HPU/KPU ist keine Krankheit, sondern nur ein Marker

Themenstarter
Beitritt
12.06.09
Beiträge
3
hallo ihr lieben,

ich möchte mal kurz etwas zum Thema HPU/KPU sagen, da ich nach Jahren mit diesem (und ähnlichen) Thema nun langsam dahintersteige, was eigentlich Sache ist, zudem möchte ich auch die Veröffentlichungspolitik und Verkaufsmaßnahmen der KEAC in Frage stellen.
ausserdem: wenn diese vitaminpackung wirklich helfen würde, wären wir alle nicht in diesem forum.

[übrigens: ich schreibe diesen beitrag unter neuem nickname, damit mein realer nick erstmal unerkannt bleibt]

Zu allererst: HPU/KPU ist keine Krankheit. Es ist ein Stoffwechselmarker. Mehr nicht. Damit kann man Stoffwechselprozesse nachweisen. Mehr nicht. Was bei Wikipedia und der einzigen anderen Quelle - einem mehr als fragwürdigen Buch eines niederländischen Arztes - steht, is sooooo net ganz richtig. Wenn ich sehe wer hier von wem halbgare Infos abschreibt und was dann sogar über Wikipedia verbreitet wird, bekomme ich schlechte Laune.
HPU/KPU ist DAS killerbeispiel, wie wikipedia zur verbreitung falscher infos beträgt. tatsächlich steckt hinter diesem hpu/kpu-irrsinn immer eine richtige erkrankung/defekt/unverträglichkeit.

Liebe Leute: hier in diesem Forum tummeln sich viele Menschen, die schwammige Selbstversuche machen, und ab und an sind bei ganz wenigen einige KLEINE besserungen zu erkennen [ist auch logisch, wenn man plötzlich anfängt vitamine zu nehmen!]. HPU / KPU existiert in der Medizin so gut wie gar nicht, es gibt kaum seriöse Infos, ein befreundeter Medizinalrat hat mir sogar die sinnlosigkeit dieser test erklärt.

Zu Nahrungsmittelallergien aller Art, ADHS [durch Nahrungsmittelallergien], Schilddrüsenproblematiken und generell Stoffwechselproblem gibts es abertausende Studien, Ärzte die darauf spezialisiert sind, weltweit wird in diesen Bereichen geforscht und getan und wasweißichnichtalles, allein in Berlin gibt es 290 Allergologen, von Stoffwechselspezies, Schilddrüsenärzten und Heilpraktikern mal ganz zu schweigen. Kein einziger hat in all den Jahren auch nur ansatzweise was von HPU gehört. obwohl diese ärzte zum teil forschen. ja glaubt ihr all diese ärzte, forscher und pharmafirmen sind doof, und nur ein paar leute in diversen internetforen, die an sich selbst (erfolglos!) herumexperimenten haben's total raus !?!?

den anstoss, diesen post zu schreiben, fand ich als ich letztens jede menge stoff der "offiziellen" ADHS Deutschland e.V. las; mit jeder menge links zu wissenschaftlichen publikationen. in dem artikel war von zink/magnesium/b6-mangel die rede. mit allen konsequenzen die hier jahrelang breitgetreten wurden. auf ADHS-Deutschland e.V. gibts mehr.
inkl all dieser infos die man schon so oft gelesen hat: vollblutanalyse etc. ... naja ihr kennt das alles. ich überspringe jetzt mal ganz viel und frage: wer von euch war denn ernsthaft mal bei verschiedenen ärzten und hat ALLES was man abchecken sollte abgecheckt ? kaum jemand. wer war denn beim diabetescheck, hat ALLE SD-tests, alle allergietest etc hinter sich ? kaum jemand. die meisten leute hier haben meiner meinung nach ersthaft stoffwechselstörungen und sollten sich nicht mit halbgaren vitaminbehandlungen mit extrem teuren billigpräparaten zufrieden geben.

Wenn ich sowas lese wie "Ich habe 3 Töchter mit HPU, eine Träumerin und 2 Hibbelliesen" und weiss, daß diese mutter ihren kindern evtl einfach so hochdosierte vitamine in den hals schiebt, anstatt ihre kinder von arzt zu arzt zu schleppen, werde ich aggressiv.

nochmal, die symptome die hier seit jahren gepostet werden sind mehr oder weniger immer die gleichen, die ursachen könnten so ziemlich alles sein. trotzdem halten sich hier hartnäckig die wildesten spekulationen, alles aufgebaut auf 2 fragwürdige ärzte und deren "publikationen", die jedlichem medizinischen regeln widersprechen. das KEAC-buch ist pure geldmacherei, sowas sollte normalerweise allein schon als patienteninfo frei verfügbar sein, die vitamine sind unprofessionell gelagert, hergestellt und verschickt. hat sich mal jemand das KEAC-buch durchgelesen ? diese "mein sohn war immer so kaputt, aber jetzt, mit den neuen vitaminen ist alles besser"-schicksalsinfos errinnern stark an trashige tv-shopping-monologe, dazu seltsame fake-namen. sowas wird NIEMALS veröffentlich. überhaupt ist das buch voll von sinn und schreibfehlern. naja. medizinische publikationen sehen NIE so aus. das stinkt von vorne bis hinten.

wie dem auch sei, allein die tatsache daß hier nie wirklich erfolgsberichte gepostet werden sollte stutzig machen.

daher mein knapper tip: hört auf euch im internet schwammige selbstdiagnosen zusammenzukleistern und fangt an saubere symptonlisten zu erstellen und geht damit zu allen möglichen ärzten und macht alle möglichen test bei DENEN ! lasst euch beraten, weiterempfehlen und macht euch bei OFFIZIELLEN stellen, zB den diabetes/adhs/sd-verbänden schlau, lest RICHTIGE publikationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und deren Forschungsinstitute... da steht 100x mehr über B6/Zink-Mangel als es kuklinsky und konsorten je träumen lassen. allein der link oben bietet zugriff auf extrem viel interessante hochoffizielle infos. das problem ist eben auch daß man per B6+zink suchbegriff automatisch gleich bei diesen hpu-seiten landet, klar, und nicht in echten patientieninfosbroschüren oder wissenschaftl. publikationen.

so, das solls erstmal gewesen sein,
fazit: ich hoffe ich hab vllt einigen den anstoss gegeben mal richtige ärzte abzugrasen und sich seriös mit den eigenen symptomen auseinanderzusetzen.

xoxo
ich
 
wundermittel
Beitritt
10.01.04
Beiträge
70.821
fazit: ich hoffe ich hab vllt einigen den anstoss gegeben mal richtige ärzte abzugrasen und sich seriös mit den eigenen symptomen auseinanderzusetzen.

Fazit: ich glaube, daß Du mit der Annahme, daß viele User hier noch nie bei "richtigen" Ärzten, die sogar Studien machen, total daneben liegst. Viele kommen doch erst - vielleicht - auch auf das Thema Kryptopyrrolurie, weil sie mit den "richtigen" Ärzten und unzähligen Untersuchungen in den Praxen und im Krankenhaus keinen Schritt weiter gekommen sind.
Oft stellt sich hier bei Durchsicht von Blutwerten, die als ok von den "richtigen" Ärzten bezeichnet wurden, heraus, daß sie überhaupt nicht ok sind sondern völlig falsch bewertet wurden.
Das Thema "Schwermetallbelastungen" und "Borreliose" sind noch einmal spezielle Themen, die sowieso oft nicht festgestellt werden können, von Zahnherden ganz zu schweigen.

Du solltest nicht aggressiv werden sondern nüchtern Deine Zweifel an einem holländischen Arzt anmelden und begründen. Argumente wie das hier:
Zu allererst: HPU/KPU ist keine Krankheit. Es ist ein Stoffwechselmarker. Mehr nicht. Damit kann man Stoffwechselprozesse nachweisen. Mehr nicht. Was bei Wikipedia und der einzigen anderen Quelle - einem mehr als fragwürdigen Buch eines niederländischen Arztes - steht, is sooooo net ganz richtig. Wenn ich sehe wer hier von wem halbgare Infos abschreibt und was dann sogar über Wikipedia verbreitet wird, bekomme ich schlechte Laune.
sind nicht unbedingt überzeugend.
Fragen dazu:
- Warum ist HPU nur ein Stoffwechselmarker und nicht mehr? Wie wird das begründet?
- Was empfiehlst Du Leuten, bei denen dieser von Dir als Stoffwechselmarker bezeichnete Wert außerhalb der Norm wäre? Wie sollen sie herausfinden, was bei ihnen schiefläuft?

Menschen, die hier im Forum Hilfe suchen, sind sicher genauso fähig, sich Hilfe bei den von Dir genannten Foren und Verbänden zu suchen. Warum gehst Du davon aus ,daß sie das nicht tun? Und trotzdem bleiben so viele übrig, die noch nach Jahren nicht wissen, warum es ihnen so schlecht geht....

Gruss,
Uta
 
Beitritt
11.06.09
Beiträge
4
Liebe Uta,

vielen Dank für Deinen qualifizierten Kommentar. Trotzdem kann ich die Zweifel des ersten Schreiberlings nachvollziehen. Allerdings: Kann es jedoch schaden einfach diese Vitamine auszuprobieren und zu sehen, was es bringt? Ich denke, die Menschen, die in diesem Forum schreiben sind nicht dumm und kennen sich aus den ganzen krankheitlichen Amnesen und Vorgeschichten mittlerweile in- und auswendig. Ein bisschen mehr Respekt und Nachfrage wäre also durchaus wünschenswert User panique.

Susen
 
Zuletzt bearbeitet:
regulat-pro-immune
Beitritt
07.04.09
Beiträge
1.482
HPU/KPU ist keine Krankheit, sondern nur ein Marker

Auch wenn diese Seite hier gross "das Ende der Symptombekämpfung heisst", kriegt man hier leicht Haue wenn man zur Ursachenforschung motivieren will ;) Also Achtung.

Porphyrinuria ist übrigens u.a ein Marker für Intoxikation, vor allem von Schwermetallen.
 
Beitritt
14.04.08
Beiträge
1.944
Ich habe beim Lesen des Beitrags des öfteren im Stillen genickt und kann die Argumente gut nachvollziehen. Auch wenn ich es wohl etwas anders ausgedrückt hätte. HPU/KPU ist - wie auch immer man dazu stehen mag - keine Krankheit, sondern bestenfalls das Symptom einer Stoffwechselstörung. Logischerweise macht es keinen Sinn, dieses Symptom oder auch die Stoffwechselstörung zu behandeln, da letztere natürlich auch wieder Ursachen hat.

Viele Beschwerden, die der HPU/KPU zur Last gelegt werden, sind ursächlich tatsächlich ernährungsbedingt und da schließt sich natürlich der Kreis. Ernährungfehler führen nunmal zu Stoffwechselstörungen, die sich dann eben zum einen in den diversen Krankheiten, zum anderen aber eben auch in Abweichungen diverser Stoffwechselmarker zeigen.

Leider haben die meisten Menschen die Tendenz, viel lieber nach einem Wundermittel zu suchen, daß ihre Gesundheit wieder herstellt, statt die Ursachen ihrer Krankheiten zu beseitigen.
 

Horaz

in memoriam
Beitritt
05.10.06
Beiträge
4.016
Auch wenn man es nicht in jedem Beitrag lesen kann, das Forum ist prinzipiell immer auf der Suche nach jeweiligen Ursachen. Über solche gibt es natürlich keine einhellige Meinung. Das Forum hat inzwischen mehr als 16.000 Mitglieder. Und - es versteht sich nicht als persischer Gottesstaat, mit Ayatollah Marcel an der Spitze, der per Fatwa „regiert“.
Joachim schreibt ganz richtig, sehr viele suchen nach der Wunderpille, die ihre Symptome zum Verschwinden bringt. Der häufig geäußerte Vorschlag Ernährung und Lebensgestaltung unter die Lupe zu nehmen, stößt nicht immer auf Gegenliebe. Also wird auch hier an Symptomen herumgedoktert. Wer sich aber die Mühe macht, zum Beispiel die Forumseinteilung ein wenig näher unter die Lupe zu nehmen, kann die Absicht des Forums auch dort ablesen.

Viele Grüße, Horaz
 
Beitritt
07.05.04
Beiträge
1.918
Hallo panique,

ich finde es merkwürdig, daß Du mit einem zweiten Nick unterwegs bist. Das ist in meinen Augen einfach nur feige.

Niemand hier hat etwas gegen eine ehrliche Grundsatzdiskussion in Sachen HPU/KPU, im Gegenteil. Dazu gibt es aber bereits einen Thread. Dort hättest Du die Diskussion sachlich weiterführen können. Aber ohne Polemik und mit konkreten, beweisbaren Argumenten.

Auch ich finde die offizielle Theorie bezüglich HPU/KPU als sehr zweifelhaft, was ich in verschiedenen Beiträgen auch immer wieder betont habe. Aber: es gibt nun mal diesen Stoff, den man im Urin von Leuten findet, die alle ähnliche Symptome und eine lange erfolglose Krankengeschichte hinter sich haben. Und es gibt Vitamin B6 und Zink und ein paar andere Stoffe, die der Mehrheit dieser Leute deutlich helfen. Warum sich also nicht zusammentun und sich gegenseitig helfen?

Auch ich bin immer noch nach der Suche nach den eigentlichen Ursachen von KPU/HPU. Eine Zeitlang hatte ich mal gedacht, Quecksilbervergiftung könnte die Ursache von HPU/KPU sein. Nach 4 Jahren Quecksilberausleitung glaube ich das nicht mehr, obwohl mir die Quecksilberentgiftung mehr gebracht hat, als die KPU-Medikamente.

Da ich fast 50 Jahre nur Trinkwasser aus Bleileitungen hatte, lag der Verdacht nahe, daß KPU/HPU eine Folge von Bleivergiftung ist. Ein Ausleitungsversuch mit DMSA in diesem Frühjahr endete mit massiven Beschwerden. DMSA leitet nicht nur Schwermetalle aus, sondern auch die guten Metalle, bei denen beim KPU'ler eh schon Mangel ist. Daher kann ich zu der Theorie KPU = Bleivergiftung noch nichts abschließendes sagen.

Was würdest Du an meiner Stelle machen, wenn Du Moderator des KPU-Forum wärst? Es schließen, weil die Theorie nicht klar ist, weil Ärzte es nicht anerkennen, es von der Wissenschaft ignoriert wird? Was wird dann mit den Leuten, denen wir oft mit Ratschlägen weiterhelfen konnten? Sollen sie sich Deinen Beitrag ausdrucken und über das Bett hängen? Und dann weiter erfolglos von Arzt zu Arzt rennen? Oder ist es nicht sinnvoller, sie probieren Vitamin B6/P5P/Depyrrol/Zink usw.? Lies mal die Beiträge hier. Es gibt viele Leute, denen die KPU-Behandlung sehr, sehr gut tut.

Ich probiere einmal im Jahr, ohne KPU-Medikament auszukommen. Schon, um den Erfolg meiner Entgftungsmaßnahmen zu überprüfen. Ich halte das aber maximal ein paar Wochen aus, dann kehre ich reumütig zu meiner KPU-Behandlung zurück. Ich brauche es einfach!

Klar gibt es Leute, bei denen die klassische KPU-Behandlung nicht anschlägt oder es gar eine Verschlechterung gibt. Mein jüngerer Sohn gehört dazu.
Bloß, wie sieht denn die schulmedizinische Behandlung aus? Mein Sohn hat ein Belastungs-EEG, was epileptische Absencen zeigt. Darauf hin kam er in eine Spezialklinik, in dem ein Ruhe-EEG gemacht wurde. Da zeigten sich die Absencen nicht. Folglich postulierte man, daß er diese Störungen nicht hat. So einfach ist das!
Und das ist nur ein Problem von vielen, die er hat. Ich habe aber keine Lust, hier seine ganze Geschichte offenzulegen. Aber ich kann Dir sagen, es ist ein Jammerspiel! Da gibt es niemanden, der ihm ernsthaft hilft/helfen will/helfen kann. Also kann ich ihm nur selbst die wichtigsten fehlenden NEMs geben und damit die Sache etwas mindern. Aber wie gesagt, B6 bzw. P5P geht nicht, da dreht er am Rad.

Ja, und dann gibt es die Leute, denen die KPU-Behandlung prima hilft, die sich wie neugeboren fühlen, wo Dinge wieder möglich sind, die sich nicht mehr für möglich hielten. Sollen sie nun besser ihre KPU-Behandlung abbrechen, nur weil die Theorie zweifelhaft ist?

Und wer glaubt, eine KPU/HPU liese sich mit gesunder Ernährung heilen, der hat selbst keine KPU oder keine Kinder mit KPU. Denkt Ihr nicht, wir hätten das nicht intensiv versucht?

So, und nun seid Ihr dran, Ihr ach so klugen Kritiker. Nehmt Euch hier im Forum der verzweifelten und hilfesuchenden Leute an. Helft ihnen wirklich und begleitet sie zur Gesundheit. Zeigt ihnen die Ärzte, die sie wieder gesund machen. Beweist ihnen die wirklichen Ursachen ihrer Beschwerden.
Alles andere ist nur sinnlose Polemik, die niemanden wirklich hilft.

Oder beteiligt Euch an einer sinnvollen Grundsatzdiskussion über HPU/KPU im zugehörigen Thread. Helft mit, die wahren Ursachen von HPU/KPU aufzudecken. Das geht aber nicht mit Beiträgen im Stil: HPU/KPU ist Mumpitz. Da muß man schon mal sein Hirn anstrengen und stichhaltige Argumente finden. Und da wir hier das Ende der Symptombekämfung wollen, sind natürlich die Beiträge am willkommensten, die sich den wahren Ursachen von KPU/HPU nähern. Wenn aber jemand immer wieder behauptet, die Ursache von HPU/KPU ist die Quecksilbervergiftung, dann zeigt das, daß er sich mit den Beiträgen hier nie ernsthaft auseinandergesetzt hat, er kein ernsthaftes Interesse an der Ursachenfindung hat. Mein Beispiel zeigt doch sehr deutlich, daß Quecksilbervergiftung keine Ursache für KPU sein kann, dafür aber eine häufge und behandlungswürdige Begleiterkrankung von KPU ist.

Wer ernsthaft daran interessiert ist, Betroffenen zu helfen, ist herzlich eingeladen, dies hier zu tun. Aber mit konkreter Hilfe.
Liebe Grüße

Günter
 
Beitritt
05.09.08
Beiträge
3.876
Zu allererst: HPU/KPU ist keine Krankheit. Es ist ein Stoffwechselmarker. Mehr nicht. Damit kann man Stoffwechselprozesse nachweisen

Das stimmt. Allerdings kann die typische KPU Zink/Vitamin B Therapie sehr hilfreich sein in manchen Fällen.

Um ehrlich zu sein ist die Sache nicht so einfach wie du tust, die wenigsten Ärzte können nämlich KPU Symptome wirklich gut behandeln deshalb verstehe ich wenn sich die Leute selbst therapieren.

Aber ich denke du hast recht, KPU/HPU ist in den wenigsten Fällen ein genetischer oder angeborener Defekt, oder eine Stoffwechselabnormalität die immer da sein muss. Trotzdem kann eine KPU Therapie hilfreich sein deshalb finde ich auch dass die KPU eine Existenzberechtigung hat.

daher mein knapper tip: hört auf euch im internet schwammige selbstdiagnosen zusammenzukleistern und fangt an saubere symptonlisten zu erstellen und geht damit zu allen möglichen ärzten und macht alle möglichen test bei DENEN ! lasst euch beraten, weiterempfehlen und macht euch bei OFFIZIELLEN stellen, zB den diabetes/adhs/sd-verbänden schlau, lest RICHTIGE publikationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und deren Forschungsinstitute..

Allesamt ziemlich wertlose Quellen was KPU Symptombehandlung anbelangt. Wenn es so einfach wäre diese Symptome zu behandeln würden die Leute einfach zum Arzt gehen, und wären ihre Symptome los. Das passiert aber nicht. Deshalb suchen die Leute nach Alternativen.
 
Zuletzt bearbeitet:
regulat-pro-immune

Zitrone

Wenn es so einfach ist, dann wuesste ich gern, was ich noch machen soll: dauernde Infekte seit ich 3 Wochen alt bin (da kam der 1., den ich fast nicht ueberlebt habe). PMS in Extremstform: teilweise mit Ohnmachtsanfaellen vor Schmerzen, Migraene, die mich von der Arbeit ausfallen laesst etc: wird immer schlimmer: zieht sich nun fast ueber 14 Tage... ganz zu schweigen von der Laune/Aggressionen/Depressionen, die damit einher gehen.

Ich fasse mal zusammen, was von den Schulmedizinern kam ueber die Jahre: Oestrogenpille, Progesteronpille, Antidepressivum (daraufhin Tinnitus bekommen: daraufhin CT, MRT, Kortion :mad:), Therapie, Ueberweisung zum Endokrinologen. Hat irgendwas davon meine koerperlichen Beschwerden weggezaubert: nein.

Vom Naturheilmediziner: hochdosiert NEM, Ausleitung mit DMSA, SChilddruesenhormone (fuer leicht unterfunktionierende Schilddruese), Progesteroncreme.

Von mir selbst: NEM, komplette ERnaehrungsumstellung auf organic food, vegetarisch, kein Alkohol mehr, kein Kaffee mehr, kein Zucker mehr, teilweise kein Weissmehl mehr und und und. Gemuese-shakes etc. Detox Kur. Behandlung mit Massagen, mit Aromaoelen, ...

NICHTS hat wirklich was gebracht, ausser ein tiefes Loch in meinen Geldbeutel und zusaetzliche Probleme (wie z.B. der Tinnitus durchs AD, erhoehte Krebsgefahr durch Sinnlosigkeiten wie CTs, Bauchspeicheldruesenprobleme von DMSA.....

Mein Fazit: ich kann euch nicht sagen, wie FROH ich waere, wenn ich mich hier unter HPU einordnen koennte. Einfacher geht es ja wohl nicht: P5P, Zink und Mangan nehmen. 10 Tage bin ich jetzt dabei und ich traeume, wie ich noch nie getraeumt habe. Jetzt bin ich mal gespannt auf PMS und co. Bin aber gerade noch dabei mich von der 6. Bronchitis dieses Jahr zu erholen (ging schon los vor Einnahme von P5P und co.

:rolleyes:

PS: falls ich was uebersehen habe, was ein SChulmediziner noch fuer mich machen kann: bitte her damit.

PPS: ich hab das ganze seit GEburt. Meine Eltern haben mich als Kind schon zu Bluttests geschickt, weil ich dauernd krank war. Verschlimmert hat sich das ganze dann nochmal mit Eintritt der Periode. Und ich hab ausreichend Geschwister, die das alle nicht haben, aber den gleichen Schwermetall- und sonstigen Belastungen ausgesetzt waren.
 
Themenstarter
Beitritt
12.06.09
Beiträge
3
@Günther

unterstell mir hier nicht daß ich "feige" bin oder irgendwas weil ich obigen beitrag mit diesem nick verfasst hab. das hat einfach nur damit zu tun daß ich mich nicht in meinen accoutn einloggen (warum weiss ich jetzt 1,5 jahre später auch nicht mehr) konnte und daher einen neuen erstellt hab.

um deine argumente aufzugreifen: nun ja, man sollte - gerade bei diesen internetselbsthilfeforen - sehr sehr kritisch sein, vor allem wenn dubiose dinge wie HPU/KPU aufgebauscht werden ! alternative med hin oder her, hpu/kpu is ne sache die weltweit (!) von nur einer handvoll ärzten überhaupt beforscht wird, medikamente (die so mies verpackt sind daß sie in dland keine zulassung bekommen würden) gibts verblüffenderweise nur bei einer holländischen briefkastenfirma und - killerargument ! - es gibt eigentlich nicht einen einzigen fall wo jemand geheilt wurde oder WIRKLICHE besserung erfahren hat.

ich sage (wie jeder gute arzt): "was heilt, ist gut !". wenn die o.g. vitamine leuten helfen würden wäre ich der erste die um ne anerkennung der krankheit kömpfen würde. aber es gibt keine erfolge damit. ich hab hier mal ne umfrage gestartet, da war nicht ein fall dabei wo jemand gesagt hat "hey, DAS war die lösung".

viel mehr sollte die leute im forum anerkennen daß hohe vitamingaben generell das immunsystem pushen und so ziemlich jede krankheit erstmal eindämmen (!), die klassischen wunderheiler/krebsheiler in den 80ern haben das (unbewusst!?) ganz gut gezeigt. klar daß man was merkt wenn man sich überdosen Bx einbaut. sorry, aber ich vertraue einem 60-jährigem medizinalrat der aus der forschung kommt mehr als 2 relativ schlechten ärzten die nicht ansatzweise heilungserfolge nachweisen können !

so, da hier im forum in all denjahren bezüglich HPU/KPU so gut wie KEINE nennenswerten erfolge zustande kamen sollte man das thema wirklich kritisch sehen.
 
Beitritt
11.08.10
Beiträge
249
Hallo Günther und Oregano!

Tolle Beiträge stimme euch voll zu!:wave:



Hallo Panique!

Wenn nicht so viele Menschen von Schulmedizinern enttäuscht wären,wären sie wohl nicht hier!Wir selber haben so viele Schulmediziner mit sämtlichen Tests durch,dass ich sagen muß -KEINER hat weitergeholfen.
Ich gebe dir Recht,dass Hpu/Kpu eine Stoffwechselgeschichte ist.Nahrungsmittelunverträglichkeiten,Schwermetalbelastung usw mit Einbegriffen.
Ich habe aber das Gefühl,dass du hier nur gegen Keac einen persönlichen Krieg starten möchtest.Es gibt noch andere Institutionen und Quellen die über HPU/KPU berichten(Kleiner Ausschnitt:Leben mit Kryptopyrrolurie von J.Strienz).Und in einer Sache muß ich dich wohl enttäuschen,denn es gibt sehr wohl Schulmediziner und Homöopathen/Heilpraktiker die sich mit Hpu/Kpu auskennen und eine Behandlung unterstützen.Natürlich gehört dazu mehr,als nur ein paar Nems einzunehmen.Sicher sollte man auch nicht die anderen Aspekte(wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten usw) ausser Acht lassen.Ich kann dir nur sagen,es gibt POSITIVE Behandlungserfolge nach einer Hpu/Kpu Behandlung.Warum findest du denn dazu keine Berichte?Ganz einfach-hier findest du meistens die (verzweifelten?-von der Schulmedizin oder unseriösen Heilpraktikern alleine gelassenen Menschen).Wenn dir aber dann geholfen wird und sei es Aufgrund eines Forums,dass du Informationen erhälst,die du natürlich kritisch aussieben und überprüfen musst(durch Überprüfungen bei Homöopathen;Heilpraktiker;Schulmediziner-mit sämtlichen nötigen Testverfahren,Keac-oder anderen Labors) und du kommst zu einem Resultat und hast das Glück,dass es dir besser geht-dann gibt es oft keinen Grund mehr sich in einem Gesundheitsforum auszutauschen.
Schade,wenn dann die positiven Erfolge nicht so lang beschrieben werden wie die Krankheitssymtome vorher.(Oft fehlt die Kraft nach jahrelanger Falschbehandlung).Schön wenn dann aber "verzweifelte" Ratsuchende sich mit Menschen austauschen können,die sich in den jeweiligen Rubriken schon fachkundig gemacht haben.Natürlich sind dabei Ratschläge sehr kritisch zu Betrachten und zu hinterfragen.Aber ein Schulmediziner kann dir auch nur die Diagnose dafür geben,womit er sich selber auskennt.Dazu gibt es noch Fachärzte-aber wo bleiben denn dann die "richtigen" Diagnosen?Ich kann garnicht Aufzählen,bei wieviel Schulmediziner/Krankenhäuser wir schon vorstellig waren.Haben entweder keine Diagnose erhalten oder falsche Diagnosen.:mad:
Und nun kommt es-erstmals Besserung in allen Bereichen durch Hpu/Kpu Behandlung.Sogar die vor 10Jahren festgestellte Fructoseintoleranz bei meinem Sohn-stellt sich mitlerweile als eine "maskierte"Fructoseunverträglichkeit heraus.Wir sind sicher erst am Anfang unserer Hpu/Kpu Behandlung und von geheilt kann man auch noch nicht sprechen(dafür sind wir zu vorsichtig geworden,nach Jahrelangen Fehl-und Rückschlägen-vor der Hpu/Kpu Behandlung).Aber die Lebensqualität ist enorm gestiegen und da ist es mir total egal,wer dazu beigetragen hat.
Jeder ist für sich selber verantwortlich.;)
Hpu ist wahrscheinlich nur eine Stoffwechselgeschichte im ganzen System.Ich lerne selber jeden Tag dazu und das ist auch gut so.Das Thema ist bei jedem betroffenen Menschen unterschiedlich mit verschiedenen Symtomen.Auch wenn es evtl. nur ein gestörtes "Glied" im gesamten System ist,kann man als Betroffener es nicht ignorieren,denn dann würdest du nie eine Heilung erreichen.:D

Und noch dazu würde ich meine Kinder nie mit unnötigen Nems in unverantwortlicher Weise vollstopfen,aber verschiedene Ärzte haben sie (früher) mit extrem vielen,unnötigen Medikamenten(mit allen Nebenwirkungen) vollgestopft:mad:.Zum Glück haben wir da vor Jahren die Notbremse gezogen und siehe da,seit der Hpu-Behandlung sind keine nennenswerten Erkrankungen mehr vorhanden.Und wenn einem dann gesagt wird,man könnte die Nems vergessen und das mit gesunder Ernährung ausgleichen,kann ich nur sagen,gesunde Ernährung ist wichtig.Haben wir aber nicht erst jetzt erkannt,sondern leben schon IMMER so.Aber die fehlenden Vitamine/Mineralien bei Hpu kannst du nicht mit gesunder Ernährung ausgleichen,höchstens positiv Beeinflussen.

Ich finde man sollte Hand in Hand arbeiten,anstatt Kleinkrieg gegen bestimmte "Bezeichnungen" von Krankheiten/Symtome-nicht Krankheiten oder wie es auch immer Bezeichnet wird ,zu führen.Egal ob Schulmediziner/Heilpraktiker/Labore/Kranker/Gesunder usw.Nur wenn man miteinander spricht kommt man weiter.Was jeder daraus macht oder machen kann,ist jedem selber überlassen!

Schöne Grüsse:wave:
Maya3
 

Zitrone

Ich kann nicht ganz folgen. Wer ist diese Organisation, von der die Rede ist? Die NEM, die man braucht (Zink, Mangan, Vit B6 und B2 oder alternativ P5P) bekomm ich hier in jeder Apotheke. Was bekommt man denn bei euch nur ueber Internetversand??? Klaer mich mal bitte wer auf. Bin relativ neu.

Mir persoenlich stinkt diese Nahrungsmittelunvertraeglichkeitsgeschichte irgendwie. Jeder hat irgendwas: Gluten, Fructose, Histamin oder sonsteine Unvertraeglichkeit? WARUM? Ich persoenlich habe keinerlei Probleme mit dem Darm (endlich mal was, wo ich KEINE Probleme habe).

Mir ist auch gerade egal, ob das nun HPU heisst oder nicht. Es gibt Studien dazu, dass Zink das Immunsystem staerkt und Studien dazu, dass Vitamin B6 bei PMS hilft. Wenn ich das in den Griff kriege und nicht mehr permanent muede bin: dann bin ich schon sehr froh.

Ich kann noch nichts sagen (da ich erst 2 Wochen dabei bin und eh krank). Aber ich melde mich gern rueck in ein paar Monaten.

Und was das (sinnlose) Einschmeissen von NEM angeht... Also, ehrlich: ich hab CT/MRI/Antidepressivum und DMSA und sonstwas hinter mir. Auf einer Gefaehrlichkeitsstufe von 100 ordne ich da die NEM unter 10 ein.
 
regulat-pro-immune
Beitritt
14.04.08
Beiträge
1.944
Hallo Zitrone,

Mir persoenlich stinkt diese Nahrungsmittelunvertraeglichkeitsgeschichte irgendwie. Jeder hat irgendwas: Gluten, Fructose, Histamin oder sonsteine Unvertraeglichkeit? WARUM?

Kann ich dir sagen: Das sind alles nur unterschiedliche Symptome einer gemeinsamen Grundkrankheit, einer systemischen Stoffwechselstörunge, die durch den langjährigen Verzehr vitalstoffarmer Nahrung verursacht wird.

Die FI bspw. basiert auf einer Störung des Fructosetransporters im Dünndarmepithel. Warum ist der gestört? Weil ihm notwendige Stoffe fehlen, um seine Aufgabe zu erfüllen. Bei HI und Glutenunverträglichkeit sind es ähnliche Vorgänge in anderen Bereichen des Organismus.

Mir ist auch gerade egal, ob das nun HPU heisst oder nicht. Es gibt Studien dazu, dass Zink das Immunsystem staerkt und Studien dazu, dass Vitamin B6 bei PMS hilft.

Die HPU ist ebenfalls nur ein Symptom einer Krankheit. Nahrungsergänzungen zu nehmen, bedeutet, die Symptome der Krankheit zu unterdrücken. Das kann manchmal sinnvoll sein, eine Heilung kann dadurch nicht eintreten. Dazu müßte man die eigentlichen Krankheitsursachen abstellen und die findet man nur außerhalb des Organismus.

Wenn ich das in den Griff kriege und nicht mehr permanent muede bin: dann bin ich schon sehr froh.

Wenn du permanent müde bist, würde ein ganzheitlicher Arzt erst einmal nach deinen Lebensumständen fragen (Belastungen in Familie, Beruf, usw.), dann nach deiner Ernährung und dann nach Schadstoffeinwirkungen (bspw. auch Kaffee / Teekonsum, Medikamente, usw.)

Und was das (sinnlose) Einschmeissen von NEM angeht...

Einschmeißen von NEM ist immer sinnlos, wenn man ursächlich denkt. Du stopfst ein Loch und reißt gleichzeitig fünf neue auf, weil für die Verarbeitung der isoliert zugeführten Stoffe immer etliche andere Stoffe benötigt werden, die du nicht zuführst. Wer einen Vitalstoffmangel beheben will, muß zwingend an der Ursache ansetzen und das ist heute in der Regel die übliche Fehlernährung.
 
Beitritt
14.03.07
Beiträge
7.216
Hallo zusammen, hallo Joachim,

Einschmeißen von NEM ist immer sinnlos, wenn man ursächlich denkt. Du stopfst ein Loch und reißt gleichzeitig fünf neue auf, weil für die Verarbeitung der isoliert zugeführten Stoffe immer etliche andere Stoffe benötigt werden, die du nicht zuführst. Wer einen Vitalstoffmangel beheben will, muß zwingend an der Ursache ansetzen und das ist heute in der Regel die übliche Fehlernährung.

Ursächliches Denken ist eine Grundvoraussetzung, um wieder gesund zu werden.

Eine erste Säule und auch die wichtigste zur HPU-Behandlung sollte die "richtige Ernährung" sein.

Aber sich heutzutage richtig ernähren und damit den ganzen benötigten Vitamin und Mineralstoff-Bedarf bei einer HPU-Symptomatik zu decken, denke ich mir, ist nicht so einfach, wie Du es Dir vorstellst.

Meinst Du tatsächlich, dass Mutter Erde uns noch genauso die Nährstoffe zur Verfügung stellt, wie früher, (bevor es die vielen Umweltverschmutzungen, den Klimawandel etc.) gegeben hat?

Meinst Du, dass unsere Pflanzen (auch die biologisch angebauten) und die Mutter Erde tatsächlich noch so vom Regen (in der Reinheit) bewässert werden, wie vor 50 Jahren?

Meinst Du, dass uns das Meer noch den Fisch zur Verfügung stellt ohne gleichzeitige Schadstoff- und Toxinbelastung? Vielleicht mit ein wenig Glück!

Meinst Du, dass der Sauerstoff (damit möchte ich vor allem die Großstadt ansprechen), den wir täglich einatmen noch von einer gesunden Qualität ist?

Darüber würde ich mir ursächlich Gedanken machen, bevor ich ein Fazit über eine Fehlernährung hier in der HPU-Rubrik schreibe.


Herzliche Grüsse
Kayen
 
Beitritt
30.11.08
Beiträge
58
Hallo liebe HPU/KPU'ler und Interessierten,

kann mich nur den letzten Meinungen anschließen:

(1) Sicherlich ist beim derzeitigen Stand der (alternativen) Medizin noch ganz vieles im argen bzgl. HPU/KPU (Ursachen, Zusammenhänge, ..), dabei

(2) stimme ich der "Thread Starterin" inhaltlich dazu bei, dass aus meiner Sicht die Depyrrol Produkte wirklich zu teuer vermarktet werden (Preis/(Leistungsverhältnis) und die Rahmenorganisation bei KEAC teilweise laienhaft organisiert ist (habe in diesem Bereich ein paar negative Erfahrungen gemacht), aber

(3) eine Hasstriade aus welchen Gründen auch immer gegen KEAC,engagierten Ärzten in diesem Bereich und dazu HPU/KPU in Frage zu stellen auf niederiger Beweis- und Informationslast, halte ich für absolt unpassend und schräg!:)

Wenn du so schlechte Erfahrungen gemacht hast liebe Thread Starterin, solltest du mit jemandem geeigentem vielleicht deine negativen Emotionen aufarbeiten! ;)

Viele Grüße

Hoga
 
Beitritt
14.04.08
Beiträge
1.944
Halo Kayen,

Aber sich heutzutage richtig ernähren und damit den ganzen benötigten Vitamin und Mineralstoff-Bedarf bei einer HPU-Symptomatik zu decken, denke ich mir, ist nicht so einfach, wie Du es Dir vorstellst.

Das hängt von der Sichtweise ab. Ja, man kann den Bedarf problemlos mit der Ernährung decken. Nein, einfach ist das nicht immer, weil die Menschen sehr an ihrer gewohnten Lebensweise und Ernährung festhalten.

Meinst Du tatsächlich, dass Mutter Erde uns noch genauso die Nährstoffe zur Verfügung stellt, wie früher, (bevor es die vielen Umweltverschmutzungen, den Klimawandel etc.) gegeben hat?

Ja. Das ist auch nachgewiesen. -> Max-Rubner-Institut, Verzehrsstudie II.

Eventuelle Vitalstoffmängen entstehen nicht, weil nichts mehr in den Lebensmitteln enthalten wäre, sondern weil wir die Vitalstoffe durch die fabrikatorische Verarbeitung weitgehend zerstören. Das heißt, die Betroffenen müßten erst einmal den Schritt machen weg von Fabriknahrungsmitteln und hin zu einer möglichst naturbelassenen Ernährung.

Meinst Du, dass unsere Pflanzen (auch die biologisch angebauten) und die Mutter Erde tatsächlich noch so vom Regen (in der Reinheit) bewässert werden, wie vor 50 Jahren?

Die Frage ist, ob die Vitalstoffversorgung ausreicht und das ist der Fall. Wäre es nicht der Fall, könnte die Pflanze erst gar nicht wachsen, da sie selbst auf diese Stoffe angewiesen ist. Es kommt bei der Ernährung auch nicht auf die Mengen einzelner Stoffe an, sondern auf das Verhältnis der Stoffe zueinander und zu den verzehrten Nährstoffen. Bei naturbelassenen Lebensmitteln ist das immer der Fall, aber eben nicht mehr, sobald man sie verarbeitet.

Meinst Du, dass uns das Meer noch den Fisch zur Verfügung stellt ohne gleichzeitige Schadstoff- und Toxinbelastung? Vielleicht mit ein wenig Glück!

Nein, aber um Schadstoffe geht es ja auch nicht. Die Lösung ist in diesem Fall relativ einfach: Keinen Fisch mehr essen. Natürlich sind auch Pflanzen belastet, aber man muß hier erst einmal trennen zwischen Schadstoffbelastung und Vitalstoffgehalt der Nahrung. Beides hat erst einmal nichts miteinander zu tun.

Meinst Du, dass der Sauerstoff (damit möchte ich vor allem die Großstadt ansprechen), den wir täglich einatmen noch von einer gesunden Qualität ist?

Sicher ist er das, er verändert sich ja nicht. Das Problem sind die Schadstoffe in der Luft.

Ich gebe dir insofern Recht, als Schadstoffe natürlich in jeder Form zur Entstehung einer Krankheit beitragen können, aber Stoffwechselstörungen sind nun einmal typisch ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten. Zudem lassen sich Ernährungsgewohnheiten in Sekunden ändern, während man an den Schadstoffen in der Regel nur wenig bis gar nichts ändern kann. Es macht daher Sinn, erst einmal dort anzusetzen, wo der geringste Aufwand den größten Erfolg verspricht.
 

Zitrone

Hallo Joachim und alle anderen.

Dazu hab ich ein paar Fragen.

1. Das Kind meiner Bekannten hat eine FI. Es hatte bis zum Auftreten nur Brustmilch und bio-dyn Brei bekommen. Die FI trat auf (wie so oft) nach einem Magendarminfekt. Wie passt das mit deiner These zusammen?

2. Was ist die Krankheitsursache (was koennte sie sein), wenn man seit Geburt an extrem infektanfaellig ist und seit Einsetzen der Periode extreme PMS hat (hormonell alles ok). Essgewohnheiten: wie Geschwister, aber nur eine hat das Problem.

Permanente Muedigkeit: Mir wurde dafuer vom Mediziner ein AD gegeben (das sei bestimmt eine versteckte Depression). Fazit: das Medikament hat mich dann voellig ausgeknockt. Danach Amalgam raus, Ausleitung blablablubb. Ja, stehe unter enormen Stress, aber kann den auch nicht abstellen. Auch die familiaeren Belastungen kann ich nicht auf Knopfdruck abstellen.

Ernaehrung: ich ernaehre mich seit 2 Jahren sehr gesund. Seit 1 Jahr extrem gesund. Kaffee trink ich seit 1 Jahr gar keinen. Tee auch nicht (hat ja auch Koffein). Zucker nur Rohrzucker oder Agavendicksaft (selten Honig). Kaum Fleisch (extrem selten), kein Alk, keine Fertignahrungsmittel (nie). Obst und Gemuese weitgehend organisch.

Der Naturheilpraktiker hat reingehauen mit NEM (ganz wild drauf los: Eisen und Konsorten, obwohl ich laut Schulmedizin ueberhaupt keinen Mangel hatte).

Der ganzheitlich arbeitende Mediziner murkst ein wenig rum mit DMSA, Schweineschilddruesehormonen, was fuer die Nebennieren etc.

Ich wuenschte WIRKLICH, dass ich berichten koennte, dass die Ernaehrungsumstellung die grosse Wende gebracht hat. Hat sie aber nicht. :confused: Meine Haare sind schoener, meine Haut sieht besser aus, aber die Grundprobleme sind geblieben. Die immer noch zahlreichen (noch zahlreicher dieses Jahr) Infekte schieb ich mal aufs DMSA. Aber die PMS: da ruehrt sich NIX dran und ich bin es satt. 2 Wochen im Monat kann ich quasi aus meinem Leben streichen.

Vielleicht sind die zig Pillen schuld, die mir ueber die Jahre verschrieben wurden. Vielleicht aber auch nicht, denn muetterlicherseits besteht das gleiche Problem (in Extremform).

Nicht missverstehen. Ich wuenschte, du haettest recht (Joachim) und auch ich finde gesunde Ernaehrung extrem wichtig. Aber mir hilft es nicht ausreichend. Mein problem ist auch nicht durch Mangelernaehrung entstanden. Ich wurde schon so geboren. Krank, schwaechlich, bleich, wenig belastbar. So sieht man mich auf Kindheitsbildern.

LG
 
regulat-pro-immune
Beitritt
14.03.07
Beiträge
7.216
Hallo Joachim,

Ja. Das ist auch nachgewiesen. -> Max-Rubner-Institut, Verzehrsstudie II.

Eventuelle Vitalstoffmängen entstehen nicht, weil nichts mehr in den Lebensmitteln enthalten wäre, sondern weil wir die Vitalstoffe durch die fabrikatorische Verarbeitung weitgehend zerstören. Das heißt, die Betroffenen müßten erst einmal den Schritt machen weg von Fabriknahrungsmitteln und hin zu einer möglichst naturbelassenen Ernährung.

ich finde in der Verzehrstudie II leider nichts, was meine Frage beantwortet.
Das durch fabrikatorische Verarbeitung Nährstoffe zerstört werden, dürfte bekannt sein, zumindest bei Personen, die sich mit der Ernährung auseinandergesetzt haben.
Meine Frage bleibt immer noch: Sind in den natürlichen Nahrungsmitteln genügend Nährstoffe vorhanden, um eine HPU zu behandeln?

Bei HPU geht man von einer zusätzlichen Zufuhr B6 50mg bis 2000mg, Zink mind. 15 mg und Mangan 5 mg zu der üblichen Ernährung aus.

Dazu muss ich selbst sagen, dass ich die Zufuhr von B6 auf max. 50 mg halte.
Nenne Du mir bitte einen Ernährungsplan um diese Zufuhr zu sichern.

Die Frage ist, ob die Vitalstoffversorgung ausreicht und das ist der Fall. Wäre es nicht der Fall,
könnte die Pflanze erst gar nicht wachsen​
, da sie selbst auf diese Stoffe angewiesen ist.

Bist Du in der letzten Zeit mal durch einen Wald gegangen und hast Dir die Bäume angesehen? Hast Du mal die Berichte über blutende Kastanien verfolgt?
Die Pflanzen fallen auch nicht gleich um, wenn Sie die Nährstoffe nicht bekommen. Man sieht es ihnen wahrscheinlich auch nicht gleich an. Aber wenn Sie klagen könnten........................

Nein, aber um Schadstoffe geht es ja auch nicht. Die Lösung ist in diesem Fall relativ einfach: Keinen Fisch mehr essen. Natürlich sind auch Pflanzen belastet, aber man muß hier erst einmal trennen zwischen Schadstoffbelastung und Vitalstoffgehalt der Nahrung. Beides hat erst einmal nichts miteinander zu tun.

Viele HPU-ler weisen eine hohe Schadstoffbelastung auf. Da kann man nicht pauschal sagen auf ein bischen mehr oder weniger kommt es hier nicht an. Da sollte man schon ganz genau gucken.

Es macht daher Sinn, erst einmal dort anzusetzen, wo der geringste Aufwand den größten Erfolg verspricht.

Stimmt, das macht Sinn. Der geringste Aufwand wäre für mich eine ausgewogene Ernährung und zusätzlich die für HPU-angezeigten Neems.


Herzliche Grüsse
Kayen
 
Beitritt
14.04.08
Beiträge
1.944
Hallo Zitrone,

Ich kann dir natürlich auch keine fertige Lösung anbieten, das kann eigentlich nur ein ganzheitlich orientierter Arzt, der sich mit den Ursachen auch auskennt. Ich kann gerne versuchen, die Zusammenhänge aus meiner praktischen Erfahrung als Gesundheitsberater GGB heraus zu erläutern. Entscheiden, was Sinn macht, kannst nur du alleine, ich will dir da auch nichts aufdrängen.

Um das sinnvoll zu erklären und Mißverständnisse zu vermeiden, muß ich mal kurz ein wenig ausholen...

Das ganze Problem dreht sich zunächst einmal um die eigentlichen Ursachen der jeweiligen Krankheit. Wenn wir davon ausgehen, daß die Natur uns nicht als Fehlkonstruktion ins Rennen geschickt hat, dann muß jede Krankheit auf eine äußere Einwirkung auf unseren Organismus zurückgehen. Diese äußere Einwirkung, die eigentliche Ursache der Krankheit, zeigt sich dann in Form unterschiedlicher Symptome und das gesamte Erscheinungsbild nennen wir dann Krankheit.

Die eigentlichen Krankheitsursachen liegen also immer außerhalb des Organismus. Und da es immer längere Zeit dauert, bis sich aus den Ursachen eine Krankheit entwickelt, liegen die eigentlichen Ursachen auch immer in der Vergangenheit. Alles andere, was wir im Krankheitsfall am und im Organismus vorfinden, sind die Folgen dieser eigentlichen Krankheitsursache.

Das bedeutet aber, daß wir, wenn wir im Organismus eingreifen - sei es durch Medikamente, Operationen, Nahrungsergänzungen, usw. - immer nur auf die Symptome einwirken. Solange aber die eigentlichen Ursachen weiter bestehen, kann es dadurch natürlich nie zu einer Heilung kommen, sondern nur zu einer Unterdrückung von Symptomen. Will man tatsächlich eine Heilung erreichen, dann muß man zwingend die eigentlichen Ursachen finden und abstellen. Die Frage ist also: Wo liegen die eigentlichen Ursachen der jeweiligen Krankheit? Glücklicherweise ist das meist relativ einfach, denn im Grunde gibt es für Krankheiten nur drei wirkliche Ursachenbereiche: Ernährungsfehler, Schadstoffeinwirkungen und Belastungen im psychosozialen Umfeld.

Aus einem oder mehreren dieser drei Bereiche entsteht letztendlich die Krankheit. Also muß man, um eine Heilung zu erreichen (sofern das bei der jeweiligen Krankheit möglich ist), auch in diesen drei Bereichen aktiv werden. In der Praxis sind etwa 80% der heutigen Krankheiten primär ernährungsbedingt, den Rest teilen sich Schadstoffe und lebensbedingte Ursachen.

Die Fruktoseintoleranz ist bspw. eine Krankheit die typisch ernährungsbedingt ist (was bedeutet, daß sie in Einzelfällen auch andere Ursachen haben kann, meist im Bereich Schadstoffe).

Ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten sind nun etwas ganz besonderes, denn in der Regel sieht man die Ernährung gar nicht als Ursache von Krankheiten. Das liegt daran, weil unser Organismus Ernährungsfehler lange Zeit ausgleichen kann und so die Folgen der Fehlernährung erst viele Jahre später auftreten. Tatsächlich entwickeln sich die ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten über viele Generationen hinweg. Früher traten diese Krankheiten nur im Alter auf (weshalb sie zuerst fast alle als "Alterskrankheiten" galten), aber da die durch die Fehlernährung verursachten Störungen des Organismus an die nächste Generation weitergegeben wird, traten sie mit jeder Generation immer früher auf. Heute sind wir so weit, daß schon Säuglinge und Kinder an Krankheiten leiden, die früher nur im Alter auftraten - bspw. Diabetes. Diese Vererbung über die Generationen hinweg ist nichts neues und wurde schon Anfang des 20. Jahrhunderts beobachtet (Bernasek bspw.), aber erst in jüngerer Zeit hat man den zugehörigen Mechanismus entdeckt. Die Epigenetik erforscht diese Zusammenhänge.

Die ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten begannen ihren Siegeszug vor etwa fünf Generationen, als man begann, die Nahrung nicht mehr frisch vom Erzeuger zu kaufen und zu verarbeiten, sondern stattdessen fertig verarbeitete Produkte der aufkommenden Nahrungsmittelindustrie zu verwenden.

Unser Nahrung besteht aus den Nährstoffen (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße) und Tausenden von Vitalstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, ungesättigte Fettsäuren, Faser- und Aromastoffe), die unser Organismus benötigt, um die Nährstoffe richtig verarbeiten zu können. Nun sind diese Vitalstoffe aber sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen und werden durch Hitze, Sauerstoff, Licht, usw. mehr oder weniger stark zerstört. Je stärker die Nahrung also verarbeitet wurde, umso weniger Vitalstoffe enthält sie. Ernährt man sich nur von stark verarbeiteten Nahrungsmitteln, dann leidet der Organismus unter einer permanenten Mangelsituation. Die daraus entstehenden Stoffwechselstörungen führen dann im Lauf der Zeit zur Ausbildung unterschiedlicher Krankheiten bzw. Symptome - und zwar je nach ererbter Konstitution zu ganz unterschiedlichen, je nachdem, welcher Stoffwechselbereich am anfälligsten ist. Deshalb bekommt auch nicht jeder die gleiche Krankheit.

Gerade die konservierten und sterilisierten Produkte der Nahrungsmittelindustrie machen heute in Deutschland rund 75% der Ernährung aus. In den USA sind es bereits 95%. Daß der Organismus in solch einer Situation permanent unter Stoffwechselstörungen leiden muß, ist verständlich.

Die Hauptfehler in der Ernährung sind neben dem generellen Verzehr von Konserven und Präparaten vor allem der Verzehr von raffinierten Kohlenhydrate (Fabrikzucker, Auszugsmehle), von Fabrikfetten (Margarine, raffinierte Öle) und ein zu geringer Frischkostanteil in der Ernährung.

So viel zum kurzen Ausholen... ;)

1. Das Kind meiner Bekannten hat eine FI. Es hatte bis zum Auftreten nur Brustmilch und bio-dyn Brei bekommen. Die FI trat auf (wie so oft) nach einem Magendarminfekt. Wie passt das mit deiner These zusammen?

Die erworbene FI entsteht ja, weil der Transportmechanismus für Fructose im Dünndarmepithel plötzlich nicht mehr korrekt funktioniert. Die Fructose kann nicht resorbiert werden, gelangt in den Dickdarm und wird dort von Bakterien verstoffwechselt, was zu Blähungen und Durchfall führt. Die Störung des Transportsystems kann nun unterschiedliche Ursachen haben. Wenn die FI nur kurzzeitig auftrat, dann lag die Ursache meist darin, daß die Schleimhaut des Darms durch Schadstoffe geschädigt wurde, bspw. durch Gifte oder Medikamente. Bei einer chronischen FI muß man sich fragen, was denn das Transportsystem vom Funktionieren abhält. Entweder es liegt eine andere Krankheit vor (bspw. eine Zöliakie), dann muß man deren Ursache finden und abstellen - oder der Transportmechanismus funktioniert deshalb nicht mehr, weil die dazu nötigen Stoffe nicht ausreichend verfügbar sind. Das ist dann in der Regel ein Ernährungsthema.

Im vorliegenden Fall müßte natürlich erst einmal der Arzt ganzheitlich klären, welche Ursachen in Frage kommen. Der Magen-Darm-Infekt verschlimmert natürlich die Situation des Transportsystems, so daß eine latente FI sich dann durchaus zum ersten Mal zeigen kann. Daß sich die Krankheit bereits beim Säugling zeigt, der ja gestillt wurde und nicht viel Gelegenheit hatte, sich falsch zu ernähren, kann mehrere Gründe haben:

1. Die oben beschriebene Vererbung über die Ernährung der Vorfahren
2. Die Ernährung der Mutter
3. Die Ernährung des Kindes nach der Stillzeit.
4. Medikamenteinwirkungen und andere Schadstoffe

Gerade der Brei ist eine klassische Fehlernährung. Auch wenn er biologisch ist, besteht er aus raffinierten Kohlenhydraten und fördert dadurch die Entstehung solcher Krankheiten.

2. Was ist die Krankheitsursache (was koennte sie sein), wenn man seit Geburt an extrem infektanfaellig ist und seit Einsetzen der Periode extreme PMS hat (hormonell alles ok). Essgewohnheiten: wie Geschwister, aber nur eine hat das Problem.

Eine erhöhte Infektanfälligkeit ist ebenfalls typisch ernährungsbedingt, es spielen aber auch hier zusätzlich Schadstoffe und belastende Lebenssituationen eine Rolle. Etwa ein Drittel aller Kinder sind sogenannte "lymphatische Kinder", die praktisch jeden Infekt mitnehmen und ständig krank sind. Hier spielt neben einer vitalstoffarmen Ernährung vor allem das artfremde tierische Eiweiß eine wesentliche Rolle, vor allem in Form der Kuhmilch. Das tierische Eiweiß ist für unseren Organismus artfremd und belastet daher sehr stark das Immunsystem. Daraus resultiert dann eine deutlich erhöhte Infektanfälligkeit. Ratsam wäre daher eine tiereiweißfreie, möglichst naturbelassene Ernährung.

Das PMS kann unterschiedliche Ursachen haben, aber aus der Praxis kann ich sagen, daß auch hier die Ernährungsfehler und vor allem das tierische Eiweiß eine wesentliche Rolle spielen. Jedenfalls gibt es Erfahrungen von Leuten, die ihre Ernährung aus anderen Gründen umgestellt haben und nun berichten, daß auch ihre Mens deutlich leichter verläuft und auch das PMS sich stark gebessert hat.

Permanente Muedigkeit: Mir wurde dafuer vom Mediziner ein AD gegeben (das sei bestimmt eine versteckte Depression). Fazit: das Medikament hat mich dann voellig ausgeknockt. Danach Amalgam raus, Ausleitung blablablubb. Ja, stehe unter enormen Stress, aber kann den auch nicht abstellen. Auch die familiaeren Belastungen kann ich nicht auf Knopfdruck abstellen.

Auch hier muß man wieder alle drei Bereich abklopfen. Meiner Erfahrung nach resultiert permanente Müdigkeit in der Regel aus starken lebensbedingten Belastungen (Familie, Beruf, Soziales Umfeld) und vor allem aus dem permanenten Überziehen des eigenen Leistungskontos - meist mit Hilfe von Kaffee oder anderen Genußdrogen.

Die Ernährung spielt da meist eine geringere Rolle, kann aber ebenfalls ursächlich sein. Vor allem nach dem Verzehr von raffinierten Kohlenhydraten kommt es zwangsläufig zu einer Unterzuckerungsphase, die durch Müdigkeit, Unlust, Motivationsmangel, Depressionen gekennzeichnet ist. Neben diesem direkten Effekt wirkt sich die Ernährung natürlich auch generell aus, da auch die Drüsen unseres Hormonsystems darauf angewiesen sind, optimal mit allen nötigen Stoffen versorgt zu werden. Auch Krankheiten der Leber zeigen sich häufig in ständiger Müdigkeit - man sagt ja auch, daß Müdigkeit der Schmerz der Leber wäre.

Die belastenden Lebenssituation, die du schilderst, sind natürlich eine klassische Ursache und erfahrungsgemäß nicht leicht zu lösen, weil wir da sozusagen betriebsblind sind. Was wir selbst sehen, ist im Grund nur die Spitze des Eisbergs an Belastung. Leider sehen wir meist auch nicht die Lösungsmöglichkeiten, weil wir in unserem Umfeld gefangen sind. Aber es gibt immer Lösungen, auch wenn sie mitunter radikal sind - und auch sein müssen, weil man die Krankheit sonst nie los wird. Wenn man Belastungen nicht wirklich abstellen kann, dann sollte man in jedem Fall für Ausgleich sorgen - vor allem mehr Zeit für sich selbst, ausreichend Schlaf und eigene Hobbys sind da sehr wichtig und meist auch realisierbar. Das sind aber Dinge, die man eigentlich mit einem erfahrenen Lebensberater durchsprechen müßte.

Die AD sind natürlich keine sinnvolle Lösung, da sie einfach nur die Symptome unterdrücken und dir quasi eine rosarote Brille auf die Nase kleben. Nimmt man die Brille ab, hat sich an der Situation nichts geändert, also wird man im besten Fall dauerhaft abhängig von diesen Mitteln.

Ernaehrung: ich ernaehre mich seit 2 Jahren sehr gesund. Seit 1 Jahr extrem gesund. Kaffee trink ich seit 1 Jahr gar keinen. Tee auch nicht (hat ja auch Koffein). Zucker nur Rohrzucker oder Agavendicksaft (selten Honig). Kaum Fleisch (extrem selten), kein Alk, keine Fertignahrungsmittel (nie). Obst und Gemuese weitgehend organisch.

Wir können das gerne mal im Detail beleuchten, wenn du möchtest, aber allein die Verwendung von Rohrzucker (ich nehme an, du meinst Rohrohrzucker?) und Agavendicksaft ist schon ein Problem. Beides sind Fabrikzucker und leider keinen Deut besser als normaler Haushaltszucker. Neben Fleisch würde ich bei der beschriebenen Situation auch Fisch, Wurst, Käse, Quark, Eier, Joghurt und Milch meiden - all das ist tierisches Eiweiß. Interessant wäre auch die Frage, welche Backwaren und Mehle du verwendest, denn hier ist nahezu alles, was man kaufen kann, tatsächlich Auszugsmehl - selbst Vollkornbrote. Da sind wir aber schon beim Thema Verbrauchertäuschung... ;)

Der Naturheilpraktiker hat reingehauen mit NEM (ganz wild drauf los: Eisen und Konsorten, obwohl ich laut Schulmedizin ueberhaupt keinen Mangel hatte).

Das Problem bei NEM ist, daß die nur einen Bruchteil der tatsächlich benötigen Stoffe liefern und das auch noch unpassend zu den Nährstoffen, in falschen Verhältnissen und zur falschen Zeit. Auch wenn man damit einzelne Mängel stopfen kann - da zur Verarbeitung dieser isolierten Stoffe wieder andere Stoffe benötigt werden, die der Organismus beisteuern muß, kommt es zwangsläufig zu weiteren relativen Mangelsituationen. Deshalb meinte ich im letzten Beitrag, daß man ein Loch stopft und fünf neue aufreißt. Das ist also keine Lösung, auch deshalb nicht, weil man damit ja die eigentliche Ursache des Mangels überhaupt nicht beseitigt.

Der ganzheitlich arbeitende Mediziner murkst ein wenig rum mit DMSA, Schweineschilddruesehormonen, was fuer die Nebennieren etc.

All das sind Versuche, die Symptome zu unterdrücken. So etwas lindert vielleicht die Situation ein wenig, führt aber nie zu einer wirklichen Heilung. Und natürlich kommen die Symptome dann auch sofort wieder zurück, wenn man diese Mittel absetzt. Das Ziel sollte aber sein, den gesunden Normalzustand des Organismus wiederherzustellen und das geht eben nur, indem man die tatsächlichen Krankheitsursachen findet und abstellt.

Ich wuenschte WIRKLICH, dass ich berichten koennte, dass die Ernaehrungsumstellung die grosse Wende gebracht hat. Hat sie aber nicht. Meine Haare sind schoener, meine Haut sieht besser aus, aber die Grundprobleme sind geblieben.

Was zweierlei bedeuten kann: Entweder die Ernährungsumstellung war nicht konsequent genug (siehe Fabrikzucker) - oder deine Beschwerden haben ihre Ursache gar nicht in der Ernährung. Gerade beim Thema ständig Müdigkeit würde ich zuerst nach belastenden Lebenssituationen fragen.

Die immer noch zahlreichen (noch zahlreicher dieses Jahr) Infekte schieb ich mal aufs DMSA. Aber die PMS: da ruehrt sich NIX dran und ich bin es satt. 2 Wochen im Monat kann ich quasi aus meinem Leben streichen.

Auch bei den Infekten spielen die Belastungen im sozialen Umfeld eine Rolle. So etwas wirkt sich immer auch auf das Immunsystem aus - je mehr Belastung, umso anfälliger werden wir.

Vielleicht sind die zig Pillen schuld, die mir ueber die Jahre verschrieben wurden. Vielleicht aber auch nicht, denn muetterlicherseits besteht das gleiche Problem (in Extremform).

Mit den Pillen wären wir im Bereich der Schadstoffe, aber daran kannst du jetzt ja nichts mehr ändern. Ich halte das auch für weniger wahrscheinlich, sonst hätten sich die Beschwerden mit Absetzen der Pillen ja gebessert. Daß deine Mutter ebenfalls unter dem Problem leidet, läßt vermuten, daß die Ernährung eine gewisse Rolle spielt.

Nicht missverstehen. Ich wuenschte, du haettest recht (Joachim) und auch ich finde gesunde Ernaehrung extrem wichtig. Aber mir hilft es nicht ausreichend.

Kein Problem. Ich möchte dir nichts aufdrängen und ich verkaufe hier ja auch keine Religion. Wenn du aus meinen Zeilen sinnvolle Ansätze ziehen kannst, dann freut mich das, aber wenn du das für unsinnig hältst, dann ist das auch in Ordnung. Wir müssen ja alle unseren eigenen Weg finden. :)

Mein problem ist auch nicht durch Mangelernaehrung entstanden. Ich wurde schon so geboren. Krank, schwaechlich, bleich, wenig belastbar. So sieht man mich auf Kindheitsbildern.

Genau das sind aber tatsächlich die typischen Folgen einer Mangelernährung - nur eben der Mangelernährung der Vorfahren. Und meist auch die einer falschen Säuglingsernährung. Krankheiten sind im Grunde nie wirklich angeboren, auch wenn wir damit zur Welt kommen- wir übernehmen einfach nur die Vorbelastung durch die Fehler der Vorfahren. Und wenn diese Fehler zu massiv waren, dann sind wir eben schon "fehlerhaft bei Auslieferung"... ;) Wichtig ist, daß man nicht resigniert, denn unsere DNA paßt sich permanent an. Es kann also durchaus sein, daß wir solche Krankheiten auch wieder aus der Erblinie eliminieren können, wenn auch meist erst für nachfolgende Generationen.

Ich hoffe, ich habe nicht zu viel geschrieben. Mein Respekt an alle, die bis hierhin durchgehalten haben... ;)
 
Oben