HPU-falsch positiv - falsch negativ Werte

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Da mir bis dato diese Aufzählung - vor allem diese der falsch positiv Werte - noch nicht in allen Einzelheiten bekannt war, setze ich diese, zwecks Abgleich, mal hier ein.

Ergo: bei positven HPU Ergebnis, bitte auch diese aufgezählten Erkrankungen sicherheitshalber überprüfen lassen.

Meine Gedanken dazu sind - durch diese Erkrankungen wird die HPL-Ausscheidung angeregt; d.h. m.E., dass trotzdem diese erhöhte Verlust-Menge an den B-Vitaminen Zink Mangan etc. stattfindet und eine Einnahme hilfreich sein könnte.

Ich selbst habe davon MMG (Morbus Meulengracht) und mir hilft die zusätzliche Aufstockung der Vitamine/Mineralien; wenn auch das Einschleichen mühselig war.


Falsch-Positive Werte

Wie bei den meisten anderen Porphyrie-Krankheiten wird auch bei HPU das HPL über den Urin ausgeschieden. Die Konzentration von HPL kann durch eventuelle chemische Belastungen, z.B. Arzneimittel, aber auch durch bestimmte Nahrungsmittel beeinflusst werden. Die höchste Konzentration von HPL findet man überwiegend nach dem Verzehr einer warmen Mahlzeit. Auch die nachfolgenden Krankheiten können das Ergebnis erhöhen: Alkoholismus, Hyperthyreose (erhöhte Schilddrüsen-Aktivität) und Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononucleosus, Infektionskrankheit mit Lymphdrüsenschwellungen), Perniziöse Anämie, das Bartter-Syndrom (eine seltene vererbte Krankheit), Leberzirrhose, das Crigler Najjar Syndrom, Morbus Meulengracht (oder Gilbert-Syndrom), Hepatitis, Sphärozytose (oder Kugelzellenanämie), Malaria, die Sichelkrankheit (Mittelmeeranämie), ein noch nicht lang zurückliegender Herzinfarkt, psychischer Stress oder eine kurz zuvor erfolgte Operation bzw. ein kurz vorher erlittener Unfall.
Falsch-Negative Werte

Wenn Sie in den letzten Monaten regelmäßig Vitamine in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich genommen haben, (in diesem Fall hauptsächlich B-Vitamine wie Vitamin B6, Pyridoxal-5-Phosphat (P5P) oder Biotin (über 1 mg) und/oder eine Kombination der Vorhergenannten mit Zink/ Mangan in Form von Multivitaminen/ Mineralen) kann Ihr Testergebnis dadurch verfälscht, in diesem Fall "falsch-negativ" sein. Die Menge des ausgeschiedenen HPLs sinkt durch die Einnahme von P5P oder Vitamin B6 zwar langsam, kann aber über Monate den Test negativ beeinflussen. In der kurzen Periode, in der Sie keine Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, d.h. direkt vor Ausführung des Testes, wird der Wert wieder etwas zunehmen, aber oft nicht ausreichend, um ein positives Ergebnis zu erzielen. Normalerweise kann man davon ausgehen, dass bei Einnahme von mehr als 100 mg Vitamin B6 über einen längeren Zeitraum (in Perioden von wenig Stress) mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein negatives Ergebnis zu erwarten ist. Das Ergebnis ist auch dann herabgesetzt, wenn man in der Nacht vor dem Test einige Male Wasser gelassen oder Diuretika (Entwässerungsmittel) eingenommen hat. Auch während und in den ersten Tagen nach der Menstruation ist die Menge des ausgeschiedenen HPLs stark herabgesetzt. Desgleichen können bestimmte Medikamente die Menge des HPLs negativ beeinflussen. Zudem haben auch einige sehr spezifische Medikamente Einfluss auf die Höhe des ausgeschiedenen HPLs, darüber hinaus können eine Anämie als ein Mangel an Vitamin B12, eine Sichelzellenanämie und reduzierte Bilirubin-Werte zu einer niedrigeren Konzentration von HPL im Urin führen.


Beste Grüße von Kayen
 
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