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Depression ohne Grund

Themenstarter
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02.01.04
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Mein Bruder (35) hat seit 2 Jahren sehr grosse Depressionen. Das ist wirklich mehr als nur schlechte Laune und wir glauben alle, dass es tatsächlich eine Depression ist. Komischerweise ist er in einer guten Partnerschaft und hat einen relativ sicheren und guten Job. Er heult sich weder über das eine noch das andere aus. Dafür gibt es keinen Grund. Vor 2 Jahren ist auch nichts spezielles passiert. Es ist nicht etwa ein Unfall passiert oder jemandem in seinem nahen Umfeld etwas zugestossen. Also woher kommt diese plötzliche Depression?

Ich bin durch diverse Quellen darauf gestossen, dass Amalgam bei Depressionen eine Rolle spielen kann. Mein Bruder hat seit längerer Zeit 4 Amalgamfüllungen. Kann das eine mit dem anderen zusammenhängen?

Bin dankbar für jede Hilfe. Es ist so mit ihm einfach nicht mehr auszuhalten. Dieser Mann hätte eigentlich allen Grund, um Freude am Leben zu haben.

Daniel
 
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03.01.04
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hallo daniel,
depressionen - sind durchaus beheimatet in der symptomliste von quecksilber/schwermetallvergiftung....
laut wissenschaftlichen studien können fast alle psychischen erkrankungen ihren ursprung finden durch eine schwermetallbelastung. ich selbst habe es bis in den - fast exitus - gelebt...
psychiater - winken ab - aber ....was sollten sie auch anderes tun...angenommen - die menschen hätten kein -gift- im körper - dann könnte es sein - sehr viel weniger hätten psych. probleme...dann wären die therapeuten ja arbeitslos...
meine erfahrung hat mir gezeigt... ich würde bei jedem den ich kenne und weiss er hat - psych. probleme...
zuerst mal nach - gift - belastung im körper schauen...und nicht diese menschen - in die - psycho-schublade - stecken. dein bruder muß nur denke ich erst die plomben loswerden...
 
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05.01.04
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Es gibt ein hochinteressantes Buch von einem Professor für Pscyhopharmakologie: Die Omega-3 Connection. Der Profesor heisst Andrew Stoll und ist Amerikaner. Er sieht einen Grund für die Depressionen im Mangel an Omega-3-Fettsäuren in unserer Ernährung.
Laut Patricia Kane, Ernährungsbiochemikern, setzt sich Quecksilber in die Fettsäuren rein, die die Zellmembran bilden und zwar genau dort, wo die Vibration der Fettsäuren stattfinden. Die Zellen werden dadurch starr. Das Ganze ist natürlcih etwas komplizierter, als ich hier schreibe, als ich will hier ja kein Buch schreiben.
Behandlung (laut Kane): Zufuhr von Minereralstoffen und kurzkettigen Omega-3-Fettsäuren (Leinöl, Hanföl, Fischöl).
Auf einen nierigen glykämischen Index achten.
Konsequente Schwermetallausleitung.
Elisabeth

Buchrezension zu Stolls Buch aus der Ärztezeitung:
www.aerztezeitung.de/docs/1999/03/16/049a1402.asp
 
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07.01.04
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Hallo Daniel
Eine Depression hat immer einen Grund. Auch wenn der Betroffene dies nicht erkennen kann. Sehr oft leiden Menschen an Depressionen bei denen man wirklich das Gefühl haben könnte, sie hätten alles und könnten sich doch übers Leben freuen. Irgendetwas fehtl aber doch. Dies herauszufinden ist meistens sehr schwierig und genau so langwierig. Ich kann Dir und Deinem Bruder nur empfehlen sich in professionelle Hànde zu begeben (Psychiater und Psychotherapeut). Nur so jemand ist in der Lage die Ursachen genau zu erforschen.
 
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02.01.04
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Vielen Dank für die Tips! Ich denke, ich werde ihm dieses Buch mal besorgen und unters Kopfkissen legen.
Er liest zwar nicht so oft Bücher, aber er dürfte zu diesem Thema ja sicherlich interessiert sein. Muss ihm ja selber auffallen, dass er sich zum negativen verändert hat und dies wieder rückgängig machen sollte.

danke
Daniel
 
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05.01.04
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ähhhhh----
Hatte nicht aufgepasst: das Buch von Andrew Stoll ist in Englisch....
sorry
Elisabeth
 
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14.01.04
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Hallo Daniel

Quecksilber Hg verursacht oft auch ein übermässiges Pilzwachstum. Ausserdem gibt es viele Studien, dass colostriabakterien im Darm Depressionen verursachen.
Unabhängig ob er Hg betroffen ist, sollte auch die Darmsache angeschaut werden. Wioe ist seine Verdaaung? Wie ist sein Stiuhlgang? weich?
 
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02.01.04
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Hab ihm auf dem Klo bisher nie zugesehen :p Kann ihn ja mal fragen.
Kann man bestimmte Tests machen, um den Darmflorazustand zu bestimmen?

Daniel
 
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14.01.04
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Hallo Daniel

Ja das kann man. Üblich sind Stuhltests, bei denen man Pilze und manchmal auch gewisse Bakterien bestimmen kann. Wenns die Kasse zahlt, würde ich so einen machen lassen. Leider sind die Stuhltest nur bei rund 70% der betroffenen positiv, da sich der Pilz an der Darmwand festklebt nicht ausgeschieden und so nicht erkannt wird. Es gibt aber einen sicheren Test, der die Stoffwechselprodukte (alle Lebewesen geben Stoffwechselprodukte ab) der Pilze und Bakterien im Urin messen kann. Der zahlt die Kasse nicht, im deutschen Sprachraum gibts kein Labor der ihn macht und er kostet umgerechnet rund 130€. Würde ihm empfehlen, zuerst zu schauen, ob er Anzeichen eines übermässigen Pilzwachstums hat und je nach Ergebnis den Test zu machen. So nebenbei, der Candidapilz ist ein guter Chleator (Binder) von QUECKSILBER, dh wenn man Quecksilber betroffen ist, dann ist die wahrscheinlichkeit erhöht, unter candida zu leiden. Nebenbei hemmt Candida die Verwertung von der Fettsäure Omega 3 (Quecksilber hat wie oben erwähnt auch einen negativen Einfluss darauf) und Vitamin B6.
Wichtig wäre, bevor er das allfällige oder wahrscheinliche Schwermetall ausleitet, dass die Darmflora i.O. wird
Colostriabakterien im Darm können gemäss vielen Studien auch psychische Probleme geben, inkl ein Nicatinmangal und wie erwähnt ein Omega3 Mangel, nebst dem Genuss von Gluten.
(Bsp: Zölliakiepatienten hatten oft psychische Probleme).
Wenn Du mir ein Mail schreibst, kann ich Deinem Bruder sonst mit gewissen Fragen helfen, welche Defizite/Belastungen er (nebst der Schwermetallbelastung) haben könnte

Gruss
Beat
 
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02.01.04
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Hallo Beat

Danke für Deine Hinweise!
Zahlen eigentlich die Kassen nur die tests, welche die Übel NICHT entlarven?
Die Verbindung mit Candida habe ich mittlerweile auch aufgestöbert. Aber was machen diese Omega-3-Fettsäuren genau? Für was braucht man die bzw. wie macht sich so ein Mangel bemerkbar?

Daniel
 
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14.01.04
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Hallo Daniel
Deine Frage betreffend zahlen der Kassen ist lustig und zum weinen zugleich, weil Du mit gar nicht soweit daneben liegst.
Das Gehirn besteht grösstenteils aus Fett(säuren) womit der Zusammenhang zwar nicht gerade erklärt, aber doch zumindest ersichtlich ist, was ein mangel (pilz), oder eine molekularer Fehlaufbau (Quecksilber) von Fettsäuren für Auswirkungen haben könnte.
Die schon erwähnte Patricia Kaane könnte es dir aber sicher besser erklären.
Äusserlich ist trockene haut/Hautprobleme, trockene Lippen, trockenes mattes Haar, weiche und/oder ausgefranste Fingernägel, ein mögliches Erkennungsmerkmal, leider treffen einige auch auf einen Zinkmangel zu.
Gib mir Deine oder seine Mailadresse an, darauf sind alle Fragen auf mögliche Mängel und Belastungen enthalten.
 
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02.01.04
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Hallo Beat

Kannst mir die Infos gerne an mein Email senden (ausser sie sind für andere hier auch interessant). In meinem Profil kannst Du mir ein Email senden. Danke!

Daniel
 
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10.01.04
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Vielleicht wäre der Hinweis auf weitere Literatur hilfreich:
"Amalgam" von Dr. Mutter bzw. von Dr. Daunderer.

Von Anne Calatin gibt es "Ernährung und Psyche" (und noch andere Titel). Sie beschreibt den Zusammenhang von Vergiftungen und Allergien. Beide können u.a. Depressionen auslösen. Der Weg zur Besserung führt über Allergietestungen und zunächst Meidung der Allergene. Man sollte sein Umfeld drinnen und draußen mit Sachverstand auf Umweltgifte untersuchen (Schimmel, Lacke, Holzschutzmittel u.a.), man sollte im Mund sehr genau nachschauen, was da alles drin ist.
Ist Quecksilber möglicherweise beteiligt, nicht sofort handeln. Erst einmal sich gründlich informieren, damit da nichts schiefläuft. Viele können davon sehr traurige Lieder singen.
Ich hatte auch meine psychischen Probleme in der schlimmsten Zeit und machte über ein Jahr lang Psychotherapie. Sie hat mir gar nichts gebracht, nur die Erkenntis, daß mein Therapeut sich für Gifte nicht interessierte ...
Ich bin nur froh, daß ich mich dagegen wehrte, Psychopharmaka zu nehmen. Meine Leber hätte die bestimmt nicht mehr vertragen, und damit wäre alles nur noch schlimmer geworden...
 
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14.01.04
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Hallo Uta

Ein schöner Erfahrungsbericht und Hinweise, denen ich zustimme und die ich nur wie folgt ergänzen will:
Ursache können auch (wegen des Schwermetalles oder auch nicht) Daarmabnormalitäten, das heisst giftige Stoffwechselprodukte von Pilzen oder bakterien sein (die ins Hirn gelangen können) und Vitalstoffverwertungsprobleme (so dass das Gehirn nicht richtig versorgt wird)
 

Wolfgang Jensen

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16.03.06
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Auf den "Spuren" von Daniel wandelnd erlaube ich mir folgende Aussage von Whitney zu zitieren:

1. Eine Depression hat immer einen Grund. Auch wenn der Betroffene dies nicht erkennen kann. Sehr oft leiden Menschen an Depressionen bei denen man wirklich das Gefühl haben könnte, sie hätten alles und könnten sich doch übers Leben freuen. Irgendetwas fehtl aber doch.

Klar! Ich begleite einen ebensolchen "Fall" seit über 10 Jahren.

2. Dies herauszufinden ist meistens sehr schwierig und genau so langwierig.

Nach meiner Einschätzung kommt es darauf an, wie lange und mit welcher Intensität (existentielle Bedeutung) die Ursache im Unterbewußtsein/Unbewußtsein wütet. In meinem "Fall" waren es hundsgemeine Verknüpfungen. Vielleicht sollte ich mal darüber schreiben.

3. Ich kann Dir und Deinem Bruder nur empfehlen sich in professionelle Hànde zu begeben (Psychiater und Psychotherapeut). Nur so jemand ist in der Lage die Ursachen genau zu erforschen.

Da widerspreche ich. Meine Sicht/Erfahrung ist: Depression ist nur durch ein Mindestmaß Liebe heilbar. Die können "professionelle" Fachkräfte nicht leisten.

Nach meinem Verständnis (in 10 Jahren Thematisierung/Problematisierung gewachsen):

Depression ist die Folge einer nach Innen gerichteten Aggression.

Diskussion und Erfahrungsaustausch erwünscht.

Gruß Wolfgang
 
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24.10.05
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Alles, was hier über den Zusammenhang zwischen einer Quecksilberbelastung und dem Auftreten von Depressionen gesagt worden ist, vermag ich aus eigener Erfahrung zu bestätigen. Seitdem ich durch systematisches Abführen mit Rizinusöl sämtliche Gifte und Schwermetalle ausgeleitet habe, kenne ich die von früher her gewohnten depressiven Phasen nicht mehr. Jetzt sind es nur noch gelegentlich leichte depressive Anflüge, die sich rasch überwinden lassen.

Alles Gute!
Gerold
 
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14.01.04
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Hallo Daniel

Stell Dir vor, man würde durch Labortest herausfinden, das die meisten Menschen nur Depressionen haben, weil entweder die Niveaus von Fettsäuren, Niacin, Quecksilber, Glutenpeptide, Candida oder Clostridienbakterien zu tief bzw zu hoch sind. Das könnte man ja zu einfach behandlen und so würde man ja viel weniger Antidepressiva brauchen. Stell Dir den Umsatzverlust vor, wie kannst man nur das Bezahlen von Wirkungsvollen Labortests fordern, das ist ja fast suspersiv... :)

Zu Deinen Fragen: Das Gehirn bzw die Trockenmasse ist ein Fettklumpen. Die Auswirkunegn von falsches bzw zu wenig Fett kannst du Dir denken. Omega3 Fettsäuren haben wir hier, die wenige Leinsamen, Rapsöl und vorallem fetten Fisch essen (was wegen des Hg's ja auch problematisch ist), meist zzu wenig. Einige Leute absorbieren es auch noch schlecht, zB wegen des Candida und der wuchert oft wegen des Hg. Und wegen Candida nimmt man auch weniger Nahrstoffe wie Niacin auf und verstoffwechselt gewisse SACHEN WIE gLUTEN NICHT RICHTIG. Will damit nur aufzeigen, dass gewisse vorgenannte Therapieen einen Zusammenhang haben können.

Ein Mangel an Omega3 Fettsäuren macht sich körperlich bemerkbar, aber erst wenn er sehr gross ist. Folgendes wäre möglich:
- trockene haut, Lippen und/oder Haare
- weiche ausgefranste Nägel
- häufiges Urinieren
- mühevolles einschlafen und aufwachen
- lockerer Stuhlgang

Gegen die allfälligen Clostriedien kann man lactobazillus GG (wichtig GG)nehmen. Niacin müsste segr hochdossiert sein (langsam auf 2-5 gr/Tag steigern). Glutendiät wäre zu versuchen, ÄBNEDREUNGEN KOMMEN MEIST INNERT 3 wOCHEN, oft anfängliche verschlechterung (siehe Basisdiät hier).
pYRRULIE würde ich anhand der symptome (google) prüfen, ebenso hg und Candida (www.candida.de)
 
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20.01.06
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jaja.....

da stimme ich dir zu beat.

das wissen, welches diese seite bereitstellt ist hochrevolutionärer stoff.

merk das persönlich, da ich bei ärzten, bekannten und familie meist als "jaja, ist schon gut" typ abgestempelt werde.

viva la revolution....

greetz
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01.01.04
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Danke für diesen Satz, Wolfgang.

Depression ist die Folge einer nach Innen gerichteten Aggression.

Wenn er auch wieder in eine Richtung lenkt, die weggeht von äusseren Faktoren, wie wir sie nur zu gerne entdecken, so denke ich, haftet da wirklich Wahres dran.

Ansonsten ist es doch so: bei jedem 2. Krankheitsbild ist Depression als Symptom genannt. So einfach wollen wir es uns doch nicht machen.

Gruss, Marcel
 
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14.01.04
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Hallo Human

Welcher Geist liegt über der Medizin? Der der Liebe? Oder doch eher der des Mammons? Deshalb ist das bganze eigentlich nicht verwunderlich. Aber vor Jahren dachte ich noch ganz naiv selber, dass es nur Information und Studien brauche, bis es anerkannt werde.
 
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