Findest du das nicht sehr spekulativ?
Natürlich ist das spekulativ, Guy, keine Frage.Was können wir aber als Patienten angesichts fehlender Studien in Foren tun, außer spekulieren?
Unwahrscheinlich ist diese These aber nun mal nicht.Daß Borrelien gerne in Biofilmen leben und daß AB wenig auf solche Bakterien wirken, ist ja schon nachgewiesen worden.Auch daß ABs wie Doxy oder Ceftriaxon die Bildung von Biofilmen fördern und somit zum Teil kontraproduktiv wirken.
Über die Ursache für die geringe Wirkung von AB im chr.Stad. kann man nur spekulieren, aber Zysten und Biofilme als Hauptursachen scheinen mir persönlich als sehr plausible Erklärung zu sein.Ohne diese 2 Übeltäter wäre die Heilung von chr.Kranken vermutlich deutlich höher (die Deutsche Borreliose Gesellschaft schätzt sie auf ca. 50%).
Ich denke persönlich dass man viel weniger Chancen hat wenn man die ABs weglässt. Wenn Cowden der Durchbruch wäre, wäre dies bereits weitläufig bekannt. Horrowitz fährt momentan total auf Byron White bzw. auf Beyond Balance ab. Cowden ist sogesehen nicht mehr seine No.1
Es kann sein.Horrowitz hat anscheinend Cowden nur als eine gering wirksame Stütze betrachtet, denn in einem Vortrag sagte er, daß damit nur eine "moderate" Besserung bei ca. 70% der Patienten zu erreichen sei.Moderat weist ja auf keine durchschlagende Wirkung hin.
Was mir bei den Alternativprotokollen immer wieder auffällt ist, dass es bestimmte Leute gibt, denen das unheimlich hilft, das sind aber oft Einzelfälle. Ich will damit niemanden entmutigen aber ich behaupte als Student habe ich eine gewisse Beobachtungsgabe von der ich auch gebrauch machen sollte. Die häufigsten geheilten Fälle gibt es eindeutig unter Kombinationsantibiosen, welche einer gewissen Rotation unterliegen, je nach Patient.
Naja, angesichts fehlender Studien hat man zwangsläufig einen sehr begrenzten Einblick auf die Wirkung einzelner Therapien.Man liest hier und da, daß der es mit AB geschafft hat, der mit Zhang, der 3. mit Homöopathie.Wieviel tatsächlich durch AB, Zhang oder anderen Alternativtherapien geheilt werden, könnte man ja nur durch saubere Studien erfahren.Die es aber nicht gibt.
Aber ganz ehrlich: wenn man sich die Zahl der registrierten User im Deutschen Borreliose Forum anschaut und daneben die Zahl der gemeldeten Heilungen im Erfolgsunterforum, erweckt das bei mir nicht der Eindruck, daß ABs im chronischem Stadium das Wundermittel sind.
Und ich kenne mittlerweile einige Patienten, die mit Alternativen tatsächlich beschwerdenfrei worden sind.
Man kann auch mit den Alternativen erfolgreich sein, erhöht seine Chancen aber immer mit zusätzlichem AB.
Zudem muss man die Herbs eben auch "rotieren" - laut Aussagen einiger Spezis.
Es kann sein.Das schrieb der Dr.Zhang auch immer wieder in seinem Forum (bedauerlicherweise aber nicht in seinem Buch).Ich kann das nicht beurteilen.
Selbst die Zysten müssen sich irgendwann wieder "umwandeln".
Die Frage ist: wandeln sie sich wieder um, wenn das AB in ihrer Umgebung dauernd präsent ist? Denn die Zystem bilden sie ja zum Schutz, wenn sie sich angegriffen fühlen.Das ist für mich einer der Hauptgründe für meine Zweifel an einer Dauerantibiose.Eine gepulste Therapie, die den zystischen Formen in den AB-freien Zeiten Zeit lässt, sich wieder in spirochetale, angreifbaren Formen umzuwandeln, scheint mir deswegen grundsätzlich sinnvoller zu sein.
Sieht man sich die Therapien im amerikanischen Bereich an, so wird dort zB Flagly bzw. Metro eben auch länger als 12 Tage gegeben, eben wegen dieser Problematik. Es gibt aber auch einige die sind auch ohne Metro gesund geworden. Die Amis nutzen auch folgende Taktik: 2-4 Wochen keine AB's, dann wieder voll drauf. So hat sich Burrascano geheilt!
Ja, Metro 10 Tage/Monat ist m.E. ein Witz.Metro müsste wahrscheinlich auch dauernd eingenommen werden, um eine tiefgreifende Wirkung zu erreichen.Leider steht es in Verdacht, krebserregend zu wirken und wird aus dem Grund in D so sparsam verwendet.Andererseits sind 10 Tage besser als gar nichts.
Bist du sicher, daß Burrascano eine gepulste Therapie empfiehlt? Daß er selbst Bo hatte und sich damit selbst geheilt hat, habe ich nicht gewusst.Hochinteressant.
Ich denke jede Borreliose ist sogesehen ein Einzelfall. Das Frau Sapi so gesund wurde, beweißt lange nicht dass es bei jedem die gleiche Problematik ist. Ich sehe das vielmehr so dass die Mischinfektionen viel zu oft ignoriert werden. Mal ehrlich Burrascano schreibt er habe nie einen Patienten ohne Co's gesehen. Stellt euch mal die Frage wer hier auf Co's untersucht und behandelt wird!
Ja, da gebe ich dir voll Recht.Co-Infektionen sind m.E. im chronischen Stadium die Regel, nicht die Ausnahme, wie viele Spezis in D es anscheinend glauben.Leider fehlen da nach wie vor zuverlässige Tests.Solange sie nicht auf dem Markt sind, wird sich da nicht viel tun.
Ich vermute aber persönlich, daß manche Bo-Pat. gar keine Borreliose haben, sondern nur Co-Infektionen oder sogar ganz andere Erkrankungen, wie z.B. Hormon-und Nährstoffmängel oder was Anderes.Heute habe ich wieder mit einer Patientin geredet, die über keine bo-typische Symptome klagt, bei der aber mal erhöhte SD AKs festgestellt wurde und die sogar schon mal SD Hormon genommen hat.Eine SD UF kann ja einige Symptome hervorrufen, z.B. Müdigkeit/Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, die m.E. leicht mit den Symptomen einer Neuroborreliose verwechselt werden können.Wenn eine SD UF vorliegt, aber keine Borreliose, dann kann kein AB in einem solchen Fall wirken.Vielleicht schlucken manche Patienten deswegen monatelang AB vergeblich.Hätte mich eine Zecke ungefähr zum Zeitpunkt des Ausbruchs von Hashimoto gestochen (also kurz vorher), hätte ich wahrscheinlich alles auf die vermutete Borreliose geschoben und hätte vielleicht meine SD gar nicht untersuchen lassen.Nicht zu denken, wo ich heute ohne L-Thyroxin wäre.Mit AB wären meine Dauermüdigkeit, Kraftlosigkeit, meine enormen kognitiven Störungen (Konzentrationsschwäche, Wortfindungsstörungen, Schwindel) und anderen unschönen Symptome (wie Einschlafen der Arme) sicher nicht verschwunden.Meine taube Fingerkuppen waren übrigens die Folge eines VitB12 Mangels und sind erst durch hochdosierte VitB12 Spritzen wieder normal geworden.Die Lähmungen meiner Beinmuskulatur (3 Tage Rollstuhl, weil kein Schritt möglich war) wären ohne hochdosierte Kalium-und Magnesiumgabe auch nicht verschwunden und ich würde heute sicher dauernd im Rollstuhl liegen, wenn ich nicht diese Mängel entdeckt hätte.Alle Symptome, die man leicht auf eine Borreliose hätte schieben können, die aber nur die Folge von akuten Hormon-und Nährstoffmängeln waren.Zum Nachdenken...
Gruss