Mit der H2O2-Spülung (ca. 1:5) habe ich meine Mundhygiene zwar verbessern können (weniger Belag, Atem auch nicht mehr so streng), aber die Schmerzempfindlichkeit meiner Zähne hat deutlich zugenommen. :schock:
Ich weiß jetzt nicht, ob es die Dauer der Anwendung oder die Dosierung ist, aber verschwindet das wieder von alleine, ob muss ich da entgegenwirken, z.B. mit speziellen Zahnpasten und -spülungen?
H2O2 soll ja zahnfreundlicher sein als CDL, aber greift es ebenfalls den Zahnschmelz an oder sind das zwei paar Schuhe?
Schmerzempfindliche Zähne entstehen in den meisten Fällen durch freiliegende Zahnhälse – also wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht und der empfindliche Dentinbereich offenliegt.
Eine Wasserstoffperoxid-Spülung (H₂O₂) kann kurzfristig helfen, Beläge und Bakterien zu reduzieren, wirkt aber oxidativ – das heißt: Sie greift nicht nur Keime an, sondern auch empfindliche Strukturen im Mund, wenn Konzentration oder Häufigkeit zu hoch sind.
Zur Unterscheidung:
H₂O₂ (Wasserstoffperoxid) zerfällt zu Wasser und Sauerstoff, wirkt bleichend und leicht gewebereizend.
CDL (Chlordioxidlösung) wirkt stärker oxidativ, ist chemisch instabiler und kann – falsch dosiert – Schleimhäute deutlich stärker reizen.
In beiden Fällen gilt: Je niedriger die Konzentration, desto sicherer.
Für den täglichen Gebrauch reicht bei H₂O₂ oft 1:15 bis 1:20 (3 %ige Lösung stark verdünnt). Mehr bringt selten mehr.
Wenn die Zähne empfindlicher werden, solltest du die Spülungen pausieren oder seltener anwenden, und zwischendurch reminalisierende Zahnpasten (z. B. mit Hydroxylapatit oder Kaliumnitrat) verwenden.
Gute, einfache Alternativen zur Desinfektion:
Kochsalzlösung (1 TL auf ein Glas warmes Wasser) – mild, entzündungshemmend, völlig unbedenklich
Salbei- oder Myrrhe-Tinktur – adstringierend, beruhigend fürs Zahnfleisch
Ölziehen mit Sesam- oder Kokosöl – sanft antibakteriell, ohne Schmelzreizung
Bei fortgeschrittenem Zahnfleischrückgang lohnt sich auch ein Blick auf die systemischen Ursachen (Mineralstoffmangel, Entzündungsneigung, hormonelle Faktoren, Übersäuerung).
Ich würde die Peroxidmenge also deutlich reduzieren oder ganz absetzen, bis sich das Zahnfleisch beruhigt. Wenn sich das Gewebe wieder erholt, kannst du vorsichtig testen, ob eine mildere Konzentration überhaupt noch nötig ist.