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Zahnimplantate sind alles andere als harmlos

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15.03.14
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Wie gesagt: Hier gibt es bisher vor allem jene Erfahrungsberichte, die erst nach grossflächigem Ausfräsen eine Linderung erhalten haben, und das natürlich ohne wieder ein neues Implantat zu setzen, das ja Ursache für die chronische Entzündung ist... Also Implantat raus, nekröses Material raus und dann mal abwarten. Hier gibt es Kieferchirurgen, die eher zurückhaltend sind und andere die finden wenn schon denn schon.
 
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15.03.14
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Ich empfehle Dir dazu im übrigen Mannos Beitrag zu lesen, der das Problem der Knochenneubildung, "Durchblutung" des Kieferknochens etc. medizinisch erklärt: https://www.symptome.ch/vbboard/zah...-keine-knochenbildung-zahn-op.html#post751120

Wenn die Fäulnis sich aber schon aus dem Zahn heraus auf den Knochen oder in das Zahnfleisch ausgeweitet hat, spürt man zwar die Fäulnis im Zahn nicht mehr (aufgrund des gekappten Zahnnervs), aber man spürt die Entzündung im Knochen und im Zahnhalteapperat. Dann wäre es höchste Zeit den Zahn extrahieren zu lassen, bevor noch der ganze Knochen wegfault.

In Deinem Fall konntest Du davon ausgehen, daß der Knochen infiziert war. (...)
und hier
(...)
Um den Prozeß der Knochenbildung wieder anzustoßen, könnte der Kieferchirurg (und zu dem solltest Du jetzt auch gehen !) die verknöcherte Stelle noch einmal anfräsen, damit der Knochen wieder blutet. D.h. damit er wieder knochenbildene Substanzen absondert. Das hat aber nur dann einen Sinn, wenn dieser Bereich steril ist. Ansonsten würde das Loch nur zu einem Scheunetor aufgefräßt, worauf es gleihc wieder verknöchern würde.
(...)
Es mag ja für Dich wie eine Katastrophe ausehen, wenn Dir danach so ein kosmetisch wichtiger Zahn fehlt, doch zu 90% verlierst Du ihn (aufgrund deines Berichtes)sowieso. Der schmerzende Aufbiß deutet auf eine Entzündung im Knochen hin.
(...)
Denke mal einen Schritt voraus ! Was machst Du denn, wenn der Zahn in einem Jahr doch gezogen werden muß und bis dahin der ganze Knochen um diesen Zahn herum verfault ist ?

Interessantes Detail ist das Manno in diesem Beitrag (aus dem Jahre 2011) noch davon ausgeht das Implantate in gesundes Knochenmaterial gesetzt werden könnten... ohne dass dann das Implantat selbst eine Kieferknochennekrose verursacht...
 
Themenstarter
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28.11.13
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Hallo in die Runde!

Ganz kurz muß ich mich noch einmal melden, damit die Sache abgeschlossen ist. Es geht mir heute - etwa 14 Monate nach dem Herausfräsen der letzten beiden Implantate - wieder ausgezeichnet. So lange hat es also gedauert, um meine Gesundheit wieder auf den vorherigen Stand zu bringen.
Ich fühle mich wohl, habe fast keine Schmerzen mehr, bin vital und froh. Nur die Prothesen sind halt Mist, Pfusch. Da muß ich noch Geduld haben, bis die das besser hinkriegen.

Also: Ich habe das Herausfräsen nicht bereut! Es war meine Rettung.

Alles Gute,
Katharina
 
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19.05.15
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Hallo Katharina und all die anderen,

das ist ja wirklich schrecklich, was Du mit den Implantaten erlebt hast.
Und um so schöner ist es zu lesen, dass Du wieder vollkommen gesund bist!
Ich selbst stehe momentan auch vor der Entscheidung, ob ich mir Implantate reinsetzen lasse oder doch lieber Brücken.
Bei mir sollen 2 wurzelbehandelte Zähne raus, da sich da eine chronische Entzündung befindet.
Einer davon ist ein Schneidezahn.
Ich soll in der Zahnklinik in Konstanz behandelt werden, wo ich grundsätzlich einmal ein gutes Gefühl habe.
Aber wenn ich das hier so lese, dann tendiere ich eher zu der Alternative Brücken.

Lg!!
 
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07.01.14
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Also ich hab letztens auch 2 wurzelbehandelte Zähne gezogen bekommen und diese wurden durch 2 Keramikimplantate mit Keramikkronen ersetzt. Ich bin absolut zufrieden und hab auch keine Entzündungen oder auch Schmerzen. Das Einzige an was ich mich gewöhnen musste ist das andere Kaugefühl. Es fühlt sich nicht gleich an wie mit den echten Zähnen aber das merk ich nur wenn ich ganz genau darauf achte. Bin zwar 5000 Euro ärmer aber dafür auch absolut zufrieden mit dem Ergebnis.

Dies nur mal als positiver Erfahrungsbericht.
 
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04.02.08
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Hallo Keanus,

schön zu lesen, daß es auch positive Erfahrungen mit Implantaten gibt.
Wünschenswert, daß es so bleibt!

Was ich allerdings in Frage stelle...

VG
Destination
 
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31.12.10
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Hallo in die Runde!

Ganz kurz muß ich mich noch einmal melden, damit die Sache abgeschlossen ist. Es geht mir heute - etwa 14 Monate nach dem Herausfräsen der letzten beiden Implantate - wieder ausgezeichnet. (...)
Also: Ich habe das Herausfräsen nicht bereut! Es war meine Rettung.

Alles Gute,
Katharina

Liebe Katharina,
es ist so schön zu lesen daß Du für Deine schrecklichen Leiden eine Lösung gefunden hast und daß Du Dich da trotz Widerstand der Zahnärzte 'durchgebissen' hast. So schön daß Du Dein Leben wieder genießt!!!

Und tausend Dank!!! Daß Du Deine Erkenntnisse hier mit uns geteilt hast.
Für mich wäre das normal gewesen, mir ein Implantat setzen zu lassen - angeblich DIE saubere, langlebige Lösung des Jahrhunderts. Nun bin ich HEILFROH!!!, Deine und auch die sehr informativen Beiträge der anderen gelesen zu haben. Da leb ich glaub ich lieber erstmal mit einer Lücke im Backenbereich, mein Zahn ist nach entzündeter Wurzelbehandlung schon seit Monaten draußen und eigentlich hätte ich schon längst ein Implantat, hätte ich als Selbständige nicht so viel zu tun gehabt und immer keine Zeit für so einen Eingriff.

Übrigens: nachdem der Zahn draußen war und entzündeter Knochen ausgeschabt ging es mit meiner Fitness ebenfalls wieder deutlich spürbar bergauf!! Schon eine Woche später habe ich das deutlich gemerkt daß ich mehr Kraft habe.

Und nochwas: kann absolut Zufall sein, aber mein Vater hatte aufgrund völlig kariöser Zähne (es ist nie aufs putzen geachtet worden) um die 30 ein Vollgebiss bekommen, er hat nie Amalgam oder Wurzelbehandlungen gehabt und er hat heute mit 78 eine supergute Haut, irgendwie wirkt er fast faltenfrei und er hat noch sein volles Haar.
 
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16.01.11
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hallo reingefallen, Respekt. Hast du zusätzlich das Titan entgiftet? Mir kommt deine Geschichte sehr vertraut vor. ich bekomme am Donnerstag mein Implantat entfernt und hoffe, dass dieser Spuk dann nach 3 Jahren Martyrium ein Ende findet.
 

Dizzy

Hallo reingefallen,

hab selbst große gesundheitliche Probleme seit Setzen zweier Implantate. Die Implantate sind mittlerweile wieder entfernt worden, aber mir geht's trotzdem weiterhin sehr schlecht.

Hattest du auch einen Knochenaubau mit Bio Oss?

Überleg inzwischen ob ich auf dieses Material so reagiere.

Lieben Gruß Dizzy
 
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04.02.08
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Wenn ihr Probleme mit Zahnersatz habt, kann ich nur empfehlen,
sucht Euch einen Umweltmedizinischen Zahnarzt.

Die sind zwar rar gesät, aber es lohnt sich sicherlich!

VG Destination
 

Dizzy

Wenn ihr Probleme mit Zahnersatz habt, kann ich nur empfehlen,
sucht Euch einen Umweltmedizinischen Zahnarzt.
Die sind zwar rar gesät, aber es lohnt sich sicherlich!

VG Destination

Hallo Destination,

ja schwierig - bei mir auch weil ich denk es ist eine Entzündung im Oberkiefer,
weils mir extrem schlecht geht.

Da bräuchte ich doch einen Kieferchirurgen...weiß nicht ob ein Umweltmedzinischer Zahnarzt mir da helfen kann?

Oder doch ne Unverträglichkeit? weiß nicht aber danke für deinen Tipp

Gruß Dizzy
 
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15.03.14
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Hallo Dizzy,
bei mir wurde auch mit dem sehr umstrittenen "BioOss" gearbeitet und die Stelle wo das "BioOss"-Granulat hineingeschüttet worden ist macht immer noch Probleme (zeitweise immer noch wiederkehrende Schmerzen). Zur Problematik von Bio-Oss steht in vorherigen Posts noch einiges mehr... Die Explantation ist natürlich ein massiver operativer Eingriff (die Implantation ist ja auch schon massiv und wird total unterschätzt) und die Wundheilung braucht viel Zeit (Wundschmerz, Wetterfühligkeit etc.). Dennoch ist meistens eine zügige Explantation angezeigt, denn der Zahndübel an sich grenzt meines Erachtens mindestens an Quacksalberei, wenn nicht an Medizinal-Betrug: eine chronische Entzündung ist vorprogrammiert, denn im Prinzip verpasst man sich mit einem Zahn-Implantat eine chronische, nie verheilende Wunde. Ich habe die Explantation bei einem Universitäts-Spital / Abteilung Kieferchirurgie entfernen lassen. Schmerzseitig war die Betreuung ok – der Entzündungsherd beschränkt sich nur noch auf den BioOss der nicht vollständig herausgefräst worden ist (weil sonst die Wurzel eines fast intakten Nebenzahns beschädigt worden wäre). Hier gilt es wohl abzuwägen was sinnvoller ist. In meinem Fall hat das Implantat mindestens 10 Jahre meines Lebens Probleme stark beeinträchtigt – dafür wurde ich weder entschädigt noch bekam ich vom "Zahnarzt", der das bei mir verbrochen hat jemals eine Entschuldigung, im Gegenteil.
 
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31.10.15
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Hallo an alle
Vielen Dank Katherina, für das Einstellen Deines Erfahrungsberichtes. Auch an die anderen, an alexanders. Der Mensch, auch ich, ist wie er ist und denkt was er hofft.
Ich habe fast keine Zähne mehr und war im Oktober bei einem Prof. der Chieferchirurgie von wegen Keramikimplantaten mit Knochenaufbau. Mir ist eigentlich nicht wohl bei dem Gedanken und ich zögere und zögere.
Mein Zahnarzt weigert sich, die restl. Ruinen zu ziehen, die bereits nur Probleme verursachen.
Eine Vollprothese ist auf jeden Fall besser als so ein Leidensweg. Bloss,wie bekomme ich es geregelt? Würde es helfen, einen auf Hartz-4 Empfänger zu machen? Zähne ziehen statt erhalten um jeden Preis.
Ich fühle mich da momentan völlig überfordert. Was ich will wird ignoriert.
Ich weiss nicht mehr, wie weiter. Der fehlende Aufbiss hat bereits die Statik verändert und HWS Symptome verursacht, die sich auch an Schulter und Hüfte äussern. Die Amalgam - Splitter im Kiefer werden von wirklich jedem ignoriert. Also: Was würdet Ihr an meiner Stelle machen? Angeblich bin ich bei einem sehr gutem Umweltzahnmediziner. Aber auch er zieht nichts was im Röntgen und im OPC oder wie das heisst ohne Befund ist.
Grüße, Bizzi
 
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16.01.11
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ich habe meine Titanimplantate, die laut Bioresonanz als gut verträglich getestet worden waren, ebenfalls vor 1 Jahr entfernen lassen. Ich bekam in der Zeit des Tragens unkontrollierbare Wutausbrüche und bestialische Kopfschmerzen (massiver Druck im Hinterkopf/Nacken). Ich habe allerdings noch andere Metallbelastungen, die dazu beigetragen haben könnten, dass ich es so schlecht vertragen habe.
 
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15.03.14
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"The reason, Dr Levin suggests, is that far from preventing bone loss, implants may promote it by triggering a serious infection, different from normal gum disease, which slowly destroys the bone holding the implant in place, causing it to loosen.

'We've got a new man-made disease, peri-implantitis,' he says.

The irony is that dentists have opted for replacing damaged teeth with implants 'because they saw this as being cautious,' says David Corless-Smith, of the Dental Law Partnership.
'Yet the opposite is happening. Implants are fuelling a growth in dental litigation.'

While the dental profession acknowledges the seriousness of peri-implantitis, there are different views on what causes it. Some scientists insist new and virulent bugs develop in the crevices around implants.

In 2010, Japanese scientists reported finding 112 types of bacteria in the plaque surrounding implants in three patients - and 22 were new species."

Why teeth implants may be the most painful (and costly) mistake of your life | Daily Mail Online

Auf gut Deutsch: Bei Zahnimplantaten kommt es zu Periimplantitis; es finden sich neuartige Bakterien im Bereich von Implantaten (eine japanische Studie vom Jahr 2010 fand 22 neue Spezien) - statt mit Schutz vor Rechtsfällen sehen sich implantierende Zahnärzte immer öfters mit Klagen konfrontiert...
 
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15.03.14
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Wobei so ein LTT-Test angesichts aller anderen Faktoren keine Garantie ist, dass es nicht zu Komplikationen kommen kann. Ob Titan- oder auch modernes Keramikimplantat, das Risiko eine Periimplantitis zu bekommen mit Bakterienherden, wie man sie nur bei Implantaten feststellen kann (-> es finden sich neuartige Bakterien im Bereich von Implantaten (eine japanische Studie vom Jahr 2010 fand 22 neue Spezien.)) ist sehr erhöht -> ebenfalls droht eine Kieferknochen-Entzündung.
 
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17.04.17
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Hallo, höchst interessant, die Erfahrungsberichte und Infos, danke ! Mein ZA rät mir 2 Keramik Implantate UK links und rechts zu implantieren. Das mache er an einem Vormittag in 2-3 Stunden für beide Zähne und Wurzelbehandlungen führe er eigentlich generell nicht mehr durch, da sich ja früher oder später per se Entzündungen ergeben mit toten Zähnen.....Uff.
 
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