Neu hier aus Ostfriesland und auf Diagnosenodyssee

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Hallo,
ich bin 57 Jahre und seit 3 Jahren jetzt auf intensiver Suche einer Diagnose, die meinen Krankheitsverlauf wenigstens stoppt. Ich lebe und kämpfe. Und will nicht passiv erdulden. Irgendwann werden wir finden, was die Ursache ist, vielleicht mit Eurer Hilfe?
Es gab aber natürlich früher schon eigenartige Vorkommnisse (Synkopen, gelähmter Arm 1/2 Jahr (Schlaganfall wurde ausgeschlossen)...2x Blutvergiftung mit stat. Aufnahme.....)
Meine meist kaum sichtbaren Entzündungen "wandern" ohne großartige Leukozytenerhöhungen (11-14'), aus Krämpfen und Sehnenschmerzen werden Bandscheibenvorfälle und Sehnenabrisse, 4 Rheumatologen testen und sagen "kein entzündliches Rheuma"- oder Fibromyalgie.

Cortison-Dauereinnahme 5 mg mindern die Masse an Entzündungen und helfen über die schubweisen Schmerzen, ca. alle 4 Wochen- habe ständig, aber im Schub übermäßig starke Nackenschmerzen die mich "aussschalten".
Kann generell seit zwei Jahren nur ganz kurz sitzen oder stehen, Bewegung geht meist, ansonsten erst "Würmer" entlang der HWS bis BWS-dann glühendes Messer.........

Versuche ich durchzuhalten, gibt es brettharte Myogelosen, die nur noch im Liegen mit starken Schmerztabletten auszuhalten sind- das dauert 2-3 Tage an.....
Krämpfe nachts Hände - was bis nachmittags anhält...oder monatelange Kopfschmerzen, die dann wieder "weg" sind......Waden oder Oberschenkelkrämpfe - auch das mal ja, mal nein.
Wandernde Zahnfleischentzündungen (obwohl Zähne i.O.)
Kribbeln rechts in Arm und Fuß
Durchblutungsstörungen Fußzehen
Phasen mit Herzrasen und Atemnot- EKG ok.......
Koordinationsstörungen der Füße (Treppe abwärts...?!)-momentan besser durch Knirscherschiene...
nun seltener Konzentrationsstörungen (kein IBU mehr) und Sehstörungen (Schlieren)
Einlagerungen unten am Augapfel- wenn es mir besonders schlecht geht

selten Inkontinenz (nach Krankengymnastik/Falschbewegung?) oder auch sporadisch bei Armheben....

Immer habe ich:
Bluthochdruck seit 2010 (Ramipril bessert -aber nicht immer)
Muskelzuckungen in den Waden - vorwiegend im Sitzen/Stehen (neuromuskuläre Erkrankung wurde weder ausgeschlossen noch bestätigt).
Arthroseschmerzen (HWS,LWS, Hände, Füße, Knie, Schultern bahnen sich an)
Sehnenschmerzen Hände (OP hat nichts gebracht)
Schlafstörungen (abends Valdoxan bessert)

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offizielle Diagnosen, die aber noch immer keine brechende Behandlung bewirkten
CMD, Fibromyalgie, Polyarthrose (Prednisolon 5 mg), Tendinose, bds. Tinnitus (nach 2 Hörstürzen), Bluthochdruck, Bandscheibenvorfälle HWS/LWS mit Spondylophyten und Nervenwurzelbedrängung, Fersensporn+Hallux, natürlich "psychosomatische Störung....", depressive Phasen
ein Teil Histiozytome/Lipome wurde entfernt
IGG Werte 2006 Borrelien, Yersinien, Clamydien (ist ja erledigt.....)
unspezifische Gliosen (im MRT Kopf, Klärung geplant)
Blut im Stuhl (Darmspiegelung geplant)
und jetzt neu NNR-Insuffizienz, wobei ich mit der Untersuchungsmethode und Schnelldiagnose nicht ganz einverstanden bin.

Mittlerweile über 100 Berichte aber fast immer nur Symptome- keine Ursache, auf die "alles passt".

medizinische REHA abgelehnt- soll weiter Diagnose suchen
-------------
In der Familie kommen ähnliche unerklärliche Symptome vor......aber ?
(Hat sich meist mit tödlichem "Schlaganfall" oder Unfall erledigt..oder starken Antidepressiva, dann war keine weitere Abklärung mehr nötig.)
--------------
Ich liege und bewege mich viel. Die Schübe kann ich nicht beeinflussen.
Keine Allergien bekannt. Früher viel Sport und harte körperliche Arbeit (mag Ursache der Arthrosen zum Teil sein), habe lange verdrängt und mich überfordert.
Nehme 5 mg Prednisolon, 10 mg Ramipril, 25 mg Valdoxan.

Versuch mit Lyrica (Nervenschmerzen?) gescheitert, zuviele Nebenwirkungen und keine Wirkung....

Krankengymnastik/Akupunktur hilft bislang nur kurzfristig.
Probeweise Verzicht auf Kohlenhydrate -leichte Besserung Allgemeinbefinden -aber nicht im Schub.

Ich denke, ich bin nicht allein mit diesen Kuriositäten - wäre schön, wenn der ein oder andere Tipp käme-
LG und Gute Besserung Euch allen- Kirra
 
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10.01.04
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Hallo Kirra,

Dir kann man ja wirklich alle Daumen drücken, daß eine Diagnose und vor allem eine oder mehrere Therapien gefunden werden, die Dir weiter helfen
.

Bei den Stichworten zu Deinem Beitrag steht zwar Borreliose, aber ich finde bei den Diagnosen keinen Hinweis auf Diagnostik zur Borreliose? Ist da noch gar nichts überprüft worden?

Wie sieht es bei Dir mit Gift-Belastungen (Amalgam, Pemethrin, Schimmel, E-Smog ...) aus?

Wie sieht es mit Vitamin- und Spurenelemente-Mangel aus? Was weißt Du da?

Ist die Schilddrüse gründlich untersucht worden?

Grüsse,
Oregano
 

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Datura

in memoriam
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09.01.10
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Ich finde, alles an Deiner Geschichte schreit nach chronischen Infektionskrankheiten, besonders die Borreliose schreit besonders laut, es können alle drei im Verbund sein.

IGG Werte 2006 Borrelien, Yersinien, Clamydien (ist ja erledigt.....)
Datura

Du könntest Dich intensiv hier durch die Borreliose- Einsteigerinfos durchstudieren.

Schub alle 4 Wochen, passt.

Es passt eigentlich alles auf ne unbehandelte, durch Cortison noch angeheizte Borreliose.

Antikörper wird man nicht nachweisen können, auf Grund der Cortisongabe.

LTT's könnten Aufschluss geben, Nachfragen im IMD Berlin.
 
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Hallo Kirra

Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschliessen. Keine Frage. Auch ich persönlich denke, du hast es mit einer chronischen Infektion zu tun! Borrelien dürften aufgrund deiner Symptomatik sowie auch aufgrund der all 4-wöchigen „Schübe“ eine sehr entscheidende Rolle spielen. Natürlich sind (zusätzlich) auch viele andere Erreger denkbar. Meist hat man es bei einer chronischen Infektion ohnehin gleich mit mehreren Erregern zu tun.
IGG Werte 2006 Borrelien, Yersinien, Clamydien (ist ja erledigt.....)
Ein positiver IgG besagt lediglich, dass eine Infektion vergangen ODER chronisch/persistierend ist. In der Schulmedizin sind chronische Infekte generell höchst umstritten, weshalb jeweils fälschlicherweise schnell gesagt wird, der Infekt sei vergangen… Hattest du im Jahr 2006 auch irgendwelche Symptome im Verdauungstrakt? Hast du heute keine Symptome im Verdauungstrakt? Bis anhin hast du „nur“ Blut im Stuhl erwähnt. Jedenfalls würde ich persönlich davon ausgehen, dass womöglich all diese drei Erreger dir (nach wie vor) Sorgen bereiten! Wie gesagt, Borrelien dürften dabei bei dir eine grössere Rolle spielen.
Blut im Stuhl (Darmspiegelung geplant)
Ist zwar OK, dass eine Darmspiegelung geplant ist. Aber ich persönlich könnte mir vorstellen, dass du auch im Verdauungstrakt einen Infekt hast (welchen man bei der Darmspiegelung nicht sehen würde bzw. in seltenen Fällen höchstens deren Auswirkung). GANZ GENERELL kommen folgende Erreger mehr oder weniger oft im Verdauungstrakt vor (wobei sich natürlich auch Erreger wie z.B. Borrelien oder Chlamydien dorthin verirren können): Yersinien, Campylobacter, Shigellen, Salmonellen, Helicobacter pylori, Clostridium difficile (eher weniger), Parasiten (z.B. Würmer, Lamblien, Amöben etc.). Falls du „nur“ ein kleines bisschen Blut im Stuhl und evt. auch Juckreiz am After hast, könnte es sich um Pilze oder Parasiten (z.B. Würmer) handeln.
In der Familie kommen ähnliche unerklärliche Symptome vor......aber ?
(Hat sich meist mit tödlichem "Schlaganfall" oder Unfall erledigt..oder starken Antidepressiva, dann war keine weitere Abklärung mehr nötig.)
Kannst du dies bitte etwas genauer erläutern? Waren/sind beispielsweise deine Kinder betroffen?
Cortison-Dauereinnahme 5 mg mindern die Masse an Entzündungen
Cortison ist so ziemlich das Schlimmste, was man bei einer chronischen Infektion tun kann!!! Cortison wirkt zwar entzündungshemmend und kann so zumindest kurzfristig symptomlindernd wirken. Cortison unterdrückt jedoch das Immunsystem erheblich. Im Falle einer (chronischen) Infektion solltest du das Immunsystem stärken und nicht schwächen, so dass dieses mittel- bis langfristig immer noch weniger mit den Erregern klar kommt!

Tests zur Infektionsdiagnostik sind leider generell sehr unzuverlässig. Es ist wichtig, dass solche in einem spezialisierten Labor durchgeführt werden. Aber auch dort sind falsch-negative Ergebnisse aus diversen Gründen möglich. Spezialisierte Labors sind z.B. das Borreliose Centrum Augsburg sowie das Institut für medizinische Diagnostik in Berlin.

Liebe Grüsse
 

Paula3

Cortison ist so ziemlich das Schlimmste, was man bei einer chronischen Infektion tun kann!!! ... Cortison unterdrückt jedoch das Immunsystem erheblich. ...
Kaempferin, das möchte ich so nicht stehenlassen: WENN sie eine NNR-Insuffizienz hat, dann hilft ihr auch das Cortison, die Infektionen in den Griff zu bekommen. 5 mg Prednisolon sind eine physiologische (!) Dosis, also keine hohe Dosis!
und jetzt neu NNR-Insuffizienz, wobei ich mit der Untersuchungsmethode und Schnelldiagnose nicht ganz einverstanden bin.
Kirra123, wenn du Zweifel an dieser Diagnose hast, dann würde ich unbedingt versuchen, auch da Sicherheit zu bekommen, denn Teile deiner Krankengeschichte passen auch zur Diagnose NNR-Insuffizienz.

Beispielsweise: Gelenkschmerzen, Fibromyalgie u.a. Die Wadenkrämpfe könnten daher rühren, daß Prednisolon (oft) Kalium senkt und niedriges K kann heftige Krämpfe machen. Auch der Tinnitus bds. und die 2 Hörstürze - könnten mit Aldosteron/ NNR-Insuffizienz zusammenhängen. Und NNR-Insuffizienz ist oft familiär, d.h. wenn einer in der Familie das hat, dann gibt es oft noch andere Familienmitglieder, die mehr oder weniger betroffen sind.

Man kann Läuse und Flöhe haben, aber wenn man die Sachen benennt, finden sich auch Wege da wieder raus!

Alles Gute
 
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@Paula: du hast natürlich recht! Ich hab die Sache mit der NNR-Insuffizienz überlesen!

Dennoch denke ich, du solltest nicht "nur" diese behandeln, sondern insbesondere auch mögliche Infekte.
 
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07.07.13
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Bei vielen Sachen dachte ich mir "hab ich auch" oder "hatte ich auch".

Stichwort Borreliose ist hier gefallen. Borreliose ist ein Thema über das sich nicht nur die Ärzte massiv streiten was Diagnostik wie auch Behandlung angeht sondern auch Betroffene und Angehörige.

Wenn man jetzt an Zecken denkt. Richtig. Aber auch ohne Zecken kann man sich Borreliose einfangen. Davon abgesehen merkt man die Zeckenstiche nicht unbedingt. Inwieweit sich das in der Familie übertragen kann...? Mit den ganzen Coinfektionen sicherlich teilweise möglich, man weiß aber noch nicht alles.

Ich schreibe jetzt mal was ich denke, da werden einige sicher dagegen sein und es anders sehen. Aber wäre es so einfach dann wäre hier im Forum viel weniger los....

Borrelien breiten sich vermutlich aus weil der Körper zu belastet ist, z.B. durch Gift. Könnte genetisch bedingt sein weil manche Menschen schlechte Entgifter sind. Die Borrelien vom Nachbarort lösen vermutlich andere Symptome aus als die Borrelien vor der Haustüre. Macht die Diagnostik schwer. Man weiß sicher, dass manche Borrelien ganz gezielt das Immunsystem ausknipsen können. Andere greifen wohl in den Stoffwechsel ein (siehe KPU). Viele, meine Behandler sagen ca. 95%, haben nicht nur Borrelien sondern mehrere Infektionen. Einerseits eingefangen durch die Zecken oder Überträger wie Ehrlichien, Yersinien, Bartonellen,... andererseits aktive Allerweltserreger wie z.B. Herpesviren, die beim chronisch überlasteten Immunsystem ausbrechen können. Bei mir sind es 4 Bakterien, 2 Viren und ein Pilz im Blut gewesen bei Diagnosestellung. Was da jetzt genau welche Symptome verursacht, ob bestimmte Viren tatsächlich aktiv sind - das kann man leider gar nicht so genau sagen. Ein EBV verursacht Pfeiffersches Drüsenfieber, da ist man normal 3-4 Tage etwas erkältet und gut ist, die Infektionschance ist so hoch wie man alt ist, d.h. den Virus holt sich praktisch jeder bis ins hohe Alter. Oder aber es chronifiziert sich (selten), dann gehts entlang der Nerven. Gürtelrose kann ohne Bläschen verlaufen, alles befallen. Ob dann die Borrelie ihr Gift am Nerv hinterm Auge abgibt oder der Herpesvirus das Auge angreift... wie will man das rausfinden?
Symptome der Borreliose und Coinfektionen sind vielfältig. Manche sagen, dass die Borrelien gar nicht so viel machen sondern die anderen Erreger. Würde ich mittlerweile nicht als falsch bezeichnen, vom Gefühl her waren Ehrlichien und Candida jedenfalls kein Zuckerschlecken... Symptome wandern. Sie kommen in Schüben. Bei mir ist es immer zum Monatsanfang schlecht für 5-10 Tage. Der Rest dann meist besser. Kann man 20 Tage kaum laufen vor Schmerzen, so kann man am 21. Tag urplötzlich rumrennen aber dafür schmerzt der linke Arm. Ohren pfeifen, pfeifen nicht. Nach leichter Anstrengung Hörstürze. Verdacht auf Bandscheibenvorfälle, 3x MRT sauber. Kalte Füße. Ameisenlaufen auf der Haut. Gelenkschmerzen. Sehnenschmerzen. Sehnenrisse sind möglich (hatte ich glücklicherweise nicht). Herzrasen. Angst. Knieschmerzen. Gelenkknacken bei mir extremst teilweise. Konnte nicht mehr sitzen. Anstrengungen haben mich teilweise tagelang lahmgelegt. An anderen Tagen konnte ich nicht genug Phsyiotherapie machen. Zahnschmerzen, Kieferschmerzen. Wochenlang extreme Rückenschmerzen. HWS, BWS, LWS nach Lust und Laune vom Schmerz fast gelähmt. Konnte linken Arm nicht lang hochhalten um z.B. Schirm oder Handy zu halten. Morgens Spülmaschine ausgeräumt, ganzen Tag keine Kraft mehr. Schluckbeschwerden, Bauchweh, Kopfweh, Sehprobleme. Depression. Also praktisch alles, was du auch geschrieben hast. Und immer schön im Wechsel. Und so ein unmenschliches Gefühl auf den Rippen immer und immer wieder, also ob die Nerven alle eingeklemmt wären oder der Knochen wund ist...
Bei mir kam noch hinzu: Alkohol ganz ganz schlecht, löst kleine Schübe aus. Benzodiazepine der Horror, 2-3 Wochen komplett am Rad gedreht mit Depression und Nervenschmerzen (dachte an einem Tag ich verbrenne und hab mich stundelang auf dem Boden gewälzt bis ich ins Krankenhaus kam -> Psychosomat!). 20kg dabei verloren, Essen nicht mehr vertragen. Schlaflosigkeit. Helles (!) Blut im Stuhl (eher ungefährlich). Gangunsicherheit. Und gefühlt hatte ich ein Jahr lang fast jeden Tag irgendwo Schmerzen oder ein Symptom, das ich davor noch nie hatte.

In Deutschland ist es dann so (zumindest als Kassenpatient): Zur Diagnose machst du den ELISA/IgG/IgM und erst wenn der positiv ist einen Westernblot. Ist beides positiv und passen die Symptome hast du Borreliose. Der ELISA Antikörpertest ist praktisch der aus den USA. Der ist aber von den Erfindern nur zur Forschung bestimmt, der sollte niemals zur klinischen Diagnostik verwendet werden. Das nächste Problem ist, dass die deutschen Labore nicht standardisiert sind, d.h. bei Tests haben 70% von 300 Laboren keine Borrelien gefunden wennn ich das jetzt korrekt widergebe. Beim Westernblot hat man ähnliche Probleme bei der Genauigkeit. Davon abgesehen müssen Antikörper nicht immer vorhanden sein. Es gibt auch seronegative Verläufe, d.h. kein Bluttest schlägt an trotz Infektion. Mittlerweile sind die neuen (EliSpot) LTT Tests recht gut, allerdings sollte man da auch ein Labor nehmen, das angesehen ist. Ich kann nur für Süddeutschland sprechen: Ettlingen und Augsburg sind empfehlenswert. Liquoruntersuchung weiß man mittlerweile, dass die bei Borreliose nur in 10-45% positiv ist, v.a. bei längerer Infektion. Das nächste Problem sind Ärzte, die mit den Tests was anfangen können. Auch hier sollte man Spezialisten aufsuchen, die aufgrund der Symptomatik die Coinfektionen abschätzen können und dann eine ganze Reihe Tests dafür veranlassen, ggf. aber damit auch andere Krankheiten ausschließen können. IgG, IgE / ELISA war bei mir alles immer negativ. Erst LTT dann positiv, Coinfektionen positiv. Therapie begonnen (Kräuter) und nach 5 Monaten gings dann steil bergauf. Werde aber noch paar Monate brauchen.
Falls es so wäre ist die Frage nach der richtigen Therapie. Meine Therapeuten bieten 3 Antibiosen und 2 Phytotherapien an und beraten mich dahingehend nach bestem Wissen und Gewissen. Was das richtige ist weiß man nicht, aber mir hilft es.
Standard nach Leitlinie in Deutschland ist 3 Wochen unterdosiertes Antibiotika und wer danach Symptome hat, hat halt Pech und nen Schaden von der Infektion. Je nach Coinfektionen gibt man noch andere Antibiotika hinzu. Da bei dir was von Borrelien und Coinfektionen steht nehme ich an, dass das entweder negativ war oder behandelt wurde und dann negativ war. Borrelien können aber nach zu kurzer Therapie wieder kommen bzw. sich 10 Monate im Körper schlichtweg verstecken. Nach Beratung mit Spezialistem würde ich hier die ganze Reihe an Erregern durchtesten. Auch zeigen LTT z.B. bei Chlamydien bei mir eindeutig positiv wohingegen der IgG grenzwertig positiv ist. CD57/NK Zellen ist auch ein Anhaltspunkt für ne chronische Infektion - zwar nicht der beste aber so viel mehr gibt es da halt noch nicht zum Messen. Würde mich nicht wundern wenn der Wert zu tief ist.

Warum ich das so ausführlich schreibe und auf keinen anderen Post und keine andere Meinung verweise? Weil ich die ganze Sache genau so erlebt habe, ich jedem diesen Horror ersparen möchte und meinen Weg für den richtigen halte und die Dinge so sehe wie ich es geschrieben habe und nicht so wie 40 Ärzte, die mir nicht helfen konnten. Und weil ich nur selten hier reinschaue mittlerweile...

Würde dir raten beim Borreliose und FSME Bund anzurufen. Super coole Leute, die das alles noch viel besser erklären und dir auf jeden Fall viele gute Ratschläge geben können zwecks Ärzten und auch Diagnostik.

Mir würde jetzt nur noch MS einfallen, wobei da auch die Frage gestellt wird ob eine Ursache Borrelien sein könnten - da tappt man ja noch komplett im Dunkeln. Hätte man aber vermutlich schon diagnostiziert. Wer sich gut mit Borrelien auskennt sollte das auch abgrenzen können zu anderen Krankheiten.

Als Tipp was du vielleicht einfach so machen kannst und dir etwas helfen könnte, auch wenn es keine Borreliose ist nicht verkehrt im Normalfall:
- wenn du dich eh viel bewegst... frische Luft ist gut, am besten sogar morgens vor dem Frühstück +20 Minuten laufen
- viel Grünfutter, also grüne Salate. Generell viel Obst und Gemüse wenn du es verträgst
- viel basische Ernährung (kann man googeln) und wenig Fleisch, möglichst kein Schwein
- wenig oder keine Süßigkeiten und wenig Zucker
- kein Alkohol, keine Zigaretten, keine anderen Drogen
- mindestens 2,5 Liter Wasser am Tag trinken (Tee, Kaffee, Zuckerwasser zählt nicht)
- kein Olivenöl bei Borreliose, eher Leinöl oder Hanföl (Leinöl kann man 1 EL vor dem Essen nehmen, ist sehr gut für die Nerven und ungefähr gleich gut wenn nicht besser als die Omega-3-Fisch-Kapseln für teuer Geld)
- Histamin eher meiden, bei mir (und vielen Borrelikern) ist die Intoleranz schwankend
- bei Lebensmittel nicht Unmengen an Zusatzstoffen konsumieren
- Smoothies: Also Gurke, Apfel, Salatblätter (oder Blätter von Radieschen), 1 EL Leinöl, Kiwi, Banane und 200ml Wasser mixen und trinken. Da kann man alles reinhauen und die Dinger wirken Wunder und ersetzen z.B. ein Frühstück. Rezepte gibt es unendlich im Internet.

Natürlich sind das alles Anhaltspunkte. Wenn man keine Fruktose verträgt dann ist Obst und teils Gemüse natürlich kontraproduktiv. Auch können bei anderen Krankheiten zu viel oder zu wenig Salz Probleme bereiten. Deine Medikamente kenne ich nicht, auch kenne ich mich mit NNR nicht aus. Aber gesunde Ernährung, viel Trinken und Bewegung schaden normal nicht.

PS: Borrelien benutze ich meistens als Synonym für Multiinfektionskrankheit. Wie beschrieben haben viele viele Erreger und es ist schwierig zu sagen was was auslöst.

Viel Glück und Gesundheit :)
 

Paula3

tomsen,

danke für den inhaltsreichen Beitrag. Finde, du hast sehr gut beschrieben, wie das abläuft. Und Gratulation, daß du für dich einen Weg gefunden hast.

Was die Fakten der Multiinfektionen betrifft, schließe ich mich deinen Aussagen vollkommen an.

Und die massiven Schwierigkeiten bei der Diagnostik und dann die Not, in Deutschland Ärzte zu finden, die was davon verstehen, diese bittere Erfahrung machen täglich immer mehr kranke Menschen.
 
Themenstarter
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06.08.14
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Hallo Oregano,
zunächst vielen Dank für Deine Antwort. Um einen klaren Überblick zu bieten, sollte ich wohl die Blutbefunde komplett einstellen -habe momentan Probleme mit PC, wird im Laufe der Woche behoben. Wenn es hilfreich ist, stelle ich das gerne ein- wird aber einige Mühe bereiten.

Diagnostik Borreliose:
1996 Elisa- man sagte mir, ich hätte eine Borreliose durchgemacht, wäre aber ein IGG Wert, nicht behandlungsbedürftig. Ich habe ich mich zu diesem Zeitpunkt gut gefühlt, gute Arbeit, 3 Kinder- alleinerziehend, Oma schwächelte- also verdrängt und keine Gedanken gemacht.

2006 (das erste und bislang einzige Mal, wo genauer untersucht wurde):
HLA B 27 positiv (das verstehe ich als eine lebenslange veranlagungsbedingte Immunschwäche...)
Borrelia burgdorferi-AK IGG negativ
dto IGM positiv
Westernblot IgM grenzwertig
dargestellte Banden p41 sowie relativ diskret OspC

parallel damals
Yersinien-AK (recomLine) IgG positiv ("das Ergebnis spricht für eine zurückliegende Yersinieninfektion")

Chlamydien-pneumoniae-AK IgG 2.6, IgA 0,2
Chlamydia-trachomatis-AK IgG 0,4; IgA 0,2
Enteroviren Typ 68-71 6,3VE -(darunter steht Enterovirus-IgG-AK)
Enterovirus-IgA-AK 1,5 VE
Enterovirus-IgM-AK 2.4 VE

TPHA-Test negativ
ANA IFT negativ
Brucellose negativ

Stuhluntersuchung:
normale Darmflora Yersinien und Campylobacter sp. nicht nachgewiesen, Campylobacter (EIA) negativ

Es folgte eine Überweisung zum Rheumatologen. Ausführlich geröngt,Szintigrafie, Blut- kein bzw. Rheumafaktor 7 (also nein),
Fazit: nehmen Sie Schmerzmittel. Alles Sache vom Hausarzt. Den Bericht habe ich mir leider erst Jahre später geholt=
"bei der Pat. handelt es sich um eine abgelaufene reaktive Arthritis nach Yersinien-Infektion. Hinweise auf eine rheumatoide Arthritis finden sich zum jetztigen Zeitpunkt nicht. Therapie: bedarfsweise NSAR und Krankengymnastik"

-Hausarzt: IBU, keine weitere Behandlung. Ich persönlich habe auf Schweinefleisch verzichtet-Besserung aber nicht Beschwerdefreiheit der krummgezogenen Finger.
---------
2011
Borrelien-infektionsserologie:IgG-AK negativ,IgM-AK negativ
Yersinien IgG-AK gegen YOP (E(5)), DD
IgA-Ak gegen YOP negativ- zustand nach früherem Yersinienkontakt, keine frische Infektion nachweisbar-z.Zt. keine Therapieempfehlung.

2012
Heilpraktiker: Borreliose positiv (??? Wertebezug fehlt),
Wurmbefall, schwache Schwermetallbelastung, Candida, Elektrosmog, Hormonstörungen, Zähne...fast das ganze Programm etc.= Ausleitung, Wurmkur
kurzfristige Besserung -Wurm, Schwermetall, Candida, Smog und Borreliose blieb dann bis zur letzten Untersuchung dort Nov.13 negativ.

2013 -mein letzter (4.) Rheumatologe-
Borrelien IgG <6;IgM negativ Evaluation
Yersinien IgA negativ Qual
Yersinien IgG 5 RE/ml (Norm hier <22)
etc.
nun aber Rheumafaktor auf 15
Beurteilung: "ergibt sich kein Hinweis auf eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis. Es liegt eine Schmerzerkrankung vor. Wir empfehlen eine schmerztherapeutische Vorstellung."
------------
Dazwischen habe ich zwar viele Ärzte auf Borreliose angesprochen, aber fast alle gehen nicht darauf ein (Modekrankheit, unzuverlässig zu diagnostizieren, winken ab....etc...ich habe den Eindruck, dass es wirklich schwer zu diagnostizieren ist und sich wegen einer (noch?) fehlenden wissenschaftlichen Belegbarkeit sowie der hohen Kosten (Budget, Rechtfertigung für die Krankenkasse) vermieden wird.

Wie sieht es bei Dir mit Gift-Belastungen (Amalgam, Pemethrin, Schimmel, E-Smog ...) aus?
Amalgam entfernt, E-Smog weitgehend abgestellt=negativ, Permethrin, Schimmel noch nicht getestet bzw.schwache toxische Belastung gem. Heilpraktiker beseitigt, kein Detail vorhanden.

Wie sieht es mit Vitamin- und Spurenelemente-Mangel aus? Was weißt Du da?
25-OH Vitamin D3 =51,4 ng/ml (ich nehme seit 2012 -5000 IU tgl als Nahrungsergänzung)
B 12 wurde nur einmal äußerst widerstrebend untersucht, lag im Normbereich (habe darauf bestanden, weil ich zum damaligen Zeitpunkt mehrer Wochen die 6fache Empfehlungsdosis -oral- genommen habe als Test und es ging mir besser) -bei dem HA bin ich nicht mehr, war in der hypochondrischen psychosomatischen Schublade...."was wollen Sie denn noch alles untersucht haben.....sie waren doch schon überall.......

Ist die Schilddrüse gründlich untersucht worden?
2006 angeblich Knoten, Werte aber ok. Nachkontrolle einige Wochen später negativ.
Nachfolgend alle Ultraschall (zuletzt 2014) unauffällig, Werte schwankend, aber stets im Normbereich.

Soweit zu Deinen Fragen. Ich brauche erst wieder eine Bewegungspause...
LG
 
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Hallo Datura,
danke für Deine Mühe.
Ich finde, alles an Deiner Geschichte schreit nach chronischen Infektionskrankheiten, besonders die Borreliose schreit besonders laut, es können alle drei im Verbund sein.
Ich vermute dies auch als Ursache, die Symptome passen ja weitgehend, ich brauche eine/n Arzt/Ärztin der dies untersuchen w i l l und k a n n.

Die nächste Anlaufstelle ist glaube ich für mich in Stade...aber der Weg...die Fahrerei......will dies mal mit meiner HA übernächste Woche besprechen.

Antikörper wird man nicht nachweisen können, auf Grund der Cortisongabe.
das ist mir neu!

LTT's könnten Aufschluss geben, Nachfragen im IMD Berlin.
..eine Erleichterung für meine Ärztin.Werde es vorbereiten.

LG Kirra
 
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Hallo Kämpferin,
danke für Deine Mühe.

Ein positiver IgG besagt lediglich, dass eine Infektion vergangen ODER chronisch/persistierend ist. In der Schulmedizin sind chronische Infekte generell höchst umstritten, weshalb jeweils fälschlicherweise schnell gesagt wird, der Infekt sei vergangen…
Aha! Demnach -wenn ich mit Euren Tipps so nachprüfe- also einiges "chronisch"....
ich frage mich, warum die Ärzte das nicht meinen????

Hattest du im Jahr 2006 auch irgendwelche Symptome im Verdauungstrakt? Hast du heute keine Symptome im Verdauungstrakt? Bis anhin hast du „nur“ Blut im Stuhl erwähnt.
2006 -nicht dass ich mich erinnern könnte.
Ich hatte 1988 eine Schimmelpilzvergiftung durch Paranüsse, 3 Wochen Durchfall und Erbrechen, bis dann endlich Mhyrrillin Intest half.....

Ernährung ist vorwiegend gesundheitsbewusst, also das morgendliche selbstgemixte Getreidemüsli, viel Salat, Obst, Gemüse, wenig Fleisch und kein Schwein mehr, wenn überhaupt, dann meist Vollkornbrot. Damit habe ich selten Verdauungsprobleme. Bewahrt mich aber erst jetzt in den letzten beiden Jahren nicht vor den (mir noch nicht ursächlich bekannten) plötzlichen, seltenen Inkontinenz-Vorfällen. Da tippe ich auf -falsche Bewegung HWS>Nervendruck...??, weil ich nichts ungewohntes gegessen oder getrunken hatte und einmal eine Blaseninkontinenz durch "Armhochheben", ein anderes mal (Blase und Stuhl) offensichtlich die Folge von intensiver Krankengymnastik HWS>Schmerzen Nacken >Inkontinenz war. Nach einem solchen Vorkommnis lege ich mich solange hin, bis die Nackenschmerzen weggehen. Dann ist auch die Verdauung wieder ok. Außer Stuhlinkontinenz, das konnte ich noch nicht einer Fehlbewegung zuordnen.

Der (wegen diagnostizierter Nervenschmerzen) Behandlungsversuch mit Lyrica hat mich allerdings grässlich "verstopft", ich hatte Sehstörungen, Wortfindungsstörungen, war "benebelt" im Denken und Handeln, also Abbruch/Ausschleichen nach 3 Wochen.

Ist zwar OK, dass eine Darmspiegelung geplant ist. Aber ich persönlich könnte mir vorstellen, dass du auch im Verdauungstrakt einen Infekt hast (welchen man bei der Darmspiegelung nicht sehen würde bzw. in seltenen Fällen höchstens deren Auswirkung). GANZ GENERELL kommen folgende Erreger mehr oder weniger oft im Verdauungstrakt vor (wobei sich natürlich auch Erreger wie z.B. Borrelien oder Chlamydien dorthin verirren können): Yersinien, Campylobacter, Shigellen, Salmonellen, Helicobacter pylori, Clostridium difficile (eher weniger), Parasiten (z.B. Würmer, Lamblien, Amöben etc.). Falls du „nur“ ein kleines bisschen Blut im Stuhl und evt. auch Juckreiz am After hast, könnte es sich um Pilze oder Parasiten (z.B. Würmer) handeln.
Darauf werde ich meine HA und den Gastroenterologen ansprechen, danke für den Tipp, gut zu wissen.
Fällt mir noch ein: 1978 hatte ich wegen starker extrem schmerzhafter Bauchkrämpfe eine Blinddarmentfernung. Der Blinddarm war jedoch unauffällig. Der Darm war entzündet- Biopsie mit Verdacht auf Morbus Chron- wurde aber nicht bestätigt- und nach drei Wochen war ich wieder "fit". Diese Bauchkrämpfe kamen bis jetzt nicht wieder, toi toi toi.

zu
:

Start damit war ein (Ratlos?)Behandlungsversuch meiner früheren Hausärzte. wurde Frühjahr 2012 hochdosiert, um flott wieder auszuschleichen, um mich in Rheumaklinik wegen starker Besserung einzuweisen- weil ja die Blutwerte davor für diese Praxis nichts gravierendes ergeben haben. Nach dem Motto: also ist da doch was entzündliches...
In der Rheumaklinik: "Unter Cortison können wir sie nicht vernünftig untersuchen" (haben aber später-ohne Cortison-auch nichts anderes untersucht und nur die -meines Erachtens- Verlegenheitsdiagnose Fibromyalgie bestätigt).

Cortison habe ich dann bei meinem zweiten Hörsturz/Bandscheibenvorfall HWS vom HNO nochmals hochdosiert bekommen, um wieder herunterzuschleichen.
Einige Monate später bei der Heilpraktikerin: NNR-Schwäche. Pregnenolon.
(Vorstufe u.a. von Cortison) Erst dann auffallende gesamte Besserung. Das ist ja Privatzahlungsvergnügen, habe ich einige Monate durchgezogen, dann ausgeschlichen.

2013 nach dem "Armhebe-Inkontinenz-Vorfall" und mittlerweile arbeitsunfähigen Schmerzen wieder niedrigdosiert 2,5 mg Prednisolon begonnen und endlich zu meiner jetztigen HA gewechselt.

Erst letzten Monat wurde beim Endokrinologen die NNR-Insuffizienz(Blutentnahme nachmittags 16:00 Uhr),
festgestellt wurde.
Na 138 mmol/l
K 4,32 mmol/l
Cortisol 1,96 µg/dl
ACTH 7,51 pg/ml
Aldosteron <3,7 ng/dl
Metaneph PL 27,1 pg/ml
Nometa PL 61,7 pg/ml
Renin 32,6 µU/ml
AldoReninQuot 0,11 Qu
Chromogranin 60,62 µg/l

In Bezug dazu ist die Angabe im Bericht dazu "Medikamente am Tag der Vorstellung, zuletzt 5 mg Prednisolon, nicht am Untersuchungstag" nicht korrekt, selbstverständlich hatte ich 5 mg Prednisolon, 50/75-100/150 mg Voltaren, 10 mg Ramilich- sonst hätte ich den Weg dorthin gar nicht geschafft. Außerdem weiß ich, dass Prednisolon und Ramilich kontinuierlich genommen werden müssen. Und habe dies (auch ob 1 oder 2 Voltaren/Diclofenac -heute erinnere ich mich nicht mehr genau daran) auch auf dem Patientenfragebogen angegeben.
Außerdem stört mich die Angabe: "Ursache langjährige Cortisoneinnahme wegen Fibromyalgie". 1. nicht langjährig, 2. Cortison hilft nicht bei Fibromyalgie...degradiert ja meine HA. Und die vorgeschlagene Therapie ist: "Wechsel auf (das kurzwirksame) Hydrokortison.Nähere Untersuchung erst nach 3 Monaten Umstellung möglich"
Tut mir leid, den Sinn muss ich noch erforschen....(?)

Dagegen steht im Dezember 2012 beim Internisten (? damals Ursache Bluthochdruck- wurde nicht gefunden-kardiologisch ok)
Blutentnahme 8:00 früh u.a.
Cortisol 203,4 (-also ein bischen zu hoch)
Aldosteron 73
Kalium 5,0
Natrium 144 etc.
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mein Heilpraktiker meinte dazu, typischerweise wäre bei einer NNR-Schwäche morgens das Cortisol erhöht, um im Laufe des Tages furchtbar in den Keller zu fallen.
Dann habe ich mit Pregnenolon gestartet.
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Tests zur Infektionsdiagnostik sind leider generell sehr unzuverlässig
.
Das erklärt vielleicht auch, warum die Kosten dafür erspart bleiben.......

Wie schon bei Datura- ich werde die Empfehlung mit meiner HA besprechen und angehen
Spezialisierte Labors sind z.B. das Borreliose Centrum Augsburg sowie das Institut für medizinische Diagnostik in Berlin.
Familie Kinder betroffen
Ja. Ein Teil meiner Kinder hat ebenfalls HLA B 27. Es kommen (1.Kind)mit 15 Jahren Blutdruckattacken, Herzrasen, Synkopen, ...mal ein gelähmtes Bein..., Durchblutungsstörungen Finger (Raynaud) vor- keine Epilepsie, außerdem verschwinden die Symptome ja wieder-
sowie -dann später mit 17- arthrotische Veränderungen der Füße-, Sehnenabriss Hüfte... .
Meist lässt sich das nicht greifbar erklären, die freundliche Frage des Notarztes "simuliert sie wohl mal? Geht sie gerne in die Schule?" bis dann eine Bandscheibenvorwölbung LWS und Spinalkanalverengung HWS festgestellt wird.....gerade rätselhafte Blutergüsse (ca. Durchmesser jeweils 5 cm) rund um Insektenstiche - aber Blutgerinnungswerte in Ordnung.
Hat -wie ich auch- "unspezifische Gliosen/gliotische Narbe" , bei Kind gerade rückläufig (?), meine sollen ja nächsten Monat noch näher untersucht werden.

2tes Kind mit 12 J Gallensteine und Gelbsucht, mit 18 Bluthochdruck..(ist jetzt wieder verschwunden..), das 3.Kind mit 26 einen Hörsturz...
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Die älteren entfernten Familienmitglieder haben meist "Rheuma",es gibt einen Fall von Polydaktylie und ein Down-Syndrom;etliche kinderlos; viele sind auch jung verstorben (nichts näheres bekannt, in diesem Kreis schweigt man sich aus....), meine eigenen 4 Geschwister sind 1x jung (bewusstlos im Strassenverkehr) verunglückt, 3 davon im Säuglingsalter oder mit ein paar Monaten gestorben. Meine Eltern haben darüber nichts preisgegeben und heute kann ich sie nicht mehr fragen, ich selbst war eine Frühgeburt. Mein Vater starb früh an Herzversagen, Mutter war über 30 Jahre tablettenabhängig-depressiv....manche Blutwerte wie das typische familiäre etwas zu hohe Cholesterin (auch meine Kinder), die verformten Hände meiner Mutter... weisen jedoch auf einen Zusammenhang.

Bislang habe ich noch keine Unterstützung für eine genetische Untersuchung gefunden. Jeder Arzt sagt nur, schwierig, es sollte zielgerichtet sein, wäre sehr komplex....

Genau deshalb bin ich so hartnäckig in der Suche. Behandeln können wir doch erst, wenn wir wissen, w a s. Meinen Kindern zumindest soll mein Weg doch erspart bleiben.

LG Kirra
 
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Hallo Paula3,
danke für Deine Antwort. Auch das sind gute Anhaltspunkte, vieles neu, was man nicht mehr einfach so googelt. Teilweise bin ich auf Deine Anregungen schon in meinen heutigen Antworten eingegangen bei Kämpferin, Datura und Oregano. Und muss leider für heute aufhören vor PC, auch mit vielen Pausen, ich muss jetzt mich eine Weile hinlegen und darf heute bestimmt nicht mehr Stehen oder Sitzen, sonst habe ich die ganze Woche was davon.

Man kann Läuse und Flöhe haben, aber wenn man die Sachen benennt, finden sich auch Wege da wieder raus!
das meine ich auch! Auch Dir
Alles Gute!
 

Paula3

nur kurz (habe auch meine Probleme)

Du mußt bitte unbedingt noch die Normwerte (den Bereich von bis) dazu schreiben, sonst ist eigentlich keine Aussage möglich.

Cortisol 1,96 µg/dl – kenne ich eine Norm von 5 -25 ug/dl
Demnach wäre dein Cortisol im Blut - selbst für die Zeit 16:00 - extrem niedrig !!

ACTH 7,51 pg/ml - kenne ich eine Norm von 15-60-70 pg/ml
Auch das wäre extrem niedrig

Vorausgesetzt, dein Labor hätte ähnliche Normwerte, dann sprächen diese Werte für eine sekundäre Nebennierenrinden-Insuffizienz! Sekundär bedeutet, die Ursache liegt nicht in der NNR selbst, sondern in der Hypophyse (oder im Hypothalamus).
Bist du mal auf den Kopf gefallen oder hattest einen Unfall mit Kopfbeteiligung? Ist mal ein MRT von der Hypophyse (mit Kontrastmittel) gemacht worden?

Aldosteron <3,7 ng/dl - ?

Renin 32,6 µU/ml
- kenne ich einen Normbereich von 7.0 – 40

AldoReninQuot 0,11 - kenne ich eine Norm von 0-20

Metaneph PL 27,1 pg/ml - kenne ich < 90 (Abbauprodukt von Adrenalin und Noradrenalin)

Nometa PL 61,7 pg/ml - kenne ich < 180 pg/ml (Abbauprodukt von Adrenalin und Noradrenalin)
 
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Hallo Paula,
Normwerte sind identisch,
Aldosteron <3,7 ng/dl - Norm 4-35

sekundär...könnte ich auch eher glauben. Möchte beim Endokrinologen nachhaken, ob er nun meine Tabletten-Einnahme berücksichtigt hat oder nicht (der Widerspruch im Bericht.....)

MRT Kopf Auszug Bericht "unspezifische Gliosen beidseits im peri- und supraventrikulären Marklager, unauffällige MRT des Neurocraniums, insbesondere kein Nachweis von Veränderungen hinweisend auf eine Gliomatosis cerebri". (das war die Fragestellung der Überweisung).

Was das bedeutet,erfahre ich vielleicht beim Neurologen Mitte September.

Klar bin ich öfter auf den Kopf gefallen (oder mir etwas). Das gravierndste war aber schon in der Jugend, Salto auf Schwebebalken. Aber da wurde nicht gefackelt, ich fiel ja nicht um -hatte keine oder wenig Kopfschmerzen -und weiter gings...(heute würde ich sowas klären lassen...!), ein paar massive Stürze mit oder vom Pferd...aber alles schon etliche Jahre her.
1994 wurde das erste MRT gemacht (Armlähmung links, Verdacht auf Schlaganfall, wurde aber nicht bestätigt- und diese Unterlagen habe ich nicht)
Bekam damals hervorragende Infusionen und Krankengymnastik, nach 1/2 Jahr war der Spuk verschwunden und ich wieder wie "neu" - zumindest 1995....
Kann ja mal versuchen, ob ich da noch rankomme - denke grade drüber nach, ob zwar Schlaganfall ausgeschlossen wurde, aber vielleicht -so wie jetzt beim MRT- doch etwas anderes auffällig war, worauf aber nicht weiter eingegangen wurde....?

Ich weiss nicht, ob die Gliosen im jetztigen MRT etwas zu tun haben mit NNR?

LG Kirra
 
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Vermutlich ein Bestimmungsfehler.
Bei einem Natriumwert von 144 ist so ein hohes Kalium unwahrscheinlich.
Kalium gehört zu den empfindlichsten Laborwerten (auch Magnesium gehört dazu).
Wenn der Arzt das Blut nicht innerhalb einer halben Stunde nach der Blutentnahme zentrifugiert und abpippetiert und dann sofort ans Labor sendet, steigt der Wert an.
Und die 5,0 sprechen dafür, dass der Wert angestiegen ist, es sei denn, Du hast vor der Blutentnahme viele kaliumnhaltige Lebensmittel zu Dir genommen.

Mich wundert, dass das Wort Magnesium in diesem Thread noch nicht gefallen ist.
Du hast einige Symptome, die für einen Mangel an Magnesium, an Kalium, an Calcium sprechen.
Diese Mängel machen nämlich Krämpfe und von Krämpfen berichtest Du wiederholt.

Krämpfe nachts Hände - was bis nachmittags anhält...oder monatelange Kopfschmerzen, die dann wieder "weg" sind......Waden oder Oberschenkelkrämpfe - auch das mal ja, mal nein.
Typische Symptome bei Mängeln an Magnesium, evtl. auch an Kalium und Calcium.
Das Herzrasen, das Du auch schilderst, würde für einen Kaliummangel sprechen, evtl. auch noch für einen Mg-Mangel.

Was nimmst du von diesen Substanzen täglich ein?`

Ich würde eine -korrekte- Blutentnahme empfehlen.
Bei Mg kann man auch im Vollblut bzw. in den Erythrozyten das Mg bestimmen.

Wie sieht es mit dem Eisenstoffwechsel aus?
Hast Du evtl. viel Eisen im Blut?
Wurde mal das Ferritin in letzter Zeit bestimmt und war dies hoch oder erhöht?
Die Arthrose könnte auf die Eisenspeicherkrankheit hinweisen.
Dann wäre auch erklärt, weshalb Du Schlafstörungen hast, weil die Eisenspeicherkrankheit eine Leberkrankheit ist und eine kranke Leber zu Schlafstörungen führt.

Ich würde auch raten, Vitamine und Mineralstoffe zu überprüfen, bevor ich an seltenere Ursachen herangehe.

Lg
margie
 

Datura

in memoriam
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Zum Cortison :

Das hat unter anderem die unangenehme Eigenschaft, das Immunsystem runterzufahren (Kampf oder Flucht wird vorbereitet, Entzündungen kann da keiner brauchen).

Mit den Antikörpern misst man ja einen Teil des Immunsystems. Wenn das nun ein bisschen supprimiert ist, werden nicht genügend Antikörper gebildet, um eine Erhöhung nachzuweisen.

Außerdem können die durch die Infektionskrankheiten hervorgerufenen Entzündungen und Beschwerden natürlich auch durch das Cortison zunächst zurückgehen, man denkt hurra, gefunden, um später umso stärker wieder auszubrechen.

Grüße von Datura
 

Paula3

Margie, das Kalium von 5 war ein Wert von 2012, aktuell sind Kalium und Natrium gut (was allerdings bei einem Aldosteronwert unter der unteren Norm schon erstaunlich ist. Aber der Aldosteronwert stimmt oft nicht.)
Na 138 mmol/l
K 4,32 mmol/l
Zum Cortison:
Das hat unter anderem die unangenehme Eigenschaft, das Immunsystem runterzufahren
Datura, Cortison ist ein lebenswichtiges Hormon, wenn zu wenig da ist, arbeitet das Immunsystem nicht richtig. Wenn zu viel da ist, wird das Immunsystem unterdrückt. Was du weiter schreibst, trifft NUR auf zu viel Cortisol zu, nicht wenn lediglich durch physiologische Dosen ergänzt wird, was fehlt.

kirra123, also Gründe für eine Störung der Hypophyse gäbe es bei den vielen
Kopfprellungen durchaus. Sollte unbedingt geklärt werden. Brauchst auf jeden Fall eine neue Aufnahme: Hypophyse muß im MRT mit Kontrastmittel dargestellt werden.

Grüsse
 

Datura

in memoriam
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wurde Frühjahr 2012 hochdosiert, um flott wieder auszuschleichen, um mich in Rheumaklinik wegen starker Besserung einzuweisen-
Cortison habe ich dann bei meinem zweiten Hörsturz/Bandscheibenvorfall HWS vom HNO nochmals hochdosiert bekommen, um wieder herunterzuschleichen.
Das sind keine physiologischen Dosen, wenn ich das richtig verstehe.

Datura
 
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Mit der korrekten Bestimmung empfindlicher Laborwerte ist das immer so eine Sache:
Margie, das Kalium von 5 war ein Wert von 2012, aktuell sind Kalium und Natrium gut (was allerdings bei einem Aldosteronwert unter der unteren Norm schon erstaunlich ist. Aber der Aldosteronwert stimmt oft nicht.)
Na 138 mmol/l
K 4,32 mmol/l
Aber die Blutentnahme war nachmittags um 16 Uhr, d. h. sicher nicht nüchtern. Wenn zuvor kaliumhaltige Ernährung bzw. Getränke zugeführt wurden, steigt der Wert natürlich an.
Die Frage ist, ob das Blut denn noch am selben Tag im Labor angekommen ist, wenn es erst um 16 Uhr abgenommen wurde?
Da auch Hormonwerte abfallen, wenn sie nicht schnell bestimmt werden und die mitabgenommenen Hormonwerte auch ziemlich niedrig erscheinen, würde ich stark vermuten, dass diese Blutentnahme beim Endokrinologen nicht ganz korrekt war.

Aber auch der Endokrinologe kann das Kalium falsch behandelt haben, so dass der Wert von 4,32 beim Kalium vielleicht auch nach der Blutentnahme angestiegen sein könnte und bei richtiger Behandlung evtl. deutlich davon nach unten abgewichen wäre.
Denn nach meiner Erfahrung schaffen es niedergelassene Ärzte so gut wie nie, einen Kaliumwert korrekt abzunehmen:
Ich habe immer dann die niedrigsten Kaliumwerte, wenn das Blut im Krankenhaus (vor allem in der Notfallambulanz, wo die Bestimmung schnell erfolgt) oder im Labor selbst abgenommen wird, d. h. wenn gewährleistet ist, dass der Wert umgehend untersucht wird.

Termine beim Endokrinologen würde ich so früh am Vormittag wie nur möglich machen - auch wegen des Cortisols, aber auch deshalb, weil bei den meisten Ärzten morgens der Laborfahrer kommt und das Blut nicht über Nacht in der Arztpraxis liegen bleiben sollte. Die Werte werden nicht besser, wenn sie länger lagern.

lg
margie
 
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