Zinkmangel trotz Vollblutwert ok?

Hallo,

wenn ich das hier lese, dann fühle ich mich bestätigt, dass die Mineralstoff-Analyse vom Imd in Berlin doch eigentlich teilweise nur Müll sein kann (hab ich mal machen lassen).

Aber nicht nur wegen der Messung des Zinkwertes im Vollblut, sondern auch wegen des Kupferwertes, der eigentlich ganz anders bestimmt werden müsste, weil es ja letztendlich um das verfügbare Kupfer geht.

viele Grüsse
 
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Wie betrachtest du die weitere Einnahme von Kupfer?
Kupfer soll man ja zu Beginn der HPU-Therapie weglassen, um die Zinkaufnahme nicht zu beschränken. Später soll man Kupfer wieder nehmen können, um eine ausgeglichene Zufuhr beider Stoffe zu erreichen.

Wenn Du die 0,5 mg Kupfer ebenfalls weglässt scheint es mir sehr unwahrscheinlich, dass Du deshalb in einen Mangel abrutscht. Therapeutisch hat Kupfer m.W. nach auch keinen speziellen Nutzen bei HPU.

So weit ich mich erinnere, soll ein Kupfermangel auch erst ab einer NEM-Zinkzufuhr ab 25 mg/Tag drohen, vielleicht finde ich dazu noch eine Quelle.
Insofern könnte man in deinem Fall auch durchaus auf Kupfer-NEM verzichten und das gesparte Geld dann dafür in eine Kontrollmessung einige Monatre später investieren.
 
Vitamin B12 Aktiv + S
208.2 pmol/l 37.5-188.0

Muss ich das beachten?
Es fällt mir etwas schwer den Wert einzuordnen. Die Referenzwerte für B12 im Serum sind meist viel höher, z.B. 148 - 738 pmol/l.
Ich vermute also, dass es sich dabei um reduziertes B12 handelt. Über die Bewertung dieses Wertes weiß ich nur wenig. Er taucht hier im Forum eher selten auf.
Ist jetzt 3 Monate her und ich habe es reduziert. Mir ging es aber danach einige Zeit etwas schlechter.
Oder ist die Bewertung im Serum uninteressant?
Für gewöhnlich wird im Serum das Gesmt-B12 (reduziertes+oxidiertes) gemessen. Aber eigentlich interessant ist das reduzierte B12, also vermutlich dein Wert.

Uninteressant ist er nicht, er zeigt, dass deine B12-Gaben vermutlich erfolgreich waren.
Wenn es Dir nach dem Absetzen nur vorrübergend etwas schlechter ging, wird es wohl nicht mit dem B12 zusammenhängen, würde ich vermuten.

Die sichere tägliche Höchstmenge für Vitamin B12 liegt bei 2.000 µg
Quelle
 
Hallo Grantler,

Kayen beantwortet die Frage für mich in #10.

Aussagekräftiger ist der Zinkwert in der Erythrozyte.

Zum Kupfer:

Der Wert des freien Kupfers muss auf komplizierte Weise errechnet werden und basiert auf mehreren Werten. Das war u.a. hier ein Thema:

https://www.symptome.ch/threads/morbus-wilson.142714/page-2#post-1294305

Beide Werte sind deshalb nicht genau genug. Aber ich kann mir vorstellen, das ein beim IMD festgestellter Zinkmangel einen gleichzeitigen Kupfermangel ausschliesst und umgekehrt, so dass es für eine grobe Orientierung vielleicht ausreicht.

viele Grüsse
 

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