Leicht verdauliche Nahrung bei Colitis und HIT

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Hi,

wer hat Ideen? Ev am besten eher wenig Milch und Weizen.

Was mir einfällt wäre aufgespaltenes Erbsneportein und Miasstäärke, Butter und ggf Eier/Buttersauche..
 
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Ganz ehrlich?

Bei Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn würde ich sowieso Milch und Weizen komplett vom Speiseplan streichen.
Eier und Buttersauce gehören ebenso wenig in eine Colitis-Ernährung.
Erbsenprotein wird nicht von jedem vertragen, Kartoffelstärke ist etwas besser als Maisstärke.
Am besten aber keine isolierten und industriell verarbeiteten Stoffe.

In erster Linie frisches gedünstetes Gemüse und vor allem sehr gut kauen.

Liebe Grüße Tarajal :)
 

Kate

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Hallo Gesundheitlicher,

die NDR-Ernährungs-Docs (deren Sendungen ich außerordentlich spannend finde) empfehlen bei CED für die Schub-Phasen u.a. püriertes leicht verdauliches Gemüse wie Zucchini, Brokkoli und Kartoffeln. Mit Histamin dürfte es da auch keine Probleme geben. Ich selbst habe gute Erfahrungen damit in Durchfall-Phasen (auch ohne CED-Diagnose).

Außerhalb der Schübe geht mehr (z.B. auch Hühnerfleisch) und auch unpüriert. Allerdings keine verarbeiteten Lebensmittel, insbesondere wurde auch vor Emulgatoren gewarnt.

Mehr Infos dazu findest Du auf deren Website - ich habe nicht mehr alles parat (z.B. was zum Frühstück empfohlen wurde).

Gruß
Kate
 

Kate

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Ja, danke Oregano.

Da fällt mir auch ein, dass sich der Rat, Gemüse zu pürieren, in den Sendungen wohl den Morbus Crohn-Patienten im Schub gegeben wurde, weil diese oft Stenosen (Engstellen) im Darm haben, die besonders wehtun, wenn noch eine Entzündung hinzukommt (https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Ernaehrung-bei-Morbus-Crohn,morbuscrohn120.html). Mir tut das aber auch ohne diese Diagnose gut, wenn ich akute Darmprobleme habe. Kann dann sogar "Körner" (Kerne) essen. Aber das kann man ja ausprobieren.

Gruß
Kate
 

Kate

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Nachtrag

Mit dem zuerst Geschriebenen bezog ich mich auf direkt auf die Fallbeispiele in den Sendungen, in denen immer sehr individuell, ausgehend vom mitgebrachten Ernährungsprotokoll vorgegangen wird. Womöglich bezog sich der Rat, Emulgatoren strikt zu meiden, auf jemanden, der eben besonders viel davon konsumierte trotz Colitis - das habe ich nicht mehr so ganz parat.

Die Listen in den Links scheinen mir entgegen dem, was in Sendungen teils empfohlen wurde, recht umfangreich, da staune ich schon fast, was alles "erlaubt" ist. Es kommt wohl auch sehr auf individuelle Verträglichkeit an.

Gruß
Kate
 
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Es beantwortet nicht genau die gestellte Frage, ich habe aber vor kurzem einen Beitrag von Kuklinski gelesen, wo er bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn folgendes empfiehlt:
- Chondroitin
- Lecithin
- N-Acetylcystein

Bei Darmerkrankungen geben wir ebenso wie bei anderen Schleimhauterkrankungen (Bronchialwege, Reizblase, interstitielle Cystitis, Blasenhalsadenom) zusätzlich Chondroitinsulfat (Trinkgelatine ausreichend), Lecithin und Acetylcystein. Der Mb. Crohn, Colitis ulcerosa und der Reizdarm sind besonders dankbare Therapiegebiete. Von über 80 Crohn-Patienten gab es nur vier NON-Responder, von 12 Colitis-ulcerosa-Patienten keine.

Quelle: https://www.dr-kuklinski.info/wp-content/uploads/2019/08/kuklinski-praxisrelevanz-nitrosativer-stress-2.pdf

(für die, welche es interessiert, noch Teil 1)
https://www.dr-kuklinski.info/wp-content/uploads/2019/08/kuklinski-praxisrelevanz-nitrosativer-stress-1.pdf

Als Non-Responder wird im medizinischen Fachjargon ein Proband oder Patient bezeichnet, der auf ein bestimmtes Verfahren nicht oder nicht wie erwartet anspricht
https://de.wikipedia.org/wiki/Non-Responder

lg
 

Kate

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Hallo zusammen
Die Listen in den Links scheinen mir entgegen dem, was in Sendungen teils empfohlen wurde, recht umfangreich, da staune ich schon fast, was alles "erlaubt" ist. Es kommt wohl auch sehr auf individuelle Verträglichkeit an.
... Durch die Histaminintoleranz dürfte da einiges wegfallen, dazu gibt es aber auch Listen im Internet, falls Du da noch nicht so gut Bescheid weißt, Gesundheitlicher. Oder schau in unserer Rubrik zum Thema.

Es beantwortet nicht genau die gestellte Frage, ich habe aber vor kurzem einen Beitrag von Kuklinski gelesen, wo er bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn folgendes empfiehlt:
- Chondroitin
- Lecithin
- N-Acetylcystein
Bezüglich Cystein würde ich bei Histaminintoleranz eher zur Vorsicht raten - mir bekommt es nicht.

Aber vielleicht mag sich der Thread-Ersteller erstmal melden, ob er mit unseren Beiträgen überhaupt etwas anfangen kann :)

Gruß
Kate
 
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Ernährung bei Colitis?

:wave: Hat da wer Tipps? Als KH denke ich an Kartoffeln und Reis, EW Erbsenprotein augespalten, da suche ich aber noch. Sonst Laktosefreies Whey als Übergangslösung. Fette Leinöl. Eventuell gibt es auch vorverdaute Fette?

LG
 
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Hi, ohhh ich hatte vergessen hier schon gefragt zu haben. ^^


Ganz ehrlich?

Bei Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn würde ich sowieso Milch und Weizen komplett vom Speiseplan streichen.
Eier und Buttersauce gehören ebenso wenig in eine Colitis-Ernährung.
Erbsenprotein wird nicht von jedem vertragen, Kartoffelstärke ist etwas besser als Maisstärke.
Am besten aber keine isolierten und industriell verarbeiteten Stoffe.

In erster Linie frisches gedünstetes Gemüse und vor allem sehr gut kauen.

Liebe Grüße Tarajal :)

Ich weiß nicht ob ich ne "richtige" Colitis habe oder nur Unverträglichkeiten. Weizen streiche ich schon völlig, Milch möchte ich auch "exen". Wobei ich mich frag ob laktosefreies Whey gehen könnte, ist nicht das Casein das, was die Probleme macht?

Erbsenprotein wird doch isoliert und aufgespalten von jedem vertragen? Ich meine nicht das normale... Erbsenprotein an sich ist doch hypoallergen. Was kann man da nicht vertragen? Ist doch kein allergen enthalten?

Gemüse hat doch kaum Nährwerte, weder Fett noch EW. Kartoffelpüree geht ja ganz gut, zumindest bei mir.

Gemüse wie Zucchini, Brokkoli und Kartoffeln.

Außerhalb der Schübe geht mehr (z.B. auch Hühnerfleisch) und auch unpüriert. Allerdings keine verarbeiteten Lebensmittel, insbesondere wurde auch vor Emulgatoren gewarnt.

Mehr Infos dazu findest Du auf deren Website - ich habe nicht mehr alles parat (z.B. was zum Frühstück empfohlen wurde).

Magst du mir die Seite verlinken? Zuccini geht bei mir auch, muss ich nicht pürieren. Ist gut fürs Kalium, Calcium mit Mineralwasser, dann bleibt halt noch Magnesium. Brokollie ist bei mir nicht so der bringer, ist halt Alicylsäure drinnen. Ings hat doch Gemüße kaum Nährwerte. Gut für die Ballaststoffe, aber ansonsten?

Es beantwortet nicht genau die gestellte Frage, ich habe aber vor kurzem einen Beitrag von Kuklinski gelesen, wo er bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn folgendes empfiehlt:
- Chondroitin
- Lecithin
- N-Acetylcystein


Welches Lecetin? Sonnenblumen? Soya ist ja ein Allergen. Sonst ist halt viel in Eiern ua ein Grund warum ich sie esse, aber ideal sind sie für den Darm nicht so... ist aber ein Emulgator, also igw ein Widerspruch zu den Beitrag oben... NAC vertrag ich leider nicht. Chondroitin müsste ich noch da haben, geht da nicht auch Knochensuppe?

So, ich schreib die Tage nochmal genauer. Histaminlisten kenne ich schon, aber so tief hab ich mich auch noch nicht eingelesen.

lg :wave:
 
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Welches Lecetin? Sonnenblumen?
Ei-Lecithin

NAC vertrag ich leider nicht.
Auch nicht zum bzw. während dem Essen? Vielleicht wäre MSM oder Gluthation ein Ersatz.
NAC ist eine Vorstufe von Gluthation und wird aus der schwefelhaltigen Aminisäure Cystein gebildet. Vielleicht spielt auch die Dosis eine Rolle bzw. ist die Unverträglichkeit in wirklichkeit eine Zeichen, dass sich etwas tut.
(Entschuldige, ich spekuliere ein wenig)

lg
 
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Bei der Behandlung von Colitis-Ulcerosa, Morbus-Crohn, Reizdarm, Leaky Gut, Histaminintoleranz und anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes setzten wir eine meist 10-tägige Reisschleimkur mit anschließendem vorsichtigen Nahrungsaufbau ein.
Nach Möglichkeit in Verbindung mit der Colon-Hydro-Therapie oder Einläufen und wenn das aus organischen Gegebenheiten nicht ging, dann eben auch ohne Darmreinigung.

Nahrungsergänzungsmittel setzten wir überhaupt keine ein und die Därme heilten aus sich heraus einfach weil sie nicht mehr überlastet wurden und sich selber regenerieren konnten.

Das sind übrigens keine Einzelerfahrungswerte, wir behandelten über 3.000 Neurodermitiker und andere Hautsymptomerkrankte und mindestens genau so viele Darm- und Stoffwechselpatienten auf diese Weise sehr erfolgreich wie man auch in unseren Büchern nachlesen kann.

https://https://www.google.com/search?q=b%C3%BCcher+joachim+bernd+vollmer&oq=B%C3%BCcher&aqs=chrome.0.69i59j69i57j69i59l2j0j69i60j69i61l2.4082j0j7&sourceid=chrome&ie=UTF-8

Liebe Grüße Tarajal, Renate Vollmer
 

alexo13105

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Bei Aussagen wie -Schwefelallergie -sollte man genau prüfen . Oft ist es und eben grad hier -Thema Colitis etc.
ein Mölybdän - Mangel . Cofaktor Schwefelmetabolismus .

LG
 
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Bei der Behandlung von Colitis-Ulcerosa, Morbus-Crohn, Reizdarm, Leaky Gut, Histaminintoleranz und anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes setzten wir eine meist 10-tägige Reisschleimkur mit anschließendem vorsichtigen Nahrungsaufbau ein.
Nach Möglichkeit in Verbindung mit der Colon-Hydro-Therapie oder Einläufen und wenn das aus organischen Gegebenheiten nicht ging, dann eben auch ohne Darmreinigung.

Nahrungsergänzungsmittel setzten wir überhaupt keine ein und die Därme heilten aus sich heraus einfach weil sie nicht mehr überlastet wurden und sich selber regenerieren konnten.


Hängt ja auch von der Ursache ab, hat man einen Mangel der Salzsäure dann wird man immer weider Darmprobleme bekommen, oder Pankrearitis, da kommt man dann ohne Enzyme auch nicht aus. Ist wohl individuell. Die Reisdiät ist mir bekannt, mit Colon-Hydro habe ich mich noch nicht so befasst, das muss ich noch.


Bei Aussagen wie -Schwefelallergie -sollte man genau prüfen . Oft ist es und eben grad hier -Thema Colitis etc.
ein Mölybdän - Mangel . Cofaktor Schwefelmetabolismus .

LG


Ich hab eine Direktallergie, ka ob da auch Mölybdän eine Rolle spielen könnte. Müsste ich mich informieren, hättest du ne gute Quelle dazu? Ich wil lden Wert nicht prüfen, aber man kanns ja testhalber mal nehmen.

Schwefel ist halt auch im RReis/ in den Kartoffeln drinnen... Stärke sit glaube ich die saubereste KH Quelle, zB Pudding..

Für Fette scheint mir Hirn sehr geeignet...
 

alexo13105

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Kate

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Hallo Gesundheitlicher
Hi, ohhh ich hatte vergessen hier schon gefragt zu haben. ^^ (...)
Ich weiß nicht ob ich ne "richtige" Colitis habe oder nur Unverträglichkeiten.
Na, das ist aber schon ein wesentlicher Unterschied.
Gemüse hat doch kaum Nährwerte, weder Fett noch EW.
Du berücksichtigst hier offenbar nur Makronährstoffe(?) Von Mikronährstoffen, inklusive den sekundären Pflanzenstoffen, hat es jede Menge, und ist für eine gesunde Ernährung aus der Sicht der meisten Ernährungs-"Fachleute" unverzichtbar (und daher wohl auch die Schnittmenge aller Ernährungskonzepte).
Magst du mir die Seite verlinken? Zuccini geht bei mir auch, muss ich nicht pürieren.
Oregano hatte Dir bereits eine Seite verlinkt, ich eine zweite.
Ings hat doch Gemüße kaum Nährwerte. Gut für die Ballaststoffe, aber ansonsten?
Siehe oben/eben. Was ist "Ings"?
Welches Lecetin? Sonnenblumen? ---ist aber ein Emulgator, also igw ein Widerspruch zu den Beitrag oben...
Die Ernährungs-Docs meinten da wohl eher synthetische Emulgatoren (E-xxx), zu deren entzündungsfördernden Eigenschaften soll es auch Studien geben.

Gruß :wave:
Kate
 
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@Kate Ich hab im Sono anzeichnen für eine Colitis und einen einmaligen spezifischen Entzündungswert. Ich wüsste gar nicht wie man da eine Reizung von einer sicheren Colitis unterscheiden kann. Das ist doch generell schwer. Ings = ingesammt. Die Links lese ich mir dann genauer mal durch. Danke.
 
Themenstarter
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die Diagnose einer Colitis ist ziemlich vielseitig.

Ja das kenne ich schon, danke. Ich hab nur keine Lust auf eine Colo, es gibt ähnliche Krankheiten also DD, bei denen gehts du bei einer Colo ein, weil der Darm ruptiert. Ist mir ein Fall bekannt. Ohne Colo lässt sich das auch immer schwer sagen.

LG
 
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