Zink-Vergiftung

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Liebes Forum,

seit einigen Jahren hampel ich nun herum und niemand wusste so recht, was los ist. Inzwischen ist wieder viel passiert und ich habe viel ausprobiert und recherchiert.

Ich habe eine Zinküberlastung. Ausgelöst durch ein Medikament, was ich über eine längere Zeit genommen habe. Meine Schleimhäute sitzen voll mit Zink. Insbesondere die Darm-Schleimhaut. Ich kann inzwischen auch nichts mehr Zinkhaltiges essen. Leider ist das überall drin. Ich muss bei jedem Lebensmittel nachsehen und prüfen, ob der Zinkgehalt niedriger ist als der Kupfergehalt. Dann kann ich es essen.

Man findet im Internet jedoch nur Zinkmangel. Egal wobei - Zinkmangel. Und jeder geht mir auf den Geist, ich solle meinen Zinkmangel ausgleichen. HPU habe ich nicht. Das habe ich testen lassen.

Wie bekomme ich nun das Zink aus mir heraus? Auf Ärzte kann ich nicht bauen, da sagt man mir nur "lassen sie es weg und dann geht es nach einiger Zeit". Die haben gut lachen, denn ich quäle mich inzwischen seit 6 Jahren. Eine Schwermetall-Ausleitung in dem Sinne von Quecksilber möchte ich nicht machen. DMPS würde ich auch nicht verschrieben bekommen. Zudem ist in dem Bereich kein Handlungsbedarf. Und das, was eingelagert ist, möchte ich auf keinen Fall mobilisieren.

Vielleicht hat jemand sowas schonmal gemacht und kann mir helfen. Vielen lieben Dank.

Gruß

Lea
 
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Hallo Lea,

...
Bei einer chronischen Zink Überdosierung sind verschiedene Langzeitfolgen zu befürchten. Dazu gehören eine Beeinträchtigung des Immunsystems sowie des Fettstoffwechsels.
Auch Veränderungen der körpereigenen Kupfer- und Eisendepots sind zu befürchten. Das bedeutet, dass ein Kupfermangel und auch ein Eisenmangel inklusive aller Nebenwirkungen entstehen können. Da Kupfer die Aufnahme von Eisen erleichtert, ist oft ein Eisenmangel die Folge – und damit eine Anämie (Blutarmut).
Weitere Folgen eines Kupfermangels sind Störungen des Nervensystems, Müdigkeit, ein Rückgang der Leistungsfähigkeit, Konzentrationsprobleme, Pigmentstörung der Haut bzw. Blässe, frühzeitiges Ergrauen der Haare, Depressionen, Osteoporose und Wachstumsstörungen.
Nebenwirkungen wie Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Depressionen und Blässe sind neben der Blutarmut auch bei Eisenmangel zu befürchten. Außerdem kann es zu Haarausfall, brüchigen Nägeln, RLS, Schlafstörungen, Immunschwäche und Kurzatmigkeit kommen.
Studien zufolge wird außerdem eine negative Wirkung auf die Harnphysiologie in Zusammenhang mit chronischer Zink Überdosierung gebracht.
...

Sind denn bei Dir Kupfer und Eisen bestimmt worden? Wie sehen die anderen Spurenelemente aus?

Grüsse,
Oregano
 
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30.08.18
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Hallo Oregano,

vielen lieben Dank. Genau das, was Du im oberen Teil Deiner Nachricht eingefügt hast, ist auch genau so eingetroffen. Ebenso das mit dem Eisen und dem Kupfer ist eine haarige Sache. Ich habe jetzt die meisten Spurenelemente und Mineralien testen lassen. Ich warte auf das Ergebnis. Auch wenn die Bestimmung dieser Werte recht schwierig sind, kann man dennoch eine Tendenz sehen und wir alles zueinander steht.

Nachdem ich meine Blutwerte auch einmal nebeneinander gelegt habe, ist mir aufgefallen, dass meine sich Eisenwerte innerhalb von 3 Monaten um 2/3 gesenkt haben. Weiter habe ich recherchiert, dass versch. Neuroleptika Zink "festhalten". Das liegt u. a. daran, dass B2 und B3 gnadenlos von NL verbraucht werden. Ebenso Vit A. A, 2 und 3 sind maßgeblich für die Schleimhäute. Ebenso haut zuviel Zink ordentlich auf die Schilddrüse. Das merke ich auch sehr dolle. Lt. Szintigramm habe ich einen Jodmangel. Auch das passt ins Bild. Ebenso ein hoher HB-Wert. Der steht eigentlich für einen guten Sauerstofftransport und Eisen. Jedoch setzt sich das Zink auf diese Transporter und täuscht "Eisen und Sauerstoff" vor. Wenn das ganz heftig ist, kann ich kaum einen Satz zusammen puzzeln oder sonst was denken. Schnürsenkel binden - geht dann nicht mehr. Richtige Ladehemmungen.

Derzeit ist mein Speiseplan sehr sehr begrenzt. Er besteht nur aus Kartoffeln und Gemüse. Mit Obst bin ich vorsichtig. Die Säuren lösen das Zink an (Metaller-Wissen) und dann erlebe ich immer diese schrecklichen Ver-/Entgiftungserscheinungen. 5 Gramm Rindfleisch reichen aus, um mir den Tag zu versauen. Es sei denn ich ertränke es in Senf. Schon alles recht Tricky.

Gruß Lea
 
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08.11.10
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Hallo Lea,

Wenn du kein Zink in höherer Dosis genommen hast, halte ich es für ausgeschlossen, dass du eine Zinkvergiftung hast.

Eisen und Kupfermangel sind doch recht häufig. Das muss nicht von zuviel Zink kommen.

Sorry aber kann es nicht sein, dass du einfach nur Eisen, Kupfer, Vitamin A, Vitamin B Mangel hast und deine Symptome daher kommen?

Ja poste mal deine Werte, wenn sie da sind.


Nimmst du einen B Komplex, Kupfer und Vitamin A?
 
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30.08.18
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Hallo Derstreeck,

wenn Du Dich darüber erkundigst, dass Neuroleptika Zink zurück halten und B2 und B3 leer räumen, dann bleibt da nicht mehr viel zu diskutieren. Ich weiß was passiert, wenn ich nur 5 Gramm eines Lebensmittes esse, in dem ein Zinküberhang im Gegensatz zum Kupfer ist. Dann bin ich sterbenskrank.Warten wir die Werte ab bzw. die Komplettauswertung. Dann wissen wir es genau. Ich kann für mich sagen, dass es mir sehr gut geht, wenn ich zinkfrei esse und es mir guttut, wenn ich Zink mit den Dingen ausleite, die in jeder Küche zur Verfügung stehen. Nur wird das wohl die nächsten x Jahre dauern, bis ich damit fertig bin.

Es ist sehr lieb von Dir mir zu helfen. Doch diese Sache zunächst anzuzweifeln trotz Fakten macht einen nur Kirre. Das ist ähnlich, wie man mir mit aller Macht versucht hat, mir eine HPU an die Fersen zu heften. Gleiches passierte mit Amalgam und Halogene. Da sind hier einige Leute sehr fleißig drin,ihre eigene Krankheit mit Macht an andere verkaufen zu wollen.

Die Indizien-Lage in Bezug auf Zink ist schon recht eindeutig.

Gruß Lea
 
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30.08.18
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Anmerkung: Mein ganzer Körper dünstet einen Geruch aus, als wäre man in einer Galvanik. Ebenso riecht meine Kleidung. Inzwischen rieche ich das auch. Meine Besucher haben das gerochen, konnten das jedoch nicht einordnen. Erst als ein Metallarbeiter bei mir zu Besuch war, konnte er mir sagen, wonach ich rieche!!!!!
 
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Da es jedoch nicht möglich ist das Zink einfach loszuwerden, würde ich als erstes alles einzunehmen, was eventuell fehlt. Einen hoch dosierten B Komplex, Vitamin A bis 10.000 IE pro Tag und 2 mcg Kupfer.
 
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10.01.04
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Haiio Lea,

hast Du diesen Artikel schon gesehen und überlegt, ob die hier genannten Methoden für Dich möglich sind?

Hier wird eine '"Mentop-Methode" genannt:
Diese Methode halte ich aber in Deinem Fall nicht für geeignet.


Grüsse,
Oregano
 
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14.09.09
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Hallo Lea,
Zink ist ein relativ harmloses Element, Viele Verbindungen sind gut wasserlöslich und können durch viel Trinken ausgeschwemmt werden. Das scheint aber bei dir nicht zu funktionieren.
In einer derartigen Situation würde ich schrittweise verschiedene Wege ausprobieren, also immer nur eine Variante, nicht alles gleichzeitig. Ob du es so oder anders machst, musst du natürlich für dich entscheiden:
1. Ein völlig harmloses Mittel: Cumin
Uns wurde bei einem Vortrag in einer Apotheke in Marokko Cumin empfohlen. Seitdem nehme ich bei Magen- oder Darmproblemen einen gehäuften Teelöffel Cumin für einige Tage und es hat eigentlich immer geholfen. Man kann das Cumin auch dick auf eine Butterschnitte streuen, je nach Geschmack.

Der Hintergedanke ist, das Zink aus der Darmschleimhaut zu lösen und auszuscheiden. Du schreibst: "Meine Schleimhäute sitzen voll mit Zink. Insbesondere die Darm-Schleimhaut."

2. Borax-Wasser trinken.
Das Borax oxidiert das Zink im Darm. Zinkoxid ist wasserlöslich und wird ausgeschieden.

3. Chlordioxid-Lösung (CDL) nach Kalcker.
Dazu sollte man sich das Buch besorgen und durcharbeiten. Bei mir hat CDL immer gut geholfen. Das Zink wird in Zinkchlorid verändert, das wasserlöslich ist.

4. Wenn alles nichts hilft, würde ich eine Radikalkur nach Probst machen. Auch dazu gibt es Videos und Infos, die man sich vorher durchlesen sollte.
Ich nehme einen gehäuften Teelöffel reinen Schwefel zu mir und nach 2 Tagen beginnt die große Darmreinigung. Wie gesagt: Bitte vorher informieren und vielleicht mit einer geringeren Dosierung ausprobieren.

5. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass sich das Zink im Quecksilber gelöst hat oder sogar aus den Zähnen kommt. Quecksilber löst Metalle und würde in diesem Falle Zink-Amalgam bilden. Hier würde ich eine Ausleitung mit Chlorella vornehmen. Bitte vorher die Videos von Klinghardt ansehen. Chlorella hat mir bei der Ausleitung von Quecksilber sehr geholfen. Allerdings verträgt nicht jeder Chlorella.
 
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08.11.10
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Hallo,

2. Borax-Wasser trinken.
Das Borax oxidiert das Zink im Darm. Zinkoxid ist wasserlöslich und wird ausgeschieden.

Die Idee mit dem Borax Wasser gefällt mir sehr gut. Der Grund ist, wir haben sowieso fast alle einen Bormangel und da Borax stark ätzend ist, kann man es nicht höher dosieren, sondern muss es stark verdünnen, das trinkbar ist.

Diese Dosis entspricht dann dem, die man sie auch auf Verdacht nehmen kann, als "Nahrungsergänzung" sozusagen, um dem Körper seine tägliche Dosis Bor zuzuführen.

Von der Zinkausleitenden Wirkung weiss ich zwar nichts aber die Boraxlösung richtig angewendet hat keine Nebenwirkungen und es ist ein positiver Effekt zu erwarten.

@Lea. Weisst du wo du Borax bestellen kannst und wie man es verwendet? Nochmal die Warnung. Das Pulver ist ätzend. Bevor man das kauft, muss man wissen wie es verwendet und verdünnt wird.

Cumin ist Kreuzkümmel. Schmeckt ungewohnt aber gut. Man kann eigentlich jedes deutsche Gericht auch mit Cumin würzen. Das einzubauen, sollte kein Problem sein.
 
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24.02.18
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Das einfachste sind wohl die natürlichen Gegenspieler Kupfer und Eisen zu konsumieren. Und natürlich viel trinken.
Anhand deiner Geschichte bezweifel ich jedoch eine Zinkvergiftung.
Warum?
Wenn du ausschließlich Probleme bekommst wenn das Kupfer/Zinkverhältnis nicht passt ... ... Hättest du eine echte Zinkvergiftung ist das Verhältnis egal. Dir gehts einfach schlecht.

Informationen zu Zinkvergiftungen vom Bfr

Du brauchst als Frau etwa 7 mg pro Tag. Supplementieren darf man schmerzfrei bis zu 25mg/Tag.
Es ist höchst unwahrscheinlich das du eine Zinküberdosierungsproblematik aufgrund von Neuroleptika entwickelt hast.
Dann wäre das ein gängiges Thema und entsprechende Nachuntersuchungen sind Quartalsweise nötig.
Deine Zink, Eisen und Kupferwerte solltest du ja inzwischen haben. Kläre uns da mal auf.

Referenzwerte bei Zink liegen bei 70-110µl/dl. Mein Wert lag letztens bei 168 und ich vermute nicht das es mir des wegen aktuell so schlecht geht. Denn ein überdurchschnittlich hoher Zinkwert ist bei einer Schwermetallausleitung gewünscht. Und nur weil man über Grenzwerte liegt, heist es nicht das man sofort krank ist.
Ich habe die akute Toxizitätsgrenze von Zink jetzt nicht ergooglet.

Aber ich hatte einen ähnlichen Fall wie du. Und zwar mit Omega 3, Vitamin B12 und Selen. Mein Selenwert lag zwischenzeitlich mal bei knapp 240. Oberer Grenzwert ist 145µg/l. Allerdings treten akute Vergiftungserscheinungen erst ab 800µg/l auf. Jedoch hat sich jegliche Supplementierung von Selen negativ auf mein Kopf ausgewirkt. Allerdings, keine Selenreiche Kost. Ähnlich erging es mir dann auch mit Omega 3 und Vitamin B12 Supplemention. Mein Körper war wohl ausreichend mit den 3 Nährstoffen versorgt sodass er sich nach der Einnahme gewehrt hat.

Da du Neuroleptika zu nehmen scheinst, liegt das Problem vermutlich an anderer Stelle.

Von Chlorella rate ich dringend ab. Schwermetalle leitet man am sichersten mit der Schulmedizin aus. Das geht wesentlich schneller und lässt sich wesentlich optimaler dosieren. Entsprechende Voruntersuchungen wie auszuleiten ist, ist Pflicht. Was die meisten Heilpraktiker die mit Chlorella ankommen eben nicht machen. Was speziell dabei die große Gefahr darstellt.
 
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30.08.18
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Beiträg gelöscht wegen unangenehmer Antwort! Sorry - für alle die dieser Beiträg hätte helfen können. Jedoch vergeht mir bei sowas die Freude am Teilen. LG Lea
 
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24.02.18
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Hi,
zeig uns doch mal deine Laborwerte zu deinen Vitamin Mineral und Aminosäurehaushalt.
 
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30.08.18
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Beiträg gelöscht wegen unangenehmer Antwort! Sorry - für alle die dieser Beiträg hätte helfen können. Jedoch vergeht mir bei sowas die Freude am Teilen. LG Lea
 
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30.08.18
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Knuddz - nö, das mache ich nicht. Das führt zu weit. Ich bin hier nicht auf der Anklagebank.;)
 
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24.02.18
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Es ist nicht sehr wichtig ob du zwei mal am Tag supplementierst oder 10x weil die Hwzeit nur eine Stunde beträgt.
Wenn es wichtig wäre hätten ja alle Probleme außer jene die sich 10x am Tag Supplemente reindrommeln.
Du füllst auf mit Supplements, es wird vielleicht kurzzeitig erhöht sein was jedoch völlig ok ist da dies als "Reserve" für folgende Stunden dient. Wenn es denn überhaupt im kurzzeitig roten Bereich liegen kann. Vermutlich nicht. Überschuss kann auch ausgeschieden werden.

Candida ist in der Regel keine Ursache. Es ist ein Symptom. Pilze den Kampf ansagen ist nicht selten hochgefährlich da sie sich bei kohlenhydratarmer Ernährung ins Blut verschieben können und dann systemisch wirken. Wird die Ursache ausgeschaltet, verschwindet auch Candida. Ferner ist Candida nicht gleich Candida. Candida haben 50% aller deutschen. Bei über 49% lösen sie jedoch keine Beschwerden aus da sie pathologisch unbedeutend sind aufgrund einer zu geringen Kolonialisierung.
Zeolithe würde ich nicht einnehmen. Die haben hohe Schwermetallanteile drin die dich nur vergiften. Gesünder ist da medizinische Kohle.

Eine Insuffizienz von Organen die Tageszeitabhängig ist, halte ich für nicht wirklich existent. Speziell was die Schilddrüse angeht. Die wird nicht morgens normal sein, und Mittags groß wie ein Scheunentor.

Für mich hört sich vieles nicht schlüssig an. Der Körper holt sich das was da ist. Notfalls aus Reserven. Kriegt er nichts fällt er tot um. Somit is zu schlussfolgern das der Erschöpfungsprozess langsam von Statten geht. Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat.

Was ist mit deinen Schrank? Ist der inzwischen draußen? Dann sollte es dir ja wieder besser gehen. Das Defizit an Spurenelementen und Nährstoffen ist nach einigen Wochen wieder weitgehend ausgeglichen. Auch ohne Supplements. Somit ist zu Schlussfolgern das bei dir wieder alles Tutti ist außer eben vielleicht die Schilddrüse. Dann wäre deine vorherrschende Symptomatik Müdigkeit. Mit ausreichend Iod bekommst du das aber auch ohne weiteres in den Griff. Was du ja schon machst...

Wird sich etwas im Blut oder Urin nicht mit geeigneten Untersuchungen nachweisen lassen, kommt die Ursache von woanders. Das ist zumindest die Regel.
 
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