Seit 4 Monaten Unterbauchschmerzen

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10.08.15
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Guten Tag!

Also ich leide seit ca. 4 Monaten an Unterbauchschmerzen. Es begann mit Durchfall nachdem ich Faschiertes Fleisch gegessen habe. Ich war schon öfters im Labor und habe Stuhl und Urin abgegeben, desweiteren auch paar Mal Blut abnehmen lassen. Ich war auch schon bei meiner Gynäkologin und diese hat auch nichts gefunden. Eine Darmspiegelung habe ich auch vor kurzem machen lassen und da wurde auch nichts gefunden und ich wurde mit claversal tabletten nachhause geschickt.

In den ersten zwei Monaten hatte ich auch ständig eine starke Gasbildung neben den Bauchschmerzen. Manchmal sind die Schmerzen direkt nach dem aufwachen da und manchmal nach dem essen und dauern fast den ganzen Tag. Ich war schon fast überall und es wurde noch immer nichts gefunden. Ich besuche zurzeit den Aufbaulehrgang, jedoch konnte ich jetzt zwei Monate lang nicht in die Schule gehen. Neben den Bauchschmerzen fühle ich mich auch meistens sehr müde. Fieber oder so habe ich nicht aber manchmal glüht meine Haut und wenn ich dann meinen Fieber messe ist es ganz normal. Mein Stuhl war die ersten zwei Monate weich und dann wieder mal hart, also es wechselt sich ab. Ausserdem habe ich einen gelblichen Schleim nach dem Stuhlgang.

Ich hoffe, dass ich euch halbwegs alles mitgeteilt habe und freue mich auf eure Tipps!
 
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17.07.10
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Hallo Yaki,

so ergeht es inzwischen vielen Patienten. Die Ärzte finden nichts, sind damit völlig überfordert.
Prof. Bankhofer schrieb, dass Gluten die Ursache ist. Gluten ist in vielen Lebensmitteln enthalten und schlecht zu umgehen. Ich kann z. B. das Brot nicht mehr vertragen - bekomme sofort starke Blähungen.

LG Rawotina
 

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04.02.08
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Hallo Yaki,

hast Du es schon einmal mit einer Auslaßdiät versucht?

VG
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10.08.15
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Hallo,
vielen Dank für die Antwort. Bei mir waren die Blähungen nach 2 Monaten nicht mehr da, jedoch hat sich meine Stuhlgewohnheit verändert und die Bauchschmerzen sind noch immer vorhanden. Bekommen Sie neben den Blähungen auch Unterbauchschmerzen?

LG
 
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Hallo,
vielen Dank für die Antwort! Ja, aber nur für paar Tage und es wurde nicht besser.
LG
 
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17.07.10
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Klick mal oben in der Spalte Wiki an. Dort findest Du alle Krankheitsbilder.
 
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10.01.04
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Hallo Yaki,

ist bei Dir gezielt nach Salmonellen gesucht worden?:

Was ist eine Salmonelleninfektion? | TK
Salmonellen, Salmonellose - Onmeda.de
Salmonellen

Wie ernährst Du Dich denn jetzt, Yaki? Ißt Du Milchprodukte?
Es wäre ja möglich, daß durch die Infektion durch das Hackfleisch Deine Verdauung durcheinander geraten ist und jetzt Unverträglichkeiten auftreten, die vorher nicht da waren. Das heraus zu finden, wäre wichtig.
Und zusätzlich eben eine Ernährung, die gut verträglich ist, z.B. gedünstetes Gemüse, Reis, helles Fleisch (nicht viel), keine Wurst, und wie gesagt: mit Milchprodukten wäre ich für eine Weile sehr zurückhaltend.

Koriander könnte helfen:
... Koriander ist ein potentes Antibiotikum. In Labortests tötete Koriander Salmonellen und war darin effektiver als Gentamicin. Das ist das Ergebnis einer US-amerikanischen-mexikanischen Studie, wie die American Chemical Society mitteilt.

Das Forscherteam um Dr. Isao Kubo von der University of California in Berkeley isolierte die Wirksubstanz: Dodecenal, das in den Koriander-Körnern und in den Blättern, auch Cilantro genannt, enthalten ist.
...
Koriander tötet Salmonellen

Grüsse,
Oregano
 
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04.05.14
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Würde ein Fructose oder Laktosetest bei dir schon gemacht?
Viele Grüße
Nicole
 
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05.08.15
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Ich würde dir eine genaue Blutuntersuchung beim Arzt und dann eine Auslassdiät empfehlen. So kannst du schnell und relativ einfach herausfinden, ob es vielleicht "nur" eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist
 
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10.08.15
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Hallo,
vielen Dank für die Antwort! Ja, am Anfang vermutete meine Ärztin ebenfalls eine Salmonellen-Infektion, jedoch war es keine. Morgens esse ich Brotaufstrich usw. und ansonsten am Nachmittag und am Abend eher Suppen. Milchprodukte esse ich nur paar Mal im Monat, also nicht viel.
LG
 
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10.08.15
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Hallo,
ich habe schon öfters mein Blut abnehmen lassen, aber außer einer Anämie wurde nichts festgestellt. Wahrscheinlich mache ich demnächst die Auslassdiät.
LG
 
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02.01.05
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Hallo Yaki,

ich rate nochmals zum Frauenarzt und auch zu einem Urologen zu gehen.
Hatte die Frauenärztin denn auch Ultraschall gemacht?
Und wenn ja, hat sie ein neueres Gerät?
Bei den Ultraschallgeräten gibt es große Unterschiede, wie ich selbst jetzt bei mir erneut feststelle. Vielleicht sieht ein 2. Frauenarzt dann doch mehr, wenn sein Gerät besser ist?

Zum Urologen würde ich gehen, weil im Unterbauch auch die Blase sitzt und die evtl. auch mal Probleme machen könnte.

Aber im Unterbauch liegt auch der Dünndarm, so dass man ggf. auch den Dünndarm untersuchen sollte, wenn sich die Beschwerden anderweitig nicht klären.
Es gibt die sog. Kapselendoskopie. Da schluckt man eine Kapsel mit einer Kamera und damit wird dann der Dünndarm untersucht. Probenentnahmen sind dabei natürlich nicht möglich.
Gründlicher ist die Single- oder die Doppel-Ballon-Enteroskopie (=Spiegelungen des Dünndarms), aber auch sehr belastend und evtl. auch mal gefährlich, weil es dabei selten mal zu Verletzungen des Darms kommen kann.

Die Kapselendoskopie wird evtl. in Krankenhäusern auch ohne Mehrkosten für den Patienten gemacht. Man sollte sich vorher erkundigen. Denn ambulant ist sie für gesetzlich Versicherte nicht kostenfrei.

Evtl. wäre vielleicht noch das Aufsuchen des Proktologen (Arzt für Enddarmerkrankungen) sinnvoll.


Wenn Du Auffälligkeiten beim Stuhl parallel zu den Schmerzen hast, spricht das natürlich sehr für den Darm als Ursache.
Störungen im Darm sind ein sehr weites Feld.
Oben sind schon einige Vorschläge dazu gemacht worden.
Du solltest einen guten Arzt haben, der systematisch den Darm untersucht mit Stuhl- und auch Blutuntersuchungen.
Manche Keime kann man durch Antikörperuntersuchungen im Blut feststellen:
Salmonellen, Yersinien, Lamblien als Beispiel
Aber sie können auch, aber nur wenn sie sehr zahlreich sind, im Stuhl nachgewiesen werden. Dabei können auch Spezialuntersuchungen nötig sein, so dass evtl. sogar ein Tropenmediziner eingeschaltet werden sollte.
Tropenmediziner (tätig an Tropeninstituten von Unikliniken) kennen sich mit einigen Parasiten besonders gut aus, z. B. mit Lamblien.
Warst Du vielleicht, bevor die Schmerzen begangen, im Ausland?
Das wäre dann vielleicht eine weitere "Spur".

Ich hoffe, Du kommst bald auf die Ursachen dieser Beschwerden.

lg
margie
 
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12.08.15
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Hallo Yaki, ich habe eine Frage zu den Unterbauchschmerzen: Wo sind die genau lokalisiert. Wenn es z.B. im rechten Unterbauch ist ( Blinddarmbereich ), kann es sich auch um eine Pseudoappendizitis handeln, wie sie durch Yersinia Enterocolitica ausgelöst werden kann. Infektionskeime sind dann im Stuhl meistens nur sehr früh am Anfang der Infektion nachweisbar. Danach weisen nur noch erhöhte Titer bei serologischen Untersuchungen auf eine gerade durchgemaschte oder noch aktive Yersiniose hin. Ich hatte jahrelang Spaß mit so einer Yersiniose und der dazu gehörenden Pseudoappendizitis.

LG Haschu
 
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10.08.15
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Hallo,
vielen Dank für die ganzen Tipps! Es war mein erster Frauenarzt besuch und ich habe einen vaginalen Ultraschall machen lassen. Das Ultraschallgerät sah ziemlich neu aus :D. Nur habe ich die Ordination danach nicht mit einem guten Gefühl verlassen, da ich nachgefragt habe ob ich eine Eierstockentzündung haben könnte, und sie meinte dass das ohne GV nicht möglich sei, obwohl ich im Internet was anderes gelesen habe :confused:.
Aber sie hat sich auch meinen Urin angeschaut und da war auch nicht etwas auffälliges.

Als die Beschwerden erstmals anfingen ging ich zu meiner Hausärztin und dann stellte sie zuerst eine Harnwegsinfektion fest und dachte dass die Bauchschmerzen dadurch entstehen. Nachdem ich aber Antibiotiker einnahm und die Infektion dann wieder weg war hat sich nichts gebessert.

Nein, im Ausland war ich auch nicht.
LG
 
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10.08.15
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Hallo,
vielen Dank für die Antwort! Ich kann die Schmerzen leider nicht genau lokalisieren. Manchmal spüre ich sie im ganzen Unterbauch und manchmal nur rechts und links.
Ich habe am Anfang meinen Stuhl auf Yersinien untersuchen lassen und es war negativ. Welche Symptome traten bei Ihnen den auf?
LG
 
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12.08.15
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Hallo,
bei mir hatte ich einige Wochen nach einer Lebensmittelvergiftung - mit allen unerfreulichen, aber nicht zu schwerwiegenden, Erscheinungen - zum ersten Mal die Symptome der Pseudoappendizitis. Das fühlte sich so an wie eine leichte Blinddarmreizung manchmal auch stechende Schmerzen im rechten Unterbauch. Da ich aber schon eine Blinddarmoperation im Alter von knapp vier Jahren gehabt hatte, konnte es das natürlich nicht mehr sein.
Ein Fehler in der Anamnese (Aufzeichnung der erfragten Vorgeschichte) hatte sich außerdem durch meine Krankengeschichte gezogen: man hatte dort aufgezeichnet, dass ich diese Symptome kurze Zeit nach der OP zum ersten Mal bekommen hatte. Dies wurde immer wieder von Krankenbericht zu Bericht kopiert (Pfusch!) Entsprechend hat man die Symptome immer als Spätfolge der OP dargestellt und sich nicht mehr dafür interessiert! Dass zwischen OP und Pseudoappendizitis 16 oder 17 beschwerdefreie Jahre lagen war verloren gegangen! Der Versuch des Nachweise der Yersinien im Stuhl ist bei mir fehlgeschlagen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es deswegen keine aktive Infektion mit Yersinien gibt. Die Yersinien können in die Lymphfolikel der Peyer-Patches eindringen und sind dann im Stuhl nach kurzer Zeit nicht mehr nachweisbar. Serologisch wurde die Yersiniose immer wieder als gerade abgelaufen oder persistierend diagnostiziert - und dass über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren!
Später bekam ich dann auch noch die Diagnose gesicherte MS.

Die Pseudoappendizitis ist häufiger eine Komplikation im Zusammenhang mit bakteriellen Infektionen wie z.B. mit Yersinien.
Ich beschäftige mich zur Zeit intensiv mit der Fragestellung, ob diese Yersinien z.B. das Krankheitsbild einer MS abbilden könnten. Das könnte möglich sein, wenn die Yersinien als Persister in einigen weniger aktiven Geweben gespeichert werden. Hier kann es dann durch äußere Einflüsse geschehen, dass diese stillen Persister wieder aktiviert werden und einen neuen Schub auslösen. Nach zwei Monaten mit Doxycyclin 200 in 1996 scheint das Problem MS jedoch wenigstens deutlich entschärft zu sein, da ich seither keine Ereignisse mehr hatte, wo ich sicher sagen könnte, dass es ein MS-Schub gewesen wäre. Bei zwei bis vier Schüben pro Jahr in der Zeit davor, ist das ein guter Trend :).
Bei den von Ihnen/Dir? vorgetragenen Symptomen gibt es natürlich noch andere Möglichkeiten, wie z.B. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Siehe hierzu: Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie - Charité - Universitätsmedizin Berlin: Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
Wenn die Konsistenz des Stuhls sich häufiger ändert und z.B. ein leichtes Stechen ungefähr mittig unterhalb des Brustkorbs können z.B. ein Hinweis auf Gallensteine sein. Da können einerseits der behinderte Gallenabfluß Schmerzen bereiten, andererseits kann das plötzliche Nachlassen der Schmerzen zeigen, dass ein Stein den Gallengang passiert hat und der Abfluss wieder funktioniert. Dann folgt wahrscheinlich kurze Zeit später harter Stuhl gefolgt von sehr weichem Stuhl. Schmerzhaft ist das auf jeden Fall. Ich kenne das aus eigener Erfahrung - besonders dann, wenn ich über längere Zeit eigentlich zu wenig getrunken habe.

LG haschu
 

Datura

in memoriam
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09.01.10
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Was bitte ist faschiertes Fleisch? Rohes Hackfleisch?

Dann könnte es sich sehr wohl um eine Lebensmittelvergiftung durch irgendwelche Keime handeln, das ist eine deutliche Spur, der man nachgehen muss. Yersinien sind eine Möglichkeit. Wenn bisher nur nach Salmonellen gesucht wurde, ist das ein Fehler.

Die Suche nach dem "richtigen" Keim verlangt detektivisches Gespür. Manche Internisten können auch Infektiologie oder eine infektiologische Aaabteilung einer Uniklinik. Darauf würde ich alle meine Kräfte konzentrieren, auch, was das eigene Wissen anbelangt.
Grüße von Datura
 
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02.01.05
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Yersinien sind eine Möglichkeit. Wenn bisher nur nach Salmonellen gesucht wurde, ist das ein Fehler.
Bei einer nicht mehr ganz akuten Infektion damit würde ich die Antikörper im Blut untersuchen lassen und nicht mehr den Stuhl. Im Blut hat man bei Yersinien sehr lange positive Antikörper (ich hatte mal lange pos. Ak).

lg
margie
 
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10.08.15
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Hallo, vielen Dank für die Antwort! Eine ziemlich heftige Krankheitsgeschichte, wünsche dir das Beste! Ich werde meine Ärztin drauf hinweisen. :)
LG
 
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