WLAN in Krankenhäusern

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Wer gesund bleiben will sollte am demnächst einen großen Bogen um Krankenhäusern machen.

Health: Krankenhäuser rüsten auf

Das Bonner Johanniter-Krankenhaus ist das erste Krankenhaus, das im Zuge eines eHealth-Projektes durchgängig auf WLAN in den Krankenstationen setzt. Dies gab die Deutsche Telekom im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. Die Umrüstung auf WLAN im Krankenhaus durch den Bonner Konzern erfolgt im Rahmen der Telekom-Standortkampagne "Partner.Bürger.Nachbar" und läuft als Kooperation zwischen Krankenhaus und Telekom, die heute unterzeichnet wurde.

Im Johanniter-Krankenhaus wurde als erstes die Station 6a auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Mediziner und Pflegepersonal arbeiten hier mit Tablet PCs an den Krankenakten der Patienten. Neue Befunde werden vor Ort in den PC eingegeben und gelangen über das WLAN sofort in das Krankenhausinformationssystem. Die "PC-gestützte Visite" soll nach den Angaben von Krankenhaus-Geschäftsführer Klaus Szesik die Therapiesicherheit erhöhen und Kosten senken. Das sukzessive im gesamten Krankenhaus startende WLAN soll in Zukunft auch auf das angrenzende Altersheim ausgedehnt werden. In einem zweiten Schritt sollen alle Betten mit RFID-Chips ausgestattet werden. Dies soll die Sicherheitsstandards bei den Betten erhöhen und die Verwaltung freier Betten erleichtern.

Ein ähnliches Projekt hatte Siemens Business Services bereits Mitte vergangenen Jahres im New Yorker Jacobi Medical Center gestartet. Neben dem WLAN und den Tablet PCs wurden dabei auch RFID-Chips eingeführt, die jedoch nicht an den Betten, sondern an den Patienten befestigt wurden. Die Armbänder funken dabei eine ID, die es dem Arzt gestattet, die Krankenakte oder etwaige Operationsanweisungen einzusehen.

In diesem Zusammenhang hat Siemens einen weiteren Erfolg zu melden: Am gestrigen Mittwoch begann der Rollout der ersten 100.000 Smartcards, die Siemens an insgesamt 45 medizinische Verbund-Einrichtungen des New Yorker Ballungsraumes liefert. Die mit einem Patientenfoto personalisierten Karten enthalten einen Chip, auf dem mögliche Allergien, die Medikationsdaten und die aktuellen Laborbefunde gespeichert werden. Ehe die Daten von den Medizinern gelesen werden können, muss der Patient als Eigentümer der Karte seine Einwilligung durch die Eingabe einer PIN dokumentieren.

Im Zuge des stufenweisen Rollouts der Smartcard werden als erstes die Patienten des Mount Sinai Hospitals Karten erhalten; weitere Krankenhäuser sind das Elmhurst und Queens Hospital. Langfristig sollen alle Krankenhäuser der New York City Health and Hospitals Corporation auf den Einsatz von Smartcards umstellen. (Detlef Borchers) / (jk/c't)

Quelle heise Newsticker vom 06.12.2005
http://www.heise.de/newsticker/meldung/67153
 

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Wenn's "nur" das wäre ... aber zusätzlich setzen viele Spitäler ja auch auf DECT-Telefone. Und so strahlen WLAN und DECT fröhlich in die Runde und machen Kranke sicher nicht gesünder.

Gruss, Marcel
 

Bei Elektrosmog kann der Baubiologe hilfreich sein

Die hoch- und niederfrequenten Felder von Telefon, WLAN, Mobilfunk, Babyphone usw. aber auch die häusliche Elektroinstallation sowie Lichtsysteme können nicht nur bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.
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Da wird mir ganz anders, wenn ich das lese :mad: . Es kommt ja in Krankenhäusern - übrigens auch Alten- und Pflegeheimen - noch dazu, daß Zimmer an Zimmer Fernseher, Telefon und andere elektrisch Einrichtungen installiert sind, die fröhlich vor sich hin"smogen".
Mir hat schon vor Jahren der Leiter eines Alten-Pflegeheims gesagt, daß es ihm im Haus immer schlecht geht, weil der E-Smog so groß ist, und das ist ja inzwischen nicht besser geworden. Ganz im Gegenteil :mad: .

Gruss,
Uta
 

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Spitäler sind auch beliebte Standorte für Mobilfunk-Sendemasten. Das wär dann wohl wie das "Pünktchen auf dem i" zu verstehen.
Da ist man beim Austritt aus dem Spital auf jeden Fall besser dran als IM Spital ... aber sicher nicht im Sinne des Erfinders.

Gruss, Marcel
 

Lukas

WLAN für hochsensible Patientendaten... Datensicherheit war gestern... ärztliche Schweigepflicht könnte eigentlich gleich mitaufgehoben werden...
 
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Hallo!
Da ich ja in einem Krankenhaus arbeite, das erst vor ungefähr 10 Jahren gebaut wurde, möcht ich kurz anmerken, wie das bei uns im Haus so ist.
Wir haben auf jeder Station genau 1 Schnurloses DECT-Telefon.

Die Patientenzimmer (nur die privaten) haben die Möglichkeit ins Internet zu gehen (aber nicht über WLAN soweit ich weiss). Wir haben im ganzen Haus kein WLAN, auch nicht für die Beschäftigten, sondern ganz konventionell noch über die Leitung den Internetzugang.

Ansonsten ist unser Haus relativ Funksicher, da wenn jemand mit dem Handy reinkommt er darauf hingewiesen wird, das er nicht telefonieren darf. Wer es dann trotzdem probiert, der hat das Problem, das er so gut wie keinen Empfang hat: :D Wir sind so gebaut, das wir "abgeschirmt" sind
Manche probieren es aber dennoch und die werden von mir, wenn ich dran vorbeilaufe darauf hingewiesen, das bei uns im Krankenhaus das nicht erlaubt ist. Die machen dann auch gleich aus, weil ich sie auf die Intensivstation mit den empfindlichen Gerätschaften hinweise.

Nur wer sich an ein offenes Fenster stellt, hat die Chance eine gute Verbindung zu bekommen. Das finde ich persönlich sehr gut!

Lieber Gruss Karin
 
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