Zyklusanfang und Stimmung

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Hi, mir fällt öfter ein Stimmungstief auf, wenn der Zyklus wechselt. Also nicht die komplette letzte Zykluswoche oder länger wie bei PMS, das ist nicht so Thema, wende nämlich sowieso Progesteron an. Aber an dem Tag an dem die Regel losgeht oder ab dem Tag davor, da ist es emotional manchmal richtig schwierig. Gestern ist eine persönliche Enttäuschung vom letzten Jahr wieder hochgekommen, sowas in der Art war öfter mal. Wann es genau angefangen hat, weiss ich nicht, irgendwann in den letzten Jahren wohl.

Gehe auf die 50 zu, Zyklus wird unregelmäßiger, ist aber noch da. Kennt das noch wer? Weiß jemand, woran das genau liegt? Fehlt dann am Anfang vom Zyklus eher noch Progesteron oder sind Östrogene zu niedrig?
 
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Hallo maramara,
Aber an dem Tag an dem die Regel losgeht oder ab dem Tag davor, da ist es emotional manchmal richtig schwierig.
Ich glaube, sehr viele Frauen kennen dieses Verhalten ihres Körpers + Seele: sie leiden vor dem Beginn der Regel und kennen sich zum Teil selbst kaum wieder.

Ich weiß von Histamin-Intoleranzlerinnen, daß sie z.B. vor der Regel stärker reagieren. Das wiederum hängt
wohl mit der Veränderung der Hormone zusammen.

... Meist sind es auch zwischenmenschliche Konflikte, die Frauen zum Arzt führen. Doch obwohl PMDS leicht zu diagnostizieren ist, finden viele Betroffene jahrelang keine Hilfe. Oft attestieren ihnen Ärzte eine «Impulskontrollstörung» oder bagatellisieren ihre Beschwerden als Stimmungsschwankungen, die zum «Frausein» dazugehören. Was man ihnen nicht einmal vorwerfen kann: PMS gilt generell als nicht behandlungsbedürftig und PMDS ist im deutschen Sprachraum nur unzureichend bekannt. So taucht die Störung nicht in der gängigen Diagnosebibel auf, der ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten). Vor zwei Jahren aber wurde PMDS als eigenständige Krankheit im DMS-5, dem diagnostischen und statistischen Leitfaden psychischer Störungen, aufgenommen, was die Diagnosestellung in Zukunft erleichtern sollte.

3 bis 8 Prozent betroffen

90 Prozent aller Frauen im reproduktiven Alter bemerken in der zweiten Zyklushälfte körperliche und psychische Veränderungen wie Wassereinlagerungen, Brustspannen, Niedergeschlagenheit oder Reizbarkeit, die schlagartig nach dem Einsetzen der Periode aufhören (On-off-Phänomen). Die Bandbreite und Schwere der PMS-Symptome variiert dabei stark.
Zur Diagnosesicherung muss die Frau mindestens zwei Monate lang ein Zyklustagebuch führen. «Damit lässt sich PMDS leicht diagnostizieren und von anderen psychischen Krankheiten abgrenzen», sagt Tschudin. Für Betroffene ist das Tagebuch oft eine grosse Hilfe: Sie erkennen, dass ihre Symptome klar mit ihrem Zyklus zusammenhängen und sind oft erleichtert, dass es eine biologische Grundlage für ihre Beschwerden gibt.

Wie PMS in all seinen Ausprägungen genau entsteht, ist noch unklar. Dass die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron eine Rolle spielen, ist sicher: Frauen, die diese Hormone nicht mehr produzieren, etwa nach den Wechseljahren oder der Entfernung der Eierstöcke, haben kein PMS. Die verbreitete Meinung, dass bei Frauen mit PMS die «Hormone verrückt spielen», trifft allerdings nicht zu ...


Dr. Ingrid Gerhard hat sich eher alternativ mit u.a. PMS beschäftigt:


Grüsse und gute Besserung !
Oregano
 
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