Wenn die Medizin schadet...

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Wenn die Medizin schadet

LUXEMBURG - Regelmäßig kommen Patienten aufgrund der Einnahme falscher Medikamente zu Tode. Jetzt wurde in Frankreich eine Listen mit Mitteln aufgestellt, die als "bedenklich" gelten.

Das rezenteste Beispiel für eine falsche Anwendung von Medikamenten ist das als Appetitzügler bekannte Diabetes-Medikament Mediator. Es steht im Verdacht den Tod von bis zu 500 Menschen in Frankreich verursacht zu haben. Mehr als 3.500 Menschen mussten nach der Einnahme des "Schlankmachers" in Krankenhäusern behandelt werden.

Nach dem "Mediator-Skandal" hatte die französische Afssaps (Agence de sécurité sanitaire des produits de santé) eine Liste mit 76 verdächtigen Medikamenten herausgegeben (siehe auf Accueil - AFSSAPS : Agence française de sécurité sanitaire des produits de santé). Unter den Namen befanden sich auch einige Impfstoffe. Zwei der Arneimittel (Fonzylane und Nizoral) wurden vor kurzem verboten.

Thema im Parlament?
In einer Anfrage an Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo, erklärt der grüne Abgeordnete Jean Huss, dass 31 dieser verdächtigen Präparate auch in Luxemburg verkauft werden. Es handele sich unter anderem um Herzpillen und Mittel gegen Akne. Auch einige Medikamente, die den Cholesterinspiegel reduzieren sollen, seien in die Kritik geraten.

Bevor ein Arzneimittel in Luxemburg zugelassen wird, wird es strengen Kontrollen unterzogen, heiß es auf Anfrage von Tageblatt.lu aus dem Gesundheitsministerium. Bei den Überprüfungen, die im nationalen Gesundheitslaboratorium durchgeführt werden, würden unter anderem die Nebenwirkungen unter die Lupe genommen.

Eine Zulassung reicht
Um in der ganzen EU verkauft zu werden, muss die Arznei zuerst von einem Mitgliedstaat anerkannt werden. Wenn anlässlich einer Analyse nach der Markteinführung Zweifel an der Effizienz des Mittels aufkommen oder unerwünschte Nebenwirkungen festgestellt werden, kann der Gesundheitsminister das Medikament vom nationalen Markt nehmen lassen. Im Regelfall werden dann auch die übrigen EU-Länder über die Test-Resultate informiert. Im Falle von Mediator hatte der Gesundheitsminister Ende 2009 ein Verkaufsverbot angeordnet.

Allgemein wird geraten, Medikamente nur nach Vorschrift einzunehmen, bei Zweifeln soll man seinen Arzt fragen. Abgeraten wird vom Kauf von sogenannten "Wunderheilmitteln" auf Internet. Diese Medikamente sind oft Fälschungen und entziehen sich jeglicher Kontrolle. Sie seien dadurch sehr gefährlich.
Quelle: Tageblatt Online - Wenn die Medizin schadet - Nachrichten


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Heather
 
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