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Die "Ungläubigen" sind so nahe

Themenstarter
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09.11.04
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Hallo,

ich muss das mal loswerden:rolleyes:

Ich bin so naiv durch die Welt zu laufen und zu glauben dass die Menschen wissen dass Amalgam schädlich ist.

Gestern hatten wir besuch von einem guten Freund.
Das Gespräch ging um Zähne, weil mein Mann da gerade Probleme mit hat, auf einmal hat mein Mann unseren Freund gefragt ob er eigentlich noch Amalgam hat.
Natürlich hat er noch Amalgam drin und das sind doch alles nur Spinner die sich das Amalgam rausnehmen lassen. Das Amalgam schädlich ist würde nur von der Presse usw aufgebauscht werden.
Mein Mann grinste mich an und meinte nur er würde auch so einen "Spinner" kennen....

Von Entgiftung usw. habe ich erst garnicht erzählt...dann hätte er wohl gedacht ich dreh durch...!

Komisch, wieso glaubt er nicht dass Amalgam schädlich ist???
Sonst glauben es (fast) alle die ich kenne!!!

Liebe Grüße an alle "Spinner" die keine Amalgam mehr haben...oder haben wollen:D
Sternchen
 
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10.01.04
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Hallo Sternchen,
ich glaube, gerade bei Amalgam und der Erkenntnis, daß es giftig ist im eigenen Mund, dauert es sehr lange, bis sich jemand zu dieser Erkenntnis durchringt, wenn es ihm gut geht.
Da scheint ein innerer "Verhinderer" am Werk zu sein, der ganz besonders effektiv arbeitet. Wahrscheinlich spielt da auch die Angst eine große Rolle, der man sich gar nicht erst stellen will. Und deshalb hört man dann lieber auf die Pro-Amalgam-Argumente überall statt auf den eigenen Verstand zu hören.
Letzten Endes muss das jeder für sich herausfinden. Schön, wenn es dem Amalgamträger gut geht !
Gruss,
Uta
 

Malve

Hallo Sternchen -

tröste Dich, ich kenne auch genügend Leute, für die "Amalgam nicht schädlich" ist.
Sie haben offenbar keine gesundheitlichen Probleme und sind deshalb der Meinung, dass es ihnen nichts ausmacht, Quecksilber + Co. im Mund zu haben.

Darunter sind auch ein paar Bekannte, denen ich von meiner Amalgamsanierung und -ausleitung erzählt habe - leider. Da meine Beschwerden (Sehnen z.B.) immer noch mal mehr, mal weniger vorhanden sind, werde ich gelegentlich darauf angesprochen, dass das Amalgam dann doch nicht die Ursache gewesen sein dürfte...? Dass dieser Stoff in jedem Fall schädlich ist, will man nicht so recht glauben.

Es hat keinen Sinn, diese Leute überzeugen zu wollen - es wird ja immer mal wieder in den Medien davon berichtet, dass Amalgam eine gute und preisgünstige (!) Zahnversorgung ist. Es wird höchstens darauf hingewiesen, dass einige wenige Personen allergisch reagieren könnten.

LG,

uma :)
 
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21.04.05
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Hallo,

also ich hab bis jetzt noch niemanden getroffen, der glaubt, das Amalgam schädlich ist.

Wo das bei mir rauskam und ich es meinen Eltern erklärte - ihnen auch erklärte, das es ganz schön lange dauern kann (eben nicht nur ein paar Medikamente nehmen und gut) bis alles weg ist, haben sie sich nur gewundert. Da hätten sie noch nie was von gehört, wieso sollte das schlecht sein - aber okay. Nach ein paar Wochen kamen schon die Nachfragen, das ich ja sicher wieder gesund wäre.

Nur mein Lebenspartner glaubt mir, allerdings glaubt er, das nur einige Leute damit Probleme haben und andere das verarbeiten können (hat selbst Amalgam in den Zähnen). Alle anderen meinen, das dies Spinnerei ist!

Allerdings ist es dasselbe mit der Schilddrüse, das nimmt auch niemand ernst!

Sorgen mach ich mir um meine Schwester, die hatte viel Amalgam im Mund, wird behandelt gegen Kieferkrebs und hat daher viele Zähne gezogen bekommen mit Amalgam - ist das nun besser als Füllungen wecheseln?

Viele Grüße
Renate
 
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25.10.04
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Hallo Ihr,

ich kenne das auch zu gut. Ich meine, noch vor 1 1/2 Jahren, muß ich ehrlich zugeben, hätte ich auch nicht gedacht, dass Amalgam so schlimme Folgen haben kann. Als mein Arzt mir sagte, dass das bei mir die Ursache meiner Beschwerden ist, bin ich aus allen Wolken gefallen. Aber ich habe es direkt geglaubt und wenn man sich etwas mit dem Thema beschäftigt, kann man es auch sofort nachvollziehen.

Meine Eltern haben auch gestaunt und mein Vater wollte es lange nicht glauben. Mitlerweile entgiften beide...Gott sei Dank! Mein Vater hatte nämlich auch 15 Füllungen, aber ist bis heute topfit.
Und ich mit meinen 6 Füllungen breche zusammen...ist schon komisch.

Das schlimmste fand ich immer die ungläubigen mitleidigen Blicke der Ärzte, wenn ich ihnen von der Vergiftung erzählt habe und sie meinten " das kann garnicht sein...davon habe ich noch nie gehört" und das aus dem Mund von einem Zahnarzt!!!!!!!!:schock:

Ich versuche soviel wie möglich Aufklärung zu betreiben in meinem Bekanntenkreis, weil ich auch immer wieder von Beschwerden höre, wo ich denke, Vergiftung könnte die URsache sein. Z. B. ist vor einem Jahr ein 24- jähriges, vorher sehr aktives aufgeschlossenes Mädchen aus dem Bekanntenkreis meiner Eltern zusammengebrochen. Sie ist liegt nur noch rum, ist depressiv, kann nicht mehr studieren und kaum noch was essen.

Für mich hört sich das schon sehr auffällig an. Aber bis mal etwas in Richtung entgiftung getan wird, kann man sich den Mund fusselig reden und die monate ziehen ins Land.
Das Mädchen hat sich angeblich durch 3 Jahre WG-Leben die Nerven kaputt gemacht...na, klar!!!
Sie tut mir einfach so leid, weil ich so gut nachvollziehen kann, wie hilflos und ängstlich sie sich fühlen muß.
( Ich habe jetzt schon Adressen von Klinghart- Therapeuten in Berlin herausgesucht (dort wohnt sie), aber es ist zweifelhaft, ob der Vater sie ihr überhaupt zukommen läßt).

Mal schaun, wenn ich in Kur fahre und von meiner Geschichte erzähle, in was für Gesichter ich dann wieder schauen darf...
Da ist auch eine Abteilung für chronische Darmsyndrome, am besten verteile ich direkt Flugblätter ;).
Nein, mal ehrlich, ich finde es immer schwer da tatenlos zuzusehen.

Ich hoffe, es gibt in näherer Zukunft nochmal ein Auschrei in den Medien,
sonst wird doch auch über alles berichtet!!!!

Viele grüße
Kerstin
 

ADo

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06.09.04
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Mein Patenonkel ist Chemiker (unterrichtet an der Uni). Der sagt auch, dass Amalgam nichts machen kann.:confused:
Ist irgendwie ein Kampf gegen Windmühlenflügel:rolleyes:

LG ADo
 
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16.02.05
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Sternchen schrieb:
Komisch, wieso glaubt er nicht dass Amalgam schädlich ist???
Sonst glauben es (fast) alle die ich kenne!!!
Sternchen

weil er dann betrogen worden wäre! (was ein Satz) und das geht nicht in unserer Gesellschaft die alles kontrolliert und prüft und untersucht und in "richtig" oder "falsch" Schächtelchen packt. Es braucht halt immer eine Generation um Mythen und Irrglauben abzulösen bzw. gegen neue Mythen und andere Schwüre einzutauschen. Ärzte geniessen (noch) den Ruf sich dem Wohl des Menschen verschworen zu haben. Aus meiner bisherigen Beobachtung ist von diesem Schwur genau das untere Ende übrig geblieben. Es muss billig sein, es muss schnell gehen und es darf keiner beteiligten Partei weh tun. So ist diese gesammte Gesellschaft aufgebaut wenn man mal die Augen auf macht. Irren tut derjenige der glaubt, das irgendjemand für seine Belange zuständig sei und es in seinem Sinn interpretiert bzw. danach handelt. Jeder ist sich selbst der nächste und das hat den Menschen zu einem (noch) überlegenen Wesen gemacht. Auf die Suche nach Intelligenz halt sich nicht nur Dieter Nuhr gemacht sondern scheinbar auch ein ganzer Planet als er und ausgespuckt hat.

Wenn es dich aufregt das andere nicht reagieren oder sich darüber lustig machen, sei Dir gewiss das Du einen kleinen Schritt weiser bist als diese Menschen. Wichtig ist nicht das Du es Deiner Generation erzählst sondern Deinen Kindern und Enkeln. Die können das Wissen gebrauchen und langfristig durch Beobachtung Rückschlüsse ziehen.
 
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10.01.04
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Wichtig ist nicht das Du es Deiner Generation erzählst sondern Deinen Kindern und Enkeln. Die können das Wissen gebrauchen und langfristig durch Beobachtung Rückschlüsse ziehen.

Und entsprechend ist es wirklich wichtig, daß man jungen Eltern klar macht, daß sie ihren Kindern bitte nienienie Amalgam reinmachen lassen sollen. Hier kann man gut mit Risiko-Minimierung argumentieren. Das leuchtet eigentlich nach meiner Erfahrung allen ein...

Gruss,
Uta
 
Themenstarter
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09.11.04
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Hallo ihr "Spinner",:schock:;)

ich habe nochmal über das Gespräch nachgedacht.
Es kommen sicherlich mehrere Sachen zusammen.:rolleyes:
Erstens glaube ich hat er Angst vorm Zahnarzt, er geht schon hin, sagte aber er würde es nicht tun um nur die Füllungen zu wechseln, sondern nur wenn es was (aus seiner Sicht) Ernsthaftes ist.
Dann würde es ja Geld kosten, da die Füllungen nicht kaputt sind!!!

Ja und dann sind da sicherlich noch die ganzen Dinge die ihr hier gesagt habt...

Wenn es einem damit heute gut geht ist es leicht dieses Problem zu ignorieren...aber wer weiß was später ist, wenn man alt wird???
Wenn im Alter das Gehirn aussetzt ist es zu spät!!!

Vieleicht sind wir (denen es jetzt nicht so gut geht) in der besseren Lage, da wir dadurch jetzt was tun!!!

Mein Mann und ich wissen schon seit ca. 20 Jahren das Amalgam schädlich ist. Zwar nicht so umfassen wie ich es in diesem Forum gelernt habe aber wir wussten es und mein damaliger Zahnarzt auch.
So habe ich immer wenn was kaputt war es auswechseln lassen. Allerdings hatte ich von Schutz und Ausleitung keine Ahnung.

Ich glaube auch nicht dass die Zahnärzte es nicht wissen:mad:
Die haben den Mist den Menschen doch jahrelang eingesetzt, da kann man doch nicht sagen "tut mir leid, liebe Leute, aber was ich euch da eingesetzt habe ist Gift".
Außerdem ist es doch anstengen sich umzustellen und die Geräte für Schutzmaßnahmen anzuschaffen, bzw darüber nachzudenken....

Unser Freund hat Glück, er war der Meinung Amalgam würde grundsätzlich nicht mehr eingesetzt werden,... nein, nur sein Zahnarzt macht es von sich aus nicht mehr;). So bekommt er automatisch, mit der Zeit, sein Amalgam ersetzt.

Meine HP hat mir ganz entsetzt erzählt dass sie vor noch nicht so langer Zeit ein 6 jähriges Kind mit einer Amalgamfüllung hatte. Was soll den das??? in den Milchzähnen??? Da müssen die Eltern aber erstmal zurecht gestoßen werden!!! Na ja, vieleicht gibt es tatsache Menschen die noch nie was von der Schädlichkeit gehört haben...:idee:


LG
Sternchen
 
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30.06.05
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Hallo!
Also ich hab die Erfahrung gemacht, das eigentlich niemand in meiner Umgebung von der "Gefährlichkeit des Amalgams" wissen möchte.
Ich denke der Grund dafür ist ganz einfach die Angst, da die meisten Leute noch Amalgam im Mund haben.
Allerdings glaube ich, das es erst dann ein Thema wird, wenn man dadurch Probleme bekommt. Bei mir war es offensichtlich, das erst nach der ungeschützen Ausbohrung mit mir etwas nicht mehr stimmte. Vorher hab ich davon nichts bemerkt.
Ich musste auch feststellen, das obwohl ich eine Bekannte darauf aufmerksam gemacht hatte, das ihre Probleme vom Amalgam kommen könnten, sie nichts davon hören wollte. Damals hatte sie gerade eine Fehlgeburt und einen Abgang hinter sich und war in Hormontherapie für einen dritten "Anlauf". Mit dem Mund voller Amalgam. Das dritte Kind kommt bei ihr im März, soviel ich weiss. Naja, die ersten beiden haben wohl genügend abgeräumt, so dass das dritte jetzt zumindest laut Ultraschall gesund scheint.
Das fand ich am traurigsten.
Selbst in meiner Heilpraktikerschule sind momentan 2 schwanger, die wirklich mittlerweile wissen sollten, wie schädlich Amalgam ist und die trotzdem ganz bewusst sich den Kinderwunsch verwirklichen, obwohl sie Amalgamträgerinnen sind. Aber beide wollen hinterher ausleiten.
Hmmm ...
Dazu ist mir dann wirklich nichts mehr eingefallen.

Lieber Gruss Karin
 

ADo

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06.09.04
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@ Uta:
Ist ja schön, wenn die Eltern das wissen, aber bei uns ist es so gelaufen, dass ich von Anfang an klar gesagt habe: Kein Amalgam für die Kinder. Wenn Füllungen nicht von der Kasse bezahlt werden, zahlen wir es selber.
Die Zahnärztin hat sich , solangeich bei den Kindern dabei war, auch daran gehalten. Aber meine Tochte ist irgendwann auch alleine los und ihr wurden insgesamt 3! Amalgamfüllungen eingesetzt. Leider ist sie leicht geistig behindert und hat mir nichts davon erzählt, bzw. zu spät. Sie sagte aber, sie hätte noch gesagt, dass sie kein Amalgam solle. Trotzdem hat sie es bekommen.
Ich bin dann hin und wurde sehr kurz abgefertigt. Es wäre nur Amalgam möglich gewesen, alles andere sei kontraindiziert.
Dann habe ich darauf bestanden, dass ein Vermerk in die Patientenkarten meiner Kinder kommt, dass ich kein Amalgam wünsche. Bei Sohni haben sie es gemacht, bei meiner Tochter wurde es verweigert.
Bei einem anderen Zahnarzt sind meine Tochter und ich schon mal rausgeflogen. Gleiches Spiel, ich hatte vorher gesagt, dass ich Amalgam nicht für meine Tochter will. Er bohrt den Zahn auf, dann lief diese Amalgammixmaschine. Das Geräusch kannte ich noch und habe höflich! nachgefragt. Da hat er uns mit offenem Zahn rausgeschmissen!
So kanns auch gehen. Wir haben jetzt etliche Zahnärzte durch und es werden noch mehr werden, wie es aussieht.
LG ADo
 
Beitritt
10.01.04
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Hallo Ado,
das ist ja wirklich eine Schauergeschichte und ganz schlimm. - Tut mir leid, daß das so dämlich gelaufen ist...
Uta
 
Beitritt
16.02.05
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Ich galube das trifft es auf den Punkt. Bevor ich "Probleme" hatte und auh noch ein Jahr dabei habe ich nicht im Ansatz an die Zähne gedacht. Es war damals (1999) blanker Zufall das mir jemand sehr nahstehendes davon berichtet hat (ich wusste es echt nicht obwohl ich in direkem Kontakt mit der Person stand das diese sich die Zähne hat machen lassen :schock: ) und die Tatsache das ich NIE aufgebe das ich soweit gekommen bin wie ich heute bin. Es bedarf wie immer einer ganzen Generation um die alten Mythen gegen neue auszutauschen und so werden die heute 55 jährigen Zahnärzte nur mit wiederwillen Ihr langjährig erprobtes und liebgewonnenes Amalgam gegen was anderes tauschen was auch noch in mehreren Arbeitsschritten zu verlegen ist.

Es isdt übrigens nicht anstrengend sich neue Geräte anzuschaffen sondern teuer. Und beim Geld hört die beste Freundschaft (auch zum Kunden) auf.

Ein Milchzahn mit Hg zu versorgen ist nach Stand der Dinge nicht sonderlich förderlich aber wir reden ja hier nur über die erste Welt; in den anderen ist das nach wie vor Regelversorgung für alle Altersschichten.

Schauen wir mal nicht nach hinten sondern lieber in die Zukunft. Auf dem Maßnahmenkatalog der Entscheidungsträger ist das ausschleichen von Amalgam zwar nicht vorgesehen aber die doch deutlich hübscher aussehenden Alternativen verlocken schon die Clerasil Kinder. Neulich habe ich gelesen das ein Japaner Team es geschafft haben soll eine dem Zahnschmelz sehr ähnliche Komponente an vorhandene Zahnsubstanz zu haften. Das lässt hoffen das in absehbarer Zukunft was brauchbareres als Plastik oder das Metall Zirkon oder andere Metallmischungen (Keramik) als Alternativen zur Verfügung stehen. Da wir Rudelwesen sind, wird, wenn alle was anderes haben die wenigen verbliebenen auch bald umschwingen oder an Ihrer inzwischen schon fast amtlichen Krankheiten verdummen oder verscheiden. So ist das nun einmal und ich stelle mir mit entsetzen vor ich hätte Kinder und wüsste das ich wegen dem Amalgam und unserer scheinbar glorifizierten Gewinnsucht mit Täuschung an Ihren Krankheiten schuld wäre.

Leben heisst erfahren und dann wieder damit leben lernen.

Gruß

Mike
 
Themenstarter
Beitritt
09.11.04
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Hallo DAo,

das ist ja ganz fürchterlich wenn einem so etwas passiert.
Dürfen die Ärzte denn so etwas? Besonders wenn man es schon vorher gesagt hat? Für wen halten die sich denn?
Kann man so etwas nicht irgendwo anzeigen? Grenzt ja schon an Körperverletzung wenn der Arzt etwas tut was der Patient nicht will.

Wie haben die das denn begründet, dass es bei deinem Sohn geht aber bei der Tochter nicht?

Also, Sachen gibt es....:mad:

Ich hoffe ihr habt jetzt einen besseren Zahnarzt:)

LG
Sternchen
 
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16.02.05
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Calcium-Phosphate werden heute als Zahnbleiche oder zum regenerativen Knochenaufbau (experimentell) verwendet. Bein ersten soll sich ein Teil der Substanz mit dem Zahnschmelz verbinden und der Rest kommt dann nachhher wieder Raus (Schalensystem). Bei Knochenaufbau wird die Substanz als Knochenaufbaumaterial dem Körper zur Verfügung gestellt. Da um den Knochen Gewebe ist kann es nicht abhauen und muss irgendwie in den Körper integriert werden. Das einzige Problem ist die Substanz am Zahn im offenen (nicht gewebeummantelten Bereich) so zu befestigen das es unten eine Verbindung mit der vorhandenen Zahnsustanz eingeht und oben halt recht schnell als Kaufläche zur Verfügung steht. Nützlich aber nicht finanzierbar wäre, den Zahn für ein gewisse Zeit zu isolieren (wie bei einem Armbruch die Schiene zum ruhigstellen) damit sich der Schmelz in Ruhe regenerieren kann. Die Standartfrage nach dem Besuch beim ZA ist und bleibt: "...und wann kann ich wieder essen ?" und so müssen alle Lösungen diesbetreffend schnell, kompromisslos und einfach sein.
 

Lukas

Hallo Mike,

aber irgendwie mussten die sich das damals ja schon als funktionell gedacht haben... es wird denen ja auch klar gewesen sein, dass die Patienten nicht ein halbes Jahr aufs Essen verzichten würden (obwohl ichs dafür täte... gibt ja Infusionen)...

Viele Grüße
Lukas


 

ADo

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06.09.04
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Hallo Sternchen,
die Begründung war, dass angeblich kein anderes Material gehen würde. Trotzdem hätte es meine Zustimmung verlangt.
Nun muss ich für das Ausbohren auch wieder Geld bezahlen. Jedenfalls bei meinem jetzigen Zahnarzt habe ich für meine Zähne je 65 Euro zuzahlen müssen. Aber auch das war ohne 3 fach Schutz trotz "Natur" in der Werbung und deshalb suche ich für meine Tochter weiter.
LG ADo
 
Beitritt
10.01.04
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Hallo Lukas,
ich hatte an das MPI in Dresden geschrieben und diese Antwort erhalten:
die Arbeiten von Frau Dr. Busch werden bei uns im Institut unter der Leitung von unserem Direktor Prof. Dr. R. Kniep (Forschungsbereich Anorganische Chemie, Arbeitsgruppe Biominerisaltion) weitergeführt, allerdings mit Hauptaugenmerk auf die Untersuchung der besonderen Wachstumsprozesse, die bei der Bildung von Apatit-Gelatine-Kompositen zu beobachten ist.
Die Apatit-Gelatine-Komposite sind in ihrer Zusammensetzung nahezu naturidentisch. So wurde schon früh über eine Verwendung bei der Zahnbehandlung bzw. -prophylaxe nachgedacht. Umgesetzt wurde dieser Gedanke durch eine Kooperation mit der Firma SusTech in Darmstadt; eine Forschungsgesellschaft gegründet von mehreren Hochschulprofessoren - darunter Prof. R. Kniep - der technischen Universität Darmstadt und der Fa. Henkel. In den letzten fünf Jahren wurde intensiv an der Umsetzung der Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung aus unserem Institut in ein Produkt zur Behandlung sensitiver Zähne durch Neomineralisierung gearbeitet. Die klinischen Tests waren so Erfolg versprechend, dass mit der Umsetzung in die großtechnische Produktion begonnen wurde. Resultat ist Nanit®active, das seit kurzem großtechnisch hergestellt und als Zusatzstoff in eine Zahncreme eingearbeitet wird, die voraussichtlich im Frühjahr 2006 auf den deutschen Markt kommt.

Informationen dazu finden sie auf folgenden Internetseiten:
www.nanit-active.com
www.sustech.de per Email können sie dort unter [email protected] weiterere Informationen erhalten, oder unter dem Stichpunkt "Download" Flyer über nanit-active einsehen.
und
www.henkel.de unter Presse, Pressenachrichten - Forschung und Entwicklung: Dort finden Sie Artikel und Download-Dateien über eine Broschüre über Henkelforschung (mit der gesamten hintergrund information zu nanit-active) und nochmals eine Pressenachricht zu nanit-active.
Email: [email protected]
Sieht so aus, als ob leider nur eine Zahnpasta herausgekommen ist...

Gruss,
Uta
 

Lukas

Eine Zahnpasta! Wie frustrierend! :mad:

Was werden die der Dr. Busch für eine Summe gezahlt haben, dass sie sich darauf eingelassen hat? ...



Hallo Uta,

danke für Deine Bemühungen! :)

Ich schreib schon gar nicht mehr gerne so Stellen an, weils meist keine Antwort gibt...

Viele Grüße
Lukas
 
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