... meine Info ist eben, dass richtiges Fasten (was man nur bei guter Konstitution eh machen soll) nicht schwächt (nach den ersten Umstellungstagen natürlich). Im Gegenteil. Wieso fühlst Du Dich dann so schwach? Ist es dann zu lang gewesen, Konstitution nicht gut genug, falsche Herangehensweise?
Naja, also dass man aus drei Wochen komplett ohne alle Fette und Eiweiß nicht mit geschwollenen Muskeln hervorgeht, halte ich jedenfalls für normal. Selbstverständlich schwächt ein ausgedehntes Fasten - auch wenn man jeden Tag Sport treibt, wie ich das getan habe. In den letzten Tage bin ich beim Joggen kaum noch vorwärts gekommen und quasi über meine eigenen Füße gefallen.
Als Erfahrung ist mir das selbst neu, denn ich hatte bisher immer nur 5 bis höchstens 10 Tage lang gefastet, und da sah es bei mir anders aus. Neu war diesmal auch, dass ich eigentlich die ganze Zeit sehr viel Schlaf benötigt habe; sonst genügten nach einer paar Umstellungstagen manchmal nur 4 oder 5 Stunden. Ich führe das auf mein chronischs Müdigkeitssyndrom zurück, das sich eben auch durch ein einfaches Fasten noch nicht schocken lässt und früher bei mir weniger ausgeprägt war.
Ich habe nach einer sehr guten Anleitung gefastet, die ich nur weiterempfehlen kann, der des Naturheilkundlers René Gräber. Das ist ein modifiziertes Buchinger-Fasten, bei dem vor allem gewährleistet ist, dass man nicht "hungert" und die mobilisierten Gifte auch wirklich den Körper verlassen. Das hat nach meinem Eindruck ganz ausgezeichnet funktioniert.
Was die Konstitution angeht... Ich bin nicht gesund und deshalb könnte meine Konstitution auch wirklich besser sein. Aber das ist kein Grund, nicht zu fasten, im Gegenteil. Was ich mache, nennt sich Heilfasten und ist gerade vielen chronisch Kranken (das heißt: mit einer schlechten Konstitution) nur zu empfehlen. Ich faste ja auch (1 bis 3 Tage) gegen herankommende Infekte, auch wenn ich mit einem laufenden Infekt nicht in so ein größeres Projekt wie diesmal gehen würde. Da gucke ich schon, dass es mir vorher vergleichsweise gut geht.
Ich denke also nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe.
Und was ich ganz bestimmt nicht falsch gemacht habe (das bezieht sich jetzt auf einen früheren Beitrag von alibiorangerl) ist, dass ich
vor dem Fasten noch nicht ganz genau wusste, wass ich 25 oder 26 Tage später zu mir nehmen werde. Es gibt nach 21 Fastentagen noch 3 bis 4 Aufbautage, die ich auch entsprechend einhalte. Das ist alles gewiss genug Zeit, um darüber nachzudenken, womit man dann anschließt. Wovor sollte mich denn eine solche Vorfestlegung schützen? Vor dem Fasten selbst (man fastet doch nicht, wenn man nicht weiß...)? Oder vor so manchen unüberlegten Antworten hier?
Viele Grüße
Reinhard