Zahnimplantate sind alles andere als harmlos

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08.11.10
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Hallo alexanders,

Vielen Dank für deine vielen Infos. Damit ist klar, dass in meinen Mund nie ein Implantat kommen wird.

Hast du vielleicht auch Infos zu Brücken und Kronen?

Grüsse
derstreeck
 

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09.02.15
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Liebe Katharina,
ich weiß nicht, ob du dies hier lesen wirst. Dein Bericht bestätigt meine Überlegungen, denn ich steh kurz vor Der Entscheidung 3-4 Implantate im OK einsetzen zu lassen. Ich merke, dass ich mich innerlich sträube. Mein Körper will das nicht. Ich auch nicht. Und bezahlen kann ich es sowieso nicht. Aber dein Bericht unterstützt meine Bedenken und dafür will ich dir an dieer Stelle danken. Und ich hoffe, dass es dir wieder besser geht und deine Zahnprobleme sich erledigt haben.
LG,
clara
 
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15.03.14
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Achtung, ein wichtiges Thema im Bereich Implantate sollte nicht vergessen werden, nämlich die äusserst problematischen Knochenersatzmaterialien (weiter vorne habe ich ein paar links zu Problemen mit BioOss gesetzt): Ein längeres Zitat von Manno, das einen Einblick in die Problematik bietet:

Wenn nun das Loch, das bei der WSR entstanden ist, infiziert wurde, dann führt das natürlich zu einer Wundheilungsstörung. Aus dem Knochen wandern zuerst einmal Fibrin aus (eine Art Eiweiskleber). Das wird dann durch Leukozyten durchsetzt, die Bakterien abhalten und diese "klebrige graue Masse" wird dann mit Granulationsgewebe durchsetzt (fühlt sich wie Sand an und heißt deswegen Granulat). Innerhalb von 3 Wochen wird dieses Granulationsgewebe durch Bindegewebe ersetzt und nach 6-7 Wochen ist die Wunde mit unreifen knochenartigem Gewebe ausgefüllt. Bevor dieses dann zu festem Knochen ausreift (ungefähr 14 Wochen) schiebt sich ein neuer Wall aus Fibrin, Leukozyten und Granulationsgewebe durch das unreife knochenartige Gewebe, bis letztlich das ganze Loch wieder ausgefüllt ist.

Das funktioniert aber nur dann, wenn keine Entzündung im Knochen sitzt, denn sonst kommen die Leukozyten nicht weit. Dann wird zwar Fibrin ausgeschieden, doch in das Fibrin dringen von Außen sofort Bakterien ein. Die Leukozyten können somit nur bis zum Knochenrand vordringen um dort die Baktierien zu bekämpfen. An dieser Stelle werden sie (Antigene) dann mit Antikörpern markiert und verklumpen dort zu Immunkomplexen (Antigen+Antikörper =Vaskulitis). Diese Pakete bleiben dort wie Mülltüten am Straßenrand liegen und müssen von der Müllabfuhr (den Freßzellen) abgeholt und entsorgt werden. Leider dauert das sehr lange, da der Kieferknochen nur schwach "durchblutet" ist (ja, ja ich weis, im Knochen fließt kein Blut). Bis dahin verstopfen die Immunkomplexe alle Kanäle, durch die neuer Knochen aufgebaut werden könnte. Der Knochen bekommt einen glasigen (fettigen) Überzug unter dem sich das Immunsystem vor den eindringenen Bakterien verbarrikadiert. Seine Barriere baut es mit Calzium (Knochen) auf. Dieses Abschotten (beim sinkenden Schiff werden alle Schotten geschlossen) nennt man "verknöchern". Die Wundränder verknochern, sodaß zwar keine Bakterien mehr in den Knochen eindringen können, aber auch keine "knochenbildenen Zellen" mehr austreten können, um neuen Knochen aufzubauen. Ist der Knochen erst einmal "verknochert", dann verschließt sich das Loch nie wieder.

Um den Prozeß der Knochenbildung wieder anzustoßen, könnte der Kieferchirurg (und zu dem solltest Du jetzt auch gehen !) die verknöcherte Stelle noch einmal anfräsen, damit der Knochen wieder blutet. D.h. damit er wieder knochenbildene Substanzen absondert. Das hat aber nur dann einen Sinn, wenn dieser Bereich steril ist. Ansonsten würde das Loch nur zu einem Scheunetor aufgefräßt, worauf es gleihc wieder verknöchern würde.

Ich hab ja die Befürchtung, daß der Störenfried (faule Zahn) bei Dir immer noch im Mund sitzt. Solange der von dort aus weiterhin seine Bakterien ausstreut, ergibt ein erneutes Anfräsen (blutig machen) des Knochens keinen Sinn. Sieht das Dein "Zahnarzt" etwa genauso ? Was heißt übrigens "Zahnarzt" wo Du doch vom "Kieferchirurgen" berichten solltest ? Für einen Zahnarzt dürfte das eine Nummer zu hoch sein, denn dafür hat der Kieferchirurg neben seinen Dr.dent noch einen Dr.med ! Willst Du nun sagen, daß Dein "zahnarzt" in diesen verknocherten Bereich einfach "Knochenersatzmaterial" hineinspachteln will ? Außen hui - innen pfui ?

Ich rate Dir dringend dich zum Thema Knochenersatzmaterial eingehend zu informieren, denn um das zu vertragen, mußt Du schon die Gesundheit eines Pferdes haben ! Oft wird das aus zerriebenen Rinderknochen hergestellt. Dieses Knochenmehl wird zwar sterilisiert, aber es wirkt eben wie ein "Totimpfstoff" (abgetötetes Fremdeiweiß) auf den das Immunsystem trotzdem reagiert. Das Knochenersatzmaterial wird vom Immunssytem als Fremdkörper abgestoßen (Unverträglichkeitsreaktion !)

Abgesehen davon: Dieses Ersatzmaterial ist keine Spachtelmasse, die als "Endlösung" vorgesehen ist. Damit wird eher eine Matrix vorgegeben, in die knochenbildende Zellen leichter einwandern können. (sind die Knochenränder aber schon verknöchert, werden in diese Matrix nie welche einwandern können). Sie können in diese Matrix leichter einwandern, da diese Bakterien abhält. (besonders dann, wenn vom Schneidezahn immer wieder neue ausgesteut werden). Hast du Dich schonmal informiert, warum diese Matrix überhaupt Bakterien abhalten kann ? Es gibt Knochenersatzmaterial das aus unverschämt viel Quecksilber und Cadmium besteht - ja man darf hier von "wahnsinnig viel" sprechen. Osprovit enthält z.B. 924 000 µg/kg Quecksilber in Feststoffen. Wie irre muß man eigentlich sein, um sich sowas in den Kieferknochen stopfen zu lassen ? Aber auch, wenn es sich nicht um Quecksilber handelt: Es muß etwas in dem Ersatzmaterial enthalten sein, was Bakterien von den dort einwandernden Leukozyten abhält ! Ist das nicht ziemlich idiotisch ? Sinnvoller wäre es doch die Wunde erst einmal steril zu bekommen, sodaß gar keine Notwenigkeit besteht eine Bakterienbarriere (künstliche Matrix) zu schaffen. Welchen Sinn soll es haben eine Matrix vorzugeben, um die knochenbildenden Zellen vor den Bakterien aus einem faulen Zahn zu schützen ? Wäre es da nicht sinnvoller gleich den faulen Zahn zu entfernen ?

Aber auch wenn ein Wunder geschehen sollte und diese Matrix mit Knochenzellen besiedelt/ aufgefüllt würde, dann muß das vorläufige Knochenersatzmaterial nachher wieder abgebaut werden. Man kann die Matrix ja nicht mit dem sich in ihr gebildeten Knochen wieder herauskratzen (das Bad mitsamt dem Kinde ausschütten) D.h. die Matrix (das Knochenersatzmaterial) muß durch den aufgebauten Kieferknochen hindurch wieder abgebaut werden ! Das ist keine Spachtelmasse mit der ein Defekt für alle Zeiten ausgefüllt werden soll (so wie man mit zahnzement ein Loch im zahn füllt). Das ist nur eine vorübergehende Hilfskonstruktion zum Knochenaufbau. Wie reagiert denn das Immunsystem darauf, nachdem der ganze Knochen mit diesem Fremdmaterial verunreinigt wurde ? Was unternimmst Du denn, wenn er unverträglich reagiert und deswegen der ganze Kieferknochen zu brennen beginnt ? Knochen wie eine Prothese aus dem Mund nehmen und im Kukidentglas ausspülen ?

Spätestens beim Wort:"Knochenersatzmaterial" sollten bei Dir alle Warnsirenen zu heulen beginnen ! Für mich gehört das in die Rubrik "med. Menschenversuche" Ich habe zum Thema Knochenersatz noch Berichte in Erinnerung, wonach derartige Materialien zu einer jahrelangen Ärzteodysee führte, die dann in einer Frühberentung endeten) Nutze dazu die Suchfunktion in diesem Forum, denn wahrscheinlich wirst Du zu diesem Thema nur negative Erfahrungsberichte finden. Abgesehen davon: Selbst bei Implantaten wirst Du keinen Chirurgen finden, der so ein Material verwendet, solange der Kiefer ( bzw. Kiefernebenhöhlen) noch nicht steril sind. Sie werden es aber bestimmt nicht verwenden, solange daneben noch ein fauler Zahn sitzt.

Zusammenfassend kann ich Dir nur raten: Gehe zu einem Fachmann ! D.h. gehe damit zum Mund-, Gesichts-, und Kieferchirurgen (MGKCh) und hole Dir vom Zahnarzt die Erlaubnis, daß der MGKCh den Zahn notfalls ziehen darf (sonst traut sich der nicht). Die MGKCh handeln niemals gegen die Interessen eines Zahnarztes, da sie darauf angewiesen sind, daß sie von dem Zahnarzt weitere Patienten überwiesen bekommen. Also laß Dir auf Deiner Überwiesung vermerken: "Wundheilungsstörung - evt. Schneidezahn extrahieren ?" Nur damit gibt der ZA sein o.k., daß es vom MGKCh gemacht werden darf, wenn der es als notwenig erachtet.

Es mag ja für Dich wie eine Katastrophe ausehen, wenn Dir danach so ein kosmetisch wichtiger Zahn fehlt, doch zu 90% verlierst Du ihn (aufgrund deines Berichtes)sowieso. Der schmerzende Aufbiß deutet auf eine Entzündung im Knochen hin. Die WSR deutet auf einen Zahn hin, der nicht mehr zu retten ist. Die von Dir geschilderte Blase deutet auf eine Eiterblase hin und Eiter entsteht immer durch Wundinfektion. Der Zahnarzt der aufgrund dieser Wachstumsstörung zuerst einmal den Schneidezahn röntgt, zeigt damit auf, wo er die eigentliche Störung vermutet.
http://www.symptome.ch/vbboard/zahn...-keine-knochenbildung-zahn-op.html#post751120
 
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09.02.15
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Lieber allexanders,
du sprichst mir aus der Seele. Soweit ich weiß, ist Biooss seit ca. 10 Jahren auf dem Markt, d.h. niemand weiß, wie es nach 15 oder sogar 30 Jahren mit den Implantaten aussieht. Ich habe 3 Tage vor dem Eingriff meinen Kieferchirurgentermin abgesagt und bin heilfroh darüber. Eine Prothese kann ich rausnehmen, wenn es Probleme gibt, ein Implantat oder das Biooss eben nicht.
Natürlich behaupten die Zahnärzte, alles würde bombenfest sitzen und sich wie die eigenen Zähne anfühlen. Und es müssten keine Zähne abgeschliffen werden - was ja bei einer Teilprothese der Fall wäre. Aber bei dieser Argumentation fehlt ja der wahre Vergleich: lieber Zähne abschleifen lassen oder Knochen aufbohren, Zahnfleisch aufschneiden - zunähen, beim Implantatsetzen wieder aufschneiden - zunähen, das gleiche beim Freilegen. Das ist doch ein massiver Angriff auf meine körperliche Unversehrtheit!
Außerdem: welche Meridiane verlaufen an den Stellen, wo Implantate gesetzt werden? Das weiß doch keine Zahnarzt. Wie wirkt sich das titan auf den Ernergiefluss aus? Dto. Also, mir kommt sowas nicht in den Mund, auch wenn es genug zufriedene Implantatträger gibt.
Liebe Grüße,
clara
 
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15.03.14
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Nur ein paar aktuelle Horrorstorys von diversen Zahn-Implantat-Geschädigten:

05.04.2014 "Hallo, habe am 04.04.14 vier Impantate im UK Bereich 36, 46 und vorne 32 und 42 bekommen. Schwellungen erst heute im laufe des Tages. Ohne Schmerzmittel geht gar nicht."

02.05.2014 "Ich habe vor zwei Jahren im Oberkiefer sechs Boi-Implantate bekommen. Ein Implantat mußte damals nach fünf Monaten entfernt werden da es nicht einheilte. Habe jetzt Schmerzen beim Nachbarimplantat ich kann gar nicht mehr kauen. Der Knochen ist in diesem Bereich druckempfindlich. "

18.05.2014 " Im Laufe der Folgewochen habe ich den Implantologen mehrfach darauf angesprochen, da ich auch immer wieder Schmerzen in der Kieferhäfte hatte, wo implantiert worden war. Seit zehn Tagen sind die Schmerzen noch stärker – nun auch im Bereich der Nasenhälfte, unter dem Auge und im Kieferknochen. Sie ziehen bis zum Ohr.
Gleichzeitig ist auch die Gesichtshälfte leicht angeschwollen.
Der behandelnde Arzt verabreichte jetzt Antibiotikum, meinte, ich hätte eine Erkältung."

03.07.2014 "Die Implantate waren schief gesetzt, und steckten im Nerv. (...) Ich habe einige schlimme und schmerzhafte Monate hinter mir. Jetzt meine Frage. Denken Sie, dass nach 10 Monaten noch die Möglichkeit besteht, dass das Taubheitsgefühl verschwindet?"

13.09.2014 "Mit Ibuprofen 400 sind die Beschwerden erträglich, jedoch nicht weg."

07.10.2014 "Die Stelle ist weiter Druckempfindlich mit leichten Schmerzen. Ist das normal?..."

22.01.2015 "Ich habe vor 1.5 Wochen ein Implantat bekommen, leider habe ich immer schmerzen, ..."

Quelle:
EASI - Fragen zu Zahnimplantaten, Diskimplantaten, BOI-Inplantaten, Basalimplantaten

Auffällig viele Opfer haben "Knochenersatzmaterial" erhalten, auffällig viele haben angeblich ein "unauffälliges" Röntgen, angeblich "gut verheilt". Und ganz viele Ärzte verschreiben Antibiotika und scheinen das mit den Schmerzen nicht so ernst zu nehmen...
 
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Malve

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26.04.04
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Hallo alexanders,

dies nur, um den Rundumschlag an Horrormeldungen über Zahnimplantate etwas abzumildern;):

Ich kenne (mich eingeschlossen) etliche Betroffene, die mit ihren Implantaten sehr gute Erfahrungen gemacht haben, auch noch nach Jahren; keine Probleme, keine Entzündungen, von Anfang an keine Schmerzen.

Liebe Grüße,
Malve
 
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15.03.14
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Hallo Malve,

in meinem erweiterten Umfeld weiss ich von 3 Fällen, die wieder explantieren mussten und froh sind das sie es raus haben, 1 Fall wo das Implantat noch drin ist, wo es aber Kieferprobleme gibt,
1 Fall wo das Implantat raus ist, aber weiterhin Schmerzen da sind (Dank Titan-Implantat und BioOss chronische Entzündung im Knochen)
und von 3 Fällen die im Moment keine Probleme haben...

das ist natürlich ebenso repräsentativ wie subjektiv,
nur, was wäre objektiv?

"Viele Zahnimplantate nicht gerechtfertigt?
"
"...So gut Implantate im Prinzip seien, so wenig würden sie in bestimmten Fällen die beste Lösung sein, weil Entzündungsgefahr besteht."

"Auch bei Manuela Kollnberger, Anwältin für Medizinrecht in Salzburg, betreffen die meisten Fälle Zahnimplantate. Es gehe dabei um einige wenige schwarze Schafe, betont sie. (...)"

Anzeige wegen Körperverletzung
"Gegen den betreffenden Zahnarzt hat Manuela Kollnberger jetzt eine zivilrechtliche Klage beim Landesgericht Salzburg eingebracht - Streitwert 27.000 Euro.

Die Rechtsanwältin hofft, dass sich noch weitere Geschädigte melden. Das würde die Aussicht auf Erfolg bei einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen Körperverletzung deutlich erhöhen.

Die Zahnärztekammer kann gegen schwarze Schafe in den eigenen Reihen nur vorgehen - zum Beispiel mit Berufsverbot - wenn die Patienten klagen."
Viele Zahnimplantate nicht gerechtfertigt? - oesterreich.ORF.at

Naja, Malve, du hast schon recht, man muss auch die positiven Seiten mal betonen,
jedenfalls schafft der Zahnimplantat-Hype zahlreiche neue Arbeitsplätze,
nicht nur im medizinischen Bereich!
 
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15.03.14
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hallo derstreeck
kann dir diesbezüglich keine konkreten empfehlungen geben.

sicher ist, dass mit einem Zahndübel im Kiefer die Gefahr gross ist, dass der Kiefer eine Entzündung bekommt und die wird man dann fast gar nicht mehr los ohne, dass man alles aufbohren muss...
Deshalb gehört zur Zahn-Implantat-Aufklärung auch der Hinweis, dass dadurch eine Knochennekrose ausgelöst werden kann.
Mehr zum Thema Kiefer-Knochenentzündung findet sich in diesem sehr informativen Thread:
http://www.symptome.ch/vbboard/zahn...lgemein/4113-kieferknochenentzuendung-10.html
 
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04.01.12
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Hallo zusammen,

ein sehr trauriger, aber wahrer Thread, den ich nur bestätigen - um nicht zu sagen - erweitern kann, denn bei mir bereitet nicht ein TITAN-Implantat, sondern ein Keramik-Implantat große Beschwerden.

Nach einer vierjährigen Odyssee nach einem HWS-Trauma (Osteopathie, Kuklinski-Programm, etc.), habe ich endlich erkannt, dass mein Problem die Zähne bzw. allgemein die Vergiftung ist. Daraufhin habe ich im März mit der "Sanierung" meines Gebisses begonnen, dh in erster Sitzung Bereich 47 extrahiert, gefräst, Sofortimplantat (Zirkon) gesetzt und Bereich 48 (früher Weisheitszahn) großflächig ausgefräst (Kieferostitis). Direkt nach der OP ging es soweit ok, nach 2 Tagen ging es aber schon sehr viel schlechter.

Ich habe eines dieser "modernen" gezackten Implantate, welche laut der hier geposteten Peri-Implantitis-Artikel ja besonders anfällig für Infektionen sein sollen. Was mich neben der stark verschlechterten Symptomatik besonders schockt, ist der in Rekordzeit stattfindende Knochenschwund (um das Implantat herum, über dem Implantat im OK (Bereich 18, wo die Zähne nun keinen Platz mehr haben und sich verbiegen und permanent schmerzen) sowie überall anders im Kiefer inkl Zahnfleischtaschen, etc. Am stärksten aber in der Gegend des Implantates. All das hatte ich vor der OP nicht. Meine Probleme waren überall sonst im Körper, der Mund gab aber Ruhe. Was ich mich nun frage: Wenn der Knochenschwund/Peri-Implantitis/Paradontitis nur um das Implantat herum wäre, würden ich sagen: Implantat als Erstes raus! Da aber der Knochenschwund auch an anderen Stellen stattfindet, frage ich mich, ob nicht entweder die Erreger-/Schwermetallfreisetzung bei der OP das Problem ist. Oder könnte es sein, dass das Implantat mein stark angeschlagenes Immunsystem so stresst, weil es sich um einen Fremdkörper handelt, der systemisch dem ganzen Kiefer schadet. Nun habe ich folgende Optionen, sollte aber bald handeln - bei dem Knochenrückgang kann man geradezu zusehen :-(
- Gold raus
- tote Zähne raus
- Implantat raus.

Außerdem: Hier wurde nur von Titan-Implantaten berichtet, die Probleme machen. Kann jemand auch über schlechte Erfahrungen mit Zirkon-Implantaten berichten?

Danke Euch und schönen Abend !
Matthias
 
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21.05.10
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Wollte mir auch Zirkonimplantate setzen lassen.......aber auf deinen Bericht hinauf........

LG Brigitte
 
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15.03.14
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@Matze
Hallo, Danke für deinen Beitrag. Ich habe ja ein Titanimplantat gehabt, aber per se ist ja ein Implantat im Zahnbereich ein Fremdkörper der sich sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Körpers befindet, und das zudem in der Mundhöhle, wo sich diverse Herde ansammeln können, die über so einen Dübel in den Körper einwandern können... Niemand käme darauf sich einen Schraube in den den Oberarmknochen reinzubohren und dann drin zu lassen und sagen: Hey, bestens Ossointegriert! Aber bei Zahnimplantaten hat man sozusagen die Quadratur des Kreises erfunden.
 
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15.03.14
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Ich habe übrigens das Implantat entfernen lassen und nun dort ein Lücke. Vom nekrösen Kiefer-Knochenmaterial wurde leider nicht alles entfernt, d. h. ich habe immer noch immer wieder sehr starke Schmerzen – Trigeminusneuralgien haben sich seit Zahnimplantate eine "Standard"-Prozedur sind vervielfacht. Willkommen im Club. Falls du dich engagieren willst, ich will eine Selbsthilfegruppe aufbauen, benötige aber mitstreiter. Bei interesse PM an mich. Danke.
 
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04.05.14
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Hallo Katharina,

ich möchte mich auch sehr bei dir bedanken, dass du und deine Erfahrungen mitgeteilt hast und es ist schrecklich was du durchgemacht hast.

Ich weiß, man hat gar keine Chance gegen Zahnärzte vorzugehen, als Patient verliert man komischerweise immer vor Gericht.

Ich hatte mal über ein Implantat nachgedacht, aber das hat mich irgendwie immer abgeschreckt! Jetzt bin ich noch mehr bestätigt worden.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung auch mitteilen, dass nicht nur deine Implantate diese Symptome hervorgerufen haben, sondern ein schlecht sitzender Zahnersatz schon genügend Symptome im Körper hervorrufen.
Ich kann jedem auch nur empfehlen """" Zahnersatz"""" nach und nach eingliedern zu lassen, nicht alles auf einmal machen zu lassen. Somit kann einfacher herausgefunden werden, welcher Zahn/ Brücke jetzt nicht passt.
Ich hatte zwei Teilkronen nebeneinander gleichzeitig machen lassen und die Zahnärztin schliff daran herum, weil es nicht sitze und machte alles noch schlimmer. Als ein Zahn dann irgendwann eine Teilkrone abgebrochen war, hatte ich überhaupt keine körperlichen Schmerzen mehr!
Aber es ist eine Frechheit was sich Zahnärzte erlauben!
 
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04.01.12
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Ich habe übrigens das Implantat entfernen lassen und nun dort ein Lücke. Vom nekrösen Kiefer-Knochenmaterial wurde leider nicht alles entfernt, d. h. ich habe immer noch immer wieder sehr starke Schmerzen – Trigeminusneuralgien haben sich seit Zahnimplantate eine "Standard"-Prozedur sind vervielfacht.
Das ist eine meiner Bedenken, wenn ich jetzt das Implantat herausnehmen lasse. Die Ostitis (Kieferknochenentzündung) wurde zwar angeblich großflächig ausgefräst, aber ich kann schwer einschätzen, ob nach 4 Monaten womöglich eine neue Ostitis gewachsen ist, die ein Standard-Chirurg wohl nicht mitentfernen würde. Der Zahnarzt, der gefräst und auch das Implantat gesetzt hatte, war zwar einerseits "ganzheitlich" (Ostitis ausfräsen) andererseits aber geldgeil (Sofortimplantat). Die Kunst wäre, einen Zahnarzt zu finden, der Ostiten entdeckt, fräst und bei Implantaten zurückhaltend ist. Ob's sowas gibt? Und möglichst handwerklich auch noch was drauf hat.
Und bei der wirklich entscheidende Frage, ob nun das Implantat selbst oder der Stress durch das Fräsen das Problem ist, komm ich nicht weiter. Daher kann ich auch nur bestätigen: Niemals zu viele Schritte auf einmal!

Somit tendiere ich erstmal in Richtung Extraktion Gold und Extraktion/Revision tote Zähne. Mein Mundraum hat so viele Baustellen.

Mit der Lücke könnte ich mittlerweile leben (ist ohnehin der Bereich 47, was man nicht sieht und beim Kauen nur mäßig stört) und ehrlich gesagt befürchte ich, dass da noch Schlimmeres bei anderen Zähnen auf mich zukommt. Werden wohl noch mehr Lücken.

Schönen Tag Euch

P.S. Zum Thema Selbsthilfegruppe können wir mal per PN schreiben...
 
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04.01.12
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Hallo,
falls es hier Betroffene gibt, die - gute oder schlechte - Erfahrungen mit der Extraktion von Implantaten gemacht haben, würde ich mich über deren Berichte sehr freuen, ggf. auch per PN. Berichte über Keramik-/Zirkonoxid-Implantate sind besonders interessant.
Schönen Gruß
Matthias
 
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15.03.14
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Also, bei chronischer Entzündung beim Implantat, die früher oder später sowieso auftritt, gewisse Thesen gehen davon aus, dass ein Zahn-Implantat per se eine chronische Entzündung bewirkt, ist eine Explantantion die einzige Lösung die die Ursache bekämpft. Da das Implantat zudem Knochennekrose verursacht ist früher rausnehmen wohl besser als später. Das herausfräsen von nekrösem Knochenmaterial ist je nachdem sehr schwierig, wegen der drohenden Mund-Antrum Verbindung. Hier gibt es verschiedene Thesen dazu, Anne S. erwähnt dazu dass nur die Vollständige Entfernung von faulem Knochen ihr Linderung gebracht hätte (Beitrag weiter oben verlinkt). Ich selbst weiss von mittlerweile 5-6 Personen in meinem erweiterten Umfeld, die ein Implantat bekommen haben und es nicht vertrugen und relativ schnell eine Explantation einleiteten und nun wieder beschwerdenfrei sind. Leider haben sich trotzdem wieder mehrere Leute ohne Implantat-Erfahrung Implantate setzten lassen, weil ihr Zahnartzt sie dazu überredet hat. Ich kenne einen Fall von jemandem der ein Implantat seit 15 Jahren angeblich beschwerdenfrei trägt, doch auch hier sind zweifel angebracht. Ich kann nach anfänglicher Angst vor Risiken vor einer Explantation sagen, besser früher rausnehmen als später. Das Implantat war bei mir von Anfang an nicht gut, eine Koryphäe der Implantat-Lobby hat es mir für teures Geld implantiert... und dann nur die ganze Zeit beschwichtigt und gesagt "es ist doch wunderbar Ossointegriert!". Die Zahnärzte schützen sich übrigens gegenseitig. So wurde ich vertröstet beschwichtigt, etc. Dabei hat von Anfang an das Implantat nur Probleme bereitet: Kauen führte von Anfang an zu Beschwerden: Schmerzen. Also, war Zweckoptimismus angebracht. Zuerst wurde Implantatseitig nicht gekaut, da es ja zuerst noch verheilen muss. Später wurde implantatseitig nicht gekaut, weil halt bei jedem Kauen später schmerzen aufgetreten sind. Der implantierende Zahnarzt, aber auch sein Kollege Kieferchirurg X. sagten nur, "das ist wohl ein Phantomschmerz"... diese These wurde dann während mehreren Jahren immer wieder so gebracht, bis die Sache knapp verjährt war... und bis man dann klar sagen konnte: hier gibt es eine chronische Periimplantitis. Der Zahnarzt hat das aber bestritten, nur gelächelt und gesagt: "bestens Ossointegriert" "es wäre schade das herauszunehmen". Also, ich glaube das man hier von einem mutmasslichen Betrug sprechen dürfte und das mehrere Unternehmen dabei profitiert haben.
 
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04.01.12
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Knochennekrose habe ich definitiv seit dem Implantat. Ich frage mich nur, ob das Implantat oder das großflächige Fräsen zum Absterben des Knochens führte. Bei der Extraktion müsste ja erneut gefräst werden --> ggf. Verstärkung der Nekrose?
Und Knochennekrose habe ich seit dem Implantat im ganzen Mund, nicht nur um das Implantat herum. Ist das zu erklären?
 
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17.04.12
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Hallo,
falls es hier Betroffene gibt, die - gute oder schlechte - Erfahrungen mit der Extraktion von Implantaten gemacht haben, würde ich mich über deren Berichte sehr freuen ...
Habe mir 2013 links unten ein Blattimplantat aus Titan aus 1982 entfernen lassen. War ne üble Sauerei und es ging nicht ganz ohne Knochenverlust. Aufgrund des dort fehlenden Knochenkammes muss ich die UK-Prothese ständig kleben ... zumindest beim Essen. Der Heilkostenplan für nen neuen Satz Prothesen ist gerade beim Genehmigen, bin gespannt wie das Ganze dann hält.

Ich würds immer wieder machen, mein Gesundheitszustand hat sich seit dem Ziehen aller meiner Zähne sehr gebessert.

Viele Grüße ... Tom
 
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