Schilddrüsenprobleme und Blutzucker

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Eine Schilddrüsenüberfunktion führt zu einem überhöhten Blutzucker. Ausgelöst durch die gesteigerte Ausschüttung von Hormonen kommt es zu einer vermehrten Zuckerabgabe der Leber, einer herabgesetzten Insulinempfindlichkeit der Körperzellen, einer vermehrten Traubenzuckeraufnahme aus dem Darm sowie einer verminderten Insulinausschüttung. Der Insulinbedarf kann bis zu 50% Prozent steigen. Eine Schilddrüsenüberfunktion und ein entgleister Zuckerstoffwechsel haben zum Teil sehr ähnliche Symptome (zum Beispiel Gewichtsverlust, Unruhe und Abgeschlagenheit). Dies führt oft zu schwerwiegenden Fehleinschätzungen der Situation.

Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann umgekehrt zu ernsthaften Unterzuckerungen führen. Denn sind zuwenig Schilddrüsenhormone vorhanden, ist die Insulinempfindlichkeit gesteigert und die Glukoseaufnahme aus dem Darm herabgesetzt. Nach Normalisierung der Schilddrüsenfunktion stabilisiert sich auch die Blutzuckerlage.
www.diabetiker-linz.at/schilddruese_schwankende_blutzuckerwerte.htm

Diabetiker sollten ihrer Schilddrüse besondere Aufmerksamkeit schenken. So haben Typ-1-Diabetiker ein erhöhtes Risiko für Unter- und Überfunktionen des hormonaktiven Organs, erklärt Professor Gerhard Hintze von der Asklepios Klinik Bad Oldesloe im Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber. Er rät allen Diabetikern, die Schilddrüsenwerte regelmäßig überprüfen zu lassen, insbesondere, wenn plötzlich Probleme mit der Blutzuckereinstellung auftauchen. So könne zum Beispiel die Leber bei einer Überfunktion der Schilddrüse vermehrt Zucker ins Blut ausschütten.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

Quelle: Diabetiker Ratgeber 1/2007
Diabetiker: Auch die Schilddrüse gefährdet

Das ist sicher ein wichtiges Thema. Deshalb sollte jeder Diabetiker seine Schilddrüse im Auge behalten und jeder Schilddrüsen-Erkrankte sollte auch Diabetes im Kopf behalten und bei neuen Problemen auf den jeweiligen Untersuchungen bestehen.

Gruss,
Uta
 
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Dazu hätte ich auch noch eine Frage.

Ich habe gelesen, dass hohe SD-Hormone eine Insulinresistenz verstärken. Also, dass die Zellen unempfindlicher gegenüber Insulin werden und mehr Insulin gebraucht wird. Das deckt sich soweit noch mit den Zitaten im obigen Beitrag. Was ich nicht verstehe ist, dass auch weniger Insulin ausgeschüttet wird? Das wäre doch erst der Fall, wenn der Diabetes richtig ausgebrochen ist und die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genug Insulin produzieren kann?
 

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