Der Pharma- und Agrarkonzern
Bayer hat im milliardenschweren US-Rechtsstreit um mutmaßliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Glyphosat einen entscheidenden Erfolg vor dem Obersten Gerichtshof der
USA errungen. Der Supreme Court entschied am Donnerstag, mit sieben zu zwei Stimmen, dass die Zulassungsvorgaben der US-Bundesbehörden Vorrang vor dem Recht einzelner Bundesstaaten haben. Klagen wegen angeblich unzureichender Krebs-Warnhinweise seien unzulässig, da sie zusätzliche oder abweichende Anforderungen an die Etikettierung stellten, als von der US-Umweltschutzbehörde EPA verlangt. Damit entzogen die Richter Tausenden ähnlichen Klagen die Grundlage.
Bei den Anlegern an der Börse herrschte Erleichterung. Die Bayer-Aktie schoss um 20 Prozent nach oben auf ein Vier-Monats-Hoch von 47,50 Euro. Damit steuerte sie auf ihren größten Tagesgewinn seit rund 23 Jahren zu.