Magen-Darm-Probleme, Magenklappen schließen nicht

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Hallo ihr Lieben,

ich hab vor über 15 Jahren eine Therapie mit Interferon und Ribavirin gegen Hepatitis C gemacht. Die Therapie war erfolgreich, seit dem bin ich auch virenfrei und gelte als geheilt.
Doch seit dem habe ich Magen-Darm-Beschwerden...seit 15 Jahren also, die sich jedoch im Laufe der Jahre auch verändert haben jedoch bis heute nicht weggegangen sind. Natürlich war ich bei dem einen oder anderem Arzt und Heilpraktiker doch es hat nichts so richtig und dauerhaft geholfen und es wurde keine wirkliche Ursache gefunden. Was ich nun habe sind Puzzelteile, dich ich versuche zu einem Ganzen zusammenzubringen. Vielleicht könnt ihr mir beim Puzzeln helfen? Oder vielleicht finden sich mit eurer Hilfe weitere Puzzleteile.

Nun zu meinen aktuellen Magen-Darm-Beschwerden. Die Hauptbeschwerden treten "schubweise" auf. So in Abständen von 3 bis 9 Wochen. Dauern meist ca. eine Woche an. Meistens geht es mit sehr weichem Stuhlgang los, danach folgen zwei bis 4 Tage ohne Stuhlgang. Während dieser Zeit habe ich Kopfschmerzen, meine Nase läuft, mir ist übel, Sodbrennen, Schwindel, ich fühle mich schwach und abgeschlagen, ich bin müde und habe Konzentrationsschwierigkeiten, dennoch habe ich ein normales Hungergefühl jedoch keinen richtigen Appetit und ich habe mäßige Bauchschmerzen, wobei sich die Krämpfe auf den Darmbereich unterhalb des Bauchnabels konzentrieren.

Folgende Magen-Darm-Beschwerden habe ich dauerhaft. Sodbrennen dass mal mehr mal weniger da ist. Ich wache morgens mit Übelkeit auf, die sich nach dem Aufstehen relativ schnell legt. Vielleicht sogar nachdem ich was gegessen habe...das muss ich mal beobachten. Ich habe ständig Verstopfung. Der Stuhlgang ist meistens hart, es ist unverdautes im Stuhl und ich entleere mich meistens nicht ganz. Manchmal hab ich mehrere Tage hintereinander richtig tollen Stuhlgang und dann...ich weiss nicht wovon das abhängt...dann funktioniert das ganze System nicht mehr und ich die Verstopfung kommt wieder. Das ganze wird von ständiger Müdigkeit und Abgeschlagenheit begleitet.

Folgende Dauerbeschwerden kommen hinzu: ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Medikamenteunverträglichkeit, Konzentrationsstürungen, Wortfindungsstörungen, Gefühl als ob eine Erkältung kommen würde...kommt aber keine, Muskel und Gelenkschmerzen.

Ich hatte bisher eine Stuhluntersuchung, einen Lebensmittelunverträglichkeitstest, zwei Magenspiegelungen und eine umfassende Schilddrüsenuntersuchung.

Die Stuhluntersuchung ergab ein Ungleichgewicht von diversen Darmbakterien und dass ich Einweiß nicht so gut verdauen kann. Der Lebensmittelunverträglichkeitstest, ein IgG Test ergab dass ich eine ganz leichte Unverträglichkeit gegenüber Milch und Milchprodukten habe. Wobei ich irgendwann gelesen habe dass die IgG Tests nicht so aussagekräftig sein sollen. Die letzte Magenspiegelung ergab dass ich einen Zwerchfellbruch hatte, mein Magenausgang nicht richtig schließt und auch der Mageneingang nicht.
Die Schilddrüsenuntersuchung ergab dass ich Hashimoto habe. Meine SD sieht jedoch noch sehr gut aus. Bin jedoch schon in der Unterfunktion. Aktuellste Werte erwarte ich nach Ostern. Ich habe es mal mit L-Thyroxin versucht hatte jedoch so viele Nebenwirkungen dass ich die Tabletten nach zwei Wochen wieder abgesetzt habe.

Meine Blutwerte wind alle okay. Die Mineralstoffe sind alle ausreichend. Vitamin D ist aufgefüllt und Vitamin B12 auch. Das deutet daraufhin dass mein Körper in der Lage ist alles aufzunehmen. Ein Leaky Gut wurde ausgeschlossen.

Nun bin ich auf meiner Suche zu einem Puzzleteil gekommen der auf eine möglichen Magensäuremangel hindeutet. Dafür spricht Hashimoto und die obere Magenklappe die nicht richtig schließt, das Gefühl dass ich nicht richtig verdaue.
Ich habe Betain HCL mit Pepsin ausprobiert, nach nur einer Tablette wurde mir den ganzen Tag übel. Ich habe die Kapseln 3 Tage hintereinander ausprobiert. Ein mal vor dem Essen eingenommen, ein mal während der Mahlzeit und ein mal nach dem Essen. Alle drei Versuche endeten in Ganztagsübelkeit. Ich habe RMS Tropfen ausprobiert, ein paar Tage hintereinander. Davon habe ich Bauchkrämpfe bekommen, die mich davon abhielten in der Nacht zu schlafen. Auch diverse Bittertropfen haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht.
Ich würde jedoch gerne an dem Thema dran bleiben. Habt ihr Ideen was ich noch ausprobieren könnte?

So viel zu meinen WehWehchen. Wenn ihr das so betrachtet. Hat jemand von euch eine Idee was ich noch abklären könnte? Was würde denn Sinn machen?
Im Hinterkopf habe ich noch die Nebennierenschwäche die ich abklären könnte. Meine Frauenärztin meinte dass dadurch dass meine Menstruation regelmäßig kommt sieht sie keinen Bedarf die Sexualhormone zu checken.

Ich freue mich über jede Rückmeldung, über persönliche Erfahrungen und Leidensgeschichten und über jede Idee.


Viele Grüße
 
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05.10.17
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Hallo Heppi,

das alle Mikronährstoffe in Ordnung sind, würde ich in mal Frage stellen. Dazu 2 Ausgagen von Kuklinski:
Serumanalysen von Kalium und Magnesium sind wenig aussagekräftig. In Doppeluntersuchnungen Serum und intrazellulär waren intrazellulär Defizite trotz normaler Serumwerte nachweisbar.

Den Vitamin B12-Mangel erkennt man am besten durch Messungen der Methylalonsäure im Urin.

Ich würde mal eine Zeit lang Magnesium und B-Komplex ergänzen - Magnesium 2-3x 200mg/Tag, etwa 6 Wochen lang.
Einen erhöhten Bedarf an Magnesium hat man ab 50, hoher körperlicher Aktivität, proteinreicher Nahrung, bestimmten chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Medikamenten, Schwangerschaft, Stillzeit u.a.

Bsp. die Tanine von Schwarz- und Grüntee binden Magnesium. Auch mehr Vitamin D benötigt mehr Magnesium.
Auch Schwermetalle wie Quecksilber binden Magnesium.

Magnesium Mangel
Ein geringer Magnesiumspiegel kann zu einer Fehlfunktion des Speiseröhrenschließmuskels führen, der dafür verantwortlich ist, dass Magensäure nicht in die Speiseröhre gelangt.
Quelle: Was hilft gegen Sodbrennen? Die besten natürlichen Mittel

Du hast zwar nichts von Leberschäden geschrieben, Magnesium könnte aber trotzdem knapp sein.
5. Bereits bestehende Leberschäden
..
Den häufig vorkommenden Mangel an Magnesium, Zink, Vitamin A, Calzium und Vitamin D durch Nahrungsergänzungsmittel ausgleichen
Hepatitis C > Ernährung

Einige Magnesium Mangel-Symptome
- Verstopfung auch im Wechsel mit Durchfällen
- Müdigkeit, Schwäche, Antriebslosigkeit
- keine Konzentration / Konzentrationsschwierigkeiten, Konzentrationsschwäche
- u.a.

Sodbrennen und Hashimoto
Eine mögliche Ursache von Sodbrennen & Hashimoto kann Nitrostress sein.
Bei Nitrostress braucht bzw. verbraucht der Körper wesentlich mehr B12.
Hilfreich auch Vitamin C (hemmt NO-Bildung besonders im Gehirn und hilft auch bei Hepatitis C-Viren), Vitamin E und D3 (benötigt Magnesium)
Mögliche Ursachen für Nitrostress: diverse Medikamente, Rauchen, unausgeglichener Hormonhaushalt, Alkohol, nitritreiche Nahrungs u.a.

Alles Gute
 
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05.09.05
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Hallo docwho,

die Minerlastoffanalyse wurde aus dem Vollblut gemacht und es wurde Homocysteinspiegel bestimmt um eine Hinweis darauf zu bekommen ob ein B12 Mangel vorliegen könnte.

Ich bin neulich auf Magnesium gestoßen in Zusammenhang mit Vitamin D3. Ich nehme seit ca. 2,5 Wochen 3 - 4 mal täglich 320 mg Tri-Magnesiumdicitrat. Ich merke noch keine Besserungen. Vielleicht kann man nach so kurzer Zeit auch noch keine Veränderung erwarten.

An eine Leberproblematik habe ich auch schon gedacht. Die Leberwerte sind schon immer in Ordnung gewesen. Vielleicht hat die Leber durch die Hepatitis C einen größeren Schaden erlitten als gedacht. Ich werde mich in die Richtung mal schlau machen.

Vielen Dank für deine Antwort, ich werde mich auch wegen dem Urintest schlau machen.

Viele Grüße
 
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Hallo Heppi,

Deine Medikamentenunverträglichkeit könnte auch mit der Leber zu tun haben.
Die Leber muss die meisten Medikamente wieder entsorgen.
Du könntest es mal mit Mariendistel versuchen.
Mariendistel
Auch hilfreich bei Leberproblemen: Vitamin C, Cholin (in Eiern), Taurin, Artischocken (Heilmittel f. Leberkrankheiten), Kurkuma und Präbiotika.

Alles Gute
 
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25.09.13
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Hallo Heppi!
Machst du einen Sport für deine Haltung?
Wenn man die meiste Zeit des Tages in einer schlechten Haltung verbringt, zB Rundrücken beim Sitzen, beim vornübergebeugten Arbeiten, schlafen in Embryohaltung, dann können nach meinem laienhaften Verständnis die Verbindungen zwischen den Verdauungsabschnitten schlecht sitzen und etwas in die falsche Richtung durchlässig werden. Dadurch sind die Säfte in den Abschnitten nicht mehr optimal und Verdauungsprobleme treten auf.
Der Verstopfung würde ich mit einer natürlichen Ernährung zu Leibe rücken. Genügend Flüssigkeit und Ballaststoffe, reizarm.
Viele Grüße
Earl Grey
 
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10.01.04
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Hallo Heppi,

bist Du auch schon auf die Intoleranzen gestoßen (Fruktose-, Gluten-, Histamin-, Laktose-Intoleranz und evtl. mehr in dieser Art)?
Zwei davon - die Fruktose- und die Laktose-Intoleranz - kann man per Atemtest testen lassen, und die beiden sind einigermaßen zuverlässig. Damit ist nicht geklärt, ob Du evtl. eine Milcheiweiß-Allergie hast...
Das wäre der nächste Punkt auf der Abklärliste: die Allergien. Ist das schon angegangen worden?

Für beide Fragestellungen ist ein Ernährungstagebuch nützlich, auch wenn das ziemlich mühsam ist..
Sodbrennen gehört z.B. zu den vielen möglichen Symptomen der Histaminintoleranz:


Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Oregano,

ich bin vor kurzem bei einer echt netten und kompetenten Endokrinologin gelandet, die mich auf Mastzellenerkrankungen gebracht hat. Dort finde ich mich in sooooo vielen Symptomen wieder und auch die unregelmäßigen Schübe würden für eine Mastzellenerkrankung sprechen. Wir arbeiten jetzt nach dem Ausschlußverfahren und klären eine Intoleranz nach der anderen ab, auch eine mögliche Histaminunverträglichkeit wird nun schulmedizinisch abgeklärt. Ich hoffe dass mich die Ergebnisse weiterbringen.

Ich mache seit September letzten Jahren 2 x die Woche Sport. Am Anfang hatte ich den Eindruck dass es der Verdauung gut tut bis wieder ein Schub kam.

Viele Grüße
Heppi
 
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16.02.18
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Ich mache seit September letzten Jahren 2 x die Woche Sport. Am Anfang hatte ich den Eindruck dass es der Verdauung gut tut bis wieder ein Schub kam.

Viele Grüße
Heppi
Bewegung ist wichtig Heppi,

ansonsten fällt mir nur spontan ein, vielleicht bist du besonders empfindlich und könntest mal ausprobieren dich in der richtigen Reihenfolge zu ernähren, was bedeutet, dass es darauf ankommt wann du was isst.

Hier eine Erläuterung dazu:
 
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12.10.18
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auch die unregelmäßigen Schübe würden für eine Mastzellenerkrankung sprechen


das blöde beim mcas ist, daß man es nicht wirklich testen kann und daß es mal so und mal so ist, weil da viele sachen triggern und manche symptome nur auftreten, wenn mehrere trigger gleichzeitig oder ínnerhalb kurzer zeit auftreten. auch die verträglichkeit der nahrungsmittel kann unterschiedlich sein, je nachdem was zu der zeit sonst noch triggert.

trotzdem ist ein ernährungstagebuch sehr hilfreich um das ganze in den griff zu bekommen. man sollte aber nicht nur nahrungsmittel und getränke und medis usw. notieren, sondern auch evtl. andere trigger und die symptome in der jeweiligen stärke.

magnesiumcitrat ist wie alle citrate bei mcas usw. sehr ungünstig.

überdosen von nem können kontraproduktiv und lt. einigen studien auch schädlich sein.
besser ist es, wenn man mängel durch beseitigen der ursachen und entsprechende ernährung ausgleicht (mineralwasser enthält zum teil auch rel. viel magnesium) , wobei man bei tabellen zum gehalt in nahrungsmitteln im inet immer mehrere anschauen sollte, weil die unterschiedlich sind und manche anscheinend nur zum kauf von nem animieren sollen (wenn die stimmen würden, wären die leute vor 50 und mehr jahren alle an vitamin- usw-mangel gestorben).

da gibt es reichlich infos zu mcas. ich hab selbst alle seiten schon mehrmals gründlich gelesen und jedes mal wieder etwas nützliches entdeckt.


sport ist gut, aber zu viel anstrengung kann bei mcas auch probleme machen, vor allem, wenn auch noch anderes triggert.

um probleme wegen der leber zu haben, müssen die werte garnicht hoch sein. ich hatte früher eine schnell "beleidigte" leber.
da ich regelmäßig blut gespendet habe, wurden auch die leberwerte rel. oft kontrolliert und sie waren manchmal auch etwas erhöht und mal machte es auch etwas beschwerden und mal nicht. heftige aber nur als die werte mal deutlich höher waren. da die ärzte aber oft nicht richtig untersucht und mir auch nicht geglaubt haben, daß da was ist, dauerte es eine weile bis rauskam, daß ich 2x eine hepatitis (a und b) hatte.
aber deine ärztin scheint ja gründlicher zu untersuchen.
ist schon mal geklärt worden, ob deine leberwerte höher sind, wenn es dir schlecht geht ? dafür reicht es, wenn man den wert kontrolliert, der schnell hochgeht (das kann man auch selbst beim laborarzt bestimmen lassen, nur ein wert kostet da nicht viel) . bei mir war es damals die gpt.

bzgl. histamin und bzgl. reihenfolge beim essen hast du ja schon gute infos bekommen.
ich hab mal in südfrankreich gelebt und da war es früher üblich vor dem essen immer etwas rohkost und insgesamt sehr gesund zu essen und die leute waren auch viel gesünder als einige jahre später als auch da viele, vor allem jüngere nicht mehr frisch und traditionell gekocht, sondern fertiggerichte usw. bevorzugt haben. ähnlich wie hier auch. viele krankheiten, die hier früher fast nur ältere hatten, haben heute schon ganz junge.

wie sieht es bei deinen eltern usw. aus ? manche krankheiten oder störungen sind auch genetisch und machen sich dann irgendwann bemerkbar, teils auch nur, wenn noch andere trigger dazukommen (z.b. auch wohngifte usw.).

vielleicht kann deine endokrinologin dir auch einen guten internisten o.ä. empfehlen, da sie ja nicht alle untersuchungen machen kann bzw. nicht auf kasse machen darf.


lg
sunny
 
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