HPU immer eblich?

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Hallo,

bei meinem Sohn (8 Jahre) wurde HPU festgestellt. Ist diese Störung immer vererbt oder kann man sie auch einfach so bekommen? Wenn es erblich ist, würde das ja bedeuten, dass mein Mann oder ich auch HPU haben und dass wir unsere Tochter auch testen lassen müssten.

Ich habe sehr viele Symptome der HPU, aber nur einen Wert von 0,27 (KEAC-Urintest). Mein Sohn hat 0,69 und ist damit knapp positiv, hat auch verschiedene HPU-Symptome.

Ich hatte gehofft, auch bei mir einen Grund für meine Beschwerden zu finden. Nun stehe ich wieder mit einem unauffälligen Laborergebnis da. Ich bin aber ziemlich sicher, dass ich HPU habe.

Kennt sich jemand mit diesen Fragen aus?

Gruß an alle!:confused:
 
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Hallo,
es kann ja sein, daß bei Dir mehrere Sachen zusammenkommen. Z.B. scheinen HPUler oft gleichzeitig auch ihre Probleme mit Histamin zu haben.
Ich habe z.B. irgendwo gelesen, daß erhöhte Uroilinogen-Konzentrationen im Urin die Meßergebnisse stören können.
http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef3/lbef_urobilinogen_im_harn.htm

Ein erhöhtes Urobilinogen weist u.a. auf Leberschäden, mögliche Vergiftungen, einen gestörten Darm usw. hin. Ich denke, da schließt sich wieder ein Kreis, der u.a. auf eine Vergiftung hindeutet. Und es zeigt, daß man wahrscheinlich die HPU/KPU nicht ganz klar von anderen "Fehlfunktionen" abtrennen kann.

Gruss,
Uta
 

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Kate

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Hallo Biene-Maja,

ich kann Uta bestätigen, was das Histamin betrifft. Allerdings ist dies auch ein labortechnisches Stiefkind (ich habe z.B. eindeutig HIT, aber meine DAO arbeitet laut Laborbefund normal...).

Hier noch zwei Beiträge, die ich mal in der Diskussion zu den FAQ geschrieben habe:

Lebenslange Medikation?

Nach Auffassung der Orthomedis ist die Medikation nicht zwangsläufig lebenslang notwendig. Es könne reichen, wenn die Speicher einmal richtig aufgefüllt werden. Die Auskunft bezog sich konkret auf mich - mit einem KP-Wert von 31 µg/dl bei negativem Indikan und einer Menge "typischer" Symptome. Angesichts der Vielfalt der möglichen Ursachen, erscheint mir das plausibel: Wenn ich die Speicher soweit auffülle, dass ich wieder schlafen kann, die Angst- und Unruhezustände und heftigen Stimmungsschwankungen wegfallen - demzufolge auch eine körperliche Erholung eintritt -, sinkt der Stresspegel ganz gewaltig. Und sofern ich diesen niedrig halten kann, wird die Kryptopyrrolausscheidung wohl auch niedriger sein als jetzt.


Verteilung der Kryptopyrrol-Werte

Untersuchte Stichprobe: Alle im Jahr 2004 von Orthomedis auf KPU untersuchten Patienten*

Stichprobenumfang: 7680

(* Anm.: Dies lässt sich selbstverständlich NICHT auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen, da die Untersuchten keine repräsentative Stichprobe darstellen, sondern ?Kranke? sind!)

0 - 15 µg/dl: 11 %
15 - 25 µg/dl: 35 %
25 - 50 µg/dl: 35 %
50 - 100 µg/dl: 17 %
100 - 200 µg/dl: 1 %
> 200 µg/dl: 1 %

Der höchste je gemessene Wert war wohl 990 µg/dl, bei einer sehr kranken Person. An einem konkreten Tag gab es von 86 untersuchten Proben 5 Proben mit Werten unter 15 µg/dl (Werte: 7, 9, 11, 12, 13µg/dl).

Der Indikan-Wert ist bei ca. 80 % der untersuchten Personen positiv. Diese Personen haben meist auch einen erhöhten Kryptopyrrol-Wert, während das umgekehrt nicht gilt.

Als mögliche Ursachen für einen erhöhten Kryptopyrrol-Wert sind der Orthomedis bekannt:

- Medikamente
- Infekte
- Stress (auch bei Leuten mit sonst normaler Ausscheidung nach OPs z.B. drastisch erhöht)
- gestörte Darmflora und damit Nährstoffresorption (-> Indikanwert)
- genetische


Vielleicht bist Du auch einer der seltenen Fälle, die kein HPU, aber KPU haben. Bei den beiden Tests wird zwar etwas Ähnliches im Urin gemessen, aber eben nicht ganz das Gleiche. Du findest darüber einige Diskussionen im Forum...

Bei mir selbst ist auch der KPU-Wert viel signifikanter positiv als der HPU-Wert, obwohl dieser sogar ein 24-Stunden-Test war.

Gruß
Kate
 

Ringelblume

Hallo bienemaja,

Du sagst, Du hast keinen erhöhten HPU-Wert, Dein Sohn sehrwohl. Hast Du Morgenurin eingeschickt oder 24-Sdt.-Sammelurin ?

Ein Fall aus der Praxis: Mutter stellt ihren Sohn (8 J.) vor wegen ADHS. Nach kinesiologischer Testung Verdacht auf HPU, wird durch den Laborbefund bestätigt. Die Symptome der Mutter sind ebenfalls verdächtig. Auch hier zeigt der kinesiologische Test HPU als Problem an. Der Befund ist negativ (Morgenurin). Ich konnte mir nicht vorstellen, dass bei ihr kein HPU vorlag und riet ihr nochmals zum 24-Std.-Sammelurin- Test. Der war positiv, nicht nur grenzwertig.

Grüsse von Ringelblume
 
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Hallo bienemaja,

HPU wird meist über die Mutter vererbt (obwohl es jetzt zunehmend Männer damit zu geben scheint, die vererben das wohl auch, keine Ahnung, ob sich da was verändert hat).
Dein Mann braucht es also nicht notwendig zu haben.
Es gibt auch erworbene HPU/KPU, früher durch die Bleirohre (Bleivergiftung), heute wird oxidativer Stress diskutiert, aber die vererbte Form wird das Häufigste sein.
Es ist aber nur eine Veranlagung, es gibt viele sogenannte latente Genträger, die haben das Gen zwar in sich, aber die Symptome brechen nie aus, weil sie es kompensieren können. Wenn Dein Mann oder Deine Tochter keine Symptome haben, ist ein Test zwecklos, selbst wenn sie das Gen in sich tragen. Es ist dann nur wichtig, davon zu wissen, falls mal der Stoffwechsel destabilisiert (Auslöser kann z. b. eine schwere Krankheit oder eine hormonelle Umstellung wie Pubertät oder Schwangerschaft sein). Ohne Symptome gibt man auch keine Medikamente.
Wie willst Du eigentlich Deinen Sohn behandeln?
Wenn Du HPU-Medis für Deinen Sohn da hast, dann probiere sie doch mal aus - an Hand Deiner Reaktionen darauf kannst Du auch feststellen, in wieweit das auf Dich zutrifft.
 
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Vielen Dank für eure Antworten. Werde nächste Woche zu meinem Arzt gehen, der sich damit auskennt (hat selber HPU).

Ich nehme seit drei Wochen Zink ein, und mir geht es schon besser. Ich werde einfach mal die gängige HPU-Medikation versuchen, denn für weiter teure Tests habe ich im Moment kein Geld.

Wird eigentlich irgendetwas von den Medikamenten von der Krankenkasse übernommen (evtl. für Kinder?)
 

Kate

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Hi bienemaja,

nur der Vollständigkeit halber: Nach Kuklinski gibt es eine vererbbare und eine erworbene Form, wobei für die letztere Chemikalienbelastungen und eine instabile HWS (cervico-cephales Syndrom) - durch die die Blut-Hirn-Schranke beschädigt werden kann - als Ursachen in Frage kommen.

Seine Ausführungen sind detailliert und komplex, falls Dich das interessieren sollte, benutz mal die Suchfunktion, schau in die Threads, in denen das Wort "Mitochondropathie" vorkommt und/oder in die Linkliste.

Gruß
Kate
 
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Die Medikamente werden leider auch für Kinder nicht von der Krankenkasse übernommen.
 
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