Dritte Zähne?

Wie schon beschrieben, kann eigentlich nur derjenige urteilen, der schon einmal von einer Vielzahl von Krankheitssymtomen durch geschüttelt worden und den Leidensweg eines chronisch Kranken gegangen ist. Äußerlich mögen die Zähne gesund aussehen, aber im Kiefer brodelt es. Vielleicht muß man erst den Gestank aus der Kieferhöhle nach dem Ziehen eines Zahnes einatmen um zu verstehen, daß der Kiefer fault.

Für Horaz und EM wäre das Buch von Andreas Bosch "Die Rettungsinsel" interessant. Das Buch illustriert die lange Leidensgeschichte eines an Zahnherden erkrankten Menschen. Hier wird auch die Ohnmächtigkeit der Schulmedizin deutlich, eine Schwermetallvergiftung geschweige denn Zahnherde zu erkennen.

Es ist eines der wenigen Bücher, die ich 3 mal gelesen habe.

Brody
 
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Vielleicht muß man erst den Gestank aus der Kieferhöhle nach dem Ziehen eines Zahnes einatmen um zu verstehen, daß der Kiefer fault.

Ja, das wäre was - sowas wie der "Lehrgang Waldschäden" bei uns im Wald. Das hieße dann entsprechend "Lehrgang Kieferschäden". Hauptbestandteil ist die Anwesenheit bei einer Herd-OP. Die Besucher werden ganz nah an den Kiefer gebeten, um am Zahnfach zu schnuppern :eek:

Danach würde so mancher das Ganze vielleicht anders sehen. Oder wie der ZA unserer Familie (nicht mehr meiner :D), der meint "jaja, das stink beim Ziehen oft, das ist normal":schlag:...

Das mit den Zähnen scheint ein sehr tief sitzendes Problem für alle Menschen darzustellen: Der Verlust macht uns scheinbar schwach, hilflos und impotent. Unterbewusst hat jeder Angst vor dem Verlust der Zähne und den damit asoziierten Eigenschaften (Macht, Potenz, Durchsetzungsvermögen). Wenn jemand sich mit - quasi mit Freude - dem Ziehen seiner Zähne beschäftigt, wirkt das auf Außenstehende anscheinend nicht nur befremdlich, sondern auch provozierend.
Keiner käme aber auf die Idee, das Entfernen eines (Krebs-)Geschwüres oder eines abgestorbenen Fingers zu stigmatisieren oder zu verlachen.
Die Medizin unterliegt leider auch dem Symbol-Zauber einer schönenen Gebisses: Was nicht sein darf, das nicht sein kann.
Eine quasi mittelalterliche Ansicht, wie z.b. als man meinte, durch häufiges Waschen werde die Haut zu dünn: Entsprechend meint man heute, der Kiefer sei biologisch vom Körper abgekoppelt und man kann alles damit machen.
 
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