Zusammenhang Hormone und Schwindel

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Hallo, besonders an alle Frauen,

nach dem ich hier einbischen gelesen habe ist mir aufgefallen, dass viele an Schwindel leiden.
Deshalb möchte ich hier berichten was ich in dieser Beziehung erlebt habe.

Also, es war ca. 1992 und ich Mitte 20, da hatte ich das erste Mal Schwindelanfälle und ich dachte es wäre der Kreislauf. Der Hausarzt konnte aber nichts feststellen. Zu dieser Zeit bekam ich trotz Pille Zwischenblutungen. Der Frauen Arzt meinte es läge an der Pille und gab mir eine andere. Die half auch nichts und ich bekam noch eine andere, das ging dann noch eine Weile so weiter bis ich den Arzt gewechselt habe.
Der machte auch so weiter (ich glaube ich habe insgesamt bis zu 20 Pillen ausprobiert), bis er dann meinte ich habe eine Hormonstörung und wenn ich noch irgendwann Kinder bekommen möchte sollte ich doch nicht die Pille nehmen sondern spezielle Hormonpräparate. OK, dachte ich mir mache ich das und wenn ich dann zufällig schwanger werde ist das ja auch nicht schlimm. Er gab mir Pillen die eigentlich für Frauen sind die unbedingt schwanger werden wollen, was mir ja nicht so wichtig war. Mein Mann und ich haben das auch nicht besonders geübt und somit passierte in dieser Hinsicht auch nichts.
Zu dieser Zeit verschlimmerten sich die Schwindelanfälle!!!
Als der Arzt mich darauf ansprach wieso das mit dem Schwangerwerden nicht so klappt und ich sagte dass das z.Z. nicht so wichtig für mich ist, wurde er irgend wie leicht sauer und verschrieb mir Tabletten gegen Wechseljahre (damals war ich noch keine 30!!!!). Aus heutiger Sicht glaube ich dass er an schwangeren Frauen mehr Geld verdient und dass es ihn darum ging.
Dann ist irgendwie alles eskaliert, zu dem Zeitpunkt hatte ich auch einen „giftigen“ Job (Lösungsmittel), und mir wurde so schwindelig dass ich teilweise nicht mehr laufen konnte.
Mit 30 reichte ich eine Kur ein die ich auch bekam.
Dort gab es eine Seelische Bereuung, diesem Arzt erzählte ich dass ich glaube dass mir die Hormone nicht gut tun.
Er sagt nur: dann lassen Sie sie doch weg!!!
Das war die Lösung nach einem Monat waren die Schwindelanfälle um 50 % weg.
Doch die Zwischenblutungen blieben und es gesellten sich noch starke Schmerzen dazu. Ich wechselte nochmals den Arzt, der gleich beim ersten Besuch Endometriose (kurz: Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter die dort auch wächst und abblutet) feststellte. Diese wurde durch eine Bauchspiegelung behandelt. Seit dem habe ich selten Blutungen und auch selten Schmerzen( Endom. Ist nicht heilbar).
Nach dem ich dann auch noch den Job gewechselt habe, ist der Schwindel langsam weiter zurückgegangen und nur noch so dass ich gut mit leben kann.
Vielleicht bekomme ich den Rest weg wenn ich meine restlichen 7 Amalgamfüllungen los bin – hoffe ich-.

Wenn mir jemand erzählen will das künstliche Hormone keinen Schaden anrichten der lügt!!!!!!!!

Im Übrigen…. seit meine Freundin die Pille nicht mehr nimmt hat sie auch keine Migräne mehr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Gruß
Sternchen
 
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10.01.04
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Hallo Sternchen,
das ist ja eine gräßliche Hormon-Ausprobier-Geschichte. Manche Ärzte denken anscheinend herzlich wenig... Ist denn wenigstens einmal ein Hormon-Spiegel gemacht worden - obwohl der so viel auch nicht aussagt.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß nach Entfernung des Amalgams in den Zähnen der Schwindel noch mehr verschwindet. Nur bitte: gleich einen Fach-Zahnarzt suchen, der sich auskennt und alle Vorsichtsmaßnahmen trifft. Gleiches gilt danach für die AUsleitung. -
Das Buch von Dr. Mutter "Amalgam" kennst Du ?

Gruß,
Uta
 

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09.11.04
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Hallo Uta,

ja, das Buch habe ich mir gekauft. Jetzt weis auch wovon ihr alle sprecht.
Ohne diese Kenntnisse ist es schwer manchen Themen hier im Forum zu folgen.

Tja, das mit den Ärzten ist so eine Sache…wie findet man denn den geeigneten Arzt? Bin gerade wieder am wechseln. Ich finde es so schon schwierig, wenn man das Amalgam außer Acht lässt, einen ordentlichen Zahnarzt zu finden.
Das fängt mit einem ordentlichen Kostenvoranschlag an und hört damit auf dass der Zahnarzt behauptet die Zähne wären noch gut, obwohl ich leichte Schmerzen habe. Ein paar Monate später sind die Zähne abgebrochen…..na toll!!!
Der neue Zahnarzt soll sehr nett sein (wurde mir empfohlen) und mich nicht gleich wieder verschrecken. Bin nämlich ein Angsthase in dieser Beziehung.

Ein Arzt für die Ausleitung…? In welche Fach-Richtung muss ich da suchen? Heilpraktiker?

Seit der Hormon-Geschicht bin ich ziemlich misstrauisch allen Ärzten gegenüber und nehme Medikamente nur im äußersten Notfall.
Ja, einen Hormonspiegel wurde gemacht (aber ziemlich spät!) und ich glaube auch dass da irgendetwas nicht so ok ist. Trotzdem bin ich überzeugt dass die Gabe von künstlichen Hormonen nicht gut war. Was ich vergessen habe zu erwähnen, mir war über 10 Jahre immer schlecht, jeden Tag. Ich war super dünn und hatte mindestens einmal im Jahr Magen Darm Grippe. Seit ich keine Hormone mehr nehme ist das alles wie weggeblasen, ich habe kein einziges Mal seit dem gespuckt, dass sind jetzt ca 6 Jahre.

Gruß
Sternchen
 
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25.03.04
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Hallo...
also ich hatte meinen Frauenarzt auch auf einen Hormonspiegel-Test angesprochen, aber den bekam ich nicht, weil der so teuer ist und er den rechtfertigen muss vor der KK. Meine Symptome würden dafür nicht sprechen.
Ich leide ja nun auch unter Dauerschwindel, der mich echt fertig macht und immer noch keiner so richtig den Grund dafür kennt... klar Schwermetallvergiftung... aber ich bin da ja immer noch sehr, sehr verunsichert. %)

P.S. Ich nehme die Pille nicht!
 
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10.01.04
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Hallo Himmelsengel,
es ist schon toll, welche Tests auf einmal nicht mehr nötig sind, weil die Krankenkassen ihn nur ungern zahlen... :? %) .

Ich meine, Du hättest mal geschrieben, daß Du ein Schleudertrauma abbekommen hättest? - Kannst Du nicht auf der Schiene noch einmal versuchen, weiterzukommen in Bezug auf den Schwindel?

Liebe Grüße,
Uta
 
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25.03.04
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Huhu Uta,
es ist wirklich zum Haare raufen... mein letzter Frauenarztbesuch hat mich mal eben schlappe 80 Euro gekostet, weil die KK selbst Ultraschall nicht mehr bezahlt... :mad:
Ich müsste den Arzt noch mal beim nächsten Besuch fragen, welche Symptome denn einen Hormonspiegel-Test rechtfertigen, das hat er mir nämlich nicht gesagt.

Zu dem Schleudertrauma... das ist schon bestimmt 10 Jahre her und seitdem bin ich ja unzählige Male beim Orthopäden gewesen... wurde mehrere Male eingerenkt (was ich aber nicht mehr machen lasse) und die sind sich aber mehr oder weniger alle einig, dass meine Schiefstellungen nicht diesen Schwindel verursachen kann. War ja sogar im CT-Gerät, auch hier zeigte sich nur eine leichte Blockade, die eingerenkt wurde und nicht geholfen hat.
Zur Zeit bin ich beim Ergotherapeuten, der meint meine ganzen Verspannunge kommen nicht von der Halswirbel, sondern von den Schulterblättern, die sich nach innen hin abgesenkt hätten... da ja, mal wieder eine neue Erkenntnis... mal sehen, was die Therapiestunden bringen werden.

LG
himmelsengel
 
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09.11.04
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Hallo Himmelsengel,

wahrscheinlich würde ich heutzutage auch keinen Hormontest mehr bekommen, das war noch vor diesen Krankenkassenreformen, so ca. vor 8 Jahren.
Hast du denn Symptome die darauf schließen lassen?
ZB. Unregelmäßige, sehr lange, extrem wenig Blutung oder lang auseinander liegende Perioden. Akne, vermehrte Behaarung usw.

Ich bin heute der Meinung dass bei Schwindel viele verschiedene Dinge zusammen kommen. Bei mir waren die zusätzlichen Hormone nur ein größerer Faktor. Ich kann mir gut vorstellen wie du dich fühlst, lange Jahre wusste ich nicht was ich dagegen machen sollte und habe vieles vermutet und ausprobiert. Bei mir wurde auch vieles untersuch Kopf, Rücken usw. alles ok.

Jetzt wo ich den Schwindel nicht mehr jeden Tag habe kann ich auch besser erkennen wann er auftritt.
ZB. bevor ich meine Periode bekomme, wenn ich krank werde, wenn ich etwas Unverträgliches gegessen habe (habe auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Kreuzallergien), oft wenn ich Medikamente nehmen muss, oder bei schädlichen Gerüchen wie Lösungsmittel.

Ich glaube du bist ein körperlich sehr empfindsamer Mensch, genauso wie ich, der Bericht übers Bügeln hat mich darauf gebracht.
Ich dachte immer so was habe nur ich. Ich kann Schadstoffe schmecken und riechen wo andere sagen ich spinne. Eine Zeitlang konnte ich nicht tanken gehen weil mir immer ganz schlecht, schwindelig und zitterig geworden ist.

Wirklich helfen kann ich dir sicherlich nicht, aber ich kann dir nur sagen nicht verzweifeln und alles in Erwägung ziehen, vielleicht hilft dir ja auch eine Kur, nur mal so zum Entspannen und Nachdenken. Ich habe danach um einiges klara gesehen. ZB. habe ich den Job gewechselt.

Viele Grüße
Sternchen
 
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10.01.04
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Hallo Himmelsengel,
es ist eigentlich ein Unding, nur die HWS zu untersuchen, ohne den Zusammenhang mit Kiefer, Becken, Ileosakralgelenk auch anzuschauen. Insofern mag zwar der Orthopäde meinen, daß eine Schiefstellung der HWS den Schwindel nicht auslöst. Was aber, wenn z.B. sich in der Brustwirbelsäule etwas verändert und dadurch auch die HWS und der Kiefer betroffen sind?
Ich schwöre ja auf meine Osteopathin, die manchmal an Stellen arbeitet, die weit entfernt sind von meinen Schmerzen. Und trotzdem (oder gerade deshalb) hilft es. Leider muß ich die auch selbst bezahlen. Aber das tu ich in dem Fall gerne, weil es nützt - im Gegensatz zu irgendwelchen krankengymnastischen Übungen, die bei mir meistens alles verschlimmern.
Es gibt Ostetopathen (oder auch Leute mit einer guten Cranio-Sacral-Ausbildung), die in normalen Praxen arbeiten und dann auch die Rezepte "verarbeiten" können. Meistens rechnen sie dann zwei Rezept-Behandlungen für eine osteopath. Behandlung ab.

Ich denke,d aß es so wie Sternchen schreibt, immer mehrere Faktoren sind, die eine Rolle spielen. Wenn z.B. eine allergische oder Unverträglichkeits-Reaktion dazu führt, dass die Muskeln sich verkrampfen, dann kann dadurch auch Schwindel entstehen..
Bei mir melden sich auf jeden Fall immer alle Schwachstellen, wenn ich reagiere.

Liebe Grüsse,
Uta :)
 
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09.11.04
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Noch mal, Hallo Himmelsengel,

ich glaube Uta hat Recht, wenn du mal ein Schleudertrauma hattest solltest du das nicht vernachlässigen. Es gibt Dinge die irgendwann nicht mehr korrigierbar sind. Meine Mutter hat zB einen eingeklemmten Nerv zwischen den Schultern, Schmerzen ohne Ende und sie gilt als austherapiert (ist bei einem sehr guten Schmerzarzt).

Es gibt nur wenige gute Orthopäden (jedenfalls hier bei uns).
Einer hat mich mal mit Daunen-Jacke untersucht, leicht an den Schultern rumgedrückt (also ich hatte die Jacke noch an) und meinte dann: nein der Schwindel kommt nicht vom Rücken. HÄÄÄ??? Was ist das für eine Untersuchung???
Meine Mutter hatte vor Jahren mal einen Bandscheibenvorfall in der HWS, verschiedene Ärzte haben das auf dem Röntgenbild nicht gesehen und meinten nur da ist nichts. Dann ist sie zu einem Nerven-Facharzt gegangen der das sofort erkannt hat.
Bei diesem Arzt war ich auch, wegen dem Schwindel, er hat meine Gehirnströme und meine Halsadern untersucht, war alles ok. Er meinte dass mein Problem in einem empfindlichen vegetativen Nervensystem liegt, womit er wohl in gewisser Weise Recht hat.
Also, es ist besser sich immer mehrere Meinungen einzuholen und nicht locker zulassen.

Viele Grüße
Sternchen
 
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10.01.04
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Hallo,
die Diagnose "vegetative Dystonie" oder wie auch immer scheint mir eher eine Verlegenheitsdiagnose zu sein, weil die Ärzte nichts Konkretes finden. :?
Allerdings habe ich bei mir festgestellt, daß mein vegetatives Nervenkostüm ( ;) ) z.B. dann besonders aus dem Takt gerät, wenn sich bei mir ein Halswirbel oder Brustwirbel verschiebt. Alle STrukturen hängen ja zusammen...
Und ich glaube zusätzlich, daß bei Gift-Belastungen oder allergischen Reaktionen das ganze Gestell sowieso superempfindlich auf alles mögliche reagiert.

Orthopäden und Neurologen haben ganz selten auch nur eine Ahnung von Vergiftungen; nicht mal Allergologen wissen da viel %) . Insofern muß man sich selbst beobachten und immer mal wieder einen Versuch machen mit einem neuen Therapeuten: manchmal hat man ja auch Glück ...

Gruß,
Uta
 
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25.03.04
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hmmm... lieben Dank euch beiden für die Gedanken, die ihr euch gemacht habt...

Ich war bei so vielen Ärzten und und und... das ich einiges auch wieder vergesse und erst wenn ihr das dann schreibt, mir wieder in den Sinn kommt.
Bei einem Osteopathen war ich auch und Cranio-Sakral hab ich auch schon gemacht.
Mein Schwindel ist ja 24-Std. da... wobei ich ihn nicht mehr so schrecklich wahr nehme, aber ab und zu macht er sich so gewaltig bemerkbar, dass ich schon wieder den Kopf in den Sand stecken könnte, weil eben keiner so recht weiss, was denn nun mit mir los ist. Jeder glaubt irgendwas zu wissen, aber so richtig kann es keiner nachvollziehen. :(

LG
 
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