Die Dummheit ist ein gefährlicherer Feind als die Bosheit (Dietrich Bonhoeffer)

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Dietrich Bonhoeffer ist der Meinung, dass dumme Menschen gefährlicher sind als böse. Denn während wir gegen böse Menschen protestieren oder sie bekämpfen können, sind wir gegen dumme Menschen wehrlos - Argumente stoßen auf taube Ohren. Bonhoeffers berühmter Text, den wir für dieses Video leicht bearbeitet haben, dient jeder freien Gesellschaft als Warnung davor, was passieren kann, wenn bestimmte Menschen zu viel Macht erlangen.


Hier kann man den Originaltext von Bonhoeffer im Rahmen eines Artikels nachlesen:

Ein bekannter Text von Bonhoeffer, den er im KZ geschrieben hat: „Von guten Kräften wunderbar geborgen“:



Von Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945)

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer, Von guten Mächten, in seinem Brief an Maria von Wedemeyer aus dem Kellergefängnis des Reichssicherheitshauptamts in Berlin, Prinz-Albrecht-Straße, 19. Dezember 1944. Erstmals veröffentlicht 1951 in: Eberhard Bethge (Hrsg.), Dietrich Bonhoeffer. Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft.

Grüsse,
Oregano
 
Bonhoeffer wurde im KZ hingerichtet, kurz bevor die Alliierten es befreiten. Heute ist man nicht mehr so brutal. Heute werden diejenigen, die es wagen, den Oberen ins Gewissen zu reden, lediglich mit Hausuntersuchungen, unsinnigen Anschuldigungen, endloser Untersuchungshaft und Existenzvernichtung verfolgt. Man ist ja so human geworden.
In China geht man etwas resoluter vor.

Der Schriftsteller Liu Xiaobo, der den Friedensnobelpreis erhielt, muss seine Offenheit in der Haft büßen.
Die Dummen sind die guten Bürger, die nie die Weisheit der Maßnahmen in Frage stellen. Die Nachdenklichen sind gefährlich und müssen in ihre Schranken verwiesen werden .
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich wird hier nicht über die eigenen Opfer geredet. Lieber zeigt man auf China oder andere "Unrechts-Staaten". Schließlich sind wir ja die Guten und moralisch stets überlegen! Weißt Du, was bspw. mit Mario-Ohoven genau passiert ist? Angeblich soll er ja rechtzeitig bevor man den Mittelstand hier abgeschafft hat, tödlich mit dem Auto verunglückt sein! Das kann man glauben oder nicht... Auch der Umgang mit Julian Assange oder vielen anderen Häftlingen, die man ohne saubere Anklage oder gar Beweise jahrelang in Guantanamo wie Tiere fest gehalten hat:



Oder hier zeitlos (leider alles schon älter, aber immer noch aktuell):

 
Weißt Du, was bspw. mit Mario-Ohoven genau passiert ist?
Natürlich halte ich uns nicht für die Guten. Ich wollte nur zeigen, dass hier subtiler mit Gegnern umgegangen wird, damit nicht zu viele Schläfer aufwachen. Für meinen Geschmack sind auch zu viele Corona-Kritiker plötzlich verstorben, um nicht misstrauisch zu werden.
Die Tendenz, alle Kritiker als Rechtsradikale zu diffamieren, auch wenn sie sich ausdrücklich zu Frieden und Solidarität bekennen, sollte die Gleichgültigen aufwecken.
Ein Beispiel für die Willkür, mit der Menschen verfolgt werden, die nicht zu allem ja und amen sagen, ist Johanna Findeisen, die seit einem halben Jahr in U-haft sitzt. Dass sie sich bei allen Kundgebungen für Frieden und Solidarität eingesetzt hat, wird als Tarnung deklariert.
Statt die Entlastungsfakten zu untersuchen, werden zufällige Begegnungen als Verschwörung definiert.
Wenn solchen Menschen Unrecht geschieht und sich das herausstellt, hat die Justiz viel Zeit, sie zu rehabilitieren. Lieber versucht man, neue Anklagen zu konstruieren, um am Schluss Recht gehabt zu haben.
 
Ja, wenn man heute eine andere Meinung/Gesinnung hat als die Erwünschte, dann wird man hier ganz schnell zum Staatsfeind! Und wenn man dann noch eine zu große Reichweite hat (bspw. bei YT), dann wird man "gecancelt" oder erbärmlich diffamiert (rechter Schwurbler, Antisemit und andere Unterstellungen!). Aber manche Leute kriegen sie trotzdem nicht. Da muss man das System jedoch schon genauestens kennen und super gut vernetzt sein wie bspw. auch ein Tim Kellner! Ein ehemaliger Polizist.
Aber ich stehe dennoch zu meiner Meinung. Angst lasse ich mir jedenfalls keine machen!
 
... Bonhoeffers berühmter Text, den wir für dieses Video leicht bearbeitet haben, dient jeder freien Gesellschaft als Warnung davor, was passieren kann, wenn bestimmte Menschen zu viel Macht erlangen.

Dieses Zitat im 1. Beitrag von Oregano eröffnet aber auch ein weites Feld, würde ich sagen, ein sehr weites Feld .... was auch immer von Oregano damit gemeint ist oder woran sie dabei gedacht hat. Das erfährt man so ja erstmal nicht.
 
Heute vor 79 Jahren jährt sich der Tag der Hinrichtung Dietrich Bonhoeffers durch die Nationalsozialisten....!

1944, im Gefängnishof Tegel, wurde Bonhoeffer von einem Mitgefangenen gefragt, wie er es als Christ und Theologe verantworten könne, aktiven Widerstand gegen Hitler zu leisten.

Er antwortete im Beisein der Aufseher mit einem Bild: Wenn ein betrunkener Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit den Kurfürstendamm herunterrase, könne es nicht nur die Aufgabe des Pfarrers sein, die Opfer des Wahnsinnigen zu beerdigen und deren Angehörige zu trösten; es sei wichtiger, dem Betrunkenen das Steuerrad zu entreißen.

Gibt es eine deutlichere Ansage an die heutige Gesellschafft? Nein!!

Das Vermächtnis Bonhoeffers ist eindeutig: Erkenne und handle. Lass dich nicht von den Faschisten, Spaltern und dummen Menschen (danke Oregano für oberes Video) abhalten, bedrohen oder manipulieren etc.

https://www.dioezese-linz.at/news/2020/04/09/vor-75-jahren-wurde-dietrich-bonhoeffer-hingerichtet

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