Schilddrüse, Angst- und Panikstörungen - Assoziation

Paula3

[URL="[url=http://www.biomedcentral.com/1471-244X/4/25]BMC Psychiatry | Full text | The link between thyroid autoimmunity (antithyroid peroxidase autoantibodies) with anxiety and mood disorders in the community: a field of interest for public health in the future[/url]"]BMC Psychiatry [/url]

2004

Mauro Giovanni Carta1*, et al. The link between thyroid autoimmunity (antithyroid peroxidase autoantibodies) with anxiety and mood disorders in the community: a field of interest for public health in the future

Hintergrund: Es handelt sich um die Auswertung einer Assoziation zwischen affektiven Störungen (Gemütsstörungen), Angststörungen und Autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen in der allgemeinen Bevölkerung…. Alle Teilnehmer erhielten eine vollständige Schilddrüsen-Untersuchung einschließlich körperlicher Untersuchung, Ultraschall und Bestimmung von TSH, FT4, FT3 und TPO Antikörpern.

Schlußfolgerung: Die Studie scheint darauf hinzudeuten, dass bei Personen aus der Allgemeinbevölkerung, die an Autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen leiden, ein hohes Risiko für affektive-/Gemütsstörungen (mood disorders) und Angststörungen besteht. Sowohl die psychiatrischen Störungen als auch die Autoimmunreaktion [der Schilddrüse] scheinen ihre Wurzeln in der gleichen … Abweichung im Immun- und im Hormon-System zu haben. ...

Die Studie weist auf eine Verbindung zwischen einer lebenslangen (lifetime) Diagnose einer affektiven Störung/ Gemütsstörung oder einer Angststörung und dem Nachweis von TPO-Antikörpern hin. …
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In der folgenden Arbeit geht es um das gleichzeitige Auftreten von Angststörungen bei Schilddrüsenerkrankungen und anderen organischen Erkrankungen:

Anxiety disorders linked to thyroid disease, respiratory disease, arthritis and migraine headaches
October 23, 2006

In Studien fand man heraus, dass … Angststörungen bei Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen, Krebs, Bluthochdruck sowie anderen körperlichen Erkrankungen häufiger sind als erwartet…..

Es gibt eine Verbindung zwischen Angststörungen und physischen Erkrankungen, besonders bei Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Arthritis, Allergien, Schilddrüsenerkrankungen und Migräne. Die meisten Personen, die beides hatten, eine Angststörung und eine körperliche Erkrankung, entwickelten ZUERST die Angststörung. ….
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Der folgende Artikel „Angst und Endokrine Erkrankungen" von Richard D. Hall, M.D. et al. enthält einen Absatz "Angststörungen bei Patienten mit Schilddrüsenhormon-Störungen" und einen Absatz "Panikstörung/Agoraphobie und Schilddrüsenerkrankungen".

Bemerkenswert ist, daß diese Störungen (Angst, Panikattacken, Agoraphobie) zeitlich mehr oder weniger lange VOR Manifestwerden der Schilddrüsenerkrankung auftreten, zum Teil Jahre früher.

Anxiety and Endocrine Disease
Richard C. W. Hall, M.D. et al.
Courtesy Clinical Professor of Psychiatry, University of Florida

Angststörungen bei Patienten mit Schilddrüsenhormon-Störungen
Angst und Hypothyreose


…. Das Vorkommen von Schilddrüsenerkrankungen in der Allgemeinbevölkerung war bei Frauen höher als erwartet … In der Studie wurde festgestellt, dass bei Patienten, die auch an Panikstörungen litten, die Wahrscheinlichkeit hoch ist, daß sie an einer zugrundeliegenden [körperlichen] Erkrankung leiden, die diese Angst verursacht. Dies gilt vor allem für Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen. ….

Psychiatrische Auffälligkeiten sind oft das ersten Anzeichen einer Hypothyreose. Sie treten in ca. 2 bis 12 % der gemeldeten Fälle als erstes Symptom auf, wobei am häufigsten von organischen mentalen Defiziten berichtetet wird. ….

Es wird berichtet, daß Psychosen heutzutage bei Patienten, die eine akute Schilddrüsen-Unterfunktion entwickeln [nur noch] in 1% bis 15% der Fälle vorkommen, Angststörungen dagegen kommen in 30% bis 40% der Fälle bei diesen Patienten vor…..

Schilddrüsenhormonspiegel, die sich langsam verschlechtern, zeigen eher das Bild von chronischer Angst, größerer Ermüdbarkeit und psychomotorischer Verlangsamung. …

Angst im Zusammenhang mit ausgeprägter Schilddrüsen-Unterfunktion verschwindet in der Regel innerhalb von Tagen bis Monaten nach Einleitung der Behandlung. Dabei muß der klinische Arzt jedoch bedenken, dass die Auswirkungen einer schweren Schilddrüsen-Unterfunktion auf das Zentral-Nervöse System evt. nicht vor Ablauf von zwei bis zwölf Monaten nach erfolgreicher Behandlung abklingen.

Es werden weitere Studien zitiert.


Panikstörung/Agoraphobie und Schilddrüsen-Krankheit
(Agoraphobie = Angst bis hin zur Panik an bestimmten Orten)

Matsubayashi et al. berichten über zwei Patienten mit Morbus Basedow, die zuerst, als sie noch euthyroid waren, an einer Panikstörung litten. Vier und fünf Jahre nach Beginn der Panikstörung entwickelt diese Patienten eine Schilddrüsen-Überfunktion. Unter medikamentöser Behandlung mit Schilddrüsen-Hormon-Antagonisten klangen die psychiatrischen Symptome ab. Die Autoren geben zu bedenken, daß Panikstörungen nicht nur eine Konsequenz von Morbus Basedow sein könnten, sondern daß sie dem Ausbruch von Morbus Basedow vorausgehen und daher möglicherweise zur Entstehung von M. Basedow prädisponieren. …

Orenstein et al. interviewte nacheinander 144 Psychiatriepatientinnen und stellte fest, daß diejenigen mit einer lebenslangen Geschichte von entweder einer Panikstörung oder von Agoraphobie plus Panikattacken in ihrer eigenen Krankengeschichte oder in der Krankengeschichte von Verwandten ersten Grades häufiger als andere Patienten von Schilddrüsen-Überfunktion oder Struma berichteten. …

Die Autoren weisen darauf hin, daß bei Patienten mit Panikattacken häufiger Schilddrüsen-Antikörper gefunden werden..

Ich hoffe, dass wir zeigen konnten, daß hormonelle Störungen sowohl im kognitiven als auch im Verhalten Symptome von Angst- und Panikstörungen hervorrufen können und dies tatsächlich auch tun, sogar bis hin zu zeitweise zwanghaften Verhaltensweisen.
 
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07.04.10
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Liebe Paula,

Danke Dir für's EInstellen diese Studie....

Es werden sich manche darin wiederfinden - mich eingeschlossen....

Würden diese Studie doch bitte die Ärzte auch lesen.....

:wave:paula
 

Bei Schilddrüsenproblemen kann der Baubiologe hilfreich sein

Forschungen zeigen den Einfluss von elektromagnetischer Strahlung auf hormoneller Ebene.
So werden Stresshormonspiegel erhöht und die der glücklich machenden Nervenbotenstoffe vermindert. Gleiches gilt für Testosteronwerte bei Männern. Weiter wird die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin gehemmt usw.

Solche hormonellen Störungen bleiben nicht ohne Folgewirkung im menschlichen Körper. Deshalb gilt es, sich möglichst vor hoher elektromagnetischer Strahlung zu schützen.

Der Baubiologe kann die Intensität von Elektrosmog im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen vorschlagen.
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