Das Marshall-Protokoll

In dieser Grafik aus der o.g. Studie werden 25-OH und 1,25-... klar unterschieden:

ijms-23-09784-g001-550.jpg

Der Text ist mir ansonsten eine Nummer zu groß (quantitativ und qualitativ). Wer an bestimmten Aspekten, z.B. bestimmten Autoimmunerkrankungen, interessiert ist, kann sich das ja herauspicken. Den Abschluss bildet der Satz "Weitere Fragen müssen noch beantwortet werden, um die Wirkung von Vitamin D auf das Immunsystem vollständig zu verstehen." (übersetzt mit DeepL-Translator, kostenlose Version)
 
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Nehme so ca. 4000 Einheiten, vergesse ich manchmal.
Interessant wie unterschiedlich man darauf ansprechen kann. Ich nehme da fast das Doppelte und liege noch unter deinem Höchstwert.

Einzig Kontrolle der Blutwerte gibt Sicherheit, allein auf dem Vitamin D Rechner darf man sich auch nicht verlassen, obwohl dessen Vorgaben beim Beseitigen meines Mangels ganz gut gepasst hatten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessant wie unterschiedlich man darauf ansprechen kann. Ich nehme da fast das Doppelte und liege noch unter deinem Höchstwert.

Es scheint genetische Unterschiede zu geben, die ursprünglich mit der Anpassung an lichtreiche und lichtarme (= Nordeuropa) Regionen zu tun haben, wie sparsam der Körper mit Vitamin D umgeht und wie stark oder schwach er an bestimmte Blutlevel anspricht:

 
@Laurianna612 spricht wenn ich das richtig verstehe von der Korrelation zwischen Einnahme-Dosis und Spiegel (nicht vom den Auswirkungen eines bestimmten Spiegels auf den Körper).

Und da wäre dann wohl eher dies relevant:
Was dagegen mehrfach untersucht worden ist: welche SNPs mit der (starken oder schwachen) Erhöhung des Blutspiegels nach einer Vitamin-D-Gabe zusammenhängen. Das ist auch eine Form von "response", aber halt eine andere, obwohl die beiden responses vielleicht zusammenhängen (meine Schlußfolgerung).
 
Hast Du eigentlich je versucht, mit einem der Autoren deswegen in Kontakt zu treten?
Kate, das sind so viele Veröffentlichungen jeden Monat. Ich habe keinen Bezug zu einzelnen Autorengruppen für solche Bemühungen mit eher undankbarem oder im Sande verlaufenden Ergebnis.
In der Masse darf man sich das praktisch als wenig sinnvoll vorstellen.
Als hättest Du wöchentlich das RKI anschreiben wollen, um die wiederholte Unvereinbarkeit derer eigener Tabellen mit derer inhaltlich konträr dazu geschriebenen Texten aufzuzeigen.
Und ist in dem Text nicht schon hier ein Übergang resp. möglicher "Bruch" (Hervorhebungen von mir):
"Experimentelle Studien haben gezeigt, dass 1,25-Dihydroxyvitamin D (Calcitriol) immunologische Aktivitäten auf das angeborene und adaptive Immunsystem und die Stabilität der Endothelmembran ausübt. Niedrige Serumspiegel von 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D) werden mit einem erhöhten Risiko für immunbedingte Krankheiten wie Psoriasis, Typ-1-Diabetes, Multiple Sklerose und Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht."
Das ist noch alles Schilderung von Beobachtungen. Sowohl erster als auch zweiter Satz sind valide. Die Assoziation zu "niedrigen Serumspiegel" ist richtig.
Unrichtig, und nicht selten, wäre aber der kleine, feine, entscheidende Unterschied wenn die "niedrigen Serumspiegel" bereits dort fälschlicherweise als "Mangel" bezeichnet wären.


Peace.
 
Hier ist auch noch einmal ein guter Artikel:

Der Vitamin-D-Stoffwechsel

Nur die differenzierte Betrachtung des Vitamin-D-Stoffwechsels erlaubt eine sichere Entscheidungsfindung bezüglich einer Substitution. Hierzu zählen u.a. Analyse und Regulation der folgenden Aspekte:

  • entraler Vitamin-D-Stoffwechsel
  • peripherer Vitamin-D-Stoffwechsel
  • Vitamin-D-Rezeptor (VDR)
  • Vitamin-D-Ratio
  • genomische und nicht-genomische Wirkungsweisen des Vitamin D

Der zentrale Vitamin-D-Stoffwechsel
dient der Calcium-Homöostase und wird wesentlich durch das Parathormon gesteuert. Die Physiologie ist dabei zunächst bestechend einfach:

Bei Abfall des Serumcalciums wird Parathormon freigesetzt, das die Umwandlung von Calcidiol (25(OH)D) – sei es aus Nahrung, sei es aus der Synthese in Haut und Leber – zum aktiven Calcitriol (1,25(OH)2) in der Niere fördert. Dieses erhöht dann die Calcium-Aufnahme im Darm, das Serumcalcium steigt, der Regelkreis flacht wieder ab. Überschüssiges Calcium, das im Rahmen dieses Prozesses anfällt, wird im Knochen gespeichert.

Damit ist der Knochenaufbau bzw. eine knochenprotektive Wirkung nur eine mögliche Folge der Vitamin-D-Aktivierung und keine zwingende. Sie tritt nur ein, wenn im Rahmen der Regelkreisaktivierung ein Calciumüberschuss erzielt wird. Gelingt dies nicht, würde sogar eine Osteolyse erfolgen, um das Serum-Calcium zu stabilisieren.

Der periphere Vitamin-D-Stoffwechsel
Parallel existiert allerdings ein peripherer Vitamin-D-Stoffwechsel, der sich nach den spezifischen Bedürfnissen der einzelnen Zellen vor Ort und nicht nach systemischen Regelgrößen richtet. Verschiedene lokale Faktoren entscheiden über das Verhältnis von Vitamin-D-aktivierenden und -abbauenden Enzymen und damit über die Spiegel der unterschiedlichen Vitamin-D-Metabolite. Diese befinden sich v.a. in den Mitochondrien, womit diesen Zellorganellen eine enorme Bedeutung im Vitamin-D-Stoffwechsel zukommt.

Mitochondriopathien (Schädigung der Mitochondrien) finden sich häufig bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen, anhaltendem oxidativem Stress und toxischen Belastungen. Sie können zu erheblichen Störungen des Vitamin-D-Stoffwechsels führen. Davon unabhängig fördern v.a. Infektionen und Entzündungsbotenstoffe (Zytokine) die Bildung von aktivem Vitamin D (Calcitriole). Als Faustregel kann gelten: Je entzündlicher das Milieu, desto ausgeprägter die Konversion von Calcidiolen (25 OH) zu Calcitriolen (1,25 OH).

Die Substitution von speziellen sekundären Pflanzenstoffen (Polyphenolen) mit antibakterieller und antiviraler Wirkung erweist sich in diesem Kontext häufig als sehr hilfreich.
Und wichtig in dem Zusammenhang die Vitamin D Ratio:

Die Vitamin-D-Ratio

Der Mangel an Vitamin D ist offensichtlich ein Problem, die Vitamin-D-Gabe jedoch nicht zwingend eine Lösung. Wegweisend war die Beobachtung, dass sich bei Patienten mit chronisch-entzündlichen und autoimmunen Erkrankungen nicht nur die zu erwartenden niedrigen Calcidiol-(25(OH) D)-Werte fanden, sondern gleichzeitig erhöhte Calcitriol-(1,25(OH)2)-Werte. Wissenschaftler konnten zeigen, dass erhöhtes Calcitriol wesentlich prävalenter war als vermindertes Calcidiol und darüber hinaus sehr stark mit klassischen Entzündungsmarkern wie CK und CRP korreliert.3)

Vereinfacht gesagt: Je mehr Calcitriole sich messen ließen, desto entzündeter war der Patient.

Zusätzlich zur etablierten Bestimmung des Calcidiol-Spiegels (25(OH)D) muss also Calcitriol (1,25(OH)2D) geprüft und beide in ein Verhältnis zueinander gesetzt werden. Nur so lässt sich die überschießende und letztlich immunkompromittierende sowie proinflammatorische Bildung von 1,25(OH)2 identifizieren. Der Quotient aus 1,25(OH)2 und 25(OH)D = Calcitriol/Calcidiol sollte optimalerweise <1 sein. Jede Erhöhung der Ratio (des Verhältnisses) über diesen Wert korreliert positiv mit den genannten Problemen und kann eine Vitamin-D-Rezeptor-(VDR)-Blockade anzeigen. Dabei liegen v.a. die Grenzwerte für 1,25(OH)2 deutlich zu hoch, da dieses bereits ab 110pmol/l (45pg) mit Entzündungsmarken wie CK und CRP korrelieren.
Erhöhtes 1,25 OH und erniedrigtes 25 OHD bei Autoimmunerkrankungen und CFS:
PA_0321_alles_App_Page53_Image1.jpg

Und die Erwähnung des BODI - Protokolls:

Das BODI-Protokoll

Bei Patienten mit erhöhter Vitamin-D-Ratio, speziell bei Vorliegen chronisch-entzündlicher Erkrankungen, muss die Funktion des Vitamin-D-Rezeptors (VDR) wiederhergestellt werden.


Beispiel zur Berechnung:

Blogbild_5.png


Wobei ich jetzt etwas irritiert bin wegen der Maßeinheit, denn in nmol umgerechnet wäre das:

0,129 nmol : 64,5 nmol = 0,002? Aber nicht 2? Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Was wäre dann die Ratio bei 42,3 pg/mL (= 101,5250 pmol/L) 1,25 zu 103 ng/ml (= 257,5 nmol/L) 25 OHD?

Da käme dann 0,394 heraus?

Wenn ich das insgesamt richtig verstanden habe, ist 1,25 eher verantwortlich für entzündliche Prozesse? Bzw. je entzündlicher das Milieu, desto mehr 25 OHD wird umgewandelt in 1,25.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was die Immunabwehr angeht, steht im oben genannten ersten Artikel, dass zum einen Vitamin D die unspezifische Abwehr (AMP/antimikrobielle Peptide) unterstützt - Abwehr von Viren und Bakterien- und andererseits aber auch die Toleranz der spezifischen Abwehr (Reaktionsbereitschaft des Immunsystems) senkt, was wiederum bei akuten Infektionen negativ wäre, wobei eben auch die Art der Infektion eine Rolle spielt, nehme ich an. Wenn Zytokinstürme durch Vitamin D ausgebremst werden, kann es in diesen Fällen ja nur von Vorteil sein.

Insofern würde es in der Substitution ausreichen auf die richtige Balance (Vitamin D Ratio), Calcium, PTH zu achten?

Zu dieser Aussage noch eine Frage:

Damit ist der Knochenaufbau bzw. eine knochenprotektive Wirkung nur eine mögliche Folge der Vitamin-D-Aktivierung und keine zwingende. Sie tritt nur ein, wenn im Rahmen der Regelkreisaktivierung ein Calciumüberschuss erzielt wird. Gelingt dies nicht, würde sogar eine Osteolyse erfolgen, um das Serum-Calcium zu stabilisieren.


Was bedeutet das nun genauer - nur ein Überschuss an Calcium kann in die Knochen eingebaut werden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Jedenfalls waren meine zwei Infekte in den letzten 10 Wochen unter Einnahme von Vitamin D für mich wesentlich schlimmer/stärker als früher. Das Fieber viel höher bei moderaten Symptomen wie Husten und Schnupfen; allerdings berstende Kopfschmerzen. Solche Infekte mit so einer Wucht des Niederlegens kenne ich nicht bei mir und ich nehme stark den Zusammenhang mit der VD Einnahme an, weil mir auch unmittelbar nach der Einnahme ganz flau wird. Ich bins so leid. Bei Sonneneinstrahlung merke ich nichts, tut eher gut, seltsam dass das so unterschiedlich ist.
Naja das gehört wohl nicht hierher, kann aber nun die Zeilen/ Warnungen von Granit besser nachvollziehen.
 
Das ist noch alles Schilderung von Beobachtungen. Sowohl erster als auch zweiter Satz sind valide. Die Assoziation zu "niedrigen Serumspiegel" ist richtig.
Das habe ich nicht mal angezweifelt. Aber sie stehen so nebeneinander, dass man leicht einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen beiden Sätzen vermuten könnte.
Unrichtig, und nicht selten, wäre aber der kleine, feine, entscheidende Unterschied wenn die "niedrigen Serumspiegel" bereits dort fälschlicherweise als "Mangel" bezeichnet wären.
Den zweiten Satz
Niedrige Serumspiegel von 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D) werden mit einem erhöhten Risiko für immunbedingte Krankheiten wie Psoriasis, Typ-1-Diabetes, Multiple Sklerose und Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht.
lese ich offenbar anders als Du. Dass niedrige 25-OH-Spiegel nicht nur als "Assoziation" mit, sondern als Risikofaktoren für die genannten immunbedingten Krankheiten gesehen werden. Also als in der Kausalkette davor liegende Faktoren, da ein Risiko sich ja auf etwas noch nicht eingetretenes bezieht, siehe:
Das Risiko bezeichnet in der Medizin die Eintrittswahrscheinlichkeit eines negativen Ereignisses (z.B. einer Erkrankung) in Bezug auf die Gesundheit eines Patienten. Umstände, welche diese Eintrittswahrscheinlichkeit erhöhen, nennt man Risikofaktoren.

Und das wäre dann eine Aussage, die ich grundsätzlich auch infrage stelle - wobei ich allerdings erinnere, dass jemand (womöglich Dr. Jens Freese) mal sagte, dass es auch Studien gäbe, die zeigten, dass der niedrige 25-OH-Spiegel tatsächlich den Krankheiten zeitlich voraus geht und nicht umgekehrt.
 
Zu dieser Aussage noch eine Frage:

Damit ist der Knochenaufbau bzw. eine knochenprotektive Wirkung nur eine mögliche Folge der Vitamin-D-Aktivierung und keine zwingende. Sie tritt nur ein, wenn im Rahmen der Regelkreisaktivierung ein Calciumüberschuss erzielt wird. Gelingt dies nicht, würde sogar eine Osteolyse erfolgen, um das Serum-Calcium zu stabilisieren.

Was bedeutet das nun genauer - nur ein Überschuss an Calcium kann in die Knochen eingebaut werden?
Exakt.
Ohne täglich ausreichend Calcium kein Knochenerhalt.
Ohne täglich ausreichend Calcium in Verbindung mit unnatürlich hohen 25-OH-D3 Hormonwerten dann beschleunigte Weichteilverkalkungen mit Anlagerungen an vorzugsweise entzündeten Geweben, Gefäßen, Nieren.
Das ist das eigentliche Kalziumparadox.
Menachinone (K2) sind eine eingeschränkt wirksame Krücke um das abzumildern; den Knochenwiederaufbau zumindest soweit in diesem Rahmen noch höchstmöglich zu halten. Wird Warfarin eingenommen ist auch zusätzlich diese Carboxylierung versaut.
Der Fehler liegt in der D3-Therapie, die falsch und irreführend "Substitution" genannt wird, in einer ungeeigneten Kalziumzufuhr, und in vorbestehenden Entzündungen, die im Kern Infektionen sind, die aus allen erdenklichen Mikroben bestehen und darum gezielte und kostspielige Suchen nach z.B. Borrellien nur einen abwegigen Kleinstaspekt darstellen.

Wegweisend war die Beobachtung, dass sich bei Patienten mit chronisch-entzündlichen und autoimmunen Erkrankungen nicht nur die zu erwartenden niedrigen Calcidiol-(25(OH) D)-Werte fanden, sondern gleichzeitig erhöhte Calcitriol-(1,25(OH)2)-Werte. Wissenschaftler konnten zeigen, dass erhöhtes Calcitriol wesentlich prävalenter war als vermindertes Calcidiol und darüber hinaus sehr stark mit klassischen Entzündungsmarkern wie CK und CRP korreliert.3)
Vereinfacht gesagt: Je mehr Calcitriole sich messen ließen, desto entzündeter war der Patient.
[...]
Dabei liegen v.a. die Grenzwerte für 1,25(OH)2 deutlich zu hoch, da dieses bereits ab 110pmol/l (45pg) mit Entzündungsmarken wie CK und CRP korrelieren.
Genau das ist der Punkt.
>45pg/ml Serum 1,25-OH-D3 ist ein Krankheitszeichen.
Gesunde Spiegel liegen darunter.
Geringere 1,25-OH-D3 Spiegel <45pg/ml schließen solche Erkrankungen im Einzelfall aber nicht aus, weil die Serumverteilung des vorwiegend intrazellulären 1,25-OH-D3 auch von Verortung und Durchblutung der von Entzündungen=Infektionen betroffenen Gewebe abhängig ist.

(Seco)Steroidhormone weisen außerdem grundsätzlich ein sehr hohes Übersprechen fremder Rezeptoren in den Zellkernen auf, für die sie eigentlich nicht gedacht sind (Receptor-Crosstalk). Schon dadurch entstehen mit zunehmender reaktiver Erhöhung von 1,25-OH-D3 die vielfältigsten Organfehlfunktionen.


Solche Infekte mit so einer Wucht des Niederlegens kenne ich nicht bei mir und ich nehme stark den Zusammenhang mit der VD Einnahme an, weil mir auch unmittelbar nach der Einnahme ganz flau wird.
[...]
Naja das gehört wohl nicht hierher, kann aber nun die Zeilen/ Warnungen von Granit besser nachvollziehen.
Erst bei ausreichend tiefen 25-OH-D3 Spiegeln kann die unmittelbar überwiegende Wirkung von eingenommenem Cholecalciferol eine unerwünscht heftige Immunstimulierung sein, wenn es sofort zu Calcitriol (1,25-OH-D3) umgewandelt wird, ohne am VDR durch 25-OH-D3 oder mikrobielle Liganden blockiert zu werden, und dadurch die antimikrobiellen Peptide stimuliert.
Bei ausreichend tiefen 25-OH-D3 Spiegeln kann das aber auch durch UV- oder Infrarotstrahlung geschehen, mit Synthese und Isomerisierung von Calcitriol in der Haut und noch tief darunter (IR-Strahlungstiefe) direkt in den Zellen.
Die aus Sonneneinstrahlung erfolgte Schaffung von D3-Metaboliten verhält sich dahingehend anders gegenüber unmittelbar systemischen Gaben.
In den Tuberkulosekliniken des vorigen und vorvorigen Jahrhunderts waren die positiven Nutzen von Licht- und Sonnenaussetzung durchmischt. Vermutlich in Abhängigkeit des Erkrankungsstadiums und der individuellen (oder Zeit- und Gruppentypischen) Ausgangsbedingungen.
Im Marshall-Protokoll vermeidet man die Sonnenbestrahlung: Anfangs um das 25-OH-D3 notwendig tief zu halten und später in der Phase einer wiederhergestellten Immunaktivität um die Immunreaktion nicht plötzlich zu stark überschießen zu lassen. Erst wenn die Mikroben überwiegend überwunden sind und die durchgehend erhöhte Aktivität des angeborenen Immunsystems nicht mehr gefordert ist kann man unbekümmert in die Sonne.

Peace.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne täglich ausreichend Calcium kein Knochenerhalt.
Und wie merkt man das, dass man ausreichend Calcium zu sich nimmt? Einzige Berechnung aus der Dosis in den zugeführten Lebensmitteln?

Wie kann man unterscheiden ob der Calciumlevel im Serum aus den Knochen gezogen, stabil gehalten wird, oder aus LM?

Welche Marker oder Untersuchungen sind da entscheidend? (Osteocalcin etc.?)
 
Und wie merkt man das, dass man ausreichend Calcium zu sich nimmt? Einzige Berechnung aus der Dosis in den zugeführten Lebensmitteln?

Wie kann man unterscheiden ob der Calciumlevel im Serum aus den Knochen gezogen, stabil gehalten wird, oder aus LM?

Welche Marker oder Untersuchungen sind da entscheidend? (Osteocalcin etc.?)
Ein erhöhtes Parathormon sollte als Marker für zu wenig Kalziumzufuhr ein guter Ansatzpunkt sein.
Parathormon ist unter D3-Therapie mit erhöhtem 25-OH-D3 jedoch unnatürlich gedrückt und m.M.n. die Bestimmung dann nutzlos.
Üblichweise wird wird es auf Krankenversicherung nur nach deutlichen Abweichungen von den Normwerten für Serum-Kalzium ermittelt. Ob auch Calcitonin o.a. Marker aufschlussreich sind, ist mir nicht bekannt. Vielleicht weiß das jemand anderes.

Also nach Gefühl oder Nährwertangaben. Wobei besonders in grünen Gemüsen die Realitäten im Vergleich zu allgemeinen Nährtwertangaben für Kalzium m.E.n. stark schwanken.


Peace.
 
Google Gemini hat mir noch diese Infos gegeben:

  • Eine Studie fand heraus, dass die tägliche Einnahme von 50.000 IE Vitamin D für 8 Wochen den PTH-Spiegel bei Patienten mit schwerem Vitamin-D-Mangel um 50 % senkte.
  • Eine andere Studie fand heraus, dass die tägliche Einnahme von 3.000 IE Vitamin D für 1 Jahr den PTH-Spiegel bei Patienten mit moderatem Vitamin-D-Mangel um 25 % senkte.

Eine Studie fand heraus, dass die tägliche Einnahme von 10.000 IE Vitamin D für 1 Jahr den PTH-Spiegel bei Patienten mit normalem Vitamin-D-Spiegel nicht beeinflusste.

Leider gab es keine direkte Quelle dazu, aber es sieht wohl so aus, dass bei einem Vitamin D Mangel, die Gabe von zusätzlichem Vitamin D, den Parathormonwert senkt (wahrscheinlich da eh durch den Mangel an Vit. D erhöht).

Ist der Vitamin D Spiegel nicht im Mangel, scheinen zumindest bis 10 000 Einheiten den PTH nicht zu beeinflussen.
 
Die zeitlich gepulsten, niedrigdosierten Zugaben von Antiobiotika sind seit vielen Jahren nicht mehr Bestandteil des MPs. Die hatten sich vorrangig als hemmend auf die Immunreaktion erwiesen, also vorrangig palliativ und symptomlindernd, wie es z.B. auch allgemein von niedrigdosiertem Mino-/ Doxycyclin auf Rosacea bekannt ist.

Interessant. Wo kann man die diesbezügliche Abkehr von Marshall's Seite lesen? Ich bin da nicht auf dem Laufenden.

So nebensächlich wie das hier klingt waren diese Zugaben nämlich gar nicht, sondern wurden von vielen Borreliose-Betroffenen als der zentrale Teil des MP wahrgenommen.
 
So nebensächlich wie das hier klingt waren diese Zugaben nämlich gar nicht, sondern wurden von vielen Borreliose-Betroffenen als der zentrale Teil des MP wahrgenommen.
Ob und welche ABx anschlugen war im Gesamtblick aber sehr stark individuell. Vermutlich ist der Wirkmechanismus so, dass entsprechende Pathogene durch ein passendes ABx etwas zersetzt damit für das durch den VDR aktivierte Immunsystem endlich/erstmals erkenntlich freigelegt werden. Das IS reagiert dann spezifisch auf diese mit verstärkten Reaktionen für mehrere Tage bis Wochen. Das würde zumindest auch die langen Nachwirkungen solcher Pulstherapien erklären.
Also nicht so geradeheraus und für alle anders.

Für wilde ABx-Kombinations-Zyklen speziell bei Borre macht der Dr. Richard Horowitz in Amerika einiges.

Wo kann man die diesbezügliche Abkehr von Marshall's Seite lesen? Ich bin da nicht auf dem Laufenden.
Marshall hatte ja ehrgeizig die formale Zulassung von Olmesartan für diese Zwecke bei der amerikanischen FDA ersucht und mit seinen Untersuchungen unterfüttert damit spezielle Aufmerksamkeit auf sich gelenkt.
Irgendwann +- 2012 wurde er dann dazu nochmal zur FDA eingeladen, wo man ihm durch die Blume mitgeteilt habe, sich von diesem Vorhaben besser abzuwenden und auch allgemein kürzer zu treten falls er sein persönliches Dasein erhalten wolle.
Die Abkehr von den ABx war mEn im Anschluss darauf und wurde nicht breit erklärt. Auf mpkb.org findet man das Verbliebene.
 
Marshall hatte ja ehrgeizig die formale Zulassung von Olmesartan für diese Zwecke bei der amerikanischen FDA ersucht und mit seinen Untersuchungen unterfüttert damit spezielle Aufmerksamkeit auf sich gelenkt.
Irgendwann +- 2012 wurde er dann dazu nochmal zur FDA eingeladen, wo man ihm durch die Blume mitgeteilt habe, sich von diesem Vorhaben besser abzuwenden und auch allgemein kürzer zu treten falls er sein persönliches Dasein erhalten wolle.
Die Abkehr von den ABx war mEn im Anschluss darauf und wurde nicht breit erklärt. Auf mpkb.org findet man das Verbliebene.

Ich vermute mal, dass Marshall von der Arzneimittelbehörde der USA als Elektroing. ähnlich kritisch beäugt wird, wie hier z.B. Liebscher&Bracht als Maschinenbauing.
Den Ansatz von Marshall Vitamin D erstmal total zu vermeiden (Sonne+Tab), damit das 1,25 OHD überhaupt eine Chance hat zu sinken, finde ich garnicht mal so dumm, eigentlich ziemlich logisch
In Bezug auf Olmesartan könnte man dann nochmal neu überlegen (Nutzen/Risiko) obwohl der Wirkungsprozess mir noch nicht ganz klar ist.
Olmesartan soll strukturell der aktiven Form 1,25 OHD ähneln und genau in die Bindungstasche des VDR passen. Vorher müsste dann gesichert sein, dass das aktive VD durch die Abstinenz wirklich gesunken ist ? Oder wäre es egal weil es dann zu D3 umgewandelt wird, weil es passend ist?
Die Dosis sollte hoch angesetzt sein, was würde bei einem normalen Blutdruck passieren?
Und gibt es Erfolgsgeschichten zur Senkung der aktiven VD-Form?
 
Das 1,25-OH hat eine Halbwertszeit von nur 4 bis 6 Stunden. Es wird also ständig vom Körper nachproduziert. Wenn es erhöht ist, sollte man doch eher auf die Produktion schauen, nicht wie man es nachher in seiner Wirkung blockieren kann.

Und dann die Frage: Stimmt das überhaupt mit der Blockierung? Dazu habe ich Claude.ai gefragt und folgendes erfahren:



Die Behauptung ("Olmesartan soll strukturell der aktiven Form 1,25 OHD ähneln und genau in die Bindungstasche des VDR passen") stammt eindeutig aus dem Umfeld des sogenannten Marshall-Protokolls – und es lohnt sich, das kritisch einzuordnen.

Was stimmt daran?

Es gibt tatsächlich eine wissenschaftliche Publikation, auf die sich diese Behauptung stützt:

Marshall et al. (2006) publizierten in PubMed eine Studie („Common angiotensin receptor blockers may directly modulate the immune system via VDR, PPAR and CCR2b"), in der per molekularem Docking gezeigt wurde, dass Olmesartan in die Bindungstasche des VDR passt – inklusive einer Superimpositions-Abbildung, die die Docking-Konformationen von 1,25-D und Olmesartan übereinanderlegt.

So viel ist also korrekt: Es gibt In-silico-Daten (Computersimulationen), die zeigen, dass Olmesartan strukturell in die VDR-Bindungstasche „hineinpassen" könnte.

Was ist daran problematisch?

Hier ist entscheidende Differenzierung nötig:
  1. Nur Computersimulation, keine experimentelle Bestätigung. Diese Erkenntnis basiert ausschließlich auf In-silico-Daten – also Computermodellierungen, keine Laborexperimente oder klinische Studien. Molekulares Docking zeigt lediglich geometrische Kompatibilität, sagt aber wenig über tatsächliche Bindungsaffinität oder biologische Wirkung aus.
  2. Die Affinität ist sehr niedrig. Die Affinität von Olmesartan für den VDR ist gering, was den Bedarf an deutlich höheren Konzentrationen erklärt als für die Blockade des Angiotensin-II-Rezeptors nötig wären.
  3. Der Kontext ist das Marshall-Protokoll, eine äußerst umstrittene Behandlungsmethode für chronisch-entzündliche Erkrankungen. Selbst die Befürworter des Marshall-Protokolls räumen ein, dass es keine gut kontrollierten klinischen Studien gibt, die dessen Anwendung für eine bestimmte Indikation belegen.
  4. Strukturelle Ähnlichkeit mit 1,25(OH)₂D₃ stimmt nicht wirklich. Olmesartan ist ein Biphenyltetrazol-Derivat (klassischer AT1-Blocker) – strukturell völlig anders als das Secosteroid 1,25(OH)₂D₃. Was das Docking zeigt, ist funktionelle Kompatibilität mit der Bindungstasche, keine strukturelle Ähnlichkeit mit dem natürlichen Liganden.
Fazit: Die Aussage ist eine starke Vereinfachung. Es gibt Computerdaten, die zeigen, dass Olmesartan in die VDR-Bindungstasche „passen" könnte – aber von einer strukturellen Ähnlichkeit mit 1,25(OH)₂D₃ zu sprechen ist irreführend, und klinisch oder experimentell belegt ist eine relevante VDR-Agonistenaktivität von Olmesartan bislang nicht. Die Behauptung ist typisch für das Marshall-Protokoll-Umfeld, das In-silico-Daten gerne als gesichertes Wissen darstellt.


 
@Malvegil Meine Güte, lass den Claude mit seinen Einordnungen weg, den du hierfür nicht einmal auf die Verwendung wissenschaftlicher und medizinische Veröffentlichungen eingeschränkt hast.
Falls du dich für die Zusammenhänge wirklich selbst und nicht für andere interessierst wirst du nur mit dem Studium von Primärquellen weiterkommen.

Wenn es erhöht ist, sollte man doch eher auf die Produktion schauen, nicht wie man es nachher in seiner Wirkung blockieren kann.
Das ist eine andere und symptomlindernde Herangehensweise durch Blockade des Enzyms Cyp27B1 und wieso bspw. topisch aufgetragene Antipilzcremes auch in Abwesenheit von Hautpilzen entzündliche Hauterkrankungen vorübergehend abheilen lassen können: Keto-, Itra- und Fluconazol hemmen Cyp27B1 als Nebeneffekt.
Du bringst auch das Grundlegende noch durcheinander: 1,25D3 soll nicht blockiert werden. Nur dessen Bindung an fremde Rezeptoren, was eben bei überhöhten Konzentrationen geschieht.
Und ja, da D3 und 25D3 sowohl das Substrat zur Umwandlung sowie die Gegenwerker zu 1,25D3 sind wird die zirkulierende Menge des Letzteren bei Vermeidung der Ersteren deutlich gesenkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für Kayen kann es aber nur darum gehen, die Effekte ihres überhöhten 1,25-D3 zu bremsen. Wenn ich es recht verstehe, dann kurbelt Olmesartan innerhalb der Marshall-Logik die Agonistenwirkung des 1,25-D3 am VDR ja noch an.

Das muß man ja auch bedenken: Wenn ein Molekül in einen Rezeptor "paßt", kann es ihn blockieren oder auslösen. Ich weiß nicht, ob man das mit "in silico"-Analysen überhaupt rausfinden kann.
 

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