Unsere Kräuter!

Themenstarter
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09.03.11
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Hätte ich jemals gedacht dass am Wegerand gesammelte Kräuter tatsächlich heilende Wirkung haben können? Aber es scheint so zu sein. Nur schon der Gang in die Natur bring vieles. Wer die heimischen Kräuter kennt, erspart sich dazu viel Leid.
Für mich als Stadtmensch war einfach alles Grüngewächs. Egal ob Baum oder Wiesengras. Doch ich habe gelernt dass ich alle Kräuter selbst sammeln kann. Brennessel, Gänselblümchen, Löwenzahn wächst ja überall.
Selbst Pflanzen welche im Garten wachsen sind nützlich. Der Salbei, die Ringelblumen, die Minze sind richtig getrocknet wunderbar als Tee.
Die frischen selbst gesammelten Kräuter sind der industriellen Produktion immer vorzuziehen. Diese haben durch die Schnelltrocknungsverfahren kaum mehr Wirkstoffgehalt, desshalb hatte immer das Gefühl Kräuter und Tee wirken nicht.

https://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/Ringelblume.htm

Leute pflanzt mehr Ringelblumen und kauft weniger Pillen!

Gruess: Felix
 
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wundermittel
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15.06.09
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Danke für den schönen Link, felix78.
Habe mir die Ringelblume schon durchgelesen, da ich auch welche im Garten habe:).

LG
Rianj
 

Dora

in memoriam
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05.07.09
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Die Ringelblume wird in der Volksmedizin bei äußerlichen Wunden empfohlen. Sie hilft bei Abschürfungen, Brandwunden, Schnittverletzungen, ist Entzündungshemmend, bekämpft Bakterien, Viren und Pilze. Allein die intensive Farbe der Blüten weist auf den hohen Gehalt an Wirkstoffen hin. Ihre antiseptischen und adstringierenden Eigenschaften machen die Ringelblume zu einem wirksamen Mittel bei angegriffener und entzündeter Haut, bei Sonnenbrand, Krampfadern, Akne und Hautausschlägen.
Die Wirksamkeit der Pflanze war schon Hildegard von Bingen bekannt und sogar den griechischen Heiler Theophrast.


Felix wirklich ein guter Link, danke.:wave:
 
regulat-pro-immune
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15.06.09
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Ist schon fast ein Allheilmittel, wenn es wirklich wirkt :D

Aber ich mag Ringelblumen auch einfach nur anschauen.

Da geht einem doch das Herz auf bei den leuchtenden Farben und den unterschiedlichen Blütenformen. Ob gefüllte oder einfache....einfach herrlich :freu:
 
Themenstarter
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09.03.11
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Die Ringelblumenblütenblätter kosten in der Apotheke rund 50.- per Kilo.
Das braucht mindestens 2000-5000(mit oder ohne Kelch) Blümchen, was eine industrielle Produktion voraussezt. Leider. Desshalb sammle ich nun selbst, und lerne immer mehr Pflanzen kennen.
Weil diese dann frisch und echt sind, wirken sie viel mehr und ich benötige weniger für einen Tee. Erstaunt hat mich dass ich genau meine liebsten Heilkräuterchen selbst sammeln kann:

Salbei - Sonnig und trocken. Balkon oder Garten.
Dost - Sonnig und trocken in oberer Erdschicht. Wild oder Garten.
Schachtelhalm- Sonnig und feucht/lehmig. Waldränder und -lichtungen.
Johanniskraut - Sonnig und trocken.
Brennessel - wachsen überall aber Handschuhe und Schere mitnehmen.
Zitronenmelisse - Gartenunkraut. Macht jeden Tee süss und verführerisch.
Pfefferminze - Frische Blätter sind nicht zu vergleichen mit Teebeutel Ware!
Ringelblume - oben erwähnt. Garten oder Balkon.
Kamille - gute qualität in der Apotheke.
Spitzwegerich - wachsen überall wie der Name sagt.
Baldrian - Apotheke
Rosenblätter, geben dem Tee den Duft der tausend Nächte :)

Gruss: Felix
 
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regulat-pro-immune

Schoggitortemitrahm

Es gibt ne Menge winterfeste Kräuterpflanzen, aber anziehen im Moment wird schwer aufm Balkonia. Salbei ist einfach. Auch Lavendel kann man auch im Winter noch pflücken.
lg
 

Freesie

Hallo Minon

Kennt ihr eventuell noch ähnliche Seiten, die in der Art eines Kalenders Tipps geben, und zwar zum Balkongärtnern? Das würde mich sehr interessieren.

mit Kalender leider nicht, aber auch viele tolle Tipps zur Verwendung.

Deren Katalog ist - lt. einer Kollegin von mir - besser als jedes Lehrbuch.

Bin nicht mit denen verbandelt, nur absolut und immer wieder begeistert :)

Rühlemann's Kräuter und Duftpflanzen

LG
Freesie

Und Dank an Felix für die Erstellung dieses tollen Threads.
 
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04.12.20
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Hallo Kräuterfreunde,
Für jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen

Kräuter haben nicht nur chemische Wirkstoffe. Sie sind eigene Persönlichkeiten mit ganz individuellem Charakter. Es gibt auch einige Heilpflanzen, die antivirale Fähigkeiten haben. Über 150 davon werden alleine zur Behandlungen bei Atemwegserkrankungen verwendet. Nicht viel weniger bei Magen-Darm Probleme. Antibiotika helfen nicht gegen Viren, sondern nur gegen Bakterien. Daher kann man bei Viruserkrankungen meist nur die Symptome behandeln und lindern und abwarten, bis die körpereigenen Abwehrkräfte ihre Arbeit verrichten, um die Krankheit auszuheilen.

Es ist gerademal 100 Jahre her seit Antibiotika entwickelt und eingesetzt werden. Jetzt sind wir in einer Sackgasse angelangt. Sie wirken zunehmend nicht mehr. Die Bakterien haben sich angepaßt und werden resistent. Es zeigt wieder die Überheblichkeit des Menschen gegen über der Natur. Es ist heute gefährlicher in einem Spital mit Krankenhauskeime sich zu infizieren und zu sterben als im Strassenverkehr zu verunglücken. In der UdssR ging man einen anderen Weg- hier entwickelte man die Bakteriophagentherapie- spezielle Virusstämme- mit denen man Keime in den Griff bekommt. Die westliche Pharma-Industrie ist erstarrt, hat hier das Nachsehen, da sie keine einkommenswerte Patente anmelden kann. Gegen Virenerkrankungen hat sie absolut nichts in der Hand und die Ärzte können nur die Symptome mildern.

Eine der wichtigsten und schlagkräftigsten Pflanzen bei Atemwegserkrankungen ist der Thymian. Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Er wirkt sowohl innerlich als auch äußerlich. Seine größte Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane. Der Corona-Virus ist ein Virus der die Atmungsorgane angreift! Hier hilft uns Thymian. Es genügt ein Tropfen Thymian-öl in einem Topf mit heißem Wasser um damit einige Male zu inhalieren- oder zu gurgeln, der Heilerfolg ist frappierend und erfolgversprechend. Aber bitte nicht pur verwenden sondern immer hoch verdünnt - ätzt die Schleimhäute! Natürlich kann man Thymian als Pflanze zu Tee verwenden.
Heilwirkende Eigenschaften:
anregend, antibakteriell, antibiotisch, blutstillend, desinfizierend, entzündungshemmend, , beruhigend, krampflösend ,pilztötend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend, tonisierend.

Atemwege:
Bronchitis, Husten, Keuchhusten, Reizhusten, Krampfhusten, Asthma, Erkältung Heiserkeit,
Halsentzündung, Kehlkopfkatarrh, Luftröhrenkatarrh, Zahnfleischentzündung,

Haut:
Schwer heilende Wunden, Entzündete Wunden, Ekzeme Schnittwunden, Pickel Furunkel, Gesichtsrose, Erysipel, Gürtelrose,

Verdauungssystem:

Verdauungsschwäche, Sodbrennen, Blähungen, Magenbeschwerden, Durchfall, Mundgeruch, Leberschwäche, Stoffwechsel, Rheuma und Gicht.
Harnapparat:
Nierenentzündung, Blasenentzündung, Blasenschwäche.

Die Natur kennt keine Probleme, nur Lösungen.- Der Garten ist die Apotheke des armen Mannes

Mit freundlichen Grüßen- Günter 40
 
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10.01.04
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Hinweis:


Grüsse,
Oregano
 
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04.01.13
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Zur Zeit gibt es in der Natur - frisch nachgewachsen, also nícht vom Sommer übriggeblieben! - Löwenzahn, Vogelmiere, wilder Schnittlauch und wilde Möhre-Blätter. Wohl auch noch andere, die ich nicht kenne. Ich denke, eine Handvoll jeden Tag kleingeschnitten aufs Brot, Quark, in die Suppe oder über die Bratkartoffeln usw. hat mehr Wert als ein Salatkopf, der per Lastwagen von irgendwoher rangeschafft wird.
 
regulat-pro-immune
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04.12.20
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Frohe Feiertage an Euch

Es gibt tausende Pflanzen die mit ihren Inhaltsstoffen positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben, aber kein einziges Tier kann ähnliches vorweisen.
Heilpflanzen unterstützen unsere Lebensabläufe und gehören eigentlich zur täglichen Nahrung dazu. Grundsätzlich haben alle Heilpflanzen, einschließlich dem Gemüse und der Früchte ihre ganz eigene Essenz.
Jede Pflanzen verfügt über Kräfte, die dem menschlichen Körper ein Stück Lebensenergie und -ordnung verleihen. Es ist noch nicht lange her, da lebten wir noch mit dem Wissen, welche Heilpflanzen gesund sind, wo wir diese finden und wie wir diese verarbeiten können. Die Heilpflanzen verwendet man als Ätherische Öle, Ur-Tinkturen, Tinkturen, Salben, Crèmes oder Tees. Über die richtige Dosierung entfalten sie ihre nachweisliche Heilwirkung.

Unsere Nahrung ist unsere tägliche Medizin


Mit freundlichen Grüßen- Günter 40
 
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Eine Pflanze, die durch ihre recht bizarre Form der Blüten auffällt und zur Zeit häufig zu sehen ist, ist die Karde (dipsacus fullonum) .

Sie ist in den letzten Jahren u.a. durch den Stohrl bekannt geworden, der sie zur Behandlung der Borreliose empfiehlt.

Aber sie wurde auch vorher schon als Heilpflanze genutzt:
...

Das traditionelle Wirkprofil der Wilden Karde

Nach den Erfahrungen der Traditionsheilkunde wirkt die Karde:
  • antibakteriell, antifungal → davon abgeleitet wird die Wirkung gegen Infektionen wie z. B. Borreliose, Wunden, Hautkrankheiten, aber auch Durchfall
  • blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend → entgiftend, ausleitend, leber- und nieren-stärkend → Gicht, Gelbsucht Leberkrankheiten, Ödeme
  • anti-entzündlich → Kopfschmerzen, Rheuma, Arthritis, Gicht, entzündliche Hautkrankheiten
  • verdauungsstärkend → Magen-, Gallen-, Verdauungsschwäche
Auch die Homöopathie bedient sich der Karde in verschiedenen Verdünnungen. Die Urtinktur (D1) soll gegen diverse Hautleiden (Akne, Warzen, kleine Wunden, Risse an den Lippen (Ragaden), Furunkel oder Schuppenflechte) und Tuberkulose helfen. Einreibungen nimmt man gegen Rheumatismus und zum Bleichen von Sommersprossen. Innerlich war die Wilde Karde früher als harn- und schweißtreibendes Mittel, gegen Kopfschmerzen und Gelenkrheumatismus in Gebrauch.

Welche Bestandteile werden genutzt?

Üblicherweise wird die gehackte Wurzel in Alkohol eingelegt, gebräuchlich ist aber auch ein Tee aus der Karden-Wurzel.

Karde: dünne Studienlage

Heute legt man natürlich andere Maßstäbe an: Nur Wirkstoffe oder klinische Studien sind als Beweis für die Wirksamkeit zugelassen. Immerhin, erste Versuche liegen vor:

Die Anti-Borreliose-Wirkung ist im Labor getestet

Ein erster Laborversuch liefert Anhaltspunkte zur Wirkung gegen Borrelien: So stellt eine Arbeitsgruppe an der Universität Leipzig fest, dass in einem Wurzelextrakt mit Ethylacetat eine Substanz enthalten ist, die das Wachstum von Borrelienkulturen hemmt. Hier ergeben sich übrigens gewisse Parallelen zur chinesischen Variante der Karde, Dipsacus asper, sie wird ebenfalls gegen die Lyme-Borreliose und Fibromyalgie verwendet. Jetzt muss noch gezeigt werden, dass dieser Stoff auch im lebenden Organismus wirkt, denn ob eine Aufnahme im Darm erfolgt, ist nicht selbstverständlich.

Anhaltspunkt Inhaltsstoffe

Eine gewisse Wirkung lässt sich anhand bekannter Inhaltsstoffe abschätzen. Von den etwa 20 Kardenarten aus Europa, Asien und Afrika wurden bisher 89 Inhaltsstoffe isoliert: Ganz typische für die Gattung sind Terpene, meist Mono- und Triterpene (Saponine) und Phenole. Die Stoffe sind, so viel man weiß, auch in der Wilden Karde enthalten:
...

Eine Kardenwurzeltinktur kann man selbst herstellen:

...

Anleitung

  1. Die Kardentinktur wird aus den Wurzeln der Karde hergestellt.
  2. Die Wurzeln kann man im Spätherbst ausgraben.
  3. Dann werden sie gründlich gewaschen.
  4. Zerkleinern Sie die Wurzeln.
  5. Das ist schwieriger als es aussieht, denn die Kardenwurzeln sind enorm hart.
  6. Im Zweifelsfall nimmt man eine Astschere für diesen Zweck.
  7. Füllen Sie die Kräuter in ein Schraubdeckel-Glas.
  8. Lassen Sie noch etwa die Hälfte Platz im Glas.
  9. Giessen Sie Doppelkorn über die Kräuter, bis sie gut bedeckt sind.
  10. Verschliessen Sie das Glas.
  11. Lassen Sie die Tinktur zwei bis sechs Wochen an einem warmen Ort ziehen.
  12. Nach und nach nimmt die Tinktur immer mehr Farbe an.
  13. Nach der Wartezeit wird die Tinktur abgefiltert. Dazu eignet sich ein Kaffeefilter.
  14. Stülpen Sie den Kaffeefilter über ein zweites Glas.
  15. Giessen Sie die Tinktur durch den Kaffeefilter.
  16. Die fertige Tinktur tropft in das zweite Glas.
  17. Anschliessend wird die Tinktur in eine dunkle Flasche abgefüllt.
  18. Verschliessen Sie die Flasche.
  19. Beschriften Sie die Flasche mit Inhalt und Datum.
  20. An einem dunklen, kühlen Platz gelagert hält sich so eine Tinktur mindestens ein Jahr. ...

Grüsse,
Oregano

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