Linke Körperhälfte macht Unfug + Schwindel = Ich habe Angst

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Hallo zusammen!

Ich habe seit ca. etwas über einem Monat (eventuell schon weit länger, wenn die Symptome von damals schon dazu gehören sollten) eine "Sammlung" an Beschwerden, die mich bei meiner Suche im Netz abwechselnd panisch und beruhigt werden lassen haben.

Das erste, was nun schon ca. 1 Jahr zurück liegt, war das linke Bein. Es fühlte sich auf ein Mal, nach einem Tag an dem ich fast nur stand, seltsam an, und in der Leiste darüber begann eine Taubheit die ich als brennen wahrgenommen habe. Dies ist bis heute immer noch so wenn ich längere Zeit stehe, wobei meist schon 30min reichen.

Vor einem Monat dann kam ein ganzer Schwall an Problemen dazu:
- Durchgehender Schwindel (aber ohne Übelkeit!), manchmal Schwindelattacken zusätzlich, aber nicht täglich.
- Schmerzen im Brustbereich, vorwiegend links, vorwiegend Muskeln und Zwerchfell. Teils als hätte die gesamte Brust Muskelkater.
- Linker Arm schwach, Ring- und Kleiner Finger manchmal taub, aber nie ganz, Schmerzen im Achselhöhlenbereich.
- Linkes Bein jetzt auch teilweise durchgehend schwach, Schmerzen im Beuger/Strecker im Oberschenkel, gestern zur Abwechslung mal Wadenschmerzen.
- Dadurch Gangunsicherheit.
- Insgesamt bin ich teilweise so komisch "fickerig", so als wäre ich aufgeregt.
- Konzentrationsprobleme, besonders beim Lesen.
- Besonders nach dem Essen das Gefühl dass der Kreislauf in den Keller geht, BD-Messung spricht aber dagegen. (Hab ein Messgerät zu Hause.)
- "Schmatzendes" Geräusch im Nacken wenn ich ihn strecke, aber auch bei jedem Schritt den ich mache.

Komisch ist dabei, dass bis auf den Schwindel, der eigentlich immer da ist, ich jeden Morgen mit einer neuen, beliebigen Kombination aus diesen Symptomen in variierender Stärke aufwache, und oft zum Abend hin generell alles besser wird.

Mein Hausarzt, ein begnadeter Diagnostiker, der mich sogar schon allein durch Erzählungen meiner Eltern zutreffend mit einer Borreliose diagnostiziert und erfolgreich behandelt hat, sagt ich hätte ein Hals-Wirbel-Syndrom. (Nackenschmerzen hatte ich bisher allerdings nur früher, als mein Bürostuhl und Tisch noch Mist waren. Das ist seit ca. 2 Jahren weitgehend gelöst.)
Er hat, als ich damals wegen der Bein-Probleme kam und ich Angst vor einer Thrombose hatte (Schwester hatte mal eine monatelang unerkannte im Bein), ein Venensonogramm gemacht, was keine Auffälligkeiten zeigte. Ich war wegen der Sache mit meiner Schwester damals sogar in der Notaufnahme, und auch dort hat man keinerlei Anzeichen für einen Thrombus feststellen können. Anfang April war ich beim HA zum EKG, welches auch unauffällig war.
Mein Hausarzt hat mich dann zum Orthopäden und Neurologen geschickt, und ein paar Runden Physiotherapie für's Bein. Letzteres bringt sogar kurzfristig etwas, aber spätestens 2 Tage danach ist wieder alles beim alten.

Beim Orthopäden war ich bereits. Dieser hat Röntgenbilder meiner Hals- und Brustwirbelsäule gemacht, sowie von der linken Schulter, die auch ab und zu weh tut.
An den Knochen konnte er lediglich Abnutzung im normalen Rahmen sehen, eine Steil-Stellung der HWS, was seiner Meinung nach aber nichts macht, sowie einen Brustwirbel der gaaaaaaanz leicht, vielleicht einen Millimeter zur Seite gerückt ist verglichen mit dem Rest. So wirklich konnte er sich keinen Reim auf meine Symptome machen, insbesondere den Schwindel.
Ein CT wurde beim Radiologen auch schon gemacht, allerdings habe ich dieses noch nicht gesehen und auch noch keine Bewertung von meinem Doc dazu.
Neurologe und HNO (zu dem mich der Orthopäde noch geschickt hat) stehen noch aus, Termine erst Ende Mai. (Und die auch nur mit Glück, sonst erst wieder ab September... geiles Gesundheitssystem...)

Da ich im Netz zu meinen Symptomen bisher so ziemlich alles von Herzinfarkt und Hirnschlag, über Bandscheibenvorfall bis hin zu Psychosomatisch ungefähr alles gefunden habe, bin ich ein wenig panisch, dass wenn die Dinge zu langsam passieren, am Ende vielleicht doch was schlimmes im Busch ist.

Zu mir:
Ich bin definitiv Risikopatient für so ziemlich alles. 35 Jahre alt, männlich. Starkes Übergewicht (vor 4-5 Jahren mal kurz vor Normalgewicht gewesen, dann Bounce-Back :( ), gerade aufhörender Raucher, Bürojob von 7-18 Uhr (angehende Selbständigkeit, darunter leidet Zeit für Sport und Freizeit doch etwas), leichter Bluthochdruck, leichter Sauerstoffmangel im Blut, insbesondere Nachts, aber laut Doc nichts wo man akut was machen müsste, leichte Schilddrüsenunterfunktion. Vitamin D3 Mangel.

Medikation seit ~1 Jahr:
1x tägl. 50mg L-Thyroxin
1x tägl. 50mg Metoprolol
1x tägl. Valsartan comp. (80mg/12,5mg)
1x tägl. 25µg Vitamin D3 (erst seit kurzem)
Ibuprofen nach Bedarf gegen Schmerzen (zwischen 1-3x800mg tägl., je nach dem)
Bis vor 5 Monaten noch Allopurinol, Harnsäure aktuell aber okay. (Doc sagt immer ich soll weniger Bier trinken. Ich mag Bier nichtmals! Das wird hier höchstens schlecht!)


Richtig gemein ist, dass ich Anfang des Jahres wieder richtig den Drive bekommen habe endlich vernünftig und langfristig abzunehmen. 1000€ in Ergometer für im Büro mal "fahren" sowie ein gutes Fahrrad fürs Wochenende investiert, Hanteln abgestaubt, Platz im Tag gemacht für Spaziergänge. (Ich muss sachte anfangen. BMI 45 und Kondition im Keller.) Aber diese Effekte jetzt behindern das leider deutlich. Ich bin richtig wackelig auf dem Fahrrad manchmal, und durch den Schwindel habe ich Mühe mich auf den Verkehr zu konzentrieren. Was auch beim Auto fahren SEHR unangenehm ist.
Vor allem aber kann ich nicht einschätzen was jetzt richtig ist: Mich über meine Symptome hinweg setzen und los legen als wäre nichts, oooder zurückschalten auf die Gefahr hin nachher noch mehr kaputt zu machen als eh schon ist. Völlig ätzend. Zudem wollte ich eigentlich auch bald anfangen mein Eigenheim in Angriff zu nehmen - da stünde natürlich reichlich Handwerkstätigkeit ins Haus... Geht aktuell einfach nicht. Zum heulen.

Was mir immer mehr auffällt ist, dass im Prinzip alles nur auf der linken Körperhälfte passiert, bis auf gelegentlich mal nen leichter Schmerz auch in der rechten Brustseite. Das aber sehr selten und immer nur dann, wenn es links gerade sehr stark ist. Vielleicht hängt damit ja sogar der Schwindel zusammen - links passieren Dinge die rechts nicht passieren, und dadurch Gehirn verwirrt. Vielleicht. Ist meine laienhafte Vorstellung.

Letztlich habe ich zur Zeit einfach Angst, und die Ärzte sind proppenvoll und es geht alles im Schneckentempo. Kann sich von euch einer einen Reim auf meine Schilderungen machen? Bis vor kurzem dachte ich ja auch noch: Hey, jetzt läufst du schon über nen Monat mit den Beschwerden rum, lebensbedrohlich kann's ja dann nicht sein. Und dann las ich kürzlich davon, dass ähnliche Symptome auch Monate VOR einem Hirnschlag auftreten können... Jetzt bin ich wieder besorgt und mache mich bekloppt. Ich würde mich über JEDE Hilfe freuen!

Danke euch im Voraus!
 
wundermittel
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16.05.07
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Hallo Medium9,

willkommen im Forum :)

Ohne jetzt die möglichen und nötigen differenzialdiagnostischen Maßnahmen zu erwähnen, fiel mir das am meisten auf:

Mein Hausarzt, ein begnadeter Diagnostiker, der mich sogar schon allein durch Erzählungen meiner Eltern zutreffend mit einer Borreliose diagnostiziert und erfolgreich behandelt hat.....

Dieses in Kombi mit deinen erwähnten Symptomen läßt mich an eine persistierende Borreliose denken.
Was bedeutet in diesem Falle: Erzählungen meiner Eltern?
"Erfolgreich behandelt" ist leider ein dehnbarer Begriff bei Borreliose.
 
Themenstarter
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Hallo!

Ich hatte über 2 Wochen lang Symptome einer schweren Erkältung mit starker allgemeiner Schwäche und Müdigkeit. Meine Eltern sind mit meinem Arzt befreundet und treffen sich jedes 2. Wochenende, wobei sie dies erzählt haben. Die Besonderheit dabei war, dass ich nicht in einem Zeckengebiet lebe und auch noch nie gebissen wurde. Was er aber bemerkte ist, dass wir nicht allzu lange davor hier renoviert haben, und zwar auch ein >100 Jahre altes Dach mit Schüttung. Er wusste, dass da auch u.U. Milben drin leben können die Borreliose übertragen können. Ein Mal Kopf kratzen reicht dann schon wenn man Staub abbekommen hat.

Er hat dann auf Borreliose hin getestet, was positiv war. Behandlung danach mit einem spezifischen Antibiotikum, und Tests danach haben wohl gezeigt, dass wir alles erwischt haben. Auf meine Frage hin ob ich nun geheilt sei, sagte man ja. So weit meine Informationslage zumindest.
Wie bekommt man am besten heraus ob es nicht doch das ist?
 
regulat-pro-immune
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05.05.17
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Ich habe eine interessante Liste an möglichen Symptomen gefunden: Borreliose-Symptome

Ich markiere mal was davon bei mir zutrifft in Grün.
  • ausgeprägte und lang anhaltende Erschöpfung und Müdigkeit ohne vorherige körperliche Beanspruchung
  • starke Schmerzen in verschiedenen Gelenken sowie Nacken- und Rückenschmerzen in wechselnder Lokalisation, die auch ohne spezifische Behandlung wieder verschwinden
  • heftige, meist diffuse, aber auch kappen- oder ringförmige Kopfschmerzen, "Haarspitzenkatarrh" mit Schmerzen beim Haarekämmen
  • meist einseitige Rachen- und Zungengrundschmerzen
  • immer wieder rezidivierende und oft lange nicht ausheilende Nasennebenhöhlen-Infektionen mit Schleimhautschwellungen
  • schmerzlose oder schmerzhafte Lymphknotenschwellungen am Hals und Nacken, unter den Achseln und in den Leisten
  • Muskelschmerzen und Muskelkrämpfe am ganzen Körper ohne vorherige körperliche Beanspruchung
  • Schmerzen an Sehnen und Bändern: Am häufigsten sind Achillessehnenschmerzen, ein "Tennisarm" oder "Golfarm", ein Carpaltunnelsyndrom, "springende" Finger oder Fußsohlenschmerzen mit morgendlichem Anlaufschmerz
  • Sehnen(teil)abrisse ohne dafür adäquates Trauma bzw. spontan auftretend
  • Schienbein- und Fersenbeinschmerzen (vor allem nachts im LIegen)
  • "Wundschmerzen" der Rippenansätze im Brustbeinbereich und am unteren Rippenbogen, oft verbunden mit dem Gefühl eines verminderten Atemvolumens und eines Druckes auf dem Brustkorb
  • Brennschmerzen der Haut und/oder Taubheitsgefühle, die diffus am ganzen Körper auftreten oder auf einzelne Hautbereiche beschränkt sind
  • "Elektrisieren" und/oder Spontanzuckungen der Muskeln verschiedener Körperregionen
  • plötzlich einschießende starke Schmerzen in der Muskulatur wie "bei einem Messerstich", die aber in ihrer Lokalisation ständig wechseln (Anm.: Bei mir fast nur im Rücken und Zwerchfell, meist beim Einatmen)
  • attackenartiges, vorzugsweise nachts auftretendes Herzrasen ohne jede körperliche Anstrengung
  • Veränderung eines vorher normotonen Blutdruckes auf hypertone Werte, wobei meist der diastolische Wert über 90 mm Hg ansteigt (Was bei mir aber auch gewichtsbedingt sein kann.)
  • Irritationen der Hirnnerven sind häufig. Am häufigsten zeigt sich im Frühstadium der Erkrankung eine Facialisparese, im chronischen Stadium aber können mehrere der 12 Hirnnerven gleichzeitig betroffen sein
  • Funktionsstörungen der Augen, wie z. B. Augenmuskelschmerzen, leichte Doppelbilder, Lidschwäche, Akkomodationsstörungen, Pupillenstörungen,
  • häufige Augenentzündungen mit Augenbrennen, Trockenheits- sowie Fremdkörpergefühl
  • Funktionsstörungen der Ohren mit Hörsturz, Tinnitus, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Störungen des Geruchs und Geschmacks
  • Bannwarth-Syndrom (nachts betonte, stark brennende und ziehende Schmerzen in meist nur einem Bein oder Arm) (nur leicht)
  • vegetative Störungen wie gestörtes Temperaturempfinden mit oft ausgeprägtem Frieren, heftige, überwiegend nächtliche Schweißausbrüche, die aber auch tagsüber "schubweise wie im Klimakterium" bei Männern ebenso wie bei Frauen auftreten können oder am Nachmittag auftretende "Glühwangen" ohne Fieber
  • sexuelle Funktionsstörungen wie Libidoverlust, Menstruationsstörungen, Erektionsstörungen und Brust-(drüsen)schmerzen (Eher ein Jucken bei mir.)
  • urologische Störungen wie Brennschmerzen der Blase und Schmerzen des Hodens ohne Nachweis von Bakterien im Urin, sehr häufiges Wasserlassen, Harninkontinenz, Leistenschmerzen ohne organischen Befund
  • gastro-intestinale Beschwerden wie Magenschmerzen, Blähungen, Völlegfühl, Stuhlunregelmäßigkeiten, Appetitverlust, neu auftretende Laktose- oder andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Stoffwechselveränderungen wie Übersäuerung, neu auftretende Cholesterinerhöhungen, Alkoholunverträglichkeit
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen (meist Unterfunktion mit TPO-Autoantikörpern, die sog. Hashimoto-Thyreoiditis)
  • Störung des Serotoninstoffwechsels mit Gereiztheit, Panikattacken, Angstzuständen, latenter Aggressivität, Wutanfällen, ausgeprägten depressiven Stimmungsschwankungen und emotionaler Labilität
  • schwerwiegende, lang anhaltende Schlafstörungen, oft mit Albträumen
  • Besonders bei Kindern zu beobachten: Aufmerksamkeitsstörungen und motorische Unruhe mit der Folge von Lernschwierigkeiten ("ADHS"), Gereiztheit, Streitsucht und Aggressivität
  • selten: schwere psychische Veränderungen wie Psychosen, Zwangssymptome, manisch-depressive Stimmungsschwankungen, Irritierbarkeit und Aggressivität bis zum Kontrollverlust
  • kognitive Störungen wie z. B. Nachlassen des Kurzzeitgedächtnisses, Konzentrationsstörungen, erhöhte Ablenkbarkeit, Aufmerksamkeitsstörungen und Minderung der Lernfähigkeit und Auffassung
  • in schweren Fällen: Orientierungsstörungen und starken Gedächtniseinbußen wie bei M. Alzheimer. aber auch Wahnvorstellungen und Halluzinationen
  • Häufige Hautveränderungen sind das Erythema migrans (Wanderröte) und seltener das Lymphocytom
  • Seltene Hautveränderungen sind die sog. Zigarettenpapierhaut (bei Acrodermatitis chronica atrophicans)
  • Diffuser Haarausfall (meist bei Frauen) sowie Nagelwachstumsstörungen mit Brüchigkeit und Rillenbildung
Alle Symptome aber eben praktisch ausschließlich in der linken Körperhälfte.

Ich habe keine weiteren Symptome, die hier nicht aufgeführt wären. Ich glaube, das könnte ausreichen um meinen Doc nochmals um einen Test zu bitten. Meine letzten Symptome durch die Borreliose liegen jetzt schon etwas mehr als 10 Jahre zurück. Das wäre ja ein Hammer, wenn die mich jetzt noch mal heimsucht. Wie seht ihr das?
 
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05.05.17
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Hmm. Heute ist es richtig extrem mit meinem linken Bein und Arm. Beide sind extrem schwach, so dass ich kaum sicher laufen kann ohne das Bein durchgestreckt zu lassen beim Auftreten. Die Hand fühlt sich auch so komisch an und trifft beim Schreiben nicht immer die richtigen Tasten.
Vom Gefühl her so, als würde man die Gliedmaßen gerne mal richtig strecken wollen, so wie wenn man müde und abgespannt ist. Aber halt dauerhaft und strecken bringt auch nichts.
Der Schwindel ist passend dazu heute auch ziemlich stark, so dass ich nach Möglichkeit kein Auto fahren wollen würde z.B.
Darüberhinaus ist mir ungewöhnlich kalt. Normalerweise bin ich eine wandelnde Heizung, aber jetzt gerade friere ich mir bei 21°C Raumtemperatur einen ab.

Ich habe morgen meinen Termin beim HNO, erwarte mir aber nicht ganz so viel davon. Aber egal, ich lasse alles durchgucken was geht.
Ich habe nur Angst, dass ich eines morgens aufstehen will, und mir klappt das Bein einfach so weg. Generell ist die Tendenz insgesamt eher in Richtung Verschlimmerung, und zwar schneller denn je.
Von daher: Was auch immer euch noch einfallen würde, ich bin ganz Ohr!
 
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06.11.16
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Hallo Medium9,
Heute ist es richtig extrem mit meinem linken Bein und Arm. Beide sind extrem schwach, so dass ich kaum sicher laufen kann ohne das Bein durchgestreckt zu lassen beim Auftreten. Die Hand fühlt sich auch so komisch an und trifft beim Schreiben nicht immer die richtigen Tasten. .... Der Schwindel ist passend dazu heute auch ziemlich stark, so dass ich nach Möglichkeit kein Auto fahren wollen würde z.B.
also, ich will dir bestimmt keine Angst machen, aber ähnliche Symptome wie du hatte mein Vater vergangenen Herbst auch. Er litt zuerst an starkem Schwindel und war mehrmals bei Hausarzt und HNO. Dort hieß es, das käme vom Ohr, denn er hatte mal einen Hörsturz gehabt. Später kam eine Schwäche der linken Hand dazu (u. a. Probleme beim Halten der Gabel beim Essen und auch beim Tippen auf der Tastatur), dann des linken Beins (Probleme, stabil zu stehen, die Spur zu halten beim Gehen, beim Durchdrücken des Kupplungspedals). Wir dachten ebenfalls an Borreliose, aber der Blutcheck war negativ. Nach einer wahren Ärzteodyssee sind wir Monate später einfach in die Notaufnahme der Neurologie marschiert. Das CT zeigte sofort, dass da was wächst. Du kannst meine Beiträge dazu ja mal suchen.

Mein dringender Rat: Bitte schau, dass du schnellstmöglich die CT-Bilder und den Bericht des Radiologen zu sehen bekommst. Zur Not geh nochmal zum Radiologen hin und bitte ihn, dir die Bilder zu zeigen und zu erläutern. Wenn da irgendwas zu sehen sein sollte, das nicht hingehört - was ich nicht hoffe -, dann lass die niedergelassenen Fachärzte beiseite und wende dich direkt an eine Klinik mit Ärzten, die sich mit so etwas auskennen. Oder schnapp die CT-Bilder und geh mit ihnen direkt in so eine Klinik. Verliere bitte keine Zeit mit HNO und Co. Sie sehen Hals, Nase und Ohren, aber mehr auch nicht. Die bittere Erfahrung haben wir leider machen müssen.

Halte uns auf dem Laufenden, bitte! Ich drück dir alle Daumen.

Ganz liebe Grüsse
schokiminzi
 

Piratin

Meine letzten Symptome durch die Borreliose liegen jetzt schon etwas mehr als 10 Jahre zurück. Das wäre ja ein Hammer, wenn die mich jetzt noch mal heimsucht. Wie seht ihr das?

So wie ich es verstanden habe ist die chronische Form der Borrelliose nicht wirklich heilbar. Es ist lediglich eine Symptombehandlung. Wenn die Dinger erst mal im Körper sind, bekommt man sie mWn nicht mehr weg. Bitte korrigiert mich, wenn es nicht so ist. Du weißt nicht, wie lange du sie schon hattest.
Die werden wohl oft bei Bluttests nicht nachgewiesen. Wehalb das so ist, weiß ich nicht genau. Ich meine, das hängt mit diesen Zyklen zusammen. Sie sind halt mal mehr, mal weniger aktiv. Deshalb sollte auch jede Behandlung mind. einen ganzen Monat durchgeführt werden. Ich mache deshalb immer mal wieder eine Kur mit Kardentinktur.
Sicher meldet sich hier noch jemand, der genauer Bescheid weiß!
 
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das käme vom Ohr
Das hat mein HNO, bei dem ich Dienstag war, zumindest nicht gesagt. Im Gegenteil. Dafür hat er mich auf die NW meiner Medis hingewiesen. Da ich die aber schon mind. 1 Jahr lang in dieser Dosis und Zusammenstellung nehme, die Probleme aber erst seit ca. 1 1/2 Monaten wirklich da sind, glaube ich an diese nicht.
Den CT-Bericht habe ich da auch abgeholt, und dort wurde auch die Steilstellung bemerkt, und dass aufgrund von - und ich interpretiere hier frei das "Ärztisch" auf dem Wisch - "Verspannungen" manche Bereiche schlecht sichtbar und daher schwer zu beurteilen sind. Zumindest aber hat der Radiologe nichts akut gefährliches gesehen.
Ich habe auch bei meinem HA angerufen und gefragt ob er schon mal auf's CT gucken konnte. Dort war die Auskunft dann, dass ja, wir noch den Neurologen abwarten, und dann alle Ergebnisse bisher zusammengetragen besprechen. Ende des Monats habe ich den HA Termin, Neurologe 1 Woche davor.

So wie ich es verstanden habe ist die chronische Form der Borrelliose nicht wirklich heilbar.
Die chronische Form wohl nicht. Aber mein HA hatte damals gesagt, dass wenn man schnell genug ist und intensiv genug dagegen schießt, man in der ersten Zeit nach Infektion noch gute Chancen hat es ganz loszuwerden. Er meinte ich war da noch locker im Zeitrahmen. Eine Garantie ist das natürlich nicht denke ich.
Und ja, Borrellien sind wohl recht pfiffige Versteckspieler. Aufgrund der persönlichen Beziehungen zu meinem HA denke ich aber, dass er nicht leichtfertig Entwarnungen austeilt. Zumindest ist er auch ansonsten immer sehr direkt, ehrlich und wenig zimperlich.


Was mir aber aktuell auffällt ist, dass ich morgens nach dem Aufwachen, solange ich noch im Bett bin, praktisch Beschwerdefrei bin. Den Schwindel kann ich da nur schlecht beurteilen, da ich von Natur aus ein Nachtmensch bin und dank der Arbeitswelt gegen meinen Rhythmus leben muss, was heißt: Morgens bin ich eh immer duselig und noch im Halbschlaf.
Aber was definitiv weg war, die letzten paar Morgende ist es mir deutlich aufgefallen, sind die komischen Beingefühle, Taubheit in den Fingern und die Schmerzen im gesamten Brustbereich. Ich wollte noch weniger gerne aufstehen als eh schon :D
Ich interpretiere das als weiteres Indiz für Wirbelsäule bzw. Nerv dort. Just heute kam ein weiteres dazu. Zusätzlich zu meiner Physio für das Bein an sich hatte mir der Orthopäde auch noch Massagen verschrieben. Meinen CT-Bericht habe ich dann gleich auch mit dort hin genommen, und bekam eine Stunde lang meinen Rücken/Nacken verknetet. Und was soll ich sagen? Mir ging es insgesamt danach ERHEBLICH besser. Mal schauen ob das bei den nächsten Sitzungen auch so ist.
Vielleicht habe ich ja Glück, und es ist wirklich "nur" das. Bin gespannt was mein HA sich noch so ausdenkt.

Danke euch beiden! Ich werde berichten sobald sich neue Dinge ergeben.
 
regulat-pro-immune
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09.04.16
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Wir dachten ebenfalls an Borreliose, aber der Blutcheck war negativ. Nach einer wahren Ärzteodyssee sind wir Monate später einfach in die Notaufnahme der Neurologie marschiert. Das CT zeigte sofort, dass da was wächst.
Kurze Zwischenfrage: Könnte dieses "WAS" nicht gerade eine Borreliose anzeigen, oder einen Pilz?:wave:p.S. in die Runde: Nach der Serologie würde ich nicht unbedingt gehen, es gibt zu viele falsch-negative Fälle...
 
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09.04.16
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Den CT-Bericht habe ich da auch abgeholt, und dort wurde auch die Steilstellung bemerkt, und dass aufgrund von - und ich interpretiere hier frei das "Ärztisch" auf dem Wisch - "Verspannungen" manche Bereiche schlecht sichtbar und daher schwer zu beurteilen sind. Zumindest aber hat der Radiologe nichts akut gefährliches gesehen.
Eine Atlas-"Steilstellung" weist lt. manchen Spezis auf eine CCSVi, welche wiederum bei Borreliosepatienten wohl gehäuft vorkommt, allerdings auch bei Patienten mit Zahn-Kieferherden, wobei mir nicht ganz klar ist, was Henne und was Ei ist...Erste Infos zu CCSVI kannst Du auf diesem Forum finden...lG! Aurelius :wave:
 
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05.05.17
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Huhu! Danke dir für diesen ja wirklich etwas obskuren Tipp!

Gestern war wieder ein Tag, an dem ich fast beschwerdefrei war. Nur Schwindel, wobei der aktuell auch gut vom Wetter kommen kann. Wenn es plötzlich warm wird, und dann auch noch so feucht, ist das normal bei mir.
Heute allerdings wieder Schmerzen an den Rippenbögen und leichtes Kribbeln in den bekannten Fingern. Echt jeden Tag spannend, wie schlimm es denn nun wird... wie unterhaltsam :/
 
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09.04.16
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Hallo Medium, naja nach spätestens nach einem Jahr findet das niemand mehr "unterhaltsam". Also, ich sicher nicht. Mein Hinweis auf CCSVI bezog sich übrigens auf eine Aussage des "Borreliosegurus" Dr. Dieter Klinghardt aus Amerika, inwieweit das eine Einzelmeinung ist, kann ich nicht beurteilen, könnte aber durchaus stimmen ...:wave:
 
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05.05.17
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Södale, ein Update.

Man ist sich jetzt scheinbar sicher, dass mindestens viele meiner Symptome dadurch kommen, dass die Gelenke (bzw. Knorpel) zwischen meinen 2. und 3. sowie 4. und 5. Halswirbel bereits recht stark verschlissen sind - ein Mal rechts- und ein Mal linksseitig. Vermutlich durch jahrelange Fehlhaltung am Schreibtisch.

Was mich dabei bekümmert ist, dass es offenbar keine wirkliche Behandlungmöglichkeit dafür geben soll, und ich damit jetzt im Prinzip so leben soll. Mit dem Gedanken bin ich noch LANGE nicht befreundet!

Gerade der Schwindel gibt die meisten Probleme und Rätsel. Mit gelegentlichen Schmerzen komme ich klar, und soll die mit Schmerzgel und wenn nötig Ibu behandeln. Aber der Schwindel geht überhaupt nicht klar.

Was mir auffiel ist, dass Schwindel und - ich nenne es mal "Steuerungsprobleme" im linken Bein - in ihrer Stärke meist proportional zueinander sind. Bein doof -> sehr schwindelig, Bein besser -> Schwindel teils kaum bemerkbar. Die letzten 3-4 Tage ist es leider durchgehend schlecht. Bisher wechselte das so alle 1-2 Tage mal, aber aktuell Flaute.

Folgende Maßnahmen finden bisher statt:
- Schmerzmittel (wobei ich nach wie vor KEINE Nackenschmerzen habe! Nichts! Ich merke aber, dass es gut hart ist dort.)
- Wöchentlich eine Massage beim Physio. Direkt danach ist mir meist noch duseliger, tags drauf leicht besser, aber im Großen und Ganzen ist das zwar genießbar, aber keine ausreichende Lösung.
- Streck- und Dehnübungen. Mache ich fleißig, einen Effekt bemerke ich bisher nicht.

Ich hatte meinen Hausarzt auch schon mal auf Muskelrelaxanzien angesprochen, einfach mal um zu testen ob das was bringen würde, aber offenbar DARF er diese nicht mehr in solchen Fällen verschreiben. Na prima...

Kommenden Monat habe ich endlich einen Termin beim MRT. Der Neurologe wollte sich mal meine Adern im Hirn begucken. Ich habe zwei Überweisungen mit etwas Fachchinesisch drauf:

1) MRT Schädel z.A. von cerebralen Microangiopathie bei Schwindelsymptomatik
2) MR Angiographie der extracraniellen Gefäße z.A. von Stenosen bei Schwindelsymptomatik im Sinne von Dauerschwindel.

Wenn ich das lese wird mir noch schwindliger :D. Weiß jemand, was da genau gemacht bzw. geprüft wird?


Über kurz oder lang MUSS ich aber irgend einen Weg finden diesen Schwindel (inkl. Beimproblematik) los zu werden. Das lähmt mich in Beruf und Alltag IMMENS. Daher bin ich auch diesbezüglich noch sehr, sehr, SEHR offen für Ideen.
 
regulat-pro-immune
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06.11.16
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Hallo Medium9,
sehr gut, dass endlich ein MRT gemacht wird. Dein Neurologe vermutet, dass dein Schwindel von Gefäßveränderungen ausgelöst wird. Das kann sein, da du ja schreibst, stark übergewichtig zu sein. Muss aber nicht. Ich würde an deiner Stelle jetzt einfach mal abwarten, was das MRT ergibt. Alles andere wäre Spekulation. Melde dich bitte, wenn du die Ergebnisse hast, je nachdem, was rauskommt, kann ich dir u. U. ein paar Tipps geben.
Liebe Grüße und alles Gute für das MRT!
schokiminzi
 
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05.05.17
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Kleines Update für zwischendurch:

Mittlerweile sind meine Schmerzen in der Brustgegend weitestgehend weg, bzw. tauchen nur noch sehr sporadisch auf und sind schnell wieder weg.
Der Schwindel wurde gefühlt auch ein klein wenig besser - zumindest so, dass ich mir vorstellen konnte, dass es so bleiben könnte ohne allzu große Beeinträchtigungen im Alltag.

Nun habe ich aber vor 3 Tagen morgens im Bad, während ich einfach nur vom Klo zum Waschbecken den Schritt machte, ein markdurchdringendes "KNOCK" im Rücken, etwa auf der Höhe, wo man auf dem Röntgenbild vom Orthopäden einen Wirbel gesehen hat, der so gaaaaaanz leicht zur Seite versetzt war. Kaum erkennbar, nur wenn man genau geguckt hat. Ein Millimeter vielleicht.

Danach zog ein Schmerz bis nach vorne durch, und den Tag über hatte ich diverse Rückenprobleme. Am schlimmsten aber: Der Schwindel war mit voller Kraft zurück :( Mit Attacken, bei denen ich das Gefühl habe ganz knapp vorm Blackout zu sein, aber auch der immerwährende Schwindel ist wieder viel stärker.

Am Nachmittag hat mir ein Kollege dann den Rücken wieder eingerenkt, wobei es genau an dieser Stelle wieder knackte. Danach noch eine kräftige Massage mit Schmerzgel, und der Abend war schon viel besser.
Tags darauf hatte ich eh noch einen Termin bei der Physio. Dem habe ich das dann alles geschildert, und er merkte an besagter Stelle deutlich Verhärtungen und hat sich dieser dann angenommen. Danach war ich ungewohnt locker im Rücken, und die Symptome waren aushaltbar. Leider ist das heute nicht mehr der Fall. Keine Schmerzen, aber dieser verdammte Schwindel!! Ich werde noch bekloppt durch den!

Lustigerweise sind die Probleme die ich mit dem linken Bein hatte auch seit diesem Zwischenfall weg. Das fiel mir an dem Tag erst gar nicht auf. Aber ich habe wieder das Gefühl volle Kontrolle über das Bein zu haben, und es hat auch volle Kraft.
Leider scheint es zunächst erstmal, laut Physiotherapeut, eher unerklärlich zu sein wie ein Wirbel so weit unten noch Schwindel auslösen sollte. Aber ich kann das Symptom ganz klar diesem Ereignis zuordnen. Ich weiß noch nicht, wie ich damit jetzt umgehen sollte am besten.

Nuja. Zunächst steht nächste Woche erst mal die Schlafuntersuchung an, und ich befürchte daraus mit einer doofen Sauerstoffmaske hervor zu gehen. Aber wenn das erstmal hilft, soll mir diese Schmach genehm sein bis ich die Pfunde verringert habe. Grumpf.
Ende Juli dann das MRT, aber halt leider nur Kopf. Rücken (bzw. genauer Brustwirbel) war bisher ja nicht wirklich im Fokus. Aber man weiß ja nie.

lg
 
Themenstarter
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05.05.17
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Das MRT zeigte keinerlei Auffälligkeiten. Meine Rübe ist 1a in Ordnung (zumindest physisch :D), und auch die (leider frühzeitig abgebrochene, da mir keiner gesagt hat dass grad das Kontrastmittel kam und Übelkeit normal ist dabei - GRR!) Angio hat keinen Anlass zur Sorge gegeben.

Meine Symptomatik ist mittlerweile auch schon wieder leicht anders... Die Schmerzen treten nur noch sehr selten und nicht mehr so stark auf, und die tauben Finger sind auch Vergangenheit. Was mir aber in den letzten Wochen viel mehr Sorge macht:

1) Ich habe öfter das Gefühl, als würde mein Herz heftig stolpern und rasen, und es klopft teils so heftig, das meine ganze linke Schulter leicht mit wackelt und ich es links im Rachen spüre. Messe ich meinen Blutdruck, egal ob gerade akut dieses Gefühl da ist oder nicht, ist dieser gerade für meine Verhältnisse recht niedrig. Fast immer bewegt es sich um 95:60 bei einem Puls von 65-80. Für jemanden mit meinem Übergewicht ist das echt niedrig finde ich. (*)
Oft gesellen sich die zuvor genannten Schwindelattacken genau zu diesen Klopf-Episoden. Beides ist dann oft auch nach 30-60sek weitestgehend vorbei, tritt aber regelmäßig genug auf um im Job zu stören. Schwindel kommt aber auch ohne Geklopfe noch oft genug vor.

2) Mir fiel zudem auf, dass ich außen am "Rand" der linken Gesichtshälfte ein seltsames Gefühl habe. (Quasi direkt hinter dem Kieferknochen entlang.) Nicht direkt Taubheit, eher so als hätte ich da ein Klebeband drauf haften oder so. Das zieht bis auf die Innenseite des linken Tragus, und ich habe auch zeitweise einen leichten "Tinnitus" auf dem Ohr, aber der genaue Ton wechselt quasi täglich, und ist teils auch ganz weg.

3) Auch fiel mir auf, dass ich besonders nach dem Essen für ca. 30-60min stärkeren Schwindel verspüre, und ich dasselbe Gefühl habe als würde mein Kreislauf total absacken. Mit Kribbeln auf der Stirn, kalten Händen und leichten motorischen Problemen. Blutdruck und Puls sind aber trotzdem unverändert wie oben genannt.

Die 3 Punkte haben mich, vor allem unter Beachtung dass meine Wirbel definitiv Probleme machen, auf den Vagus Nerv gebracht. Als ich las wo der überall wirkt, passten doch recht viele Dinge. Ist das plausibel? Kann man das genauer untersuchen? Gibt's da dann überhaupt Therapiemöglichkeiten?


*) Ich hatte mal testweise für 2 Wochen sowohl das Metoprolol als auch Valsartan weg gelassen, um zu gucken ob mein Blutdruck nicht einfach nur generell zu niedrig ist durch die Medis. Ergebnis: Auch zum Ende der 2. Woche hin waren meine Werte komplett unverändert. Nichtmals ein leichter Trend nach oben war zu sehen. Also nehme ich das Zeug nun einfach wieder...


Ich habe auch festgestellt, dass ich insgesamt doch arg verspannt bin. Als meine Schwester mal meinen Rücken geknetet hat riss sie die Augen auf und sagte voller Entsetzen: "Das ist ja Beton!!" - Aber auch wenn sie gut Kraft hat, hat die Massage zwar sehr gut getan, aber alles war nur von sehr kurzer Dauer und wirklich WEG war auch nichts. (Habe ich auch nicht erwartet.)



Zu 1) Mein Neurologe bei dem ich fürs MRT war hat auch ein Schlaflabor. Da kam ich natürlich dann auch hin. Zum Glück! Dort wurde bestätigt was meine Freundin mir schon länger versuchte beizubringen: Ich schnarche wie ein großes böses Tier und hatte im Schnitt 24 Atemaussetzer pro Stunde, teilweise echt lange. Seither bin ich "stolzer" Besitzer eines CPAP und schlafe damit seit jetzt rund 2 Monaten. Seither deutlich weniger Halsschmerzen morgens und viel weniger verschleimter Hals. Und das könnte ja durchaus auch mein ehemaliges Blutdruck-Problem gelöst haben (früher war der immer so um 140:90, nicht wirklich hoch, aber auch nicht toll).

Auffällig ist auch, dass gerade das Herzklopfen deutlich weniger und seltener wird, wenn ich Alkohol trinke. Aber das ist ja nun wirklich keine zufriedenstellende Lösung.


Auf Ärzte habe ich eigentlich keine Lust mehr. Ich weiss, dass ich zu dick bin - sehr genau weiss ich das, unsere Gesellschaft macht es einem schwer das nicht zu wissen - aber ich bin schon länger dick. Und hatte nicht im Ansatz diese Probleme. Abnehmen, gerne, bin dabei, aber es DAUERT. Leider scheint niemand in der Lage zu sein weiter als bis vor meinen Bauch zu gucken, und damit ist das Thema dann durch... Sicher wird es einen Einfluss haben, sicher auch Teil der Ursache, aber eine "Therapie" kann "warten bis abgenommen und dann hoffen" nicht sein denke ich. Vor allem: Was ist wenn dann doch nicht alles ok ist, und dann auch verschleppte Schäden entdeckt werden die man JETZT hätte behandeln können? Hab leicht den Kaffee auf.
Selbst der junge Schnösel von HNO, der ganz vorbildlich 20km mitm Rennrad zur Praxis fährt und nur so vor "Energie sprüht". Er hätte ja mal wenigstens ins Ohr REIN gucken können um zu sehen ob das auch wirklich nicht am Schwindel beteiligt sein könnte. Nope, man spricht "weise Worte" über Aktivität und tut ganz Tugendhaft und sonnt sich in all seiner Vorbildlichkeit... Selten so einen Gockel erlebt. Schön, dass das für dich alles so einfach ist, Mr. 60kg und sportinteressiert. Hilft mir aber grad wenig! Sorry... musste raus.

Edit: Shit. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen dieses Mal weniger zu schreiben... Hat nicht ganz geklappt...
 
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Hallo Medium9,

ich frage zuerst: möchtest Du einiges verändern?
Wenn Du diese Frage klar mit "ja" beantworten kannst, lies weiter.

Ich versuche mal Deine Probleme - aus meiner Sicht - zusammenzufassen:
Da wären
Deine Schilddrüsenunterfunktion
Das starke Übergewicht (BMI 45)
Abnützungserscheinungen im Halswirbel-Bereich
Ein vorübergehendes Rückenproblem
Ängste, die bis zur Pankikatacke reichen
Diverse Probleme auf der linken Körperhälfte
Zu wenig Bewegung
Raucher
Medikamente mit diversen Nebenwirkungen
ev. noch Borelliose-Nachwirkungen
wahrscheinlich einen träger Darm


Ich an Deiner Stelle würde zuerst meinen Darm bzw. Mikrobiom in Form bringen.
D.h. täglich Flohsamen-Pulver trinken - was ich selber auch mache.
Das sollte Dir auch beim Abnehmen helfen.

- Versuchen meine Ängste zu beruhigen.

- extrem auf ausgewogenes Essen schauen
- weniger bis gar kein Industriezucker mehr nehmen - aber auf Deinen Blutzuckerspiegel achten.
Die Energie, welche vom Zucker stammte, durch Früchte ersetzen
- etwa 2 Liter Wasser und Tee pro Tag trinken - ohne Zucker
- mich mehr bewegen - mind. täglich 30 Minuten an der frischen Luft.
- Langsam abnemen - Dein Körper benötigt essentielle Aminosäuren um zu funktionieren - pro Kg/Körpergewicht .
Neun essentielle (lebensnotwendige) Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen,
sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.
- sofort mit dem Rauchen aufhören.
Zigaretten enthalten über 4000 verschiedene Chemische Stoffe - 200 davon sind giftig, führen zu Mineralstoff & Vitamin-Verlusten,
Bluthochdruck und erhöhtem Blutzuckerspiegel und produzieren bei einem Zug bis zu 1000 Billionen freie Radikale im Körper.

- Fleisch teilweise durch Hülsenfrüchte ersetzen (Erbsen, Linsen, Kichererbsen, weisse Bohnen u.a.)
- Als Nahrungsmittel-Ergänzung B-Komplex und Magnesium nehmen - täglich.
Magnesium beruhigt, ist gut für die Muskeln und hilft bei Fettabbau im Körper - braucht aber gewisse B-Vitamine.

- Die Medikamente so bald wie möglich abstellen

- Für die Abnützungserscheinungen im Halswirbel-Bereich Glucosamin nehmen.
Das ist ein Stoff, den wir gut vertragen, aber selten über die Nahrung aufnehmen.
Durch Förderung anaboler (aufbauender) Prozesse und Hemmung kataboler (abbauender) Prozesse im Gelenkknorpel reguliert Glucosaminsulfat das dynamische Gleichgewicht von Knorpelauf- und abbau. Schließlich ist GS zur Aufrechterhaltung der Gelenkfunktion unerlässlich und findet als Nahrungsergänzungsmittel beziehungsweise Chondroprotektiva (den Knorpel schützende und den Knorpelabbau hemmende Substanzen mit antiinflammatorischer Wirkung) bei arthrotischen Erkrankungen Anwendung.

Viel Erfolg und alles Gute
 
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10.01.04
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Hallo Medium,

warst Du eigentlich schon bei einem guten OsteopathIn? So eine osteopathische Behandlung geht in Richtung Physiotherapie, ist aber wesentlich tiefgreifender und intensiver. Wichtig ist, jemanden zu finden, der eine lange AUsbildung hat und auch schon viel gearbeitet hat. Das würde ich Dir unbedingt empfehlen :).

Willkommen | Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.)

Noch eine Frage: bisher habe ich - glaube ich - nichts über Deine Zähne gelesen. Wenn da etwas nicht stimmt, kann das gewaltige AUswirkungen auf den ganzen Körper haben.
Hast Du irgendwelche Zahnreparaturarbeiten hinter Dir? Wurzelbehandlungen, Amalgam- oder andere Füllungen, Kronen, Brücken? Ist Dein Aufbiß vom Zahnarzt überprüft worden?

https://www.symptome.ch/wiki/Cranio-mandibuläre_Dysfunktion_(CMD)

Grüsse,
Oregano
 
regulat-pro-immune
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05.05.17
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Huhu ihr beiden, danke für eure Antworten!

@docwho: Abnahme und Bewegung sind in Arbeit, und ich meine dass die Hose schon etwas lockerer sitzt. Aber ich will es dieses Mal wirklich gemächlich machen, die crash-diät beim letzten Anlauf war dämlich. Ich werde mir mal deine Tipps genauer anlesen! (Industriezucker kommt bei mir eh kaum vor. Auch nicht in Getränken.)

Bzgl der Panikattacken bin ich allerdings etwas auf verlorenem Posten. Ich habe eigentlich, wenn man mich so fragen würde, keinen Grund zu diesen - außer eben der "Katze beißt sich in den Schwanz"-Fall wenn das Herzchen rumpelt. Davon abgesehen wüsste ich nichts, was ich als möglichen Auslöser für Panik benennen könnte, nichtmal geschätzt.
Diese Episoden treten vor allem auch teilweise einfach so auf. Kein besonderer Gedanke, Körperhaltung nicht verändert, und mit Arbeit beschäftigt. Aus dem Nichts holperts dann auf ein Mal, dann kurz drauf konzentrieren, und nach ein paar Sekunden ist's wieder okay. (Nur der latente Schwindel, der bleibt immer.)

@Oregano: Osteopathie wollte ich ohnehin mal eine Chance geben. Vielleicht sollte ich das wirklich mal forcieren. Meine Zähne sind tippi toppi. Nie Karies gehabt, nichtmals eine Spange, es sind noch alle drin, gerade und gesund, keine Brücken oder sonstwas. 100% Natur im Mund und 0 Ärger damit. Nur meine Weisheitszähne sind vor 15 Jahren ca. raus gekommen, aber auch davon keine Spätfolgen.
 
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09.04.16
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2.591
Das CT zeigte sofort, dass da was wächst... Ganz liebe Grüsse schokiminzi
Könnte auch (viel häufiger/ aber allzu oft unerkannt) ein linksseitiger Kieferherd sein. Diese äußern sich gern fernab der Krankheitsursache. Falls im Röntgenbild nichts zu sehen ist, empfehle ich die Infrarot Thermographie. Entweder des ganzen Körpers oder nur Gesicht und Hals ...lG! Aurelius
 
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