Küchen-/Heilkräuter / Kräuterspirale / Pesto-Rezept /

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https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-102013/die-ganze-vielfalt-der-kraeuter-nutzen/

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Küchen- oder Heilkraut?
Der fließende Übergang zwischen Küchen- und Heilkräutern lässt sich beispielsweise am Salbei verdeutlichen. Als Tee gegen Halsschmerzen oder Entzündungen im Mund- und Rachenbereich ist Salvia officinalis hochwirksam, findet aber auch ihren Einsatz in der Küche, zum Beispiel im Saltimbocca. Kümmel verleiht unter anderem Kohl eine typische Geschmacksnote und macht ihn durch seine blähungslösenden und verdauungsfördernden Inhaltsstoffe wesentlich bekömmlicher. Deswegen ist Kümmel auch oft in Arzneitees gegen Blähungen und nervösen Reizmagen enthalten. Allein die Absicht der Anwendung und die Dosierung entscheiden über die Zugehörigkeit zur jeweiligen Gruppe.

Gegen alles ist ein Kraut *gewachsen … sagt der Volksmund. Speisen, die mit duftenden Kräutern gewürzt sind, regen damit die Speichelbildung und folglich den Appetit an. Schon allein bei ihrem Anblick beziehungsweise Geruch läuft jedem im wahrsten Sinne des Wortes »das Wasser im Mund zusammen«. Das wiederum steigert bereits beim ersten Bissen reflektorisch die Produktion der Verdauungsfermente. Viele Gewürzkräuter fördern zudem die Durchblutung des Magen-Darm-Trakts, regulieren die Darmbewegungen und lösen Blähungen.
Die Aromatherapie macht sich ebenfalls die Wirkung der Düfte zunutze.
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Vielfalt auf kleinem Raum

Eine Kräuterspirale bietet die beste Möglichkeit, auf kleinstem Raum eine große Vielfalt an Kräutern anzubauen und so erntefrisch genießen zu können. Kräuter mit sehr verschiedenen Standortansprüchen wachsen hier gemeinsam, denn eine Kräuterspirale ist in vier ineinander übergehende Zonen unterschiedlicher Bodenqualität aufgeteilt
Die Spirale windet sich um einen kontinuierlich ansteigenden Steinhaufen, der Boden wird nach oben hin zunehmend mit Sand durchmischt.
Wichtiger Hinweis: Für die Kräuterspirale einen Platz wählen, der voll in der Sonne steht. Durch den Aufbau entsteht automatisch ein Bereich, in dem sie sich selbst Schatten spendet. Die ideale Pflanzzeit für Kräuter ist das Frühjahr, denn vor allem die mediterranen Arten sind etwas frostempfindlich.
Wenig Platz, aber große Vielfalt: Mithilfe einer Kräuterspirale lassen sich verschiedene Kräuter gemeinsam anbauen.

Von unten gesehen beginnt die Kräuterspirale mit einem kleinen Wasserbecken an der Südseite, idealerweise mit einem flachen Übergang zur Spirale. Das Becken schafft ein feuchtes Mikroklima und reflektiert zusätzlich Licht und Wärme. Davon profitieren die Wurzeln der wärmeliebenden Kräuter an der Südwand. In dieser feucht-nassen Uferzone wachsen beispielsweise Brunnenkresse, Wasserminze sowie Pfefferminze.

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Die wichtigsten Küchenkräuter
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Wer genügend Platz für so eine Kräuterspirale hat, hat sicher seine Freude daran.
Weiß hier jemand, welche Kräuter von Schnecken gerne bzw. nicht gefressen werden?


Grüsse,
Oregano
 
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Aus einem Artikel, den ich mal gelesen habe, stammt folgender Absatz:

Abwehr durch richtiges Ansetzten

Nicht alles was grün oder Gemüse ist steht auf dem Speiseplan von Schnecken. Mit mediterranen Kräutern, Zwiebel und Knoblauch können bereits wunderbare Ergebnisse erzielt werden. Thymian, Kapuzinerkresse, Rosmarin und Lavendel sowie der Zierlauch stehen nicht unbedingt auf dem Speiseplan der schleimigen Besucher. Wer etwa sein Gemüsebeet mit Thymian eingrenzt, hat bereits ein passables Ergebnis. An natürlichen Giften bieten sich zum Anbau Pfingstrosen, Maiglöckchen Fingerhut und Eisenhut an. Schnecken werden diese Pflanzen erst gar nicht versuchen, da ihre Inhaltsstoffe für sie den Tod bedeuten würden. Die behaarten Blätter von Geranien, Nelkenwurz und Storchenschnabel stellen die Schnecken auf eine Probe. An ihnen können sie nur schwer knabbern und vermeiden sie daher. Dies gilt auch für lederartiges Grün wie den Blättern der Bergenie. Mit fleischigen Blättern wie denen der Fetthenne kommen Schnecken ebenfalls nur schwer zurecht. Der Salat ist zwar der Fressfavorit der Schnecke, hier gibt es aber auch Grenzen. Rotlaubige Gewächse stehen nicht auf dem Speiseplan.
 
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Wiesenbocksbart für die Küche



Triebe als Spargelersatz, Wurzel für Bratlinge

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(BZfE) – Der Wiesenbocksbart sieht mit seinen schnörkeligen Blättern etwas strubbelig aus. Seine gelben Blüten zeigt er nur bei schönem Wetter und am Vormittag. Als Wildgemüse ist das Kraut kaum bekannt, obwohl alle Pflanzenteile in der Küche verwendet werden können.

Im Mittelalter war der Bocksbart ein häufig genutztes Wildgemüse – vor allem die Wurzeln. Sie werden im April und von September bis Oktober gesammelt und ähnlich wie Schwarzwurzeln zubereitet. Sie schmecken gedünstet als Beilage, mit Käse überbacken und klein geschnitten sowie mit Mehl bestäubt als Bratlinge. Das Kochwasser ist eine gute Grundlage für Suppen und Soßen.

Die Knospen und jungen Triebe können bis zur Blüte geerntet werden und haben angebraten ein süßliches Spargelaroma. Die Knospen werden auch als falsche Kapern eingelegt. Die zarten Blätter kommen roh im Salat, aber auch als gedünstetes Gemüse auf den Teller. Ihr leicht bitterer Geschmack erinnert entfernt an Chicorée oder Endivie. Der süßliche Stängel kann auch roh geknabbert werden. Die ausgezupften Blütenblättchen verfeinern Salate und können als essbare Dekoration genutzt werden. Auch in der Naturmedizin ist der Wiesenbocksbart bekannt. So kann ein Tee aus der Wurzel bei Husten und zu viel Magensäure helfen. Er soll den Stoffwechsel anregen, schweiß- und harntreibend wirken.

Der Wiesenbocksbart (Tragopogon pratensis) ist eine zweijährige bis mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler und fast in ganz Europa verbreitet. Sie wächst bevorzugt auf Fettwiesen und Weiden, aber auch auf Kiesplätzen und am Wegesrand. Der Bocksbart ist gut an seinen grasähnlichen, am Ende gekringelten Blättern und an seinen sehr großen Blütenkörben zu erkennen. Die Stängel sind kahl und wachsen aufrecht bis zu einer Höhe von 70 Zentimetern. Der Wiesenbocksbart blüht von Mai bis Juli. Wenn die abgeblühten Zungenblüten aus den geschlossenen Köpfchen herausragen, erinnern sie an den Bart eines Ziegenbocks. So kam die Pflanze zu ihrem Namen. Die Früchte hängen ähnlich wie bei der „Pusteblume“ des Löwenzahns an fedrigen Fallschirmen. Die Pfahlwurzeln sind bräunlich gefärbt und enthalten viel weißen Milchsaft.
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Quelle: Newsletter von https://www.bzfe.de

wiesenbocksbart

Grüsse,
Oregano
 
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