Zu viele Symptome - helfen nur Antidepressiva?

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Hallo ihr Lieben,
ich (62 J.) habe ein gesundheitliches Problem und komme nicht mehr weiter. Wer kann mir helfen. Seit fasst vier Jahren mit Unterbrechung bekomme ich Antidepressiva. Ich konnte mich nie richtig damit abfinden, dass ich depressiv bin. Meine Depressionen sind stets durch körperliche Schmerzen hervorgerufen worden (zuerst Kopfschmerzen und Beine versagen – Zittern, Lähmung).
Seit 8 Wochen habe ich eine Diagnose Hashimoto. Ich habe gelesen, dass bei der Schilddrüsenentzündung ähnliche Symptome, wie bei Depressionen auftreten können und manchmal ist es für Ärzte schwierig die richtige Diagnose zu stellen. Meine Symptome sind schwer auszumachen, denn ich nahm Antidepressiva (Cymbalta). Dadurch werden viele Symptome unterdruckt.
Nachdem ich jetzt aber fasst 8 Wochen ohne Medikamente lebe, spüre ich, wie es mir wirklich geht. Symptome: chronischer Mastdarmschmerz, Augenprobleme (keine Autoimunerk.), Müdigkeit, Verlust an Knochenmaße, Gewichtsverlust, Vergesslichkeit. Nächtliche körperliche Probleme: Es sind regelrecht Attacken. Ich werde aus dem Schlaf durch ein Erstickungsgefühl rausgerissen, verspüre ein Wirbelsäulenschmerz, mein Körper sackt zusammen, meine Handflächen sind zusammengepresst und versuchen meinen Körper entgegenzuwirken. Es ist so, als ob mein Gehirn keine Gewalt mehr über den Muskeln, Nerven hätte. Der Hals und Rachen sind sehr trocken. Ich schwitze stark (nur danach), zugleich habe ich das Gefühl auf dem Strom zu liegen (Kribbeln). Die Muskeln, Magen, Leber, Wirbelsäule schmerzen punktuell. Wenn das zu Ende ist, bin ich fix und fertig und komme mir vor, wie von einer Walze hin und hier überrollt zu sein, bin erschöpft.
Womit habe ich hier zu tun? mit Hashimoto oder mit Depressionen. Können Hormonen so schlimm zusetzen. Ich bekomme keine Hormone, weil der Arzt (Diagnose im Krankenhaus) keine Notwendigkeit sieht, die zum jetzigen Zeitpunkt zu verschreiben; die Schilddrüse arbeitet ja noch.
Bei dem Endokrinologen war ich noch nicht, habe leider erst im Juni einen Termin bekommen.
Wer könnte aus Erfahrung berichten oder wer kann mir helfen, die Krankheit „auszumachen“. Vielleicht hat jemand eine Ahnung, ob Antidepressiva eine Hashi auslösen können. Ab wann spricht man von der Erkrankung an Hashi?
Ich bin für jede Hilfestellung sehr dankbar.
Isunia
 
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zu viel Symptome - helfen nur Antidepressiwa?

Hallo isuna,

Meine Depressionen sind stets durch körperliche Schmerzen hervorgerufen worden
Darin sehe ich eine körperliche Ursache, die in deinem Falle Schmerzen, Augenprobleme, Müdigkeit, Verlust an Knochenmaße, Gewichtsverlust, Vergesslichkeit und so weiter und depressionsähnliche Zustände hervorrufen.

Die eigentlichen Ursachen können sehr verschieden sein und oft ist es auch eine Kombination von mehreren Sachen.

Häufig sind es Vitaminmängel und Lebensmittelunverträglichkeiten.

Vitaminmängel können z.B. Vitamin D und B12 sein. Wurden diese Werte bei dir gemessen? Vitamin D wäre am besten 25(OH)-Vitamin D3 zu messen und bei B12 das Holotranscolabamin und nicht nur das B12 im Serum, was die meisten Ärzte machen. Alle Werte unter 400 können schon ein Mangel sein, weitere Untersuchungen wären dann notwendig.

Hast du deine Werte da? Kannst du die hier mal aufschreiben?

Bei Lebensmittelunverträglichkeiten wird es schwieriger, weil es meist keine zuverlässigen Tests gibt. Ausser bei Fruktose, Laktose und Sorbit ist es am besten eine sogenannte Suchdiät zu machen um rauszufinden, ob man Lebensmittel wie Brot, Milch oder histaminhaltige Lebensmittel nicht verträgt.

Histamin spielt bei deinen Symptomen eine Rolle. Einfach weil Histamin immer eine Rolle spielt. Eine Histaminintoleranz ist sozusagen ein Symptom, was man bei vielen Krankheiten hat.

Möglich wäre auch eine Infektion wie Borreliose.

Hier mal was zum Thema Histamin und Schilddrüse. http://www.symptome.ch/vbboard/hist...zwischen-histaminintoleranz-schilddruese.html

Interessant finde ich, dass bei dir das Antidepressiva die körperlichen Symptome unterdrückt hat? Viele Antidepressiva stören zusätzlich den Histaminabbau und wenn der Arzt darauf nicht achtet, kann es sein, dass es einem damit noch viel schlechter geht.

Hattest du vielleicht ein Antidepressiva mit dem Wirkstoff Promethazin?

Hier noch was zum lesen:

http://www.histaminintoleranz.ch/symptome.html

HIT > Therapie

Grüsse
derstreeck
 
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derstreeck ich würde dir gerne ein "Like" für deinen Beitrag geben!

isunia, du sagst es doch schon selbst. Wenn deine Depression durch körperliche Schmerzen verursacht wurde, machen Antidepressiva keinen Sinn. Je nach Stärke der Schmerzen kann es sein, dass man auf Morphin zurück greifen muss, aber das kann ich keinesfalls beurteilen.

Warum lässt du dich mit deinen (wie ich finde durchaus schwerwiegenden) Symptomen, nicht von deinem Hausarzt stationär ins Krankenhaus einweisen?

Sparschwein.
 
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Hallo Sparschwein,
ich war im Krankenhaus, jedoch kurz nach dem Absetzen des Antidepr. Daher waren die Symptome nicht so stark ausgeprägt. Ich lies die Verdauungsbeschwerden und Schmerzen, die ich unter der re. Rippe hatte und die Gewichtsabnahme prüfen. Ohne Befund. Ich schließe nicht aus, dass das Antidepr. Cymbalta diese Beschwerde verursacht hat. In der Phase wo ich keine Tabletten genommen habe, wurden die viel weniger.
Wie könnte ich nur das Auftreten der nächtlichen Attacken verhindern? Mein Psychiater sagt, es die Psychie. Ich glaube aber nicht daran. Hast du vielleicht eine Idee. Ich entspanne mich vor dem Schlafengehen, mache körperliche innere Übungen. Was meinst du dauert der Entzug von dem Antid. immer noch an?
Isunia
 
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Hallo derstreeck,
gut, dass du das angesprochen hast. Ich habe leider keine Ahnung, was ich tun könnte. Die Implantate sind nun im Mund, die Brücken aus Keramik auch. Welche Möglichkeiten habe ich noch etwas zu prüfen. Habe allerdings eine erhöhte Sensibi. gegen Quecksilber, Silber und Nickel. Für den ZA sind das keine Nachweise, er vermied auch alle Mettale. Keramik ist für ihn der unantastbare Stoff in der Zahnmedizin.
M. l. G.
isunia
 
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Hallo isunia,

hast Du denn reine Keramik-Implantate? Hast Du nur Keramik im Mund oder eine Mischung an Materialien?

Grüsse,
Oregano
 
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ich grüße dich Oregano,

ich habe Titanimplantate (Genaues weiß ich leider nicht). Außerdem habe ich zwei Keramikbrücken und zwei tote Zähne unter der Keramikbrücke.
isunia
 
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Cymbalta ist ein Medikament, welches bei Depression und Angstörtung ABER AUCH bei aktuen und chronischen Schmerzen eingesetzt wird. Also eigentlich ein gutes Mittel, sowohl gegen die Schmerzen, wie auch gleichzeitig gegen die dadurch entstandene Depression.

Nur, wenn du das Mittel wegen seinen Nebenwirkungen nicht verträgst, und die Nebenwirkungen beim Abesetzen besser werden, bringt das natürlich nichts. Falls du um ein Anti Depr. garnicht herum kommst, wäre ein Wechsel zu einem anderen Präperat nicht schlecht. Am Besten eines, wozu man zusätzlich Schmerzmittel einnehmen kann.

Ich kann nicht beurteilen, wie stark es bei dir ist. Aber eine regelmäßige Psychotherapie, oder ggf ein stationärer Aufenthalt in einer offenen psychosomatischen Klinik, fände ich nicht schlecht. Einfach weil ich denke, dass man nach Möglichkeit nicht sein Leben lang Anti Depr. schlucken sollte, wenn es auch anders geht.

Therapie und/oder Klinikaufenthalt (von der Kasse wird das beides bezahlt) könnten eine langfristige Lösung darstellen, wodurch man die Anti Depr. langsam ausschleichen (bloß nicht sofort absetzen) könnte, und du irgendwann vielleicht gar keine Anti Depr. mehr benötigst.

Tabletten sind aus meiner Sicht, weder eine endgültige, noch eine alleinige Lösung. Sondern lediglich zur vorübergehenden Unterstützung. Aber das sieht warhscheinlich jeder anders.
 
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. Seit fasst vier Jahren mit Unterbrechung bekomme ich Antidepressiva.
Wann hast Du die Implantate und wann die Keramikbrücken (reine Keramik?)bekommen?
Seit wann ist bekannt, daß unter den Brücken zwei tote Zähne stehen?

Grüsse,
Oregano
 
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Meinst du die toten Zähne haben etwas damit zutun? Bitte erkläre mir deine Gedanken, das würde mich echt interessieren, wenn da tatsächlich die Zähne dahinter stecken.
 
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ich weiß es nicht, habe jedoch soviel darüber gelesen, daß die toten Zähne die Gesundheit sehr stark beeinträchtigen können. Ich habe nämlich einen immunologischen Befund (IL10 stimuliert) über die grenzwertige TH2 auf die Eiweißzerfallsprodukte Mercaptane und Thioether. Ich habe (2010) diesen Befund nicht verstanden und auch heute noch kann ich nur vermuten, was damit gemeint ist.
Der Befund ist durch meinen ZA ingnoriert worden. Immerhin habe ich erreicht, dass er zwei von den toten Zähnen gezogen hat. Zwei sind geblieben.
Ich bin sehr interessiert an der Einschätzung des Befundes.
isunia
 
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Oregano,
ich habe die Implantate 2005 bekommen, die erste Brücke 2006 und die zweite, die mit den toten Zähne Brücke 2011.
M.l.G.
isunia
 
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hallo Sparschwein,

danke für die Ausführung. Ich habe alles schon mitgemacht. Zweimal Krankenhaus. Zurzeit auch eine Phys.-The. Ich kenne alle Möglichkeiten, leider die nächtlichen Symptome (Durchschlafprobleme) und die depressive Stimmung danach lassen mich nicht los. Ich teile deine Meinung, die Depr. helfen nicht. Aber so ist das auch wohl gedacht. Die Patienten sollen sich nur besser fühlen. Mich ärgert stets, dass die Ärzte die Tabletten anders anpreisen. Auch wenn das Cymbalta wirkte, hatte ich starke Nebenwirkungen. Mangen/Darm/Leber, Müde, Antriebsprobleme. Habe auch stark abgenommen. Obwohl ich nachts schlief , war ich morgens total verschwitzt, und einfach fix und fertig. Ich vermute auch, das die Tabletten die Hashimoto ausgelöst haben. Was meinst du dazu.
Gruß
isunia
 
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Hallo isunia,

wenn man annimmt, daß Du nicht gleich auf die Implantate bzw.die erste Brücke, evtl. auch noch auf die toten Zähne, reagiert hast, dann könnten die Implantate mit Deinen Beschwerden durchaus etwas zu tun haben.
Das Problem ist nur: was tun?

Die toten Zähne würde ich auf jeden Fall ziehen lassen. Welche sind es?
Zahnschema

Zu Mercaptan und Thioäther:
Entscheidend für die Rolle der Zähne als Krankheitsherd ist der Umstand, dass diese auf verschiedene Weise mit dem übrigen Organismus in Verbindung stehen. Einerseits besteht die anatomisch leicht nachzuweisende Verbindung über Strukturen wie das Blut-, Lymph- und Nervensystem.

Daneben existiert nach der chinesischen Medizin auch das erst viel später durch Licht nachgewiesene Meridiansystem. Über diese Meridiane verbunden kann der Wirkungsort einer Herderkrankung an einer vom Ursprungsort weit abweichenden Stelle liegen.

Die Fernwirkung wurzeltoter Zähne
Für die Zähne kann das Folgendes bedeuten: Gehen wir einmal von einem abgestorbenen Zahnnerv aus. Seine Zerfallsprodukte enthalten unter anderem auch die Leichengifte Thioäther und Mercaptan. Diese Stoffe streuen nun über die Blutbahn in den gesamten Organismus. Fatalerweise werden diese Gifte häufig in Gelenken abgelagert, worauf es dort zu einer entzündungsfördernden Antigen-/Antikörper-Reaktion kommt. Diese ist die Initialzündung für eine Arthrose.
http://www.zhkplus.de/berichte/T94.shtml
http://www.zahnarzt-seibel.de/Implan.htm
http://www.integrative-zahnheilkunde.de/zahnaerztliche-labordiagnostik.html


Grüsse,
Oregano
 
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03.05.12
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Hi

Ich meine weiterhin, selbst wenn die Anti Depr. gut gewirkt haben, bei diesen Nebenwirkungen macht es keinen Sinn! Es gibt zich verschiedene Mittel auf dem Markt, da wird mit Sicherheit ein anderes gut wirkendes für dich dabei sein. Warst du schon bei einem Neurologen mit Zusatzausbildung Psychologie? Die haben meist mehr Ahnung und Erfahrung, auch was Psychopharmaka betrifft.

Beispiel, Citalopram. Eigentlich ein sehr gut verträgliches Mittel, wird häufig in Kliniken benutzt. Trotzdem gibt es Menschen, die einfach nicht darauf ansprechen, oder wo die Nebenwirkungen so stark sind. Es gibt kein Allheilmittel, jeder verträgt Medikamente nunmal anders. Andernfalls, lass dich von deinem Hausarzt stationär ins Krankenhaus einweisen, die müssen dann so lange suchen, bis du gesund bist. Manchmal würde ich mir wünschen, Dr. House würde es wirklich geben.
 

darleen

lass dich von deinem Hausarzt stationär ins Krankenhaus einweisen, die müssen dann so lange suchen, bis du gesund bist. Manchmal würde ich mir wünschen, Dr. House würde es wirklich geben.

wo lebst du denn??

Seitwann sind Krankenhäuser daran gelegen zu suchen bis sie die Ursache finden?

man wird doch eher in die Psychosomatk-Schublade gesteckt, weil würden krankenhäusern daran gelegen sein die Ursche zu finden und abzstellen, und unermüdlich suchen, wäre hier im Forum gähnende Leere..

lg darleen:wave:
 
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Hallo zusammen,
meine Erfahrung mit den Krankenhäusern (Psy.) ist eher schlecht. Alle Patienten bekommen fasst die gleiche Medikamente. Es wird nicht nach den Ursachen geforscht, sondern ziemlich stark mit den Medikamenten belastet. Ja belastet. Mann muss die nehmen, ohne jegliche Hinweise warum gerade dieses Medikament, warum gerade diese Dosis, wie sie wirken und wann werden die Nebenwirkungen nachlassen. Totales Schweigen. Patienten sind verunsichert, Fragen werden nicht beantwortet, wenn ja, dann nicht ausreichend. Sicherlich werden auch verschiedene Therapien durchgeführt, die jedoch, aus meiner Sicht, den Aufenthalt in diesen Krankenhäusern erleichtert sollen. Die helfen den depressiven Menschen nicht wirklich. Ich glaube sagen zu können, dass die Ärzte selbst nicht wissen, womit sie zu tun haben, sie verlassen sich auf die Medikamente, ohne nachzudenken, wie schädlich die sind. Ohne die Medikamente würden die Psychiater ohne Job. Ich nahm welche und werde wahrscheinlich weiter hin sie nehmen müssen. Habe ich eine Alternative?
In die Richtung wird ja nicht geforscht. Es gibt keinen Arzt, der in schwierigen Situationen, nicht auf den Psychiater hinweisen würde. Zu mir wörtlich: nehmen sie doch Hormone, oder gehen sie doch zum Psychiater. Soviel zum Thema: Ärzte sollen die Ursache der Erkrankung rausfinden....
isunia
 
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03.05.12
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darleen, Krankenhäuser dürfen(!) einen Patient, dessen Beschwerden nicht behandelt sind, nicht entlassen. Der Patient kann auf eigenen Wunsch die Klinik verlassen. Aber wenn die Klinik jemand mit Beschwerden vor die Tür setzt, oder einfach nicht behandelt, macht sie sich damit strafbar. Sie kann etweder in eine andere Klinik überweisen, oder muss sich andernfalls selbst dem Patient annehmen. Wir können glücklich sein, dass es solche Gesetze gibt.
 
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10.01.04
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Hallo Sparschwein,

selbst wenn es diese Regelung gibt: ich habe da ganz andere Erfahrungen und höre auch ständig Anderes.

Aber das führt zu weit vom Thread-Thema weg > #1 :).

@isunia: könntest Du mal Deine gesamten Schilddrüsenwerte hier einstellen?


Grüsse,
Oregano
 
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