Depyrrol Plus oder Basis ?

Themenstarter
Beitritt
16.07.05
Beiträge
9
Hallo zusammen,
nehme seit 5 Monaten Depyrrol-Plus ein. Habe langsam schleichend mit 1/3 Tablette am Tag angefangen. Mittlerweile nehme ich seit 2 Monaten 2 Depyrrol-Plus morgens ein. Nun sind meine Depyrrol-Plus-Tabletten bald leer und ich bin am überlegen, ob ich mir nun die Depyrrol-Basis bestellen soll. Habe aber irgendwie Angst, dass ich das Basis nicht vertrage, da das ja dann höher dosiert ist. Hat jemand damit Erfahrungen? Ging die Umstellung auf Basis ohne Probleme? Und wieviel von dem Basis soll ich dann am Tag nehmen? Mein Arzt ist momentan leider im Urlaub und so hoffe ich auf eure Hilfe!

Danke an alle,
Hashi
 

Kate

Moderatorin
Teammitglied
Beitritt
16.11.04
Beiträge
12.156
Hallo Hashi,

persönliche Erfahrungen mit den Depyrrol-Varianten habe ich nicht. Kann nur folgende allgemeine Überlegungen beisteuern:

- Es wird immer wieder von allen möglichen Seiten (sowohl von den Theoretikern als auch Patienten) nahegelegt, B6 langsam zu steigern. Dies gilt für P5P als aktive Form des B6 umso mehr wegen seiner stärkeren bzw. direkteren Wirkung (es wird i.a. von einer etwa 5 mal stärkeren Wirkung ausgegangen).

- Angesichts der Inhaltsstoffe (jeweils in mg):

Basis: B6 10; P5P 50; Zn 30
Plus: B6 12,2; P5P 25; Mg 15; Zn 15
(Mn jeweils 5)

müsstest Du aber noch die Veränderungen bei Mg und Zn berücksichtigen und Dir überlegen - oder besser doch Deinen Arzt fragen - ob das Sinn macht. Nach meiner Erfahrung kann Magnesium eine ziemliche Rolle spielen für das Wohlbefinden.

Gruß
Kate
 

Leni Q

Depyrrol-Basis oder Depyrrol-Plus?

Hallo Hashi,

Theoretisch wäre es kein Problem nach längere Einnahme von Depyrrol-Plus auf Depyrrol-Basis umzusteigen. Aber wie Kate schon sagte Magnesium kann schon eine wichtige Rolle spielen. Und gerade wenn eine Hashimoto vorliegt ist Magnesium schon wichtig. Ausserdem kann man nach einige Zeit wenn erforderlich das Depyrrol Plus besser dosieren, durch einfach nur eine Tablette zu nehmen anstelle von zwei. Aber bitte nur wenn der Arzt das für notwendig hällt. Bis dahin würde ich einfach weiter machen wie bisher. Vorallem wenn Du es gut verträgst ist das doch gut und kann es seine Wirkung entfalten.

Liebe Grüße

Leni ;)
 
Themenstarter
Beitritt
16.07.05
Beiträge
9
@ Kate und LeniQ: Danke für eure Antworten! Ich wusste nicht, dass das Magnesium im Depyrrol Basis nicht mit drin ist. Ich könnte natürlich, wie Leni sagte, einfach mit 2 Depyrrol-Plus am Tag weitermachen. Allerdings merke ich bisher kaum eine Wirkung davon (kann mich immer noch nicht an Träume erinnern). Wie lange dauert es denn, bis man etwas vom Depyrrol merkt? Ich nehme die Dosis mit 2 Stück am Tag nun schon seit mindestens 3 Monaten. Bin ich zu ungeduldig?

@ alle: Hat sonst noch jemand Erfahrungen mit Depyrrol-Plus oder -Basis?

Danke schön,
Hashi
 
Beitritt
12.01.04
Beiträge
616
Depyrrol Plus oder Basis ???

Depyrrol basis enthält nicht Magnesium, sondern Mangan!
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
17.10.07
Beiträge
71
Depyrrol Plus oder Basis ???

Hallo, brauche eure Hilfe.
Ich nehme nun seit ca 2 Monaten Depyrrol Plus. Bin nach vier Monaten Basis darauf umgestiegen weil ich dachte Magnesium kommt gut weil ich ja immer noch mit meinem Elektrolythaushalt kämpfe durch die Nebennierenop. Aber erstens wird es mit Magnesium keinen Deut besser, weil wenn ich zu wenig Flüssigkeit habe rettet mich nur noch Cuprum aceticum...Kupfer. Also fehlt mir wohl irgendwie Kupfer...und ich habe keinen Zinkmangel. Aber seit dem Depyroll Plus habe ich dazu noch Hunger wie ein Bär. Ich könnte immer weiter essen...:mad:Kann es sein das Magnesium Hunger macht? Dann sollte ich vielleicht wieder zum Basis wechseln?
Und dann weiß ich nicht wirklich wie ich meinen Kindern was geben soll. Sam ist grade 12 geworden...laut Keac gibt man ab 12 Jahren Depyrrol Basis oder Plus... umgestellt..kein Problem. Nun hab ich aber noch zwei Damen die eineinhalb und drei Jahre jünger sind...die sich aber im Gewicht alle drei nichts tun.
Meine Jüngste vor allem nimmt auch grade heftigst zu...trotz kaum Kohlenhydraten und keinem Zucker...im Kind ist ja auch Magnesium drin...mh?
Gibt man nun Depyrrol nur nach dem Alter? oder spielt das Gewicht dabei auch eine Rolle? Bin echt ratlos und ein bisschen überfragt damit. Ich hab das Gefühl das sie alle Depyrrol Basis vertragen würden...kann aber auch verkehrt sein.
Meine Älteste sagt ihr bekommt Basis besser als Plus weil sie merkt das sie dann viel fiter ist. Warum auch immer das so ist.
Vielleicht hat ja wer von euch eine Idee dazu??
Und nach einem halben Jahr habe ich immer noch null Traumerinnerung...
LG Marita :wave:
 
Beitritt
02.01.05
Beiträge
5.341
Depyrrol Plus oder Basis ???

Hallo Marita,

Du hattest doch einen Tumor an der Nebenniere?
Kupfer fördert das Tumorwachstum und von Bindegewebswachstum, daher vermute ich, dass Du eher zuviel Kupfer hast (wenn sich ein Tumor bilden konnte) als zu wenig. Tumore gibt es als gut- und als bösartige Tumore (Du hattest hoffentlich einen gutartigen).
Ich wäre mit Kupfer nach einer Tumorentfernung vorsichtig.

Krebstherapie
Der Tumor kann nur wachsen, wenn er fortwährend neue Blutgefäße bildet. Weltweit wird darum intensiv nach Substanzen gesucht, um die Blutzufuhr des Tumors zu drosseln, denn dann stürben die Krebszellen wegen mangelnder Ernährung im gleichen Takt ab, in dem sie gebildet werden. Dann wäre Stillstand erreicht. Der “Wettlauf mit dem Tod” könnte abgesagt und der Tumor in aller Ruhe immunologisch “zerlegt” werden!
Die Gefäßneubildung ist aber ein sehr kunstvolles System, das durch fördernde und hemmende Faktoren reguliert wird. Ursprungstumor und Tochtergeschwülste verfügen außerdem über verschiedene Mechanismen, das Gefäßsystem anzuzapfen, so dass es sehr unwahrscheinlich ist, durch einen einzigen Hemmstoff das Ziel zu erreichen. Erste klinische Versuche in Deutschland sind denn auch recht ernüchternd verlaufen.
Es gibt aber einen anderen Ansatz: Viele Enzyme, die zur Gefäßneubildung benötigt werden, brauchen Kupfer als Ko-Faktor und zwar in einer Konzentration, die weit über der der anderen lebenswichtigen Vorgänge liegt, wie die Bildung roter und weißer Blutkörperchen. Durch dosierte Drosselung der Kupferzufuhr und Beseitigung gespeicherten Kupfers gelingt es womöglich, die Gefäßneubildung des Tumors, ohne gleichzeitig die Blutbildung und damit die Immunabwehr, zu hemmen.
Durch die Erforschung einer gut bekannten Kupferspeicherkrankheit, Morbus Wilson, steht das gesuchte Heilmittel zur Verfügung: Ammoniumtetrathiomolybdat (TM) heißt der Chelat-Bildner, der ausschließlich Kupfer bindet und offenbar keine anderen nennenswerten Nebenwirkungen aufweist als die erwähnte Hemmung der Blutbildung, v.a. der Granulozyten. Durch regelmäßige Messung der Coeruloplasmin-Konzentration im Blut lässt sich der Kupfer-Vorrat auf das gewünschte Niveau von 10 - 20% der Ausgangskonzentration einstellen.
Mit dem letzten Satz ist gemeint, dass man das freie Kupfer errechnen muss, indem man Coeruloplasmin und das Serum-Kupfer bestimmt und daraus das freie Kupfer berechnet.
MorbusWilsonEV
Formel für das freie Kupfer: (Serumkupfer in [µg/dl])-(Cp [mg/dl]×3)
Das freie Kupfer sollte < 10 µg/dl sein, gleichzeitig ist das freie Kupfer, wenn es erhöht ist, ein Diagnosekriterium für M. Wilson.
Ich würde vor einer Kupfereinnahme raten, den Kupferstoffwechsel im Blut untersuchen zu lassen.
Außerdem sollen die meisten Menschen einen Zinkmangel haben, d. h. dann hätte man zuviel Kupfer, weil Kupfer sich vermehrt, wenn kein Zink vorhanden ist. Wie wurde Dein Zinkwert bestimmt? Im Serum oder im Vollblut?
In Depyrrol ist so wenig (15 mg) Magnesium drin, dass man dessen Wirkung wohl kaum merken wird.
Bei richtigem Mangel an Magnesium nimmt man viel höhere Dosierungen. Ich nehme täglich etwa 400 bis 600 mg Magnesium ein und ich würde es nicht merken - weder positiv noch negativ - wenn ich nur 15 mg einnehmen würde.

Gruß
margie
 
Beitritt
17.10.07
Beiträge
71
Depyrrol Plus oder Basis ???

Hallo margie,
...ich hatte einen gutartigen Tumor der versucht hat mich umzubringen. Kurz gesagt einen Cushing, dadurch das die Nebenniere in Unmengen Cortisol produziert hat. Also weit entfernt von Krebs. Und gaaanz selten in der Form. Dadurch ist nun der Elektrolythaushalt eben im Eimer weil es schon sehr lange dauerte bis die Ärtze wußten wo es krankte. Dadurch waren auch meine Leberwerte damals sehr angegriffen..die sind aber wieder ok. Ausserdem habe ich seit der OP 70 kg abgenommen und daher verändert sich mein Stoffwechsel schon auch sehr drastisch.
Zink wurde noch garnicht bestimmt, aber es gibt keinerlei Anzeichen eines Zinkmangels..weder bei mir noch bei den Kindern. und kinesiologisch getestet war da alles in Ordnung.
Durch den Elekrtolythmangel habe ich immer mal wieder Krämpfe in den Füßen, Beinen, Rippen...dann wenn ich zu wenig Flüssigkeit zu mir nehme. Dadurch trinke ich schon extrem viel. Aber manchmal ist es eben doch so, das, warum auch immer, das Trinken zu kurz kommt. Und dann hilft eben nur noch Cuprum aceticum. Ich habe es mit Magnesium versucht, aber das bringt mir garnichts. Das Cuprum wirkt sofort...es ist sehr unschön einen Krampf in den Rippen zu haben und damit ist es gleich wieder ok.
Ich bin sehr sicher das ich kein MW habe..nichts weißt darauf hin.
Und wie gesagt ich habe echt das Gefühl das das Magnesium eine Menge an Hunger auslöst. Durch die Logi-Ernährung kann es der Blutzuckerspiegel nicht wirklich sein der es ausmacht. Und sonst eine Idee hab ich dazu auch nicht.
Manchmal ist es doch auch so das schon Minimengen wirken..oder?
Na ja..ich werd erst mal wieder auf Basis umstellen und dann ja sehen was sich bewegt.
Danke für deine Antwort
LG Marita :wave:
 
Beitritt
02.01.05
Beiträge
5.341
Depyrrol Plus oder Basis ???

Hallo Marita,

es geht nicht um M.Wilson, wenn ich Dir das mit dem erhöhten Kupfer bei Tumoren geschrieben habe, denn neben M. Wilson kann ein Tumor auch eine Ursache für erhöhtes Kupfer sein.

Es geht bei Tumoren auch nicht um Krebs, weil man unter Tumoren auch die gutartigen Tumoren einstuft.
Ich hatte deshalb geschrieben, dass es gut- und bösartige Tumore gibt.
Beide haben eines gemeinsam:
Sie wachsen und sie benötigen zum Wachsen Blutgefäße, d. h. eine Versorgung mit Blut, d. h es kommt dann zu einer Gefäßneubildung zu der wiederum Kupfer benötigt wird.
Ist kein Kupfer im Körper ist das Wachstum eben kaum möglich.

Menschen mit zuviel Kupfer haben offenbar vermehrt Tumore und umgekehrt haben Menschen, die wegen einer Krankheit (z. B. wegen M. Wilson) eine kupferausleitende Therapie machen, selten Tumore.
Da Du einen Tumor hattest, halte ich es daher für möglich, dass Dein Körper zu viel Kupfer hat (aus welchen Gründen auch immer, es genügt evtl. schon eine zu hohe Zufuhr oder die Einnahme der Pille, die auch zu erhöhtem Kupferspiegel führt) und das Tumorwachstum dadurch begünstigt wurde.
Das hat mit M. Wilson nichts zu tun.

Den Hinweis auf die Internetseiten des Wilson-Vereins betraf nur die Ermittlung des sog. freien Kupfers, also des Kupfers, das schädlich ist, wenn es zu hoch ist. Wenn man dies errechnen will, sollte die genannte Formel anwenden.

Und Kupfer fördert auch das Wachstum von Bindegewebe, d. h. evtl.äußert sich dies, indem man schneller zunimmt.

Gruß
margie

PS: Krämpfe sind immer ein Zeichen für einen Magnesiummangel ....
 
Beitritt
17.10.07
Beiträge
71
Hallo Erika
Tja..konsequent...eigentlich schon glaub ich. Allerdings finde ich langsam das es an der Zeit ist auch mal ein Buch drüber zu lesen.

Das bedeutet wir haben sofort im September, nachdem wir wußten HPU, und bei den Kindern kein Zucker und kein Gluten die Ernährung umgestellt. Es gibt weder Nudeln, noch Reis, noch Kartoffeln, noch Brot, noch irgendwas das mit Zucker zu tun hat.

So war die Ansage des Doktors, also ins kalte Wasser gesprungen, einfach mal gemacht und es war auch kein Problem es umzustellen. Keiner hat wirklich gemöppert. Zwei Tage hat es gedauert in denen sie morgens noch nach Brot verlangten, bis ich ihnen dann erklärt habe sie hätten es doch viel besser als die anderen Kinder. Die müßten immer ihre Brote essen und sie bräuchten nur noch den Belag zu genießen. Das fanden sie dann schon toll. Die Kinder haben mittlerweile aber auch verstanden warum wir das nun so machen...und zwar alle.

Nur mein Mann fands nicht so prickelnd..und manchmal geht er dann und macht sich selber seine Spagetthi oder die Frittenbude ruft. Oder er genießt seinen toten Toast. Er läßt sich nicht wirklich *bekehren* wobei es grade ihm sicher besonders gut tun würde.
Jedenfalls kommt er sich mit den Kindern nicht in die Quere und das reicht mir ja schon. Er ist alt genug es selbst hinzukriegen. Und die Kinder sind soweit das sie am Toast vorbeigehen ohne ein Verlangen zu haben.

Allerdings haben wir dann als es so ganz bitterkalt war im Winter schon mal gesündigt. Da gabs dann morgens schon mal ein Vollkornbrot, Grünkern oder Buchweizen oder so.
In der Regel essen wir hier morgens Obst, immer eine Banane zum Frühstück, dann ein Stück Käse oder Schinken oder Wurst wegen des Fettes, die Kinder nehmen Obst mit in die Schule..oder Gurke oder Möhre oder Radieschen...halt in Rohform, dann gibts mittags Gemüse, immer mindestens zwei Sorten - man staune was man alles an Gemüse miteinander kombinieren kann - mit Fleisch oder Fisch oder Ei...hauptsache heiß.., nachmittags nochmal was Obstiges und abends meistens einen Salat mit den verschiedensten Zutaten, bunt gemischt...mal mit Käse, mal mit Ei, mal mit Thunfisch, mal mit....immer so weiter.
Dazwischen auch mal eine Gemüsesuppe, oder Bratlinge aus Gemüse, überbacken...halt vielfältig.
Und sie lieben es und sind fit und fühlen sich wohl so. Und es fehlt ihnen nichts. Als Gwen jetzt Geburtstag hatte hat sie einfach eine Menge Möhren, Gurken..und co mit in die Schule genommen zum verteilen, weil eben immer jeder an seinem Festtag was mitbringt. Wir haben es dann in besondere Formen geschnitten, Möhrenblümchen...gezackte Gurken... Und es war so das mir ihre Lehrerin hinterher sagte das es sehr gut bei den Kindern ankam. Sie brauchen nicht das süße Zeug.

Anfangs haben wir einen Sündentag in der Woche eingeführt...Samstags..an dem durfte man dann auch mal Pommes essen ...ohne alles versteht sich...oder mal Nudeln mit ein bisschen Butter (weil es nicht so schlimm war wenn hier Sonntags mal einer mit seinem Temperament dann über die Stränge schlug), aber nach 4 Wochen wollte das schon garniemand mehr. Die Nudeln plumpsen wie Blei in den Bauch, wenn man sonst nur Grünfutter gewohnt ist. Hinterher war man müde, träge und schwer.

Und eigentlich werden wir das so wohl auch beibehalten. Ich werd mal noch ein bisschen mehr über Logi erfahren müßen um zu sehen ob noch irgendwas fehlt oder ich irgendwas anders machen muß. War mal auf der HP von Nicolai Worm und werd mir wohl auch mal das Kochbuch anschaffen...mal sehen.

Das faszinierendste war das Gwen abends ewig nicht einschlief...nun bekommt sie abends bevor sie ins Bett geht noch einen Schlafkäse und seitdem gab es nicht einmal mehr Probleme. Der Dok sagt die Fettspeicher müßen voll sein, dann kann man erstens abnehmen und zweitens schlafen. Stimmt!

LG Marita :wave:
 
Beitritt
29.05.07
Beiträge
851
Hallo Marita,

das LOGI-Kochbuch will ich mir auch noch zulegen. Meine 3 Männer habe ich leider noch nicht so weit alles mitzumachen.

Ständig Hunger haben bei LOGI ist ungewöhnlich. Irgendwo in deinem Körper gibt es wahrscheinlich eine "Hürde". Die Glukose kommt scheinbar nicht richtig an. Viele Nährstoffe sind am Glukosestoffwechsel beteiligt. Sind die Vitaminpräparate vielleicht doch nicht so ausgewogen - ist irgendetwas zu wenig, etwas zu viel vorhanden? Hast du schon einmal eine Vollblutuntersuchung machen lassen? Diese würde ich unbedingt empfehlen vor weiterem Herumprobieren. Ich halte das für gefährlich. Hängt das Ganze ev. (noch) mit deiner OP zusammen? Befindest du dich im Säure-Basen-Gleichgewicht?

Viele Grüße
Erika
 
Beitritt
02.01.05
Beiträge
5.341
Hallo Marita, hallo Erika,

Es gibt weder Nudeln, noch Reis, noch Kartoffeln, noch Brot, noch irgendwas das mit Zucker zu tun hat.
Hast Du zufällig gestern ab 20.15 Uhr das 2. Deutsche Fernsehen gesehen? Da war diese Frage bei der die richtige Antwort lautete: Intelligenz hänge von der Ernährung ab.
Und der Moderator (Kerner) sagte, wichtig seien für das Gehirn Kohlenhydrate.

Ja, damit hat er Recht, denn Kohlenhydrate enthalten Glucose und die wiederum ist für die Hirnfunktion sehr wichtig. In einer PET-Untersuchung (Positronen-Emissions-Tomographie) des Gehirns wird wohl nicht zu Unrecht der "Glucose-Stoffwechsel" im Gehirn gemessen. Solche PET-Untersuchungen werden von Neurologen oft veranlasst, wenn ein Patient über Konzentrationsprobleme etc. klagt.

Ich halte daher eine ausgewogene Mischkost für das Beste.
Hinzu kommt, dass Reis, Kartoffeln, Brot, Nudeln auch bestimmte Nährstoffe enthalten, die in Obst und Gemüse nicht so hoch enthalten sind (wenn überhaupt).

Lese mal zu dem Thema Gehirn und Ernährung folgende Auszüge. Sicher ist da auch Obst genannt, das man essen sollte, aber es ist so gemeint, dass man neben den Kohlehydraten auch Obst essen sollte und nicht ausschließlich Obst und Gemüse:
- Rosbacher.com - Aus der Rosbacher Ur-Quelle
Brainfood Kohlenhydrate
Ein häufiger Grund für Konzentrationsschwächen ist die Unterversorgung des Gehirns mit Energie. Die einzige vom Gehirn kurzfristig verwertbare Energie sind Kohlenhydrate in Form des Blutzuckers. Daher sorgt ein Frühstück dafür, dass die über Nacht verbrauchte Energie wieder aufgenommen und die Kohlenhydratspeicher in der Leber gefüllt werden. Trotz gefüllter Speicher sind kohlenhydratreiche Zwischenmahlzeiten im Tagesablauf meist unerlässlich, um die geistige Leistungsfähigkeit langfristig aufrecht zu erhalten. Entscheidend ist hier die Art der Kohlenhydrate.

Wird z.B. nur Traubenzucker verzehrt, bekommt man zwar sehr schnell einen „Energieschub“, dieser ist jedoch nur von geringer Dauer. Bei Vollkornprodukten hingegen dauert es recht lange, bis die Kohlenhydrate ins Blut aufgenommen werden.

forum.ernhrung heute
Erfolg geht durch den Magen
Auch Kopfarbeit ist auf ausreichende Energie (Glukose) angewiesen. Damit die Gehirnzellen ihrer Aufgabe, miteinander zu kommunizieren, nachgehen können, benötigen sie kleine Mengen chemischer Nervenbotenstoffe - so genannte Neurotransmitter. Beide, die Energieversorgung und die Bildung der Nervenbotenstoffe, benötigen ein entsprechendes Nährstoffangebot. Vergleichbar mit der richtigen Fitnessernährung für Sporttreibende ist aber auch bei der Gehirnnahrung zunächst eine ausgewogene Mischkost das beste Rezept.
Relativ unspektakulär bedeutet das: ausreichend Kohlenhydrate für die Versorgung des Gehirns mit Glukose, Eiweiß für das Gedächtnis und den Informationsfluss, Fett als Schmiermittel für die Datenübertragung sowie verschiedene Mineralstoffe und Vitamine.
Zuckerkomplex
Das Gehirn benötigt etwa 20 % der im Körper umgesetzten Glukose. Das, obwohl es nur 2 % des Körpergewichts ausmacht. Für eine konstante Minimalversorgung des Gehirns mit Glukose ist die Leber verantwortlich. Sie führt bei mangelnder Kohlenhydratzufuhr durch die Nahrung (z. B. in der Nacht) dem Blut Glukose zu.
Für einen stabilen Blutzuckerspiegel braucht die Denkzentrale zusammengesetzte Kohlenhydrate. Denn eine Hochschaubahn des Blutzuckerspiegels ist der Konzentrations- und Lernfähigkeit nicht förderlich. Vollkornprodukte, Reis, Gemüse, Obst und verschiedene Getreidesorten (Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste, Hafer) halten den Blutzuckerspiegel auf konstantem Niveau.

Was man nicht essen sollte, sind die Süßigkeiten, also die Zucker, die den Blutzuckerspiegel rasch anheben, weil der Spiegel dann wieder rasch fällt. Aber Reis, Getreide etc. läßt den Blutzuckerspiegel langsam steigen, es gibt keine hohen Spitzenwerte wie bei dem Verzehr von Süßigkeiten, sondern der Spiegel bleibt länger konstant.
Mir wurde mal, wegen meiner Hypoglykämie, die ich wegen des M. Wilsons habe, von Ärzten für Stoffwechselkrankheiten geraten, viele Kohlenhydrate in Form von Nudeln, Reis, Brot etc. zu essen und Süßigkeiten zu meiden, eben wegen des dadurch entstehenden kostanten Blutzuckerspiegels.


Gruß
margie
 
Beitritt
17.10.07
Beiträge
71
Hallo margie,
ich habs gesehen...für manche Menschen mag das ja auch so sein. Ich denke es gibt auch wie bei dir vielleicht Leute die es genauso brauchen und für die es gut ist.

Aber hier habe ich festgestellt das die Kinder MIT den Kohlenhydraten nicht so leistungsfähig sind. Durch den Zucker ist das Gehirn wie festgeschraubt.
Sie reagieren allergisch auf Zucker, daher macht es mehr Schaden als das es hilft. Wenn man sich ohne ernährt bleibt der Blutzuckerspiegel dauerkonstant.

Im Laufe der Untersuchungen wegen der Wahrnehmungsstörungen und des ADS usw. wurde bei allen auch ein Intelligenztest gemacht. Und bei einer Intelligenz die bei allen zwischen 116 und 136 liegt habe ich da keine Befürchtung.
Es geht uns viel besser ohne. Ausserdem essen wir ja nicht ausschließlich Obst und Gemüse..sondern auch Eiweiß dazu...ob in Form von Käse, Fleisch, Fisch oder wie auch immer.

Und manche Menschen glauben ja auch sie müßten Milch trinken damit es ihnen gut geht...Milch z.B. ist für garnix gut...außer der Muttermilch natürlich. Aber Milch ist eigentlich dazu da Kälber zu füttern und nicht für Menschen.

Jeder hat eine andere Theorie, eine andere Einstellung oder eine andere Notwendigkeit zu den Dingen. Hier ist es so das Omega3 das entscheidende ist für die Neurotransmitter. Damit kommen sie in Gang.
LG Marita :wave:
 
Beitritt
02.01.05
Beiträge
5.341
Und manche Menschen glauben ja auch sie müßten Milch trinken damit es ihnen gut geht...Milch z.B. ist für garnix gut...außer der Muttermilch natürlich. Aber Milch ist eigentlich dazu da Kälber zu füttern und nicht für Menschen
Ich will Dir Deine Ernährungstheorien nicht ausreden, aber in Milch ist vor allem viel Calcium /und auch so manches andere) und Kinder brauchen mehr Calcium als Erwachsene (für Knochenwachstum, gesunde Zähne, etc.). Oder nehmt Ihr Calcium-Präparate um dies auszugleichen?

Und auch wegen der Kohlenhydrate denke ich, dass man es nicht sofort merkt, wenn diese fehlen. Aber auf einen längeren Zeitraum könnten sich schon Auswirkungen bemerkbar machen.
Ich denke, wenn man Kohlenhydrate reduziert und Gemüse und Obst vermehrt isst, würde dies doch auch ausreichen?
Aber wie gesagt, ich will mich da nicht einmischen.

Gruß
margie
 
Beitritt
29.05.07
Beiträge
851
Hallo,

auch in Obst und Gemüse sind Kohlehydrate und viele, viele Stoffe, die den Blutzuckerspiegel nachgewiesenermaßen regulieren und konstant halten. Aus Eiweiß kann ebenfalls Glukose hergestellt werden, die nicht so schnell durchmarschiert. LOGI ist genau richtig, empfiehlt auch die Harvard-Universität, die in Gesundheitsfragen richtungsweisend und maßgebend ist - einiges dauert eben Generationen, bis es sich durchsetzt.

Kalzium ist in fast jedem Lebensmittel drin - besondere Kalziumspender sind grünes Blattgemüse, Linsen, Bohnen. Die Geschichte mit der Milch ist ein Irrtum. Hier steht auch einiges Aufklärendes (mit allem stimme ich nicht überein) https://www.opraxis.de/fileadmin/PDF/Ernaehrungstipps.pdf

Viele Grüße
Erika
 
Beitritt
17.10.07
Beiträge
71
Hallo margie,
das ist ja genau das was hier eben nicht geht..die Kohlenhydrate aus Brot und Co. Keine Ahnung was auch immer an chemischen Dingen da abläuft...ich sehe nur wie die Kinder mit und ohne reagieren.
Sie essen ja diese Dinge nicht damit sie abnehmen, sondern damit ihr ADS in einem normalen Rahmen bleibt.
Mit Brot sind sie einfach überzuckert. Und grade bei meiner Jüngsten fällt es dann völlig aus dem Rahmen, übermäßiger Redefluß in einer übermäßigen Lautstärke, nichts ist dann für sie richtig..also stampft man mal mit dem Fuß, knallt ne Tür und brüllt seine Geschwister an, sie schläft nachts dann auch nicht gescheit und ist tagsüber dadurch wieder müde...von Konzentration garnicht zu reden und noch 100 andere Dinge die dann in ihrer Welt nicht mehr stimmen.
Das ist es warum es hier keine Kohlenhydrate gibt...und ausserdem ist da ja auch noch das Glutenproblem was mit dazukommt. Das fällt beim Grünzeug völlig weg.
Und das allerbeste an der ganzen Sache ist das wir damit das Ritalin verbannen konnten..und alleine schon deshalb rechtfertigt es sich auf Brot und Co zu verzichten.
Und man darf nie vergessen das es ja auch noch einiges andere gibt ausser dem Grünfutter.
LG Marita :wave:
 
Beitritt
02.01.05
Beiträge
5.341
Hallo Marita,

lebhafte Kinder gab es früher auch schon, als man noch nicht von ADS sprach. Wenn ich mir die Symptome von ADS so anschaue oder Deine Beschreibung lese, dann kam dies auch bei mir und meinen Geschwistern vor. Vielleicht ist es auch bis zu einem gewissen Grad normal, wenn mehrere Kinder zusammen aufwachsen?
Sicher gibt es immer wieder Kinder, die besonders zappelig sind. Aber was ich nicht für gut heiße, ist, dass man mit Psychopharmaka heutzutage eingreift, das versuchst Du zu Recht auch zu vermeiden. Für die Eltern mögen solche Kinder sehr stressig sein, das Problem sehe ich auch. Doch aus allen Erfahrungen, die ich mit Psychopharmaka selbst gemacht habe, würde ich jedem Menschen abraten, dieses Zeug zu nehmen.
Was ich bei mir selbst festgestellt habe, denn ich habe ein Leben lang schon diese ADS-Symptome:
Wenn man (wie ich) einen extremen Mangel an Magnesium hat, dann ist man, solange man nichts dagegen tut, supernervös, unruhig, reizbar und einiges mehr...
Ich merke bei mir an diesen Symptomen auch, wenn ich mal wieder weniger Magnesium genommen habe und ich nehme meist zwischen 400 und 600mg ein (vergesse aber ab und zu die Einnahme, was ich wenn dies öfters hintereinander passiert an meinem Befinden merke...).
Und es können noch Mängel bei anderen Mineralstoffen auch eine Rolle spielen (habe selbst Mängel an nahezu allen Mineralstoffen wie Calcium, Kalium, Zink, Magnesium, Eisen.... - aufgrund meiner Krankheit bzw. den Folgeerkrankungen).
Also ich habe deshalb, weil Obst und Gemüse meines Wissens eher weniger Mineralstoffe enthalten, Bedenken, wenn Deine Kinder nicht noch zusätzlich einen Ausgleich dieser Mineralstoffe bekommen. Calcium wäre wie schon gesagt, sehr wichtig, das ist am meisten in Milch enthalten sein, aber ich würde auch auf Magnesium tippen, was Deinen Kindern auf Dauer bei dieser Ernährung fehlen wird und Magnesiummangel macht nun mal viele ADS-Symptome.
Generell glaube ich, dass man evtl. auch bei Mischkost Mängel an Mineralstoffen bekommt, weil eben bekannt ist, dass die Ackerböden nicht ausreichend Mineralstoffe enthalten, so dass die darauf wachsenden Pflanzen zu wenig davon haben.
In Depyrrol und den anderen gleichartigen Präparaten sind wenig Mineralstoffe enthalten. Vergleichsweise hoch ist hingegen das Vitamin B6, so dass ich bei Mineralstoffmängel nicht das Depyrrol erhöhen würde (weil sonst die Dosis von B6 zu hoch würde), sondern ich würde Mineralstoffe evtl. zuführen (besser natürlich vorher im Blut messen lassen, um kein Risiko einzugehen, aber bei niedrigen oder zu niedrigen Werten kann man schon etwas zuführen, wenn man mit niedrigen Dosen beginnt und die Blutwerte immer wieder kontrolliert).
Bei Magnesiummangel wird man als Erwachsener unter einer Gabe von 200 mg täglich gar nicht erst anfangen müssen, Kinder benötigen vielleicht etwas weniger...
Eine Substitution von Mineralstoffen würde ich aber immer einer Behandlung mit Psychopharmaka vorziehen, nur: Die Ärzte prüfen gar nicht erst, ob ein Kind einen Mineralstoffmangel hat, sondern geben gleich Psychopharmaka.

Das ist jetzt die Meinung von mir aus meinen Erfahrungen heraus. Du hast eine andere (noch?), weil Du derzeit eine Besserung bei Deinen Kindern wahrnimmst. Ich hoffe, dass dies auf Dauer so bleiben wird.
Wenn Du merkst, dass Deinen Kindern auf Dauer doch nicht so gut tut, dann solltest Du evtl. über das Thema "Mineralstoffmängel" nachdenken.
Dennoch würde ich, wenn der Arzt mal Blut nehmen sollte, die Mineralstoffe mitüberprüfen lassen, denn es kann lange dauern, bis sich evtl. Mängel bemerkbar machen (Calciummangel->verzögertes Wachstum) und evtl. kann ein längerer Mangel auch zu einem Dauerschaden führen.

Gruß
margie

Gruß
margie
 
Beitritt
29.05.07
Beiträge
851
Also ich habe deshalb, weil Obst und Gemüse meines Wissens eher weniger Mineralstoffe enthalten, Bedenken, wenn Deine Kinder nicht noch zusätzlich einen Ausgleich dieser Mineralstoffe bekommen.

Das ist NUR falsch! Außerdem ist in Obst und Gemüse noch viel, viel mehr drin als ein paar Vitaminchen und Mineralstoffe - und gerade das "viel, viel mehr" ist wichtig für einen gut funktionierenden Stoffwechsel. Man muss allerdings genug davon essen - heutige "Normalernährung" mit zu vielen Kohlehydraten ist nicht geeignet. Mit hochdosierten Präparaten kann man Obst- und Gemüsemangel KEINESWEGS ausgleichen.

Marita, ich bin sicher, dass du dir LOGI nicht ausreden lassen wirst - und das ist gut so.

Siehe https://www.landwirtschaft-mlr.bade...how/1191212_l1/ern_bp gemüse_fbgesundheit.pdf

Viele Grüße
Erika
 
Oben