Sachgeschichten

Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Woher kommt der Name Europa?

Der Name Europa bezeichnet einen Teil des Kontinenten Eurasiens. Das Wort leitet sich von “erebos” ab. Das griechische Wort “erebos” bedeutet “dunkel”. Die Wortkreation schließt darauf, dass Europa gleichzeitig Abendland heißt. Unter Abendland wird ein Wort beschrieben, das einen Ort beschreibt, an welchem die Sonne untergeht. Asien heißt wortwörtlich übersetzt Morgenland. Das bedeutet, hier geht die Sonne auf. Somit steht Asien im Gegensatz zu Europa (Abendland und Morgenland).

Europa hat aber auch weitere Deutungen für seinen Namen. Gerne wird Europa auch als “Frau mit der weiten Sicht” bezeichnet. Auch hier stammt der Name aus Griechenland bzw. aus der griechischen Mythologie. In der Mythologie wird unter Europa die Königstochter von Agenor beschrieben. Diese Königstöchter wurde auf die Insel Kreta entführt, nachdem sie sich in den Gott Zeus verliebte. Zeus wollte der Königstochter helfen und verwandelte sich in einen Stier. Er schwamm auf die Insel, verwandelte sich zurück und heiratete Europa. Danach machte er sie zur König von Kreta. Sie zeugen die Kinder Sarpedon, Rhadamanthys und Minos. Agenor, Europas Vater, befahl seinen Söhnen seine Tochter zu suchen. Sie durften erst wieder zurück, wenn sie Europa gefunden hatten. Auch seine Frau sollte sie suchen. Agenor stand am Ende alleine da, da niemand Europa fand und nicht zurückkam.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Beitritt
17.07.10
Beiträge
2.811
Hallo liebe Tarajal - interessanter Beitrag.

Ein Amerikaner sagte mal zu mir: "Aha, Sie kommen aus Dunkeldeutschland."
Vielleicht hat er aber Ostdeutschland damit gemeint.

LG Rawotina
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Dunkeldeutschland, hm, könnte ich mir nur erklären wenn es im Osten weniger Straßenlaternen gegeben hätte als im Westen.

Dann wäre in den nächtlichen Satellitenaufnahmen der eine Teil Deutschlands deutlich heller gewesen als der andere... :)

Aber vielleicht kannte sich da die NSA schon besser aus als wir. :)

Freut mich liebe Rawotina, dass Dir so etwas gefällt, ich stelle hier immer mal wieder etwas interessantes rein und freue mich auch sehr wenn jemand anderes was wissenswertes zum Reinschreiben findet. ;-)

Darum gibts heute noch den Hausstaub als Zugabe:

Woraus besteht Hausstaub?

Staub ist wohl das Lästigste im Haushalt was es gibt. Nicht mal Kalk ist lästiger :)

Gemäß einer Faustregel bilden sich pro Tag und Quadratmeter 6 Milligramm Staub. Ließe man den Staubsauger ein Jahr lang im Schrank, sammelten sich in der Zeit für eine 90qm-Durchschnittswohnung knapp 200 Gramm Staub an. Das ist natürlich stark abhängig von der Anzahl der Bewohner und der Haustiere.

Die Hauptursachen von Staub sind wir Menschen und Fasern aller Art.

Wir Menschen, weil jeder Mensch ca. 1,5 Gramm Hautschuppen täglich in seine Umwelt streut. Das ist eine gewaltige Menge und macht einen gewichtigen Teil des Staubes aus, der unsere Regale bedeckt (lecker). Da wäre es besser eine Schlange zu sein, die sich alle paar Monate häutet...

Und die Fasern werden zu Staub durch Abrieb von Kleidern, Teppichen, Möbelstoffen. Diese Fasern neigen zur Klumpenbildung. Wer zu faul ist, öfter mal unter dem Bett Staub zu saugen, findet dort mit Bestimmtheit so genannte Wollmäuse - oft mit Haaren vermischt, auch davon verlieren wir täglich Dutzende.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Warum plagt uns Schluckauf?

Er kommt immer in den unpassendsten Momenten. Zucker essen, erschreckt werden oder die Luft anhalten - jeder hat sein Hausmittelchen. Doch wozu ist Schluckauf gut?

Zwerchfell und Atemmuskulatur ziehen sich für 35 Millisekunden zusammen: Der Körper tut so, als ob er einatmen würde. Doch die eingezogene Atemluft prallt auf die geschlossene Stimmritze - mit einem lauten Hicks. Eigentlich sind das die Atemübungen vor der Geburt, bei der der Embryo kein Fruchtwasser in die Lunge bekommen darf.

Die biologische Funktion von Schluckauf bei Erwachsenen ist unbekannt. Typische Schluckauf-Auslöser sind:
zu heiße oder zu kalte Speisen und Getränke,
scharfes Essen,
zuviel Alkohol,
seelischer Stress,
plötzlicher Temperaturwechsel,
ausgiebiges und heftiges Lachen (bei mir jedenfalls :).
Auch Magenüberdehnung führt zu Schluckauf, z.B. durch hastiges Essen oder eine Magenspiegelung beim Arzt.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Woher kommt die Visitenkarte?

Der Name stammt von der Verwendung (visite= lat. Visitare=besuchen --> Visitenkarte= "besuchskarte"). Beim Besuch oder anders gesagt bei einer Visite hat man seine Karte dem Hauspersonal übergeben, damit diese die Anmeldung beim Herrn oder der Dame des Hauses vernehmen konnten.

Da die Karte dem Hausherrn oder der Hausdame auf einem Tablett übergeben wurden, waren sie eben an der oberen rechten Ecke leicht abgeknickt, damit man sie auch mit Handschuhen leichter aufnehmen konnte!

Der Ursprung soll einer Legende nach im 17. Jahrhundert ein französischer Edelmann einen befreundeten Grafen besucht haben, der aber nicht zu Hause war. Kurzerhand schrieb er auf eine Spielkarte sein Anliegen - nämlich "Visite" (Besuch) und klemmte sie an die Tür. So sollen die "Besucherkarten" allmählich in Mode gekommen sein.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Trinken Fische?

Hier kann man mit einem klaren "jein" antworten, denn es ist abhängig davon, welches Wasser der Fisch bewohnt.

Salzwasserfische müssen sehr viel trinken, da sie ohne aktive Flüssigkeitszufuhr vertrocknen würden. Der Grund hierfür ist das sogenannte Osmotische Gesetz. Da die Körpersäfte der Fische sehr viel weniger Salz enthalten als das sie umgebende Meerwasser, tritt also permanent Flüssigkeit über die Haut der Fische aus. Die Salzwasserfische verlieren so ständig Flüssigkeit, die sie durch Trinken ersetzen müssen. Die großen gelösten Salzmengen, die sie dabei im Salzwasser zwangsläufig zu sich nehmen, werden über eine spezielle Drüse in der Kiemenregion und über den Harn wieder ausgeschieden.

Bei den Süßwasserfischen ist es genau umgekehrt: sie trinken nie! Bei ihnen ist die Konzentration von Salz im Körperinneren größer als im sie umgebenden Wasser. Hier wirkt das Gesetz der Osmose so, dass ständig Wasser in die Fische eindringt. Da sie auf diese Weise mit ausreichend Wasser versorgt sind und sogar sehr viel Energie darauf verwenden müssen, dieses wieder auszuscheiden.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Weshalb prickelt Champagner auf der Zunge?

Jetzt wirst du denken, dass die Antwort ja wohl einfach ist, weil im Champagner ja so richtig Kohlensäure ist und die dann eben prickelt. Stimmt aber nicht ganz. Forscher der University of California fanden heraus, dass auch Sekt oder Champagner, der von den Gasbläschen befreit wurde, in unserm Mund prickelt.
Aber trotzdem hat es was mit der Kohlensäure was zu tun, denn der Grund ist eine biochemische Reaktion. Ein Enzym auf unserer Zunge verwandelt das im Schaumwein enthaltene Kohlendioxid in Kohlensäure, und dieser Verwandlungsprozess prickelt dann.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Was kann man nicht einfrieren?

Einfrieren kann man fast alles, außer es hat zu viel Wasser wie Chinakohl, Endivie, Feldsalat, Kopfsalat, Rettich, Radieschen, Tomaten, Äpfel etc. Den Hit habe ich gelandet, als ich von meinen Eltern ausgezogen bin. Ich habe eine Gurke eingefroren und nach dem Auftauen war die ein einziger Matsch. Superekelig! :)

Nie einfrieren sollte man Blattsalat, weil er welkt. Schokolade kann beim Auftauen weißlich und muffig werden. Sülze und Gelee werden flüssig, Pfirsiche schmecken aus der Dose besser. Mayonnaise gerinnt beim Auftauen. Kartoffeln verändern ihren Geschmack, werden oft süßlich nach dem Auftauen. Da muss man auch an Eintöpfe und Aufläufe denken. Kartoffelpuffer, -brei o. Ä. gehen dagegen wiederum problemlos.

Gekochte Eier werden nach dem Auftauen zu Radiergummi! Aber da gibt es einen Trick: Erst das Ei trennen und dann Eigelb bzw. Eiweiß getrennt voneinander in einem Eiswürfelbehälter tiefkühlen. Vor allem in der Weihnachtsbäckerei sehr praktisch, wenn das übrige Eiweiß oder Eigelb nicht gebraucht wird.

Sahne, Milch und Joghurt flockt normalerweise aus. Das kann man nur dadurch vermeiden, dass man diese Speisen langsam im Kühlschrank auftaut. Mindestens einen Tag stehen lassen.

Pilzgerichte dagegen können problemlos eingefroren werden. Das mit dem "Pilze nicht einfrieren" kommt noch aus Zeiten, als die Kühlmöglichkeiten noch nicht so toll waren. Wichtig ist nur dass Pilzgerichte rasch abkühlen und nicht lang rumstehen.

Aber generell muss man natürlich immer sagen, dass frische Gerichte alle male besser sind als eingefroreren und wieder aufgetaute.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592

Warum fällt das Marmeladenbrot immer auf die beschmierte Seite?


Wem schon mal ein Marmeladenbrot aus der Hand gerutscht ist, der wird das bestätigen können: das verflixte Ding landet doch totsicher mit der beschmierten Seite nach unten auf dem Boden! Warum?
Es liegt an der Größe des Brotes und an der gängigen Höhe der Tische (und damit an der Fallhöhe). Das Brot liegt mit der Marmeladenseite nach oben auf dem Tisch. Beim Fallen dreht es sich einmal mit dieser Seite nach unten. Mehr Umdrehungen macht es bei der Größe eines Brotes auf dem Weg nach unten nicht. Wird die Höhe des Tisches verdoppelt oder die Größe des Brotes halbiert, dann schafft das Brot die ganze Drehung bis nach unten und landet dann sozusagen "richtig".
Das ist übrigens nicht nur bei Marmelade so, sondern auch bei Wurst-, Käse- und Butterstullen.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Warum gibt es in Passagiermaschinen Schwimmwesten statt Fallschirmen?

Nachdem es im Internet endlose Diskussionen gibt, was sinnvoll und unsinnig ist, zitiere ich hier nur eine Antwort von Hapag-Lloyd, die unter Fragen ohne Antwort - Fragen - Warum gibt es in Passagiermaschinen Schwimmwesten statt Fallschirmen? zu finden ist:
In unseren Flugzeugen gibt es Schwimmwesten anstatt von Fallschirmen, weil den Passagieren dadurch ein hohes Maß an Sicherheit gewährt werden kann. Die bisherigen Erfahrungen in der Fliegerei zeigten, dass es für die sichere Durchführung eines Fluges praktischer ist, Schwimmwesten anstatt Fallschirmen an Bord zu haben. Da ca. 80% aller Unfälle der Luftfahrt bei Start oder Landung geschehen, versucht man sich dahingehend einzurichten, d.h. hier sind Schwimmwesten sinnvoll, da es bekanntlich Flughäfen in der Nähe von Gewässern gibt.
Jetzt noch einige banale Gründe: Fallschirme sind platzintensiver als Schwimmwesten. In eine unserer Boeing 737-800 passen 181 Passagiere, deren Schwimmweste unter dem Sitz Platz findet. Für 181 Fallschirme wäre wahrscheinlich ein Aufbau á la B747 nötig... Außerdem ist davon auszugehen, dass Passagiere eher schwimmen gehen als sich aus dem Flugzeug zu stürzen. Aber: diese Antwort bezieht sich auf die westliche Fliegerei der heutigen Zeit, ich möchte nicht ausschließen, dass man z. B. in Passagiermaschinen Papua-Neuguineas neben Schwimmwesten auch Fallschirme findet...

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Herz-Kreislauf-Stillstand

In der europäischen Gemeinschaft werden jedes Jahr 400.000 Menschen nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand wiederbelebt, rund 80.000 sind es allein in Deutschland.

Nur 60 Prozent der wiederbelebten Patienten überleben bis zur Klinikaufnahme, nur 10-15 Prozent werden aus dem Krankenhaus entlassen.

40 Prozent der Überlebenden erlangen das Bewusstsein nicht wieder und versterben oder bleiben im sogenannten Wachkoma.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Der Name »Gründonnerstag« kommt entgegen einem verbreiteten Missverständnis nicht von der Farbe Grün sondern von »greinen«, d.h. weinen. Die Sünder, die »Greinenden«, die am Aschermittwoch aus der Gemeinschaft ausgeschlossen worden waren, wurden am Gründonnerstag aus ihrer Bußzeit entlassen und wieder in die Gemeinde aufgenommen, die nun versöhnt Tod und Auferstehung Jesu feiern konnte.

Den Karfreitag findet ihr hier:

Karfreitag

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Woher kommt der Begriff "Schlampe"?

Etymologisch geht das Wort Schlampe zurück auf den Begriff für ein loses, weites (ergo: bequemes) Gewand mit Schleppe, das von Frauen und Männern [sic!] gleichermaßen getragen wurde. Später wurde das Wort auf die Trägerin bzw. den Träger solcherart Kleidung übertragen. Erst mit der Wandlung des Frauenbildes im 16./17. Jahrhundert wurde Schlampe nur noch für Frauen verwendet und erhielt eine negative Konnotation. Die Schlampe wurde jetzt eine "unordentliche" Frau und außerdem mit der Komponente "sexuell freizügig lebende" versehen.
Witzigerweise tat es das nicht bei dem männlichen Gegenstück, dem "Schlamper", der einfach nur unordentlich ist...

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Warum gibt es zu Ostern Ostereier?

Es gibt mehrere Erklärungen für die Herkunft von Ostereiern. Alle werden wohl irgendwie richtig sein und sind vielleicht zusammen zu sehen:

1. Grund: das Ei als Zeichen der Auferstehung und Fruchtbarkeit
Das Ei symbolisiert in vielen Kulturen Fruchtbarkeit und neues Leben. Ist ja auch klar, denn wenn man sieht, wie aus so einem Ei ein Küken schlüpft, muss man ja unweigerlich auf den Gedanken kommen :)
Und so kam es, dass schon bei den Urchristen das Ei die Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag bedeutete.

2. Grund: Hühner legen auch zur Fastenzeit ihre Eier
Einem Huhn ist es egal, ob ihr Ei, dass sie morgens gelegt hat, nun gegessen wird oder nicht. Es legt einfach munter weiter. Was macht aber nun ein Christ mit den Eiern, der 40 Tage lang fasten muss? Das Fasten galt ja eigentlich nur für Fleisch, schloss aber tierische Produkte mit ein! Okay, ihr habt es erraten: er hebt die Eier auf, bis er sie essen darf. Natürlich abgekocht, damit sie sich länger halten.
Und so sammelten sich daher bis Ostern immer viel zu viele Eier an. Man hat rausgefunden, dass Christen ab dem 12. Jahrhundert ihre Eier am Ostersonntag mit zur Messe in die Kirche nahmen, um sie weihen zu lassen. Zu diesem besonderen Anlass wurde es mit der Zeit gang und gäbe, die Schalen bunt einzufärben und sie mit Mustern oder Bildern zu verzieren.

3. Grund: die Abgabe von Zins- und Antlasseiern am Gründonnerstag
Es könnte auch sein, dass die Tradition des Ostereier Verschenken auf einen alten Brauch im Mittelalter zurückzuführen ist: Man hatte (besonders in Bayern und Österreich) geglaubt, dass ein am Gründonnerstag gelegtes Hühnerei Wunderkraft besitzt und auch nicht verderben kann. Es wurde von den Zimmerleuten im Gebälk des Dachstuhls verborgen und sollte vor Hochwasser und Blitzschlag bewahren.
Mit solchen Eier mussten die Bauern den Grundherren (auch Lehensherren genannt) die Steuern und Abgaben am Gründonnerstag bezahlen. Deshalb heißen sie auch Antlasseier (Antlass = Ablass).

Übrigens: Erstmalig tauchte die Bezeichnung Osterei 1615 auf.

Und: die Farben der Eier spielten früher eine besondere Rolle:
Rot gedachte an den Opfertod von Jesu Christi. Es sollte an das Leiden von Jesu Christi erinnern, der sein Blut für die Erlösung der Menschheit vergossen hat.

Weiß: Reinheit
Grün: Unschuld
Gelb: Erleuchtung
Orange: Kraft, Ausdauer und Wärme
Grün: Jugend und Unschuld

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Warum ist Ostern immer an einem anderen Datum?

Man hätte es ja auch einfach machen können, aber als auf dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 die versammelten Bischöfe und Kirchenfunktionäre zusammentrafen, beschlossen sie, Ostern fortan immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond zu feiern.

Soweit die kurze Erklärung. Aber warum nun nach dem ersten Vollmond im Frühling?
Das orientiert sich am jüdischen Pessach-Fest: Jesus von Nazareth ist nach christlicher Überlieferung am Vorabend dieses Festes gekreuzigt worden. Da sich das jüdische Fest nach einem Mondkalender richtet, wurde dieser Bezug übernommen.

Und warum am Sonntag?
In den vier Evangelien des Neuen Testaments wird übereinstimmend von der Auferstehung am "ersten Tag der Woche", also nach einem Sonntag, berichtet. Denn der Sonntag war seit jeher der Tag des Herrn und somit der Anfang der Woche.

Der Grund liegt also rund 1700 Jahre zurück und macht uns heute noch zu schaffen :)

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Warum sind Autoreifen immer schwarz?

Was man nicht alles fragen kann! Da habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht - bis heute :)
Aber stimmt: egal in welcher Farbe das Auto auch ist, die Reifen sind schwarz. Warum?
Der Grund dafür liegt darin, dass allen Autoreifen Ruß beigemischt wird. Dieser verbessert die Haltbarkeit des Reifens und verbindet die Gummimischung besser. Jeder Reifen besteht zu etwa einem Drittel aus Ruß und ist deshalb schwarz. Zwar sind die Gummimischungen ein Geheimnis der Hersteller, aber das haben sie alle gemeinsam!

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Warum heißt es "unter der Fuchtel stehen"?

Wenn jemand unter einer anderen Fuchtel steht, dann ist er nicht zu beneiden. Denn jener übt eine große Macht auf ihn aus, er beherrscht ihn. Mit einer Fuchtel ist aber auch wirklich nicht zu spaßen. Als Ableitung des Wortes "fechten" bezeichnete die Fuchtel zunächst einen breiten Degen, später den Schlag der mit der flachen Klinge ausgeführt wurde. Und da es einst z u einer militärischen Ausbildung gehörte, dass man als Strafe mit einer flachen Klinge geschlagen wurde, bekam "unter jemandes Fuchtel stehen" die Bedeutung in sehr strengen Verhältnissen zu leben.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Warum sagt man "bis in die Puppen"?

Wenn etwas bis in die Puppen geht, dann geht es wirklich lange.
Die Redensart leitet sich aber von einem langen Weg ab. Im 18. Jahrhundert war der Berliner Tiergarten noch weit vom Zentrum der Stadt entfernt. Die "Puppen" waren die Standbilder aus der antiken Götterwelt von Knobelsdorff, die Friedrich der Große zur Zierde des zentralen Platzes (Großer Stern) des Berliner Tiergarten aufstellen ließ. "Bis in die Puppen" bedeutete also ursprünglich noch weit laufen zu müssen.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Warum hängt der Space-Shuttle-Raketendurchmesser von der Breite eines Pferdehinterns ab?

Der genaue Wert für den Durchmesser der Feststoffraketen, mit deren Hilfe die Space-Shuttles ins All befördert werden, hängt letzten Endes von der Breite des Hinterns eines durchschnittlichen Armee-Pferdes des antiken römischen Reiches ab: Im Imperium Romanum wurden die Streitwagen genau so breit gemacht, wie die Hintern der beiden Pferde, die diesen Wagen zogen. Daher hatten alle römischen Streitwagen die gleiche Spurbreite, was zu Spurrillen in den römischen Straßen führte. Wagen mit Spurweiten, die von dieser Norm abwichen, passten nicht in diese Spurrillen, weswegen deren Räder leichter brachen. Also bildeten Spurrillen in den Straßen und die Spurweiten der Kutschen ein System, das sich über zwei Jahrtausende selbst stabilisierte. Als man in London die ersten von Pferden gezogenen Straßenbahnen baute, verlegte man die Schienen natürlich mit genau der selben Spurweite, damit die Waggons sowohl in den Schienen als auch auf normalen Straßen mit Spurrillen fahren konnten. Als dann dampfgetriebene Eisenbahnen gebaut wurden, wählte man wieder die selbe Spurweite, damit die Eisenbahnwaggons auch auf den Straßenbahnschienen transportiert werden konnten. Das amerikanische Eisenbahnnetz wurde von englischen Auswanderern erbaut, die natürlich ihre eigenen Normen weiter verwendeten. Natürlich mussten auch die Eisenbahntunnels so gebaut werden, dass die Züge hindurchpassten, deren Abmessungen aber wiederum zumindest zum Teil von der Spurweite abhingen. Die Größe der Eisenbahntunnels beschränkt aber natürlich die Größe der Güter, die mit der Eisenbahn transportiert werden können, weswegen viele industriell gefertigten Bauteile gerade so groß sind, dass die gerade noch mit der Bahn durch Tunnels befördert werden können, und genau das ist zum Beispiel bei den Feststoffraketen der Space-Shuttles der Fall.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Themenstarter
Beitritt
12.05.13
Beiträge
4.592
Warum sagt man: auf großem Fuß leben?

Wenn man auf großem Fuß lebt, dann meint man, dass jemand einen aufwendigen Lebensstil hat. Und diese Redewendung hat eine nett Geschichte: die beginnt im 12. Jahrhundert. Da lebte der Graf von Anjou (Geoffrery Plantagenet) und der war mal so richtig reich und zudem noch sehr eitel. Durch sein Geld und seine Eitelkeit war der Graf zu dieser Zeit für viele ein modisches Vorbild.

Und weil er sehr eitel war, machte ihm eine Sache schwer zu schaffen: Er hatte eine dicke Geschwulst an einem Fuß und daher passten ihm die vornehmen Schuhe nicht, die damals in Mode waren.

Deshalb beauftragte er einen Schuster, ihm neue Schuhe zu fertigen. Der entwarf lange Schnabelschuhe, in denen die Verformung am Fuß nicht auffiel. Und dann passierte das, was wir auch heute noch erleben: Wenn ein modisches Vorbild etwas Neues und Besonders trägt, dann wollen es viele andere auch haben. Und so wollten viele Leute auch so große Schuhe tragen!

Weil das sich aber nur die reichen Leute leisten konnten, wurde die Größe der Schuhe ein Symbol für die Stellung in der Gesellschaft: Je größer die Schuhe, umso reicher und angesehener war man. :)

Liebe Grüße Tarajal :)
 
Oben