOT: (10-35) 22
GPT: (10-35) 18
GGT: (bis 40) 9
AP: (35-104) 62
Bilirubin im Serum: (bis 1) 1,4
Das Bilirubin ist zu hoch. Hier muss man auf jeden Fall ansetzen. Denn das könnte zu der Krankheit führen, die bei Dir auch die anderen Werte mitbeeinflusst.
Erhöhtes Bilirubin kann man bei Anämien haben. Es gibt da verschiedene Anämien, die in Betracht kommen.
Auch Deine roten Blutkörperchen sind mit 4,4 nicht gerade hoch, was typisch bei Anämien ist.
Die übrigen Leberwerte sind zunächst mal unauffällig.
Aber, bei meiner Leberkrankheit, dem M. Wilson müssen die Leberwerte nicht mal erhöht sein (!). Das klingt zunächst mal unglaublich, wird aber von Experten so behauptet. Und in der Tat hatte ich früher in Deinem Alter auch mal ganz unauffällige Leberwerte.
Aber ich will Dir nun keine Leberkrankheit andichten. Man sollte sich nur nicht zu sehr sicher sein, dass man keine Leberkrankheit hat, wenn (noch?) alles normal erscheint.
Die Leber zu beurteilen, ist oft nicht leicht.

Ich würde das Bilirubin im Zusammenhang mit dem B12 und der Frage nach einer Anämie betrachten.
Das B12 ist grenzwertig. Ob man hier schon die Mangelerscheinungen haben muss, die ein B12-Mangel machen kann, ist die Frage.
Aber ich würde schon raten, es einzunehmen oder evtl. zu spritzen (letzteres ist natürlich sicherer, denn beim Fehlen des Intrinsic-Faktors im Magen nimmst Du oral B12 schlecht auf.

Das Ferritin ist zwar normal. Man sollte aber, weil der Wert nicht sehr hoch ist, im Hinterkopf behalten, dass Ferritin bei Entzündungen oder Infekten auch mal höher ausfallen kann und man dann dennoch einen Eisenmangel hat.
Ich lasse immer statt des Ferritins das Zinkprotoporphyrin bestimmen:
Zinkprotoporphyrin - DocCheck Flexikon

Dieser Wert zeigt, wenn er erhöht ist, einen Eisenmangel auch an.

Dein etwas erniedrigter MCHC-Wert kann bei Thalassämien (bestimmte Anämieform) vorkommen.
Bist Du in einem Land im Mittelmeerraum geboren?
Thalassämien sind in diesen Ländern häufiger und man hat dabei auch erhöhtes Bilirubin.


Bei hochdosierten B-Vitaminen wäre ich vorsichtig. Nicht alle sind hochdosiert eine reine Wohltat.
Ich bekam mal ein hochdosiertes Präparat mit B1 und B6 vom Neurologen verordnet. Ich konnte dann kaum mehr richtig laufen. Erst hatte ich das nicht dem Präparat zugeordnet. Doch als ich es dann weggelassen habe, konnte ich wieder normal laufen.
Bei einer Überdosierung kann man nämlich bei einigen B-Vitaminen die Überdosierungssymptome bekommen. Googele mal nach den Symptomen von erhöhten B-Vitamin-Spiegeln.
B12 kann man m. Wissens schon höher dosiert einnehmen. Doch würde ich, wenn Du die Möglichkeit dazu hast, es dann eher noch spritzen, weil ich vermute, dass Du aufgrund der Magenprobleme es nicht richtig aufnimmst.

Das grenzwertige Kalium kann auch ein Kaliummangel sein. Denn Kalium wird oft erhöht gemessen. Wenn nämlich die Arztpraxis das Blut nicht innerhalb von ca. 30 Minuten nach der Blutentnahme zentrifugiert und abpippettiert, platzen die roten Blutzellen und es tritt dann das Kalium dieser roten Blutzellen aus und erhöht so den Wert. Das Blut wird dann hämolytisch und das Kalium wird zu hoch gemessen.
D. h. es könnte also sein, dass Dein reeller Wert niedriger ist.

Kalium ist in Obst, Obstsäften, Gemüse, Kartoffeln, Reis etc. enthalten.
Ggf. kann es sinnvoll sein, ein Kaliumpräparat oder ein Kombipräparat einzunehmen. Beispiele niedriger dosierter Präparate sind: Tromcardin complex, Tromcardin Mg/K, Galacordin, Magium K, etc.


Ich denke, wenn Du Dich etwas mit diesen Dingen beschäftigst, wirst Du womöglich selbst fündig werden.


Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema „Anämie“ und mein Transferrin-Mangel könnte doch tatsächlich auf eine Hämolyse hindeuten oder?

Zumindest könnte eine Anämie vorliegen, siehe hier:
MedizInfo®: Transferrin
Ein niedriger Transferrinwert (ein geringer Anteil an "freiem" Transferrin im Blut) findet sich bei folgenden Erkrankungen bzw. in folgenden Situationen:

Eisenüberangebot mit daraus resultierender "Sättigung" des Transferrins mit Eisen
Entzündungen
Tumorerkrankungen
Nierenkrankheiten
Lebererkrankungen mit Beeinträchtigung der Transferrin-Produktion
Eisenablagerungen im Gewebe (Hämochromatose)
Blutarmut, die durch das Vorhandensein übermäßig mit Eisen beladener roter Blutkörperchen gekennzeichnet ist (hyperchrome Anämie)
Aber hier fand ich noch eine Fundstelle, die auf einen Zusammenhang zwischen Transferrin und einer Schilddrüsenunterfunktion (siehe Dein nieidriges TSH) schließen lässt:
Transferrin - ?bersicht
VERMINDERUNG:
Infektionen
Tumorerkrankungen
Leberzirrhose
Eiweißmangelzustände, Eiweißverlust über Niere und Harn (nephrotisches Syndrom) [auch Transferrin geht dabei verloren]
Schilddrüsenunterfunktion
sehr selten angeborenes Fehlen von Transferrin: Atransferrinämie


Aber Dein Wert ist noch nicht arg erniedrigt, so dass das evtl. auch nur eine Schwankung sein könnte bzw. sich nicht arg auswirken muss.


Gruß
margie
 
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13.07.18
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Hallo Margie!

Ich habe mich jetzt schlau gemacht und meine Blutwerte würden wirklich zu einer Anämie passen, auch wenn sie eigentlich noch im Normalbereich sind. Ich habe Vergleichswerte aus dem März und diese nun mit meinen jetzigen verglichen. Im März ging es mir noch nicht so schlecht wie heute, muss ich dazu sagen.
Seit dem März sind meine Erythrozyten um 0,28 gefallen, meine Thrombozyten ebenfalls um 71 und mein Hämatokrit um 0,8.
Gleichzeitig sind MCH und MCV um jeweils 2,1 und 3,5 gestiegen. Dazu passen einige meiner Symptome, zB meine schwarzen Ränder unter und über dem Auge, meine mindetsens eintägige absolute Schwäche nach jeder Blutabnahme und die Müdigkeit allgemein und insbesondere nach dem Essen (Blut versammelt sich im Darmtrakt). Auch die Verschiebung meiner Periode immer weiter nach hinten würde dann einen Sinn ergeben...naja...

Allerdings sind auch mein Leberwerte gestiegen, Bilirubin um 0,1 und GPT um 5.

Und da ich die Leber jetzt auch nicht komplett ausschließlen will, habe ich schon etwas Angst, dass die ganzen Vitaminpräpatate irgendwie schädlich sein könnten und einen Schaden, wenn er vorhanden ist, noch verschlimmern.

Ich habe aber jetzt 2 Mal den VitaminB-Komplex genommen (plus hochdosiertes vitamin b12 über die Mundschleimhaut) und die Lähmungen in den Zehen und Fingern sind komplett verschwunden. Meine Arme und Beine schlafen aber immernoch bei längerem Sitzen schnell ein.
Außerdem nehme ich seit ca. einer Woche den Mineralstoffkomplex meines Bruders ein (Kalium, Kalzium Zink etc.) und meine Wassereinlagerungen sind tatsächlich weg :)

Aus dem Mittelmeerraum komme ich nicht, nein :/

Ich werde mir so schnell wie möglich auch neue Spritzen besorgen, danke :)
 
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02.01.05
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Die Veränderungen beim Bilirubin und beim GPT sind keine echten Veränderungen. Laborwerte schwanken immer etwas.
Allerdings können bei einer Leberkrankheit die Leberwerte schwanken. Ja, es gibt manchmal einen schubweisen Verlauf bei Leberkrankheiten. Aber die damit gemeinten Schwankungen wären viel deutlicher.

Wichtig wäre noch die Cholinesterase bei den Leberwerten. Sie ist auffällig, wenn sie niedrig ist.
Es kann nämlich auch vorkommen, dass z. B. die GPT normal ist, wenn man eine Zirrhose hat. Das liegt dann daran, dass dann die Leber die GPT nicht mehr produzieren kann, weil sie bei einer Zirrhose zu kaputt dafür ist.
Denn viele der Leberwerte werden in der Leber hergestellt.

Vitamin-B-Komplexe enthalten in den meisten Fällen keine hochdosierten B-Vitamine, so dass ich nicht glaube, dass ein Komplex schaden kann.
Einzelpräparate sind hingegen oft hochdosiert.

Solltes Du eine Anämieform haben, so wäre es schon wichtig, die zu klären. Denn man hat nicht einfach mal ein erhöhtes Bilirubin von 1,4.
Wenn nämlich die Art der Anämie bekannt wäre, wärst Du einen großen Schritt weiter.

Wenn sich die Periode immer wieder verschiebt, so kann auch das ein Hinweis auf manche Krankheiten sein.
Bei meiner Leberkrankheit, dem M Wilson, wäre das auch ein mögliches Symptom.
Ob es auch von einer Anämie allein kommen kann, will ich damit nicht ausschließen.

MCV ist bei einem Eisenmangel oft niedrig und bei einem Vitamin B12 oder Folsäuremangel oft hoch. Wenn man alle diese Mängel hat, dürfte der Wert sich wohl irgendwo in der Mitte einpendeln und dann, weil normal, als unverdächtig beurteilt werden.


Außerdem nehme ich seit ca. einer Woche den Mineralstoffkomplex meines Bruders ein (Kalium, Kalzium Zink etc.) und meine Wassereinlagerungen sind tatsächlich weg
Von Präparaten, die alle Mineralstoffe enthalten, bin ich nicht so angetan. Denn manche Mineralstoffe hat man eher im Überschuss und andere im Mangel.
Kupfer und Zink behindern sich gegenseitig in der Aufnahme.
Kupfer ist ein meist schädliches Schwermetall und wäre bei Menschen mit Leberkrankheiten nicht sehr sinnvoll.
Leberkranke haben nämlich meist zuviel Kupfer und zu wenig Zink.
Wenn die darin enthaltenen Mengen nicht gerade gigantisch hoch sind, ist es vielleicht vertretbar, so etwas für eine gewisse Zeit einzunehmen.


Gruß
margie
 
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27.08.13
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Bei einer Magenspiegelung im Krankenhaus und diese Woche beim Ultraschall bei einem Gastroenterologen konnte an der Leber, der Galle oder der Bauchspeicheldrüse auch nichts auffälliges bestimmt werden..

Lenaah,
Parasiten, Bakterien, Viren oder andere Krankheitserreger würde man beim Ultraschall auch kaum sehen.
 
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