Nebenwirkungen von Tamoxifen bei Brustkrebs

belladonna1

Vor 2 1/2 Jahren wurde bei mir Brustkrebs diagnostiziert und meine linke Brust brusterhaltend operiert. Danach bekam ich Tamoxifen, was ich zunächst auch gut vertragen habe. Nach ca. einem Jahr begannen Schmerzen in den Händen und Füßen, im Nackenbereich, in den Knien und im Rücken. Trotzdem habe ich versucht, meinen Sport (Joggen) weiterzumachen, was mir zunehmend schwerer fällt. Meine Gynäkologin hat nun das Tamoxifen erst mal abgesetzt, um zu sehen, wie es mir damit geht. Die Schmerzen habe ich jedoch weiterhin, obwohl ich jetzt seit 3 Monaten kein Tamoxifen mehr nehme. Ich bin auch beim Orthopäden in Behandlung, wo mir heute Blut abgenommen wurde, um zu sehen, ob es sich um Rheuma oder Arthrose handelt. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
 
wundermittel
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Hallo Belladonna,

Tamoxifen wurde ja schon abgesetzt. Grundsätzlich erst mal, falls die Einnahme nochmal empfohlen wird, sollte man wissen, dass das Medikament besser erst nach einem Gentest eingesetzt werden sollte auch bei der neuen Studienlage.

Tamoxifen und das Enzym Cytochrom P450 2D6
mamazone e.V. | Welcher CYP2D6-Typ sind Sie?

Tamoxifen-Behandlung bei Mammakarzinom

Tamoxifen-Therapie bei Mammakarzinom

Cytochrom P450

Hintergrundinformation
CSN Blog » Vorsicht Nebenwirkung – Medikamente können bittere Pillen werden

Natürlich muss jetzt eine Ausschlussdiagnostik erfolgen, um die Ursache der Scherzen herauszufinden. Wenn der
Orthopäde keine Auffälligkeiten findet, ist es ratsam auch noch einen Endokrinologen oder Internisten aufzusuchen.
Am Besten allerdings ist es, einen Hausarzt aufzusuchen, der zu Ausschlussdiagnostik koordinieren kann.

Viele Patienten haben auch einen starken Vitamin D-Mangel. Auch das kann Ursache von Knochenschmerzen sein.
Vielleicht lässt das der Orthopäde schon überprüfen.

Bei Brustkrebs sollte man auch die Ernährung überdenken:

CSN Blog » KREBS VORBEUGEN TEIL V “Die Milch macht’s” ?

https://www.symptome.ch/vbboard/krebs/121658-milch-promoter-westlicher-zivilisationskrankheiten.html

https://www.symptome.ch/vbboard/kre...en-lieben-zucker-patienten-brauchen-fett.html

LG Juliane
 
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Ja, die künstlichen Hormone, die wohl oft bedenkenlos eingesetzt werden:

Hormone als Krebsrisiko

Der Einfluss der Hormontherapie auf das Brustkrebsrisiko

Bei einer Hormontherapie können die Art der eingenommenen Hormone und die Dauer der Behandlung entscheidenden Einfluss haben, wie diverse Untersuchungen ergaben, darunter auch eine Studie von Wissenschaftlern aus Hamburg und Heidelberg mit fast 3.500 Brustkrebspatientinnen und mehr als 6.500 nicht an Brustkrebs erkrankten Kontrollpersonen.

In dieser Studie hatten Anwenderinnen einer Kombinationsbehandlung aus Östrogen und Gestagen ein doppelt so hohes Brustkrebsrisiko wie Frauen, die nie eine Hormonersatztherapie erhalten hatten. Eine alleinige Östrogeneinnahme steigerte das Brustkrebsrisiko um 15 Prozent. Allerdings stieg das Risiko unter Hormonersatztherapie nur dann, wenn die Hormone länger als fünf Jahre eingenommen wurden.

Brustkrebs: Östrogen nur einer von vielen Risikofaktoren

Freundliche Grüße
Miglena
 
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regulat-pro-immune

belladonna1

Hallo Juliane,
vielen Dank für die interessanten Informationen. Ich habe heute meine Kontrolluntersuchung bei meiner Gynäkologin, dort werde ich das Thema ansprechen. Ich suche außerdem nach Alternativen zu Tamoxifen.
 
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@ all hier im Strang: Ich nahm von 2008 bis 2010 Femoston gegen Wechseljahresbeschwerden ein. Ende 2010 Diagnose Brustkrebs - hormonbedingt. Ö+Pro. zu je 95 %.
Starker Tobak, oder? Ich machte dann Alternativen und bin den Tumor los und auch körperlich gut drauf.
Hormone - v.a. künstliche - davon kann ich nach meiner negativen Erfahrung nur abraten. Wenn Hormone, dann körperidentische. Muss man jedoch selbst bezahlen.... Und nicht jeder Arzt kennt sich aus, denn da braucht man mehr Wissen als das über Östrogen, FSH und LH. ;-)
Dir, belladonna und Euch allen alles Gute und Gesundheit
Anomar
 

belladonna1

Hallo Anomar,
das ist ja wirklich interessant. Für welche Alternativen hast Du Dich denn entschieden, und wie bist Du den Tumor losgeworden? Ist er denn nicht operativ entfernt worden?
Tamoxifen ist ja ein Anti-Östrogen, damit der Körper KEINE Hormone mehr produziert. Leider hat es viele Nebenwirkungen.....
 
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30.06.12
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Hallo Belladonna, ich habe die ECT machen lassen und zusätzlich habe ich die Ernährung umgestellt und vieles mehr. Das kannst du, wenn du magst auf meiner Webseite verfolgen. Willkommen. Oder schau dich im Forum um, da findest du einiges. (Chemotherapieverweigerer)

Op ist bisher nicht in Frage gekommen. Die ECT ist eine gute Alternative, v.a. bei kleineren und oberflächig liegenden Tumoren.
Über Tamoxifen habe ich viel gelesen. Habe es aber nicht nehmen müssen, weil ich Alternativen mache. Außerdem bin ich in den Wechseljahren und mein Östrogen ist sowieso am Boden, seit ich nach der Diagnose die Femoston absetzte. Ich habe ähnliche Probleme wie die Frauen, die Tamoxifen nehmen müssen (sind aber auszuhalten).
L.G. anomar
 
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