Hallo in die Runde :); Rheumatikerin

Themenstarter
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01.08.18
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Hallo zusammen,

mit Ende 20 habe ich nun schon einiges hinter mir und so wie es ausschaut auch noch vor mir.

Ich bin seit 9 Jahren Rheumatikerin, mit z.T. sehr schweren Schüben und habe ein Mastzellaktivierungssyndrom.
Ich nehme täglich Prednisolon, H1 und H2 Blocker und nach einer Clostridien Infektion seit 8 Monaten auch Innovall, ein Probiotikum.

Ich hoffe auf Austausch und neue Ideen, um gesund zu werden. Denn das ist mein Ziel.

Liebe Grüße, Jujusch
 
wundermittel
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10.01.04
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Hallo in die Runde :)

Hallo Jujusch,

als das Rheuma bei Dir angefangen hat, warst Du 11 Jahre alt ... Also auch eine Zeit der hormonellen Umstellung. Ist in der Richtung schon einmal geschaut worden, ob bei Dir evtl. ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron besteht oder etwas in der Art? Nimmst Du die Pille?
...
Entzündungs- und Schmerzprozesse sind sehr komplex (s. o.). Der Körper schüttet Botenstoffe aus (z. B. Prostaglandine und Entzündungsmediatoren), das Gewebe wird „sauer“. Zudem verändern Hormone die Schmerzempfindung: Progesteron und Testosteron z. B. heben die Schmerzgrenze an (man wird unempfindlicher). Das ist wichtig z. B. für die Entbindung am Ende einer Schwangerschaft (hier haben wir extrem hohe Progesteronwerte, die Schmerzschwelle ist sehr hoch). Im Unterschied dazu sinkt in den Wechseljahren zunächst der Progesteronspiegel, die Schmerzempfindlichkeit steigt (bis dann später auch das Östrogen schnell abfällt).

Insofern ist eine genaue Erhebung der Krankengeschichte und dann gegebenenfalls auch die Bestimmung bestimmter Hormonwerte gerade bei Rheuma sehr wichtig für eine gute Therapie. Ich würde also empfehlen, grundsätzlich auch in ein ordentliches Labor zu investieren und an den Ergebnissen die Therapie auszurichten.
...
RHEUMA: Ursachen und Behandlung - Progesteron Stoffwechsel

Gab es etwas Besonders vor 9 Jahren?:
Umzug, Schulwechsel, Traumata, Unfall, Medikamenteneinnahme, Impfung, E-Smog, Giftbelastungen .....

Daß die Ernährung bei Rheuma (welches Rheuma hast Du?) eine große Rolle spielt, dürftest Du längst wissen? Das gleiche gilt natürlich für die MAS:
https://www.mastzellaktivierung.info/de/therapie_ernaehrungsumstellung.html

Ich wünsche Dir viele gute Ideen zum Gesundwerden :)!

Grüsse,
Oregano
 
Themenstarter
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01.08.18
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Hallo in die Runde :)

Hallo Oregano,

vielen Dank für deine Antwort!

Ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Ich bin 29 und das Rheuma hat vor 9 Jahren, also mit 20, angefangen.
Ein Jahr zuvor hatte ich einen schweren Autounfall, zwei Wochen zuvor eine FSME Impfung. Habe schon an beides gedacht.
Die Impfung von einem Osteopathen auch ausleiten lassen.
Den ersten Schub konnte ich erst endgültig beenden, als ich die Pille abgesetzt habe.
Ich hatte dann auch fast 4 Jahre meine Ruhe (zumindest mit dem Rheuma), bevor es richtig los ging.
Eine z.T. Organe (Leber, Milz) betreffende Form der rheumatoiden Arthritis.

Ich persönlich glaube, dass das MCAS bei mir das Rheuma auslöst und auch, dass das MCAS schon sehr meiner Kindheit vorhanden ist. Angefangen mit Asthma, dass mit Anfang der Pubertät kam und dass plötzlich wieder verschwand (tatsächlich habe ich noch nie meine Hormone messen lassen, danke für den Hinweis!). Als Kleinkind habe ich mich praktisch von Antibiotika ernährt, die ersten 5 Jahre meines Lebens, bis ich die Mandeln rausbekommen habe. Einen Darmflora Aufbau gab es leider nie.

Ich wünsche dir einen schönen Tag und nochmals vielen Dank,
Jujusch
 
regulat-pro-immune
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Hallo Jujusch,

.... meine Hormone messen lassen, danke für den Hinweis!). Als Kleinkind habe ich mich praktisch von Antibiotika ernährt, die ersten 5 Jahre meines Lebens, bis ich die Mandeln rausbekommen habe. Einen Darmflora Aufbau gab es leider nie. ...
Das wären ja Ansatzpunkte, was Du tun kannst:
- Hormone messen lassen, evtl. gleich bei einem Therapeuten, der sich mit den sogenannten "naturidentischen Hormonen" auskennt.
Eine mögliche Stelle zur Hormonbestimmung im Speichel wäre hier:
https://hormonselbsthilfe.de

Wenn Du schon früh viele Antibiotika eingenommen hast, wäre eine Darmsanierung und vorerst einmal eine Darmflora-Bestimmung eine gute Sache.
Du könntest aber auch einfach so mit Flohsamenschalen anfangen, evtl. mit Probiotika usw.
Dazu findest Du hier im Forum eine Menge Informationen.

Grüsse,
Oregano
 
Themenstarter
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01.08.18
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Hallo Oregano,

vielen Dank nochmals für die Anregungen!
Momentan mache ich gesundheitlich eher Rückschritte und viele Lebensmittel, die ich mir hart erarbeitet habe, vertrage ich plötzlich nicht mehr.

Ein Darmflora Status ist für mich auch der nächste Schritt.
Ich habe Medivere im Blick (nach Forumssuche), aber bin verunsichert, weil zumindest bei den Clostridien Bakterien weiß ich, dass diese gekühlt und schnellstmöglich untersucht werden müssen, sonst findet man diese nicht.
Wie ist das bei den anderen Bakterien? Macht das so Sinn?
Ich dachte, ich frage einfach mal hier, denn meistens sind die Antworten von einer Firma ja nicht unbedingt neutral ;)

Liebe Grüße, Jujusch
 
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