Vor vielen Jahren, als meine Schwiegermutter noch lebte habe ich das erste Mal von dieser Richtung des Heilens gehört. Sie war sehr bedacht darauf, daß ich nur so viel erfahre wie mir gut tut. Als sie dann gestorben war fiel eines Tages ein Buch ohne daß ich es berührt hatte aus dem Regal. Ich hob es auf um es wieder hineinzustellen, da fiel ein Zettel heraus mit einer Adresse.
Es war die Adresse von meinem späteren Lehrmeister Dr. Jochen Gleditsch. Er war ein begnadeter Hals-Nasen-Ohrenarzt (keine Angst, er lebt noch, aber er macht keine Praxis mehr) und viele Leute waren bereits nach einer Behandlung bei ihm wieder gesund. Über diese Fähigkeit hinaus ist er auch noch ein Meister der Akupuntur und hat sich auf dem Gebiet der Molarakupunktur einen Namen gemacht. Manche Menschen fragten sich verständlicher Weise, wie das denn geht, so auch ich und ich machte mich auf die Socken, der Sache auf den Grund zu gehen.
Ich geriet in einen Kreis wunderbaren Menschen, die in regelmäßigen Abständen zusammenkamen um in Gebetskreisen für Kranke zu beten und mit ihrer positiven Energie den einen oder anderen Patienten ganz besonders unter ihre Fittiche zu nehmen.
Ich wurde auf die Gottesdienste aufmerksam die in der Stadt in einer Kirche stattfanden, bei denen sich Therapeuten verschiedenster Disziplinen trafen und vor dem Schrein der Heiligen Brüder Kosmas und Damian beteten um danach in Frieden und gestärkt wieder auseinander zu gehen bis zum nächsten Treffen.
Es wurde dabei auch nach der Predigt, die damals öfter Pater Dr. Berkmüller hielt, auch von Erfolgen berichtet, die während dieser Fürbittekreise zu voller Gesundheit zurückgeführt hatten.
Ich bin immer wieder in Abständen zu diesen Treffen gegangen und habe mehr als 1o Schulmediziner dorhin gelockt. Sie haben allesamt von Dr. Gleditsch etwas für ihre Praxis mitgenommen.
Es gab auch ganze Wochentreffen in Heiligkreiztal, bei denen immer wieder wundersame Heilungen stattfanden. Dort habe auch ich die "Technik" gelernt, wie man sie von Dr. Edwards aus England kennt. So manchmal sitze ich nachts auf meiner Bettkante und denke an bestimmte Menschen, die meine Hilfe brauchen könnten. Ich fühle mich nach diesen "Übungen" immer besonders wohl und freue mich, wenn es unerwartet zu einer Besserung im Befinden meiner Schützlinge gekommen ist. Das nennt man dann "Fernheilung", was für noch mehr Menschen suspekt klingt als das einfache geistige Heilen, bei der der Heiler den Patienten vor sich hat.