Erfahrung Spironolacton

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Hallo zusammen,

ich habe von meinem Arzt als Ersatz für 25 mg Hydrochloridthiazid (Wassertabletten) 50 mg Spironolacton (auch ein Diuretikum und Aldosteron-Blocker) verschrieben bekommen.

Nach ca. 1 Woche konnte ich feststellen, dass der obere Wert stärker gesunken - früher ca 140-150 und jetzt 120-130, wohingegen der untere Wert leicht gestiegen ist - früher um 80 und jetzt um 85 bis 90.

Allgemein schlugen die Tabletten gut an. Außerdem bin ich psychisch irgendwie locker und gelassen geworden.

Körperlich bin ich auch leistungsfähiger. Ich habe im Internet gelesen, dass dieses Medikament für Männer abzuraten ist, da dieses in erster Linie das männliche Hormon Testosteron und u.a. Aldosteron hemmt.

Hat jemand Erfahrungen mit diesem Wirkstoff? Was sind eure Meinungen.

Danke und Grüße,
Edgar
 
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Hallo zusammen,

ich habe bisher keine Antwort erhalten, aber ich will jetzt über meine Erfahrung berichten mit Spironolacton, das hilft vielleicht anderen oder gibt Denkanstösse:

Inzwischen nehme ich nur Bisoprolol 5 mg und 50 mg Spironolacton (früher 4 verschiedene Medis ohne große Wirkung) und mein BD bewegt sich um 120-130 (oberer Wert) und 70-85 (unterer Wert). Welch ein Wunder.
Als Nebenwirkung habe ich Rippenschmerzen im Herzbereich - ich weiss es aber nicht, ob das von Medis kommt oder von was anderem. Außerdem bin ich körperlich deutlich geschwächt (sogar das Tragen von Wasserkisten ist mühselig). Darüber hinaus Konzentrationsschwäche und ich bin irgendwie teilnahmslos, ich fühle also viel weniger als vorher.

Ich habe meine Endo-Berichte/Untersuchungen von vor ca 5 Jahren nochmals gelesen. Aus diesen geht es hervor, dass damals Verdacht auf Hyperaldosternismus und erhöhten Noradrenalinspiegel bestand. Hormonzentrum führte weitere Untersuchungen (Urin, Blut, Sono etc.). Dieser Verdacht war trotz hoher Werte am Anfang später nach weiteren Untersuchungen ausgeschlossen.

Ich vermute daher, dass mein Blutdruck irgendwie mit meinen Hormonen zusammenhängt (ich bin gleichzeitig Hashimoto Patient) und meine Hormone sporadisch verrückt spielen, denn ich hatte zeitweise (Tageszeit, Wochen oder Monate über) gute Werte und ohne 'Grund aus dem Nix wieder plötzlichen Blutdruckanstieg.

Nach meiner Recherche soll diese Art vom hohen Bluthochdruck eigentlich viel mehr sein als die Statistik erlaubt, weil die Untersuchungen hierfür nicht oder selten gemacht werden oder wie bei mir trotzdem versteckt bleiben können.

Viele Grüße,
Edgar
 
Hallo Edgarus,

ich bin nicht sicher; aber könnte es sein, dass Dich der jetzt gute BD (für Dich aber erst mal niedriger) schwächt und dass Du Dich an die normalen Werte erst gewöhnen musst.

Was die Schmerzen in der Herzgegend zu bedeuten haben, weiß ich auch nicht. Sind die permanent da? Oder bei Anstrengung? Oder eher in der Ruhe?

Mit Spironolakton habe ich leider gar keine Erfahrung....

Ich wünsche Dir alles Gute,
mondvogel
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mondvogel,

Ja, ich denke auch, ich muss mich erst einmal an die niedrigen Werte gewöhnen. Aber ich merke, dass ich zusätzlich körperlich und geistig irgendwie ein Tick schlechter geworden bin als vorher. Damit muss ich aber wohl leben. Ich habe inzwischen gegen den niedrigen BD zu kämpfen, ich habe den unteren Wert des Öfteren so um 70 herum. Ich bin wahrlich konsterniert.

Die Schmerzen habe ich immer noch, sehr oft morgens nach dem Aufwachen. Ich vermute, das ist orthopädisch bedingt, so eine Prellung oder so was. Allerdings habe ich seltsamerweise keinen blauen Fleck in der Gegend.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ja, ich denke auch, ich muss mich erst einmal an die niedrigen Werte gewöhnen. Aber ich merke, dass ich zusätzlich körperlich und geistig irgendwie ein Tick schlechter geworden bin als vorher. Damit muss ich aber wohl leben.
Es gibt wohl verschiedene Meinungen zu einem nach unten veränderten BD im "Alter". (Wie alt bist Du?)
Manche Ärzte halten die neuen Richtwerte eines normalen BDs nicht für gerechtfertigt (habe ich mal irgendwo gelesen - ist länger her).

Menschen mit zu niedrigem BD haben laut meiner Erfahrung mehr gegen Symptome (Müdigkeit, Konzentrationsprobleme...) zu kämpfen als Menschen mit etwas erhöhtem BD (die fühlen sich ja meistens ganz gut)...

Die Schmerzen habe ich immer noch, sehr oft morgens nach dem Aufwachen. Ich vermute, das ist orthopädisch bedingt, so eine Prellung oder so was. Allerdings habe ich seltsamerweise keinen blauen Fleck in der Gegend.
Hm? Vielleicht solltest Du das doch mal beim Arzt Deines Vertrauens ansprechen?
Vielleicht sind es aber auch Verspannungen, die in der Nacht auftauchen, weil Deine Schlafposition ungünstig ist...???

Alles Gute,
mondvogel
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, die Meinungen gehen weit auseinander unter den Ärzten.

Ich hatte auch irgendwo gelesen, dass zu starke Senkung des BD sogar kontraproduktiv bzw. lebensbedrohlich sein kann bei bestimmten Patienten. Aber erst einmal will ich abwarten und sehen, was passiert. Ich bin 42 Jahre alt. Ehrlich gesagt, manche Ärzte fanden meinen Blutdruck 140/90 zu hoch, wohingegen für manch andere 150/95 absolut normal ist :)

Ich habe festgestellt, dass ich nach Einnahme Spironolacton abends plötzlich einschlafe. Mitten in der Nacht wache ich dann unbequem auf, da ich immer auf der linken Seite bin. Das könnte der Grund sein, die Schmerzen haben derzeit nachgelassen. Ich versuche nämlich auf die rechte Seite einzuschlafen, wenn möglich :)

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
bin 42 Jahre alt. Ehrlich gesagt, manche Ärzte fanden meinen Blutdruck 140/90 zu hoch,
...hm, also noch kein Alter! Früher wäre 140 absolut gut gewesen...es hängt aber auch davon ab, in welchem Zustand Deine Gefäße sind....(also ob Du Raucher bist oder so...)

Ich habe festgestellt, dass ich nach Einnahme Spironolacton abends plötzlich einschlafe.
Das kann eigentlich nicht normal sein....

... die Schmerzen haben derzeit nachgelassen.
das ist doch eine gute Nachricht...

Wie lang willst Du denn noch abwarten? (schreibst Du nochmal, wie lange Du dieses Spironolakton nimmst....

ciao, mondvogel
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mondvogel,

Spinolacton nehme ich seit ca einem Monat, also nicht sehr lange. Das war eigentlich als Ersatz für HCT (Wassertabletten) gedacht.

Ich denke, dass mein BD so stark gesunken ist, hängt auch mit den sommerlichen Temparaturen zusammen, denn ich fühle mich im Sommer besser und BD sinkt oder steigt ja nach Temparaturschwankungen. Das würden mir wahrlich wenige glauben, aber das ist meine objektive tatsächliche Feststellung. Andernfalls reden wir von einem großen Zufall!

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Spironolacton nehme ich seit ca einem Monat, also nicht sehr lange.
Nimmst Du eigentlich auch noch andere Medikamente? (die eventuell mit Spironolakton interagieren?)
Ich denke, dass mein BD so stark gesunken ist, hängt auch mit den sommerlichen Temparaturen zusammen,
...Ja das ist bekannt, dass hohe Temperaturen den BD senken, da die Gefäße sich erweitern...

Irgendwie solltest Du etwas unternehmen, damit der BD sich etwas erhöht - bzw. sich besser reguliert...wie ist es mit Sport, Sauna oder Ähnlichem?

ciaociao,
mondvogel
 
Zuletzt bearbeitet:
Spironolacton kann tatsächlich müde machen – das ist ja kein Einzelfall. In der Fachinformation auf Drugs.com wird Müdigkeit, Schläfrigkeit oder Benommenheit als mögliche Nebenwirkung genannt:

Der Grund: Spironolacton greift in den Wasser- und Elektrolythaushalt ein, verändert also die Balance von Natrium, Kalium und Flüssigkeit im Körper. Diese Verschiebungen können den Kreislauf belasten und führen bei manchen Menschen zu einer Art „Energieabfall“ oder innerer Schwere.

Gerade zu Beginn der Einnahme oder bei höherer Dosis (z. B. 50 mg und mehr) kann das deutlicher spürbar sein. Auch zu niedriger Blutdruck oder ein leichter Kaliummangel können Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Schwindel verstärken – das lässt sich im Labor leicht überprüfen.

Mein Tipp: Wenn diese Symptome länger anhalten, lieber Rücksprache mit dem Arzt halten und Elektrolytwerte (v. a. Kalium, Natrium) kontrollieren lassen. Manchmal genügt schon eine kleine Dosisanpassung oder ein anderes Diuretikum.

👋 movo
 
Danke für die Infos.

Ich nehme derzeit L-Thyroxin 125 wegen Hashimoto und 5 Bisoprolol.

Das Problem ist sehr oft, ob meine Beschwerden wirklich aus Tabletten kommen oder eventuell aus Hashimoto resultieren. Entgegen der Meinungen von Ärzten kann ich das subjektiv sehr gut beurteilen bzw. die Symptome irgendwie auseinander differenzieren, was bisher von meinen behandelten Ärzten für unmöglich gehalten wurde wie auch, dass ich die Notwendigkeit einer Dosis-Anpassung von L-Tyhroxin selber einschätzen kann.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Edgarus,

hast Du zeitnahe Schilddrüsen-Werte? Könnte es sein, dass Deine Thyroxin-Dosis nicht passt?

(Ich selber habe mal bei zu hohem BD Kalium eingenommen, die Thyroxin-Dosis angepasst und konnte so die Blutdrucksenker ausschleichen...; allerdings war ich unterdosiert -)

Aktuell ist ja dein Problem auch eher, dass Dein BD zu niedrig ist - vielleicht würde Dir eine halbe Spironolakton reichen??

ciaociao,
mondvogel
 

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