Für alle, die schon immer wussten, Therapie is' nix!

wundermittel

Felis

Das muss ich lesen, ich habe beim Überfliegen schon anfangen müssen zu grinsen.
:D:D
 
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Felis

Lachzeit, vielleicht sogar noch länger!
Vielleicht sogar ein Ersatz für jegliche Art von Psychotherapie!


Methodenspezifische Tipps
Psychoanalyse
Psychoanalyse besteht zu einem großen Anteil im Aufdecken des Unbewussten. Fehlhandlungen, auch die des Analytikers, sind hierfür eine dankbare Quelle - das lässt sich bereits bei Freud nachlesen! Es ist kein Zufall, wenn der Analytiker hustet, sich räuspert, die Beine überschlägt, etwas vergisst oder bei der Begrüßung oder Verabschiedung etwas anders macht als sonst. Vielgebrauchte Ausreden von Verhaltenstherapeuten („es menschelt“, „Zufall“, „keine Absicht“ usw.) haben in einer Psychoanalyse nichts verloren. Solche Fehlhandlungen haben eine tiefe, unbewusste Bedeutung, deren Aufdecken und Verstehen entscheidend dazu beitragen, den Analytiker zu durchschauen - was ein Ziel jeder Analyse ist. Daher sollten sie vom Analysanden unbedingt und umgehend analysiert werden. Darum heißt ein Analysand auch „Analysand“ und nicht „Patient“ oder gar „Klient“!
(Fettdruck im Text von mir)

🤣🤣
Den Analytiker zu durchschauen, wegen/anhand seiner "Fehlhandlungen" oder auch einfach so, das wäre bestimmt mein Analyseziel.
Ich bin noch nicht fertig, aber es amüsiert mich köstlich, Gerd.
Vielen Dank für die Aufheiterung.

Liebe Grüße von Felis
 
regulat-pro-immune
Themenstarter
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Der Anfang, aus Tipp A 1
oder: Die Qual der Wahl
Die (mittlerweile überholte) Grundannahme: für jedes Problem gibt es eine ideale Therapiemethode. Um herauszufinden, welche dies ist, verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über die Ansichten und Meinungen sämtlicher Therapiemethoden. Beweisen Sie sich Ihre mentale Offenheit, indem Sie dies auch für jene Methoden tun, die Ihnen spontan nicht zusagen (Tipp für Deutsche: In Österreich gibt es mehr anerkannte Therapiemethoden als in Deutschland – erwägen Sie notfalls die Emigration).
Das könnte man natürlich spontan zu einem Dauerurlaub nutzen! 🧩
 
Themenstarter
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26.07.09
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....klar, Witze erklären is überhaupt nicht lustig,
wers also nicht sofort bemerkt hat, dass es in diesem "Leitfaden" gar nicht darum geht,
dass Therapie etwa nix is, oder dass sich da jemand allgemein über Psychotherapie lustig
machen würde - ja, der wäre da auf einen Scherz reingefallen!
Kann man ja lesen, geschrieben ist das von einem Psychotherapeuten mit eigener Praxis und
auch eigenem Forum. Zu meinen eigenen Erfahrungen mit Psychotherapie kann man im eigenen
Psychothread etwas lesen. 🤓
 

nicht der papa

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Super. :ROFLMAO:

Ich hab sogar 2 Hunde.

so schlimm sind Ihre Probleme nun ja auch wieder nicht. Zumindest nicht so schlimm wie die Probleme von irgendjemand, dem es viel schlechter geht als Ihnen.
Während Sie allerlei erzählen, was die geringe Bedeutung Ihres eigentlichen Problems unterstreicht (z.B. völlig andere Dinge, etwa alte Geschichten, die Sie gar nicht mehr belasten), denken Sie im Hinterkopf bereits darüber nach, welchen Vorwand Sie finden könnten, die Therapie möglichst bald abzubrechen, ohne Ihre wahren Gründe zu verraten.
Sobald Ihnen etwas nicht zusagte, in einer Stunde keine tiefschürfenden Erkenntnisse gelangen oder es gar eine Meinungsverschiedenheit gab, hinterfragen Sie die komplette Therapie, brechen Sie sie ab und beginnen Sie mit probatorischen Sitzungen bei einem anderen Therapeuten. Auf keinen Fall sollten Sie das heikle Thema bei der nächsten Sitzung ansprechen oder gar Ihre eigene Wahrnehmung hinterfragen. Entweder könnten dann die unterschiedlichen Sichtweisen noch deutlicher werden, oder sich gar als Missverständnis entpuppen (was peinlich wäre).

Mit dem neuen Therapeuten lassen sich Kränkungen und Ungeklärtes aus der letzten Therapie prima aufarbeiten, und er freut sich sicher, wenn Sie ihm erzählen, dass es bei einem Kollegen weniger gut klappte. Mut zum Wechsel!
Wenn Ihnen etwas nicht passt, oder wenn Sie eine Aussage Ihres Therapeuten getroffen hat, dann teilen Sie ihm dies niemals sofort mit, sondern signalisieren Sie es körpersprachlich, etwa durch Zuspätkommen zur nächsten Stunde oder indem Sie sich bei Bekannten darüber beschweren. Wenn Ihr Therapeut freundlich nachfragt, was gerade los ist, dann scheuen Sie sich nicht, Ihre Enttäuschung darüber zum Ausdruck zu bringen, wie wenig er Sie versteht!
Sollte Ihnen das freie Reden Schwierigkeiten bereiten, ist es durchaus in Ordnung, wenn Sie vor der Stunde 2-3 Gläser Alkohol zu sich nehmen, um Ihre Hemmungen etwas abzubauen.:ROFLMAO:
Bisher sind Sie ja auch ohne therapeutische Unterstützung zurecht gekommen – und solange Sie noch auf beiden Beinen die Praxis betreten oder verlassen können, haben Sie in der Tat kein ernstzunehmendes Problem. Sie wollen Ihren Therapeuten doch nicht nerven – schließlich hört er ja bereits den ganzen Tag nichts anderes als Problemgeschichten. Seien Sie daher rücksichtsvoll und halten Sie auch "Spezialprobleme" oder individuelle Probleme mit niedrigerer Prävalenz aus der Therapie heraus, um die Stimmung nicht noch mehr zu belasten.
Genau.:ROFLMAO:
 
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