Ist Gott gut? Und kann man überhaupt von Gott sprechen? (David Damberg)

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Ist Gott gut? Und kann man überhaupt von Gott sprechen?

Es spricht:

David Damberg
Voßstr. 36,
30161 Hannover
Germany

Wo kommen wir her, wo gehen wir hin? Und wer oder was ist eigentlich Gott?
Diese Fragen beschäftigen jeden Menschen irgendwann in seinem Leben.
Aber selten gibt es Gelegenheiten, darüber mit anderen zu reden. Selbst im engsten Freundeskreis sind solche Fragen oft tabu. Die Kirchen versuchen auf diese Fragen ja auch eine Antwort zu geben und Projekte gab es diesbezüglich ebenfalls einige, wie zum Beispiel "Glauben2017" von der badischen Landeskirche.


Grüsse,
Oregano
 
wundermittel

Kirschblüte (ehemaliges Mitglied)

Ist Gott gut? Und kann man überhaupt von Gott sprechen?
Interessant. Und ungewöhnlich ehrlich. Wenn er so weiter philosophiert, dann wird ihm der Rahmen irgendwann dort vielleicht zu eng oder ihm wird eine Linie gezogen...?
Oder auch nicht. Wer weiß.
Mich hätte interessiert was er zum Dämonischen sagen würde.....
 

Kirschblüte (ehemaliges Mitglied)

PS. Doch kann man über/von Gott sprechen. Er ist eine Ameise. Ebenso ein Regenwürmchen. Gott ist aber auch Haifisch.
Und Sonne. Und zudem: das Universum. Und ein Universum im Universum im Universum.
Oder eben nichts davon. Ich weiß es nicht.
Also doch schweigen? Hm.
 
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Kirschblüte (ehemaliges Mitglied)

Vielleicht dehnt Gott sich ja immer noch aus? Wer hat eigentlich behauptet, dass das Göttliche am Ende seiner göttlichen Entwicklung angekommen ist?
Vielleicht weiß er oder es das ja selbst noch nicht sicher und erfährt es laufend.
 
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Der HERR ist gut​

Preist den HERRN! Denn er ist gut, denn seine Gnade währt ewig.

1. Chronik 16, 34


Es ist so einfach.
Wer Gott kennen lernen will könnte sich einfach mal aufmachen zu beten. Sich ins Gebet vertiefen und mit ihm reden. Er ist für jeden einzelnen zugänging, der ihn sucht, von ganzem Herzen sucht und sich ihm zuwenden mag und an ihn glauben will.
 
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OT

Ist Gott gut?

NEIN, wenn man sich das aktuelle Geschehen anschaut.
Es ist so einfach.
Wer Gott kennen lernen will könnte sich einfach mal aufmachen zu beten. Sich ins Gebet vertiefen und mit ihm reden. Er ist für jeden einzelnen zugänging, der ihn sucht, von ganzem Herzen sucht und sich ihm zuwenden mag und an ihn glauben will.

Ich möchte nicht in den Gesichtern der leidgeplagter Menschen sehen müssen, die voller Angst sind, wen ich ihnen diesen Rat geben würde. Ich denke da an missbrauchte, verhungerte und den tausenden Menschen/Kinder auf der ganzen Welt und an die, die auf der Flucht sind und einen sicheren Ort suchen, ohne Gewalt und Hunger.
Was nötig ist, ist Menschlichkeit und Güte, von jeden von uns.

Morgengrüße von Wildaster
 
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Kirschblüte (ehemaliges Mitglied)

OT

Ist Gott gut?

NEIN, wenn man sich das aktuelle Geschehen anschaut.
Nö, das ist kein OT, denn wenn die Frage im Raum steht, ob Gott gut ist, dann steht genauso die Frage im Raum, ob er schlecht ist oder sein könnte.
Das ist kein OT.

Was nötig ist, ist Menschlichkeit und Güte, von jeden von uns.

Eventuell sind ja genau diese Qualitäten (Menschlichkeit, wie du sie gemeint hast und Güte)
göttlich. Vielleicht ist ja genau das dann Gott in uns?
Vielleicht kann Gott ja auch gar nicht eingreifen ins Weltgeschehen, weil er es uns selbst überlässt, die Welt zu "gestalten" mit Gut und Böse und dazwischen?
Ich habe bis heute keine Antwort gefunden, die mich zufriedenstellt. Nirgendwo. Weder..noch..

Guten Morgen und schönen Tag 🌻
 
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Vielleicht kann Gott ja auch gar nicht eingreifen ins Weltgeschehen, weil er es uns selbst überlässt, die Welt zu "gestalten" mit Gut und Böse und dazwischen?
Ich habe bis heute keine Antwort gefunden, die mich zufriedenstellt. Nirgendwo. Weder..noch..
Orthodoxer (rechtgläubiger) Philosoph: „Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte".

Eine Frage noch - Frage des heterodoxen (irrgläubigen) Philosophen: "Und wer hat den Teufel geschaffen?"

Grüezi
Maheeta
 
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Eine große Frage, Maheeta :) - auf die es keine oder viele Antworten gibt, wie man u.a. hier lesen kann:

...
Der Satan, der auch der Widersacher oder der Teufel genannt wird, ist der Feind aller Rechtschaffenheit und derer, die Gott folgen möchten. Er ist ein Geistsohn Gottes und war einmal ein Engel, „der in der Gegenwart Gottes Vollmacht hatte“ (LuB 76:25; siehe auch Jesaja 14:12; LuB 76:26,27). Doch im Rat im Himmel, der im vorirdischen Dasein stattfand, lehnte sich Luzifer, wie der Satan damals hieß, gegen Gott auf. Seither trachtet er danach, die Kinder Gottes auf der Erde zu vernichten und sie elend zu machen.

Weitere Informationen

In der Auseinandersetzung zwischen Gott und dem Satan spielt unter anderem die Entscheidungsfreiheit eine große Rolle. Die Entscheidungsfreiheit ist eine kostbare Gabe Gottes und ist in dem Plan, den er für seine Kinder hat, von wesentlicher Bedeutung. In seiner Auflehnung gegen Gott trachtete der Satan danach, „die Selbständigkeit des Menschen zu vernichten“ (Mose 4:3). Er sagte: „Ich will die ganze Menschheit erlösen, dass auch nicht eine Seele verloren geht, und gewiss werde ich es tun; darum gib mir deine Ehre.“ (Mose 4:1.)
Der Satan verleitete „den dritten Teil der Scharen des Himmels“, sich vom Vater abzuwenden (siehe LuB 29:36). Infolge ihrer Rebellion wurden der Satan und seine Anhänger aus der Gegenwart Gottes ausgestoßen und durften keinen physischen Körper erhalten (siehe Offenbarung 12:9).
Der Vater im Himmel erlaubt dem Satan und seinen Anhängern, uns zu versuchen. Dies gehört zu den Erfahrungen, die wir im Erdenleben machen (siehe 2 Nephi 2:11-14; LuB 29:39). Weil der Satan danach trachtet, „dass alle Menschen so elend seien wie er selbst“ (2 Nephi 2:27), versuchen er und seine Anhänger, uns von der Rechtschaffenheit abzubringen. ...


Viele Geschichten also um den Satan/Teufel. Letzten Endes bleibt es dem Menschen überlassen, ob und wie er sich mit dem Bösen auseinandersetzt und wie er sich bei der Wahl „Gott ./. Teufel“ entscheidet.

Grüsse,
Oregano
 
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Wenn der Autor seiner Sätze von dem "Einen" spricht, was philosophisch aber besser im Schweigen bleiben sollte, dann frage ich mich natürlich: Wie ist denn das "Eine" entstanden? Damit ist es ja nicht zu Ende.
Die Buddhisten schweigen nicht über Gott, im Gegenteil, das Thema ist sogar oft und lange in der Diskussion.
Weiterhin finde ich es auch brandgefährlich jeden Theologen als Lügner darzustellen, ich denke da nur an Meister Eckhart.
Im Großen und Ganzen finde ich die Worte im Video ebenso dogmatisch wie jenes was er kritisiert.
 
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16.02.18
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Ist Gott gut?

NEIN, wenn man sich das aktuelle Geschehen anschaut.

Ich möchte nicht in den Gesichtern der leidgeplagter Menschen sehen müssen, die voller Angst sind, wen ich ihnen diesen Rat geben würde. Ich denke da an missbrauchte, verhungerte und den tausenden Menschen/Kinder auf der ganzen Welt und an die, die auf der Flucht sind und einen sicheren Ort suchen, ohne Gewalt und Hunger.

Was mich immer wieder sehr erstaunt
wenn es um Gott geht, fallen den Menschen meist die schrecklichen, traurigen, ungerechten, verzweifelten, leidvollen Dinge ein, die es auf der Welt gibt.

Warum fallen den Menschen nicht die wunderbaren Dinge ein?

Das Unglück / Leid / Elend und alles was es an Grausamkeiten auf dieser Welt gibt hat der Mensch selbst erschaffen, dafür ist der Mensch verantwortlich und nicht Gott.
Wenn auch vielleicht nicht der einzelne der leidet, beispielsweise in einem Krieg, persönlich selbst dafür zuständig ist, aber die Menschheit schon.

(kurz zusammen gefasst).

Was nötig ist, ist Menschlichkeit und Güte, von jeden von uns.
Da stimme ich dir voll und ganz bei liebe @Wildaster !

Wenn sich jeder einzelne Mensch nur um einen einzigen anderen kümmern würde, wäre allen Menschen auf der Welt geholfen. :)

Viele Tugenden sind wunderbar, sei es Liebe, Freude, Güte, Langmut, Selbstbeherrschung, Friede, Freundlichkeit, liebevolles Interesse am anderen, Treue, Sanftmut, Demut
(ein Teil davon steht in Galatter 5, Vers 22 in der Bibel)

Jesus Christus hat all diese Eigenschaften, er kam zu uns in die Welt und lebt beim Herrn.
Er ist nicht in die Welt gekommen um die Welt zu retten, sondern, damit sich die Welt rettet

(kurz formuliert).

Ich vertraue auf den Herrn seit meiner Kindheit, dank meines Vaters,
das bedeutet nicht, dass ich keinen Kummer, Leid und Krankenheiten erfahren habe.

Jedoch habe und hatte ich immer eine Unterstützung, einen Halt, einen der mich in den schlimmsten Tagen getragen hat und trägt. Ich liebe Jesus, er ist mein Leben.

Mara
 
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Ich vertraue auf den Herrn seit meiner Kindheit, dank meines Vaters,
das bedeutet nicht, dass ich keinen Kummer, Leid und Krankenheiten erfahren habe.

Jedoch habe und hatte ich immer eine Unterstützung, einen Halt, einen der mich in den schlimmsten Tagen getragen hat und trägt. Ich liebe Jesus, er ist mein Leben.

Mara

Das finde ich gut, dass du deinen Glauben hast, liebe Mara.

Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.🌺🌼🌸
Wildaster
 
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Glauben Buddhisten an einen Gott?


Von Buddhastiftung

Mit einem Wort: nein.

Es gibt keinen erhabenen Schöpfergott oder ein höheres Wesen in den buddhistischen Lehren. Deshalb wird der Buddhismus oft als eine nicht-theistische Religion bezeichnet.
Der historische Buddha war ein gewöhnlicher Mensch. Er erwachte, indem er seinen eigenen Geist trainierte und die wahre Natur der Realität erkannte. Seine Erleuchtung wurde ihm nicht durch die Verbindung mit einer höheren, äußeren Kraft zuteil, sondern durch seine eigenen Bemühungen. Und das ist ein wesentlicher Punkt der buddhistischen Überlieferung. Aus buddhistischer Sicht ist ein persönlicher Gott nicht notwendig: Wir alle haben das Rohmaterial, um unsere eigene Befreiung zu erreichen.

Ein Himmel voller Götterwesen​

Andererseits haben viele buddhistischen Traditionen eine Kosmologie, die mit Gottheiten und anderen übernatürlichen Wesen bevölkert ist. Selbst die frühesten buddhistischen Texte beziehen sich auf die indischen Götter und metaphysischen Wesen, die zur Kultur und Spiritualität der damaligen Zeit gehörten. Der Legende nach wachten die Götter über den Weg des Buddha und freuten sich in der Nacht seines Erwachens. Aber es ist wichtig zu wissen, dass, dass in all diesen Geschichten die himmlischen Wesen nicht die Stufe der Verwirklichung des Buddha erreicht haben, das Erwachen.

Dennoch sind in vielen Traditionen und asiatischen Gemeinschaften Gottheiten und andere metaphysische Wesen mit teils übernatürlichen Kräften für die Praktizierenden ein wichtiger Bestandteil des spirituellen Lebens und der Kunst, z.B. in Tibet oder Japan (Schule des sog. „Reinen Landes“).
Für eine Praxis des buddhistischen Weges ist jedoch ein Glaube an diese Dinge grundsätzlich unbedeutend, geht es doch um ein Geistestraining in diesem Leben und nicht um die Beschäftigung mit Jenseitigem. ...
Hallo Kayen,

das Thema Buddhismus ./. Gott ist also nicht ganz so eindeutig zu beantworten.

Grüsse,
Oregano
 
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Die Buddhisten schweigen nicht über Gott, im Gegenteil, das Thema ist sogar oft und lange in der Diskussion.

das Thema Buddhismus ./. Gott ist also nicht ganz so eindeutig zu beantworten.

Herr Damberg behauptet in seinem Video, dass im Buddhismus über Gott geschwiegen wird - also dem einen Schöpfergott, der z.B. im Christentum zu finden ist, dass ist so nicht richtig, auch dahingehend setzt man sich auseinander und redet über dieses und jenes, auch über Jesus (einige behaupten, Jesus sei Buddhist gewesen). Jedenfalls gibt es da schon Redepotential - ob Reden oder Schweigen sinnvoller ist wird dann unabhängig manchmal von buddhistischen Meistern übermittelt; aber dort gibt es auch getrennte Ansichten. Das es allerdings "nicht" den Schöpfergott gibt, darüber sind sie sich wohl einig und entgegen der Aussage von Herrn Damberg wehren sie sich einer bestimmten "Religion" anzugehören.
 

Kirschblüte (ehemaliges Mitglied)

Jetzt habe ich es mir nochmal und nochmal angehört.
Eventuell "schiesst" Herr Damberg da ja bereits gegen jemanden, von dem er etwas gelesen hat, das ihn begrenzt?
Kommt mir fast so vor. Deswegen vielleicht auch das, was spürbar ein bisschen dogmatisch bei ihm wirkt.
Wer weiß, wem er da wirklich etwas mitteilen will - neben uns natürlich.

Was "die Buddhisten" angeht, die er erwähnt, so könnten das welche sein, die er "näher" kennt? Und da dürfte es dann wieder auf deren speziellere Strömung ankommen, ob und was sie reden, darüber reden oder nicht?
Eine tibetisch buddhistische Lehrerin in deren Büchern ich immer wieder mal lese, ist da recht frei.
Was mir dann innerlich zu Gute kommt. Sie spricht öfters vom "höheren Bewusstsein" in diesem Zusammenhang. Man könne sich das als Gott, Göttin, Buddha, Jesus, Lichtwesen vorstellen.
Jedenfalls aber als das Wesen mit der größten Liebe und Weisheit im Universum.
Diese dürfe man sich hilfreich wie Mutter ode Vater vorstellen, was in Zeiten großer Bedrängnis sehr tröstend ist und zudem dem Stolz des Egos entgegenwirke, das sich zu gerne als völlig unabhängig und unbedürftig sehen möchte. Was zudem nicht der Realität entspricht, zumindest wenn man ehrlich zu sich selbst sein kann.

Orthodoxer (rechtgläubiger) Philosoph: „

Eine Frage noch - Frage des heterodoxen (irrgläubigen) Philosophen: "Und wer hat den Teufel geschaffen?"
Also "Irrgläubiger" aus der Sicht des orthodoxen.
Im Sinn von "von der herrschenden Kirchenlehre abweichend".
Ja. Was, wenn Gott den Teufel geschaffen hat, indem er uns viele viele Triebe mit auf den Weg gegeben hat, die entgleisen können.
Die Gier und was es da noch so alles gibt.
Denn dem Teuflischen in der Welt liegt doch oft u.a. nur Gier zugrunde, dem Teuflischen liegt zugrunde die Gier nicht auflösen zu können, ja sie nicht einmal als Gier wahrzunehmen. (Denke ich momentan)
Den Teufels-Link von Dir, Oregano habe ich jetzt noch nicht gelesen. Kommt aber noch. :D:devilish::p
 
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Eventuell "schiesst" Herr Damberg da ja bereits gegen jemanden, von dem er etwas gelesen hat, das ihn begrenzt?
Kommt mir fast so vor. Deswegen vielleicht auch das, was spürbar ein bisschen dogmatisch bei ihm wirkt.
Wer weiß, wem er da wirklich etwas mitteilen will - neben uns natürlich.
Ja, könnte so sein. Mich hat halt das Wort Lügner irritiert, dies so krass zu äußern ist problematisch gegenüber den Theologen. Die glauben ja fest an ihren "Herrn".
Als ich ungeimpft hier überall ausgeschlossen wurde, auch aus meiner buddh. Meditationsgemeinschaft, ging ich dann in die Kirche zum Friedensgebet, weil ich die Gemeinschaft sehr schön finde und die Pastorin passte genau auf, dass die Kirchen - Glocken am Anfang läuteten, damit ihr Herr dort oben Bescheid wusste, dass wir nun alle da sind, ich musste da so schmunzeln😁
Sie nahm das sehr ernst. . . und ich freute mich, dort nicht rausgeworfen zu werden. Man, man das sind Zeiten.
 
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Kirschblüte (ehemaliges Mitglied)

Ja, könnte so sein. Mich hat halt das Wort Lügner irritiert, dies so krass zu äußern ist problematisch gegenüber den Theologen. Die glauben ja fest an ihren "Herrn".
Ja, da holt er ganz schön aus.
Er sagt:

"Worum es geht ist, dass wir uns der Vorläufigkeit unserer Worte bewusst sind. Dass wir uns nicht so schnell auf etwas festlegen und uns naiven Vorstellungen enthalten.
Wer beginnt von Gott zu sprechen, wie Theologen etwa, beginnt im Grunde zu lügen. Um es einmal krass zu sagen. Sei dir bewusst eine Lügnerin und ein Lügner zu sein.
Lügen sind nur schlimm, wenn sie als Wahrheit verkauft werden. Nicht wenn Lügen als Lügen verkauft werden.
Also, ist Gott gut? Diese Frage stand am Anfang. Und ich kann jetzt offen lügen und sagen: Ja das ist er und nein, das ist SIE nicht- oder noch besser, ich schweige dazu".
Lüge als Wahrheit zu verkaufen. Lügen als Lügen verkaufen.
Ja, er drückt es krass aus.
Vielleicht kann, ohne "zu lügen", wie er es sagt, ja nur der von Gott reden, der Gott oder das Göttliche peu a peu erfährt? Dann kannst das Du sein, oder ich.

Gestern habe ich einen Nachbarn beobachtet, der zu einer Nachbarin ans Fenster ging
Sie hat ihm bei etwas Schriftlichem geholfen. Er kann nicht lesen. Er stand da und streichelte ihre Miezekatze, die vom Fenster aus zu ihm herabgesehen hat. Als er darauf gewartet hat, dass die Nachbarin mit Stift ans Fenster zurückkommt. Er wusste nicht, dass ich ihn beobachte. Ich habe seine zarte Bewegung mit der Hand in Richtung Katze gesehen. Er, wo er ansonsten eher wie ein Holzhacker wirkt. Und ich habe gesehen wie er sich freute, weil die Mieze sich freute. In dem Moment dachte ich wirklich: da unten steht grad Gott. Da sieht man Gott. Die Zuneigung eines als "Dumm und ungebildet" bezeichneten Mannes zu einer Mieze. Seine eigene Freude. Die Freude der Katze
Ich bin nicht naiv, lege mich nicht vorschnell fest. Aber da sah ich Gott, weil es sich so anfühlte wie Gott. Und das empfinde ich noch immer so.
Wer lügt also, wenn er über Gott spricht? Der, der ihn nicht empfindet und sieht und so spricht, als sei er da, wo er es aber nicht fühlbar für ihn ist....?
Ob Gott immer gut ist oder auch schlecht, das kann ich nicht sagen.
Wenn ich Gott fühle, dann ist es immer im Guten.
Im anderen fühle ich ihn nicht. Was also stimmt nun?

Reden die (gemeinte Theologen siehe oben beim Sprecher) alle so viel, wie Gott sei und fühlen ihn am Ende nicht. Oder nur erinnert ein "Bild" aus der Kinderzeit.

Als ich ungeimpft hier überall ausgeschlossen wurde, auch aus meiner buddh. Meditationsgemeinschaft,
Also ganz ehrlich, das hat mich jetzt richtig aufgeregt.
Und weil es deine GEMEINSCHAFT war, dazu noch buddhistisch, umso mehr. Alles steht Kopf. :-(

ging ich dann in die Kirche zum Friedensgebet, weil ich die Gemeinschaft sehr schön finde und die Pastorin passte genau auf, dass die Kirchen - Glocken am Anfang läuteten, damit ihr Herr dort oben Bescheid wusste, dass wir nun alle da sind, ich musste da so schmunzeln😁
Ah, ja. Jetzt verstehe ich, warum es dir wichtig ist, dass man Theologen nicht mal alle kurz als Lügner bezeichnet, wie er es tut.....

Sie nahm das sehr ernst. . . und ich freute mich, dort nicht rausgeworfen zu werden. Man, man das sind Zeiten.
Ja Kayen, dann war sie in dem Moment Gott. Ein Ausdruck des Göttlichen.
Ich sehe das so.
 
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Kirschblüte (ehemaliges Mitglied)

Im Grunde geht das ja noch viel weiter. Wenn man Gott spontan im Nachbarn sieht, erkennt(?), in der Katze, in der ganzen Szene und gleichzeitig feststellt, das das , was man beobachtet in einem selbst ist, die Freude, der Nachbar, die Katze, dann darf man das Göttliche sehen und wird feststellen, dass es in einem selbst zur gleichen Zeit i s t.
Und das ist gut. Es ist nichts anderes - in dem Moment. Wie dann der Rest in alles passt - weiß ich nicht.
Der Rest vom Planeten oder das Schlechte. Keine Ahnung.
 
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Kirschblüte (ehemaliges Mitglied)

Jedoch habe und hatte ich immer eine Unterstützung, einen Halt, einen der mich in den schlimmsten Tagen getragen hat und trägt. Ich liebe Jesus, er ist mein Leben.
Spürst du diese Liebe im Alltag? Oder in der Kirche? In der Natur? Im Zwischenmenschlichen?
Siehst du ihn im Gegenüber? Spürst du ihn in dir? Macht dich die Liebe zu ihm mit der Zeit weicher und gnädiger gegenüber den "Fehlern" der Mitmenschen?
Spannend.
 
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Spürst du diese Liebe im Alltag? Oder in der Kirche? In der Natur? Im Zwischenmenschlichen?
Siehst du ihn im Gegenüber? Spürst du ihn in dir? Macht dich die Liebe zu ihm mit der Zeit weicher und gnädiger gegenüber den "Fehlern" der Mitmenschen?
Spannend.
Darüber könnte ich dir Stunden erzählen Ilira. Ich hoffe es gelingt mir mich kurz zu fassen und dennoch verständlich auszudrücken.

Ich bin katholisch geboren.
Als ich Erwachsen war bemerkte ich, dass die katholische Kirche wenig mit meiner Vorstellung von Gott / Jesus / Bibel zu tun hat, vor allem die ökumenischen Bewegungen und die Rolle des Staatshörigen Untertan; der Papst u.a.

Ich bin aus der Kirche ausgetreten, wobei es natürlich viele gute Theologen dort dennoch gibt.
Oft höre ich mir Predigten von meinen Lieblingspredigern an.

Mittlerweile bin ich seit vielen Jahren in einer evangelistisch, freikirchlichen Gemeinde, die Bibel steht im Zentrum.
Ich erwähne es, da es mir wichtig erscheint.

Für mich ist Gott eine Entscheidung, durch die Bekehrung kann man sich ganz bewusst für ihn entscheiden, durch die Wirkung des Heiligen Geistes im Christen, wird der Glaube an Gott verständlich (so empfinde ich das).

Wir leben mittlerweile in der Endzeit (lt. Bibel), noch ist Gnadenzeit und jeder hat noch die Möglichkeit sich für Gott zu entscheiden. Seelig sind die, die nicht sehen und doch glauben, so stehts geschrieben in der Bibel.

Um stark im Glauben zu sein / werden, ist es sehr spannend möglichst viel über Jesus zu erfahren. Warum er in die Welt kam, selbst Mensch geworden ist, was alles geschah und dass er LEBT, beim Vater im „Himmel“ zu dessen Seite. Er ist sozusagen unser Übersetzer, wir können ihm alles sagen, anvertrauen zu jeder Zeit, er hat ein offenes Ohr / Herz für jeden einzelnen, der / die an ihn glaubt.

Der Mittelpunkt meines Lebens ist der Glaube an Jesus Christus, meine Gemeinde. Ich habe mit vielen privaten Kontakt, Gefährten, die mich mit durchs Leben und den Glauben begleiten. Wir stärken einander, sind füreinander da, sind bisher gut durch die Coronazeit gekommen ohne uns zu spalten, wir tolerieren und akzeptieren einander. Jeder ist bemüht, alle wollen wir uns in den Tugenden üben, die auch Jesus hat (hatte ich in Post #11 erwähnt), weils Spaß macht, Freude gemeinsam an einem Strang zu ziehen, einander zu ermutigen, gemeinsam zu beten, Sonntag ist Abendmahl und die Verkündigung, wir haben eigene Prediger oder es kommt ein Gast-Prediger einer Gemeinde aus der Umgebung....

Ich hab das jetzt alles erzählt, weil es für mich so wichtig ist, kann ja jeder selbst entscheiden, ob er sich damit befassen mag. ;)

Um auf deine Frage zurück zu kommen Ilira, ja, ich sehe Jesus im Alltag, in der Natur oder als spreche er durch einen anderen Menschen zu mir, seine Liebe spüre ich immer, ganz besonders, wenn ich mich ihm voll und ganz hingebe, beispielsweise im Gebet, ich bin immer mit ihm verbunden, ich bin den größten Teil des Tages im Gebet, auf Arbeit, in der Freizeit, im Stau, im Supermarkt an der Kasse … - in Gedanken im Gebet - , auch so ist Gebet möglich.

Der Glaube macht mich stark, ich bin mein Glaube, ich will Gott dienen, eine ihm wohlgefällige Christin sein (obwohl ich das nicht muss, es gibt keine Forderung, die wir erfüllen müssen, außer zu glauben), jeder der an ihn glaubt aus vollem Herzen, wird errettet werden, so stehts geschrieben. Er vergibt uns jederzeit, immer wenn wir Buße tun (ihn um Entschuldigung bitten) – Vergebung unserer Schuld. Das macht frei.

Einen Predigttipp habe ich noch, dauert ca. 1 Std. „Was bringt es Christ zu sein??“ von Olaf Latzel, gibts auf youtube.

Liebe Grüße

von Mara
 
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