Methylierung - Interpretation der Laborergebnisse

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Hallo Xianjiao,

ich habe noch eine Info zur erhöhtem SAM gefunden:

„Eine Über-Methylierung entsteht, wenn zu viel SAM in Zirkulation ist. Dies kann einerseits durch falsche Nahrungsergänzung passieren, aber auch dadurch, dass das SAM nicht verwertet werden kann – zum Beispiel durch genetische Mutationen.

Etwa 70% des SAM fließen normalerweise in die Kreatin-Synthese. Kreatin ist ein wichtiger Stoff für den Aufbau und die Funktion der Muskeln. Ist die Kreatin-Synthese gestört – zum Beispiel durch Mutation der Gene AGAT oder GAMT – kann das SAM nicht verwertet werden und zirkuliert in erhöhten Spiegeln: Der Körper ist übermethyliert.“

Quelle: https://www.vitaminb12.de/methylierung-zyklus/
Die Seite ist auch in Bezug auf Methylierung umfassend und interessant.

William Walsh sagt in seinem Buch Nutrient Power:

“…Overmethylation can result from inefficient utilization of SAMe, especially in the creatine pathway. Normally, more than 70% of SAMe produced in the one-carbon cycle is consumed in the production of creatine. SNP mutations in this process can result in an overabundance of unused SAMe throughout the body.”

Das ist sehr sehr ähnlich zu dem, was auf der o.g. Website erklärt wird (hat da jemand abgeschrieben?).

Jetzt wäre es interessant, Xianjiao, wie es um Deine Muskelmasse steht, bzw wie Dein BMI ist, denn Kreatin ist am Muskelaufbau beteiligt.

Grüße, Yano
 
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Habe ich alles testen lassen. Ich wollte in diesem Faden eine Diskussion über HIT eigentlich vermeiden, da es mir hauptsächlich um den Teil Methylierung geht. Hätte den Beitrag sonst ja auch im Unterforum für HIT gepostet. Der Vollständigkeit halber: Alle Nährstoffe waren soweit im Grünen Bereich. Kupfer war am unteren Ende, das supplementiere ich nun (alle paar Tage 2mg) seit einiger Zeit. Selen (nicht direkt in Bezug auf HIT) war ebenfalls um unteren Bereich. Gleiches Spiel wie bei Kupfer. 200mg alle paar Tage, ansonsten viel Kokosnuss.


Der Histamin-Stoffwechselweg ist hier ganz gut beschrieben (Achtung PDF-Datei): https://www.biovis-diagnostik.eu/wp-content/uploads/Biovis_Histamin_2019_DE.pdf

Die weiteren Faktoren sind demnach die Vitamine B2, B9 (Folat), B12 und Magnesium.

Letztlich sagen im Blut gemessene Vitaminspiegel wenig aus, da nicht bekannt ist, was sich in den Zellen abspielt. Daher ist auch eine Diagnose (und dann auch Therapie) nur aufgrund von Blutwerten schwierig (aber ein gutes Geschäft für die Labore ;)).

Noch zum Thema Methylierung: Hier finde ich den Ansatz von William J. Walsh interessant, der als Goldstandard zur Bestimmung des Methylierungsstatus das Verhältnis von SAMe zu SAH (S-Adenosyl-Homocystein) ansieht. Das Verhältnis stellt nämlich eine Aussage unter Berücksichtigung aller (Gen- und Enzym-) Einflüsse dar.

Die Messung von SAMe/SAH war bis vor kurzem nur in USA möglich, wird aber seit wenigen Wochen von einem größeren deutschen Labor angeboten. Weiteres findet sich z.B. im Buch von William Walsh (in englischer Sprache) oder auch in seinen Youtube Videos. Walsh sieht bestimmte "Krankheiten" als Folge von Unter- bzw. Übermethylierung an.

Grüße, Yano

Interessant, aber bevor ich noch einen Parameter messen lasse mit dem ich dann nichts anfangen kann, müsste ich etwas mehr wissen in Bezug auf...Was tue ich bei welchem Verhältnis. Ist das in dem Buch beschrieben? Wie heißt das Buch? Kann bei Amazon nur eins von Walsh finden: Nutrient Power. Ist es dieses? Da scheint es am Ende ein Kapitel zum Thema Methylation zu geben. Englisch ist für mich kein Problem.

ja genau. man kann natürlich auch endlos theoretisieren oder pillen schlucken.
aber man kann halt auch einfach etwas machen um alles zu normalisieren............

Keine Ahnung was Du meinst. Hier geht es nicht (direkt) um HIT - Ich habe über Jahre ein Nahrungsmitteltagebuch geführt und weiß über HIT sehr genau Bescheid. Was genau ist für Dich "etwas machen"?

Dysregulierung der Körpertemperatur ist ein Problem von chron. Nervenentzündungen und drum so häufig bei CFS und Fibromyalgie: die Vasokonstriktion reguliert die Körpertemperatur. Vasikonstriktion bedeutet, dass sich bei Kälteexposition die auf der Haut liegenden Blutgefässe zusammenziehen und den Ruheumsatz um ein Vielfaches steigern. Reguliert wird die Vasokonstriktion hauptsächlich vom sympath. Teil des autonomen Nervensystems. Bei Kälte wird Noradrenalin aus sympath. Nervenendigungen freigesetzt und induziert über α-Rezeptoren eine Vasokonstriktion, dabei zeigen Extremitäten eine starke Vasokonstriktion, weil sie hauptsächlich α-Rezeptoren enthalten.

Eine interessante Rolle spielt hier der Plexus renalis, ein Nervenplexus, der die Niere sympathisch versorgt. Wenn diese Nervenfasern sympath. aktiviert werden, führt das zur Vasokonstriktion und zur Abnahme des renalen Blutflusses. Wenn der aufgrund von chron. Infektionen + Schadstoffen an den Rezeptoren dysreguliert, kommt es bei Kälteexposition zur Auskühlung. Ich hoffe, das ist jetzt nicht OT, aber indirekt hängt das Thema ja auch mit der Methylierung zusammen, da die Methylierung die gesunde Auseinandersetzung mit Infekten und Schadstoffen reguliert.

Sorry, aber für mich OT. Was ist dein Rat, wie hängt es mit den Laborwerten, deren Interpretation und nächsten Schritten zusammen?

Schau dir mal die notwendige Präanalytik zu den Werten auf einer Laborseite an und ob das strikt eingehalten wurde. Sonst sind die Ergebnisse eh nicht aussagekräftig.

Habe ich mir angesehen. Kann da nichts finden, was (von mir) nicht eingehalten worden ist.

Hallo Xianjiao,

ich habe noch eine Info zur erhöhtem SAM gefunden:

„Eine Über-Methylierung entsteht, wenn zu viel SAM in Zirkulation ist. Dies kann einerseits durch falsche Nahrungsergänzung passieren, aber auch dadurch, dass das SAM nicht verwertet werden kann – zum Beispiel durch genetische Mutationen.

Etwa 70% des SAM fließen normalerweise in die Kreatin-Synthese. Kreatin ist ein wichtiger Stoff für den Aufbau und die Funktion der Muskeln. Ist die Kreatin-Synthese gestört – zum Beispiel durch Mutation der Gene AGAT oder GAMT – kann das SAM nicht verwertet werden und zirkuliert in erhöhten Spiegeln: Der Körper ist übermethyliert.“


Quelle: https://www.vitaminb12.de/methylierung-zyklus/
Die Seite ist auch in Bezug auf Methylierung umfassend und interessant.

William Walsh sagt in seinem Buch Nutrient Power:

“…Overmethylation can result from inefficient utilization of SAMe, especially in the creatine pathway. Normally, more than 70% of SAMe produced in the one-carbon cycle is consumed in the production of creatine. SNP mutations in this process can result in an overabundance of unused SAMe throughout the body.”

Das ist sehr sehr ähnlich zu dem, was auf der o.g. Website erklärt wird (hat da jemand abgeschrieben?).

Jetzt wäre es interessant, Xianjiao, wie es um Deine Muskelmasse steht, bzw wie Dein BMI ist, denn Kreatin ist am Muskelaufbau beteiligt.

Grüße, Yano
Habe da jetzt keine konkreten Werte für dich, da ich bspw. keine Körperfettwaage habe. Ich denke aber nicht, dass ich in dem Bereich ein "Problem" habe. Bin männlich, 35, relativ sportlich (3-4 mal Fitnessstudio pro Woche (vor und nach Lockdown), Yoga fast täglich, viel Wandern und Fahrradfahren am Wochenende), BMI liegt bei 24,5, aktuell Tendenz fallend.

Danke nochmal an alle für die interessanten Informationen. Sorry, wenn ich bestimmte Beiträge etwas "zurückweise", aber wie gesagt, mir geht es hier um Ideen für konkrete nächste Schritte. Ich möchte nichts theoretisieren oder über andere Dinge wie die Körpertemperatur fabulieren. Ich bin da relativ methodisch: Messen, verstehen, handeln. Wenn es zu bestimmten Themen wenig Evidenz gibt, dann ist es leider nichts für mich.

Danke und schönen Sonntag
 
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Interessant, aber bevor ich noch einen Parameter messen lasse mit dem ich dann nichts anfangen kann, müsste ich etwas mehr wissen in Bezug auf...Was tue ich bei welchem Verhältnis. Ist das in dem Buch beschrieben? Wie heißt das Buch? Kann bei Amazon nur eins von Walsh finden: Nutrient Power. Ist es dieses?
Ja, das ist das Buch. Allerdings ist es eher allgemein gehalten und hat einige (eher wenige) verwertbare Hinweise. Ein paar Informationen können aus seinen Youtube Videos entnommen werden.

Walsh bieter ja auch Workshops und Seminare an, die man besuchen soll, daher wird er all sein Wissen nicht in einem Buch preisgeben (das Buch ist ursprünglich aus dem Jahr 2012!). Er bezieht sich auch eher auf bestimmte "Krankheiten".

Ich denke, dass gerade auf dem Gebiet der Methylierung und Genetik noch viel zu entdecken und zu forschen gibt. Das geht immer nur Schrittchenweise, ein kleiner Schritt ist vielleicht die Messung des Verhältnisses SAMe/SAH, die vor kurzen Einzug gehalten hat und erst weitere Erkenntnisse gesammelt werden müssen.

Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Erfahrungs- und Erkenntnisweg!

Gruß, Yano
 
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Ich möchte nichts theoretisieren oder über andere Dinge wie die Körpertemperatur fabulieren. Ich bin da relativ methodisch: Messen, verstehen, handeln. Wenn es zu bestimmten Themen wenig Evidenz gibt, dann ist es leider nichts für mich.


Ich bin mir nicht sicher, ob unser Forum Deinen Ansprüchen gerecht werden kann. Da musst Du dich besser an einen Arzt wenden.

Hier werden eher die Themen diskutiert und man tauscht sich über die Vorgehensweisen aus, die zum größten Teil im Bereich der Naturheilkunde und alternativen Medizin liegen, das heißt auch, dass es eher um Erfahrungsmedizin geht. Ich bin zum Beispiel in diesem Forum gelandet, weil „Messen“ und „Evidenz“ mich nicht weitergebracht haben und es „Handeln“ im Sinne einer Therapie für mich gar nicht gibt. Nur dadurch, dass ich selbst angefangen habe, meine Krankheit zu studieren und dadurch auch sie zu verstehen, habe ich die Möglichkeiten gefunden, im Sinne der Genesung mit Erfolg zu handeln. Meine Devise heißt: „Hilf dir selbst“. Dafür gibt es keine Evidenz.

Grüße, Panacea.
 
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Sorry, aber für mich OT. Was ist dein Rat, wie hängt es mit den Laborwerten, deren Interpretation und nächsten Schritten zusammen?


Die Methylierung wird reguliert über das Zusammenspiel unserer Zellen mit unserem Mikrobiom.
Eine Möglichkeit, hier anzusetzen, ist, bestimmte Probiotikastämme einzunehmen, die konkret den Methioninzyklus regulieren - möglicherweise hast Du ja zuwenig von diesen Mikroben.

Der Saccharomyces cerevisiae reguliert den Methioninzyklus und synthetisiert Methionin über die Methylierung von Homocystein. Wenn Methionin nicht richtig zu Homocystein metabolisiert wird, müsste, wenn ich es richtig verstehe, zuviel SAMe übrigbleiben. und dadurch auch zuviel Homocystein.

Saccharomyces cerevisiae reguliert jedenfalls den "Superpathway der Methioninbiosynthese. Du könntest Kefir ansetzen und so den Methioninstoffwechsel verbessern.
 
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26.05.21
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Ja, das ist das Buch. Allerdings ist es eher allgemein gehalten und hat einige (eher wenige) verwertbare Hinweise. Ein paar Informationen können aus seinen Youtube Videos entnommen werden.

Walsh bieter ja auch Workshops und Seminare an, die man besuchen soll, daher wird er all sein Wissen nicht in einem Buch preisgeben (das Buch ist ursprünglich aus dem Jahr 2012!). Er bezieht sich auch eher auf bestimmte "Krankheiten".

Ich denke, dass gerade auf dem Gebiet der Methylierung und Genetik noch viel zu entdecken und zu forschen gibt. Das geht immer nur Schrittchenweise, ein kleiner Schritt ist vielleicht die Messung des Verhältnisses SAMe/SAH, die vor kurzen Einzug gehalten hat und erst weitere Erkenntnisse gesammelt werden müssen.

Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Erfahrungs- und Erkenntnisweg!

Gruß, Yano
Danke Dir, eventuell gönne ich mir das Buch für ca. 15 Euro und schaue mal in die Videos rein. Klar, jeder muss irgendwie sein Geld verdienen, aber die Vorgehensweise ist natürlich nicht unbedingt im Sinne des "Patienten". Denke nicht, dass ich in absehbarer Zeit die Gelegenheit habe seine Seminare zu besuchen...Damit ist der Ansatz für mich eher schwierig weiter zu verfolgen. Es gibt zu der grundsätzlichen Logik allerdings im Internet auch viel Material zu finden, vor allem in Englisch. Trotz Recherche bin ich mir aber nach wie vor unsicher inwiefern solch ein Test mir weiterhelfen würde, da ich keine klare Idee habe wie ich dann daraufhin weiter fortfahren. Anscheinend bin ich ja eher Übermethyliert (zumindest in den ersten Schritten des Kreislaufs). Jetzt gibt es ja im Grunde zwei Möglichkeiten:
- SAMe/SAH Ratio in Ordnung (anscheinend wird bei einem Wert >4 als Referenzbereich ausgegangen) -> Was mache ich dann mit den anderen Werten? Ignorieren, weil das Verhältnis in Ordnung ist?
- SAMe/SAH Verhältnis <4 -> Was mache ich dann? Ziel wäre es dann ja vermutlich den SAMe Wert zu reduzieren, da dieser ja für sich genommen erhöht ist. Wie würde ich das hinbekommen?


Ich bin mir nicht sicher, ob unser Forum Deinen Ansprüchen gerecht werden kann. Da musst Du dich besser an einen Arzt wenden.

Hier werden eher die Themen diskutiert und man tauscht sich über die Vorgehensweisen aus, die zum größten Teil im Bereich der Naturheilkunde und alternativen Medizin liegen, das heißt auch, dass es eher um Erfahrungsmedizin geht. Ich bin zum Beispiel in diesem Forum gelandet, weil „Messen“ und „Evidenz“ mich nicht weitergebracht haben und es „Handeln“ im Sinne einer Therapie für mich gar nicht gibt. Nur dadurch, dass ich selbst angefangen habe, meine Krankheit zu studieren und dadurch auch sie zu verstehen, habe ich die Möglichkeiten gefunden, im Sinne der Genesung mit Erfolg zu handeln. Meine Devise heißt: „Hilf dir selbst“. Dafür gibt es keine Evidenz.

Grüße, Panacea.
Mag sein, dass ich etwas andere "Ansprüche" als Du (und andere) an diese Forum habe. Sicherlich muss nicht alles immer perfekt wissenschaftlich belegt sein, aber zumindest etwas mehr anekdotische "Evidenz" wäre mir wichtig. Nur weil ein Heilpraktiker der Meinung ist, dass eine Untertemperatur zu chronischen Krankheiten führt, würde ich mich nicht auf diesen Weg begeben und dies weiter verfolgen. Gibt es hier im Forum (oder anderswo) denn Menschen die durch eine Körpertemperatur-Behandlung gesund geworden sind? Das wäre wirklich interessant. Glaub mich, ich bin niemand der erwartet, dass mir hier eine Lösung auf dem Silbertablett serviert wird. Ich habe mich mit Histaminintoleranz bis ins letzte Detail beschäftigt, zig Bücher gelesen und alles was ich an Internetseiten finden konnte studiert. Zusätzlich habe ich natürlich auch selbst gehandelt, Nahrungsmittellisten geführt etc. pp. Leider findet man zum Thema Methylierung sehr wenig, daher der Weg ins Forum. "Hilf Dir selbst" funktioniert halt nur mit entsprechenden Informationen oder wie sollte ich mit dem Thema Methylierung umgehen?


Die Methylierung wird reguliert über das Zusammenspiel unserer Zellen mit unserem Mikrobiom.
Eine Möglichkeit, hier anzusetzen, ist, bestimmte Probiotikastämme einzunehmen, die konkret den Methioninzyklus regulieren - möglicherweise hast Du ja zuwenig von diesen Mikroben.

Der Saccharomyces cerevisiae reguliert den Methioninzyklus und synthetisiert Methionin über die Methylierung von Homocystein. Wenn Methionin nicht richtig zu Homocystein metabolisiert wird, müsste, wenn ich es richtig verstehe, zuviel SAMe übrigbleiben. und dadurch auch zuviel Homocystein.

Saccharomyces cerevisiae reguliert jedenfalls den "Superpathway der Methioninbiosynthese. Du könntest Kefir ansetzen und so den Methioninstoffwechsel verbessern.
Das finde ich sehr interessant. Es scheint sich ja hier um normale Backhefe zu handeln, welche ich eine Zeit gemieden habe, da es eigentlich mit HIT nicht so gut zusammenpasst. Zumindest bei vielen Betroffenen verursacht Hefe Beschwerden. Kefir trinke ich jetzt schon eine Zeit regelmäßig und es tut mir gut. Denkst Du das die Hefe auch in dem käuflichen Kefir drin ist, oder sollte ich lieber welchen selber ansetzen? Bisher habe ich mich davor gedrückt, wegen des Aufwands.

Grüße
 
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20.08.09
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Mag sein, dass ich etwas andere "Ansprüche" als Du (und andere) an diese Forum habe. Sicherlich muss nicht alles immer perfekt wissenschaftlich belegt sein, aber zumindest etwas mehr anekdotische "Evidenz" wäre mir wichtig.
Das rechts und links von der Evidenz ist aber auch wichtig, davon lebt das Forum. Wenn man als Ganzes gesundheitlich weiterkommen möchte, braucht es auch den persönlichen Kontakt und das Gespräch mit den andern Kollegen aus dem Forum, da ist auch zuhören dabei bzw. gehört werden. Dafür kann man über die Jahre mit verbesserter Lebensqualität und Gesundheit belohnt werden, wenn man sich außerhalb der Evidenz vieles mitnimmt.

Anders ist es, wenn man nur kurz eine Frage hat, so ähnlich wie in der "Gutefrage"-Plattform, da braucht es auf eine kurze Frage nur eine kurze Antwort.

Denkst Du das die Hefe auch in dem käuflichen Kefir drin ist, oder sollte ich lieber welchen selber ansetzen? Bisher habe ich mich davor gedrückt, wegen des Aufwands.

Gekauftes Kefir hat viel zuwenig Keim, um immunologisch zu wirken. Ausreichend Keime hat nur das selbst gezüchtete. Kefir gibt es aber auch als probiot. Kapseln zu kaufen.

Mein erhöhtes Homocystein hat sich bei mir mit Folaten gut einreguliert.
 
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04.08.16
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Anscheinend bin ich ja eher Übermethyliert (zumindest in den ersten Schritten des Kreislaufs). Jetzt gibt es ja im Grunde zwei Möglichkeiten:
- SAMe/SAH Ratio in Ordnung (anscheinend wird bei einem Wert >4 als Referenzbereich ausgegangen) -> Was mache ich dann mit den anderen Werten? Ignorieren, weil das Verhältnis in Ordnung ist?
- SAMe/SAH Verhältnis <4 -> Was mache ich dann? Ziel wäre es dann ja vermutlich den SAMe Wert zu reduzieren, da dieser ja für sich genommen erhöht ist. Wie würde ich das hinbekommen?

Ich glaube, ich würde es wie folgt angehen (Buch lesen und Seminare besuchen lohnen sich nicht so sehr):

Aufgrund des relativ hohen SAMe Wertes scheinst Du - wie Du selbst sagst- übermethyliert zu sein.

Trotzdem würde ich versuchen, mit dem klassischen Trio Vitamin B6, B12 (Adenosylcobalamin!), und Folat (erhöht evtl. die Methylierung) in vorsichtiger Dosierung den Methylierungzyklus zu beeinflussen und dann HCY und SAM nach 2-3 Wochen zu messen.

Evtl. wird ja das SAM nur unzureichend abgebaut und staut sich deshalb auf.

Aber bitte selbst entscheiden und Erfahrung mit dem eigenen Körper sammeln ;).

Gruß, Yano
 
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26.05.21
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Das rechts und links von der Evidenz ist aber auch wichtig, davon lebt das Forum. Wenn man als Ganzes gesundheitlich weiterkommen möchte, braucht es auch den persönlichen Kontakt und das Gespräch mit den andern Kollegen aus dem Forum, da ist auch zuhören dabei bzw. gehört werden. Dafür kann man über die Jahre mit verbesserter Lebensqualität und Gesundheit belohnt werden, wenn man sich außerhalb der Evidenz vieles mitnimmt.
Ich glaube wir reden die gleiche Sprache ;-) Wie beschrieben suche ich ja nicht nach studienmäßiger Evidenz, aber wenn es zu einem Thema wirklich so gut wie gar keine Erkenntnisse und eben ja auch nicht hier im Forum weitergehende Kommentare gibt, frage ich mich, ob es die Zeit Wert ist sich mit solch einem Thema tiefer auseinanderzusetzen. Zumal hier ja komplett der Ansatz fehlt. Wenn jemand (damit meine ich den Heilpraktiker, nicht den Forumskollegen) nicht in der Lage ist die Zusammenhänge besser zu erklären, dann riecht das für mich nach Geldmacherei bzw. ist einfach absurd. Wie ist denn der Therapieansatz zu den "Untertemperierten"? Es reicht dann anscheinend sich täglich auf eine Infrarotmatte zu legen? Zufälligerweise empfiehlt er in seinem Buch auch gleich einen konkreten Anbieter...das ist schon wieder zumindest verdächtig...
Austausch und Zuhören gerne, aber ich persönlich brauche da zumindest mehr Informationen, um mir eine Meinung zu bilden und das sehe ich bei diesem Thema nicht.

Ich glaube, ich würde es wie folgt angehen (Buch lesen und Seminare besuchen lohnen sich nicht so sehr):

Aufgrund des relativ hohen SAMe Wertes scheinst Du - wie Du selbst sagst- übermethyliert zu sein.

Trotzdem würde ich versuchen, mit dem klassischen Trio Vitamin B6, B12 (Adenosylcobalamin!), und Folat (erhöht evtl. die Methylierung) in vorsichtiger Dosierung den Methylierungzyklus zu beeinflussen und dann HCY und SAM nach 2-3 Wochen zu messen.

Evtl. wird ja das SAM nur unzureichend abgebaut und staut sich deshalb auf.

Aber bitte selbst entscheiden und Erfahrung mit dem eigenen Körper sammeln ;).

Gruß, Yano
Mein erhöhtes Homocystein hat sich bei mir mit Folaten gut einreguliert.

So werde ich es auch erst einmal probieren und schauen wie sich die Werte entwickeln. Ich gehe momentan eher von einem Problem bei der Konversion von Folsäure nach Folat aus und versuche es daher mal mit der Supplementierung von Folat direkt.

Grüße
 
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06.03.07
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Ich glaube wir reden die gleiche Sprache ;-) Wie beschrieben suche ich ja nicht nach studienmäßiger Evidenz, aber wenn es zu einem Thema wirklich so gut wie gar keine Erkenntnisse und eben ja auch nicht hier im Forum weitergehende Kommentare gibt, frage ich mich, ob es die Zeit Wert ist sich mit solch einem Thema tiefer auseinanderzusetzen. Zumal hier ja komplett der Ansatz fehlt. Wenn jemand (damit meine ich den Heilpraktiker, nicht den Forumskollegen) nicht in der Lage ist die Zusammenhänge besser zu erklären, dann riecht das für mich nach Geldmacherei bzw. ist einfach absurd. Wie ist denn der Therapieansatz zu den "Untertemperierten"? Es reicht dann anscheinend sich täglich auf eine Infrarotmatte zu legen? Zufälligerweise empfiehlt er in seinem Buch auch gleich einen konkreten Anbieter...das ist schon wieder zumindest verdächtig...
Austausch und Zuhören gerne, aber ich persönlich brauche da zumindest mehr Informationen, um mir eine Meinung zu bilden und das sehe ich bei diesem Thema nicht.




So werde ich es auch erst einmal probieren und schauen wie sich die Werte entwickeln. Ich gehe momentan eher von einem Problem bei der Konversion von Folsäure nach Folat aus und versuche es daher mal mit der Supplementierung von Folat direkt.

Grüße
Bei mir wurde gerade die MTHFR Störung im Labor festgestellt. Jetzt bin ich in der Schweiz auf der Suche nach Hilfe. In Spitälern bisher nichts gefunden. Die Abteilung im Uni-Spital in Zürich habe ich noch nicht erreicht. Ist mir eigentlich auch zu weit mit 82 Jahren. Hat jemand Erfahrung/Adressen/Infos? Das Buch von Ben Lynch "Dirty Genes" habe ich gestern erhalten. Das wird schwierig!
 
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26.05.21
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Bei mir wurde gerade die MTHFR Störung im Labor festgestellt. Jetzt bin ich in der Schweiz auf der Suche nach Hilfe. In Spitälern bisher nichts gefunden. Die Abteilung im Uni-Spital in Zürich habe ich noch nicht erreicht. Ist mir eigentlich auch zu weit mit 82 Jahren. Hat jemand Erfahrung/Adressen/Infos? Das Buch von Ben Lynch "Dirty Genes" habe ich gestern erhalten. Das wird schwierig!
Hallo Kathy,

Was sind denn deine Beschwerden? Eine Mutation muss ja nicht zwangsläufig zu Problemen führen. Hast Du bereits in das Buch reingelesen? Ist es empfehlenswert?

Danke und Gruß
 
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