Kann es CFS sein?

Markus23

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Hallo Leute,

ich fühle mich seit 3,5 Monaten sehr schlapp als hätte ich eine Grippe, ich kann kein Sport machen, bin arbeitsunfähig, das höchste der Gefühle ist 10 Minuten spazieren gehen.

Es wurden Blutuntersuchungen gemacht, aber nichts gefunden außer ein erniedrigter Leukozytenwert (3,3; Normal ist 4 bis 10)

Angefangen hat alles mit einer Mandelentzündung, die wochenlang nicht mehr weggehen wollte. Laut HNO ist nun aber keine Entzündung mehr im Hals vorhanden, meine Erschöpfung ist aber geblieben. Vor der Mandelentzündung war ich jahrelang chronisch überlastet und gestresst mit stetigen Schlafmangel.

Die Ärzte schieben es alle auf die Psycho-Schiene, weil meine Blutwerte alle in Ordnung sind.


Meine Beschwerden:
- Bettlägerig, kein Sport möglich, sehr erschöpft obwohl ich laut Blutbefunde kerngesund sein soll

- leichte Schluckbeschwerden/Halsweh

- Muskelkater (Muskelschmerz) an den Beinen, obwohl ich immer nur kurz spazieren gehe

- Starke Einschlafstörung, obwohl ich so stark erschöpft bin schlaf ich Abends ganz schlecht bzw. spät ein


Fällt euch etwas ein, auf was ich mich testen lassen könnte oder was es sein kann?
 
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Blutwerte sagen leider oft nichts aus und was "normal" ist heißt üblicherweise nur dass man innerhalb 95% der durchschnittl. Bevölkerung liegt auch wenn evtl. ein Mangel vorliegt. Einige Untersuchungen aber sind durchaus sinnvoll, diese werden ´leider zumeist von nur einigen guten Ärzten gegen Privatbezahlung geleistet, die gesetzlichen KK kannst du da vergessen. Dr. Gahlen aus Oberhausen versteht z.B. sein Handwerk auch Dr. Kuklinski der ja sozusagen sein Lehrer ist. Leider sind die aber auch oft eingeschränkt-mir persönlich hat zB Dr. Gahlen nur diagnostisch weitergeholfen indem er mein ATP-Mangel aufgedeckt hat. Eine echte Mitochondriopathie gilt leider als unheilbar.
Hoffentlich gibt es bald eine menschliche Revolution in dem med. Bereich, wo den echt leidenden wirklich geholfen wird -ein Erlöser wäre nicht schlecht :) Bis dahin bleibt es ein Kampf um die Genesung

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Suche und dass es kein CFS ist
 
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Ach ja; testen würde ich Vitamin/Mineralstatus und auf jeden Fall den ATP Wert und Infektologie. Dazu musst du aber erst den richtigen Arzt finden, der das macht. Mit Privatzahlung müsstest du aber definitiv rechnen. Infektologie kannst du aber auch bei der Charité machen lassen - kostet nichts
 

Markus23

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CFS oder etwas Anderes?

Hallo danke für eure Hinweise!!

@alibiorangerl: Bei mir wurde mittlerweile die komplette EBV Serologie gemacht, die zeigt das keine Reaktivierung oder frische Infektion vorliegt.

@oshon: Ja, ich bin bei meiner Recherche immer wieder auf CFS gestoßen und in diesem Zusammenhang auch auf eine mögliche Mitochondrienpathie und möchte mich nun darauf testen lassen. Wie viel hat dir der Test denn gekostet?
Und was meinst du mit Infektologie?

Die bisherigen Ärzte schieben es auf die Psyche,
habe in den Gesprächen immer mal meinen Verdacht geäußert auf CFS, da bekam ich dann als Antwort "Was ist das?" und "Das ist psychosomatisch!".

Daher bekomme ich nun Citalopram 20mg und mache eine Psychotherapie, auch wenn die bleiernde Erschöpfung (mit Muskel u. Gelenkschmerzen) sich sehr körperlich anfühlt.
 
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Hallo Markus,

ist 23 im Nick Dein Alter ?
Du hast massenweise Antibiotikum geschluckt, Deine Darmflora ist gestört ....Dein Immunsystem offensichtlich sehr schwach.
Du kannst abends nicht einschlafen , schreibst Du....

Vielleicht solltest Du Dich einmal in das Thema Histaminintoleranz einlesen. Steht viel dazu im Wiki, gibt es einen Forenbereich.

Oft gehen Beschwerden wie Deinen jahrelange Fehlernährung, viel Stress neben häufigen Infektionen voraus....

Schreib doch bitte etwas zu Deiner Ernährung, was Du früher gemacht hast, Stressbelastungen u.ä .

Welche Symptome hast Du sonst noch, oder schon früher bemerkt ? Du hättest viele Allergien , schreibst Du irgendwo....?
 

Markus23

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Hallo Kullerkugel, ja ich bin 23 Jahre alt.

Meine Ernährung bis zum 23. Lebensjahr war normale Mischkost.

Ich hab seit ich krank bin auch experimentiert mit Ernährungsumstellungen z.B. nur vegane Rohkost, aber habe dabei wenn überhaupt nur eine leichte Besserung meines Befindens feststellen können.

Ich habe sehr viele Allergien (Birke, Gräser, Tiere, ...), darunter sind auch Kreuzallergien festgestellt worden (z.B. Apfel, Sellerie, Karotten, ...)

Meine Darmflora aufzubauen habe ich auch schon versucht, mit den Probiotika Mutaflor, Symbioflor 1+2, Colibiogen, Omniflora N. Zwei Einläufe habe ich auch schon gemacht.

Bevor ich krank geworden bin hatte ich zwei Monate lang beständigen Schlafmangel und habe zeitgleich sehr viel Sport gemacht um die berufliche Überlastung irgendwie auszugleichen. Im Dezember kam dann in Folge eines mentalen Zusammenbruchs eine Mandelentzündung.

Das Problem ist: Die Mandelentzündung ist schon lange wieder weg, ich fühle mich aber immer noch schwer krank und bin bettlägerig.

Und ja: Meinen Beschwerden gehen häufige Infektionen voraus, es ist bei mir eher die Normalität alle 4 Wochen eine Grippe zu haben, aber normalerweise werde ich auch wieder gesund, diesmal ist alles anders...
 
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CFS oder etwas Anderes?

@oshon: Ja, ich bin bei meiner Recherche immer wieder auf CFS gestoßen und in diesem Zusammenhang auch auf eine mögliche Mitochondrienpathie und möchte mich nun darauf testen lassen. Wie viel hat dir der Test denn gekostet?
Und was meinst du mit Infektologie?

Die bisherigen Ärzte schieben es auf die Psyche,
habe in den Gesprächen immer mal meinen Verdacht geäußert auf CFS, da bekam ich dann als Antwort "Was ist das?" und "Das ist psychosomatisch!".

Daher bekomme ich nun Citalopram 20mg und mache eine Psychotherapie, auch wenn die bleiernde Erschöpfung (mit Muskel u. Gelenkschmerzen) sich sehr körperlich anfühlt.
Du solltest dich auf Infektionen u.a. Borrelien untersuchen lassen. Ein guten Teil macht die Charité in Berlin auf Kasse, man braucht nur eine Überweisung vom Internisten wo "v.a. Immundefekt" steht und lässt sich dort ein Termin geben - mir persönlich hat es nichts gebracht da man dort mit den Ergebnissen mehr oder weniger allein gelassen wird.
Den ATP Wert in den Granulozyten festzustellen kostet nicht viel aber in der Regel kommen noch weitere Untersuchungen mit die das ganze etwas teuer machen. Die meisten Ärzte schieben es, wie du schon sagtest, auf die Psycho-Schiene und können mit etwas grundlegendem wie ATP oder Mitochondrien nichts anzufangen. Mein Endo-Professor wusste was das ist und kam mir etwas näher und meinte nur mit leiser, bestimmter Stimme "Hoffen wir dass es keine Mitochondriopathie ist, denn dann wäre der gesamte Körper betroffen!"

Die Medizin hat leider für Mitochondriale Krankheiten wenig zu bieten und idR gelten kaputte Mitochondrien als unheilbar. Es gibt einige experimentelle Methoden die man allerdings auf sich alleine gestellt probieren muss die auch mit größeren finanziellen Aufwand verbunden sind.

Da bei dir der Zustand noch nicht solange besteht, hast du allerdings noch mehr Hoffnung als wie bei Leuten die 10+ Jahre schon leiden
 
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