long-covid ohne covid

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hallo,

mich würde mal interessieren, ob noch jemand schon mal lange zeit (fast) alle long-covid-symptome ohne covid hatte (nach irgendeiner krankheit oder op o.ä.) und wie lang die angehalten haben und wie er/sie die wegbekommen hat.

abgesehen von husten (den hab ich nur, wenn ich irgendwas uv gegessen hab), hab ich die schon seit fast 2 jahren (seit die ärzte mir die falschen medis verpaßt haben) und es nervt zunehmend. einiges hat sich schon gebessert, ist aber noch nicht weg, nur der geruchsverlust ist schon lange ganz weg.
ich kann zwar schon wieder erheblich mehr machen als noch vor einigen monaten, bin aber immer noch eingeschränkt, da ich sehr schnell erschöpft bin. erschwerend kommt hinzu, daß einige symptome (depris usw.) auch symptome bei der aip sind, die leider nicht heilbar ist, weil sie genetisch ist. es nervt. bis zum crash war ich auch durch meine chron. krankheiten kaum eingeschränkt und konnte noch viel machen und hatte bzgl. beruf usw. noch einige zukunftspläne, jetzt bin ich froh, daß ich wenigstens das allernötigste schaffe. es nervt.................


lg
sunny
 
wundermittel
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12.05.11
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Interessante Studie aus Frankreich:
Wenn man glaubt, Covid gehabt zu haben, kann man die typischen Long-Covid-Symptome entwickeln:

Das Ergebnis überrascht: 914 der Befragten gaben an, dass sie bereits an Covid-19 erkrankt waren und an Long-Covid-Syptomen litten. Ein Bluttest auf Antikörper bestätigte eine Infektion jedoch nur bei 453 Personen. So litten beispielsweise 13,8 Prozent der Personen, deren Annahme einer früheren Erkrankung durch ein positives Ergebnis im Antikörpertest bestätigt wurde, unter Abgeschlagenheit (Fatigue). Über dasselbe Symptom klagten jedoch auch 12,6 Prozent der Personen, bei denen der Antikörpertest die eigene Annahme einer früheren Erkrankung nicht bestätigte.
"Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass anhaltende körperliche Symptome nach einer Covid-19-Infektion nicht automatisch auf Sars-CoV-2 zurückgeführt werden sollten", resümieren die Studienautoren. Sie erklären dieses Phänomen damit, dass anhaltende körperliche Symptome eher mit der Überzeugung, mit Corona infiziert worden zu sein, als mit einer im Labor bestätigten Covid-19-Infektion zusammenhängen. Das deutet darauf hin, dass nicht das Virus im Körper für die langanhaltenden Symptome sorgt, sondern ein psychologischer Aspekt.
 
regulat-pro-immune
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Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Menschen sich nach Strapazen mehr ausruhen müssen als andere. Wenn diese Menschen nun eine wochenlange Krankheit durchmachen, hält das abgeschlagene Gefühl natürlich auch länger an, als bei Menschen, die sich grundsätzlich schneller von allem regenerieren.
 
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Wuhu,
Wenn man glaubt, Covid gehabt zu haben, kann man die typischen Long-Covid-Symptome entwickeln:
erinnert an CFidS/ME, wo manche meinten, sie hätten das (gehabt) und wären dann durch dies oder das "geheilt" worden - wobei die anderen, die tatsächlich physisch darunter litten und leiden ein gewisser Strick draus gedreht wurde und noch wird; "Zufälle" gibts, ... 🤦‍♀️ 🤦‍♂️
 

ory

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Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass anhaltende körperliche Symptome nach einer Covid-19-Infektion nicht automatisch auf Sars-CoV-2 zurückgeführt werden sollten"
....auch bei denen die keine Infektion durchgemacht haben kommen in der jetzigen Corona-Zeit mMn immer mehr "Erwartungsängste" zum Vorschein die alle möglichen Long-Covid-Symptome beinhalten,
Ich kann immer wieder jeden nur darauf aufmerksam machen das einige Covid-Spätwirkungen psychisch bedingt sein könnten.
Ich hatte das auch hier https://www.symptome.ch/threads/atembeschwerden-husten-nach-virusinfektion.143491/ schon einmal erwähnt.

Gruß Ory
 
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"Erwartungsängste"

ich hab auch keine erwartungsängste o.ä. , das ist hier alles ot.

dass einige Menschen sich nach Strapazen mehr ausruhen müssen als andere

ja, die gibt es. aber dazu hab ich nie gehört. selbst bei sehr heftigen aip-schüben war ich früher sehr schnell wieder fit und bei anderen sachen sowieso.
vor 20 jahren hatte ich eine virusgrippe (der einzige infekt in den letzten 40 jahren), hatte 2 tage über 39 fieber und dann war alles wieder so ok als hätte ich garnichts gehabt und ich hab am nächsten tag wieder gearbeitet und am übernächsten war ich wieder normal fit.
jetzt hampel ich schon 2 jahre mit diesem mist rum.
das schlimmste ist zwar vorbei, aber von fit bin ich noch lichtjahre entfernt.
und auch daß ich wieder eine offene wunde am bein hab, obwohl das vorher schon komplett zugeheilt war, gehört irgendwie dazu.
voriges jahr hatte ich auch längere zeit einen geruchsverlust (aber den hatte ich lange vor corona auch mal längere zeit) und da ich vorher mit einem kollegen, der corona hatte (es an dem tag aber noch nicht gemerkt hat) ohne maske in einem kl. raum war (bin ich immer wieder mit den leuten, mit denen ich beruflich zu tun habe, aber (fast) immer mit 3m abstand, so daß eigentlich nichts passieren kann und sie sind alle geimpft, was das risiko ja auch etwas minimiert), hab ich einen test machen lassen, obwohl ich nicht dachte, daß ich mich infiziert hab (ich nehm nichts gebrauchtes :giggle: ), aber ich mußte eh zum laborarzt und bei diesem kollegen war der abstand teils auch nur 1/2 m, weil ich ihm auf einem gedruckten text etwas zeigen mußte.
ich seh seit ein paar tagen auch wieder gesund aus, fühl mich aber nicht so und es nervt, weil ich vieles tun möchte und auch müßte, es aber einfach nicht schaffe. das war vor dem crash anders. es ist als wär ich jetzt nicht 2 jahre älter, sondern mind. 200..............
 
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12.11.21
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Servus,
klingt stark nach CFS. Kann viele Ursachen haben; Auslöser meistens Virus (vor allem Herpesviren) bedingt.
Ruft u.a. enzymatische Veränderungen im Körper hervor, wodurch (in einer Kette von Wechselwirkungen) letztlich auch die Stoffwechselfunktionen zur ATP-Synthese blockiert werden. Weitere Auswirkungen zeigen sich auf die Entgiftungswirkung sowie Regenerationsfähigkeit des Körpers (wie Wundheilung).
 
regulat-pro-immune
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vielen dank für den hinweis. :)

da ich durch den crash vieles vergessen hab und auch nicht googel um noch mehr krankheiten zu finden, sondern nur um möglichkeiten zu finden, wieder fit zu werden, die uv wegzubekommen usw., hab ich überhaupt nicht an cfs gedacht.

abgesehen davon daß ich nie eine herpes-infektion hatte (jedenfalls keine typische mit lippenbläschen usw., nur mal eine gürtelrose, die wohl auch durch herpes-viren verursacht wird, allerdings durch andere, aber die auch nur einmal vor -zig jahren), paßt es eigentlich.
ich hab jetzt mal nachgelesen. sogar nahrungsmittelunverträglichkeiten usw. (uv) gibt es dabei.
die hatte ich zwar vor dem crash schon, aber soweit gebessert, daß ich fast alles essen konnte und nach dem crash garnichts mehr ohne heftige beschwerden.
aber gsd hat sich das schon wieder etwas gebessert und einige andere sachen auch. es geht mir nur viel zu langsam mit der besserung.
aber das z.b. mit mehr vitaminen usw. (ich hab mit sicherheit einige mängel) zu fördern geht nicht, weil ich nem nicht vertrage und obst auch noch nicht und gemüse nur extrem wenig.
und wegen der aip muß ich sehr viel zucker essen (bei akuten beschwerden eigentlich 300 g pro tag, was ich aber zu viel finde. bei 100 g war es aber noch zu heftig, so daß ich jetzt etwas mehr nehme um auf 200 g zu kommen), was auch nicht gerade gesund ist.
also muß ich wohl noch geduld haben (nicht gerade meine starke seite) und hoffen, daß es sich möglichst bald vielleicht doch noch schneller bessert.
 
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06.10.18
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Hi sunny sunlight ich glaube ich hab das schonmal irgendwo geschrieben aber wir beide haben exakt die selben Probleme zB Kein Obst Vertragen oder keine NEM usw. Ich habe schon seit Jahren ME/CFS aber das kommt bei mir nur, wenn ich mich falsch ernähre. Aktuell laufen viele Forschungen und Studien zu ME/CFS & Long Covid (ist das gleiche) und Histaminunverträglichkeit kommt vom CFS weil: Schwache Mitochondrien produzieren wenig MAO und deshalb wird zu wenig N-Methyl-Histamin abgebaut und es staut sich bei den Stoffwechselschritten auf, bis zum Histamin.

Bald könnte es endlich Medikamente geben gegen ME/CFS und das bedeutet: Starke Mitochondrien, effektiver Abbau von Histamin und somit garkeine Einschränkungen mehr :)

Mit freundlichen Grüßen Daimler
 
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10.01.04
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Hallo sunny,

Herpes I und II und Herpes zoster (Gürtelrose) haben den gleichen Verursacher: Herpes Virus.
...
Wenige Tage nach der Ansteckung bilden sich die kleinen roten Bläschen, die zum einen schmerzen, zum anderen sehr leicht aufplatzen können. Die regionalen Lymphknoten sind nicht selten geschwollen. Die Herpesbläschen heilen unter Krustenbildung nach zwei bis drei Wochen wieder ab. Immunsuppremierte und HIV-Patienten neigen in der Regel auch zu schweren, langwierigen und wiederholten Verläufen. In seltenen Fällen können Herpesviren ebenfalls die Augen befallen, was insbesondere bei Neugeborenen die Gefahr der Erblindung bedeutet.

Anders als der Lippen- und Genitalherpes führt der Herpes Zoster zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Wer als Kind an Windpocken litt, trägt das Varizella-Zoster-Virus dauerhaft in sich. Im Alter, aufgrund einer Immunschwäche oder auch stressbedingt, wird das in den Spinalganglien schlummernde Virus erneut aktiv und wandert dann entlang der Nervenbahnen bis in die Haut. ...

Grüsse,
Oregano
 
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12.10.18
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Bald könnte es endlich Medikamente geben gegen ME/CFS

das wird dann wohl vielen helfen. da es sich aber wieder sehr wahrscheinlich um chem. medis handelt und die bei mir wegen aip, sle usw. uv sind und ich auch keine lust hab solang auf eine evtl. lösung zu warten, muß ich jetzt schon möglichkeiten finden alles noch weiter zu bessern.
es ist zwar in der letzten zeit schon besser geworden, aber nicht genug und zu langsam.

Herpes zoster (Gürtelrose)
hatte ich zwar, aber das ist schon -zig jahre her und es war schnell weg und außer dem hautausschlag hatte ich nichts.

bis vor 2 jahren war ich fit und bis ende 50 so fit, daß ich neben weiteren aus- und fortbildungen und pflegekindern usw. immer noch einige jobs gleichzeitig hatte um miete, essen usw. und die sehr teuren ausbildungen usw. zu finanzieren und hab mich nebenbei auch noch mit freunden und bekannten getroffen usw.
ab 60 hab ich zwar eine rente, aber extrem wenig. allerdings würde ich auch bei mehr noch in meinem beruf tätig sein, weil mir das sehr viel spaß macht.
sobald der coronaquatsch vorbei ist, werd ich da eh wieder mehr machen und hab dabei auch noch weitere pläne und möglichkeiten. nur bis dahin muß ich noch irgendwas finden, das ich nebenher machen kann, um nicht mein sparbuch für neue jeans und schuhe zu plündern (kein luxus, sondern notwendig, da ich seit dem crash zu schlapp war um einen einkaufsbummel mit anprobieren zu machen und nicht damit gerechnet hab, daß es jetzt 2 g in normalen läden gibt und im inet mag ich nichts bestellen, da ich meine kontodaten nicht ins inet eingeben will). aber gsd bin ich aus früheren zeiten dran gewöhnt altes zu reparieren und wie neu aussehen zu lassen.:)


lg
sunny
 
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12.11.21
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Bitte folgendes recherchieren und anwenden:
1. Wasserfasten (zyklisch in Schritten herantasten und Dauer verlängern; immer nach Gefühl um Überforderung zu vermeiden)
2. Darmsanierung (parallel zum Wasserfasten passt sehr gut)
3. Dazwischen ketogene Ernährung; zumindest Versuchen ,low carb‘ zu bleiben, aber wenigstens auf alle Zuckerarten bewusst verzichten
Zur Unterstützung des "energetischen" Wohlbefindens kann Glutathion (reduziert oder acetyliert) und NADH eingenommen werden (oral, alternativ sublingual oder intravenös).

Sollte o.g. Vorgehen helfen, kann alsbald auch über die Vitamin- und Mineralstoffschiene weitere Unterstützung des Körpers folgen. Verträglichkeit der NEMs stellt sich ein bzw. Nahrungsmittelunverträglichkeit löst sich im Normalfall auf mit der Genesung des Mikrobioms (s. Punkt 2 oben).

Zustand des Mikrobioms und Wirkung auf CFS-Symptomatik hinsichtlich Entgiftung wurde bspw. hier erwähnt:

Stress, Entzündung oder Infektionen verstärken die allgemeinen CFS-Symptomatiken (vgl. Wirkungsweise bei Gendefekten).
Letztlich geht es um die Wiederherstellung der Mitochondrien-Funktion und der Genesung/Wiederherstellung des Energiestoffwechsels im Ganzen. Daher ist o.g. Ansatz zwar nur als Teiltherapie zu verstehen. Jedoch ist die Gesundheit der Darmflora fundamental.
 
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regulat-pro-immune
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06.10.18
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Darmsanierung machen wir doch alle schon seit Jahren und es verbessert nur die Konsistenz des Stuhls mehr aber nicht. Wenn ein Baum kaputte Wurzeln hat bringt es nichts die Erde zu wechseln. Man muss dafür sorgen, dass der Baum entzündungsfrei bleibt und dass der Baum nicht sich selbst angreift Thema Autoantikörper
 
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