Unbehandelte Borreliose

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Hallo zusammen

Ich vermute, dass ich mir vor 5 Jahren Borreliose eingefangen habe, da ich diese Erythema Migrans wahrscheinlich hatte. Ich hatte an zwei verschiedenen Stellen solche Flecken, die dann immer grösser wurden und von der Mitte her verblasst sind.

Da meine damalige Ärztin wohl schon ein wenig zu alt war, hat sie keine Proben entnommen und mir einfach Kortison gegeben. Gibt es denn auch Hautpilze, die sich so verhalten?

Jetzt frage ich mich, was ich zu diesem Zeitpunkt noch machen kann und ob man heute Borreliose (mindestens 5 Jahre später) überhaupt noch nachweisen und behandeln kann? :confused:

Ich danke für eure Antworten.
 
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Hallo Zarandra,

es macht nur Sinn eine Borreliose zu behandeln, wenn auch Symptome vorhanden sind, sprich nach dem klinischen Bild. Hast Du denn Symptome?
 
Es ist halt immer schwierig zu sagen woher man gewisse Symptome haben könnte. So könnte vieles auch auf die sehr schwere Kindheit, auf Quecksilber oder auf das Passivrauchen (Eltern haben auch in der Wohnung geraucht) zurückzuführen sein.

Ich bin mir nur sicher, dass ich entweder die Wanderröte oder etwas hatte, das sehr ähnlich ausgeschaut hat (falls es das überhaupt gibt). Heute habe ich als Symptome (Ursache unklar): Müdigkeit, Angeschlagenheit, Hang zu Kopfschmerzen, Allergien, Schwindel, niedriger Blutdruck, Hang zu Durchfall, Probleme mit Gallensteinen. Es wurde bisher noch nie irgendeine Krankheit nachgewiesen, das Blutbild blieb vom Arzt immer unkommentiert, obwohl ich mich deutlich nicht auf der Höhe fühle.

Ob ich damals Fieber hatte, weiss ich nicht mehr. Heute habe ich bestimmt keine Hirnhautentzündung, keine Lähmungserscheinungen, keine Herzprobleme (davon weiss ich auf alle Fälle nichts), keine starken Schmerzen, keinen Herxheimer und keine Gelenkschmerzen.

Aber ich möchte das auch unbedingt vermeiden und fühle mich jetzt gerade etwas hilflos, ob man Borreliose nach so langer Zeit überhaupt noch nachweisen bzw. therapieren kann.

Liebe Grüsse, Bianca
 
Hallo Bianca,

es ist schwer zu sagen, ob deine Symptome von einer Borreliose kommen, möglich wäre es schon, - ebenso, dass es sich damals um eine Wanderröte gehandelt haben könnte.

Allerdings könnten Müdigkeit, Angeschlagenheit, Hang zu Kopfschmerzen und Schwindel auch mit dem niedrigen Blutdruck zusammenhängen.

Neben einer Antikörperbestimmung, sollte auch eine ausgiebige Ausschlußdiagnostik und das Symptombild und der Krankheisverlauf mit eingeschlossen werden.

Fingen deine Beschwerden/Allergien denn nach der vermuteten Wanderröte an? Tauchten evtl. auch sporadische Beschwerden auf, die wieder selbst verschwanden?

Eine Borreliose kann auch noch nach Jahren behandelt werden, allerdings sind die Heilungschancen umso besser, je eher sie behandelt wird. Du könntest deinen Arzt darum bitten, einen Elisa ( quantitativer Antikörpertest) und Westernblot ( qualitativer Test u. Bestätigungstest) anordnen zu lassen.

Hier findest du zur Borreliose weitere Infos

https://www.symptome.ch/threads/borreliose-infos-fuer-einsteiger.15526/

oder in unserem Wiki

Borreliose

Viele Grüße Quittie
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ob man Borreliose nach so langer Zeit überhaupt noch nachweisen bzw. therapieren kann.
Der Nachweis ist immer schwierig, weil die gängigen Tests falsch negativ und falsch positiv sein können. Ausserdem können sie nicht zwischen aktiver und ausgeheilter Borreliose unterscheiden. Wenn ein Westernblot (immunblot) gemacht wird, kann man beim positiven Nachweis bestimmter Banden sehen, ob dein Immunsystem schonmal mit Borrelien in Kontakt kam. Wenn solche Banden nicht nachgewiesen werden, kann der Immunkontakt aber nicht ausgeschlossen werden.

Ein Therapieversuch lohnt sich immer. Ein Therapieversuch ist die einzige Möglichkeit, herauszufinden, ob du noch therapierbar bis. Allerdings besteht die Gefahr, dass der nicht spezialisierte Hausarzt niedrig und kurz dosiert behandelt. Wenn du einen Therapieversuch machst, dann sage deinem Arzt, dass du nach den Empfehlungen der DBG oder ILADS behandelt werden möchtest, da die Empfehlungen der geltenden Lehrmeinung genauso viel oder wenig Evidenz haben, wie die anderen.

Wenn du dich für eine Therapie entscheidest, mach dich schlau, wie du einem Pilz (Candida) als Nebenwirkung der Antibiotika vorbeugen kannst.

Die Empfehlungen der DBG oder ILADS (Burrascano) findest du im Beitrag "Infos für Einsteiger"

LG, Mungg
 

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