Übergewicht eines 8-jährigen Mädchens

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Es macht mich traurig: meine Enkelin hat beträchtliches Übergewicht, und es wird immer größer.
Sie ißt gerne und immer schon vor allem gerne Süssigkeiten. Da sie weit weg wohnt, kann ich nicht wirklich beureilen, was sie so ißt und trinkt. Aber ich denke, das Thema wird immer dringlicher, die Pubertät naht oder hat schon angefangen, und die körperlichen und seelischen Schäden durch das Übergewicht beginnen sich zu zeigen.
Ich habe den Eindruck, daß die Eltern sich durchaus bemühen aber erstens überfordert sind und zweitens inzwischen keine rechte Lust mehr haben, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Das verstehe ich ja, aber das löst das Problem in keinster Weise .

Könnt Ihr hier über eigene Erfahrungen und vor allem Erfolge zu diesem Thema etwas sagen?

Grüsse,
Oregano
 
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Wenn man sich so umschaut, ist sie ja keine Ausnahme. Kritisieren bringt nichts, im Gegenteil, und gute Ratschläge bringen erst recht nichts, wenn von ihrer Seite keine Motivation besteht. Sogar die Erwähnung des Wörtchens 'dick' in einem anderen Zusammenhang kann Hassreaktionen auslösen, und die gemütlichen und netten Dicken aus früheren Zeiten, mit denen ich z. B. sehr gut ausgekommen bin, gibt es nicht mehr.
 
vermutlich steckt mehr dahinter, als das Essen allein, vielleicht hat sie Kummer?
Wie ernähren sich die Eltern?
Mit deinem Sohn bzw. deiner Tochter hast du schon gesprochen? Interesse am Sport wecken, Mannschaftsverein oder sonstiges.
Du hast bisher wenig erzählt @Oregano in deinem Post, hat deine Ekelin Geschwister, wie ist es bei denen, hat sie Freundinnen, ist sie eher introvertiert?, gibt es viel Obst und Gemüse daheim bei ihr?, wenige Süßigkeiten im Haus haben, ein Haustier könnte auch unterstützend sein.

Du kannst sie in den Ferien zu euch einladen, dann hat sie mal Tapetenwechsel - mehr fällt mir leider grad nicht dazu ein.

Viele Grüße
Mara
 
Oft sind aber auch die Gene schuld, liebe Oregano.
Verständlich, dass du dir Sorgen um deine Enkelin machst, wollen wir doch nur das Beste für unsere Kinder/Enkel.❤️
Macht sie denn auf dich einen unglücklichen Eindruck, was ihre Figur betrifft?
Meine jüngste Enkelin jetzt 15 wurde immer als Moppel von vielen gesehen und auch so bezeichnet. Oft holte ich sie schon aus dem Kindergarten mit vielen Fragen ihrerseits ab, was ihre Figur betraf. Sie isst auch gern und trotzdem die Eltern auf die Ernährung achteten, versteckt ohne sie viel zu gängeln, blieb es figurmäßig lange so.
In Klasse 1-2 wollte sie aussehen wie ihre Schwester und ihren Bauch nicht mehr zeigen. Bis wir sie in einem Sportverein anmeldeten. Freiwillig wurden es zwei Sportvereine.
Die Freude am Sport, mit zweimal die Woche Training und ihr neues Selbstbewusstsein veränderte alles zum Positiven. Dann schoss sie noch in die Höhe und "Moppel" ist Vergangenheit. Am Sonnabend feiert sie als Jugendliche lebensfroh ihre Jugendweihe.
Sie achtet jetzt selbständig bewusster auf ihre Ernährung, aber ohne sich zu geißeln. Wir gaben ihr immer das Gefühl, dass sie gut so ist wie sie ist, ein schönes Mädchen, was sie auch immer war und ist.

Herzliche Grüße von Wildaster - von Omi zu Omi-😍
 
Danke für die Antworten :) !
@Mara: sie hat einen kleineren Bruder, und ich denke, sie ist schon manchmal eifersüchtig auf ihn, wie so oft das ältere Geschwister auf das jüngere, zumal er wirklich ein Sonnenschein ist. Sie hat 4 „best friends“ und ist sozail gut eingebunden, macht Sport, allerdings nicht anhaltend. Aber sie bewegt sich durchaus viel: mit dem Fahrrad zur Schule, fast täglich Schwimmen ...

Es gibt viele Einladungen zu Geburtstagen etc. Und da gibt es zu viele Süssigkeiten, auf die sie sich dann stürzt. Auch zu Hause gibt es meiner Meinung nach zu viele Süssigkeiten und zu viel Aufmerksamkeit zum Thema „Essen“.
Aber ich bin weit weg und kann das nicht wirklich beurteilen.

Ich hoffe auf die Begeisterung auf einen Sport und die Freude daran. Einen Verein in diesem Sinne gibt es dort nicht; evtl. Tennis. Das muß ich mal fragen. So wie Wildaster das schreibt, ist das sicher eine gute Sache !

Danke!
Oregano
 
Könnt Ihr hier über eigene Erfahrungen und vor allem Erfolge zu diesem Thema etwas sagen?

Übergewicht, resp. essen ohne Hunger, zeigen schon vorallem Konflikte in der Familie an, es ist nicht einfach nur ein Problem der Enkelin, sondern eines der ganzen Familie.

Das essen kompensiert etwas, was fehlt, man stopft sich voll auf körperlicher Ebene, anstatt von....?

Da du, als Grossmutter, den besten Überblick über die Familiendynamik hast, deine Grosseltern, Eltern, Kinder und jetzt die Enkel, kannst du am besten sehen was sich z.B. entweder wiederholt in den Generationen, oder was verdrängt und nie
ausgesprochen wurde, welche Konflikte seit Generationen in der Familie sind.

Enkel tragen unbewusst, ganz oft die Last der Vorfahren, bringen sie ans Licht und wer sich dabei z.B. betroffen fühlt, der kann am meisten verstehen was das Problem sein könnte, denn es ist ein altes Problem in der ganzen Familie, nichts neues der Enkelin,...aber durch sie blüht es wieder auf, es will gesehen werden.

Am Übergewicht etwas verändern zu wollen, ist so sinnlos, wie bei Krankheit nur das Symptom mit Medikamenten zu behandeln, meistens muss man wissen was der Grund der Krankheit ist und der ist meist seelischen Ursprungs, der Körper zeigt nur die Symptome und ein auffälliges Kind, zeigt immer die Symptome der Familiendynamik.

Ich erinnere dich an das Video "vererbte Narben"..hier im Forum mehrfach aufgetaucht, es lohnt sich dies in Ruhe anzuhören, oder das Transcript zu kopieren oder auszudrucken und zu lesen, es hilft vieles besser zu verstehen, aber es gibt auch Lösungsmöglichkeiten.

Das Video ist älter, aber es gibt inzwischen sehr viele davon mit dem Thema.

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Hallo auf der Suche,

ich stimme Dir voll zu und versuche gerade, den Eltern der Enkelin nahe zu bringen, daß sie sich nicht wirklich darum drücken können, an die eigenen Themen heran zu gehen. Im Prinzip ist bei systemischer Familienarbeit ja nicht nur eine Generation beteiligt, und ein Teil davon lebt nicht mehr.
Ich bin gespannt, ob meine Bemühungen, dieses Wissen dort rüber zu bringen - und das auch noch auf Englisch - ankommen.
Immerhin scheinen sie sich mit Virginia Satir zu beschäftigen ,und das ist ja ein guter Anfang.


Grüsse,
Oregano
 
Ich habe grade gestern eine Ausgabe von A.Vogels Gesundheitsnachrichten zu diesem Thema gelesen - ist von 2021:


Man kann rechts oben das E-Paper downloaden.

"Schlappe Jugend?". Grade hier in der Schweiz bewegen sich Kinder und Jugendliche deutlich weniger, als im europäischen Durchschnitt.

Folgen von Uebergewicht sind ja bekannt - Diabetes, Fettleber, hoher Blutdruck, Krebs (u.a.mehr?)

Da steht u.a., dass in D etwa 15 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 17 Jahren als übergewichtig gelten. Knapp sechs Prozent (das sind immerhin 800'000 Kinder) sind sogar adipös.

In CH ähnlich: 17 % fettleibig - vier % adipös.

Natürlich spielt auch die Burger - Pommes Frites - Pizza - und dann noch mit Süssgetränken - Ernährung eine sehr starke Rolle.
Und grundsätzlich ist die Ueberfütterung der Gesellschaft - das ständige Ueberangebot an Essen überall - eine grosse Verführung. Es wird dann einfach von morgens bis nachts gefuttert.

Intervallfasten sei ja super. Ob das junge Menschen schaffen, wenn es ja schon ältere, diszipliniertere oft nicht hinkriegen?

Es braucht halt wohl alles schon disziplin...

Und ja: Die fehlende Liebe wird kompensiert durch futtern...
..und einmal dick, werden sie oft noch gemobbt - noch mehr Frust.
 
"...Was aber, wenn das Kind alles außer Pommes ablehnt oder bei Brokkoli einen Schreikrampf bekommt?...
Quelle: https://www.aok.de/pk/magazin/ernae...rnaehrung-fuer-kinder-verbote-bringen-nichts/

🤣...scheint gar nicht mal so selten zu sein, was man so hört.

Gut, ungesundes Essen ist oft verlockend - auf dem Buffet bleiben - nicht nur bei Kindern - der Fruchsalat liegen, während beim Pudding reichlich draufgeladen wird.. das ist ein "gesellschaftliches/ menschliches Phänomen".
Es schmeckt halt so gut!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
... Ich habe den Eindruck, daß die Eltern sich durchaus bemühen aber erstens überfordert sind und zweitens inzwischen keine rechte Lust mehr haben, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Das verstehe ich ja, aber das löst das Problem in keinster Weise...

Meine Nichte war als kleines Kind (Vorschulalter) zwar nicht dick, hatte aber ein bisschen "Baby-Speck". Im Grunde nichts Besorgniserregendes, doch (vor allem) ihre Mutter war da sehr dahinter, dass sie nur ja nicht (tatsächlich) dick wird. "Natürlich" gab es auch Beziehungsprobleme der Eltern, die Kinder immer irgendwie mitbekommen und sich zu Herzen nehmen.

Das und die dann in der Pubertät bei ihr an Einfluss mehr werdenden (alten und) neuen Medien in Verbindung mit der Dynamik in ihren sozialen Gruppen (Schulfreundinnen etc pp) ließen sie jedoch magersüchtig werden. Es half dann nur noch in quasi letzter Sekunde ein Aufenthalt in einer hierfür speziellen psychiatrischen Klinik mit Essstörungsschwerpunkt.

Sie hat es gottseidank überstanden und wurde - langsam, aber doch - ein aufgeschlossenes, selbstbewusstes Mädchen resp junge Frau. Ich wünsche, Deiner Enkelin gelingt das - ev mit prof Hilfe - ebenso! Alles Gute und Liebe! 💞
 
Daß aus zu viel essen evtl. auch eine Magersucht entstehen kann, ist richtig und dann mindestens genau so gefährlich wie zu viel essen.
Danke für den Hinweis. Schön, daß das Mädchen dann doch auf einen guten Weg geraten ist !

Grüsse,
Oregano
 
Hallo Oregano,
ich finde es gut, dass du versuchst die Augen für das Thema zu öffnen.

Ich wähle mal den ganz pragmatischen (nicht psychologischen) Ansatz: der Körper schreit nach Essen, wenn was fehlt und kann auf unnatürliche Nahrung nicht gut reagieren.

Also wäre da mein erster Fokus: kommt genug Eiweiß rein? (Wachstum, Baustoff von Kopf bis Fuß. Mangelsymptome sind zB öfter Infekte, Kieferfehlstellung usw.)

Fett ist auch sättigend. (ist Haushalt fettarm? Und dafür zuckerreich?).

In dem Alter würde ich mit dem Kind eher generell übers Essen reden (zB was artgerechte Nahrung für Tiere ist. Beispiele können Hunde oder Katzen sein, die dick werden, Zähne verlieren etc., wenn sie falsch ernährt werden. Im Zoo kann man auch gut erkären, warum die Tiere nicht mit "Menschennahrung" gefüttert werden).
Dann überleiten, was wir Menschen brauchen - wo Eiweiß drinnen ist, wie der Körper es braucht, damit das Skelett gebildet werden kann, die Zähne usw. (in der Schule haben sie ja auch schon Sachunterricht).
Das müsste auch insofern gut funktionieren, dass sie dann auch selbst ein wenig drauf achtet, dass sie jeden Tag genug Eiweiß hat. (da bleibt dann automatisch weniger Platz für Schrott).

(Für die Eltern: drüber nachdenken, dass sie mit übergewichtigem Haustier schnell als schlechte Tierhalter dastehen würden, denen die Abnahme vom Tier drohen könnte. Nur mal als Augenöffner. Leber- und Herzverfettung in dem Alter ist nicht harmlos.).


Süßkram eher unaufällig "ausschleichen". In dem Alter gehen die Kids ja noch nicht alleine einkaufen.
Also kann man es gut eher unaufällig machen. Generell schauen, dass keine Vorräte da sind. Keine Säfte (allein schon wegen der Zähne).
zB sagen, dass man leider vergessen hat die Schoki zu kaufen. Oder es gab die Lieblingssorte nicht.

Durststiller ist immer Wasser. Wenn das am Anfang nicht geht, dann immer mehr verdünnen, auf zuckerfreie Säfte umsteigen für den Start.

Bei Geburtstagsfesten etc. ist es dann ok, wenn sie Süßkram futtern. (so haben wir das mit Kindi gemacht - sehr selten was gekauft. Im Supermarkt auch mitreden lassen, so in Richtung: "du darfst dir 1 süße Sache bei der Kassa aussuchen". (bei der Kassa gibt es ja nur die kleinen Packungen).
So konnten wir Zuckerkonsum über lange Strecken auf niedrigem Niveau halten.

Mein Sohn hatte aber auch "Staubsaugerphasen" in denen er viel zu viel von dem Kram reingefuttert hat- speziell um div. Feiertage rum (Weihnachten, Ostern etc.). Bzw. 2 Monate im Jahr mit sehr vielen Geburtstagen (da auch jeweils Süßkram in der Schule, dann bei den Festen).
Da hat er am Bauch richtig welliges Fettgewebe (je nach Lichteinfall sichtbar) bekommen. Auf somatische Intelligenz kann man da nicht hoffen. Süßes ist in der Natur kaum vorhanden. Daher gibt es kein "Stop" vom Körper, sondern eher ein "nimm was du kriegen kannst" (schnelle Energie) als Überlebensmechanismus.

Wichtig, dass die Kleine nicht das Gefühl hat hungern zu müssen. Also immer Alternativen anbieten (zB auch Deftiges - Eiermuffins mit Speck im Kühlschrank als Reserve aufbewahren - sättigt langfristig). Obst ist auch eher kontraproduktiv (rasch wieder Hungergefühl).

Wenn Pudding und Co --> Keto Variante (gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt - Proteinpuddings. Die mit Mascarpone oder Schlagsahen auffetten - dadurch lange Sättigung). Und das ist dann ihr "Süßkram". (oder selbst backen - Birkenzucker und Mandelmehl verwenden usw.)
Also nicht auf Zwang "Magen füllen" (mit Gemüse und Co.), sondern Baustoffe liefern und super leckeres Essen (das die Baustoffe enthält).

Aktuell hat ihr Körper vermutlich verlernt Ketone zu bilden und zu verwerten, einfach weil sie so viele KH isst. Man merkt es daran, dass Kinder die noch einen flexiblen Stoffwechsel haben stundenlang aufs Essen vergessen können. Jene, die voll im KH Stoffwechsel drinnen sind, futtern von Früh bis Spät oder werden unleidlich wenn die Essenspause zu lang ist (und Laune bessert sich sofort, wenn sie was zum Essen bekommen).

Somit wäre aus meiner Sicht am Anfang gut sie einfach immer essen zu lassen - allerdings das "Richtige" (im Sinne von: wenn du Hunger hast, dann kannst du eine Eierspeis haben oder Fischssäbchen, Chickennuggets...) - also Schwerpunkt auf Eiweiß (und Fett). Pommes weglassen oder Portion immer kleiner werden lassen, dafür mehr vom Fleisch ("oh, wir haben keine mehr").

Auch Nudeln, Reis --> Portionen verkleiner (dafür mehr Fleisch/Eiweiß).

Auf dem Weg wird ihr Körper lernen auch wieder auf Ketone umzuschalten. (und ja, in der Zeit in der der Zuckerspeicher geleert wird, kann das zu schlechter Laune führen - aber dann eben auf andere (zuckerfreie) Speisen - umsteigen).
Die Umstellung - gesunder Stoffwechsel, der zwischen Ketonen und KH hin und her schaltet - geht bei den Kids zum Glück noch recht schnell.

Während mein Sohn streng Carnivore war, hatte er einen Freund für 10 Tage auf Besuch. Der Freund ist enorm in die Breite gewachsen. Hatte säckeweise Gummibärli, Schoki und sonstigen Schrott mit. Die ersten Tage hat er bei uns kaum was gegessen und sich nur von seinen Snacks ernährt. Ich hatte mit seinem Vater abgesprochen, dass ich ihm keinen Süßkram kaufen werde (Obst etc. gab es für ihn, auch süße Ketosnacks - eben zB Proteinpuddings).
Seine Mutter war dem Thema Übergewicht auch recht hilflos gegenüber und hat in ihrer Hilflosigkeit auch das große Fresspaket mitgegeben.
Sobald sein Vorrat leer war, gab es 2 Tage ein wenig Unruhe (immer wieder Suche und Nachfrage nach Süßkram. Wir hatten es leicht, da ich ihm erklärt habe, dass es das bei uns einfach nicht gibt. Anderer Haushalt - ist halt so).
Gegen Ende des Aufenthalts hat er kaum mehr an Essen gedacht (also von "dauernd grasen", hin zu "im Flow". Die Jungs waren viel unterwegs (Rad, schwimmen...). Anfänglich wollte er kaum was unternehmen (nur TV/Spiele). Und die paar Tage haben gereicht, dass er deutlich abgenommen hat (das Aufgedunsene war schnell weg).
Auch Lust auf Steaks ist schnell erwacht (davor nur panierte Sachen).
(sein Papa war begeistert, die Mama auch - aktuell hab ich keinen Stand. Fürchte aber, dass er in alten Mustern drinnen ist und vA ist er nun alt genug um selbst einzukaufen...)


Also ja - Umstellung geht recht schnell und das Gewicht purzelt dann automatisch bzw. wird vermutlich ein Wachstumsschub ausgelöst, und damit ändert sich er Körper enorm schnell). Und eben nicht "hungern" lassen, sondern deftige Speiseauswahl lassen, damit der Körper checkt, dass er gefüttert wird mit Sachen die er braucht.
Sobald die Umstellung da ist (Stoffwechsel flexibel ist), kann man dann noch feiner drehen (zB Essenfenster verkleinern - kein Mensch braucht Frühstück/Mittag/Abendessen. Wäre in der Natur auch nicht so. Mein Kind isst entweder Früh+Mittag oder Mittag + Abend. Nicht weil ich das so vorgebe, sondern weil das automatisch so stattfindet. Auch wenn er "Mischkost" isst. Die Pausen sind wichtig, damit der Verdauungstrakt sich erholen kann).

In Kindis Schule sind einige stark übergewichtige Kinder. In der Volksschule ging es noch. Aber mit dem Eintreten der Pubertät wird es immer mehr Thema. Auch so Dinge wie Turnunterricht - Kinder, die kaum laufen können. Oder beim Skifahren fast nur am Rand sitzen konnten, weil ihnen einfach die Energie aufgrund der Körperfülle gefehlt hat. Unschön.

(Mein Sohn holt sich Sushi aus dem Supermarkt oder was an der Fleischtheke, wenn er lange Tage hat. Er ist zum Glück nicht mehr in das "Süßkramfuttern" zurückgefallen. "Damals" hätte und hat er jeden einzelnen Cent in Süßkram investiert. Bei Projekttagen haben die Kids - ich glaub das war so mit ca. 9 Jahren - sofort ihr Taschengeld in Sükram umgewandelt)

Mir ist klar, dass dir vieles vom obigen bekannt ist - denke mir nur als Auswahl für deine Familie (eventuell ist da was dabei, womit sie in Resonanz gehen können). Und vA ist sie jetzt noch jung genug, um da gesund rauszukommen, ohne dass es Spuren hinterlässt.

Alles Gute deiner Enkelin

lg togi
 
Ich bin gespannt, ob meine Bemühungen, dieses Wissen dort rüber zu bringen - und das auch noch auf Englisch - ankommen.
Immerhin scheinen sie sich mit Virginia Satir zu beschäftigen ,und das ist ja ein guter Anfang.

Wie wärs, wenn du erstmal mit deinem Kind redest, dann musst du nicht englisch sprechen und das Vertrauen ist viel näher @Oregano .

Vielleicht ist es ganz einfach und wächst sich in der Pubertät aus, das wäre wünschenswert, alles Gute und berichte doch bitte wie es sich entwickelt.

Schöne Grüße
Mara
 
Ich war als Kind übergewichtig, so zwischen 9 und 14 Jahren. Dann wurde ich normalgewichtig und blieb es lange Zeit, bis ich gesundheitliche Probleme bekam. 1980 nach Krebs und Bestrahlung nahm ich bis über 100 kg zu (Schilddrüse) und kämpfte mich in mehreren Etappen zu einem niedrigen Normalgewicht herunter. Die letzten 10 kg ohne absichtliche Einschränkung, einfach so, ich habe kaum Hunger. Es kann sein, dass die Enkelin in der Pubertät abnimmt. Es sollte aber nicht zur Magersucht ausarten.
 
Wie wärs, wenn du erstmal mit deinem Kind redest, dann musst du nicht englisch sprechen und das Vertrauen ist viel näher @Oregano .
Ich rede ja mit meinem Sohn auf Deutsch. Nur: die Muttter spielt da eine wichtige Rolle, und letzten Endes kann ich nur Anregungen geben.

I hope everything will be fine !

Grüsse,
Oregano
 
Hallo auf der Suche,
Ich bin gespannt, ob meine Bemühungen, dieses Wissen dort rüber zu bringen -
Immerhin scheinen sie sich mit Virginia Satir zu beschäftigen ,und das ist ja ein guter Anfang.


Toller Link, wusste gar nicht, dass diese Sicht schon so alt ist, ich dachte dass Hellinger irgendwie ein Gründer war, aber egal und doch noch etwas zum lesen, was das Mutterding mit einbezieht, da Übergewicht meist ein Mutter-Thema versteckt.

„Was man erkämpft, bleibt nicht, was man bekämpft,
wird man nicht los“.

Bert Hellinger


oft kommt es vor, dass ein Kind nicht den richtigen Platz in der Familie einnimmt, weil auch die Eltern ihren Platz verlieren, wenn sich z.B. ein Kind zu gross macht, solche Kinder sind unglücklich und können das kompensieren mit viel essen, oder Süssigkeiten, da das ganze unbewusst abläuft, kann eine Aufstellung es aufzeigen..

Es besteht allerdings auch die Möglichkeit eines Traumas des Kindes...schwere Geburt, sexueller Übergriff, Mobbing in der Schule, Angst vor... und vieles mehr...?!
 
Zuletzt bearbeitet:
„Was man erkämpft, bleibt nicht, was man bekämpft,
wird man nicht los“.

Bert Hellinger
Ich versuche, diesen Satz zu verstehen, aber ich verstehe ihn nicht. Ich bitte um Erklärung :).

Bedeutet das evtl.: solange ich etwas bekämpfe, also auch in Gedanken immer wieder präsent habe, kann ich es nicht wirklich loswerden?
Ich bin sowieso kein Hellinger-Fan; insofern möchte ich mich auch nicht weiter mit ihm beschäftigen ...
(https://www.nellesinstitut.de/blog/anmerkungen-zu-den-ordnungen-der-liebe/)

Da halte ich doch mehr von z.B. Alpha-Synapsen-Programmierung und ähnlichen Methoden.

Da ich weit weg von meiner Enkelin und ihrer Familie bin, versuche ich es mit Fernbehandlungen über verschiedene Methoden, u.a. Hypnose. Es wird sich zeigen, ob das ankommt, bzw. ob sich etwas zum Guten verändert.

Ich habe sowieso angekündigt, daß ich jetzt 14 Tage lang alles sagen werde, was ich so über Übergewicht und Möglichkeiten, es nach unten zu verändern, dann aber aufhöre. Die Hälfe ist schon um .

Grüsse,
Oregano
 
Ich versuche, mich in ein kleines Mädchen hinein zu denken, dem man vermutlich alles verbietet, was beim essen Spass macht. Das ist Stress pur.
Ich bin ein altes Mädchen und bin grad in die Intervall Ernährung hineingeschlittert - eher unbewusst, zufällig.
Chips waren für mich jahrzehntelang einfach tabu! Eine fette Sünde - geht gar nicht.
Und dann wurde mir empfohlen, mehr rohes Gemüse zu essen.
Und ich sah im Supermarkt Chips - der Teufel hat mich geritten und ich hab sie gekauft.
Am Abend - 18 Uhr - gabs Chips mit roher Gurke. Ordendlich am Tisch sitzend - es war mein Abendessen.
Ich war erstaunlich schnell satt. Etwa 50g Chips mit etwa einem Drittel Gurke. Ich bin erwachsen und eigentlich eine gute Esserin.
Die Chips sind offenbar, zusammen mit der Gurke aufgequollen, haben den Magen gefüllt. - Ich hab erstaunlich gut geschlafen und war satt bis nächsten Vormittag. Gegen 11 Uhr hab ich dann zu Mittag gegessen.

Weshalb ich das alles erzähle - ich könnte mir vorstellen, daß man ein Kind mit Chips locken könnte. Dazu Gemüsesticks. Das kann man knabbern, es macht satt und ein Frühstücksmuffel geht nicht gleich zugrunde.
Daß ich so in 100g Schritten abnehme, ist meine ganz persönliche Erfahrung.

Übrigens - seit ich mich kohlenhydratbetont ernähre, habe ich kaum noch Bedürfnis nach Süßigkeiten. Blattsalat und Eiweiss fordern mich geradezu zum naschen auf!!!

Vielleicht könnte die Enttabuisierung von vermeintlichen Dickmachern helfen, dem Kind den Spass am essen wieder zu geben und wirklich ungesunde Dinge einzudämmen. Viel Erfolg!
 
Hallo 6imo5,

ich finde Deine Schilderung wirklich interessant, und es freut mich für Dich, daß Du mit dem Intervallfasten Erfolg hast.
Bei einem Schulkind (sie kommt nachmittags ca. 16.15 Uhr nach Hause und ißt ihr Mittagessen in der Schule) ist das schwieriger und vielleicht nicht so passend.

Grüsse,
Oregano
 

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