Wurzelentzündung durch Kunststofffüllung?

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Hallo,

Vor etwa 2 Monaten wurde eine Amalgamfüllung gegen eine Kunststofffüllung getauscht. Unter dem Amalgam befand sich Karies.

Danach 4 Wochen Schmerzen, dann wurde die Kunststofffüllung nochmal gegen eine provisorische Füllung mit Medikament ersetzt.

Damit war ich 2 Wochen beschwerdefrei und wieder ne Kunststofffüllung rein. Die Schmerzen kamen wieder und jetzt kommt Eiter.

Dabei fällt mir auf, ich hatte schon 5 solche Wurzelentzündungen im meinem Leben und immer war es nachdem eine Amalgamfüllung gegen eine Kunststofffüllung getauscht wurde.

Das ist sicher kein Zufall. Hat jemand ähnliche Beobachtungen gemacht?

Vor allem interessiert mich eure Meinung, ob es mehr eine Spätfolge vom Amalgam ist oder eine Reaktion auf die Kunststofffüllung? Oder einfach nur vom Karies verursacht?
 
wundermittel
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Ich habe dazu folgendes gefunden:

Die meisten Monomere, so der Koelner Chemiker, werden aus Kompositen nur in so geringer Menge freigesetzt, dass sie dem darunter liegenden Zahnnerv nicht schaden koennen. Ein wichtiger Bestandteil zahlreicher Komposite jedoch, TEGDMA (chemisch: "Triethylen- glykoldimethacrylat"), tritt in so hohen Konzentrationen aus, dass er fuer Zellen giftig ist. Oft ist zwischen Nerv und Fuellung keine schuetzende Zahnsubstanz mehr vorhanden, so dass die Kunststoffuellung in unmittelbaren Kontakt mit dem Zahnnerv kommt. Es entstehen dann Entzuendungen, die direkt durch TEGDMA verursacht werden koennen. Eine weitere Moeglichkeit zur Schaedigung Zahnnervs sieht Dr. Spahl darin, dass Bakterien, die in einen feinen Spalt zwischen Fuellung und Zahn eindringen, das TEGDMA als Nahrungsquelle nutzen und die ungebundenen Monomere somit mittelbar fuer eine Entzuendung verantwortlich sind. Ein Spalt zwischen Kunststoffuellung und Zahn kann durch eine Schrumpfung der Fuellung auftreten.

https://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/38498/

Wobei die Schmerzen jedesmal direkt aufgetreten sind. Die Bakterientheorie trifft bei mir, glaube ich nicht zu. Ich denke, es ist direkt eine Reaktion auf Bestandteile der Füllung.

noch was gefunden:
https://www.zahnfilm.de/index.php?module=News&catid=&topic=21&allstories=1
 
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regulat-pro-immune
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Hallo derstreeck,

das ist leider oft so, dass sich der Zahnnerv nach dem Herausbohren von Amalgam verabschiedet.
Meiner Meinung nach hängt es damit zusammen -
1.ein langjährig und tief gefüllter Amalgamzahn verträgt meist kein Bohrtrauma mehr.
2.Kunststofffüllungen verlangen mehr Sorgfalt und handwerkliches Können und natürlich sollte auch unter einer Kunststofffüllung Zement eingebracht werden.

Kunststoff ist natürlich auch nicht unproblematisch, und allergische Reaktionen sind wahrscheinlich auf Kunststoffe weitaus häufiger, wie auf Amalgam.

Ich persönliche lehne Wurzelfüllungen ab, da sie meiner Meinung oft der Sargnagel für die Gesundheit sind, wenn ehemals Amalgam vorhanden war und noch andere Zahnherde vorhanden sind.

Joachim Wagner von zahnfilm.de wettert natürlich gegen Kunststoffe, da er ein ausgesprochener Amalgamliebhaber ist.

Als Anhang hier die aktualisierte Fassung der Patienteninformation, die vielleicht viele Fragen klärt.

Liebe Grüße
Anne S.
 

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  • selbstdenk8h8.pdf
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Ich kann weder Amalgam noch Kunsstoff befürworten - leider wissen die Ärzte nicht wie man diese korrekt einbringt, mit entsprechender Unterfütterung um die Toxität nicht auf den Zahnnerv auszulagern. Desweiteren ist zu beachten dass die Kunsstofffühlung lange genug, aber immer wieder mit zeitlichen Abständen (damit der Zahn/Nerv) nicht überhitzt), ausgehärtet werden.

Das Problem ist die Ärzte reden mit und Behandeln, doch müssen Sie die Auswirkungen nicht selbst ertragen. ;(

In einigen Jahren wenn die Menschheit sich wieder auf die korrekten Werte besinnt hat, werden sie denken, was hat die Menschheit nur damit machen wollen - die Menschen verstümmeln/gefügig machen/leiden lassen? (gabs ja alles schon in der Geschichte, und ja Menschen tun sowas wohl aus vollster Überzeugung heraus)

lg
 
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Vielen dank, für die Antworten.

Vor allem, für die Idee unter dem Kunststoff Zement zu machen. Darüber muss ich mit meiner Zahnärztin reden.

Es war wirklich der Kunststoff. Ich habe mir die Füllung wieder entfernen und Zement reinmachen lassen. Die Schmerzen waren schlagartig verschwunden. Jedoch meinte sie, der Nerv ist schon zu stark belastet und wird trotzdem nicht mehr zu retten sein. Sie hätte ihn am liebsten gleich gezogen, was ich ablehne.

Dann lasse ich mir den ganzen Zahn ziehen, was sie machen würde, wenn auch ungern.

Bei mir hatte sich schon 6 mal eine Wurzel entzündet nachdem Amalgam gegen Kunststoff getauscht wurde. Zum Glück ist mir jetzt ein Licht aufgegangen, dass es vom Kunststoff begünstigt wird.

Wir leben in Schweden. Hier ist Amalgam verboten.

Die Zahnärztin hatte in Barcelona studiert. Das Kunststoffe Entzündungen begünstigen, hatte sie noch nie gehört und auch dass Wurzel behandelte Zähne problematisch sind ist ihr völlig unbekannt.

Ich würde ihr gerne was zum lesen geben. Jedoch spricht sie nur spanisch und schwedisch. Hat jemand eine Idee wo ich Seiten/Studien in spanisch finde, die sich kritisch zu Kunststoff und Wurzelbehandlungen äussern?

Es würde auch auf deutsch oder englisch gehen und ich übersetze es. Dann muss es jedoch wirklich was seriöses sein. Mit Forenbeiträgen werde ich da nicht kommen können. Hat jemand einen Tipp?

Ich habe auf Deutsch gesucht und in Bezug auf Wurzelfüllungen habe ich Nichts gefunden, was ich ihr so vorlegen kann. Wenn ich von Laichengiften erzähle, die von den Zähnen ausgehen, lacht sie mich aus, glaube ich. Sie ist ja nicht dumm und beim Studium wurde davon Nichts gelehrt.
 
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09.09.08
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www.zahnfilm.de/af/images/stories/biss/plastikriss.jpg

Rasterelektronen Mikroskop sind immer sehenswert ...
Überraschend ist wie stark sich der Kunststoff vom Dentin gelöst hat. Da liegt der Nerv fast wieder frei. So sieht's immer aus, wenn der Kunststoff nicht Schicht für Schicht (Schichttechnik) sondern "one track" (mit einem Klatscher" in die Zähne gestopft wird.

Zum Vergleich: In diese kleinen schwarzen Pünktchen auf der linken Seite (Dentinkanälchen) passen 5 Bakterien nebeneinander. Der Spalt der sich hier nach der Kontraktion des Kunststoffs (durch Lichthärtung) aufgetan hat, gleicht schon einem Gletschertal ... Im Gegensatz dazu gibt's so einen Spalt beim GIZ nicht.
 

macpilzi

@ derstreeck

habe ich dich richtig verstanden, dass du mehrere wurzelbehandelte Zähne hast? hatte einen wurzelbehandelten Zahn. er bereitee mir immer wieder Schwierigkeiten. im Röntgenbild sah man, dass der damalige Zahnarzt den Bohrer in der Wurzel abgebrochen hatte, darüber Amalgam und Kunststoff. lies ihn dann irgendwann entfernen.

als ich vor 1 o. 2 Jahren 2 Kunststofffüllungen bekam, hatte ich über ein paar Monate einen richtig chemischen Geschmack im Mund. war ekelhaft. noch dazu habe ich der Zahnärztin gesagt, dass sie nur Zement rein machen solle. das Ende vom Lied war, dass sie einfach statt Zement Kunststoff rein gemacht hat. könnte heute noch ausrasten für diese Dreistigkeit. wollte die Füllungen erst mal nicht wechseln, da ich Angst habe das die Zähne sich verabschieden könnten. zuvor war Amalgam drin und zwischenzeitlich mal Zement. aufgrund des Verdachtes auf Amalgamreste wurden die Füllungen damals nochmals ausgetauscht und das Dilemma passierte.
 
regulat-pro-immune
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28.04.08
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Hallo,

habe das gleiche Problem. Ich vertrage auch keine Kunststofffüllungen.

Meine Zähne wurden auch mal mit Kunststoff überkront. Vier Wochen später musste dies wieder komplett entfernt werden, weil ich permanent Zahnfleischbluten hatte. Keramik war dann unproblematisch.

Kriege aber auch Probleme mit Kunststofffüllungen. Normalerweise beruhigt sich bei mir aber der Zahn nach einer gewissen Zeit. Habe auch mal Titanimplantate austesten lassen. Geht bei mir auch nicht. Mein Mundraum ist halt sehr wählerisch.


Liebe Grüße

Ulrike
 
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25.05.06
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hallo,


ne, nen lebendigen Zahn versuchen zu erhalten... ja, ich weiß, da gibt es andere Meinungen.


ich persönlich (auch Erfahrungen von Anderen) habe festgestellt, daß ein Zahn, dem die Karies (vorher ohne Schmerzen) entfernt wurde, danach sich entzündet hat. Also Heilung, wo vorher sie durch zuviel "Gift" unterdrückt wurde.

In deinem Fall könnte die Ärztin mit "Medikament" je nachdem was es ist die Schmerzen zum verschwinden gebracht haben. Jedenfalls hat dieses Phänomen nichts mit Amalgam vorher zu tun, und auch nicht mit der Verträglichkeit von Kunststoff.
 
Themenstarter
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08.11.10
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Hallo,

Ich antworte so spät, weil ich gehofft habe, dass sich was neues ergibt aber bis jetzt hat sich nur wenig verändert. Der letzte Stand war, das Kunststoff wurde wieder entfernt und Zement eingesetzt. Der Zahn schmerzt jetzt weniger aber irgendwas stimmt nicht. So ein-, zweimal am Tag meldet er sich mit Schmerzen, die nicht lange anhalten.

Inzwischen ist die Zementfüllung abgenutzt aber ich merke mit der Zunge, dass dort noch eine Schicht Kunststoff drauf zu sein scheint. Vielleicht ist es auch Zahn, schwer zu beurteilen. Ich bin jedenfalls nicht glücklich über die Enwicklung.

Hallo Wissen ist Macht,

In deinem Fall könnte die Ärztin mit "Medikament" je nachdem was es ist die Schmerzen zum verschwinden gebracht haben.

Es stimmt, beim ersten Mal wurde was rein gemacht was deutlich nach etwas geschmeckt hat. Möglicherweise, war dieses der Grund. Jedoch ist diese Füllung auch bald rausgefallen und die 3-4 Tage bis ich wieder bei der Zahnärztin war, hatte es nicht weh getan. Jetzt jedoch schon, wo noch eine kleine Schicht Kunststoff drauf zu sein scheint.

Nach meiner Beobachtung ist es der Kunststoff. danke für den Hinweis, ich muss in Betracht ziehen, dass es auch nur das Medikament gewesen sein kann.

Hallo Ulrike,

Ich habe eine Brücke und mehrere Kunststoffüllungen und eigentlich bei jedem Zähneputzen Zahnfleischbluten und es stimmt. Es ist nur an Stellen, wo die Haut mit Kunststoff oder der Brücke in Berührung kommt. Ganz deutlich ist es bei dem Zahn, auf dem die Brücke sitzt.

Hallo macpilzi,

Ja ich habe mehr als 5 wurzelbehandelte Zähne. An zweien ist auch so eine Einkapselung zu sehen und diese Zähne sind auch Druckempfindlich. Meine jetzige Zahnärztin ist bereit mir diese Zähne zu ziehen. Eigentlich will sie die Wurzelspitzen kürzen lassen aber ich schon 3 Zähne habe, wo die Spitzen gekürzt wurden, kommt das nicht in Frage.

Den Zahn der jetzt grad Probleme macht, will sie eigentlich wurzelbehandeln. Das lehne ich auch ab, weil ich keine Lust auf das Risiko habe, dass sich das trotzdem weiter entzündet.

Ich möchte einfach nur Schmerz- und Symptomfrei sein muss aber zugeben, dass ich das ziehen dieser Zähne gerne so weit wie möglich nach hinten schiebe möchte.

Ich habe noch einen Zahn, der schon Kunststoff hat und darunter hat sich Karies gebildet, der ist als nächstes drann. Ich werde am besten mal Glasisomerzement probieren.

Meine Zahnärztin sagte schon zu mir, ich soll nicht zu viel im Internet lesen.

Sie hatte in Barcelona studiert, spricht spanisch und schwedisch. Ich würde ihr gerne was zum lesen vorlegen über wurzelbehandelte Zähne. Sie hatte noch nie davon gehört, dass diese ein Gesundheitsrisiko sein können.

Sie wird dich nicht mit einer Übersetzung von symptome.ch zufrieden geben. Am besten wäre ne Studie, dann wäre es auch egal in welcher Sprache. Kann jemand Internetseiten mit weiteren Infos empfehlen?

Danke für alle Antworten!
Grüsse
derstreeck
 
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28.04.08
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Hallo derstreek,

Ich habe eine Brücke und mehrere Kunststoffüllungen und eigentlich bei jedem Zähneputzen Zahnfleischbluten und es stimmt. Es ist nur an Stellen, wo die Haut mit Kunststoff oder der Brücke in Berührung kommt. Ganz deutlich ist es bei dem Zahn, auf dem die Brücke sitzt.

Bei mir war es damals so, dass ich nur an den Zähnen saugen musste und gleich den Mund voll Blut hatte.
Hast Du den mal den ltt Test machen lassen bezüglich der Kunststofffüllung?

Bei mir ist es übrigens so, dass ich auch eine Füllung (Kunststoff) mit einem Anteil Zahn verloren habe (vor ca 2 Jahren). Auf Grund meiner regelmäßigen Erfahrung (Probleme nach dem Zahnarztbesuch) habe ich den Zahn einfach so gelassen. Ich kann alles essen und er ist auch nicht besonders empfindlich auf Reize (thermisch oder süß sauer). Gemuckert hat er bisher nur einen Tag. Dies war, nach dem der Zahnarzt nur einmal kurz mit diesem spitzen Piekser (keine Ahnung wie der Fachbegriff dafür ist) drin gestokert hat.
Da ich dies für mich so interpretiert habe (Botschaft meiner Selbstheilungskräfte), dass eine Füllung ja auch einfach "schlechter" (im Gesamtzusammenhang) sein könnte, als den Zahn in seinem lädierten Zustand zu belassen, bleibt er bei mir so wie er ist.

Ich habe übrigens auch lange gebraucht, eine Zahnpasta zu finden, die wohl bekömmlich für meinen Mundraum ist. Habe auch mal einen Versuch mit Xylit/ Xylitol gemacht,(https://www.kolpak.de/sites/default...einsatz-von-xylit-in-der-kariesprophylaxe.pdf ) in der Hoffnung meine Zähne remineralisieren zu können. Ich habe darauf aber mit Gewichtsabnahme und latenter Übelkeit reagiert.
Tja, mein Mundraum ist sehr wählerisch. Muss dazu aber sagen, dass ich wirklich eine bunte Mischung von Amalgam, Kunststoff, Keramik und anderen Metalllegierungen da habe. So lange ich nicht davon überzeugt bin, dass ein Loch "schlimmer" ist, als eine Füllung des Lochs, so lange lebe ich mit dem Loch im Zahn.

Liebe Grüße

Ulrike
 
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28.04.08
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Hallo,

hier noch mal ein Bericht, dass auch Komposite (Kunststofffüllungen) problematisch sein können: https://www.blzk.de/zahnaerztetag/2011/pk/Statement_Reichl.pdf


Leider können aber auch Zement Füllungen problematisch sein. Einfach mal googeln unter Glasiomer Zement- Harvard- risiken.

Mich beschäftigt daher die Frage, wieso eine Zahnfüllung überhaupt "gesünder" sein soll ?

Auf Grund welcher Datenbasis kam man denn überhaupt zu der Erkenntnis, dass der beste Umgang mit Karies im "ausbohren" und füllen des Lochs besteht? Woher weiß man, dass der Abbau von Calciumphosphat (aus dem Zahnschmelz) durch die Karies Bakterien nicht sinnvoll im Gesamtzusammenhang ist? Falls es einen Mangel an Calciumphosphat geben sollte, könnte das herauslösen dieses Stoffs (Zahn = Lager) ja auch sinnvoll im Gesamtzusammenhang sein. Sinnvoll wäre es doch eher nach Möglichkeiten zu suchen, die die Karies Bakterien "überflüssig" machen, weil der Calciumphosphat Spiegel wieder "stimmt".

Liebe Grüße

Ulrike
 
regulat-pro-immune
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19.03.08
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Hallo derstreek,

habe dir gerade in deinem anderen Thread geantwortet, aber übersehen, dass du hier schon was zum neusten Stand gepostet hast.

Ich kann dich so gut verstehen. Das mit den Zähnen ist einfach eine schreckliche Zwickmühle. Einerseits will man keine Dauerbelastung für den Körper (chronische Entzündung an der Wurzelspitze), andererseits auch nicht immer wieder einen Zahn weniger haben (durch Extraktion), denn man braucht sie ja leider zum kauen.

Ich finde bis heute gibt es keine gute Lösung, für Zähne, bei denen der Nerv angegriffen ist. Ich lese immer wieder von Erfolgschancen von über 90% bei Wurzelbehandlungen, aber in der Realität hat sich das bei mir und anderen, mit denen ich gesprochen habe, noch nicht gezeigt.
Auch in der Prothetik gibt es, finde ich, noch nichts dolles. Alles hat irgeneinen Haken. Für konventionell Brücken muss beschliffen werden, Klebebrücken halten nicht richtig, herausnehmbare Prothesen sind störend und ich finde erst ab einem bestimmten Alter halbwegs akzeptabel. Und die Implantate sind irre teuer und bringen auch wieder einiges an Risken mit sich.

Es ist und bleibt frustrierend.

LG und entschuldige, dass ich deinen Thread zum "ausk***" missbrauche

Donau
 
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08.11.10
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Hallo,

Neues Update. War gestern beim Zahnarzt. Es gab noch einen anderen Zahn mit Karies. Die war nicht so dicht am Nerv, etwa 3 mm zwischen Nerv und neuer Füllung.

Zement unter die Kunststofffüllung zu legen ist kein Problem und war meiner Ärztin auch bekannt. Das war unsere erste Idee. Dann hat es beim bohren aber schon mächtig geschmerzt, dass ich mich noch umentschieden habe und jetzt Glasiomerzement drinn habe.

Mein erster Eindruck, dieser Glasiomerzement ist recht hart und ich denke das hält ein Weilchen.

Der andere Zahn mit der entzündeten Wurzel hat sich etwas beruhigt aber auf kalt und warm reagiert er noch. Wir wollen noch ein wenig warten aber sie denkt, die Wurzel oder der ganzen Zahn (was immer noch meine favorisierte Lösung ist) muss raus. Sie würde ihn mir nach wie vor ziehen, wenn ich darauf bestehe. Sie hatte unter dem Kunststoff eine Schicht Kalzium gelegt. Dass mach man wohl immer so.

Sie ist der Meinung, dass Wurzelbehandlungen nicht prinzipiell problematisch sind. Sie ist überzeugt, dass die Kanäle gut gereinigt, dessinfiziert und verschlossen werden.

Wenn sich nach der Wurzelbehandlung eine Entzündung bildet, so wie es bei mir schon mehrmals der Fall war, liegt es daran, dass der Patient resistente Bakterien im Kiefer hatte, welche nicht abgetötet werden konnten.

Das resistente Bakterien vorhanden sind, ist eben das Risiko, welches es ihrer Meinung nach Wert ist einzugehen. Man sollte daraus jedoch nicht ableiten, dass eine Wurzelbehandlung immer problematisch ist.

Ich glaube die Theorie mit den resistenten Bakterien stimmt. Wenn ich eine Enztündung nach der Wurzelbehandlung hatte, bekam ich diese immer direkt danach. Ich habe auch mehrere wurzelbehandelte Zähne, die seit Jahren unauffällig sind.


Hallo Ulrike,

Auf Grund welcher Datenbasis kam man denn überhaupt zu der Erkenntnis, dass der beste Umgang mit Karies im "ausbohren" und füllen des Lochs besteht?

Das ist wirklich eine gute Frage. Auf jeden Fall wurden wir als Kinder belogen und betrogen. Immer schön die Zähne putzen und trotzdem hatte ich schlechte Zähne, die ständig geflickt wurden. Es stimmt, es war bei mir nie so, dass ein behandelter Zahn dann geheilt war, sondern die Karies kam immer wieder und niemand hat sich Gedanken um mögliche Ursachen gemacht.

Ich bin davon überzeugt, dass ein Kalziummangel, verursacht durch meinen Vitamin D Mangel, die eigentlich Ursache meiner schlechten Zähne war.

Wie am Beipiel in Mannos Beitrag zu sehen ist, scheinen auch Kunststofffüllungen nicht Bakteriendicht zu sein. Glasiomerzemtfüllungen sollen auch nicht dicht sein. Da ist die Frage berechtigt, warum man das Loch nicht einfach gleich offen lässt und sich dadurch die Nebenwirkungen von den Füllmaterialien erspart.

Hast Du den mal den ltt Test machen lassen bezüglich der Kunststofffüllung?

Das ist eine gute Idee. Ich bin auch ganz gross darin, anderen Usern den LTT zu empfehlen aber auf Zahnmaterialen habe ich noch nicht testen lassen, das sollte ich mal in Angriff nehmen.

Hallo Donau,

Mann muss sich hier wirklich mal ausk****. Warum gibt es denn bis heute immer noch kein verträglicheres Füllmaterial? Einige Zahnärzte benutzen immer noch Amalgam und die anderen Kunststoff, jedoch wird niemand darauf hingewiesen, dass dort Stoffe wie Acrylate drinne sind, auf die man allergisch reagieren kann.

Eigentlich müsste es doch Standart sein, vorher einen Verträglichkeitstest zu machen. Das man bei schlechten Zähnen mal Vitamin D und Kalzium im Blut bestimmen lassen könnte, müsste an jeder Zahnarzttür stehen.

Ich habe mich entschieden, im Zweifel lieber gleich auf den ganzen Zahn zu verzichten, als weiter an mir rumexperimentieren zu lassen. Meine jetzige Zahnärztin, von der ich trotzdem sehr viel halte, weil sie weiss ja auch nur das, was ihr an der Uni beigebracht wurde, meint auch, selbst wenn man den Zahn nur 5 Jahre länger hat, hat sich die Behandlung schon gelohnt.

Der Meinung bin ich nicht. Wenn der Zahn vielleicht mit 40 rauskommt, dann kann er auch schon mit 30 gezogen werden und man erspart sich eventuelle Schmerzen und Nebenwirkungen.

Junge Menschen sehen das vielleicht anders, aber mir wäre es egal mit ner Zahnlücke rumzulaufen. So alt bin ich auch noch nicht aber immerhin schon verheiratet, glücklich. Wenn ich noch auf der Suche wäre, würde ich das Thema Zahnlück vielleicht kritischer sehen.

Das habe ich im Forum gefunden. Valplast.
https://www.symptome.ch/vbboard/zahnmedizin-zahnprobleme-allgemein/20168-valplast-thread.html

Mir wurden für eine Brücke über zwei Zähne, drei gesunde Zähne abgeschliffen. Wenn ich dieses Forum nur schon früher gekannt hätte. Bei dem Gedanken, einen Stift in den Knochen gebohrt zu bekommen, bekomme ich Angst. Ich denke die Valplast Prothese ist eine gute Alternative.

schmerzfreie Grüsse
derstreeck
 
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Wie am Beipiel in Mannos Beitrag zu sehen ist, scheinen auch Kunststofffüllungen nicht Bakteriendicht zu sein. Glasiomerzemtfüllungen sollen auch nicht dicht sein. Da ist die Frage berechtigt, warum man das Loch nicht einfach gleich offen lässt und sich dadurch die Nebenwirkungen von den Füllmaterialien erspart.
Hallo derstreeck,

das ist eine sehr gute Frage, vor allem nachdem es ja kein wirklich gutes Füllmittel (egal was, alles hat seine Nachteile) gibt.

Ich könnte mir als Grund vor allem die Stabilität des Zahnes vorstellen.

Wenn z.b. nur mehr eine dünne Aussenwand übrig bleibt oder wenn z.b. ein Eck fehlt oder ..... bei kleineren Löchern wäre es vermutlich eh kein Problem.

Hatte 1,5 Jahre eine Zahnspange und da musste zum Teil zwischen manchen Zähnen ganz massiv "geschliffen" werden damit diese sich besser drehen können und lassen. Das schadet dem Zahn aber anscheinend auch nicht, zumindest wurde nie etwas mit Füllung nachbehandelt und einer der unteren Schneidzähne wurde schon etwas schmäler ..... ?!

Der Hauptgrund der für mich für eine Füllung spricht wäre meine hysterische Zunge, die kommt schon mit dem Provisiorium vor der Krone nicht zurecht und muss ständig dorthinfühlen. Mich würde ein Loch im Zahn oder ein fehlendes Eck verrückt machen.

Aber wirklich interessant wäre ob es einen dringlichen medizinischen Grund gibt und vor allem welches Material man dann wählen soll.

LG Anna
 
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Hallo anna67,

Der Hauptgrund der für mich für eine Füllung spricht wäre meine hysterische Zunge, die kommt schon mit dem Provisiorium vor der Krone nicht zurecht und muss ständig dorthinfühlen. Mich würde ein Loch im Zahn oder ein fehlendes Eck verrückt machen.

Da hast du völlig recht. Bei meinem Zahn der jetzt die Wurzelentzündung hat oder hatte, ist jetzt eine provisorische Zementfüllung drinne, welche schon halb abgenutzt ist. Es ist praktisch wie ein Loch und ich bin da ständig mit meiner Zunge drinn.

Grüsse
derstreeck
 
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hallo derstreek,

Eigentlich müsste es doch Standart sein, vorher einen Verträglichkeitstest zu machen

Das sehe ich genauso.

Ich habe mich entschieden, im Zweifel lieber gleich auf den ganzen Zahn zu verzichten, als weiter an mir rumexperimentieren zu lassen. Meine jetzige Zahnärztin, von der ich trotzdem sehr viel halte, weil sie weiss ja auch nur das, was ihr an der Uni beigebracht wurde, meint auch, selbst wenn man den Zahn nur 5 Jahre länger hat, hat sich die Behandlung schon gelohnt.

Der Meinung bin ich nicht. Wenn der Zahn vielleicht mit 40 rauskommt, dann kann er auch schon mit 30 gezogen werden und man erspart sich eventuelle Schmerzen und Nebenwirkungen.

Bin ähnlicher Meinung wie du. Ansich ist es ja schön und gut, einen Zahn noch ein paar Jahre zu erhalten, aber wenn man dafür immer wieder viel Zeit, Geld und vor allem (starke) Schmerzen investieren muss, kommt es einem nicht mehr sehr lohnenswert vor.
Letztes Jahr hatte ich über die Weihnachtsfeiertage starke Zahnschmerzen an einem wurzelbehandelten Zahn und das kann einem ganz schön die Laune vermiesen.

Junge Menschen sehen das vielleicht anders, aber mir wäre es egal mit ner Zahnlücke rumzulaufen. So alt bin ich auch noch nicht aber immerhin schon verheiratet, glücklich. Wenn ich noch auf der Suche wäre, würde ich das Thema Zahnlück vielleicht kritischer sehen.

Ja, ich hab auch schon ne Zahnlücke (mit 22), aber sie stört mich nicht und andere sehen sie nicht. Also lass ich das so.

LG
Donau
 
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Hallo,

Mein Zahn hat sich nicht beruhigt und wurde vor Weihnachten gezogen. Ich bin mit der Entscheidung zufrieden.

Ich hatte wirklich bammel vor dem ziehen, musste jedoch feststellen, dass es doch recht sanft zuging und auch nicht wehgetan hat.

Die Wurzeln waren etwas krumm. Zuerst wurde der Zahn aufgebohrt und in 3 Teile gebrochen. Das hatte mal kurz geknackt, mehr aber auch nicht. Das rausnehmen der 3 Wurzeln habe ich nicht bemerkt. Ich war überrascht, als sie dann mit einmal fertig war.

Grüsse
derstreeck
 
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31.01.11
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Unter jede tiefe Kunststoffüllung gehört eine Überkappung, d.h. der nervnahe Bereich wird mit Calciumhydroxid abgedeckt und schützt ihn gegen den agressiven Kunststoff. Das steht auch genau so in jedem Beipackzettel zu Kunststoffüllungen.
 
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