Oxidativer Stress und Antioxidantien

Kate

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Angeregt durch den Sport-Thread, wo es u.a. um die Frage ging, in wie weit die zusätzliche Zufuhr von Antioxidantien nötig ist (z.B. wenn man Sport treibt) oder eine gute Ernährung reicht (danke Wero und Horaz), eröffne ich mal einen Thread zu Antioxidantien.

Als erstes eine allgemeine Darstellung: Antioxidans - Wikipedia

Zu natürlichen Antioxidationsmitteln schreibt die Wikipedia:
Ein in der Natur vorkommendes Antioxidationsmittel ist Vitamin C (Ascorbinsäure), das in vielen Zitrusfrüchten enthalten ist. Dies kann man auch an einem kleinen Test leicht veranschaulichen, indem man etwas Zitronensaft auf einen frisch geschälten Apfel gibt. Man kann erkennen, dass der Apfel an den behandelten Stellen nicht so schnell braun wird. Vitamin C und seine Salze werden z. B. Limonaden, Marmeladen, Kondensmilch und Würstchen zum Schutz beigefügt.

Die Bedeutung des Vitamin C wird mit im Hinblick auf den Eisenstoffwechsel allerdings zuweilen auch kontrovers beurteilt, da es durch die Reduktion von Fe(III) zu Fe (II) in Anwesenheit von H2O2 zur Entstehung von hochreaktiven und hochtoxischen Hydroxylradikalen kommen kann.

Es gibt weitere natürliche Antioxidantien, die zur Vitamin-E-Familie gehören und hauptsächlich in Nüssen und Sonnenblumenkernen enthalten sind. Sie werden meist in Pflanzenölen, Margarine und Kakaoprodukten verwendet.

Das zur Gruppe der Carotinoide zählende Lycopin ist ein weiteres natürlich vorkommendes Antioxidationsmittel. Es ist hauptsächlich in roten Tomaten enthalten (ca. 20 mg/kg) und wirkt als Radikalvernichter. Dabei ist Lycopin deutlich effektiver als β-Carotin. Lycopin gehört zu den stärksten natürlichen Oxidationsschutzstoffen. Studien haben gezeigt, dass Lycopin als wirksame Substanz zur Verringerung des Risikos für bestimmte Krebsarten dienen kann. Vor allem bei Prostatakrebs gibt es nachgewiesene Erfolge.

Im Säugetierorganismus stellt ferner das Glutathion ein sehr wichtiges Antioxidationsmittel dar. Neben antioxidativ wirkenden Proteinen wie Transferrin, Albumin, Coeruloplasmin, Hämopexin und Haptoglobin werden im Körper weiterhin verschiedene antioxidative Enzyme gebildet. Die wichtigsten sind hier die Superoxiddismutase (SOD), die Glutathionperoxidase (GPX) und die Katalase. Diese Enzyme sind zur Entgiftung freier Radikale in den Körperzellen von entscheidender Bedeutung.

Antioxidantien sollten jedoch stets aktiv sein. Bei einem Mangel an Bewegung werden Antioxidantien inaktiv und verlieren somit ihre Wirkung.
Die beiden rot markierten Aussagen höre ich zum ersten Mal, bei der letzten wüsste ich gern die Quelle... Damit würde ja dann der von Wero erwähnte Negativ-Effekt von Bewegung (führt zu Energieverbrauch und damit Oxidation) zu einem gewissen Anteil durch einen positiven Effekt kompensiert. Zum Lycopin kann ich ergänzen, dass es viel in Tomaten vorkommt, gehört habe ich auch mal, dass der antioxidative Effekt durch Kochen noch verstärkt wird. Eine super Quelle für Vitamin C sind Luzernensprossen, besonders sicher für die vielen Menschen, die wegen HI, FI etc. keine Zitrusfrüchte, Kiwis, Tomaten, Paprika vertragen. Interessant sind auch die Links am Schluss des Wikipedia-Artikels, hier ein Ausschnitt:
Die Natur beweist einmal mehr ihre Genialität. Einerseits liefert sie über die Makronährstoffe der Nahrung den Brennstoff an. Auf der anderen Seite erhält der Körper über die darin enthaltenen Mikronährstoffe lebenswichtige Hilfsstoffe, damit der Organismus nur die Nahrungsfette, nicht aber seine eigenen verbrennt. Und der Mensch bewies einmal mehr seine sehr beschränkte Einsicht, indem er unwissentlich das ausbalancierte Verhältnis zwischen Brenn- und Hilfsstoffen aus dem Lot brachte. Die Brennstoffe wurden erhöht, die Hilfsstoffe gesenkt. Die Folge: Die „Selbstverbrennungs-schäden“ im Organismus nahmen zu.

Etwas wissenschaftlicher formuliert: Die Oxidationen nahmen zu, während die Antioxidationsmittel abnahmen. Dieses komplexe Geschehen drückt der Wissenschaftler in einer so genannten Reduktions-Oxidations-Formel (kurz: Redox) aus. Das Verhältnis zwischen Oxidationen und parallel verlaufenden Reduktionen kann man messen und es verschob sich in Richtung Oxidation. Es fehlt an ausreichend Antioxidanzien, um den unerwünschten Oxidationen begegnen zu können. Der Mensch oxidiert zunehmend sich selbst, ernsthafte Schäden sind die Folge. Je nachdem wo die Schäden überwiegen, entstehen daraus sehr unterschiedliche Erkrankungen.
Fakt ist, dass der Stoffwechsel von Tieren wie Menschen im Gleichgewicht zwischen Abbau und Aufbau stehen muss. Schlägt die Waagschale auf der einen oder anderen Seite aus, dann spricht der Mediziner von anabolen bzw. katabolen Zuständen. Der Abbau geht einher mit erhöhter Oxidation, also auch einer vermehrten Schädigung körpereigener Substanzen durch aggressive oxidierende Stoffe, auch „Freie Radikale“ genannt.
Aus: Antioxidanzien - HiLife (Extension) e.V.

Es grüßt
Kate
 

Kate

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Antioxidantienverstärker OPC

Hallo zusammen,

im Newsletter von Supplementa bzw. NWZG (Neue Wege zur Gesundheit) ist las ich gerade etwas über OPC aus Weintrauben. Da der Artikel auch online ist, verlinke ich ihn hier: www.nwzg.de/42NWzG_OPC-aus-Weintrauben-Schutzwirkung-durch-Antioxidantien.php (eine pdf-Ausgabe der gesamten Zeitschrift steht dort auch zum Download).

Weintrauben enthalten neben Vitaminen (z.B. B-Vitamine und Vitamin C) und Elektrolyten (z. B. Magnesium, Kalium) viele Polyphenole. Dabei handelt es ich um eine große Gruppe bioaktiver Pflanzeninhaltsstoffe mit weiteren Untergruppen. In Weintrauben sind dies u. a. Phenolsäuren, Bioflavonoide wie die oligomeren Proanthocyanidine (OPC) und das Hydroxystilben Resveratrol. (Hierüber wurde an andere Stelle schon etwas geschrieben: http://www.symptome.ch/vbboard/oxid...-nitrostress-kuklinski-u-a-18.html#post234593, ab Beitrag #171).

Polyphenole sind potente Radikalfänger und leisten damit einen Beitrag zur Verringerung von oxidativem Stress. Dabei scheint OPC ein weitaus potenterer Radikalfänger zu sein als die Vitamine C und E. Zudem gilt es als "Antioxidantienverstärker", d.h. es kann die radikalinaktivierende Wirkung anderer Antioxidantien um ein Vielfaches verstärken und die Aktivität körpereigener, antioxidativ wirksamer Enzyme verbessern. Auch überschüssige radikalfördernde Metalle wie Eisen oder Kupfer sollen gebunden werden durch OPC. Dabei wirkt es sowohl in wasserlöslichen als auch in fettlöslichen Zellkompartimenten. Auch Hinweise auf chemopräventive und antientzündliche Effekte von OPC gibt es.

Was ich bisher nicht wusste: Die Effizienz antioxidativ wirksamer Nahrungsmittel ist messbar! Eine Methode dazu ist die ORAC-Bestimmung ("Oxygen Radical Absorbance Capacity"). In einer Studie wurde bei Sportlern, die einem erhöhten oxidativen Stress ausgesetzt sind, ein bestimmtes OPC-Präparat eingesetzt. Zu Beginn und am Ende der 3-wöchigen Beobachtungsdauer wurden Blutuntersuchungen zur Erfassung des oxidativen Stress durchgeführt. Dabei wurde nicht nur eine deutliche Minderung der oxidativen Belastung und eine Verbesserung der Aktivität antioxidativ wirksamer Enzyme wie der Superoxiddismutase und der Glutathionperoxidase festgestellt, sondern auch ein Anstieg anderer Antioxidantien, z.B. Vitamin C um 64 %, und der Coenzym Q10 Konzentration im Blut - um 97%!

Gruß
Kate
 
Zuletzt bearbeitet:

Bei oxidativem/nitrosativen Stress kann Baubiologie hilfreich sein

Forschungen zeigen, dass elektromagnetische Strahlung zu oxidativem Stress führen kann und somit zu schädigenden Oxidationsprozessen in Zellen durch freie Radikale.

Die zerstörerische Wirkung dieser freien Radikale wiederum steht im Verdacht, Ursache zahlreicher Zivilisationskrankheiten zu sein. Da der oxidative Stress bereits bei Strahlung unterhalb der aktuellen Grenzwerte ausgelöst wird, reichen diese Grenzwerte bei weitem nicht aus, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.

Der Baubiologe kann die Intensität von elektromagnetischer Strahlung im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen vorschlagen.
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Hallo Kate.
Ich kann nur ein kleines Schnipselchen zu deinem Thema beitragen.
Mit meiner Eisenspeicherkrankheit ( Hämochromatose ) habe ich die Veranlagung dazu, vermehrt Eisen im Körper einzuspeichern.
Mi wurde erst gerade kürzlich bewusst, dass ich damit jahrelang sogenanntem " oxidativem Stress " ausgesetzt war.
Ich hatte mehrmals jährlich mit schwächenden und schmerzhaften Infekten zu kämpfen.
Seitdem ich das überschüssige Eisen durch Aderlasse losgeworden bin, geht es mir in dieser Beziehung sehr viel deutlich besser :)
Nun wird all zu oft nur von zu wenig Eisen im Körper gesprochen und es wird Vitamin C empfohlen, um das Eisen besser aufnehmen zu können.
Umgekehrt wird jedoch auch ein Schuh draus. Wer wegen eines Überschusses an Eisen an gewissen Symptomen leidet, tut sich nichts Gutes, wenn er zusätzlich Vitamin C zuführt.
Die Veranlagung zu übermässiger Eisenspeicherung ist übrigens gar nicht so selten.
So viel zum Thema oxidativer Stress und Vitamin C.
Liebe Grüsse, Sine
 
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Hallo,

ich leide ja acuh an einer Hämochromatose und habe trotz Vitamin C zum Essen keinen merklichen Effekt auf meinen Ferritin festgestellt. Ich hatte über 6 Monate keinerlei Vitamin C genommen und dann wieder 1-2g zum Essen der Unterschied waren nach 6 Monaten im Ferritin jediglich 3ng/ml einmal hatte ich 43 und einmal mit Vit C. 46ng/ml

Das zeigt mir eher das der Oxidative Stress uns Hämochromatose Patienten mehr zu schaffen macht als das Vitamin C.

Was mir auffällt ist das ich jetzt nebne mir noch zwei weitere Hämochromatose Patioenten kenne die einen erhöhte Zink Wert haben alle sowohl im Serum wie auch im Vollblut. Das gibt mir schon eher zu denken.

Gruß
Spooky
 
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Hallo,

wichtiger Thread!

aus dem Link von Kate: Die Bedeutung des Vitamin C wird mit im Hinblick auf den Eisenstoffwechsel allerdings zuweilen auch kontrovers beurteilt, da es durch die Reduktion von Fe(III) zu Fe (II) in Anwesenheit von H2O2 zur Entstehung von hochreaktiven und hochtoxischen Hydroxylradikalen kommen kann.
Es ist doch bekannt, dass künstliches isoliertes Vitamin C die Seite wechseln kann, d.h. vom Antioxidanz zum Freien Radikal werden kann. Das hat man bisher nur bei isoliertem künstlichen Vitamin C festgestellt.

aus dem Link von Kate: Antioxidantien sollten jedoch stets aktiv sein. Bei einem Mangel an Bewegung werden Antioxidantien inaktiv und verlieren somit ihre Wirkung.
So habe ich das bisher auch nicht gehört und glaube es auch nicht. Mangelnde Bewegung in Verbindung mit unzureichender Ernährung kann Stoffwechselvorgänge negativ beeinflussen, z.B. das Blut dickflüssig machen, die Durchblutung beeinträchtigen, was wiederum dazu führt, dass Nährstoffe und damit auch Antioxidantien nicht ordnungsgemäß in die Zellen transportiert werden können. Ich bin überzeugt, dass Bewegung bei schlechter Ernährung nichts bringt - eher noch zu mehr oxidativem Stress führen kann. Im Gegensatz bin ich überzeugt, dass optimale Ernährung / optimale Nährstoffzufuhr (nicht durch einzelne isolierte Stoffe - insbesondere die sekundären Pflanzenstoffe gelten als die "Transportmittel") auch ohne viel Bewegung zu günstigem Stoffwechsel führt.

Spooky schrieb:
ich leide ja acuh an einer Hämochromatose und habe trotz Vitamin C zum Essen keinen merklichen Effekt auf meinen Ferritin festgestellt. Ich hatte über 6 Monate keinerlei Vitamin C genommen und dann wieder 1-2g zum Essen der Unterschied waren nach 6 Monaten im Ferritin jediglich 3ng/ml einmal hatte ich 43 und einmal mit Vit C. 46ng/ml

Das zeigt mir eher das der Oxidative Stress uns Hämochromatose Patienten mehr zu schaffen macht als das Vitamin C.
Vitamin C gilt immer noch als Antioxidant, das den oxidativen Stress reduzieren soll. Dein Ergebnis deutet meines Erachtens darauf hin, dass isoliertes Vitamin C nicht antioxidativ wirkt, ev. nicht in den Zellen ankommt und somit auch auf den Eisenstoffwechsel keinerlei Einfluss hat.

Alles an einzelnen Stoffen kann meines Erachtens nicht richtig funktionieren. Zigtausende von Stoffen arbeiten zusammen, müssen im richtigen Verhältnis zueinander vorhanden sein.

Zu Vitamin C - siehe auch:

Freie Radikale in Ruhe und bei Körperarbeit unter modifiziert artifiziellen Vitamin-C-Beeinflussungen - eSport

test.de - Freie Radikale - Meldungen - Essen + Trinken - Tests + Themen - Stiftung Warentest

Kate schrieb:
Polyphenole sind potente Radikalfänger und leisten damit einen Beitrag zur Verringerung von oxidativem Stress. Dabei scheint OPC ein weitaus potenterer Radikalfänger zu sein als die Vitamine C und E. Zudem gilt es als "Antioxidantienverstärker", d.h. es kann die radikalinaktivierende Wirkung anderer Antioxidantien um ein Vielfaches verstärken und die Aktivität körpereigener, antioxidativ wirksamer Enzyme verbessern. Auch überschüssige radikalfördernde Metalle wie Eisen oder Kupfer sollen gebunden werden durch OPC. Dabei wirkt es sowohl in wasserlöslichen als auch in fettlöslichen Zellkompartimenten. Auch Hinweise auf chemopräventive und antientzündliche Effekte von OPC gibt es.
Die beste Wirkung erzielt man meiner Meinung nach, wenn man die Polyphenole, OPC, Vitamin C usw. in ihrem natürlichen Verbund lässt, z.B. in Obst und Gemüse, Beeren usw.. Das Herausfischen einzelner Stoffe beeinträchtigt den Synergieeffekt der vielen zigtausende von Stoffen ganz entscheidend.

Viele Grüße
Erika
 

Binnie

Alles an einzelnen Stoffen kann meines Erachtens nicht richtig funktionieren. Zigtausende von Stoffen arbeiten zusammen, müssen im richtigen Verhältnis zueinander vorhanden sein.

Zu Vitamin C - siehe auch:

Freie Radikale in Ruhe und bei Körperarbeit unter modifiziert artifiziellen Vitamin-C-Beeinflussungen - eSport

test.de - Freie Radikale - Meldungen - Essen + Trinken - Tests + Themen - Stiftung Warentest



Die beste Wirkung erzielt man meiner Meinung nach, wenn man die Polyphenole, OPC, Vitamin C usw. in ihrem natürlichen Verbund lässt, z.B. in Obst und Gemüse, Beeren usw.. Das Herausfischen einzelner Stoffe beeinträchtigt den Synergieeffekt der vielen zigtausende von Stoffen ganz entscheidend.

Viele Grüße
Erika
Richtig angewendete Orthomolekularmedizin funktioniert doch auch entsprechend so, dass man als Basis sehr vitalstoffreiche Kost isst, am besten zu einem größeren Teil auch als Rohkost, und dass man dann defizitäre Stoffe eben nochmal extra einnimmt. Meistens bekommt man eben auch noch zusätzlich ein Basispräparat verschrieben, dass viele wichtige B-Vitamine, Spurenelementen, usw. auch nochmal extra enthält.

Ich esse z.B. morgens u.a. einige Obststücke und nehme dann aber zusätzlich auch noch Vitamin C in Form von Ascorbinsäure ein.

Ansonsten kann man auch Sauerkraut essen. Ein super Vitamin C-Lieferant und Lieferant von rechtsdrehender Milchsäure. Aber jeden Tag Sauerkraut... kann ich mir jetzt nicht so wirklich vorstellen...
 
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23.01.07
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Hallo Erika,

Es ist doch bekannt, dass künstliches isoliertes Vitamin C die Seite wechseln kann, d.h. vom Antioxidanz zum Freien Radikal werden kann. Das hat man bisher nur bei isoliertem künstlichen Vitamin C festgestellt.
Das halte ich für ein Gerücht. Mir ist das nicht bekannt und ich selber merke da auch nichts von, bei einer Zufuhr, die ca. dem 100fachen der Verzehrempfehlung der DGE entspricht.
Es gibt keinen Unterschied zwischen natürlichem und "künstlichem" Vitamin C. Beide haben eine identische Molekülstruktur.

Alles an einzelnen Stoffen kann meines Erachtens nicht richtig funktionieren. Zigtausende von Stoffen arbeiten zusammen, müssen im richtigen Verhältnis zueinander vorhanden sein.
Leider gibt es keine Quellen mehr, wo die Stoffe in natürlichhem Verhältnis vorhanden sind. Alle erhältlichen Nahrungsmittel, ob Bio oder sonstwas, weisen erhebliche Mängel auf. Vor allem betrifft dies Vitamin C und die B Vitamine, die bei zu langer Lagerung am stärksten vernichtet werden.
Darum bin ich froh um meine Super B Tabletten. Vitamin C hat bei mir einen sehr positiven Einfluss auf meine Verdauung, Überdosierung macht sich nur als Durchfall bemerkbar, sonst nichts.

Das Pharmakartell, welches u.a. auch die DGE unter seiner Klafuchtel hat, gibt lachhafte Verzehrempfehlungen heraus (Vitamin C 100mg/tgl.) und zwingt die Hersteller auch noch dazu, auf die Behälter draufzuschreiben, dass die Verzehrmenge ja nicht überschritten werden darf, damit es ja keinem hilft. Die orthomolekulare Medizin steht in Konkurrenz zu den synthetischen Pharmazeutika, daher will man sich dieser entledigen und alleine diese Tatsache spricht für sich, dass einzelne isolierte, hochdosierte Vitalstoffe gut sind.
 
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29.05.07
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Hallo Binnie und Tobi,

Binnie schrieb:
Richtig angewendete Orthomolekularmedizin funktioniert doch auch entsprechend so, dass man als Basis sehr vitalstoffreiche Kost isst, am besten zu einem größeren Teil auch als Rohkost, und dass man dann defizitäre Stoffe eben nochmal extra einnimmt. Meistens bekommt man eben auch noch zusätzlich ein Basispräparat verschrieben, dass viele wichtige B-Vitamine, Spurenelementen, usw. auch nochmal extra enthält.
Tja, ob das wirklich so gut funktioniert? Jedenfalls kann man z.B. in Rohkostforen mehr Erfolgsberichte lesen als hier. Wenn man extra von einzelen Stoffen etwas dazu gibt, stimmt das Verhältnis der Stoffe zueinander nicht mehr. Ich habe jedenfalls schon sehr oft darüber gehört/gelesen, dass dieses Verhältnis der einzelnen Stoffe zueinander sehr wichtig sein soll. Was in der orthomolekularen Medizin meistens wenig Beachtung findet sind die sekundären Pflanzenstoffe, aber genau diese sollen eine tragende Rolle spielen, und zwar auch nicht einzelne isoliert dazugefügt, sondern das "Ganze" im richtigen Verhältnis zueinander. Gelesen habe ich auch kürzlich im Zusammenhang mit der neuen Verzehrstudie, dass gewisse Defizite trotz der Supplementierung dieser Stoffe bestehen bleiben.

aus: www.planet-wissen.de/pw/Artikel
Denn isolierte Vitamine, womöglich auch noch künstlich hergestellt, entfalten nicht die gleiche Wirkung wie Vitamine in natürlichen Lebensmitteln, die zugleich auch Spurenelementen, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralien enthalten. Versuche legen nahe, das es vielfache, größtenteils noch unverstandene Wechselwirkungen zwischen all diesen Nahrungsbestandteilen gibt. In Testversuchen hatte beispielsweise 1,5 Gramm reines Vitamin-C-Pulver keine größere immunstimulierende Wirkung als 100 Gramm Apfel!
aus http://www.dr-moosburger.at/pub/pub089.pdf
Führende
sportwissenschaftliche Organisationen warnen vor einer unkontrollierten Einnahme von
Nahrungsergänzungen und empfehlen eine abwechslungsreiche, bedarfsgerechte
Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse im Rahmen einer individuellen und
professionellen Ernährungsberatung. [5]
ausNeue Warnung: Auch Vitamin-C-Pillen steigern Herztod-Gefahr - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
Auch Vitamin-C-Pillen steigern Herztod-Gefahr
Von Jochen Kubitschek

Erst vor wenigen Tagen haben Mediziner vor einer Herz-Kreislauf-Gefahr durch Vitamin-E-Pillen gewarnt. Nun gerät auch synthetisches Vitamin C ins Zwielicht: Eine Langzeitstudie besagt, dass die Pillen das Risiko einer lebensbedrohlichen Herzkrankheit zumindest für Diabetiker drastisch erhöhen können.
ausVitamin C - Ernhrungsratgeber Men's Health - Vitamin C – viel hilft wenig
Vitamin C kann schädlich sein Das oft als Allheilmittel gehandelte Vitamin C schützt vermutlich nur zusammen mit anderen Naturstoffen vor Krebs. In isolierter Form könnte es mehr schaden als nutzen
ausGefährliche Kombination: Fett macht Vitamin C gefährlich - News - FOCUS Online
Gefährliche Kombination
Fett macht Vitamin C gefährlich
Die Kombination von Fett und Vitamin C kann dazu führen, dass sich mehr krebserregende Substanzen im Magen bilden.
Klar, man kann denken, dass die Pharma hinter diesen "Lügen" steckt. Es ist allerdings absolut nicht unlogisch, dass in natürlichen Lebensmitteln viele zigtausende Stoffe zusammenwirken. Jeder Stoff braucht wahrscheinlich wieder einige andere, um verarbeitet und verwertet werden zu können. Auch gewisse Gegenspieler sind euch bekannt. Zumindest in Ansätzen habt Ihr davon schon gehört.

Tobi schrieb:
Zitat:
Zitat von ErikaC
Es ist doch bekannt, dass künstliches isoliertes Vitamin C die Seite wechseln kann, d.h. vom Antioxidanz zum Freien Radikal werden kann. Das hat man bisher nur bei isoliertem künstlichen Vitamin C festgestellt.
Das halte ich für ein Gerücht. Mir ist das nicht bekannt und ich selber merke da auch nichts von, bei einer Zufuhr, die ca. dem 100fachen der Verzehrempfehlung der DGE entspricht.
Es gibt keinen Unterschied zwischen natürlichem und "künstlichem" Vitamin C. Beide haben eine identische Molekülstruktur.
Ich halte das nicht für ein Gerücht - von der Pharmaindustrie in die Welt gesetzt. Die wollen doch auch Vitaminpräparate an den Mann bringen - lieber natürlich ihre anderen Chemiekeulen. Merken wirst du wohl auch so schnell nicht, dass sich ev. dein oxidativer Stress erhöht. Das wird auch wohl nicht in jedem Fall der Fall sein. Von dem Empfehlungen der DGE und der DGE an sich halte ich allerdings auch nicht viel.

In Dänemark wurden übrigens 18 Kellogs-Produkte wegen der isolierten Zugabe von künstlichen Vitaminen verboten. Ich kaufe grundsätzlich keine Lebensmittel mit zugesetzten Vitaminen mehr.

Vorsicht ist auf jeden Fall geboten, denke ich.

Viele Grüße
Erika
 

Binnie

Hallo Erika,

ich muss mich da Tobi anschließen. Ich halte diese Panikmache vor der Gabe hochdosierter Vitaminpräparate, usw. in erster Linie für eine gezielte Panikmache der Pharmaindustrie und Co. Ich glaube nicht, dass die heutigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die Stoffe alle noch im "richtigen Verhältnis" enthalten. D.h. ich bin vielmehr überzeugt davon. ;)

Die Vitalstoffe, die eine Pflanze enthält, hängen doch in erster Linie auch von der Qualität des Bodens ab. Und welcher Bauer arbeitet denn heute schon noch nach wirklich ökologischen Gesichtspunkten ? Also wirklich "ökologisches" Obst und Gemüse bekommt man doch heutzutage eh kaum noch. Seidenn man hat selber die Möglichkeit die Sachen anzubauen.

Und das was in Spiegel und Co. steht, dient doch nur dazu die Meinung der Leute entsprechend zu "bilden". ;) Du liest wohl leider nicht abseits dieser Rubriken hier. Aber schau mal z.B. hier: (da steht was im Hintergrund eigentlich abläuft...) http://www.symptome.ch/vbboard/alle-themen/34020-gro-angriff-pharmaindustrie-codex-alumentarius.html
 
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Das Establishment hasst orthomolekulare Substanzen, daher auch das permanente Runterbeten über die Schädlichkeit von wohlgemerkt natürlichen Stoffen. Selbst in hohen Dosen toxische Substanzen wie z.B. Vitamin A haben über einen langen Zeitraum überdosiert eingenommen insgesamt immer noch weniger Nebenwirkungen als Aspirin Tabletten. Warum lese ich nie etwas über die Schädlichkeit von Aspirin, dafür alle Jahre wieder die DGE Propaganda, dass NEM wirkungslos sind und eine ausgewogene Ernährung ausreicht?

Ich kann nur jedem www.bol.de/shop/home/suchartikel/das_vitamin_programm/linus_pauling/ISBN3-442-13648-2/ID3004153.html?jumpId=7916068 empfehlen, auch wenn es schon etwas älter ist, aber es verhilft einem zu einer etwas differenzierteren Sichtweise. Darin gibt es viele Beweise, dass orthomolekulare Substanzen hilfreich sind, auch einzeln und hochdosiert verabreicht. Der Autor selbst, Linus Pauling, der "Erfinder" der orthomolekularen Medizin, hat diese über Jahrzehnte selber genommen und ein Alter von über 90 erreicht.
 

Kate

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Hallo zusammen :)

Ich kann nur jedem www.bol.de/shop/home/suchartikel/das_vitamin_programm/linus_pauling/ISBN3-442-13648-2/ID3004153.html?jumpId=7916068 empfehlen, auch wenn es schon etwas älter ist, aber es verhilft einem zu einer etwas differenzierteren Sichtweise.
Ja - eine differenzierte Sichtweise ist eine gute Sache, Tobi :idee:

So sehe ich es als erheblichen Unterschied an, ob man sich gesund fühlt oder bereits krank ist, d.h. ob es um Vorbeugung oder Behandlung geht. Auch um welche Krankheit es sich handelt, ob diese ursächlich behandelbar ist und was für Behandlungsalternativen verfügbar sind, betrachte ich als relevant. Wenn ich gesund wäre, würde ich mich wohl nicht einmal mit dieser Materie befassen. Wenn ich allerdings beispielsweise (ein Mann wäre und) Prostatakrebs hätte, würde ich schon eine höher dosierte Einnahme von Lycopin (ein sekundärer Pflanzenstoff, der u.a. in der Tomate vorkommt) erwägen, als ich sie mit einer guten Ernährung erreichen kann. Und speziell hier in der Rubrik versammeln sich, sofern Dr. K. mit seiner These recht hat, einige Leute, die ihren "Nitrostress-Generator" (in Form einer instabilen HWS) und später dann auch ihre "freie-Radikale-Kanonen" (die funktionsgestörten Mitochondrien) stets bei sich tragen und u.U. nur beschränkt ursächlich etwas dagegen machen können. Auch hier gehe ich nicht davon aus, dass eine optimierte Ernährung allein reicht. Wie soll man denn derartige B12-Mengen z.B. erreichen, wie sie Kuklinski oder gar Pall empfehlen? - Eine optimale Ernährung (und Darmfunktion!) ist aber als Grundlage sicherlich immer sinnvoll und notwendig. Und - wenn der Zustand nicht dramatisch ist - mag es auch lohnen, dies zuerst zu probieren, ohne gleich auf Nahrungsergänzungen zurückzugreifen.

Auch die Indikationen und die untersuchten Populationen waren völlig heterogen, u.a. wurde eine Studie an sterbenden Herz-Patienten (Lebenserwartung 2 Wochen) einbezogen.
Wenn man sich das (aus meinem Link des letzten Beitrages) anschaut, drängt sich für mich schon auf, dass bestimmte Interessen hinter dieser Studie standen. Ein großer Teil der großen Studien werden übrigens von der Pharmaindustrie finanziert (weil sie teuer sind), die nur investiert, wenn die Sache gewinnversprechend ist. (Schaut dazu mal hier rein: Deutsches Ärzteblatt: Archiv "Evidenzbasierte Medizin: Konkurs der ärztlichen Urteilskraft?" (15.08.2003) - auch vom Mitochondropathie-Wiki aus verlinkt). Insofern ist es nicht unwahrscheinlich, was Tobi schreibt.

Gruß
Kate
 
Zuletzt bearbeitet:
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29.05.07
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Hallo allerseits,

ähnliche Diskussionen hatten wir ja schon öfter hier. Jeder kann ja auch glauben, was er will. Obwohl ich bestimmt auch die Machenschaften der Pharma absolut nicht für gut halte und mich von denen sicher nicht einlullen lasse, bin ich ziemlich überzeugt, dass die unkontrollierte Zufuhr von Vitaminen (meist künstlich hergestellt) und die "Aufbesserung" von Lebensmitteln mit diesen Stoffen unbedingt eingeschränkt werden muss. Viele Menschen tun sich damit absolut nichts Gutes, sondern verschlimmern ihren Gesundheitszustand eher noch.

In Dänemark sind übrigens 18 Kellogs-Produkte verboten, weil sie zu viele zugefügte künstliche Vitamine enthalten. Nicht die Pharma steckt dahinter. Manchmal will man tatsächlich die Bevölkerung schützen.

Ich glaube nicht, dass die heutigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die Stoffe alle noch im "richtigen Verhältnis" enthalten. D.h. ich bin vielmehr überzeugt davon.
Damit wirst du Recht haben. In dieser Richtung müsste einiges getan werden. Zuerst müssten die Verbraucher weitestgehend verarbeitete Lebensmittel meiden, sich insgesamt natürlicher ernähren. Trotz des Zustandes vieler Lebensmittel kann ein Verbraucher seine Ernährung natürlicher gestalten. Die Essgewohnheiten der meisten Mitbürger und die Auswahl bestimmter Lebensmittel sind eher Krankheitsverursacher als der Zustand der Lebensmittel. Guck doch mal im Supermarkt in die Einkaufskörbe - kaum oder ganz wenig Obst und Gemüse findest du darin, dafür massenweise abgepackte Kohlenhydrate - Weißmehlprodukte - Fertigprodukte - Süßigkeiten.

Bevor jemand über künstliche Vitamine und Co. nachdenkt, sollte er sich erst einmal über Ernährung informieren und danach handeln. Ich behaupte mal, dass das nur eine Minderheit tut. Danach sollte sich jeder darüber schlau machen (soweit wie möglich), wie Vitamine und Co. wirken bzw. welche Gegenspieler es gibt, was zusammenarbeitet, welche Rolle der Darm spielt usw.

Binnie
Binnie schrieb:
Die Vitalstoffe, die eine Pflanze enthält, hängen doch in erster Linie auch von der Qualität des Bodens ab. Und welcher Bauer arbeitet denn heute schon noch nach wirklich ökologischen Gesichtspunkten ? Also wirklich "ökologisches" Obst und Gemüse bekommt man doch heutzutage eh kaum noch. Seidenn man hat selber die Möglichkeit die Sachen anzubauen.
Ja, sicher richtig, jedoch kein Grund zu glauben, dass man mit isolierten Stoffen die Natur ersetzen kann. Wenn ich das weiß, dann erhöhe ich erst einmal meinen Obst- und Gemüsekonsum oder greife auf Nahrungsergänzungen aus Obst und Gemüse zurück. Es gibt noch fruchtbare Böden auf der Welt.

Tobi schrieb:
Das Establishment hasst orthomolekulare Substanzen, daher auch das permanente Runterbeten über die Schädlichkeit von wohlgemerkt natürlichen Stoffen.
Natürliche Stoffe? siehe folgenden Auszug aus Verbieten wir die Vitamine! | Lob der Krankheit | ScienceBlogs.de - Wissenschaft, Kultur, Politik

Vitaminherstellung ist pure Chemie. Zum einen werden dafür Mikroorganismen eingesetzt, die sich über Nährlösungen in speziellen Fermentern rasant vermehren. Bakterien, Hefe oder Algen sind vor allem für B-Vitamine das bevorzugte Ausgangsmaterial. Vitamin C wird über spezielle Enzyme aus Zucker gewonnen. Über die Aufspaltung von Erdöl lässt sich in großem Maßstab Vitamin E herstellen. Das Ergebnis ist dann nicht mehr mit natürlichem Vitamin E, wie es beispielsweise in Weizenkeimöl reichlich enthalten ist, vergleichbar. Und darin liegt auch eine der Ursachen für deren unterschiedliche Wirksamkeit im Organismus begründet. Denn bei Vitaminen, die in Form von Obst oder Gemüse konsumiert werden, überlagern sich die verschiedensten Einflüsse der einzelnen Nahrungsbestandteile. Sie können sich in ihrer Wirkung gegenseitig fördern oder auch hemmen. Die künstlichen Vitamine hingegen haben keine Regelmechnaismen.
Aus Der Vitaminkrieg geht uns alle an!
‚Natürliche' und ‚künstliche' Vitalstoffe
Warum aber will die Pharmaindustrie Nahrungsergänzungen aus natürlichen Rohstoffen unbedingt vom Markt verdrängen? Weil sie die meisten pharmazeutischen Medikamente überflüssig machen, ist noch nicht die ganze Wahrheit. Schließlich könnten die Chemie-Multis ja ebenfalls ins Geschäft mit den Nahrungsergänzungen einsteigen - was sie übrigens auch tun. Nur gibt es dabei leider ein Problem: Was bereits in der Natur vorhanden ist - Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, Enzyme etc. - kann nicht patentiert werden. Ohne juristischen Patentschutz muß sich ein Produkt der lästigen Konkurrenz im offenen Markt stellen. Und das drückt auf die Gewinnmarge. Wer nicht alleiniger Anbieter ist, kann nämlich auch keine Fantasiepreise verlangen, wie das bei vielen patentrechtlich geschützten Pharmapräparaten der Fall ist. Hinzu kommt, daß Vitalstoffe, die man mit oft aufwendigen Verfahren aus natürlichen Rohstoffen gewinnt, relativ teuer in der Herstellung sind. Ein synthetisch in großen Mengen produziertes Vitamin beispielsweise, wie es die Pharmariesen anbieten, kann viel billiger hergestellt werden - verspricht ergo deutlich mehr finanziellen Gewinn.
Nur leider sind diese synthetisch hergestellten anorganischen Vitamin-Präparate etc. für den Körper von minderwertiger Qualität, weil sein Stoffwechsel sie gar nicht richtig verarbeiten kann. Ein Vitalstoff entfaltet nämlich nur dann seine volle Wirkkraft, wenn er in der richtigen synergetischen Kombination von Vitaminen, Enzymen und Pflanzenextrakten eingenommen wird - nämlich in möglichst natürlicher Form. Deshalb ist beispielsweise der schonungsvoll zu einem Pulver verarbeitete Saft von ausgereiftem, biologisch gezogenem Obst oder Gemüse jedem synthetisch hergestellten Industrie-Vitamin vorzuziehen. Das gilt selbstverständlich auch für Mineralien, Enzyme etc.
Kate schrieb:
Ja - eine differenzierte Sichtweise ist eine gute Sache, Tobi
Wenn ich gesund wäre, würde ich mich wohl nicht einmal mit dieser Materie befassen.
Für differenzierte Sichtweise bin ich auch. Dein zweiter Satz enttäuscht mich jetzt. Es hört sich so an, als glaubtest du, dass nur Kranke sich mit Ernährung, Vitaminen und Co. befassen müssen. Vorbeugen ist besser als heilen. Fehlernährung macht krank. Vielleicht wäre der eine oder andere HWS-Geschädigte noch gesund, wenn er sich rechtzeitig mit den Themen beschäftigt hätte. Optimalernährung ist gewissermaßen ein Gegenmittel.

Kate schrieb:
So sehe ich es als erheblichen Unterschied an, ob man sich gesund fühlt oder bereits krank ist, d.h. ob es um Vorbeugung oder Behandlung geht. Auch um welche Krankheit es sich handelt, ob diese ursächlich behandelbar ist und was für Behandlungsalternativen verfügbar sind, betrachte ich als relevant.
Sicher ist das ein Unterschied, was aber nicht heißt, dass Kranke durch künstliche Vitamine eher gesund werden als durch Ernährungsoptimierung.

Und speziell hier in der Rubrik versammeln sich, sofern Dr. K. mit seiner These recht hat, einige Leute, die ihren "Nitrostress-Generator" (in Form einer instabilen HWS) und später dann auch ihre "freie-Radikale-Kanonen" (die funktionsgestörten Mitochondrien) stets bei sich tragen und u.U. nur beschränkt ursächlich etwas dagegen machen können. Auch hier gehe ich nicht davon aus, dass eine optimierte Ernährung allein reicht.
Freie Radikale bekämpft man meines Erachtens am besten mit reichlich Obst und Gemüse.

Kate schrieb:
Wie soll man denn derartige B12-Mengen z.B. erreichen, wie sie Kuklinski oder gar Pall empfehlen?
Ich bin ja nicht grundsätzlich zum Beispiel gegen B12, aber ev. braucht man schon weniger oder nichts mehr, wenn die Ernährung bzw. der Darm optimal ist.

- Eine optimale Ernährung (und Darmfunktion!) ist aber als Grundlage sicherlich immer sinnvoll und notwendig. Und - wenn der Zustand nicht dramatisch ist - mag es auch lohnen, dies zuerst zu probieren, ohne gleich auf Nahrungsergänzungen zurückzugreifen.
Es lohnt sich meiner Meinung nach immer, zuerst alles Natürliche auszuschöpfen, nicht nur, wenn der Zustand nicht dramatisch ist.

Kate, ich weiß, dass du sehr bemüht bist, dich darum zu kümmern - viele tun es aber nicht und unterliegen dem Irrglauben, sich mit künstlichen isolierten Stoffen gesund machen zu können - viele probieren völlig unkontrolliert irgendwelche künstlichen Stoffe, ändern 0 an der Ernährung und glauben, dass diese Stoffe gesund machen und keinesfalls schaden können - und das ist völlig falsch.

Wir sind vom Thema abgekommen :). Oxidativer Stress und Antioxidantien war das Thema. Ich möchte nochmals auf die oft vernachlässigten sekundären Pflanzenstoffe hinweisen:

test.de - Gesunde Ernährung - Specials - Essen + Trinken - Tests + Themen - Stiftung Warentest

http://www.dr-moosburger.at/pub/pub068.pdf

Sekundäre Pflanzenstoffe

Gute Nacht!

Erika
 

Kate

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Wir sind vom Thema abgekommen :). Oxidativer Stress und Antioxidantien war das Thema.
Hallo Erika,

genau das dachte ich eben auch. Natürlich gehört auch das Thema dazu, welche Antioxidantien optimal sind. Allerdings dreht sich die derzeitige Diskussion eher um NEMs allgemein.

Weiterhin ist mir aufgefallen, dass verschiedene Themen durcheinander gehen und es teilweise zu Missverständnissen kommt.

Das sind die Themen, die mir ins Auge fallen:

  • Sind NEMs überhaupt empfehlenswert?
  • Unterschiede von synthetisch oder aus Nahrungsmitteln hergestellten NEMs
  • Hochdosierte Einzelstoffe oder immer möglichst "ausgewogene" Mischungen? (Hier gebe ich zu bedenken, dass die Einschätzung der "Ausgewogenheit" die gleichen Unsicherheiten aufweist wie die gesamte medizinische Forschung - sie kann selbst im Optimalfall immer nur den derzeitigen Stand wiedergeben.)
  • "Unkontrollierte" oder "kontrollierte" Zufuhr? (Daran schließt sich sofort die Frage an, wie die Kontrolle aussehen sollte! Alle die hier mit diskutieren, wissen, mit wieviel Fragen und Unsicherheiten Labordiagnostik behaftet ist. Allerdings: "Unkontrolliert" im engeren Sinne handelt hier wohl kaum jemand.)

ErikaC schrieb:
die "Aufbesserung" von Lebensmitteln mit diesen Stoffen unbedingt eingeschränkt werden muss.
Das ist mir auch ein absoluter Dorn im Auge.

Zuerst müssten die Verbraucher weitestgehend verarbeitete Lebensmittel meiden, sich insgesamt natürlicher ernähren. Trotz des Zustandes vieler Lebensmittel kann ein Verbraucher seine Ernährung natürlicher gestalten. Die Essgewohnheiten der meisten Mitbürger und die Auswahl bestimmter Lebensmittel sind eher Krankheitsverursacher als der Zustand der Lebensmittel. Guck doch mal im Supermarkt in die Einkaufskörbe - kaum oder ganz wenig Obst und Gemüse findest du darin, dafür massenweise abgepackte Kohlenhydrate - Weißmehlprodukte - Fertigprodukte - Süßigkeiten. (...)
Sicher richtig. Hier sprichst Du allerdings deutlich eher die "Durchschnittsbevölkerung" an (was völlig ok ist) als Deine Mit-Diskutanten :) Von daher kriegst Du vielleicht von uns auch nicht soviel Antworten und Bestätigung, weil es einfach selbstverständlich ist. - Wenn Menschen meinen Kühlschrank aufmachen, lachen sie oft :D Da purzelt einem das Gemüse entgegen... ansonsten gibt es da (im Allgemeinen) noch Eier, Butter, Sahne und einige Pflanzenöle und im Tiefkühlfach ein paar Lammsteaks und Fisch. Im Moment, ich geb's zu, ist da auch Honig und Preiselbeer-"Marmelade" (besteht fast nur aus Frucht), die ich für ein paar Bratäpfel für Besuch brauchte. Ich ernähre mich seit über 20 Jahren im Wesentlichen von Gemüse - wobei ich eine Zeitlang noch relativ viel (Vollkorn-)Getreide gegessen habe, in der (von Bruker geprägten) Meinung, das sei gut. Dennoch bin ich nicht gesund. Und das erforderte dann eben irgendwann auch andere Überlegungen.

Kate schrieb:
Wenn ich gesund wäre, würde ich mich wohl nicht einmal mit dieser Materie befassen.
ErikaC schrieb:
Für differenzierte Sichtweise bin ich auch. Dein zweiter Satz enttäuscht mich jetzt. Es hört sich so an, als glaubtest du, dass nur Kranke sich mit Ernährung, Vitaminen und Co. befassen müssen. Vorbeugen ist besser als heilen. Fehlernährung macht krank. Vielleicht wäre der eine oder andere HWS-Geschädigte noch gesund, wenn er sich rechtzeitig mit den Themen beschäftigt hätte. Optimalernährung ist gewissermaßen ein Gegenmittel.
Mein Satz ist nicht ganz richtig angekommen. Er stand in einem bestimmten Kontext und bezog sich auf NEMs, nicht auf Ernährung. Meine Ernährung habe ich 1987 geändert, im Wesentlichen aus Gründen einer sich allgemein ändernden Einstellung zu Umwelt & Leben. (Bewegungsfreudig war ich übrigens auch schon immer.) Bis vor ca. 8 Jahren fand ich die Idee einer Einnahme von NEMs absurd, das kam für mich nicht in Frage.

Sicher ist das ein Unterschied, was aber nicht heißt, dass Kranke durch künstliche Vitamine eher gesund werden als durch Ernährungsoptimierung.
Wie gesagt, eine optimierte Ernährung halte ich für notwendig. Aber leider nicht immer hinreichend. Und dann lieber z.B. P5P hochdosiert als Dauergaben von Schmerz- und Schlafmitteln. Am besten natürlich nach Abklärung der B6-Versorgung und wenn möglich der Ursachen einer Unterversorgung.

Freie Radikale bekämpft man meines Erachtens am besten mit reichlich Obst und Gemüse.
Ich befürchte eben, dass das nicht immer reicht. Obwohl... seit ich die Goji-Beere kenne :idee: :cool: (leider hat der Großhändler meines Bioladens im Moment Lieferschwierigkeiten...)

Es lohnt sich meiner Meinung nach immer, zuerst alles Natürliche auszuschöpfen, nicht nur, wenn der Zustand nicht dramatisch ist.
Ich meinte dramatisch schon im engeren Sinne (bedrohlich, lebensgefährlich, kurz vor dem Zusammenbruch o.ä.). Ich denke, dass hier bei Dir mit hereinspielt, dass Du gesund bist und beispielsweise noch nie einen Zustand erlebt hast wie ihn einige hier kennen, wo Du gerade noch mühsam die Versorgung hinbekommst. Aber verstehe mich nicht falsch: Ich gönne Dir das :)

Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch :fans:
Kate
 
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Hallo Erika, der Link, den du mir angegeben hast, besteht zum größten Teil nur aus Polemik.
Ich selbst beziehe NEM nach amerikanischem Standard, wo alle Stoffe natürlichen Ursprungs sind. Den Apotheken-Dreck, der viel zu niedrig dosiert ist und noch zahlreiche giftige Zusatzstoffe enthält, kann man vergessen, da stimme ich zu. Das ist vom Kartell aber genau so gewünscht, dem Volk sollen keine hochwertigen, wirksamen Produkte zur Verfügung stehen.

Irgend welchen ominösen Studien traue ich keinen Meter über den Weg, diese können beliebig zurecht gebogen werden, je nachdem, welche Itneressen dahinterstehen.

es gibt Studien, die "belegen", dass Quecksilber gut für Kinder ist.
prisonplanet.tv/articles/september2004/230904mercurygood.htm
 
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Kate

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Ich selbst beziehe NEM nach amerikanischem Standard, wo alle Stoffe natürlichen Ursprungs sind.
Hallo Tobi,

kriegst Du denn da alles? Vitamin C ist ja nicht so das Problem, aber die anderen Sachen, B12 z.B.? Heck-Biopharma macht übrigens nach eigener Aussage auch alles aus natürlichen Ausgangsstoffen, wollte sich allerdings mir gegenüber über den Herstellungsprozess (Einsatz von Schimmelpilzen?) nicht äußern.

Irgend welchen ominösen Studien traue ich keinen Meter über den Weg, diese können beliebig zurecht gebogen werden, je nachdem, welche Itneressen dahinterstehen.
Diesbezüglich habe ich hier auch schon wiederholt Warnungen ausgesprochen. Habe kürzlich wieder einen Vortrag ("Wie lügt man mit Statistik?") gehört, wo selbst ich als "Fachfrau" Schwierigkeiten hatte, die Denkfehler im Studien-Design überhaupt zu erkennen. Diese passieren - wie auch schon gesagt - vermutlich nicht einmal immer vorsätzlich. Nebenbei sind Menschen auch "schlechte Untersuchungsobjekte", weil stets sehr vielen Randbedingungen unterworfen, die man kaum alle einbeziehen kann.

Da fällt mir ein, dass ich auf Erikas Link oben zu der Studie mit den Sportlern (http://esport.dshs-koeln.de/23/) noch etwas schreiben wollte: Diese kleine Studie ist als Aufhänger für weiter Forschungen sicherlich interessant, allerdings wegen der geringen Fallzahl weit von Signifikanz entfernt. Wegen der untersuchten Laborparameter und des kurzen Untersuchungszeitraumes frage ich mich, ob diese geeignet sind, um die Wirkung von Antioxidantien zu untersuchen. Das sind aber wirklich Fragen - ich weiß es nicht. Die Befürworter von Antioxidantien (für Sportler) haben sicherlich auch Studien, auf die sie sich berufen, und das zeigt wieder die Klemme auf, die Tobi eben ansprach. Ich selbst musste schon einmal ein mathematisches (statistisches) Gutachten schreiben, bei dem ich wusste, welches Ergebnis dem Auftraggeber genehm war. Ich hatte Glück: Mein erster Ansatz nach bestem Wissen und Gewissen passte. Ich musste einige Parameter für die Berechnung abschätzen, an denen ich hätte "drehen" können, um das Ergebnis zu beeinflussen - ohne dass mir jemand unseriöes Handeln hätte nachweisen können.

Ein wichtiger Punkt ist übrigens auch die selektive Veröffentlichung. Gerade kürzlich auf dem Kongress in Würzburg wurde von einem konkreten Fall berichtet, wo eine von "offizieller Stelle" beauftragte Studie nicht veröffentlicht wurde (weil das Ergebnis politisch nicht erwünscht war?).

Das war jetzt auch offtopic, ich halte das Thema aber im Zusammenhang mit medizinischer Forschung für derartig wichtig, dass man es kaum genug betonen kann. Damit sage ich nicht, dass ich es für sinnvoll halte, dieses Instrument (Statistik) zur Auswertung von klinischen Beobachtungen überhaupt nicht mehr zu nutzen. Aber es sollte ein Mosaiksteinchen von vielen sein und mit angemessener Skepsis betrachtet werden. Vom Spiegel (einer der Links von Erika ging dort hin) habe ich übrigens schon seit längerer Zeit nicht mehr den Eindruck, dass es sich durchweg um seriösen Journalismus handelt.

Gruß
Kate
 
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kriegst Du denn da alles?
B12 ist wohl eine Ausnahme. Ich weiß aber auch überhaupt nicht, in welcher Form B12 in der Natur vorkommt.

Vitamin C nehme ich auch Pulver aus der Apotheke, weil es wie gesagt keinen Unterschied gibt.

Meine restlichen Präparate sind qualitativ hochwetig, das ist gewiss. Vielleicht sind einige Stoffe künstlich hergestellt, aber in den Fällen spielt es dann auch keine Rolle.
 

Kate

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..., weil es wie gesagt keinen Unterschied gibt.

Meine restlichen Präparate sind qualitativ hochwetig, das ist gewiss. Vielleicht sind einige Stoffe künstlich hergestellt, aber in den Fällen spielt es dann auch keine Rolle.
Hallo Tobi,

wie unterscheidest Du denn, wo es eine Rolle spielt und wo nicht?

Gerade bei Vitamin C greife ich übrigens gern auf CamuCamu- oder Acerola-Pulver zurück. Zusammen mit dem oben (Beitrag 2) erwähnten OPC als "Verstärker" (und Goji-Beeren :D) hat das schon ziemlich Power, denke ich. Luzernensprossen sind auch Vitamin-C-Bomben.

Nimmst Du denn zu Deiner Ascorbinsäure immer natürliches Vitamin C dazu (z.B. O-Saft)? Das ist ein "Trick", von dem ich öfter hörte, um einerseits eine Hochdosierung und andererseits die natürlichen Synergiewirkungen zu erreichen.

Gruß
Kate
 
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wie unterscheidest Du denn, wo es eine Rolle spielt und wo nicht?
Ich vertraue da blind auf die bekannten Verfechter der orthomolekularen Medizin, die mit gleichwertigen Präparaten umgehen, wie ich sie nehme. ;)

Bei Vitamin C ist ja bekannt, dass dessen Wirkung durch die Zufuhr von Bioflavonoiden verstärkt wird. Es gibt sie sogar als Kapseln.

Ich nehme tgl. 10g+ Vitamin C zu mir, das sollte auch ohne Verstärker ausreichen. Des weiteren esse ich Obst und Gemüse, wo ja immerhin noch ein paar solcher Hilfsstoffe drin sein sollten.
 
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Hallo Erika, nun komm mal wieder auf den Boden! Der o.g. Artikel ist an Unseriosität ja kaum noch zu überbieten. Wenn du hier so etwas als Quelle für die eigenen Aussagen heran ziehst. brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du auf wenig Gegenliebe stößt. Das ist schon fast eine Beleidigung der Intelligenz des Gegenüber.
 
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