Können Eisenpräparate auch in geringer Menge toxisch sein?

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Hallo nun mal meine aktuelle Geschichte....

Angefangen hat alles vor fast einem Jahr, als ich ca. 7 Wochen lang durchgehend tgl eine Eisentablette mit 12 mg Eisen genommen habe, weil ich wenig Fleisch esse, hohen Puls habe und mir schnell heiß oder kalt ist.
Obwohl ich noch nie ein tiefes Hb hatte, ich eher das Gegenteil von blass bin und meine Blutungen schon immer leicht waren (mittlerweile hat man ein paar Minizysten im Eierstock gefunden, es ist aber laut FA kein PCO Syndrom und könnte von meiner früheren Minipille ausgelöst worden sein)- hab ich das mal auf eigene Faust probiert mit dem EisenNEM. Was ich lieber nicht hätte tun sollen....

Nachdem sich das Frieren etwas verbessert hat, hatte ich eigentlich nicht mit einer Verschlechterung meines Zustandes gerechnet. Ich bin eher schlank und klein, nahm damals und nehme zurzeit ansonsten keine Medis und NEMs (außer B Vitamine) und trinke/trank selten Alkohol.Ernährung normal.
Meine Symptom-Vorgeschichte kennen manche vl. noch bzw steht im Profil "mara022"

Nach einiger Zeit der Eiseneinnahme hatte ich plötzlich eine ständige bleierne Müdigkeit, meistens ab dem Nachmittag (hatte früher eigentlich nie chronische Müdigkeit)
weiters:
-Erschöpfungszustände mit Kreislaufbeschwerden
-Schmerzen in den Fingern und morgens heftiges Kribbeln in den Fingern (ohne Schwellungen, Gelenksschmerzen kenn ich normal eigentlich auch nicht)
-Druckgefühle und Aufgeblähtsein im rechten, manchmal auch etwas im linken Oberbauch, hellerer Stuhlgang als sonst)
-nächtliches Aufwachen zwischen 24 und 3 Uhr,manchmal mit Unterzuckerungsgefühl aber normalem BZ
-heftige Alpträume
-öfters Benommenheit
-manchmal süßlichen Geschmack im Mund dabei gehabt

Anfangs hab ich die ganze Geschichte noch nicht so ernst genommen....

Das Schlimmste was dann noch kam war so eine Kurzatmigkeit plus Atemnot mit leichtem Druck im Halsbereich und Brustkorb, vor allem im Liegen, keine Wasseransammlungen.

Kardiologisch war die Sono und das EKG bis auf etwas hohen Puls und leicht niedrigen Blutdruck i.O. Lungenfunktion normal.

Ich nahm damals nix anderes außer Eisen 12mg und normaldosierte B-Vitamine und als ich das Eisen abgesetzt hatte wurde die Symptomatik langsam besser. Leider war ich damals nicht mehr beim Arzt wegen weiteren Untersuchungen, da ich jobmäßig weiterkommen musste.

Die Müdigkeit und Erschöpfungszustände habe ich bis heute immer noch (vor allem immer ab dem Nachmittag), ebenso öfters das Druckgefühl im rechten Oberbauch und helleren Stuhl (kein Durchfall), manchmal kommen auch immer noch leichte Fingerschmerzen und oft überkommt mich für eine Weile so eine Art Benommenheit mit Kurzatmigkeit.Zudem bin ich schneller als früher erkältet.

Nun hab ich als erstes mal den Eisenstoffwechsel checken lassen, dabei kam folgendes raus (ich war nüchtern, nehme schon lange kein Eisen und keine Pille oder sonstige Medis und NEMs mehr und esse immer noch eher wenig Fleisch)

Eisen *170 ug/dl (50-140) erhöht
Ferritin 36 ug/l (15-120) liege also im unteren Normbereich (?)
Transferrinsättigung 37 Prozent (15-42) obere Norm (?)
EBK 66 (48-72)

Kann sich der Arzt nicht wirklich erklären was da los ist, denkt aber es ist harmlos und er glaubt nicht dass meine Beschwerden bei diesem Ferritin, der niedrigen Dosierung von 12 mg über nur ca 7 Wochen und dem langen Zeitraum seit dem Absetzen, von den Eisentabletten kommen könnten.

-allgemeine Untersuchungen (das wird mir detailliert jetzt alles auf einmal zu lang, also erwähne ich das Wichtigste und das was grenzwertig oder auffällig war)

ein Urinstatus war unauffällig, das rote Blutbild eigentlich auch, Hb liegt bei 14,6 (12-16)
Alles schön mittig außer Hämatokrit und MCV im oberen Normbereich.

Leukozyten wie immer grenzwertig hoch , davon Eosinophile grenzwertig hoch, ansonsten alles normal und/oder eher schön mittig

-Thrombozyten 262 000 (150 000-350 000)

CRP: unter 0,1 (unter 1,0)
BSG 1.Stunde 6, zweite Stunde 16 (unter 20/40)

HB1Ac 4,9 Prozent (3,5-6,0)
HB1Ac IFCC 30mmol/mol (unter 42)
Amylase 33 U/l (15-53)
Lipase 28 U/l (13-60)

Nieren:

Harnstoff 22 mg/dl (10-55)
Kreatinin 0,8 mg/dl (0,62-1,10) (mein Wert ist wie immer)
glom. Filtrationsrate n. Levey über 70ml/min/1,73m2 (über 70)
Harnsäure 3,9 mg/dl (2,5-5,8)

An den Nieren liegts wohl mal nicht, im Urin wurde ja auch nix gefunden und auch im Ultraschall ließen die sich gut darstellen und sehen laut Arzt ganz normal aus.(habe öfters erhöhten Harndrang und bin koffeinempfindlich)

Bei den Elektrolyten waren Natrium und Kalium grenzwertig niedrig,Ca schön normal

-HDL Cholesterin 68 mg/dl (über 45) ; LDL wurde nicht ermittelt

-Rheumafaktor ASLO 14 U/l (unter 200)

-Gesamteiweiß und -Elektrophorese schreib ich detailiert rein:

Gesamteiweiß 7,8 g/dl (6,0-8,5) eher obere Norm

-Elektrophorese:

Albumin: 59,7 Prozent (55-66)
Alpha1 Globulin 4,6 Prozent (2,0-5,0) eher obere Norm
Alpha2 Globulin 8,3 Prozent (7,0-12,0)
Beta1 Globulin 6,0 Prozent (4,5-8,0
Beta2 Globulin 3,6 Prozent (3,0-6,5) eher untere Norm
Gamma Globulin 17,8 Prozent (11,0-19,0) eher obere Norm

Die Kurve sieht normal und gesund aus.

Zum Schluss möchte ich noch Schilddrüse,Hormone,Cortisol und den
Leberstoffwechsel beschreiben, da ich da wahrscheinlich "weiterforschen" muss und mir da wohl einige Laborwerte noch selber zahlen muss/werde.

-Schilddrüse:

TSH: 0,76 uU/ml (0,50-3,00) untere Norm wie früher schon, hat sich nicht viel getan
ft3: 3,9 pmol/l (3,0-7,5) schon ziemlich grottig...war aber früher auch schon tief auch ohne die Müdigkeit
ft4: 1,12 ng/dl (0,80-2,00) war schon mal bisschen tiefer is aber auch niedrig

Zum Glück hab ich eine Überweisung für die Nuklearmedizin bekommen, Mitte Oktober einen Termin, Verdacht auf (zentrale) Hypothyreose (?)

-Cortisol: *274 ng/ml (morgens,vormittags 50-250) etwas erhöht

-Prolaktin: *513 uU/ml (100-490) etwas erhöht
-Testosteron: 0,67 (0,10-0,90) etwas im oberen Normbereich, laut FA aber nicht auffällig und keine erhöhten männlichen Hormone.

-FSH: 4,4 mU/ml
-LH 13,4 mU/ml

Diese beiden Werte könnten sowohl niedrig, normalniedrig, als auch normal sein, ist zyklusabhängig und da meiner ja unregelmäßig ist haben die bei mir wohl eher wenig Aussagekraft; Periode hatte ich bei der BE keine und auch kein Plan in welcher Zyklusphase.

Leber:

ASAT (GOT) 37C 16 U/l (10-35)
ALAT (GPT) 37C * 8 U/l (10-35) sogar zu niedrig (?)
Alkalische Phosphatase 37C 38 U/l (35-105) fast schon zu niedrig
Cholinesterase 37C 4700 U/l (4250-11250) untere Norm
LDH 37C 163 U/l (135-215)

-Bilirubin wurde diesmal nicht ermittelt, war früher aber noch nie erhöht und es gab bei mir auch nie Anzeichen von Gelbsucht.
Ansonsten hab ich momentan leider so gut wie alle möglichen Lebersymptome mit Ausnahme von Wasser im Bauch, Appetitlosigkeit (der ist nach wie vor gut) und Erbrechen (allerdings oft Übelkeit ohne Erbrechen aber das kenn ich schon lange).
Wenn ich nur ein bisschen was trinke bin ich gleich total verwirrt im Kopf und habe bis zum nächsten Tag den Druck im Oberbauch, manchmal hab ich den auch ohne Grund oder wenn ich zuwenig oder zuviel auf einmal gegessen habe.
An Nahrungsmitteln dürfte es eher nicht liegen da ich die letzten Jahre und Monate schon alles Mögliche durchprobiert habe (Histamin,Laktose,Milchprodukte,glutenfrei,Fruktose)

-Es wurde auch ein Organultraschall des Bauchraumes vorgenommen, wobei man das Leber-Gallesystem wegen zuviel Luft im Bauch nicht so gut darstellen konte, die anderen Organe waren in Ordnung und gut zu sehen.

-Was mir noch aufgefallen ist, ist dass ich diesen Sommer meine milde Sonnenallergie überhaupt gar nicht hatte, trotz der vielen zusätzlichen Symptome.
Allerdings werde ich demnächst nochmal den ANA Wert bestimmen lassen, die Antikörper waren bei mir bisher zweimal negativ und einmal niedrig aber doch anwesend und das sollten die eigentlich gar nie sein.Vor allem wo ich jetzt die Fingerschmerzen öfters habe und Eisen anscheinend auch proinflammatorisch wirken sollte.

Ich weiß das klingt alles ziemlich unrealistisch mit dem Eisenpräparat und normalerweise dürfte das nur bei Hämochromatose und hohem Ferritin in so `ner kleinen Dosis schon Probleme machen , die ich aber nicht haben kann (wohl aber ziemlich viele Symptome davon ?)

Jetzt möchte ich erstmal auch noch rausfinden was genau mit meiner SD ist und woher meine komischen leberspezifischen Beschwerden herrühren.
Denn leider bin ich nach diesen Blutentnahmen noch weniger schlau draus geworden als vorher...

Hat jemand vielleicht noch `ne Idee dazu? :wave:
 
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wundermittel
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Hallo

Ich leide seit der täglichen Einnahme eines ca 10 mg dosierten Eisenpräparats über ca eineinhalb Monate lang an einer Art Syndrom dass an die Symptome einer Hämochromatose erinnert, welche aber bei mir eindeutig nicht vorhanden ist.

Die Symptome begannen vor fast einem Jahr und dauern bis heute an, nachdem ich das Präparat aber schon längst abgesetzt habe. Es gibt keinen anderen Zusammenhang der Beschwerden als dieses Nahrungsergänzungsmittel (kein Alkohol,Drogen oder andere Medis/NEMs) und ich habe noch nie so auf ein Nahrungsergänzungsmittel reagiert, habe die Eisentabletten sogar gewechselt und es ging mir auch mit dem anderen Präparat nicht anders.

Die Symptome äußern sich in Müdigkeit und Erschöpfungszuständen, immer wiederkehrenden Druckgefühlen im rechten Oberbauch und hellen Stuhlgang, Schlafstörungen, häufigen vor allem rechtsseitigen Kopfschmerzen, Ziehen in den Fingern ohne dass eine Schwellung oder Rötung vorhanden ist, Benommenheitsgefühle mit gelegentlichen Atembeschwerden und Kurzatmigkeit (vor allem abends)

Zum Zeitpunkt der Einnahme waren die Atembeschwerden kurzzeitig so häufig und intensiv dass ich kardiologisch und lungentechnisch abgeklärt wurde.
Es wurde nichts gefunden und da ich wegen des Eisens als Verursacher etwas unsicher war habe ich es nicht erwähnt.
Mit dem Absetzen des Eisenpräparats verbesserten sich die stärksten Beschwerden zwar, sind aber bis heute nicht verschwunden.

Mein Eisenstoffwechsel und Blutbildung von Anfang September sieht so aus:

Eisen *170 ug/dl (50-140)
Ferritin 36 ug/l (15-120)
Transferrinsättigung 37 (15-42)
EBK 66 (48-72)

Hb 14,6 g/dl (12-16)
MCV 94,8 fl (78-98)
Hkt 44 Prozent (35-47)
Ery: 4,66 Tera/l (4,00-5,20)

Urinstatus, Nieren, Herz, Lunge okey

Leberwerte:

ASAT (GOT) 37C 16 U/l (10-35)
ALAT (GPT) 37C * 8 U/l (10-35)
Alkalische Phosphatase 37C 38 U/l (35-105)
Cholinesterase 37C 4700 U/l (4250-11250)
LDH 37C 163 U/l (135-215)

Wie man sieht alles untere Norm, aber eben auch die Cholinesterase.
Die Transaminasen sind ja schön niedrig aber fühlen tu ich mich trotzdem nicht wirklich danach...
Mir glaubte das auch kein Arzt dass ein niedrigdosiertes Eisenpräparat bei meinem Ferritinwert solche Beschwerden auslösen kann... hätte ich bloß damals als es akuter war schon gesagt dass ich Eisentabletten nehme und das Eisen bestimmen lassen.
Ich habe damals ja auch sonst nichts genommen und Alkohol trinke ich ja auch recht selten.

Finde in Google nix zu diesem Thema, dort werden Eisenvergiftungen nur bei hohem Ferritin oder sehr hohen Eisendosierungen beschrieben.

Hat jemand von euch sowas schon erlebt?
 
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Hallo,

die zweiwertigen Eisenpräparate wirken wie eine Oxidans. Ich kenne mehrere Personen, die das nicht vertragen. Besser sind dreiwertige Eisenpräparate. Leider gibt es die so gut wie gar nicht in der Apotheke. Ich glaube es gibt nur ein einziges Präparat, was wiederum andere Inhalts- und Zusatzstoffe enthält.

Man kann es mit Eiseninfusionen mit Eisensaccharat versuchen, aber in niedriger Dosierung. Ich verstehe nicht, dass man dass nicht als Pulver zu kaufen bekommt. Aber man will ja mehr Geld verdienen.

Grüsse von Juliette
 
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regulat-pro-immune
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Hallo Juliette

Der Beitrag von mir ist übrigens etwas lang weil er zusammengelegt wurde wegen des selben Themas...deshalb danke fürs Lesen. ;)

Naja mit Ferritin 36 wäre eine Infusion nicht wirklich angebracht und in Anbetracht des hohen Serumeisens würde ich das lieber auch gar nicht erst riskieren, zumal es sowieso teuer kommt.
Nicht dass das SE sich irgendwann noch mal verdoppelt oder gar verdreifacht. :eek: (wie hoch es vielleicht vor 10 Monaten gewesen sein könnte will ich mir gar nicht ausmalen...)

Ob es ein zwei- oder dreiwertiges Eisen war weiß ich nicht, ein Präparat davon war Floradix Kräuterblut, das hatte mit 2 Tabletten am Tag 10mg insgesamt, aber auch noch etwas Niacin und Folsäure drinnen. An denen wirds aber wohl kaum liegen weil ich mit B-Vitaminen und anderen NEMs noch nie gröbere Probleme hatte.

Es sieht wohl ein wenig so danach aus als könnte ich Eisen nicht richtig speichern oder verstoffwechseln, oder es wird bei mir aus welchem Grund auch immer zuviel Eisen mobilisiert.
Das rote Blutbild sieht bei mir ja immer normal bzw teils auch sehr "gut und gesättigt" aus, obwohl ich noch nie so ein Fleischliebhaber war.
Finde aber leider nirgendwo was über einen Eisenstoffwechseldefekt der sich auf diese Art und Weise und mit solchen Werten äußert

Seither scheint aber meine Leber oder was auch immer total verrückt zu spielen und das Problem dabei ist dass es an den dazugehörigen Werten nicht wirklich erkennbar ist und 2. irgendwie von selber auch gar nicht mehr so recht ein Ende nehmen will.
Natürlich möchte keiner erhöhte Leberwerte haben, aber ganz so ohne Anhaltspunkte für die weitere Vorgehensweise bzw einer Behandlung steht man auch nicht gut da, man wird belächelt und muss sich damit abfinden, den Anforderungen des Lebens trotzdem bereit stehen etc...,
Und in meinem Fall bin ich ja auch noch selbst irgendwie dran schuld, obwohl ich nie wissen konnte, dass ich solche Probleme bekommen würde.
Alles was ich wollte war nur einem Eisenmangel vorzubeugen und vl meinen hohen Puls etwas senken und jetzt ist alles schlimmer als zuvor.

Abgefunden hab ich mich schon öfters mit Symptomen, wo man auch oft einigermaßen normal mit leben kann, aber mit dieser täglichen Müdigkeit und den Erschöpfungzuständen/teils Benommenheit, bin ich im Moment wirklich nur noch Teilzeit erwerbsfähig und muss mich auch noch überall rechtfertigen. Als ob ich freiwillig vom Amt oder einem 500 Euro Job plus staatliche Stütze leben möchte.

Naja ich wollte jetzt nicht zuviel abschweifen oder hier einen Jammerthread eröffnen, aber ich muss da irgendwie wieder "raus", entweder das Problem vergeht in nächster Zeit von selbst wieder, was für alle Beteiligten die beste Lösung wäre oder ich hätte endlich eine gültige Diagnose plus die zugehörige Behandlung.

Versucht habe ich es seither mit fleischloser Kost und eisenarmer Ernährung soweit es geht. Allerdings wären dann irgendwann auch mal die Speicher leer und ich müsste entweder wieder substituieren oder ich fange lieber wieder an "normal"-also auch mehr Fleisch zu essen.

Manchmal dachte ich sogar schon über einen zweiten "Versuch" nach, um mich während der schlimmen Phase nochmal genau durchchecken zu lassen, was ich damals ja versäumt habe. Das wäre aber andererseits auch wieder eine dumme und ziemlich masochistische Idee, weil ich will ja dass es mir wieder besser und nicht noch schlechter geht.
Die Eisenparameter weiterhin zu beobachten wäre natürlich sinnvoll, aber zu kostspielig, da mir da die Krankenkasse sicherlich aussteigt und ich ohnehin schon ein paar Untersuchungen selbst zahlen kann.

Das einzige was ich tun kann ist hier noch mal jeden davor zu warnen, der zur Vorbeugung eines Mangels oder wegen eines latenten Eisenmangels vorhat, täglich auf eigene Faust ein Eisenpräparat einzunehmen und sei es auch niedrig dosiert. Hört sofort auf wenn ihr folgende Symptome bemerkt: Druckgefühl im rechten Oberbauch, Abgeschlagenheit, Schmerzen in den Fingern, Atemnot, Schlafstörungen, Benommenheit, komische Mundgerüche, heller Stuhlgang.
Oder wendet euch besser gleich vorher an einen Arzt oder Therapeuten der die Einnahme kontrollieren sollte.

Und noch ganz wichtig: Lasst euch vorher bitte die Eisenwerte bestimmen und seid auch vorsichtig wenn das Ferritin zwar nicht so hoch, aber dafür das Serumeisen hoch oder in der oberen Norm liegt.

Ich bin im Prinzip nicht gegen Nahrungsergänzung und finde es wichtig dass man überhaupt die ganzen Nährstoffe zuführen kann wenn es ernährungstechnische Umstände nicht anders zulassen (was ja besonders auch heute oft vorkommt), aber seid bitte vorsichtig mit den Metallen wie Eisen oder Kupfer und wichtig ist auch, wenn ihr auch nur den kleinsten Verdacht auf eine mögliche Lebererkrankung haben solltet, lasst es bitte abklären bevor ihr euch die zwei genannten Elemente zuführt.

Das sollte wie gesagt keine Verteufelung von Eisenpräparaten sein weil die haben auch schon vielen Menschen mit Eisenmangel und Eisenmangelanämie geholfen und ihre Lebensqualität deutlich verbessert.

Aber man sollte auch vorsichtig sein.

@Juliette

Jetzt bin ich nochmal neugierig:
Haben deine Bekannten die es nicht vertragen haben ähnliche Symptome wie ich gezeigt, kennst du ihre ungefähren Eisenparameter und wie lange bzw wie hoch war die Dosierung? / nur falls du es weißt und die betreffenden Personen damit einverstanden sind dass du darüber schreibst.

Weißt du noch wie dieses dreiwertige Eisenpräparat heißt welches du erwähnt hast?

PS:Eine Freundin von mir musste mal zwei Monate lang 100mg! schlucken, wegen Eisenmangels mit Blutarmut. Ich finde schon dass das eine Hammerdosis ist, auch wenn man Mangelerscheinungen hat.
Sie hat es zum Glück gut vertragen und ich bin nur froh dass ich mir nix jenseits der 20 oder gar 50mg Marke geholt habe, weil anscheinden soll das bei uns sogar rezeptfrei sein.

Vielleicht weiß hier jemand auch ob und wie man das freie Eisen am besten noch "entgiften" kann?


Über Tipps wäre ich sehr dankbar. :wave:
 
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Hallo KarlG

Vitamin C ist ja an sich auch eine sehr gute Sache, aber fördert das nicht wieder die Eisenaufnahme aus der Nahrung oder kann es durch Vitamin C besser gespeichert werden?

Habe glaub ich sogar Vitamin C in einem Präparat mit drinnen gehabt, Eisen und C werden ja oft gemeinsam als Inhaltsstoffe verwendet.

Werde deinen Ratschlag mal beherzigen- (kann das im Moment aber leider nicht hochdosiert nehmen weil ich noch eine Kupferstoffwechseluntersuchung machen will und VitC in hoher Dosierung kann da gewisse Werte verfälschen)

-und nehmen soll ich es dann wohl lieber nicht zu sondern zwischen den Mahlzeiten?

Vielen Dank :kiss:

Catlady
 
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aber fördert das nicht wieder die Eisenaufnahme aus der Nahrung oder kann es durch Vitamin C besser gespeichert werden?

Vitamin C reguliert die Eisenaufnahme - niedrige Spiegel werden angehoben, hohe gesenkt...

Eisen und C werden ja oft gemeinsam als Inhaltsstoffe verwendet.

Oft - kann sein; gute Präparate enthalten kein Eisen, das braucht man eigentlich nur, wenn man über längerere Zeit massive Blutverluste hatte...
...der Rest sind Aufnahme- / Verwertungsstörungen, die man nicht mit Eisensupplementierung kompensieren sollte. Meist klappt es auch gar nicht und man holt sich massiv Radikale in den Körper.

Gruss
Karl
 
Themenstarter
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@KarlG

Ja das mit den Radikalen ist mir auch schon mal untergekommen, weil ja besonders das Serumeisen (wenn es zu hoch ist) oxidativen Stress und freie Radikale begünstigt.
Wirkt sich beim Eisen ja angeblich vor allem auf die Leber aus (wenn man vl bisher unbekannte Vorerkrankungen hat die sich nicht so stark bemerkbar gemacht haben), kann aber angeblich auch Infektionskrankheiten verschlimmern, entzündungsförderlich und über lange Sicht angeblich sogar krebsfördernd sein.

Finde dass es ein Skandal ist dass sowas überall angepriesen wird und man zur "Vorbeugung" gleich eine "dauerhafte Anwendung" durchführen sollte.

Besser wäre es wenn man andere Eisenverbindungen auf den Markt bringt die besser verwertbar und für den Körper verträglicher sind.

Blutverluste sind bei mir ausgeschlossen worden und auch meine Mens ist nicht gerade die große Welle, also dürfte es bei mir zum Teil ernährungsbedingt/stoffwechseltechnisch irgendwo eine Ursache haben warum sich Ferritin so eher niedrig verhält (wenn auch noch nicht im kritischen Bereich).

Vitamin C werd ich nachdem die besagte Untersuchung dann vorüber ist mal höher dosiert nehmen, aber vorerst lieber zwischen den Mahlzeiten.

Irgendwann muss ich sicherlich aber auch wieder meine Ferritinspeicher auffüllen und ich habe mir schon gedacht ob ich dann nicht vorerst auf pflanzliche Eisenquellen in Verbindung mit Vitamin C zurückgreife. Sollte ich in einen Mangel rutschen oder sich das Hb auch mal nach unten verändern werde ich wohl oder übel doch wieder Fleisch essen (müssen).
 
regulat-pro-immune
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15.06.09
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Hallo,

mein Ferritinwert ist nun zum 2. Mal in diesem Jahr unter dem Mindestwert.
Im März habe ich Infusionen bekommen, nun bekomme ich wieder welche.
Die anderen Eisenwerte sind in der Norm.
Eine toxische Wirkung konnte ich bisher nicht feststellen.
Ich habe auch in den Jahren davor immmer wieder mal Kräuterblut eingenommen um einem Eisenmangel vorzubeugen. :rolleyes:
Tja, und nun wird an dem F.wert herumgedoktert.

LG
Rianj
 
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22.01.11
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Besser wäre es wenn man andere Eisenverbindungen auf den Markt bringt die besser verwertbar und für den Körper verträglicher sind.

Man braucht imho keine "Eisenverbindungen"! Falls wirklich Eisen im Mangel ist, sind es alle anderen Vitamine/Spurenelemente/Mineralien auch, nur dass die Schulmedizin halt (fast nur) Eisen untersucht....
..alles Andere richten, dann kommt das Eisen von allein in Ordnung.

Meine Meinung!

Gruss
Karl
 
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@Rianj

Wie hoch ist denn dein Ferritin so gewesen und sinkt bei dir dann auch das Hb ab, dh du kommst wahrscheinlich in eine Anämie.
Wie siehts mit Serumeisen aus, ist das auch eher niedrig oder zu tief?

Sicherlich wären viele mit krassem Mangel froh wenn sie was von meinem Hb und Eisenwerten abbekommen würden, wenn auch mein Ferritin nicht gerade im Mittelfeld liegt
Wie lange hast du Kräuterblut denn damals genommen und in welcher Dosierung?

Schon komisch dass sonst keiner diese Reaktionen hat aber ich vermute mal dass da bei mir noch was anderes mit im Spiel sein könnte und die Eiseneinnahme eventuell nur ein zusätzlicher Faktor, sozusagen der alles ins Rollen gebracht hat.

Jetzt ist auch gerade wieder so ein sch....moment, ich habe das Gefühl dass mein Gehirn irgendwie vernebelt und zugedröhnt ist, so als hätte ich was gesoffen und ich atme irgendwie etwas schwer. Dabei hab ich doch nur ein wenig was gegessen, eine Portion Reis und ein Ei.
Manchmal krieg ich dann echt Angst dass ich irgendwann vielleicht wirklich mal ersticken könnte und wenn ich alleine bin und es kriegt keiner mit.
Da möchte ich erst gar nicht dran denken.....

Jetzt muss ich mal abwarten weil meistens wird es ja dann nach ca einer halben Stunde wieder besser.
 
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15.06.09
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Hallo catlady,

mein Hämoglobin war am 20.9. auf 13,4 (normal 11,6-15,1)
Eisen 49 ( 37-145)
Ferritin auf 12,3 (13,0-150)
war nach der Infusion im März auf über 40 gestiegen .

Ich habe das Kräuterblut kurmäßig, wie angegeben eingenommen. Ca. 3 Monate dann Pause von 3 Monaten und dann wieder.


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LG
Rianj
 
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26.06.10
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Man braucht imho keine "Eisenverbindungen"! Falls wirklich Eisen im Mangel ist, sind es alle anderen Vitamine/Spurenelemente/Mineralien auch, nur dass die Schulmedizin halt (fast nur) Eisen untersucht....

Genau so ist es. Scheinbar will das aber wieder keiner hören.
 
regulat-pro-immune
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15.06.09
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Doch schon.
Auch wissen.
Aaaaber alles untersuchen zu lassen ist teuer...
und auf Verdacht alles in hoher Dosis einzunehmen ist auch nicht empfehlenswert.
Da kann man nur kleckern, wo doch klotzen angesagt wäre ;)

LG
Rianj
 
Beitritt
22.01.11
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und auf Verdacht alles in hoher Dosis einzunehmen ist auch nicht empfehlenswert

Warum nicht?

Und warum grade Eisen auf Verdacht? Das ist neben Kupfer das kritischste NEM(!) Und wiedermal geht die Schulmedizin mit dem potentiell Schädlichsten am "lockersten" um...
...dann lieber ordentlich Vitamin C.

Gruss
Karl
 
Beitritt
15.06.09
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Eisen wird ja gerne untersucht.
Das also nicht auf Verdacht sondern gezielt einnehmen ;)

Ich meinte eher die anderen Vitamine und MIneralien, deren Blutuntersuchng von der KK nicht bezahlt werden. Wenn ich Glück habe, macht meine HÄ noch V/D oder B12 mit. das war`s dann auch schon.
Von anderen weiß ich,d ass es da nicht anders ist.
Also heißt es, selber Blut untersuchen lassen und das kostet.

LG
Rianj
 
Beitritt
26.06.10
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Ich meinte eher die anderen Vitamine und MIneralien, deren Blutuntersuchng von der KK nicht bezahlt werden.

Und das ist auch gut so.

Also heißt es, selber Blut untersuchen lassen und das kostet.

Unnötig bzw. nur bei einigen Sachen sinnvoll. Isoliert einen Mangel ausgleichen zu wollen, bringts nur in wenigen Fällen. Mit dieser Vorgehensweise wirst du scheitern.
 
Themenstarter
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29.09.12
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@Rianj

Ja dein Ferritin ist schon recht niedrig, auch das Serumeisen ist gerade noch in der Norm, der Hb ist noch normal aber tiefer als zb meiner mit 14,6.
Weißt du auch deine Sättigung?

Meine Eisenwerte kennst du ja und die sind irgendwie auch etwas komisch, zur Sicherheit lass ich das Ferritin nochmals bestimmen, weil es kann nicht möglich sein dass ich mit diesem Ferritinwert die Symptome von `ner Hämochromatose bekomme, er ist zwar etwas höher als deiner aber immer noch sehr sehr weit weg von einem Überschuss.

Hochdosiert trau ich mir ja auch immer nix nehmen und hab ich eigentlich auch nie getan, nur hin und wieder hab ich B Vitamine genommen wo man 200 Prozent vom Tagesbedarf zu sich nimmt, aber die haben mir nie Schaden zugefügt.
Im Moment würde mich aber hochdosiertes Zink irgendwie reizen, obwohl man da auch etwas vorsichtig sein sollte und vorher möchte ich ja noch den Kupferstoffwechsel checken ob da auch wirklich was sein könnte. Sonst verfäsch ich noch die Werte und das ist ja auch nicht gut.

Weißt du bei dir noch von anderen Mangelerscheinungen wie eben zb Zink, Magnesium, B12 etc..?

Das finde ich auch doof dass die Spurenelemente nie so wirklich gecheckt werden von den Ärzten, dabei sind Mangelerscheinungen und Überschüsse ja auch der Schulmedizin bekannt...
Und wenn dann wird wirklich fast nur auf Eisen geschaut, da habt ihr recht und oft nicht einmal das - der Hb und MCV wird manchmal alleine rangezogen, obwohl es auch andere Formen von Blutarmut gibt.
Ich verstehe sowieso nicht warum Ärzte nicht- zb bei Leuten die immer wieder mit bestimmten Beschwerden kommen und die immer wieder die selben Standard-Blutwerte haben oder besondere Ernährungsweisen führen etc.., -mal auf die Idee kommen könnten die Vitamine und Spurelemente zu bestimmen?
Wahrscheinlich weil man damit nicht soviel Geld machen kann und dann nicht mehr so viele auf der Psychoschiene landen würden die ja fürs System auch ganz lukrativ zu sein scheint.

Man muss sich ja heutzutage bei vielen Ärzten schon für total bekloppt erklären lassen wenn man auf Eigeninitiative seinen Vitalstoffstatus bestimmen lassen möchte-auch wenn man selbstverständlich selber zahlt. Eine Frechheit finde ich das.
 
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