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MAO-Hemmer blockieren das Enzym Monoaminooxidase (MAO), welches am Abbau von Neurotransmittern wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin beteiligt ist. Dadurch steigen die Spiegel dieser Botenstoffe im synaptischen Spaltan. Es gibt zwei Isoformen der MAO-Hemmer: Einerseits MAO-A, das vor allem Serotonin, Noradrenalin und Adrenalin abbaut – und MAO-B, welches vor allem Dopamin und Phenylethylamin abbaut. Abhängig von der Selektivität eines Präparats lassen sich daher unterschiedliche klinische Effekte erzielen.
Anwendungsgebiete
Ihre größte Bedeutung entfalten MAO-Hemmer bei therapieresistenten Depressionen. Eine Metaanalyse von 83 randomisierten Studien belegt die hohe Effektivität, gute Verträglichkeit und Akzeptanz von den in Deutschland zugelassenen Substanzen Tranylcypromin und Moclobemid.
Risiken und Nebenwirkungen
Der klinische Einsatz von MAO-Hemmern erfordert Sorgfalt durch:
• Diätinteraktionen: Tyraminreiche Lebensmittel (gereifter Käse, Rotwein, Bier und Salami) können in Kombination mit irreversiblen MAO-Hemmern zu lebensbedrohlichen hypertensiven Krisen führen („Cheese-Effekt“).
• Arzneimittelinteraktionen: Kombinationen mit serotonergen Substanzen (SSRIs, SNRIs, Triptane) bergen das Risiko eines Serotonin-Syndroms.
• Eigenständige Nebenwirkungen: Schlafstörungen, Blutdruckschwankungen, Gewichtszunahme oder sexuelle Funktionsstörungen.
Moderne Forschung, neue Hoffnung!
In den letzten Jahren sind mehrere reversible und selektive MAO-Hemmer entwickelt worden, die das Risiko gefährlicher Interaktionen verringern und so eine deutlich flexiblere Ernährung bei günstigerem Nebenwirkungsprofil ermöglichen. ...
MAO-Inhibitoren: Neue Hoffnung für alte Hemmer
Von wegen verstaubt: Während moderne Antidepressiva scheitern, erleben MAO-Hemmer eine Renaissance. Oft sind sie besser verträglich, vielseitig einsetzbar und vielleicht sogar neuroprotektiv. Warum sich eine Rückbesinnung lohnt.
Am besten ist es, man kommt gar nicht erst in die Situation, Hilfe bei Depressionen zu suchen.
Wenn aber MAO-Hemmer besser hilft als andere Medikamente ...
Allerdings:
... Die Monoaminoxidase (MAO) baut über oxidative Desaminierung diverse biogene Monoamine ab, darunter Catecholamine, Serotonin, Histamin und Tyramin. Letzteres ist das biogene Amin der Aminosäure Tyrosin, das unter anderem vasokonstriktiv und so blutdrucksteigernd wirkt. Die beiden Isoformen des Enzyms, MAO-A und MAO-B, sind Angriffspunkte von Arzneistoffen, wobei die Hemmung der MAO-A bei der Behandlung von Depressionen bevorzugt wird und die MAO-B-Hemmung zur Parkinson-Therapie. ...
MAO-Hemmer interagiert mit Kaffee | PZ – Pharmazeutische Zeitung
Von Annette Mende / »Keinen Käse und Chianti«, lautet ein Ratschlag an Patienten, die Hemmer der Monoaminoxidase einnehmen. So soll ein Blutdruckanstieg ...
https://www.histaminintoleranz.ch/de/histaminose_mao-abbaustoerung.html
Grüsse,
Oregano
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